Ausgabe 
2.1.1943
 
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dsutsche DoK nicht zersetzt, sondern im Gegenteil zu jenem Hatz geführt, der notwenNa ist, mn einen solchen Kampf mit Aussicht auf (Erfolg fuhren zu können Denn selbst als wir in diesen Krieg getrieben wurden, haben wir besonders gegen­über unseren westlichen Gegnern den Begriff des Hasses nicht gekannt. Wir hatten von ihnen me etwas gefordert, was sie verletzen oder gar belei­digen hätte können, nichts verlangt, was ihnen ge­hörte, unser einziger Wunsch war, mit ihnen in Freundschaft zu leben. Unsere Soldaten .haben, nachdem England unb Frankreich uns den Krieg erklärt hatten, heldenhaft gekämpft, und trotzdem war der Haß im deutschen Volk auch dann noch nicht vorhanden. Die Trümmerstätten unserer alten Dome, zahlreiche tote und verwundete Frauen und Kinder, die planmäßigen Angriffe auf unsere Laza­rette usw., sie erst haben nun eine Sinnesänderung im deutschen Volke erzielt. Herr Roosevelt und Herr Churchill haben Deutschland nunmehr hassen gelehrt.

So arbeitet das deutsche Volk heute in Stadt und Land mit verbissenem Grimm, mit dem einzigen Entschluß, daß dieses Ma» der Krieg jenes Ende nimmt, daß für die nächsten 100 Jahre den Feinden Deutschlands die Lust ver­geht, uns wieder zu überfallen, Und die Völker, die ihr Schicksal mit dem deutschen Volke ver­bunden haben, stehen der gleichen Frage auf Leben und Tod gegenüber. Gnade Goll Europa, wenn das jüdisch-bolschewistisch-kapitalistische Komplott gelingen würde. Europa wäre end­gültig verloren, in ihm aber liegt Cure eigene Heimat, meine Soldaten, für die Ihr kämpft.

Das Jahr 1943 wird vielleicht schwer sein, aber sicherlich nicht schwerer als die rückliegenden. Wenn uns aber der Herrgott die Kraft gegeben hat, den Winter 1941/42 zu überwinden, dann werden wir diesen Winter und das kommende Jahr erst recht überstehen. Eines aber ist sicher: in diesem Kampf kann es nunmehr keine Kompromisse mehr geben. Was Europa braucht und auch die übrige Welt, ist nicht ein Zustand, in dem alle 20 oder 25 Jahre die jüdisch-kapitalistischen Hyänen sich wie­der gegen den friedlichen und vor allem den so­zialen Aufbau einer neuen Welt wenden können, sondern eine lange Ruhezeit der unge- st orten Entwicklung. Deutschland aber braucht vor allem die Voraussetzungen zum Aufbau einer von außen nicht mehr bedrohten nationalsozialisti­schen Volksgemeinschaft. Wenn dieser Staat und das übrige Europa dann zugleich in ihrer räumlichen Begrenzung die Grundlagen der sicheren Ernährung besitzen sowie über jene Rohstoffe verfügen, ohne die menschliche Kulturen heute nicht mehr denkbar find, dann werden Eure Leiden, meine Soldaten, keine vergeblichen sein. Dann werden einst zu den Gräbern unserer gefallenen Kameraden Genera­tionen wandern, um ihnen zu danken für das Opfer, das sie dem Leben der Nachwelt gebracht haben. Indem wir für dieses Ziel des Lebens und der Freiheit unserer Völker und nicht für Geld und Geschäfte kämpfen, glauben mir, den Herrgott wie­der bitten zu dürfen, uns auch im kommenden Jahr wie in den vergangenen seinen Segen zu geben.

Führerhauptquartier, am 1. Januar 1943.

Adolf Hitler.

An die Lustwaffe.

Soldaten der Luftwaffe, meine Kameraden.

Wir treten m das neue Jahr mit ^er gleichen Siegeszuversicht wie am ersten Tage dieses gewal­tigen Ringens um Freiheit und Größe unseres Reiches. Wer in Narvik standhielt, Kreta dem Feind entriß und die bolschewistischen Massen an die un­sere Wolga und über den Kaukasus zurückwarf, wird auch die letzte Schlacht gewinnen.

