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Kreitag, 29. Gltsber 1920

Erstes Blatt

170. Jahrgang

zur

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tlich und

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von

nähme matten.

Wilson über den Völkerbund.

**j'-*i vunoers muajcuiiajiuiiu wijiwui en g '/ "»-1 -V<-- 3 y« «vriv

P* tonnen. Man hat ben Franzosen schon Well sich ^n .echnnxn^

Minimal ausemmrdergesLt, daß fie sich wcm. sie ben Besuch Deutschland- mederhalen

liiegrunöiM statt an Ort

i)s., mittler Gull, nroidbfi werden.

- smdel 20 bahnhvs.

ir.

man Reft will

vivo, es sei denn, daß man ihn jetzt Ärund ans vernichte."

Don diesem Bernichtnnqswillen ist

lvember 1920 Achelheim zur

igem Beichlusj, sienausschla^. lusses ivihrcnd nm schriftlich

Will England die Gleichberechtigung Deutschlands tn Handel und Wirtschaft, so ribt es noch eine ga^rze Reihe von Versailler Paragraphen, die nach Revision schreien Wir erinnern nur an die kabel und Schifft. Die deutsche Presse .darf nd)t müde werden, auf diese Dinge hinzu- teisen, auch auf die Gefahr hin, daß die IttNHösischen Zeitungen zetern, wir hätten fox kleinen Finger gereicht bekorumen und dollen nun die ganze Hand. Die -pariser blätter gönnen uns ja nicht einmal den klei T-en FingerMatin",Temps",Journal" Drd wie sie alle heißen, schnauben Wut ob kr Gunst, die die Gevatterin Britannia dem Ätschen Knaben erweist. Ätber dahinter steckt nichts anderes als Eifersucht darüber, daß ter deutsche Handel nun ohne weiteres -rögern über den Kanal gehen kann. Frank­sch, die Zitronenpresse von Versailles in der 9and, glaubt auf die Förderung des fried- lVfen Handels mit Deutschland verzichten

Zur Wiederaufbanfrage in Fra «reich.

Paris, 28. Okt. (Wolff.) Die Vertreter von 60 Gewerh'chaften aus dem Wiederaufbau- gebiet faßten auf ihrer Delegiertenversammlung in Paris eine Entschließung, in der die volle Durchführung des Achtstundentages, der trotz des formellen Versprechens der Negierung nicht durch­geführt werde, gefordert lvird. Fremde Ar­beitskräfte solltet! erst dann verwendet wer­den, wenn m Frankreich keine mehr vorhanden seien. Im Falle chrer Verwendung sollten Ein­wandererzentralen geschaffen werden, die unter der Kontrolle der Gewerkschaften stehen würden.

Nahmen sie unter Wahrung der Ergenart irnb Ver- schtedenartiakeit der Aufgabengebiete a ler ihr an- gehörigm Vereinigungen auf die Verwrrkftchung ihrer Ziele hürstrebt. . ,

1 Wiederb l ung des na tonalen Gedankens in allen Volksschichten und bei allen Deutsclx-n im In- und Anslante: Festhaltung am Reichs- germcken, Wahrung, der bundesstaatlichen Form; Abwehr aller Ab'p i terungslestre' ungen wm Reich un'er Erhol.ung der großen Bundesstaaten in ihrer bisherigen Bedeu'uu-g 2. S.äckung der Autorität des Staates und seiner Organe. För-

Rahm abgeschöpft hat, wird man in Paris einsehen, daß man mit einem revidierten Vertrag besser gefahren wäre.

Mittelstmldes: Annäherung non Slaft und Land. 9. Moralvä/e und iorperlüte Er., igung der Jugend; Er.'.ichung zur Ar. i svflich als einer nationalen whnat'vjfeit: Prüa.'g der Frage

Bessarabien Rumänien zugesprochen.

Paris, 28. Okt. (WTB.) Deute nachmittag wurde an Uhrensaal das Abkommen zwischen Ru- mäinen und den Gwßmächllm unte^ ichnet, durch das Bessarabien Rumänien züge­l' p r o ch e n wird.

heute .im Schoß der Lloyd Gcorgeschen gierung anscheinend abgekommen. Man imErnstfälle" von dem genannten 8 18 keinen Gebrauch machen. Er ist für England

Ur. 25o

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postl checktonto:

$raefhnt a. M. 1168»

bannt auf die Dauer ins eigene Fleisch schnei- I wollten. Der Präsident fügte hinzu, es gebe kein den. Vielleicht, wenn das kluge Albion den anderes Mittel, bat Frieden zu sichern, als den - - - - 1 Völkerbund.

