lll-1
Finanzausschuß.
A
t.
den
rociter
vier ver-
Das
D2)l
Aur Qcflen«- Ein süddeutscher Groß-Staat?
auch im Jn
Xtts Stadt und Land.
Gießen, den 30. Juni 1920
Die Biebertalbahn keine Straßenbahn.
Berlin, 29. Juni. (WTB.) Die Eingaben der Al gemeinen Deutschen Kleinbahngesellsck>nft rc-r u>rd des Direktoriums der Ludwigs- Gisenbahngeiellschaft in Nürnberg um Anerkennung der Kleinbahn G i e ß e n — B i e b e r (Beber- ruTÄ - des Unternehmens der Nürnberger Gesell,chaft um Anerkennung als Straßenbahn im ®tn£e § 21l ?e8 Verkehrssteuergesetzes wurden int Reichsrat nicht bewilligt.
. * L fleifrigen um 10 Fern am FeldkM dem dun! Stern, ix verschwur miten spf tend hch aus. der I Aller W, der Leuct S" n ( zu!
ßiunttrar suvemöll Teradeal W btflon daraus. 5
jo Finnen otobtDier Siebeä <
u
Würzburg, 29. Juni. (WTB.) Wie amtlich mttgeleilt nnrd, wurden bei den gestrigen Lebens- mrttelkrawallen zwei Personen getötet und verwundet. Es wurde der Ausnahmezustand hängt. Tie Lüge ist heute noch gespannt.
m den Marktlauben zum Verkauf.
** Marken-Ausgabe. Morgen und über morgen gelangen in den Bezirken Brot-, Fleischund Sonderausgabe-Marken zur Ausgabe, woraus hrermrt noch einmal hingewiesen wird.
ui versorgen, daß vollziel«n kann. '1
e r fa ß t unb eine Strecke seiner Tochter vom Wagen
81 ^achdrukj
Oh, r seinen y adint ?n neue, binnen s
nid
, Fr- M bch $9 kam Maria, | Sftgfe ^derg
i,
S,"* nie ff? W Mta
Veranstaltungen.
Mittwoch, Juni: Neue Aula, 8 Uhr, Vortrag von Professor Schian „Heber die Reichs- Nİnferenz", ~ Sotel Emhorn, 8*A Uhr, Gastspiel Paul Buchwald. — Schöne Ansicht 8 Uhr, Abonnementskonzert der Reichswehrkapelle. — Lichtspieltheater wie gestern.
Hessen-Nassau.
= Fr ankfur t a. M., 29. Juni. Im Mittel- punkt der Verhandlungen der heutigen Stadtver- ordnetenslßung stand die Beratung über die Fest- sebung der neuen Gemeindesteuern. Der Antrag der Sozialdemokraten auf Absetzung der Vorlage von der Tagesordnung wurde mit 39 gegen 31 Stimmen abgelehnt. In der Besprechung wurde mitg?teilt, daß sich der Straßenbahn-, verkehr seit Erhöhung der Tarife um 5 8 Pr 0- I nt vermindert unb innerhalb weniger Wochen ein weiteres Defizit von 10 Mill. Mark erreicht habe. Der Fehlbetrag der Wasserwerke betrage 10 Mill. Mk. Von mittelständlerischer Sette wurde eine Mietserhöhung um 103 Prozent beantragt. Die Vorlage wurde nach längeren Erörterungen mit allen gegen die Stimmen der beiden I sozialdemokratischen Fraktionen an den Hauptaus- schuß verwiesen. — Die Bewilligung von 750000 Mark als Zuschuß für die finanziell schwer gefährdete Universität will die sozialdemokratische Fraktion von der Angliederung einer Arbeiterakademie an die Hochschule abhängig machen. Mit Ausnahme der Redner der Unabhängigen waren sich die Sprecher aller anderen Fraktionell darüber einig, daß die Universität unter allen Umständen erhalten bleiben müsse als Kulturfaktor und Hort der deutschen Wissenschaft an der Grenze des besetzten Gebietes. Der Magistrat erklärte, daß er für möglichst baldige Angliederung einer Arbeiter- | akademie an die Universität, spätestens bis Begimr des Wintersemesters 1920 Sorge tragen wolle. Die Vorlage aus Bewilligung von 750000 Mark fand gegen die Stimmen der Unabhängigen Annahme.