Ihr, meine Kameraden, habt' in großen und schweren Tagen des vergangenen Jahres im Kampf zur Luft und auf der Erde alle Zeit und an jeder Front bewundernswerten Mut und höchste Einsatz­freudigkeit gezeigt. Dafür danke ich Euch stolz und bewegt als Euer Oberbefehlshaber und auch als Sprecher der Heimat. Mein Dank gilt ferner allen Soldaten der Luftwaffe, die nicht das Glück haben, sich im Einsatz gegen den Feind bewähren zu können, aber auf anderen wichtigen Posten, beson­ders der Ausbildung, in stiller Selbstverständlichkeit voll und ganz ihren Dienst für die Front tun.

Was die Zukunft birgt, wissen wir zur Stunde noch nicht, eines jedoch ist gewiß, am Ende wird die Macht des deutschen Schwertes und der Ver­bündeten jedes Schicksal meistern und un­seren Völkern eine schönere Welt erschließen. Im Geiste der gefallenen Helden geloben wir, bis zum letzten Atemzug für unser ewiges Deutschland zu kämpfen. Mit diesem heiligen Versprechen grüßen wir an der Schwelle des neuen Jahres die Fahnen, unsere herrlichen Siegeszeichen. Es lebe Adolf Hiller, der Führer und Feldherr!

Göring

Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe.

An die Kiiegsmarine.

Ein großes und hartes Jahr unserer deutschen Geschichte ist zu Ende gegangen. Ein härteres wird folgen. Es soll uns im Gedenken an das Vorbild unserer gefallenen Kameraden bereitfinden zu neuer Tat. Auf stolze Erfolge blicken wir zurstck. Ihnen gleiche und größere an die Seite zu stellen, sei infere höchste Pflicht. Der Führer wies uns einst b-en Weg aus tiefstem Zusammenbruch zu neuem Aufstieg. Mit gleichem Vertrauen, mit Mut und Zuversicht folgen wir chm heute auf dem Weg zum Siege, den wir ihm als tapfere Soldaten erkämpfen wollen.

Heil unserem Führer!

Rae der, Großadmiral, Oberbefehlshaber der Kriegsmarine.

An Waffen-^ und Polizei.

Männer der Waffen-^ und der Polizei!

Im vergangenen Jahre 1942 habt Ihr treu t/urem Wort und Eid Cure Pflicht erfüllt. 1943, pas vierte Jahr des Krieges, in dem um die Exi­stenz unseres Volkes und um die Größe des Reiches refochten wird, hat uns ebenso treu, tapfer und ge­horsam als unbeugsam, unnachgiebig und unerschüt­terlich zu finden. Mit gläubigem Herzen und immer Putern Mute werden wir auch in diesem harten Eahre dem Manne dienen, dem wir uns als des Volkes Führer verschworen haben, Adolf Hitler!

Feldkommandostelle, 31. Dezember 1942.

H. Himmler, Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei.

Neujahrsglückwünsche.

Berlin, 1. Jan. (DNB.) Aus Anlaß des Iah- hsrvechjels frtt -Mische» de« Führer nab

Ein Fels im Giurm -er Zeit.

Die Silvesteransprache von Neichsminister Dr. Goebbels im Rundfunk.

