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1920 hat dar ix dwirtschast, den jrt {fingen auf Wir >5 in der Jflffun; i olhichbar erklärt er Ausführung (Gis überweife hiermit r. t die neuen öninbiü fen find.

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Der Kätcfongrefo in Rußland.

Moskau, 37. Dez. (Bolff.) Bei ber Er

;u bestimmen, daß die einzige Garantie, die un» für bte Zukunft gegenüber Deutschland grgeben werden kann, txmn bestehl, die Begrenzung unserer Besatzungsdauer iu unterbrüden. Tamclot schließt mit der Aufforderung an die Regierung,

lose Nutzbarmachung aller Kräfte, Stoffe und Vorteile fern, bie Europas Natur gewährt. Non diesem GeslchLstTunkte aus gilt es. für die Böller Europas, sich klar zu rnachm, was es heißt, das mächtrge Gebäude deutscher Wirtschaft, bx Ge­dankenwelt der besonderen, oberschteiischen,^ deut­schen Kultur ans der bewährten deutschen Technik und Ordnung herauSDurelhen. Oterschessen, dieses fein organisierte Instrument l-Schstor Wittscbait- lichkeit, soll in die Gefahr gebracht werden, einem Gebiet angegliedert zu w.-cken, bei dem man nach Entwicklung der Verhältnisse im bereits abge­tretenen Gebiet (Posen, Weslpreuyen) mit Sicher­heit entnehmen mutz, baß dieses Instrument nicht im Ausbau verwendet, sondern dem Raubbau,

gannen die Remerung^ttuppen am 26. zember gegen die Stadt vorzurückeu.

Im Anschluß an die vorstehende Erklärung der hessischen Regierung, durch die ich im übrigen einer Erwiderung auf die Tr. Baader'schen Ausfüh­rungen enthoben bin stelle ich Kur tatsächlichen Be­richtigung lediglich fest, daß die Dr. Baader'sche Behauptung, ich hätte der Forswerwaltung des Hes­sischen Staates geleOmtlich einer Buchbespreämng üi Nr. 43/44 der Forstlichen Wochenschrift Silva vom 22. Oktober 1920finanzielle Mißwirtschaft" vorgeworfen, nicht den Tatsachen entspricht.

In der genannten Buchbesprechung ist weder dem Sinne noch dem Wortlaut nach, wie ihn Herr Dr. Baader zitiert, ein derartiger Vorwurf enthalten.

Professor Dr. Borgmann, Direktor des Forstinstituts der Landesuniversität.

der Vcrnachlässssnmg, der Verwüstung und, der Trägheit anheimfallen wird. Man ist versuch', an den Spimch der Antike zu denken: Wen Gott verderben will, den schlägt er mit Blindheit.

So haben wir auch hier eine Mission: mir müssen Oberscl-lesicn bei Deutschland erhalten helfen und dafür alle Kraft entsetzen. Die starke, durch die vitalsten eigenen Interessen gebotene Anteilnahme der Allgemeinheit an der oberschlesi­schen Sarfje kann und wird nicht nur die Stimm­berechtigten im ganzen Reiche und uns in Ober­schlesien selbst in dem Bestreben stärken, Heimat­treue zu bezeugen und unsere vaterländische Pflicht zu erfüllen, sie wird uns und ihnen auch _cine stolze Genugtuung fein, einen Dienst ber Sitt­lichkeit und Gerechtigkeit, einen Dienst der Treue und Gerechtigkeit, einen Dienst der Treue an den Brüdern im gefährdeten Gebiet und an unserem Land, einen Dienst an der ganzen zivili­sierten Menschheit getan zu haben: ber Mensch- beit, die augenscheinlich das Gefühl internationaler Solidarität verloren hat und das wir wieder wecken müssen durch die Tat: Das Reich unb

vor der Entscheidung in Oberschlesien. Warum ganz Europa für ein deutsches Ober- schlesien wirken mutz.

Oppeln, 23. Dez. 1920.

Mch nicht vielen im »weiten beittfdien Reiche ist die vollständige Erkenntnis dessen aufgegangen, was die obcrschleftsche Frage für uns alle in Deutschland, für Europa, ja die ganze, Welt be­deutet. Sie ist zunächst eine ganz persönliche Ange legenheit cioes jeden Deutschen, einte zwingende Naturnotwendigkeit für jeden einzelnkm. Darum muh er sich mit ihr auf das eingehendste und sorgfältigste beschäftigen.