Ein revidierter Paragraph.

Das Berliner Auswärtige Amt hat am 16. Oktober eine englische Note erhalten, oic nr.en dicken Strich durch eine der kriegerischen Bestimmungen des VersaillerFriedens"- Lertrages macht, und man kann es dem alten jxtzblatt, derTimes", das neuerdings mehr französische als englische Interessen vertritt, icchfühlen, wenn es keifend behauptet, nun beginne die Revision des Versailler Werkes. Ilm was handelt es sich? Antwort: Um den Schutz des deutschen Eigentums im Auslande. England wünscht die Beschleunigung und möglichst umfangreiche Wiederausnahme des Handels mit Deutschland, weil es, um mit Spengler zu reden, den drohenden Untergang des Abendlandes wittert, falls der unsinnige ftrieg im Frieden, die heimliche Blockade, das Arbeiten mit den alten schwarzen Listen, so weitergeht w e b'^ber. Der cwnllche Kaufmann Mist aber mit Recht darauf hin, daß er den Handel mit England scheuen muß, solange ein Guthaben in englischen Banken, solange seine Ware aus englischem Boden und in englischen Schiffen nicht sicher ist vor Politik ichem Zugriff. Der Zugriff ist den Alliierten nach § 18 der Anlage 2 zu Artikel 244, Teil 8 des Versailler Pakts, erlaubt, sobald Deutsch­land vorsätzlich seinen Verpflichtungen nicht uachkommt, was man bei der Undurchführbar- keit des Vertrages ja jede Stunde ausspielen kann. Wie sagte doch dieTimes" so schön am 8. April 1916:Das britische Volk muß ebenso klar wie seine Verbündeten begreifen, daß der deutsche Handel die furchtbarste Ge- sabr für sie bildete und sich auch weiter gegen ihre gesamten Lebensbedingungeu richten

eines Artei 5 >n jahvcs. 10 > eiirinmnt) te*-'' rut­schen Frauen, cnsee,innere der deutschen Mütter, - Förderung unserer Ziele in der Faniüie.

Lmksputsctes.

Tie Vereinigung befaßt lief) nicht mit mili­tärischen Dingen. Sie ist eine private Einrichtung, die auf öerfassunqsmäßi'em Wege die Versöhnung ter Bolksklassen und ben Wiederaufbau Zeutsch- ,* - ' 1*1 < / (W.. r St»*« Olt X.m ö i

Washington, 28. Oft. (Reu^r) einer Am'prmte an eine 2ll»rdnung von Revub.ucmern srrg'e Präsident W ilsvn über den -Völ ker­bund: Tte grasen Opfer, die Amerr.a tm Kriege gebracht bat, würden vergeblich lern, nicht das beg ninene Werk vollcndeii. Vni on ««rrnie die Zuhörer vor der Aufsasung, daß Demich- land die einzige Nai"N sei, de imperia­listische Pläne hege und sich dechnrch zu einem Angriff auf das Gefüge der 3outatun verleiten lieft Es gete noch andere, die von wirt­schaft l iche rE i f e r su ch t unb Tun Herrsch- sucht angetrieben würden, en mußte m^-o-ng-tT.tr.: und klar gemacht wwoen, da» die

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zu beugen. 5efn Tod wird ihr zwe el o - -eU unangenehm sein, uiid die Preße tefürastet m l fach, daß der Glanz jetieS Marchrums der eng* (ffdjcn <xv. $. mehr L»ä>aden zusügetl könne, a.s die Festigkeit der Recherung Nutzen bringe. Aber die 3degierung will mm einmal den Aufruhrern die starre Hand zeigen, und tei durste sie mit dem chriwilligen Mährer Mac Swine'.) kerne Aus-

rlmeritanische Unternehmungen in Nordostsibirien. -

Berlin, 28. Okt. (WTB.) Nach, einer Mel­dung aus Petersburg hat das amerikanische Syndikat Vanderlip für die Zeit von C0 Jahren das Pachtrecht von ganz Nord- o st s i b i r i e n, östlich rvm 116. Meridian, ein­schließlich der Halbinsel Kamtsä-atka, eüi Gebiet von einigen 400 000 Quaduatmeilen, mit dem alleinigen Recht der Ausbeittung von Kohlen, Ort und Fischen erworben. Tas Syndikat Ipiit, im Frühjahr 1921 das Gebie! übernehmen und mit der Tätigkeit beginnen zu können.

