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Frankfurt a. M., 29. Juni.

kalk zvr

abg.

»Srsenknrse.

144,50

265,

ienlnbu

Ober1

215,

288,

297.

71186

Lebensmittelkarte.

Juni 1920

Laasphe

7093

garantiert la

E. H. Müller

Gchillerllrake 26.

181,75

175,50

246,- 273,- 285,50 289,50 182,-

sür zur von

424,

345,

201,- 236,25 213,25

83,25 289,50

28.6. 14,90 7,475 16,50 12,- 269,-

283,- 181,50

387'- 424,- 336,- 266,- 170,-

205*-

Bermittlung der ! Stand der Maul-

Die Belieferung der übrigen Bezirke erfolgt je nach Eintreffen weiterer Käsemengen.

Kurs 28.6.

79,63

28.6.

79,75 73,-

63,20 71,10

155,50 274,50 205,75 172,50 146,- 145, 176,-

176,63 245,- 273,- 286,- 289,- 182,- 240,- 398,- 422,-

342,50

170*,

26.6.

79,70 73,-

62,90

71,50

155,25 272,50 206,50

174,25 146,-

146,- 181,50 176,-

239,50 269,50 282,- 287,-

184,50 238,25 394,-

424,75 334,75 271,-

170,25 400,- 201,-

235,25 211,50

Staufenberg

011S30

ßtHi Bald Ernst Stephan Verlobte

Ausmärker herangezogen werden.

Steinheim, 28. Juni 1920.

Hessische Bürgermeisterei Steinheim.

Kreiling.

im kreise

Kurs 26.6. 79,75

Statt, Lebenrmittelamt.

Ausgabe von Käse.

Mittwoch den 30. Juni 1920 wird in der Verkaufs­stelle der Molkerei Grieb, Lindenplatz an denDezirk2 Käse ausgegeben. Auf einen Anteil entfallen etwa 100 Gramm (Preis 6.40 M. das Pfund).

Die Ausgabe erfolgt gegen Vorlage der Lebens­mittelausweiskarte und Abgabe des Abschnitts 9 zur

Geld Brief 28. Juni

Zürich

Amsterdam .

Kopenhagen.

Stockholm. .

Wien

Prag

630,65 613,15 820,85 175,20

229,25 146,65

37,17 306,30 675,70 613,15

26 J 5 86,85

23,63

629,35

611,85

834,15 167,80

230,75

148,60

37,45

308,70 679,30 619,35

25J2

86,65

23,72

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Steinheim Rj. 1920 liegt vom 1. Juli eine Woche lang Einsicht der Interessenten und zur Erhebung

Marknotterungen.

Datum:

319,65 629,35 611,85 819,15

174,80

228,75

146,35

37,07

305,70 674,30

611,85

26,*09 86,65 23,47

Frledenequalittit

Carl Schunck

Devisenmarkt.

Geld Brief

26.6.

14,85

7,60

16,40

12,40

613,15

835,85

168,20

231,25

148,90

37,55

309,30 680,70 620,65

25*,78

86,85

23,78

Ihre Verlobung geben bekannt Hertha Lejeune Gerhard Mohr Hauptmann im Generalstabe und Lehrer an der Inf.-Schule (IL L.)

Friedberg. Sperrgebiet: Ort und Gemarkung Münzenberg, Massesthrim, freldmbergen, Rendel, Dortelweil. Bcob-achtnugsgebiet: Stammheim, Griedel, Rockenberg, Ätahnbach, Nieder-Erlenbach, Rieder-Eschbach, fra^hrim, Gambach, Trais-Mün- zenberg, Büdesheim, Klein-Karben, Dortelweil, Kloppenheim, Ober-Erlenbach, Vilbel, Kmchen. Die Sperrmaßnahmen sind >augvordnet.

D i e n st n a ch r i ch t e n. Karl Hbfeid von Rod- Heim ist als CKHebcr der Gemeinden^ Rvdheim, Steinheim, Langd und Rabertshausen für Neuauf­nahme der Viehbestände verpflichtet worden.