Berlin, 31. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels svrack am Silvesterabend um 20 Uhr über alle deutschen Sender zum deutschen Volk. Dabei führte er u. a. folgendes aus: Als ich das letzte Mal am Silvesterabend zum deutschen Volke sprach, war die Winterkrise im Osten auf den Höhepunkt gestiegen. Nur unter Aufbietung aller Reserven gelang es unseren Truppen, dem infernalischen Ansturm der bolschewistischen Militär- nmschine standzuhalten. Es schien, als hätten sich nicht nur alle menschlichen, sondern auch alle Kräfte der Elemente gegen uns verschworen. Wir waren uns klar darüber, daß das Reich gerettet werden konnte und mußte, aber nur durch eine stählerne Willenskraft seiner Führung und durch eine nationale Kraftanstrengung des ganzen Vol­kes, insbesondere der Front, ohnegleichen. Der Füh­rer hat diese geschichtliche Willenskraft aufgebracht und Front und Heimat zu diesem spontanen Aus­bruch ihrer letzten Energien hochgerissen. Gestählt und gefestigt kamen wir aus dieser Prüfung heraus. Wenn einer vorher noch daran gezweifelt hätte, ob uns der große Endsieg gewiß sei, hier lieferte ihm die Nation den letzten und überzeugendsten Beweis. Ein Volk, das sich solchen Prüfungen ge­wachsen-zeigt, war und ist für die Zukunft zu Gro­ßem berufen; es muß das Große nur unentwegt wollen. Mit dem Sommer trat die deutsche Wehr­macht, die unsere Feinde in ihren leichtsinnigen und überheblichen Siegesphantasien schon zerfallen und aufgelöst auf dem Rückzug gesehen hatten, erneut zum Angriff im Osten an. Ein Gebiet etwa doppelt so groß wie das englische Mutterland kam in diesem Sommer in unseren Besitz. Wir nahmen dem Feind feine wichtigsten Rohstoff-, Rüstungs­und Getreidezentren. Er erhielt damit einen Schlag, von dem er sich in seiner weiteren Kriegführung nicht mehr erholen kann. Das Problem des Raumes fand in diesem Jahr im Osten seine Lösung. Nun sitzen wir am längeren Hebelarm. Unser Kriegs­potential hat eine Erweiterung erfahren, die, erst einmal richtig ausgenutzt, dem Krjeg die entschei­dende Wendung geben wird. Die Zeit, die sich bis dahin mit unheilvoller Kraft gegen uns wandte, steht nun in unserem Dienst. Wir könnten jetzt nur noch verlieren durch eigene Schuld.

Unterdes ist der Krieg zu einem globalen Ringen geworden. Wir stehen vor dem in der Geschichte nur seltenen Ereignis, daß die Erde neu ver­teilt wird. Es gibt keine ewige Ordnung im Welt­besitz. Der hat einen Anspruch auf Reichtum und Macht, der bereit ist, sie kämpfend zu erwerben. In

diesem Kriege müssen ro;3 bas beweisen. Alle Vor­aussetzungen dazu sind uns gegeben: Eine geniale Führung, ein hartes, tapferes Volk, ein ausreichen­des Kriegspotential und eine große Chance, die die Geschichte uns bietet. Die Dauer des Krieges hängt von der Weite seiner Problematik ab. Wir stehen heute vor der teils günstigen, teils ungünstigen Not­wendigkeit, in einem Gang alles das zu er­ledigen, wofür wir sonst Jahrzehnte und Ge­nerationen nötig gehabt hätten. Wir sind in die Weite unserer Kriegführung eingespannt. Sie muß bis zum siedreichen Ende durchgehalten werden. Was vor drei Jahren noch lediglich eine Sache der Tapferkeit und des nationalen Enthusiasmus war, das ist jetzt dazu eine Sache der Zähigkeit und mora­lischen Standfestigkeit geworden. Das Reich wird verteidigt von einer Front, die j e r B e l a st u n g gewachsen ist. Sie hat ihre Kampfstärke nicht nur in der Offensive, sondern auch in der Defensive, und zwar unter den schwierigsten Bedingungen, oft ge­nug gezeigt. Für diese Front hat die Heimat nur ein Gefühl des Stolzes und der tiefsten Dankbar­keit. Front und Heimat find so eins geworden, daß man nach der Haltung kaum unterscheiden kann, wo der Soldat aufhört und wo der Zivilist anfängt. Wir find in den vergangenen 3% Jahren ein krieg­führendes und kriegstüchtiges Volt im besten Sinne des Wortes geworden. Die Heimat will sich zwar nicht neben unsere kämpfenden Soldaten stellen, aber was sie tun konnte und was von ihr verlangt und erwartet wurde, das hat sie auch getan. Unsere Männer, die 12 und 14 Stunden am Tage in den Rüstungsfabriken ober auf den Aeckern werken, un­sere Frauen, die die ganze Last des Kriegshaus­halts auf sich nehmen, dazu oft zu schwerer Tages­oder Nachtarbeit in die Betriebe gehen und oben­drein noch der Nation Hunderttausende von Kin­dern schenken. Seht unsere geistig Schaffenden, un­sere Aerzte, Lehrer, Beamten, Journalisten, Künst­ler, unsere Wissenschaftler, Techniker und Erfinder, nicht die intellektuellen Halbgebildeten, nein, unsere bewundernswerte nationale Intelligenz, und stimmt mir zu, wenn ich sage, daß die große Zeit das deutsche Volk in seiner Gesamtheit auch groß gefun­den hat, groß im Ertragen von Belastungen und Leiden, aber auch groß im Handeln. Es kämpft und arbeitet und tut alles, um den Krieg zu gewinnen! Das ist der Krieg um unser Leben, wir wissen es alle.

