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grophen- und Fernspreä^Ä-eimni, verbliebe.. Zerrte Das ReichSfinanzministecium ist auch der Ansicht,! scn

nrorDcn.

des Punktes 2 von Erledigung von Punkt 3 hängig und stellt Vertagung sau trag. Der Antrag wird angenommen.

Beschaffung einer Dampfturbine für M Elektrizitätswerk.

158 000 Einwohner. _

Frankfurt a. M., 27. Jan. (Wolff.) T« vor einigen Tagen wegen Verdach s des Low' Verrats Dccfxif eie Vorfitzende der hiesigen uxiap* lÄngigen sozüldemoLva tischen Partei. Koppe, w

mittag aus der Untersuchungshaft titilflV

Schöne («erg. 3. Dr. Franz Varcentrapp, Mag stratsasfeisor in Breslau. 4. Dr. Anton Hösel Di ettor des Deutschen Beamt.mlmndcs in Berlir Lichterfelde.

schwieriger werde.

Der Punkt wird vertagt.

Der Kredit Knr Fürsorge ffcr KritgsdtulerbLiebene

Bng. Kren zien greift auf das Gutachten des Sachverständigen Pros. Petersen zurück, eine Dampfturbine sei einem Fremdanschluß vorzuzie- hen. Diese Sachlage werde durch die beadsicht^te Erweiterung von Wölfersheim geändert. Eine Be- spvechung unter Hinzuziehimg des Sachverständigen mit dem Direktor der Üeberlandanlagr habe es rat­sam erscheinen lassen, erst mit der Provinz zu ver- 'xinbcln. Er beantrage daher, Punkt 4 von der Tagesordnung abzusetzen.

Stadtv. Ebe! (Dem.) hält die Schädigung Kirch ein längeres Wart« für bedenklicher, a^s den Ankauf einer Turbine w Höhe von 2 /2 MiLrricn Mark. Die Giehe^r Industrie stehe sonst vor dem Zusammenbruch.

Stadtv. Sommer (Dem.) wendet sich eben­falls gegen das plötzliche Umsteuern. Er beantragt, daß Prof. Petersen sein Gutachten mündlich ent­wickle.

Deig. Krenzien erklärt, daß lediglich die Frage des Anschlusses an Wölfersheim geprüft wer­den solle, bevor Pros. Petersen erscheine.

Stadtv. Simon (Dem.) erklärt, daß der An­schluß nach Wölfersheim sich in der Kilometerzahl nunmehr verringern werde.

Die Stadtvv. Mann und Neuenhagen sprechen für Vertagung bis zur weiteren Klärung der Frage.

Stadtv. Sommer (Dem.) ist für schnellsten Entschluß, da die Beschaffung von Maschinen im-

Kreis Büdingen.

# Blofeld, 26. Jan. Bei der heutig-« Verpachtung unserer Feld- und Wald sogt blieb dec b S er.g: Päärter GutÄpächtcr 92cK' Beienheim Leit -ietenber. Der jetzig' Paä^p'^ beträgt 2310 Mk., der bislrerige betrug WMk

Kreis Wetzlar.

= Wetzlar, 27. Jan. Aus den Betrieben der Buderusschen Eisenwerke wurden m den letzten drei Monaten für 150 000 Mark Treib­riemen gestohlen.

ra. Wißmar (St. Wetzlar), 25. Jan. Durch Beschluß des SvarLrssenvorslandes und mit 6*' nelMigung des Kreisausschusses ist hier eine N e > benst elle der Sparkasse des Kreises Wetz' lar errichtet mtb die Verwaltung dieser Nebenstelle dem Förster Lukas übertramn wvrden.

Hessen-Nasan.

mc. Frankfurt a. M., 27. Jan. Nach Auf' Zeichnungen des Statistischeu Amtes Ham die Stadt Frankfurt am 1. Januar 1920 ninr

für erforderlich. Er fei der Ueberzeugung, daß auch das Reich seine Pflicht erfüllen werde. Er bean­tragt Ucberweisung des Antrag Weiß an den Fi­nanzausschuß zur schleunigen Beratung. Stadtv. Weiß (USP.) spricht nochmals für seinen Anirag. Stadtv. Volz (Soz.) stimmt ihm bei. Stadtv. Kiel (USP.) erklärt, daß die Bolkskam- mer bisher noch ebensowenig getan habe, wie das Reich. Stadtv. Sommer (Dem.) spricht für rvvhcrige Prüfung der Unterlagen und gegen Heuen :ai)me von ReiclBlastvn durch die Nvmmu..eu.