X Hanau, 28. Juni. Auf dem Scheibenstande des Schützenvereins Mittelbuchen wurde gestern der als Anzeiger tätige 15 Jahre alte Landwirtssohn Ludwig Weiß aus Mittelbuchen in dem Augenblicke von einem Schützen in den Kopf getroffen, als er aus der Deckung herausblickend an der Scheibe etwas in Ordnung bringen wollte. Im katholischen Schwesternhaus zu Hanau ist er kurz nach seiner Einlieferung ait der Schußverletzung gestorben.
Berlin, 30. Juni. Die Vereinigung rhei- nisch-wesrfälischer Stadl- und Landkreise beschloß, einheitliche Höch st preise für Früh 0 bst und Frühgemüse sestzusetzen.
Berlin, 30. Juni. In Gera wurde au Veranlassung der Regierung unb des Staatsvats ein Mar ktschutz ins Leben gerufen.
Berlin, 29. Juni. (Wolsf.) Ter Versuch, heute früh Lebensmittelunruhen in der Zentralmarkthalle hervorzurufen, ist durch schnelles Eingreifen der Sicher l)eitspolizei im Keime e r - stickt worden. Ter Rädelsführer, der aus Hamburg stammen soll, ist festgenommen worden.
sw. Darmstadt, 29. Juni. Ter Wochenmarkt bietet ein eigenes Bild. Um die Vorgänge vom letzten Samstag zu verhüten, haben etwa 20 Polizisten, mit Gewehren bewaffnet, zu einer geschlossenen Mwehrtruppe Aufstellung genommen. Auf her Schloßseite sieht man ein starkes Aufgebot Sicherheitspolizei. Unter dem Drucke dieses Polizeiaufgebotes vollzieht sich das Morktgeschäst ruhig. Die Obstpreise prangen wieder an kleinen Täfele chen. Kirschen 1.80—2.00 Mk., Erdbeeren 3 bis 3.50 Mk., Frühbirnen 1,60 Mk.
Ln <>£. ^ein-Steinheim (Kr. Offenback), -8^ um. ^nbte hiesige Bürgermeisterei ! wurde in der Nacht vom 24. auf den 25 d Mt^ ??7lebrr^cn- Tic Diebe öffneten ben Fensterladen, schlugen das Fenster ein und gelangten io nt die Bureauräume des Rathauses, die mor> Zens.wie eine Wüstenei aussahen.' Sämtliche Schreibtische und Schränke waren erbrochen, der Inhalt, Akten und Papiere, auf dem Boden zer- Itreut und überall sand man eine große Menge verbrannter Schriftstücke. Das Gehalt des Bürgermeisters, das dieser gerade nachmittags erhalten hatte, ivwie etwas Wechselgeld von etwa 700 Mk. i)t gestohlen worden. Tie übrigen Wertgegenstände nne Schreibmaschine und Wertpapiere, befanden sich iimter Verlchluß im Kassenschrank. Ter Kassen- schrank, der diebessicher ist, blieb unversehrt, jedochl prangte aus demselben ein großes Plakat mit fol- genber Aufschrift: „Hütet Euch für 2te mal Spartakus".
v<- v.l gigen id upr non Vetdel-
oeirg kommende Schnellzug die Stanm passierte, . schranke mäst geschlossen und der iwm 'einer Tochter aus tem Fuhrwerk hcim- ^yT€nt*-' Landwirt Hennemann von hier wurde mit Wagen und Pferd erfa'' 1 ' ~
wurde mit «uga
geichlelldert und erlitten beidejchiverc Verletzungen, ’S darunter einen Schädelbruch, der das Schlimniste befürd;ten läßt. Das Pferd wurde so- Verletzten kamen in das städtische Krankenhaus Darmstadt. Am Nachmittag wnd wwrt eine Augenscheinnahme im Auftrag der Staasanwaltschaft statt.