Die Kontinente erzittern vorn Dröhnen unserer Waffen. Nie stand eine so mächtige Koalition wie die unsere in einer derartigen Geschlossenheit im

Kampf gegen die Weltunterdrücker, die kein Mittel unversucht lassen, unsere Einheit zu zerspalten, und doch am Ende unter den Angriffen der Achsenmächte zufammenbrechen werden. Wir sind so fest durch­drungen von der Reinheit unserer Sache und der Siegyaftigkeit unserer Waffen, daß mir aus der starken Kraft unserer Herzen heraus das alte Jahr mit derselben inneren Gläubigkeit beschließen, mit der mir das neue beginnen. Wir missen nicht, wie lange dieser Krieg dauern mird. Es mag sein, daß uns noch ein hartes und erbittertes Ringen bevor- steht, es mag fein, daß er so plötzlich wie er ange­l'ang en hat, auch einmal fein Ende finden wird. Wer nur an den Sieg denkt, nur für ihn kämpft und arbeitet, der kürzt am meisten seine Dauer ab. Jedes Zeichen von Schwäche aber kann nur zu feiner Verlängerung beitragen. Darum laßt uns mutig und unbeirrt durch die Zeitläufe unsere Pflicht tun und das neue Jahr mit derselben kämpfe­rischen Gesinnung begrüßen, mit der wir das alte entlassen; dann wird es unser sein, wie das ver­gangene unser war.

Wenn wir am heutigen Abend um das Vaterland versammelt stehen, dann gilt unser erster Gruß dem Führer. Er hält die Nation mit starker Hand und führt sie sicher über alle Gefahren hin­weg. Solange er bei uns ist, sind mir mutig, stark und voll von kühnen Hoffnungen. Wenn wir heute den Segen des Allmächttgen auf ihn und fein Werk herabflehen, bann ist das ein Gebet des ganzen Volkes. Möge eine gütige Vorsehung ihn uns ge­sund und voll von Kraft und Entschlußfreudigkeit erhalten. Es gibt keine Treue, die mir ihm nicht schenken, keine Stärke, die wir vorenthalten, keine tiefe Gläubigkeit, die wir ihm verweigern wollten. Mit ihm betreten wir das neue Jahr mit dem festen Willen, es uns ganz und gar zu erobern. Wenn die Elemente uns umbraufen, feien wir als Volk ein fester Felsblock im stürmischen Ozean der Zeit. Stehen wir auf der Wacht und bieten wir dem Schicksal die Stirne. Wenn mir unerschüt­tert bleiben, dann wird uns am glücklichen Tage des Sieges feine Göttin den Lorbeer reichen. Ich grüße das ganze deutsche Volk. Kampf und Ar­beit fei unsere Parole für das neue Jahr, lieber feine Eingangspforte schreiben wir das Wort Fried­richs Nietzsches:Du gehst deinen Weg der Größe. Das muß dein bester Mut fein, daß es hinter dir keinen Weg mehr gibt. Jetzt muß bas Mildeste an dir noch zum Härtesten werden. Wer sich schont, der kränkelt zuletzt an seiner Schonung. Gelobt sei, was hart macht!"