TerTiger von Frankreich", ber_ alte, an» scheinend nur von seinem glübenben Hah gegen Deutschland am Leben gehaltene Clemencean, hat das furchtbare Wort gesprochen dah 20 Millionen Deutsche yu tr.el auf der Welt seien. Der Friebms» vertrag von Versailles sollte diesem Henker der Menschheit die Möglichkeit bieten, fein Wort in bie Tat urnzuf< tzen Ursprünglich sollte O berichteten ohne Abstimmung an Polen fallen. Tank dem Ein­spruch Amerikas konnten urrsere Unterhändler in Paris das Zugeständnis ber Abstimmung erzielen. Man hoffte, auch so Oberschle ie-n den Deutschen zu entreißen. Franzosen und Polen, bemühen' sich im trauten Br rein, dah wir aus diesem Nachbeben keinen Nutzen haben, und dieSänebun^n", dH. die Intrigen, entgegen dem Versailler Vertrag üter die Abstimmung, die Grundlage des eiben zu täte schon, werden c fria fortgesetzt. Tas Wort Giemen» ceaus soll sich erfüllen. SBie. barüber soll eine ganz unmifechtbar-' Stimme angeführt werden, eine eng­lische, also uns feindliche. In.einem Arttktt der uns sehr abgüriftigenTtrnes", in dem Deutschland das zerschmetterte Herz Europas" genannt wirb, untersucht der Verfasser die wttt« ähnlichen Frte» densb-chingungen.Nicht aut Blut und ®»at" lagt er,sondern auf Kohle und Eisen war '^eutich- lands Letenskrast am gebaut. Reiht man bi^e Pfei­ler ein. so ist jede Hoffnung auf SBiebergutmacraing entschwunden. Wenn die Volksabstimmung dazu führt, daß Deutschland die Kphlengebiete ^ber- schlesicnS verliert, hat der Vertrag es eines Smite» beraubt, von dem nicht weniger als ein Srittd seiner .gesamten Kohlen Produktion gekommen ist." Für dies n Fall zeichnet er folgendes Bild: .Deutschland türmte die Kohlenförderung des JBer- saillssr Vertrages nur entee Aufgabe des größten und bedeuten sten De ls seiner Industrien und unter Rückkehr zum Zustande eines acEcrbautreilenben Landes erfüllen. In diesem Falle aber könnt«:

"ele Millionen seiner Bevölkerung

Bus dem besetzten Gebiet.

Fremdherrschaft.

Koblenz, 25. Ter Wolff.) Die Intern alliierte Rheinlandkommiffion erliefe eine Verordnung, wonach jeder Verein, helfen Zweck oder Tätigkeit nach ihrer An ich: die Sicher­heit der Besatzungsarmeen gefährdet, aufgelöst werden tarai. Allen Bevernen lohne Rücksicht auf bas Alter ihrer Mitglieder, und allen Unter ichtS- an stallen ist verboten, sich mit militärischen Dingen zu bcfchä ti'gen, ihre Mitglieder ober schlier im Waffenyondwerk uub dergleichen aus-ubiiden ober mit irgendeiner Militärbehörde in V-rbindung tu stehen. Zuwider Handlungen werben mit eiter Ge- iängnidftraie bis zu einem Jahre oder mit einer Gelostraie bis zu 10 000 Mk. bedroht. Ferner erließ die Kommission zur Vorbereitung einer im Falle der Erk ä ung deS Belagerung.zussantes etwa erforderlich werdenden Requisition eine Ver­ordnung, durch die eint Bestandsaufnahme und Gruppenemteilung angeordnet wird, die sich auf Transportmittel, auf Fabriken, öf eitliche und private Unternehmungen, die zur Hn: ssessung oder Ausbesserung des militärischen Materials ver­wendet werden können, ferner auf das zum Betrieb- dei etwa mit Beschlag zu belegenden Gegenständ' nötige Personal erstreckt..

weder A rbeit noch Nahrung erreichen."!

Gibt cs einen von uns, die die Sache -doch am allevnächsteti angeht, der nicht weist, dast die I oberfchlesische Frage für uns eine Frage um Tod oder Leben ist? Darf es noch einen Deutschen geben, der die furchtbare Bebe.ctiotg ber ober» schlesischen Fragte tut Zufammenhcmgc mit dem Clemenceau'schen Wort nicht erfasst bat?