bare wirtschaftliche Schäden hervorgerufen werden I hiesigen Bahnhof. Als der gegen 12 Uhr tun tVtfvr. und zwar uuojern, als kein Kaufmann dem Fabri-'^- *----- ~Uljr 1X211 5X1061
kanten Aufträge zu erteilen vermag. Betriebsstilllegung, Arleiterentlassungen unb weitere schwere Erschütterungen des Wirtschaftslebens wären die unausbleiblichen Folgen." — Auf die im heutigen Anzeigenteil gemeinschaftliche Kundgebung der -vextilgeschäfte sei an dieser Stelle noch besonders hingewiesen.
7 Baden, W ü rttem berg, bayr. Pfalz ‘ Hessen und Hohen zallern. Eine Unter» ' tedung unseres Darmstädter Vertreters mit dem hessischen Staatspräsidenten.
B. D a r m st ad t, den 29. Juni 1920.
Die Hes'i'ch? Volkszestung brngt heute morgen eine aus Karlsruhe datierte Meldung, nach der d.e Erörterungen zwisckien Baden und Württ- mberg »vegen der Vereinigung noch zu Heinern greifbaren Ergebnis gebissen seien. Jedoch werde von Württemberg eine Einbeziehung von Hessen, der bayr Pfalz und Hphenzollern, also die Gründung eines Mdwesideift chen Großstaates, untet Ausschluß vm R5jl)crn an gestrebt. Veranlassungen dieser Bestrebungen sei bie Entwicklung der Finanzen, der bo voritel>end.' Bau des Neckar-Donaukanals unb die wlltisckwi Bestrebungen der Franzosen nach einem neu st i Rheinbund.
Anf Grund dieser Mcllnmg hatte unser Darm- ^bter Vertr^r eine Unterredung mit dem Herrn Staatspräsidenten Ulrich, im Verlauf derer der Staatspräsident u. a. erklärte:
. Dn Plan Württemberg und Baden zu ver- eimgen ist nicht neu Schon seit längerer Zeit toiöe» ben dirübei- unverbindliche Unterhandlungen zwi- ftbeii führenden Polititern, die abn bisher Über t^ Stadium grundsätzlicher Erwägungen noch nicht hinausgelldmmen sind. Aus meiner Kenntnis der Sackstage kann ich mitteiten, daß Württemberg da- ber bie.treibende Kraft ist, während seine Absichten bisher in Biden wenig Gegenliebe gefunden haben.
die anderen ge-
o^bwtsteile in cme solche Kombinattcm einbezogen werden, so kann ich dazu zunächst nur gefxibt Ixtbcn uns mit der Angelegenheit zu beickmftigen Alles wird davon abh^gen tote Preußen jitb nach Ablauf der S^rftist bflltert mtrb. Werden tatsächlich preußische Ge bietsteile mit größerer Selbständigkeit ausgestattet, ?^cl>sprovinzen uinf.-stalllt, so liegt ja DEbts naher, Äs r^ß auch im Süden eine gewisse Arumidierung stattftndet. Möglicherweise wird da- bei dann auch wieder der Plan eines Groß- ®C c neuc^ betommen. Es erscheint ßG-1 1*. _ ' finanziellen
^g^iebei? wür^9cnannlcn ^mbination den Vor-
Jedenfalls aber wende ich mich aufs schärfste gegen Bestrebungen, >vie sie z. Zt. in streifm Wei ^^^schaftsministeri ums nn Gange sind t x auSeinanderzureißen.
UR a n will dort Oberbeffeii h c m „ c LcL^r ®irtfchafts gebiet anfch111 ,en ^/^'khafUfcher Schwerpunkt soll nach Manntuim verlegt maben, wozu der Anfang die l,t'rboV) ,"a,t Mannheim als Sitz bc* Reichsbimmisiars ertor, unb schließlich fnii Nstpi» . , ... V ' . werden.
nSn 5 ,flCoen bie unglmiblid)e politische . letztgenannte,i Absicht muß n an energnd) Front machen. Auch wenn man lmksrheiNiiclie Gebiet nur wirtschastltth zusammen JaMen will, so arbeitet man bannt ben trolüiidirn Planen der Franzosen in die Hand A> Grunde kann vor einer wirtscha'ttict.en j rechts- unb linksrl-einischei Gebietsteiic n aend genug geivarnt werden
Lebensmittel.