zahlreichen Staatsoberhäuptern und Regierungschefs des Auslandes, insbesondere derjenigen der verbündeten Länder, ein telegraphi­scher Austausch von Neujahrsglückwünschen stattge- funben. Durch Eintragung in bas in der Präsidial­kanzlei des Führers ausliegende Besuchsbuch brach­ten dem Führer die in Berlin anwesenden Botschaf­ter, Gesandten und Geschäftsträger ihre eigenen und die Glückwünsche der von ihnen vertretenen Staats­oberhäupter, Regierungen und Völker zum Aus­druck. Ferner fand gleichzeitig auch ein Telegramm­wechsel zwischen dem Reichsminister des Auswär­tigen v. Riobentrop und den Staatsmännern der mit Deutschland verbündeten und befreunbeten Staaten statt.

Kriegseinsatz der HZ.

Berlin, 1. Jan. (DNB.) Reichsjugendführer Axrnann verwies in (einer Neujahrsbotschaft auf dis Notwendigkeiten dieses Krieges, die Leben und Wirken der nationalsozialistischen Jugend ausge­prägter noch im neuen Jahr bestimmen. Im kurz- triftigen Ostein satz haben 18 000 Iugendführer und Iugendführerinnen und viele reichsdeutsche Jugendliche des Auslandes ihren Auftrag erfüllt. Zehn Führerfchulm und nahezu 300 Jugendwohn­heime und Lager find errichtet worden. 30 000 Jun­gen und Mädel eine Steigerung von 51 v. H. zum Vorjahr haben sich zum L a'n d d i e n st der Hiller-Jugend gemeldet und sich entschlossen, auf dem Lande zu bleiben.Darin liegt der Beweis", so betont die Botschaft des Reichsjugendführers, daß es durchaus möglich ist, die gesunde Stadt- jugenb wieder seßhaft zu machen und mit dem Bo­

den zu verbinden." 1253 Lagerführer und -führe« rinnen sind auf Schulen des Landdienstes ausge­bildet worden, 18 Lehrhöfe mit großer landwirt­schaftlicher Nutzfläche sind begründet worden. In den Landdienstlagern ist eine Jugend am Werke, die ihre bejahende Einstellung zum Bauerntum mit einer guten Berufsausbildung verbindet und be­rufen ist, die Sendung des Reiches im Osten zu er­füllen. Die Jahresparole 1943 lautet:Kriegs- einsatz der Hitler-Jugend." Dazu gehört vor allem die vormilitärische Ausbil­dungsarbeit aller Formationen mit ihrem Ab­schluß bei den ältesten Jahrgängen in den Wchr- ertüchttgungslagern. Auch die germanische Jugend wird nun in unsere Wehrertüchtigungslager em- rücken. Entscheidender Kriegseinsatz ist die Pflicht­erfüllung im Beruf. Berufsarbeit ist Dienst am Volk und Hilfe für den Sieg. Zeichnet Euch, Jungen und Mädel, aus durch Leistung und durch Disziplin a m Arbeitsplatz. Jin Dienste des Kriegseinsatzes steht auch die Kultur- a r b e i t. Mit ihren stark erweiterten Spielein­heiten trägt die Jugend Freude und Erbauung in die Rüstungsbetriebe und Lazarette. 120 Jugend­musik- und zehn Gebietsmusikschulen tragen dazu bei, über das Lied die Neigung zum Instrument und zur Hausmusik zu vertiefen. Die Spielzeug­märkte bezeugten, daß praktischer Kriegseinsatz mit den einfachen Grundlagen einer Kunsterziehung zu verbinden ist. Mit der Schaffung kleiner Ge­meinschaften und Arbeitskreise, die der Reichs- jugendführer anordnet, wird nun auch den Jungen Gelegenheit gegeben, den Neigungen und Inter­essen zu leben, an denen ihre Herzen hängen.