London. . .. New-Pork. . Paris Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes) Deutsch-Oesterr Prag Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel

Datum:

5'/.Dent.Krieg,anl. 4°/Deut.Reichsanl. 3*/»Deut.Veichsanl. 4% Preutz. Konsolr Darmstädter Bank Deutsche Bank, . . Dir conto - Gesellsch. Dresdener Bank. . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik.-Pakctf. NorddeutscherLloyd Doch. Gußstahlwrk. D.-Luxemo.Dergm. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Oberschl.Eisenb.-A.

MÜller'sche Badeanstalt.

Wasserwärme der Lahn: 17 Grad R.

Phönil.Brgb..Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerk« Elektr. 91 <E. ®. . . Schuck:rt-Werke. . Feit-' Guilleaume Daim Bud-^lsenw.-Akt» Adlerwerk« .... 4% Hess. Saatsanl. Electron Griesheim

BrUffel-Antwerpen . Ehristiania Kopenhagen Stockholm Helsingfors. Italien

Einwendungen aus der Bürgermeisterei offen.

Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die

Transporte nach Oesterreich

Ungarn, Tschecho-Slov., Juaoslav. und Italien.

Besorg, von Marknachnavmen und Ausfuhr-all., Bageruuaen, Transport u. Durchfuhrbewilligung.

pedition A. Kappelmaver, Passau a. D. 7iOlss

geschnitten, aus Wunsch Rote

Versammlung

Donnerstag, 1. 9nli, 8 Ufte abends, findet im Poftkeller arofte Bersammlnna 011523 der abitlmmungsberecktlgten OberrdileHer statt. Der Wichtigkeit wegen wird jeder treudeutsche Oberschlesier gebeten, pünktlich zu erscheinen. WüsgMirel>elWklreverNMWel,SieSev

das Urteil der StvafLrmmer Vom 12. März ein- ° ^Die wm Justizvat Dr. Lowenstem, ,dcm Rechtsbeistand Erzbevgers, begründete Revrsrmr lützt sich auf Verletzung 'materieller und Rechtsgrmtdsätze. Sie rügt cm erster Stelle, yaß frelfserich rechtsirrtümlich nur inegen einer ern- zi gen fortgesetzten Handlung verurtenlt wvroen scr, mährend nach ber tatsächlichen Feldstellung rm Ur­teil eine große Reihe sel b st ändi ger strafbarer Beleidigungen borliege. Dieser fcmdamentale ma­terielle Itechtsirrttrm 'habe den weiteren proz£ivuÄen Fehler zur Folge gehabt, daß ein großer ^erl der vorn Angeklagten gegen den Nebenkläger gerichteten Vorwürfe im Urteil ungeprüft und imgefirhnt ge

z. Zt. Wernigerode a. H. Wünrdorf

Haus Gudrun (Kreis Teltow)

Juni 1920. 7 tun

gesetzt. p , i

Der Einspruch des Karl Wallbott gegen feine i bei der Firma A. Lyncker hier erfolgte Entlassung ; wird für gerechtfertigt erklärt und die Geltend- machung des Lohncmspruchs dem ordentlichen 1 Rechtsweg Vorbehalten. i

Den Arbeitern der Obmliess. Milchzentrale in Nieder-Wöllstadt ist mit Wirkung vom 1. Juni 1920 ein Tagelol/n von 20 Mk. $u zahlen; die bisherigen NebenIristimgen bleiben bestehen.

In der Antragsache des Verbands der Köche gegen den Reformbund der Gutshöfe in Bad- Nauheim wegen Ansprückie der Kurt Tretrop Ehe­leute wurde unter Vorbehalt ein Vergleich ge­schlossen, eine weitere Sache fiel aus, well vorher Einigung erfolgt war.

Aus dem Amtsverküudigungsblatt.

** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 88 vorn 28. Juni enthält: Ferien des Pro­vinzialausschusses. Wahlen zum Kreistag. Außerkurssetzung der Silbe rmünzen. Bäcker­innung. Reisthalttrng der Spritzenhäuser Statistik des Wein- unt> Obstertrages. Maul- und Klauenseuche. Dvenstnachrichten. Be­kanntmachung der neuen Fassung der Rerchs- getreide-ordnung. ,

Der Prvvinzialausschu ß hält wah­rend der Zeit vom 15. Juli bis 15. September Ferien. Während der Ferien können nur besonders schleunige Sachen zur Verhandlung kommen. Auf den Lauf der gesetzlichen Fristen sind die Ferien vhne Einfluß.

Wahlen zum Kreistag. Nachdem die Kreistagsmitglieder Landwirt Wilhelm Fenchel, Oberhörgern, Fabrikant frrinrich Schirmer, Gießen und Lastdtvirt Friedrich Bommershcim, Langsdorf, ihr Mnt als Kreistagsmitglied ntedergelegt haben, treten an deren Stelle die demselben Wckhlvvrschtag Angehörigen, der Kreis- und Pwvmzialordmrn-g NällTstberufenen, die die nuchträglich-Berufung zum Kreistag angenommen haben: Landwirt und Spar- kassenrechrrer Jakob Gerhard V., Steinbach, Amts­gerichtsdirektor Karl Schmahl, Gießen, Lanvwirt Gllbert Sames, Bettenhausen.

Die Außerkurssetzung der Silber- münzen. Die Gemeinde-, Mart-, Kirchen- unv Stiftungsrechner sowie die Rechner der israelitischen Religion sg-emeinden des Kreises dürfen vom 1. Ja­mrar 1921 ab keine Silbermünzen mehr in Zah­lung ober zum Umtausche rnnehmrn. Die Vs-Mark- Stücke, 1-Mark-Stücke, 3-Mark-Stücke und 5-Mark Stücke sowie die in Form von Denkmünzen ge­prägten 2-Mark-Stücke sind einzuziehen: sie gelten nicht mehr als gesetzliche Zahlringsmittel. Bis »am 1. Januar 1921 werden H^-Mark-Stücke, 1-Mark- Stücke, 3-Mark-Stücke und 5-Mdrk-Stücke sowie die in Form von Denkmünzen geprägten 2-Mark- Stückc bei den Reichs- inti> Landeskassen zu ihrem gesetzlichen Werte sowohl in Zahlung genommen, als mtd> gegen Reick-sbanknoten, Reichskassenschcine und Tarlshnslckssenscheine umgetauschit. Die Ver­pflichtung zur Annahme und zum Umtausch findet auf durchlöcherte unv anb-ere als durch den gewöhn­lichen Umlauf im Gewichte verringerte sowie auf verfälschte Münzstücke, teilte Anwendung. Die Ver­ordnung tritt sstört in Kraft.

Tie Maul- und Klauenseuche. Ms frauptursache der starten Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche in Hessen muß die Tatsache an­gesehen werden, daß die angeordneten Maßnahme vielfach in durchaus ungenügender Weise durch- geführt werden. Das Kreisamt weist deshalb wieder- hvtt an, die Beobachtung alter zur Bekämpfung dieser in ungewöhnlich bösartiger Form auftreten­den Seuche angeordneten Maßnahmen auf das strengste zu überwachen. Zuwiderhandlungen sind urmachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Wegen Be­

blieben sei. . . of

Aber auch soweit eine Prüfung der voiu An­geklagten Dr. frelfserich erhobenen Vorwürfe stccktgefunden habe, sei auf Grund rechtsirnger Wägungen im Urteil angenommen worden, daß Dr. .frelfserich die Führung des WckhrheitsdewelseS zum größten Teil gelungen sei.

Die Revisionsschrift sucht dies an der franb der eigenen Feststellungen des Vorderrichters, der in den meisten von ihm geprüften Einzelfällen selbst den Wahrheitsbeweis als mißlungen bezeich­net, darzutun. So habe das Gericht insbesondere den schwersten der vom Angeklagten erhobenen Vorwürfe, daß nänllich Erzberger seine polckischl Stellungnahme nach eigenen Geldinteressen iml insbesondere nach den Geldin-teressen ihm nahe­stehender Personen und Firmen, in erster Linie des Thyssen-Konzerns, gewechselt "habe, n keinem einzigen Falle für erwiesen erachtet.