** $)ecabje&ung des Margarine- Preises (Wolft.) Der Abgabepreis für M ar- garinc 0^ ben Reichsauöschuß für pflanzliche ^. tierische Oele und F^tte ist vom Reichsmftr^ tum für^Ernahrung unb Land wirtschaft vom 1. Juli 1920 ab von 21 auf 16 Mk. pro Kilogramm herabgesetzt worden.
** Städt. Seefi schmarkt. Morgen Don- uerstag früh treffen wieder größere Mengen lebend-
vorn ernE, total 01
agthril
«ei#-,“ r-M »8^ Stnten fr-pfflntp /$, uitb monatliche eEz rente <D. virdßxl 1. M 1 Waat reutet (ö
w® «nefo# tzabenM.
lung des Mder 529 am: dieses Ja gtrung e noch Sät nenroirl
♦*
eine Lese zu M Eier von abacgebe lichen setzung, schah. Gl
♦*
nig ei man solv ren gaitj meiden > legt mar Glas, dl geschehen Honig da sei darav 5 ßentiu der eine das Gla> 20 Minr beeren h Bei reife nicht zu
fannmc herstelle Kunstho
nen Brotes bezeichnet und gleic^eitig darauf hin- gewiesen, daß Marburg, das in -Nasse C eingereiht sei, bedeutend teuerere Lebensverhältnisse habe, wie z. B. Frankfurt, das zur zklässe A gehöre. Die Gewerbetreibenden verwahrten sich ganz eiter gisch gegen eine Erhöhung der Gewerbesteuer und von den Hausbesitzern wurde erklärt, daß die gesetzliche Beschränkung der Erl)öhung der Mieten um 20 Proz. bei weitem nicht die jährlichen Instand- setzungökotten der Häuser, in welche die Betreffenden ihr Vermögen festgelegt hätten, zu decken im- stmtde feien. Schließlich fand eine Entschließung die Mehrheit, bie städtischen Körperschaften zu ersuchen, die Gehaltssätze nicht eher zu bewilligen, bis die Deckungsftage eine befriedigende Lösung gefunden habe.
— Usingen, 29. Juni. Im nahen Eschbach wurde Samstag nachmittag der Metzgermeister Heinrich Jack verhaftet und dem htesigen Untersuchungsgefängnis zugeführt. Daraus begab sich die gefamte Einwohnerschaft Crfdjbacte nach bem hiesigen Gefängnis, befreite den Metzgermeister unb setzte auch beim Landratsamt durch, daß dieser auf freien Fuß gesetzt wurde.
0 Marburg, 28. Juni. Der Hessische Bauernverein beabsichtigt am 10. und 11. Ium hier ein gvoßes hessffches Bauernfest zu | veranstalten. Gestern tagte im „Hessischen Hof" ! eine aus den Kreisen Marburg, Kirchhain, Ziegenhain, Frankenberg und Biedenkopf gut besuchte Versammlung der Vertreter der Kreisvereine unb setzte das Nähere fest. Den Glanzpunkt dürfte der • große Trachtenfestzug bilden, der sich nachmittags durch die Stadt bewegen soll und in dem alle hessischen, besonders aber die Schwälmer imb Hinterländer Trachten, vertreten fein dürsten. Aus der Ziegenhainer Gegend ist z. B. ein vollständiger Schwälmer Hochzeitszug in Aussicht gestellt. Abends werden dann unter Mitwirkung namhafter hessischer Künstler lebende Bilder aus dem hessischen Volks- und Landleben zur Darstellung gelangen.