Oberschlesien ist das an Boten chitzen reichst.' Land Europas. Bon den Steinkohlen Vorräten in Deutschland entfallen 52,37 Proz. auf Oberschie­sten. Tie Steinkohlen föckcrung im Fricdat bat die des großen russischen Reiches um das Doppelte übertroffen; sie betrug genau so viel, Ivie ganz Frankreich förderte. Kein Land Europas erzeugt so viel Zinkerz wie Oberschlesien. lieber 80 Proz. des gesamten deutschen Bcdars deckt Lberschlesien. Ebenso liegen die Verhältnisse in der Erzeugung ber Nebenprodukte uno ber Bleierrförberung. Von diesem so bedeutsamen McMll «ufällt die Er­zeugung von 36 Prrtz. auf Oberschlesien.

Wir erfahren es jetzt inr Winter am eigenen Leibe recht eindringlich, wie bitter es ist, wenn Wir nur ein Teilchen unserer Wohnung unb noch dazu recht mangelhaft Heizen rönnen. Wir sehen in den Großstädten die Arbeitslosigkeit sich ftrigein, wecken vielleicht selbst davon fretwssen, leiden Ent­behrung, 9lot. Wir sehen früher blühende Fndu- stneznx-ige versclpmnden, Fabriken erwgehen, Unter» neljmungen, die vielen Tausenden Brot und Nah­rung gegeben haben, fallen. Alles daS, weil wir nicht mrfyr die oberschlesischeii .Whlen in dem Maße erhalten, wie früher. Welches Bild aber würde sich noch zeigen, wenn wir dieses Land ver­lieren sollten! Mehr als 20 Millionen Deutsche Nären dann wirklich zu viel auf der Welt.

So ist die oberschlesische Frage eine Frage des Lebens ober Sterbens für Deutschland, aber auch für jeden einzelnen Deutschen. Unb fnevaus ergibt sich die zwingende Naturnotwendigkeit, uns für dieses Land einzusetzen mit allen Kräften, die wir haben. Oberschlesien muß deutsch bleiben, sollen Wir nicht eines elenden TodeS um frommen.

Obcrschlesien gehört von Natur auS und aus ber gesckid ttlid-en Eiwvicklung heraus z-u Deutsch­land. Tie Ureinwohner des Landes waren Deutsche vom Stamme der Silinge, von denen Schlesien auch seinen Namen erhallen hat. Zur Zeit der Völkerwanderung verließen sie dos Land; Slawin drängten von Osten nach. 999 eroberte ber Polen­könig Boleslans Chrobry Schlesien, aber schon 1163 zwang Kaiser Barbarossa bte Polen, Schle­sien wieder hercaiSzugeben. Am Hose des deutschen Kaisers Barbarvifa lebte ein aus Polen entflohener Herzog Wlabislwv aus bem Geschlechte ber Piasten, dessen Kinder deutsch erzogen wurden und deutsche Frauen heirateten. Barbarossa schenkte diesen deut­schen Piasten Schlesien. Sie rieten nun deutsche Siedler in das Land, das brach unb öde lag. Die Sickler kamen in großen Massen und gewannen durch härteste, ausdauernde Arbeit bas Land der deutschen Kultur. 1202 fiel auch der letzte Rest polnischer Oberhoheit fort. 1335 hat dann noch­mals in aller Form ber polnische König Kasimir ber Große ausdrücklich auf alle Ansprüche auf Schlesien verzichtet. Dann tarn Schlesien an das deutsche Haus der Habsburger, 1742 fiel es an Preußen. Deutsch also ist die Vorgeschickste, des Landes, deutsch seine Entwicklung, deutsch seine Kultur, deutsch seine Bewohnerschaft. Tas ist daS nationale Interesse, das der Deutsche an Ober» schlcsien hat. So ist Oberschlesien eine Rassen-, eine nationale Frage So ergibt sich bie Bflicht bes Deutschen, für Oberschlesien mit al en ihm zur Ver­fügung stehenden Mitteln einzutoetcn, ans For­derungen des Rechts unb ber Sitte. Ihr brausten würbet ein Verbrechen begehen an der beutldjm Volksgemeinschaft und an ber deutschen Kultur, wenn ihr euch Oberschlesien entreißen ließet. Ein Verbrechen an den Deutschen unb deutschnchlen- ben Oberschlesiern polnisclier Zunge, an einer tast iabrtoufcnb alten, aufbauenben, gewerblichen Ar­beit. Ein Verbrechen an Der Einheit des Reiches, an Der Ehre unseres Namens. Tie Well hat hoch aufgehorcht bei oem Bekenntnis zum Teulschtum in Flensburg, in Ost- uno Westpreußen. Sie muß auf sch recken über die Größe von -O»eNinllig- keit und Treue, über die erhabene Kraft und Wücke, die ein geschmähtes, verratenes und ge­knechtetes Volk noch auijubringen vermag, wenn es crilären wick: Was deutsch war, wick deutsch bleiben.