Andererseits werde der vor Gericht als geführt erachtete Nachweis der Un Wahrhaftigkeit des Nebenklägers auf solche Aeußerungen gestalt, die Erzl^rger im politischen Kampfe teils zur Er­reichung, teils zur Verheimlichung bedeutungsvoller politischer Ziele gemacht habe, frier habe das Urteil ungeprüft gelassen, ob nicht eine P fl ichten- ko Ilision dem Nebenkläger die Verschweigung der wahren Sachlage im Interesse der Erreichung bedeutungsvoller politischer Ziele zur höheren Pflicht gemacht habe, wie dies insbesondere bet Vorbereitung der Friedensresolution tm Juli 1917 der Fall gewesen sei. In der hohen Politik könne ebenso wie in der Diplomatie und in der Kriegfübruna die Notwendigkeit der Irre­führung der Gegner über geplante Maßnahmen und erstrebte Enurwecke mit der Wahrheitspflicht derartig kollidieren, daß die letztere hinter der höheren Pflicht der Wahrung anoertmiter Volks- intevessen zurücktreten müsse. Das sei vom Vorderrichter verkannt worden.

Da ferner das Gericht selbst den gegen den Nebenkläger Erzberger erhobenen Vorwurf, dieser habe Dr. frelfserich mit der Anzeige an die Entente bedroht und ihn tatsächlich der Entente denunziert, da das Gericht auch die behauptete Völkerrechts­verletzung und Bevorzugung des Thyssen-Konzerns nicht für nachgewiesen erachte, to trete es mit sich selbst in Widerspruch, wenn es gleichwohl feststelle, daß der Unwahrheitsbeweis im -vesent- licfer geführt sei.

Es wird deshalb beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur anberroettxgen Verhandlung an ein dem Landgericht I benach­bartes anderes Gericht zu verweisen

1 Jan Gegensatz hierzu beantragt Rechtsanwalt Dr. Alsberg für Dr. frelfserich die Ein­st e l l u n g des ganzen Verfahrens, eventuell Frei-

tzenden Sehnsuchtstöne, als sie bat Liebsten erwar­tete, wie Fanfaren schmetternd das wilde Auf­begehren ob der unerwünscht vorzeitigen fretmtehr des Gatten und ganz groß auch in der grausigen Schlußszene - - echtes künstlerisches Erleben! Aber auch die einheimischen Kräfte bestanden neben dem Gaste in allen Ehren. An erster Stelle sei der Starschenski von Rudolf Kerbs genannt. Den Gießener Tl>eater freunden sei noch verraten, daß 10.10 Uhr abends in Marburg ein Personal- zug abfährt, der auch in Niederwalgern Anschluß hat, so daß man kurz nach 12 Uhr in Gießen ist. Auf jeben Fall, es lohnt sich sehr, nach Marburg zu fahren! G. K.

Der Schlichtungsansschuß der Provinz Overhessen.

Sitzung vom 23. Juni 1920.

Für das Austcagen der Zeitungen ist dem Trägerpersonal mit Wirkung vorn 1. Juli beim Gießener Anzeiger 65 Pf., Frankfurter General­anzeiger 75 Pf. und Frankfurter Nachrichten 75 Pf. monatlich pro Wonnement und für Kassie­ren zu zahlen. (Für die Oberhess. Volkszeitung wurden 65 Pf. und die Frankfurter Zeitung 1.50 Mk. bereits vor dem Termin bewilligt und der Antrag insoweit für erledigt erklärt.) Den Parteien wurde eine Woche Frist zur Erklärung

Dalum: 26. Juni

Amsterdam -Rotterd. 1308,65 1311,35 1321,15 1323,85

------ ----- 320,35 322,15 322,85

----- ----- 630,65

Bekanntmachung.

