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MaAm dn fogenerotirf ZwetfchenpfLdchen gestreut, ba3 die Häuser der tun gen Därcken bet* tiLttM Denn der Honig nach Erkalten des Lcssels ausgesck-öpft werden soll, erhält ein ,^arm- Vfcx" den Auftrag, beim Sürflermnihrr die Honig- läter und den Gtasstiefel $u holen, damit man m den Lesse! steigen könne Manch einer hat schon einen schweren Sack ©feine herbei geschleust >rnd btaudA selbstverständlich für den Spott nicht zu frrtgav

Mag die Hausfrau auch ehrlich ftoU aus ihren ZwetschenHonig sein, mögen bie ZWetschen durch ihre Verarbeitung »um Vrovrufstrich auch btt prak­tischste Verwendung finden am besten schmeckt doch der Zwetfchenkuck^n. Wer an Sonntagen in eine Bäckerei oder gar in ein AemeindebackhauS schauen Bann, wird diese Behauptung bdlätiat fin­den und nur erstaunt nnch der Quelle dieser Mehl- mengen fragen, die er hier verarbeitet steht. Tte Wertschätzung des Zwischen kuchens geht so weit, dak mandjc Hausfrauen Zwetschen einwecken, nur um mit ihren Zwerchen tuchen unferm Weihnachts­baum grohtun zu tfrmen.

Sehr in Mode gekommen ist wieder das Dörren der Zwctschen Tenn es ist nicht jedermanns Sach?, im Winter für ein Pfund Torrzwetschen von mitunter recht zweifelhafter Güte acht Mars und mchr zu zahlen. Die Dörröfen, die man in früheren Satiren siast hinter jedem Bauernhause sal>, sind teider hast verschwunden. Jetzt behilft man sick mit d m verhältnismästrg kleineren Bratosm, ro.im man seine Z wetschen nicht einem befreun­deten Bäcker bringen Bann. Leider scheinen sich selbst bei einem gemeinnützigen Un ernrhmm wie der städtiscken Trvckm stelle beim Clek rizitzätswerck die Kosten sv echcht zu haben, dich das Dörren emeS KllogwmmS Zwe scheu sich auf 80 Pfennig Mit, womit die Dörrtzosten in vielen Fällen dem Dreis der Zwerschen gleichLmrmen.

Lebensmittel.

* Der Zucker für den Monat Oklr- 6<e wird, wie das Lebensmitfelamt mitteilt, von verschiedenen Klein Händlern schon jetzt ausgogeben. Ta bte Ausgabe deS Oktoberzuckers in den Zei­tungen noch nicht ausgeschrieben ist, ist diese tot» feite ge Abgabe unzulässig.

** Milchbelieferung. Die Milch- em-fänger, deren Karte auf Vt Liter lautet, können in dieser Woche nur Dienstag und

Freitag beliefert meinen. Gegen Abgabe der Milchmarke, die auf l/i Liter (41. Marke vom 4. Oktober 1930) lautet, kann vom 30. Sep» tember bis einschl. 2. Oktober 1920 eine Dose kondensierte, gezuckerte Vollmilch zu 5.50Mk. in Empfang genommen werden.

** Die Gemüse- und Ob st- Richt­preise in der Stadt Gießen sind im An­zeigenteil unseres heutigen Blattes veröffent-

* Städt. Seefischmarkt. Morgen DmmerS.ag ffüh tt.ffen wieder lebendfrische See ifschc, wie Tab.'iau, Schellstsche, Seehecht, Schollen und Seelachs ein und kommen morgen von 8 Uhr ab in den Markllauben zum Berkaus.

Veranstaltungen.

Mittwoch: K aufmärrnllches Vercinshaus 8*A llhr, außerordentliche ©eneraloerammhntg des Kaufmännischen Vereins. Postke.ler. Ver'amm- luna des Vereins der Gastwirte. CafS Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-Mei- btnser. Hotel Einhorn, 81/4 Uhr, Gastspiel Buch- wald. Lichtspieltheater wie gestern.