Oberschlesien gehört zu Deutichlaick! Nicht mit bem Schwerte ist eS für Deut^chSanb erobert worben, sondern durch die unermüdliche Kultur» arbeit zahlreicher Generationen! Und stehl au! Oberschlesien das gleich: Recht zu, wie der weißen Bevölkerung Der Bereinigten Staaten auf ihr Land. Deutsche madjren Das unbewohnte Land urbar, besiedelten es. i^utsch.' Sitten, deut che SiUitur führten sie ein. Die Industrie, wohl die l)öd)ucntroicfelte des Erdballs, bte tabelloim, niUitcr halten Landstraßen, bas weitverzweigte Eisenbahnnetz, die Schulen, die hohe Blüte, der Städte, die Pflege der Wälder unb Fluren, kurz, alles, waS bem Blick des Auges begegnet, predigt das hohe Lick deuticher Arveitsfreubigkeit, deut- scher Intelligenz und deutscher Organi ations- fraft. Drei Dinge, die die Welt wohl zu schätzen verstand vor dem Kriege; die man uns neidete, deren Nutzen man aber nicht missen wollte, auch leyc nicht missen will. Der Wiederaufbau, um ben jetzt so viel geredet wick, kann ater, bas hat man emgefefam, nicht ohne Deutschland in bte Wege gelest« werten. Der Wieder au, bau Deut, ch» lands wiederum ist nicht möglich ohne Ober» schiessen. Und so wird d.e obcr^nicte drrage jum Schlüsselpmikc der Frage des W ederawbaus Europas, so wick sie eine europäischeFrage, eine Weltfrage. .

Wie immer auch bte Verteilung zwt'chen ben einzelnen Völkern ausiassen mag, erste Borbedin- guitg eines Neuausbaues «uB int mögluc»t rett»

Der Ausbau -es forstlichen yochfchul- unterrichis an der canderumoerfität

Sieben.

Vom Ministerium ber Finanzen, Abtei­lung für Forst- und Kameralveriixilnntg und Larckesanr! für das Bildungswesen erhalten wir folgende Erklärung:

Darinstadt, den 19. Dez. 1920.

Sie haben in Nr. 297 Ihres Blattes, vom 17. Dezember 1920, einer kritischen Be­trachtung zu vorangehenden Ausführungen Professor Borgmanns über den Ausbau des forstlichen Hoci)fchulunterrichts an der Lan­des-Universität Gießen Aufnahme gewährt.

Um ben zur Prüfung aufgerufenen hefsi- fd)<m Steuerzahler soweit angängig, zu unterrichten, wollen wir nur in aller Mirze erklären, daß der hessischen Regierung bie unsicheren Faktoren tn dem Ausbauplane sehr wohl bekannt suck, daß sie nur Schritt vor Sckhntt, unter voller Rücksichtnahme auf das steuerlich Mögliche vorgel)en und für den Plan das Wohlwollen und die Unterstützung der deutschen Forstverwaltungen ebenso wie die materielle Beihilfe der beteiligten Kreise vorher zu sichern versuchen wird. Nur im Zu­sammenwirken aller Beteiligten ist die Durch­führung des von Professor Dr. Borgmann entworfenen Planes denkbar; wir bedauern, daß diesem Plane in Jhrein Blatte entgegen» gerieten werden konnte. Wie die Dinge liegen, i;i das verständnisvolle Zusammenwirken, zu hem Herr Borgmann aufruft, unentbehrlich, um Gießen ber historischen Entwickelung und der außerordentlich günstigen Lage des Ortes entsprechend seine hochangesehene, sorstwissenschaftliche Fakultät zu erhalten. Ministerium der Finanzen, Abteilung für

Forst- und Kameralverwaltung.

Dr. Weber.

Landesamt für das Bildungswesen. Dr. Strecker.

Oberschlesien Metten zusammen.

Die voischasterfonserenz und die Enlwaffnunqssrage.