X Marburg, 27. Juni. In einer von den verschiedenen kommunalen und wirtschaftlichen Vereinigungen, einschließlich des Gewerkschaftskar- teils, auf gestern abend im Seebodeschen Saale einberufenen völlig überfüllten Versammlung, zu der äuch der Beamtenbund eingcladen unb sich zahlreich eingefunden hatte, befaßte man sich mit der Deckunasfrage der Besoldun der Kommunalbeamten, die nach staatlichen Gehaltssätzen geregelt, eine Mehrbelastung des städtischen Haushalttingsvoranschlagcs von über eine Million Mark bedeutet. Tie Versammlung brachte wohl eine rege, oft von Lärm unterbrodyme Aussprache, jedoch für die zahlreich vertretenen Stadt' verordneten keine greifbaren Anhaltspunkte, wie nun die Deckung der Fe^beträge erfolgen solle. Vorschläge, wie Heranziehung der .Kriegs- und Koniunkturgewinnler, Einsühnmg einer Karten steuer, Erhöhung des Schulgeldes unb der Hundesteuer sehlten ztvar nicht. Die ebenfalls vorge- schlagene Heranziehung der gesetzlich fteucrfrnen Einkommen wurde als eine Besteuerung des trocke
Kreis Friedberg. Waldbrand.
bz Butzbach, 29. Juni. Gesterar nachmittag gegen 3 Uhr entstand imButzbacherWialdam Grenzweg Stveitweg-HvfftnannSweg ein Wald- I 5 r a n b, dem etwa zwei Morgen Bestand zum Opfer fiel. Jedenfalls ist das Feuer durch unvorsichtige Waldbesucher oder Heidelbeenfflücker ver- ursackst worden. An den Eindämmungsarbeiten beteiligten sich hervorragend Mannschaften der hiesigen 8. Kompagnie.
Billiges Obst.
4 Bad-Nauheim, 29. Juni. Heute früh -gab es auf dem MurL für die Käufer eine angenehme Ueberraschmig. Um Unruhen wie in an- |bereu Städten vorzubeugen, hatte die Polizei, | di« Marktpreise ganz beträchtlich herabgesetzt. Sv Mieten Kirschen, die gestern noch mit 2.50 Mk bezahlt werden mußten, nur noch 1.80 Mk, Jo-1 hannesboeren 1.20 Mk. statt 2 Mk. am Tage zuvor. Auch das Gemüse mußte zu niedrigeren Preisen verkauft werden.
der Wetterau, 29. Juni. Die <uu)alteni>? Trockenheit Hal die Felder außerordent-l lick ausgetrocknet. Besonders die Kartoffeln hoben ratter der Dürre zu leiden. Die Frühkartos- fdn fbdfxm m Blüte uftd fangen vielerorts schon! an atAufterben, so daß die Aussichten für die Fritte Dartvffdamte tebr gering sind. Die Dickwurzeln sind zum gvotzen Teck noch zu setzen: von idxmi Wölte ajen, das litt» am Himmel zeigt, merkt man daß Lbeit nötige Feuchtiateit liefert. AAt itaubteute munen mit manchem Faß Leitunas- ober Bachmafser nachhelftn.
Starkenburg unb Rheinhessen. Eiftnbahmrnfall.
ckenbach. 29 Jmck Ein schwerer Ei sen-! n t a l l ereignete sich am Montag auf dem |
** O b st- und Gartenbauverein. Tie Ortsgruppe bes Oberhessischen Gartenbauvereins Gießen-Stadt hielt in der letzten Woche eine stark besuchte außerorbentliche Generalversammlung ab, I um an Stelle des verstorbenen verbienstvollen I Vorsitzenden, bes ehemaligen Stadtverordneten pimon, der sich besonders um die Schrebergärten, die Kleingärten über der Bahn, große 93er» I dienste erworben hat, einen neuen Vorsitzenden zu I wählen. Auf Vorschlag des Vorstandes wurde Reallehrer Grimm einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt, der im Anschluß an die Wahl einen Vortrag hielt über die Zukunft, die Aussichten unb die Ziele des deutschen Obstbaus. Nächsten Sams» tag hält nun der Verein seine in den Statuten des Vereins vorgesehene ordentliche Hauptversamm-1 lung ab, in der Gartenmeister Rentsch von der Obstbauschule Friedberg über die Gartenarbeiten | im Gemüsegarten während des Sommers sprechen wird ein Thema, das jeden Gartenbesitzer, besonders aber jede Hausfrau in der heutigen Zeit sehr liiteressieren wird. Deswegen geftattet der Verein, der sich im, Allgemeininteresse stets betätigt hat, jedermann freien Zutritt zu der Versammlung.