Ol<ebürgermeis:er Keller weist darauf hin, daß, es sich bei dieser Fürsorge um eine Ver­pflichtung des Reiches handle und daß nebenbei das Reich dabei sei, die Finanz-Hoheit der Städte zu zerstören. In diesem Falle könne kerne Stadl auf die Dauer die Renten der Kriegsbeschädigten erhöhen. Man otbiibe bereits schon mit . dem 8. Steuerziel, da ba$ 7. erschöpft sei.

Stadtv. Mann (Soz.) weist daraus l,in, daß die Stadt an dem ©tanb der Kriegsanleihe linier 1 Million Verluste er litten habe. Die Summe von 300 000 Mk. müße jedoch bewilligt nxrben, da der letzte KrE bereits um 15 00' Mark ülerschritteu roorden sei. Stadtv. Wo l ß (USP.) hält die Gegenanträge für Beschwichti- gunosanträge. Stadtv. Ebel (Dem.) weist dirs cntscheden zurück. Er wolle nur ordnungs­mäßige Erledigung. Stadtv. Beckmann (USP.) tritt für sofortige Bewilligung ein, da d.c Not dringend sei. St-adtv. Weiß. (USP.) erklärt nochmals die Gegsrvvrschläge als Be- chvichtigungsmanövcr. Stadtv Edel (Dem.) lvcist dies nochmals entscksteden zurück.

Stadtv. Eicher t (Fr. Ver.) stellt den Der­rn ittlungsantrag, vorläufig 100 000 Mk. zu bewilligen und den Antrag auf einen ttx'itcrcn ftrebit von 200 000 Mk. zur dirglichen Beratung dem Fmanzrusschuß zu üerwrien.

Stadtv. Kling (T.-N.) demtragi Schluß der Debatte und Ucberweisung des Antrags Weiß an den Finanzausschuß >

Stadtv. Otter (USP.) berfangt na ment- l i ch e Abstimmung des Antrag Weiß, u m die Gesinnung der Parteien festzu­stellen.

Stadtv. Kraus Müller (D.V.) erklärt, daß er für weitestgehende Bewilligung, aber für ord- uungsmäßig-e Erledigung fei. Es handle sich um prinzipielle und nicht um parteipoli­tische Stellungnahme. Stadtv. Kling (T.- N.) schließt sich den Aussülirungcn des Vorredners an. Siadw. Ebel (Dem.) erklärt nochmals, daß er genau fo wie die Unabhängigen dafür sei, daß die Stadt solange für Äe KrivgslKntcrbliebcncn borge, bis vvm Staat etwas gescheh. Stadtv. Mann (Soz.) spricht für den Antrag Weiß. Stadtv. Fo u rier <USP.) hält den Antrag des Finanzausschusses für völlig ungenügend und spricht für sofortige Bew llrgung des Kredits von 300000 Mk. Stadtv. Weiß (USP.) erklärt, es liege ihm fern, die Angelegen Hit agüatwrisch aus­zubeuten. Stadw. Sommer (Dem.) bean­tragt, den Kredit des Finanzausschusses um die Schulden summe zu erhöhen. Weiter spricht er für den Antrag Eichet.

Oberbürgermeister Keller spricht für den Antrag des Finanzausschusses, da eg sich nur nm eine Formsache txrnMe.

Stadtv. Kraus müller (D.B.) beantragt Unterbrechung der Sitzung zur Beratung des FrnauLrusschusses.

Stadw. Maier (USP.) beantragt, daß der Kredit auch den Unstlllrentnern usw. zugute Homme.

Oberbürgermeister Keller will Erkundigun­gen darüber ein ziehen, ob dies in anderen Städten ebenso gehandhabt werbe.

Ter Anwig W i nn wird bei nament­licher Abstimmung mit 24 gegen 16 Stimmen ab­gelehnt, der Antrag Weiß mit 28 gegm 10 Stimmen angenommen.

Die Gebührensätze zur Friedhoss- und Begräbnisordnung sind seit Kriegs­ausbruch noch nicht erhöht worden. Finanz- und Rechtsausschuß beantragen eine Erhöhung von 20 bzw. 50 Prozent.

Stadtv. Beckmann spricht für freie Boer- dieung.

Der Antrag der Ausschüsse wird angenommen. Erhöhung der Gas-, Strom- und Wasirrpreife

Eine Erhöhung ist durch die weitere Preis­erhöhung der Kohle ersoroerlich Es war geplant, eine Preisstaffellmg vorzunehmen; es wurde aber davon Abstand genommen, da die Durchführung zu schwierig ist. Der Antrag sieA daher eilte gleich­mäßige Erhöhung der Preise vor und zwar:

Bei Gas

LeuMgas von 45 auf 53 Pf., Gewerbogas an 50 Pf., StraßengaS auf 43 Pf.