Wettere sowjetische Angriffe in harten Kämpfen abgewehrt.

Oer Wehrmachtbericht vom Donnerstag.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 31. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3 m Terek- und Don gebiet wurden feind­liche Angriffe in harten Kämpfen abgewehrt. Die Sowjets erlitten hohe blutige Verluste und verloren wieder zahlreiche Panzer. Der deutsche Gegenangriff gewann weiter Raum. Mehrere Ortschaften wurden erstürmt. Verbände der Luftwaffe griffen wirksam in die erbitterten Erdkämpfe ein. Dabei wurden am 29. und 30. Dezember im Süden der Ostfront insgesamt 51 sowjetische Panzerkampfwagen durch Vombenvolltreffer vernichtet.

Transportverbände der Luftwaffe versorgten vor­geschobene Kräftegruppen.

Bei den bisherigen schweren Kämpfen an der Donfront hat sich eine Panzerkompanie der 3n- fanteriedivisionG r o ß d e u t s chl a n d" besonders ausgezeichnet.

3m mittleren Frontabschnitt zerstörten eigene Stoßtrupps zahlreiche feindliche Bunker. Gegen den vorgeschobenen Stützpunkt HJelitije Luki rannten die sowjetischen Ängriffskolonnen von allen Seiten an. An der unerschütterlichen Haltung der Besatzung brachen alle Angriffe unter schweren feindlichen Verlusten zusammen.

Südostwärts des Ilmensees wiederholte der Gegner feine erfolglosen Angriffe mit schwächeren Kräften als an den Vortagen. Au der Wolchow- front wurden örtliche Angriffe der Bolschewisten, zum Teil schon in den Bereitstellungen, zerschlagen. Deutsche Jäger schossen am 30. Dezember im nord-

sichen Abschnitt der Ostfront gegen zahlen­mäßig überlegene Gegner 45 sowjetische Flugzeuge ab. An diesem Erfolg war eine Jagdgruppe mit 32 Lustsiegen hervorragend beteiligt. Bei den heftigen Luftkämpfen am 29. und 30. Dezember verloren die Sowjets insgesamt 117 Flugzeuge.

An der E i s m e e r f r o n t wurden die Luftan­griffe auf Kandalakscha fortgesetzt und weitere Zerstörungen in den Bahnhofsanlagen erzielt. Sturz­kampfflugzeuge zersprengten sowjetische Truppenan­sammlungen westlich der Kolabucht. Auch das l Hafengebiet von Murmansk wurde bei Tag und Nacht bombardiert.

In L i b y e n beiderseitige Stoßtrupptätigkeit. Ver­bände von deutschen Sturzkampfflugzeugen und leich­ten Kampfflugzeugen erzielten Volltreffer in motori­sierten Kolonnen des Gegners. Mehrere Panzer­spähwagen und zahlreiche Kraftfahrzeuge wurden vernichtet.

In Tunesien verstärkte sich der Artilleriekampf. Der Feind wurde aus einigen Stellungen heraus­geschossen. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge zerstör­ten auf einem feindlichen Flugstützpunkt sechs mehr­motorige Bomber am Boden. Auch der Nachschub­verkehr des Feindes wurde schwer getroffen.

Lin deutscher Fernkampfverband griff in der vergangenen Nacht überraschend den Hafen Easablanca an der westafrikanischen Küste an. Zahlreiche Spreng- und Brandbomben verursachten große Brände, die beim Abflug in die Wüste noch aus großer Enffernung beobachtet wurden.

Im östlichen Mittelmeer versenkte ein deutsches Unterseeboot einen britischen Zer­störer, einen Seeschlepper und einen Leichter. Dasselbe Boot griff vor Bengasi einen britischen Gelelhug von vier großen Schiffen

an, die durch sechs Zerstörer gesichert waren und versenkte daraus drei Transporter von zusammen 22 000 LRT.

Bei Tagesvorstüßen feindlicher Flugzeuge gegen die westfranzösische Küste wurden acht feindliche Flugzeuge, darunter sieben viermotorige Bomber, abgeschossen.