Paris, 27. Dez. (WTB.) Tie Botschaf­ter-Konferenz hat sich heute mit ben Noten ber deutschen Regelung vom 9. und 22. Dezember befaßt, die sich auf bie Entwaffnung ber Ein­wohnerwehren beziehen. Marschall Foch, General Wev^ovb und General Nollci wohnten ber Simmg bei Wie derTemps" mitteilt, einigte man sich na di kurzer Beratung cxrfrin, baß die Entscheidung dieser Frage cmg^sschts ihrer Widrig­keit den alliierten Regierungen über­lassen werden müsse. Gl«ch4<i'ia hat bie Bot- schastcrkonfevenz den alliier len Mi iläraussäuß in Versailles ersucht, ihm schleunigst Beicht über ben gegenwär:igen Stcmo ber militärischen, maritimen unb Luftfahrbeslrmmungert des Frtebensverträges zur Weitergabe an bie Regierungen ber Entente zu erstatten.

Zrantteich und Deurschiond.

Paris, 24. Dez. (Wolff.) Ministerprä­sident Leygues sagte gestern in der Kam­mer, Deutschland habe Hintergedanken unb es führe die Vertragsbestimmungen nicht loyal aus; niemand leugne das, abertrotz- dem erfülle Deutschland den Ver­trag. Der Ministerpräsident bewies das. durch eine Statistik über die zerstörten und ab­gelieferten Waffen. Deutschland müsse sich spä­ter alle Nachforschungen des Völkerbundes ge­fallen lassen, das habe Tardieu mit Recht be­tont. Frankreich müsse stark genug sein, um die Ausführung des Fciedensvertrages, wenn nötig, zu erzwingen, und um jeden Angriffs- Versuch niederzuschlagen. Frankreich müsse die Brückenköpfe am Rh^in in 15 Jahren auf ge­ben, aber nur, wenn ber Vertrag von Versail­les erfüllt sei.

Hier ruft Andr6 Tardieu dazwischen, daß, da der französisch-englische Schutzverlrag auf Grund des letzten Absatzes des Art. 429 nicht habe in Kraft treten können, die B e- setzungdeslinkenRhcinufersnicht zeitlich begrenzt sei. (Lebhafter Beifall auf allen Banken.) Leygue s sagte nach Mel­dung der Havasagentur:Sie sehen, welche Mittel wir zur Verfügung haben!", nachdem Echo de Paris" aber:Ich danke Herrn Tar- bteu für diese Aufklärung, bie die Aussprache noch llarec macht." Schließlich sprach der Mi­nisterpräsident von der moralischen und gei­stigen Stärke Frankre.chs, lehnte aber den be­antragten Mauecanschlag seiner Rede ab.

Andr6 Lefövre, unterstützt vom Un­terstaatssekretär für Luftschisfahrt, Flan- b i n, fprach von der umfangreichen Herstel­lung von Flugzeugen in Deutschland und Oesterreich unb hielt seine übrigen Bedenken aufrecht.

Paris, 27. Tu. fS3olrf.) Der Berichterstat­ter des Kammerausschusses für auswärtig? Ange­legenheiten, Abg. Toniclou, schreibt im Eclair" aus Anlaß oct Erklärung Tat bieus in der Kammersirung vom letzten Freitag, nach der es keine Begvenzimg Der Besatzungsdauer auf Der linken Rheinseite geben büre:

Es ist Die P.licht ter rranzösischen Regierung, bie alliierten und assoziierten Signatarmächte des Versailler Bertvageä Davon in Kenntnis zu setzen, baß die versprochenen Garantien gegen einen nicht herauSge»otder:en Angriff Teutschlanbs nicht genügen Wir vertrauen zu sehr auf Oie Loyalität des britischen unb amerikanischen Volkes, um auch nur einen Augenblick zu glauben, daß sie sich nicht mit uns in dem Verlangen an die Signatarmächte d«s SBcriflilki yitanuneniinboi werden.

gionäre eröffneten aber von sich au3 bad Feuer ans Mafchinengewel)ren unb Ge­schützen, wodurch ein Scarabinien getötet ein Soldat verletzt wurde. Daraufhin