benmr der Gcsmrdung des Beamenkörprs zur Herbeiführnnq ferner ft-ü Heren Leischngsfähigteit. 3. Bekämpfung -des V-'lscheMismus und des Na- tionalbolfel-ewismus: Ablehnung aller em Zerset- zirng des Volkes g:richeen Bestrebungen. 4. Pflege ter i ed it Le ensaufta sung im Gegensatz zur materialistischen Wll um schau ung. 5. Förde­rung des Ar bei sivillens und Schutz der Freiheit der Arbeit. Hebung der ocr.rigm, si'.tlichcn und materiellen Lage des deutschen Kopf und Hand- arbei ers. 6.Arlsgl- ich zwischen Arlei'gcher irrvb Arbei nehmer: Bekämpfung tes Ausbeunrng der deu'scheu Arbeitskraft mti> der Ausbeutung des ten jden Un!emebmergeifted. 7. Bekämpfung des Wucher- und Scläeb'r ums 8. Audeich b?r so­zialen Ges-nsätze; Erhaltung und KnÄlisung des

ein .Fetzen Papier geworden. Man nähert sich in der Frage des internationalen Handels dem dritten Punkt des Wilsonschen Weltfrie- densprogramms vom 8. Januar 1918, der ' ba lautete:Beseitigung, soweit sie möglich ist, aller wirtschaftlickien Schranken und die Errichtung der Gleichheit der Handelsbezieh^ ungen unter allen Nationen, die sich dem Frieden anschließen." Aber der Deutsche froh­locke nur ja nicht zu schnell! Es ist nur ein kleiner Tropfen auf einen großen heißen' Stein. Wilson, auf den wir bauten, hat ja schchi am 22. Januar 1917 in seiner An­sprache an den Senat verkündet:Die Gleich­heit der Völker, zwischen denen ein dauern­der Frieden geschlossen werden soll,, muß eine Gleichheit ihrer Rechte sein." Was ist aus dieser Wilsonschen Gleichheit der Rechte des weiteren im Versailler Friedensbuche gewor­den? Während darin den Staatsangehörigen der Entente volle ivirtschaftliche Bewegungs­freiheit in Deutschland verbürgt wird, ist der deutsche Reichsangehörige gegenüber der Wil- !ür der Entente so gut wie vogelfrei. Das erhellt z. B. aus der Behandlung des ge­iverblichen, literarischen oder künstlerischen Eigentumes. Es ist in Artikel 306311 be­stimmt, daß zwar die internationalen Nechts- ietze über Patent und Urheberrecht wieder­hergestellt werden, aber für die deutschen Ltaatsaugehörigen soll diese Wiederchersrel- limg nicht gelten: für sie sollen volle Wirk­samkeit, die während des Krieges von den tfeinben getroffenen Maßnahmen behalten, die darin bestanden, deu Patent- und Ur­heberschutz für Deutsche außer Kraft zu setzen, unb die deutschen Patente zu bestehlen. Hier hätte Englandalsonoche in weites 8eld, seinen guten Hillen z u zeigen.

von der ©rgonifation Escherlch werden in der Presse nochmals ihre Ziele und Richtlinien näher erläutert. Nachdem sich, so heißt es in diesem Artikel, inznnschen v.ele Gegner ter Organisation von b.-r Unhaltbarkeit der gegen diese Vs.'rgebvach'en Verdächtigungen überzeugt haben dürften, luerben die nachitcheuden Ausmh- rungen weitere Aufklärung über Wesen und Art ter Organisation schassen: .