TieHausangestelltendesR ei chs- bunbes feierten am Sonntag, den 27. d. M. ihr erstes Sttstungsfest. Pfarrer Ausfeld hatte seinen Garten zur Verfügung gestellt. Dort waren im Schatten der Bäume mit Blumen geschmückte Tuche aufgestellt, an denen sich etwa 40 Mädchen mit Kaffee und Kuchen erquickten. Gemeinsame Gesänge wechselten darauf mit Vorträgen einzelner Mitglieder ab. Schließlich beschloß eine Verlosung ters ^st. Der Verein wurde von Fräulein Berta Kalb he nn gegründet und bisher geleitet. Ihre velsenn war Frau Karola Walther. Vorsitzende ist jetzt Frl. Elise H i n g 0 t t.
Landkreis Gießen.
sw. T a r m st a b t, 29. Juni. Ein Demonstratio nszua bewegte sich heute gegen mittag nach dem Stadthaus. Es wurde der Abbau der hohen Lebensmittelpreise verlangt. Die Schutzmannsabteilung, die heute vormittag den Obst- markl beschirmte, folgte bem Zuge in angemessener Entfernung. Zu Ausschreitungen kam es nicht.
mo. Frankfurt a. M., 29. Juni. Die vom GewcrkschaftskarteN auf bem Römerberg veranstaltete Demonstrationsversammlung für den Abbau der Lebensmittel- und Be- darfsartikelpreise nahm einen ruhigen Verlauf. Die Teilnehmer zogen dann zum Bahnhof, wo sich der Zug auflöste. Demonstranten drangen in den Garten des Cafss Astoria mit dem Ruf: „5)inaus mit den Schiebern!", so daß sich die Gäste entfernten und das Lokal geschlossen wurde. Zahlreiche andere Lokale schlossen gleichfalls. — Die Preis- prüfungsstelle gibt heute folgende Preise bekannt: Jtal. Frühkartoffeln 1,20 Mark, Johannisbeeren 1,10 Mk., Stachelbeeren 1,50 Mk., Heidelbeeren 2,50 Mk., Himbeeren 2,50 Mk., Erdbeeren 3,20 Mk., Fwüh- birnen 2,50 Mk., Kirschen 2 Mk. das Pfund. Bei Preisüberschreitungen wird rücksichtslos eingescbritten. Die Zufuhr von Kirschen und Stachelbeeren auf dem Obstmarkt war heute sehr gering.
Cuxhaven, 29. Juni. (Wolff.) In Cux- haiven 'tarn es gestern abend zu Plünderungen in der Nordersteinstraße. Die Polizei war machte los Die KÜstenwehr wurde zu Hilfe gerufen, gntr aber nicht ein. Heute forderte das Gewerk- ichaftskartell in Maueranschlägen die Zurückziehung des Militärs und der Polizei von der Straße und verbürgte sich für die Sicherheit der -stabt burch eigene Ordner.
Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 25. Juni der Rechtsanwalt Tr. Richard Domm in Herb st ein zum N 0 - tar mtt bem Amtssitz daselbst.
** Fahrradbiebstahl. Am 28. Juni wurde hier ein Fahrrad, Marke „Adler" Nr. 1, aus dem Hausflur der UniversitätZaud enttornbet. U ^hat schwarzen Rahmenbau und ebensolch- Stahlfelgen, Rücktrittbremse und Ablerfreilaus. An dem Fahrrad befindet sich eine Luftpumpe mit schlauch und ein Kettenschutz. Die eine Laufdecke ift eme Michrlindecke. Bor Ankauf wird gewarnt
Steuerformulare. Arbeitgeber, die von der Steuerbehörde von der Bcrwenr'ung von Steuermarken beim Lohnabzug befreit sind, müssen cekaimtlick über die von Lohn und Gehalt eilte i behaltenen Beträge dem Finanzamt eine Nack>- < toeifung einreicfen. Vordrucke hierfür sind durch die Brühls che Universitäts-Buch -und S t e 1 n d r u ck e r e i zu beziehen. Der Preis ift aus dem Anzeigenteil ersickülich.