*

* Ausgabe von Süßstoff lSaccha- ri n). Für die Zeit vom 1. 15. Dttober wiro gegen bte Liefermigsabschnit e 16 der Süßstost- farteH" (blau') unb 5 dec SüßstoffkartcG" (gelb) von den Süb-losfabgabestell-rn der Land- aemeinben be6 A re if ed Süßstoff abgegeben. Es gelangen auf den Abschnitt 16 Sin Bricfclwn und auf den Abschnitt 5 eine Schachtel zur Ausgabe. Mit dem 15. Oktober verlieren die Ab­schnitte 16 bzw. 5 ihre Gültigkeit. Rach btefem Zeitpunkt nicht abgerufene Süßstoffmengen dür­fen von den Ausgabestellen frei an die Bevöl­kerung verkauft »erben.

* Ter Wartburgverein, der schon manches schöne Konzert gegeben bat, veranstaltet am Freitag dieser Woche mit seinem bewährten Stvcich-Cbor unter Leitung des früheren Ti.t- genfen des Chors, Herrn Karl Schmiß (Elberfelo), einen musikalischen Abend, der nach dem uns vor­liegenden Programm sehr genußreich zu werden verspricht. Näheres siehe Anzeige.

Kreis Friedberg.

s. w. Bad-Nauheim, 28. Sept. Bewußt­los aufgefunden wurde ein junger Mann, der tn

behördliche Anzeigen.

Bekanntmachung.

Die Bekanntmachung des Hessischen FeldbereiTti- ia,kommisiär, vom 18. September d». I«. bringe hiermit zur öffentlichen Kenntnis. 103498 Gießen, den 27. September 1920.

Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Seid.

Bekanntmachung.

Setr.: Feldb-reinlgung Klein-Linden.

3n der Zeit vom 4. bis einschließlich 17. OS« tobet 1920 liegt auf bet Bürgermeisterei Klein-Linden der Beschluß der Dollzugstommilsion vorn 18. Sep­tember 1920 über die vorläufige Besitzeinweisung der Eisenbahndirektion Frankfurt a. Main in das in den Bahnkörper fallende BahngelÜnde innerhalb der Gemarkung Klein-Linden nebst Dermessungsregister von Klein-Linden und Plan vom 10. August 1920 pir Einsicht der Beteiligten offen.

Einwendungen hiergegen sind bei Meldung des Ausschluffes innerhalb der Offenlegungszeit schriftlich bei der Bürgermeisterei Klein-Linden oorzubringen unb zu begründen.

Friedberg, den 18. September 1920.

Der Hessische Feldberetnigungskommiffär: Dr. Fann, Negierungsrat.

Milchbelieferung.

Die Milchempfänger, deren Karle auf */, Liter ofutet, können in dieser Woche nur Dienstag und Freitag beliefert werden.

Gegen Abgabe der Milchmarke, die aufLiter 141. Marke vom 4 Oktober 1920) lautet, kann vom to. September bis einschl. 2. Oktober 1920 tn nachstehenden Geschäften eine Dose kondensierte zezuckerte Vollmilch zu Mark 5.50 in Empfang genommen werden. 103588

Bender, Conrad, Walltorstraße Grieb, Gebrüder, Schanzenstraße Haubach, Christian, Schützenstrahe Häuser, Jacob, Ludwigstraße Heyne, Heinrich, Walltorstraße Jung, Heinrich, Rittergaffe Klingelmcyer, Karl, Ludwigstraße Konsumverein, Neuen Bäue Lublinski, Hermann, Dammstraße Nachtigall, Otto, Steinstraße Naffauer, H. F., Neuenweg Noll, Ernst, Kaiser-Allee Rüdersdorf, K., Dismarcksttaße Seibel, K., Frankfurter Straße Wallenfels, Georg, Marktplatz.

Die eingegangenen Milchmatken sind seitens der ffleinhand Isgeschafte bis spätestens 5. Oktober 1920 bem städt Lebensmittelamt, Zimmer 11, einzuteichen; ebenso sind die restlichen Dosen Milch zurückzugeben.

Gießen, den 28. September 1920.

Ter Oberbürgermeister (^bcnsmitteiamtX

Arbeitsvergebnng.

Die für den Umbau der alten Ohrenklinik er­forderlichen Dachdeckerarbeiten sollen Diontag den 4. Oktober 1920, vorm. IO1/, Uhr, öffentlich vergeben werden.

Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Termin m uns einzureichen. Iuschlagsftist 14 Tage.

Gießen, den 27. September 1920. 103508

__Stohtbauamt GHefjeit: Braubach.

Arbeitsvergebung.