Nach § 3 ihrer Satzung beziveckt bre Orgam- 'tr.i.m Escherich" unter Ausschaltung ieter Partev- politik die Zusammenfassung aller vaterläiwüch ge- si-mlen Deutschen, die auf dem Bode^r der Ordnung stoben und gewillt sind, in vortehallloier Unter­ordnung unter ihre Leider nachstehenden vier Programmpunkten Geltung zu versä>afteu: 1 Sicherung der Verfassung: 2 Schutz von Per­son Arbeit und Eigentum; 3. Erhaltung des Deut­schen Reiche? und Abehuung jeiltd^i Ablren- nungSbestrebungen: 4. Airfrechterhastung von Ruhe und Ordnung und Abwehr jedes Rechts- oder

Vie Bergarbeiterbcroegung in England.

London, 28. Okt. (Reuter.)Daily Chro- nicle" zufolge gehl die neue Fordevung der Berg­leute, die ein Hindernis in den Verhandlungen bildet, dalftn, daß, wenn die Ergebnisse für den Teilabschiitt, für ben zwei Schilling Lohirerhöhimg zugestandni sind, den Boransch'ag überschreiten sollten, sofort <fme nritere Lo hner h öhung ge­zahlt n-erden soll Das Matt fügt hinzu: Beide Parteim halten die Lage für ernst.

Bus dem besetzten Gebiet.

Aus dem Saargedjet.

Köln, 28. Okt. (Wolfs.) DieKölnische Volksztg." meldet aus Saarbrücken: Die Saarregierung beabsichtigt die Erhebung indirekter Steuern bei der Warenein­fuhr ins Saargebiet. Die Neichsahgabenord- nung soll eingeführl, die Spielkarten- _ und Schaumweinsteucr erhöht und die Tabaksteuer in Kraft gesetzt werden. Die Saarregierung beruft die Kreistage zum Zwecke gutachtlicher Aeußerung ein.

tzran^iische Justiz?

mc. Wiesbaden, 25. Okt. Der 25jäh» rige marokkanische Soldat Voumama Moha- menb ben Bocine wur'oe vom französischen Oberkriegsgerichl in Mainz wegen Ermor­dung der 18rährigen Agnes Kretzer unter Annahme mildernder Umstände zu lebens­länglicher Zwangsarbeit und Degradation verurteilt.

Amerikanische Räuber.

fd. Koblenz, 26. Oft Tcr Uebersall m dem rLechstlgesckä t von P. ennes, bei dem ter Räubern nahezu 200000 Mk. in die Hinte fte. (en, Ixit eine rastye Au? ä ung cepjnjct. "ls Täter kommen jivei a:nc i 2 r e r-Jlbolei rn Frage, die iu Bingen vei. a ic rontten an üwem Besitz fand man etwa 55 000 Mk.

Frau Pankhurst zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Paris, 28. Okt. (WTB.) Sylvie Pank- Hurst ist wegen eines Artikels in ihrer Zeitukig Workers Dreadrvought", in dem die Matrosen jur.i Ungehorsam auigefordert wurden, heute, sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden.

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Der Bürgermeifter von Cork.