** lieber den Lohnabzug (Einkommen- teuer) enthalt der Anzeigenteil der heutigen veummer ergänzende Bestimmungen, aus die wir wegen ijrer Wichtigkeit ganz besonders Hinweisen.
DieOrtsgruppe Gießen des Ver- bandes deut s cher Tex t i l ge sch ä s t e bittet um Bekanntgabe nachßchend:r Entschließung ihrer Beckiner Zentrale: „Der Verband deutscherTextil-
L1 Schwierigk.-iten, denen weite
-bevölterung bezüglich ihrer Versorgung und Wäfthe seit geraumer Zeit ans gesetzt sind, durchaus bewußt und erklärt sich bereit, an teinem Teil restlos an der Lösung
Problems mitznwirken " I ^,'1! .In fonfvqumtcr Befolgung dieser Entschließung ist die hie.i :e Ortsgruppe obigen Verbandes ihrerseits bereit, an dem al? geboten erftheinenden Preisabbau tatkräftig mitzuarbeiten. -.abei soll auch nicht vor größeren I ^Jücrn uirüchteschreckt werden, die durch das Abläßen erheblicher Warenbestände ohne Rücksicht auf me Euikaufsvvnse unvermndlich sind. Dabei ist die Frage offen zu lassen, db ei in nächster Zett oem Fabrikanten möglich sein wird, den Markt so ur "0r'rtr 'Ü3 eine weitere Preissenkung sich
Von der Einncht des konsumieren- dan wohl mnartet werden, daß zurückbäli.
rm. Darmstadt, 29. Juni. Der Finanz- a u S s ch u ß ber Hessischen Kammer begann heute unter dem Vorsitz des Abg. Eißnert mit der Einzelb^ralung des Hauptvoranschlages Kapitel 1. Reste aus früheren Jahren wird zurück- gestellt. jdapitel 2. Forst- und Äamcralgüter in Fvriteerwalttrng. Hier soll die Regierung um Auskunft gebeten werden, ob die bisherig: Ho lzver- wer tun g im Zwoirgsverfahren b.'ibehalten, oder me freie Mttsck-aft w^der eingeführt werden soll. Es werden auch groß?'Bedenken gjgen den jetzigen starken Holzabtrieb, der in sämtlichen Wäldern herrscht, geltend gemocht und »die Besürchtung aus-> geiprochen, daß sowohl in finanzieller, wie in kul-! tureller Hinsicht, auch bezüglich des Wasserstandes uch )Päterhin große Nachteile zeigen werden. Bezüglich der Verltaatlichung der Geinemdesvrslwarte soll eine Anfrage erfolgten.. Kapitel 3, Siedelungs- taefen, wird heute nicht verhandelt. Kapitel 4. Kameralgüter in Bauverwaltung wird nicht beanstandet. Zu ^ipttel 5. Weingüter wird l von verschiedenen Seiten mit Rücksicht auf die I k’i der letzten Versteigerung erlösten Beträge die I Einstellumi eines erhöhten Betrages angeregt. I Kleinere Beanstandungen solleur mit der Regierung I besprochen werden. Die Kap. 6 Bramckohlenwerk Ludwigshofsnung, Kap. 7 Bad-Nauheim und Salz-1 )ausen, sowie 8 Landestheater werden zurückge-1 teilt. Kap. 9 Lotterie wird nicht beanftanSet. I Kap. 10 Direkte Steuern und 11 Landtag werden I zur Beratung ausaesetzt. In Kap. 12 Gesamtmini- terium wird bei der Forderung eines Presse-! direkto rs im S ta a t s m ini ste rium mit I einem Grundgehalt von 20 000 Mark gewünscht, baß es bei der in der vorjährigen Beratung fest-! gelegten Besttmmung bleibe, daß der Inhaber dieses Postens nur vertraglich angestellt werde, lieber die von der Regierung neu eingestellte Summe von 30 000 Mk. für den Dispositionsfonds, tawie wegen des geforderten Fmanzprakti- ranten ivll die Regierung um Auskunft gebeten njcrben. Kap. 13 Reichs Verhältnisse wird geneh-! migt. ^n Kap. 14 OberreclmungSkammer soll die Regierung um Auskunft gebeten werden, ob es nicht möglich, aus Ersparnisgründen eine Ber-1
Personals ein treten zu lassen, indem die Rechnungsprüfung vereinsacht wird. Auch wird angeregt, .die vielen Fremdwörter, wie Kolleg,!! Dirigenten Probater usw. zu beseitigen. Nächste < Sitzung Mittwoch
O Grünberg, 28. Juni. Dem Beispiele anderer Gemeinden folgend hat sich Grünberg auch veranlaßt gesehen, zur Deckung der stark ariaestiegenen Ausgaben für das abgelaufene Rechnungsjahr 1919/20 ein weiteres Ziel Gemeindesteuer nachträglich zu erheben.