Die Badeaufsicht im Männerfrei­bad soll für den Rest der diesjährigen Badezeit an einen Unternehmer vergeben werden. Die Be­dingungen, amt er denen die Vergebung erfolgen soll, liegen im Stadthaus, Zimmer Nr. 6, zur Einsicht offen. Die Auswahl unter den Bewerbern bleckst Vorbehalten. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen brs zum 3. Juli d. Js. an den Unterzeichneten zu richten.

Gießen, den 28. Jirm 1920. 70978

Der Oberbürgermeister. I. V.: K r e n z i e n.

schaffmrg der zur Bekämpfung der Seuche wtwen- bißen Mengen von Kali deckt die Landnnrtschafts- Barrrmer mitchaß jhr vomStaatswurmissor für wirt­schaftliche Demvbckmachung einige Waggons Wmß- ' Verfügung gestellt worden sind. Sollte die

Beschaffung von Kalk durch die einzelnen Besitzer auf Schwierigkeiten stoßen, so weift das Kreisantt die Gemeiirden auf den gemeinsamen Bezrw "irret)

sprechung. ... .

Dr. Alsberg stützt ferne Nevflwn nt erster Linie auf eine Erklärung des NebcnNägers, die dieser durch seine Rechtsbeiftände am 8. Mar; 1920 vor Gericht abgegeben hat und worin er sich damit einverstanden erftärt, daß die mit politischen Vorwürfen Kusammenhängenden Beteiligungen iricht zum Gegenstand der Urtellsfindung gemacht werden sollten. Unter diese Erklärung seien auch diejenigen Aeußerungen Dr. frelsserichs zu sub­sumieren, bei denen das Gericht zu emem Schuld- sprnch gelangt sei. Nachdem das Gericht mit Recht nur das Borliegen einer einzigen fortgesetzten! Beleidigung angenommen habe, müsse die An­nahme zur Einstellung des gesamten Verfah- oens führen. Sollte das Reichsgericht dieser Llus- sassung nicht beitreten dann sei die Frciiprechung des Angeklagten deshalb geboten, well er die wesentlichen Bestandteile seiner Behauptungen be­wiesen Irahe und es auf die Unerweislichkeit em- zelner Sonderbehauptungen nicht ankomme. Der Angeklagte 'tjate auch unter dem Schutze des § 193 RStGB. gehandelt, weck er mit feiner Polemik neben dem allgemeinen Interesse auch seine eigenen persönlichen Interessen verfolgt habe. Endlich habe Dr frelfserich in Ehrennotwehr gehandelt, well er selbst in derDeutschen Allgemeinen Zeitung" und in der Nationalversammlung vom Nebenkläger angegriffen worden sei.

Die türkische Friedrnsdelegation.

Tarent, 28. Juni. (WTB.) Die türkische Friedensdelegatwn unter Führung Rechte Beis ist gestern morgen auf einem englischen Dampfer hier eingetwffen und heute früh nach Paris nxiitergereist.

(In einem Teck d?r Auflage wted.'rholt.)

Die Lebensmiltelunruhm.

Mainz, 28. Juni. (WTB.) Schon in den frühen Morgenstunden Rotten sich auf dem Markt­platz tausende bon Menschen versammelt, meist Jan­hagel, darunter viele der Polizei wohlbekannte Per­sönlichkeiten. Zu Störungen der Ruhe und Ordnung ist es bis jetzt nicht gdbmman. Französische Gendarmeriepatrvuillen durchziehen die Stadt. Außerdem sind drei Paiizerautos und drei Tanks in der Nähe des Marktplatzes auf gestellt. Unter dem Drucke der Zwairgsverkäust wurden die Preise auf den meisten Versuchsartikelmärkten ganz etheblich he run ter g e se tzt. Arn Samstag nachmittag wurden in den hiesigen Läden Kir­schen zu 1.50 und Erbsen zu 80 und 90 Pf. das Pfund vetkrmft. Auf dem Lande steht man sich Wc, da das Gerücht verbreitet wurde, die Main­zer Arbeiterschaft käme auf das Land, sobald der Markt nicht genügend beschickt mürbe. In den mei­sten Obsterzeugerorten, wie Finten, freides^heim, Niederingolheun usw. haben sich die Landwirte zu bewa ffneten Widerstand organisiert.