Der Bürg.-r meister von Cork, MacSwiney, hat seinen Willen durchgesetzt und ist als Märtyrer für die unabhängige irische ^iupilbllk geftorben.In einem Monat .verte ich, lebeudrg ober tot, ein freier Mann sein," l>at er, wie derKöln. Ztg." aus London geschrieben wird, ausgerusen, als er er am 16. August zu 2 Jahren Gefängnis ver­urteilt wurde, und schon seit seiner ükrbaftung Dur Tage vorher hatte er feine'lei Nahrung indyr zu sich genommen. In seiner Wüe.stands'iraft hat er sich freilich verrechnet, dem nicht einen Monat, sondern 75 Tage hat es gebauert, bis er drm Hungertod erlag. Er hat damit alle betaimien Hungerkünstier geschlagen, denn die bisher längste Hutigcrperiode, die ein anderer Ire, Michael Fitz- gerald, im Gefängnis zu Cork durchanachte, betrug nur 68 Tage. Er war einer ter fanatischsten Iven, die je für die Befreiung ihres Lantes von ter englischen Herrschaft gekämpft haben. Er ge­hörte dem linken Flügel der Feiner an und ivax bald ihr anerkannter Führer in der Graf­schaft Eork. Fast unaufhörlich lag er mit ten englischen Behörden in Zehde. Mat 1916 wurde er zum ersten Male verhaftet, nach England ge­schasst und dort mchrere Monate wstgel-altcn. Fe­bruar 1917 wurde er wieder verhaftet und nach England s bracht: er entfloh aber und tmidtfe im 3um 1917 wroter in Irland auf. skäovember 1917 wurde er zum dritten Male verhaftet und wegen aufrührerischer M^en zu 9 Mona en Ge­fängnis verurteilt. Februar 1918 lieb man ihn ans Gesundheitsrücksichten frei, letzte ihn aber tm März aufs neue fest. Im September kam er seines Gesundl>>itszustandes wegen abermals frei, wurde aber gleich darauf wieder sestge iommen und nach Englaitd g bracht. Int März 1919 war er wieder ein freier Mann: dann wurden Haftbeehle gegen ihn ausgesertigt September 1919, Norenter 1919, Zanuar 1920 und März 1920, ahn: da» man sich seiner hätt l-emäclft gen köni:e.t. Säton im Dc- jenvber 1918 Ivar er ins Unter(xm-i gewäl)lt inorten, dessen Schwelle er fteilich g treu dem Gelübde ter Sinn-Feiner nie überschritten chat Als tm März dieses Jahres ter Bürgermeister 9Jbac Eurtin von Cork geheimnisvoll ennortet wurde, wählte man ihn zum Nachfolger: er tat damals den b - L>?ut;air.en Ausspruch:Nicht diejenigen, tee das größte b!eid verhängen, sondern d'efentgen, dte es erdulden können, sind es, die ten Steg t<v vontvagen." Am 12. August wurde er dann tet ctixr inilitärischen Streife im Ratlmue zu Cork verdaftrt unb ruaebber bcrurteilt, weil man etnen militärischen Code ter irischen Armee, ter Hand- schrift einer hochverräterischen Rete und einen an ih-.i g< richt, ten Bries in seinem Pult vorxuto, worin er um Beihüfe zur Her.tellung von HaiL- gvmiateu atigegangen wurde. Das belafteite Asta- 1 t-rial war also nicht gerade sehr wuchtig unb hatte

Die Entwaffnung.

Berlin, 28. Oft tWTB.) Wie ter Retchs- kommissar für (Httwafsnung teute im Reichstag bekanntgab, wurden rund 1 7 5 3 000 Ge- wehre, 800 Geschütze, Flammenwerfer, Minenwerfer und ähnliche Wurfvor- r i ch t u n g e n, 110 0 0 M a s ch i nen ge w . h r e sowie 1 1 Millionen Schuß Handwarsen- munition abgeliefert, ang kaust, befchlag- nuh.ni oder ter gesctzlichw Meltepslicht entsprechend angezeigt. Die Frist für die frriwilltge Ablteierrntg endigt Montag ten 1. November. Es ist nochmals dringend al en Wasfenb.sitzern anzMaten, bie ab- tieserungspslichtigen Waffen schleunrgst zur Ab­gabe zu bringen. Nach weiteren Erftnrungen des Reichskommissars in der teutigeit Ltt- zung des Reichstags werden örtliche Durai- suchnngen im Lanie des Novembers überall oort erfolgen, wo ter B rdacht besteht,, baß Waffen verborgen gehalten werten. Jeter, bet dem alsdann Waffen gevintten w rten, hat eine schwere Frei­heitsstrafe zu erwarten.

llnnghwc von -..c.i |ür d e Tages nummer bis jum 'j.ad nuttQQ vorher ohuc j-dcSerbin ulid) keit. Crets stir \ nun tzohe für Anzeigen n. 34mm ^Breite örtl d) 35Pf., aufwärts 45 Pf.; für Reklame» Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz- vorscbrift 20u v Aufschlag. Houplschristleiter: Aug. ©octj Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für ben Anzeigenteil. H. Deär, sämtlich in Biehen.

2lu* Ocm Neiciie.

Tic Reich, sckw gcfttzgcbni'g.

Berlin, 28. Ott. Wolff.) Der Reichsschulausschuß trat zu einer auf vier. Tage berechneten Konferenz tm Reichsmini­sterium des Innern zusammen, um zu cinCT Reihe dringlicher Aufgaben der Reichsschul­gesetzgebung Stellung zu nehmen.