Öffnung des 8. allrufjiidrn Kongresses ber Ar-- teiterrätc sprach sich Kalinin wi ifiner Ctröff-» mmgeansprach? fiter bie internationale- L a g^c SowjetrußlandS aus, die :ich durch! bie Siege so teferte, baß die westeuropäischen 9k» gietungen mit Rußland Bczsschu igeu anw nüMerc ludjten. Die innere Lage eu-.gt.- sich ebenfalls Im März zeigten die Bauern ber Sowietregierung: gegenüber noch ein genvsses Mißtrauen, im Augustl äunciten sie jeboch ben festen Wunsch, für Soro.et-» rußlanb zu fämpfen. Lor ber Soroietrrgierungi flänteii gewaltige Au'gaten. Die Wirtichufk deS- Landes müsse geregelt w-rdcn, g'eich«eit:g müßtar bie Interessen ber tteinen Baueinw.rt chafl ge» wahrt wecken, wie schiver auch bie Ausgaben bcS Kongresses 'ein mögen. Die Sowjetrcgiei-irng Ixibr die Gewißheit, baß sie siegen werde. Der gegen»» wattige Zbongreß werbe, so glaute- er, alles tun^ um Sowjctruülanb dem Siege naher zu bringen,.

Auf Börsetag der kommimisä cheu Fraktwnen wurde bas P r an dimm ciatihmmn gewäljlt ES teste ht aus Ma Imin, Lenin, Trotzki, Sinowjew Ka­menew, Bucharin, Rykow, Serebejako-v, Enukldzi^ Smirnow, Jntomski, Petrowiki, Turalülosf, Meu- berew, Ottshanikidze, Blasd»ewisch, Salin, Kalte kow, ©aib^killen, Tschcrwjaww, Aririakomski, Morosch low, Sapronow, Gussav, Iwanow und Petruschkin. Die letzten beiden Mi glicker sind par­teilos. Der Kongreß beschloß, einen Gruß an bie Rote Armee, an daS französische Proletariat unb an bie SowjetrepuMikcn, bie in unserer Rätefö- deration aufgeten. ab$irfdxcfen.

Lenin erstattete 93erid)t über die inicrroatixH nah Laye SolvjetruhlanbS. Er fühtte u a auS: Wir wiisen alle, ttne die polnischen GutSbesitzes und Kapitalisten unter bem Drangen ber Kapita­listen Westeuropas und bat firny auhtoaicgen. Zur Zeit fand ber Krieg em Ente, unb zwar durch einen Frieden, der für uns votteüHasser ist al* derjenige, welchen wir Polen vor bem ftrirgr an­boten. Ter Borfriede mit Polen ist unter schrieben. Die Politik ber Entente, die darauf ge idüel ist, sich in Krivgsaklionen rinyimifdien, um die Sowjet* macht zu vernähten, leitet immer mehr Schiffbruch Die Zahl der Reche, bie mit unS Frteteu fdMoffm, wartet an bauernd Man tarn sagen, daß der mix gültige I-riede mit Polen in ber Härteten Zeü bo* stimmt abgeschlossen werden wirb. Unsere weiligen Nieterlagen int Kriege mit Polen rührtet- bavon her, baß wir gezwungen waren, gegen Wrangel zu lämpsen, ber von Frankreich cux erkannt wurde und von den Westregierungen nn* etbörte Unterstützungen erhielt Wir wissen alle, welchen außerordentlichen Heldenmut u istre Role Armee bewies, als sie Wränget bat entfdntenben Schlag beibrachte. Ter uns von den Weiftgackte sten und Imperialisten aufgryvungene Krieg tflj nimmehr erledigt. Air können und setzt mit voll an Bewußtsein an bas Werk des wirtschattltcheu Aufbaues machen. Wir mfissat jedod) immer aur der Hut fern. Tie Kriegsbereit« cha f k müssen rtnr aus jeden Fall bewahren, um uns vor Ueberfallsmögticteciten zu sichern Wir müssen bu Kriegstficbtig'ctt des Landes hrten Unlerc Fne- denÄereüsdZast legte man früher als Schwäche auÄ.

Fiume.

Rom, 27. Dez. (WTBI Nach dem De» richt deS Generals Eaviglia kreuzten am 24. Dezember Kriegsschiffe vor dem Hafen von Fiume, während die Triippen die Grenze der Regentschaft des Quarnero über* schritten. Die Legionäre zogen sich ohne ernst­haften Widerstand auf die Stadt zurück. Für den Weihnachtstag hatten die Truppen den Befehl, innerhalb der am Vortage einge­nommenen Stellungen zu bleiben. Die Le-

Nr. 305 _____ llO.Iahrgcmg Dienstag, 28. Dezember (920

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SrantfuYi a. N. U68(i vnrck mrö Verla-: Vrßtzi'fche Univ.-S»ch- und 5teindn»Serel R. Lange. 5chriftleitv»4, Geschäftsstelle und ÖrBdcrtt: Schulstratz« 7. sämtlich in Dießen.