Mainz, 28. Juni. (WTB.) Wie bereits an- gekündigt, haben gestern bereits vielfach Sitzungen zwischen Vertretern der Behörden und Erzeugern sowie Verbraucher kreise stattgesunden, um eine all­gemeine Senkung der Preise herbeizufühven. Mit beu Vertretern der landMrtschaftlichen Kreise wurde bereits eine Vereinbarung dahin erzielt, daß in den fraupterzeugungsgebieten die Erzeugerpreise derart festgesetzt wurden, daß sie wesentlich unter den bisherigen Preisen stehen.

Mvifion im frelfferich-Prozeß.

Berlin, 28. Juni. Im E^berger-frelfferich- I Prozeß ist van beiden Parteien Revision gegen

Mittwoch, den 30. Juni 19 20, nach-I mittags von 2 Uhr ab, versteigere ich im Darmstädter fraus, Walltvrftr. 6, dsthier gegen Bcrr^chlumg auf Grund des § 373 Handelsgesetzbuches auf Kosten oeffen den es an geht:

zirka 19 Mille Zigarren.

Ferner zwangÄveise gegen BarzMung 1 ar. Koffer, 1 schw. frandLoffer, 1 Tamenarmbanduhr, 1 Rasiermesser, 5 weiße Taschentücher, 1 Geldbörse sowie verschiedenes andere. 7013

Ju nker, Gerichtsvollzieher, Plockstraße 4.

Frankfurt Berlin

Schlich- Abend-i Schluß- Schluß- Kurs Kurs

vermischte».

* Prag, 28. Juni. (Wolff.) Gestern stieß ein von Lieben kommender Güterzug auf den Sonderzug zum Sokol-Kongreß, der an der Statten Böhmisch-Brod wartete, um nach Frei- I werden der Strecke die Weiterfckhrt nach Prag svrtzusetzen. Vier Wliggons des Güterzuges und : vier des Sokol-Zuges »vurden beschädigt. Drei Personen wurden getötet, 56 verwundet. Nach der Ueberführung ins Krankenhaus starben weitere zwei.

Handel.

Berlin, 28. ^mi. Bor seuftimm u n g s- bild. Die Börse eröffnete in gedrückter Stimmung; infolge der Zeitungsmeldung von der t^rklärung des Belagerungszustandes in framburg und her Rücksicht auf die bevorstehenden Verhandlungen in Spaa wurde weckgehende Gesckäftsentbaltung geübt. Das Geschäft schleppte sich träge dahm und bei recht unregelmäßiger KursbewePirrg waren im allgemeinen die Verölten:nngen ziemlich eng begrenzt. Durch Festigkeit zeichneten sich gleich bei Beginn Schanttmgbahn und Petroleumaktien aus. Dnitsche Petroleum stiegen auf 748. Starte Käufe fanden in Rheinischen Braunkohlenaktien statt, die um 55 auf 625 emporschnellten, dann allerdings unter Gewinnrealisierungen etwas nach­gaben. Am Montanmarkt gewannen Phöinx 5 Proz., Bochumer 6 Proz. Ferner stellten sich Rheinmetclll 15 Proz. höher; auch Kaliwerte be­gegneten einiger Kauflust, besonders Westeregeln. Neu-Guinea getoamten 24 Proz. Von Schiffahr^-- aftien schwächten sich Argo nm 17 Pcoz. ab. An­lagewerte waren behauptet.