Das Eheverbot für Polksschul.ehrerinnen in Bayern.

Berlin, 23. Okt. WTB.) Nach ter Reichs- Verfassung (Art. 1128 Abs. 2) werten alle Aus­nah m eb e ft i m m ult g e n gegen , weib­liche Beamte beseitigt. Entaegen diesem Vet> fassungsgrundsatz hat der bayerische L.rndtag es ab=» gelehnt, das bisher bestehente Eheverbot für Volks- schullehrerinnen aufzuheben. Der Reichsminister des Innern stellte nunmehr auf Grund des Art. 13 ter Reichsversassnng beim Reichsgericht den An­trag, eilte Entscheidung dahin zu treffen, daß die mit der Reichsversassnng nicht w vereinbarenden Vorschnften des bayerischen Dolksschullehrergesetzes als mit dem Reichsrecht in Widerspntch stehend nicht rechtsverbindlich sind.

Seltsames aus dem bayrischen Landtag.

München, 28. Oft Wolff.) Die sozial­demokratische Fraktion des bayeri­schen Landtags brach e Out' formten Dring- lichkritsantvag ein: Tie Unter .ei.li, et<n verlangen die Einsetzung eines Untersuchungsaus­schusses. Gegen die Organe der Polizei- bireftion Mün chen wird ter Vorwurf er­hoben, daß sie ein? Organisation gebildet, die sich zur Aufgabe gestellt hat, Menschen gewaltsam zu teseitigrn: Vweismat-erial und Zeugen stehen zur Verfü>nlng. Da Gefahr in Verzug ist, b-antragen wir, ter Landtag molie teschll-^ßen, daß ter Haus- Haftsausschuß teauitragt werte, di? Angeegenheit in seiner heutigen Sitzung zu untersuchen. Am Schluß ter heutigen Pl.marsitzung tourte vom Vizepräsidenten Auer dieser Anttaa gur Ver­lesung gebracht. Das ganze Haus or t'arte sich mit ter sofortigen Behandlung im Ausschuß einver­standen.

Strcithand-el mit eirent Franzosen in Hamburg.

Berlin, 28. Oft. (Priv.-Telegr.) Zu ter Nachricht aus Hamburg Vvn ciuem Zusam­menstoß vor einem Vergnügungslvkal, in den ter Attache der französischen K-o n su la l s b e h ö rd e in Hamburg verwickell gewesen sein soll, sag dieDniOrhe Allgemeine Zeitung": Ehe man iüf; ein Urteil über ten be* Eierlüben Vorfall ertauben Sann, nvuß eftre nähere Aufklärung ter Um «chnte erfolgen Die Unter­suchung ist im Gange. Aut je^m Fall sollte in der deutschen Bevölkerung di.' Mahnung tes Reichs­kanzlers teachlet und da,rach r.e^ebt nrrfccn, un­liebsame, niemanden nutende Vorkommnisse z» vermei -en, die nur ter Regierung und dem teut* fd>cn Volke Schivierig^ilen und Verwickelungen bereiten.

Der StTfit um die Parteikassen.

Berlin, 29. Okt. LautBerl. Lokal- Anzeiger" haben in dem Streit um die U.S. P.-P a rtei ka ssen die Neu kom­muni ft en die bürgerlichen Gerichte au gerufen. Das Landgericht I zu Berlin wird sich heute mit der Frage befassen, wem das Verfügungsrecht über die Parteiinstitu-- tionen uno die Parteigelder der U. S. P. zto- stedt.

ihm kaum die schwere Stcae eingetragen, wenn er nicht schon soviel aus dem Kerbholz ge.'-abt _ ........ . . . ___

hätte. Sein Hungerstreik Ijat ihn dann zu e:rer > föp^ern will." Ans tem Boten die er Satzung Wellber-ühmtheit gen.acht, aber er hat es nicht - -;ft i^Crgxnn'a ivnEsck^rich zu nach,eIiem>enGruw>- vermvcht, ten Wil eu ter englischen R. gierung, sj-ieil eines Arteitsprogramms gelangt, m tenen

General-Anzeiger für Gberhesfen

vrvck » Verlag: Vrühi'sche Univ.-Vach- und StcinörMderci R. Lange. Zchristleitmig, Seschästrstelle und vrackerei: rchnlstrahe 7