Schnelle deutsche Kampfflieger bombardierten am Tage Anlagen der englischen S ü d k ü st e.

Aus dem Reich.

Umbildung de« Beirats der Beichsbabn.

Arn 31. 12. endet der Amtszeitraum für die im Jahre 1939 ernannten Mitglieder des Beirats der Reichsbahn. Die Aufgaben der Reichsbahn sind heute mehr als je für die Kriegführung von ent­scheidender Bedeutung. Deshalb wird der Beirat noch näher an die mit der Reichsbahn zusammen­arbeitenden Stellen von Partei, Staat und Rü­stungswirtschaft herangeführt sowie die Zahl der Beiratsmitglieder von 16 auf 18 erhöht. Für den neuen Amtszeitraum hat der Führer zu Mitgliedern des Beirats ernannt: die Reichsminister Speer und Rosenberg, Generalfeldmarschall Milch, die Reichs- leiter Bormann und Dr. Ley, die Staatssekretäre Backe und Körner, Gauleiter Sauckel, Generaldirek­tor Ple'.ger, Chef des Zentralamtes des Reichsmini- fteriums für Bewaffnung und Munition, Oberbür­germeister Liebel und Direktor Degenkolb. Wieder ernannt wurden Staatssekretär Esser, Bankier Frhr. von Schröder, Dr. Krupp von Bohlen und Halbach, Kaufmann Münchmeyer, Kommerzienrat Fr. Hatz- lacher, Dr. Tilo Frhr. v. Wilmowsky und Fregatten­kapitän Steinbrinck.

Brotsachverständige.

Um den Qualität«.gedanken bei der Brotherstel« l-ung zu fördern, werden Brotsachverständige des deutschen Bäckerhandwerks überall im Reich einge­setzt werden. Den Auftakt bildet die im Einverneh­men mit dem Vorsitzenden der Hauptvereinigung der deutschen Getreide- und Futtermittelwirtschaft durch den Reichsinnungsmeister der Bäcker, Grüßer, erfolgte Ernennung des Bezirksinnungsmeisters des rheinischen Bäckerhandwerks, B o n g a r tz , zum Brotsachoerständigen des deutschen Bäckerhandwerks. Er hat die Aufgabe, die handwerklichen Bäckerei­betriebe im Reichsgebiet laufend auf die Güte des Brotes zu überprüfen. Dafür wird er geeignete Mitarbeiter heranziehen.

Kleine politische Nachrichten.

Bei der Abwehr feindlicher Kampfflugzeuge, die in den Abendstunden des 31.12. in das westdeutsche Reichsgebiet einflogen, erzielte der Ritterkreuzträger Hauptmann Knacke feinen 40. Nachtjagdsieg.

Lord Moyne, der stellvertretende britische Staatsminister im Nahen Osten, hatte in Dschiddah Besprechungen mit Ibn Saud, dem König von Saudi-Arabien.

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Zum Assistenten mit besonderen Aufgaben für den nordamerikanischen Außenminister Eordell Hüll wurde Francis Sayre, der frühere Oberkom­missar der USA. auf den Philippinen ernannt. Er ,ift ein Schwiegersohn des ehemaligen Präsidenten Wilson.

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Auf der Autobahn HaagRotterdam ist der italie­nische Gesandte im Haag, Ambrosetti, durch einen Autounfall ums Leben gekommen.

HaupNchnitieitkr: Dr. Artednch Wilhelm Lange Slelloenrerer de« Hauvnchristieiters: Tr Hon« Thyrtot. Verantwortlich für Politst und Bilder: Dr Rr.29 Longe; für bti Feuilleton: Dr. Hans Tbvriot; für Ltadi Gießen, Provinz, SBtrtidtaft u. Lvort: GmB 81 umfehern fbeurl.), .L. Dr.HanL Thyrtot.

Druck und Verlag: Vrühljche UniveriitLtsvrvckereiJL Lange K. G. Berlagbleiter: Dr -.^g. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Han- Beck.

La,eisenpre«Iiste Nr. 6,