Frankfurt, 28. Juni. BSrsenftrm- mungsbild. Bei ziemlich fester Tendenz war das Geschäft indeffen ruhig. Etwas lebhafter ge­stalteten sich die Umsätze auf dem Balutarnarkt. Mexikaner wurden rege gehandelt. 5proz. Gold- merikcmer stellten sich auf 341, 5proz. Silbermex. 268, 5pvvz. Dehuaneper aus 198. Petrolewnaktten schwankmd. Deutsch: Petroleum 748 bis 755, Deutsche Erdöl 995 bis 997. Sloman Salpeter fest 1675 bis 1700. Steaua Romana 780. Schan- tungbohn mit 630 IV2 Proz. niedriger. Mvntan- papiere hatten wenig Geschäft. Gelsenkirchen 2 Pro­zent gebessert 285V2. Bochumer 246. Ehern. Farb­werke Höchst stellten sich um 3 Proz. höher auf 342 ä 345. Scheideanftalt notierten 504 plus 1 Prvz., ZeNftoff Aschaffenburg 298. Zarpener zogen im Verlaufe an 2871/2 bis 289V2, Deutsch- Luxemburg 273 2V2 Proz. höher. Bad. Anilin 424. Bankaktten bewahrten, gut behauptete Haltung. Der Kassaindustrienmrkt tag geschäftslos. Eine mäßige Abschvachung erfuhren 5prvz. Reichs­anleihe 795/8. Eckcheit 79.60.

Frankfurt a. M., 28. Jmri. Getreide­markt. Bei ruhigem Geschäft zeigten die Preise nur geringe Bewegung. Da bereits neue Ware in Erbsen an ben Markt kommt, werden alte frül- senfrüchte kaum me'ftr bsachtet. Für Peluschten zeigte sich nur geringe Nachftage. Auch Peluschken wurden geschäftlich immer ruhiger. Seradella still. Für Wicken nur wenig Nachfrage. Für frafcr mangelte esan Käufern. In freu ist neue Ware angeboten, aber wenig gehmchrit. Stroh tag füll.

mo. Frankfurt a. M., 28. Juni. Mit einem Grundkapital von sechs Millionen Mk. wurden hier die O l e a M i n e r a l ö l w e r k e Aktiengesellschaft gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Destillation und Raffi­nation von Mineralölen aller Art, sowie die 1 Destillation von Braun- und Steinkohlenteer, ferner die Fabrikation und der Vertrieb von Schmiermitteln und sonstigen Fetten und ' Oelen aller Art. Gründer sind Rechtsanwalt , Berlizheimer, Kaufmann Ernst Bickel, Kom- ; merzienrat Ernst Ladenburg, Fabrikdirektor > Carl Schlegel und die Deutsche Schmiermit- > tel G. m. b. fr.

Behördliche Anzeigen.

Bekanntmachung.

Die Auszahlung der Familien!- unterftüßungen an die Angsthörtaen Gestm- genet, Vermißter, im Ausland durch feindliche Maßnahmen Zurückgehaltencr und von Gefalle­nen" falls deren frinterbltebenen-Versorgung noch nicht geregelt ist, findet für die Zeck vom 1. bis 15. Juli 1920 statt:

M i ttwvch den 30. Junr 1920, vormittags von 10 bis 12 Uhr im Stadthaus. Zimmer Nr. 7. , 711013

Gießen, den 2o. Ium 1920. !

Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Seift.

Bekanntmachung.

Der letzte dtessährige öffentliche Impstermi« für die Ersttrnpftinge der Stadt GießLN wird am Mittwoch, den 3 0. Juni 192 0, nachmit­tags 3 Uhr, im Jmpflokale Turnhalle der Stadtmadll?enfu ckle, Schillerftr. 8 abgehalten.

Wer diesen Termin nicht benutzen wlll, mutz sein impfpflichtiges Kind auf eigene Kosten impfen lassen. 70076

Gießen, am 24. Juni 1920.

Ter Oberbürgermeister. I. V.: K r e n z r e n.

Mittwoch den 30 Juni 1920 nachmittags 2 Uhr versteigere ich Walltorstraße 6 (im Darmstädter Haus) dahier zwangsweise gegen Barzahlung zwei Eisglaüschriinke nnd eine

Aufschnittmaschine.

7104 Junker, Gerichtsvollzieher. I