Die für den Umbau des Gebäudes Bergstraße 20 *ür Zwecke der Stadtverwaltung erforderlichen Üuhe- ren Verputz- und Anftreicherarbeiten (2 Lose) sollen Montag den 4. Oktober 1920 vorm. 10 Uhr 'ff-mtlich vergeben werden

Arbeitsbeschreidung und Bedingungen liegen bei »ns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der afelbft erhältlich, sind bis zum genannten Termin an »ns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage.

Dießen, den 27. September 1920. 10351B

Stabtbannmt Gießen: Braubach.

Birnenverknns.

Donnerstag den 30. ds. Mts. von vorm. 8 Uhr an kommen in der Turnhalle der Stadtmädchenschule, Schillerstrahe 8, etwa 100 Zentner Birnen (Neue Poiteau und ysoftatsbirnen) zum Verkauf.

Preis 60 Pfennig für das Pfund.

Eine Viertelstunde vorher werden Nummern ausgegeben. 10330c

Gießen, den 28 September 1920. Der Kreisbauinspektor: Cellarius.

Roterüben

35 Pf. Pfund

Karotten, erdftei

Spinat Weißkohl

Stück

Pfund

Stück

Pfund

kleine mittel große

Rotkohl Wirsing Blumenkohl,

30 80

30 45

45

150 250 350

20 50

50 15

100 20-30

20 12-20

80 75

60 70

80

230 15

70 90

Gemüse- und Obst-Richtpreise in der StaM Gießen.

Auf Beschluß der Städt. Gebensmlttel»Deputation vom 28. d. M. werden mit Wirkung vorn 30. d. M. folgende Richtpreise für den Kleinverkauf von Gemüse unb Obst festgesetzt:

Römischkohl Dutterkohl Winterkohl Menggemüse Suppengrünes Oberkohlrabi Unterkohlrabi Rettich Meerrettich Zwiebel Endivien, klein w mittel

- groß

Erbsen, getrocknet Kürbiffe Tomaten Quitten

Fallobst 16-20 ,

Schüttelobst 30

Tafelobst 50-70

Iwetschen im Korb 55

. lose 60

Walnüsse 250

Gießen, den 28. September 1920. 10357B

Ter Obrrbürgermtts^r (Lebarsmittelamt).

Sllbmisfioü ans NHtrnrfrtittn tun Stflhttirm zn Lich.

Das Umdecken (Schieferbekleidung) einer Seite des Stadtturms soll im Wege des schriftlichen An­gebots vergeben werden. Arbeitsbeschreidung und Bedingungen liegen von Mittwoch den 29. September bis'Montag den 4. Oktober 1920, mittags 12 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht offen und (ind Angebote, verschloffen mit entsprechender Auf. chrift, während der Offenlegungsfrist hier einzu- reichen. Oeffnung der Angebote findet am 4 Ok­tober 1920, mittags 12 Uhr, statt. Angebotsformu­lare sind zum Selbstkostenpreis bei uns erhältlich.

Hessische Bürgermeisterei Lich.

_________________Fuhr.___________10318D

Sinnibationsbilan) hri fljuininotrfin« Natzkiibirn II. «m 30. Jirni 1920.

An Kaffa-Konto ....... 309.33

Inventar-Konto...... 200.50

Debttoren-Konto...... 786.07

Warenbestand....... 25635.08

26930.98

Per Deschäftsanieil der MitgNeder 1730.-

Reservefonds....... 1719.70

Warenvorsch.-Fonds .... 1860.28

Lieferantenschulden . . 21621.-

26 930.98

Konfvmverein II. Watzenborn e. G. m. b.H. in Liquidation.

Die Liquidatoren: 10311

3. Günderotb, Ga. Jung 17.

einen lickten Moment an gab. Hörze zu beitri Näheres konnte bis jetzt nod? nicht ermittelt roerV 1.