, O Grün berg, 28. Juni. Tie Erbauung einer To ppelwohnun g für die hiesige Gen- d.-irmeriestalron dürfte nun bald greifbare Gestalt annehmen. Nachdem die Gemeinde schon früher sich zur Losten losen Geländestellung verpflichtete, hat Ne ftch jetzt auch zur Hergabe der Bausumme von 68 000 Mark bereit erklärt, außerdem will sie auch noch ein Viertel ber 60000 Mark betragenden I tleberteueruTig tragen. Ter Staat bagegrm über» ! nimmt außer den UntethaltungsLfften /für das Gebäude die Verzinsung des von der Stadt gestellten I ^abitalö, zu dessen RüeLz-rhlung er sich auch nach 10 wahren, sofern die Gemeinde es wünscht, verpflichtet. Tas Gebäude soll.in den shnnals Sehrt- schen Garten an der Hösetränke kommen. Geplant ist ein Doppelhaus, jebe Wohnung enthaltend drei Zimmer sowie Küche und Keller.
? Lich, 27. Juni. Auf eine Einladuna der Ortsgruppe der Beamten und Bediensteten be«: Stadt Lich und 'Umgegend versammel- _______________________ ™<-uc ^cvuch ,ten sich heute im Hotel holländischer Hof" ftische Kabeljau, Seehecht, Seelachs, SchellftschlH^ sämtlicke Gemeindeb.eamten und und Rotbarsch ein und kommen morgen vormtttaa Bedienstete der umliegenden Dörfer rum An- -------- - " schlich an die betr .Ortsgruppe. Der 1. Vorsitzende Forstwart Textor (Lich) legte die Vorteile eines engeren Zusammenschlusses dar. Daraufhin schlossen sich 16 Gemeinderr der Ortsgruppe an. Weiterhin wurde beschlossen, zur Gründung eines Kreisverbandes, womit der Kreis Gießen noch im Rückstand ist, eine Versammlung auf Sonntag, 4. Juki, nach Gießen einzuberufen.
r. Londorf, 29. Juni. Nach Genehmigung! eines von Regierungsbaumeister Schneider aus Gießeii, borge legten Vertrags hat der Gemeinderat | beschlossen, die Ausschreibung für die Erbauung! eines Wohnhauses und Nebeng-.'bcruden für | Zwei Gendarmenwohnungen unverzüglich zu Der-1 anlassen, um womöglich dm Bau noch in diesem Jlchre fertigzustellen. Als Bauplatz ist ein Gelände auf ber Bettwiese, an der Hintergasse gelegen, vor» gesehen. Tie Biukvsten werden voraussichtlich mehr tvie 100000 Mk. beittagen. • I
,V,.R Uttershausen, 26. Juni. Im Hause des hiesigen Hüttenarbeiters Ott wurde ein E i n b r u ch verübt. Die Diebe stiegen mit einer im Dorfe entwendeten Leiter in das Zimmer des zwetten Stackes und stahlen fast sämtliche Kleider und Schuhe der 1 Familie. Der Schaden ist empfindlich.