Starkenburg und Nbeinhessen.

rm. Darmstadt, 28. Scpt Aus verickn. denen Orten Rbeintiessens wird geradbet. ban r Landwirte sich bereit erklärt haben, btrcti an d-. Verbraucher Starte "Jein zum Preise ton 20 Mk. -u liefern. Verscheedene Mainzer Teputattoii. baden weitgedendas (Sitlflegcnlontmai der La- - wirte festgestcklt.

rm. Worms, 28. Sept. Für 120 000 Mark Linoleum hat eine Firma Engels Nachf. in Mann­heim an cme Firma im Rheinland gegen Dupl^ katsrachtbries Dedauft unb den Betrag erschwin­delt. Ter Käufer erhielt nur Pactaapier. Tie Gauner sind fort.

s. w Wein heim b 2llzev, 28. Sept. (h> schlagm hat ein junger Mann feinen Vater mit Der Axt Au:- welchen Motiven bte Tat geschar, steht tuxf) nicht fest.

mc Weinheim (Bergstrohe), 28. Sept. Du Weschnitzniederung wll jetzt rm Wvge von Nvtstai:bSarbei.en entwäs'ert werben. Damit hören tic alljährlichen Hochwasser auf.

Hessen-Nafsau.

Schlikstung des Zoologischen Gartens?

fb. Frankfurt a. M, 28. Sept. In den maßgebenden städ.ischen Kreisen ist die völlige SchließungocsZoologischenGartenS tn Erwägung gezogen worden Tvoy der Bedeu> tung des Instituts, glaubt man doch, daß cm Iabreszuschuß von einer halben Million von der Stadt nickt getragen werden könne. Man will es mit Einschränkungen versuchen unb den Zu- schuß auf 300 000 Mark bemessen.

Ein schweres Brandunglück.

fb. Aschaffenburg, 28. Sept- Auf dem Weiler Neuhof explodierte während des Dreschens der Kessel der Dresch­maschine, wobei auch der Dreschapparat, das gesamte Getreide und die Scheuer selbst von dem ausbrechenden Feuer eingeäschert wurden. Drei Leute, die auf dem Speicher der Scheuer Stroh auffctzten, sind verbrannt.

Flucht aus einem fahrenden Zuge.

fb. Hanau, 28. Sept. Bei der Station Klein-Ostheim sprangen zwei gefaßte Sträf­

linge aus bem Zug. Der eine geriet untre 01c Räder, der andere konnte wieder ein- lefangen werden.

mr. Gelnhausen, 29. Sepr LuS fast allen Drten deS Freigericht- wird eine kleine Ab­nahme der Maul- und Klauenseuche icmdbel. Tvotzdem ist der Bnipcnrjatz deS er- 1 amten BicbcS noch sehr hoch

(BeridyUfadl.

Der Weitzenseer Kommuniftenprozetz.

Berlin, 28. Sept (Wolff.) Im Weißen- seer Kommunistenprozeß wurde der ^anptangeklagte Michaeli» zu einem Jab« neun Mon aten Gefängn iS verurteilt. Gegen die übriam Llngcllagtcn wurden GesängniS- itrafen von 6 Monaten bu> zu einem Jobrr ver­hängt. Alle Angellagte, die nur durch den Ange­klagten Falk betastet worden waren und ferner drei Angeklagte, an beten Zurechnungsfähigkeit begrün­dete Zweifel Vorlagen, wurden sreiaesprocheu. Lor der UrteilSverkLwung führte der Vorsitzende aus, daß an der Zuständigkeit des Gerichtes nicht zu zweifeln war, da hier offenbar rein militä­rische Dinge zur Abnrt.-itang standen. Nicht nachgewicscn sei eine Zentralitation, etwa eine Reichszentralisation der Organisation, die hier an­geklagt sei; ebensowenig sei ein Zusammen'.)ang mit der KAPD. nachgewnsen. Um einen militäri­schen Verband aber handele es sich zweiselloS. (Er sei rn militärisch.' Formationen c in geteilt gewesen, habe unter einheitlicher Führung gestanden inrb militärische Hebungen abaehalten Das Schießen auf der Rcnirbahn und die iwrgenonimeneni »stellten militärische Hebungen dar. Vor ingen seien die Angeklagten am 19. August abends militärisch vollkommen oroanifiert vvr- gegangen. Das Gericht habe also die Teilnahme an einem militari schm Verband angenommen. Die Tätigkeit von Lockspitzeln hab.- sich aus der Ver­handlung nicht ergeben. Die Po!i;eibeamten hätten durchweg ruhig und besonnm gehandelt. Michaelis fei der Führer unb die Seele des Unternehmens gewesen, doch habe das Aerlcht, da er unbestraft fei unb keineswegs als ern schechter Cha ratter gelten tonne, sich nicht entsch.ießen können, dic beantragte Zuchthausstrafe zu verhängen.

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