Koks

Nußkoks aus 8 Mk.. WroWS auf 7 60 Mk., Perlkoks aus 3.20 Mk., Grußkols auf 2.75 Mk.

Strom

Belencksmrgsstrvm von 1.25 auf 1.55 Mk. Straßenbahn auf 60 Pf., Siraßenbeleuchitung au 70 Pf., Klein kraft von 60 auf 90 Pf., £)d&gtoetfe von 50 aus 60 Pf.

Im Uebcrlondgebiet: Beleuchtung 1.35 Mk., ftleüütaft 0.65 Mk.

Wasser

Der Kubikmeter wird von 25 auf 30 Pf. er­höht.

Die Erhöhung der Preise tritt rückwirkend vom 1. Dezember an in Kraft.

Ta in Angliederung an den Weltmarktpreis eine weitere Erhöhung des Kohlenpreises zu er­warten ist, sollen die Direktoren der Werke er­mächtigt werden, die Preise, die aus Grund einer bestimmten Formel verrechnet werden, automatisch

A«s Sta't teilt Land.

Gießen, den 28. Jan. 1920.

Postgeheiw ui», Scheckamt und Ziuanzamt.

Die Pflicht zur Mitteilung ibner Kunde« au das Finanzamt wird bekannt ich von der Reichs­abgabenordnung nicht bloß den Banken, sondern auch den Postscheckämtern auferlegt. Eine prak­tische Bedeutung hat diese Bestimmung des § 189 incht. Die Scheckämter veröffentlichen bekanntlich schon jetzt Verzeichnisse ihrer Kunden, die al o auch von den Fincm-ämtern daraus ohne weiteres er­sehen werden können. Auskunft über die Hölze des Umsatzes oder des Guthabens dürfen die SchrckämLer jedoch nicht erteilen, ß 181 der Reichs­abgabeordnung bestimmt ausdrücklich, daß sür die Post- und Telegraphenbel^örden und deren Be amten es bei der Unver etzlichkeit des Post-, Tele-

Obwolst auch wir mit Ihnen (dem Oberbürger­meister) die Stadtvirordnetenoersammliam in die fer Angelegrnl>eit nicht sür zuständig erachten, so fogxm wir doch Wert daraus, an derselben Stellt uns pegen die Beschuldigimgen zu verwahren, ai der fie zuerst öffentlich ausgesprochen wurden. Wn ersuchen deshalb ganz er gr baust darum, auch die Zurückweisung der genannten Eingabe in öfsent ücher Sitzung zur Verlesung bringen »u lassen.

Die Direktionen ter höheren Schulen: Dr. Denscll. Dr. Bauer. Dr. Schnell. Dr. Roller.

Wahl eint- bcfolbetcn Beigeordnete«.

Oberbürgermeister Keller teilt mit, daß der Ncktestcnrat durch Ptehrheitsbesck^ beschlossen hat, der Stadtverordnetenversammlung zu empfehlen.

1. Mit Rücksicht auf die ausgeschriebene B.'i- «ordnetenslelle den Gehalt des zu WL^eubm wr> firlgt sestzujetzen: Anftmgsgehalt 8000 Mk., stei «end von je 3 zu 3 Jahren um je 1000 Ml. bis 3um Höchstgelx.lt von 11000 Mk.;

2. in die ausgeschriebene Beigcortmetenstckl« auf eine Amtsxiuer von 12 Jahren zu wählei Syrern Stadlamtiiwnn Dr. E. Seid mit bcrMrh- aab«, daß ihm die bisherige pcnsionsjährge Vor^ dienstzeit gewahrt bleibt;

3. die Stelle eines weiteren besolde­ten Bei geordneten zu errieten, mit ixr Maßgabe, daß tue Stellen cims Strdtamlmannes, eines X.'etT3 des Wohnungsamtes ni^cht wiedei besetzt werden und die Di.nstvcrrichtchlg eine. Vor itzenden des Mirt.mig.mgsamles durch einen der bejol eten ^igvorb. ekn ausgeübt w'ide-

4. für den weüerstin zu wäl-lendcn besoldeten Beigeordneben den Gel-alt wie folgt sestrasek.m - Anf-ngsgelMlt 8000 Mk., steigend öon Je 3 T 3 Jaliren um je 1000 Mk. bis zum Höchstschall von 11 000 Mk.;

daß für die Pflicht der Anzeige ihrer Kunde» ein gleicher Vorbehalt nicht in Frage käme. Wie es nns schreibt, würde die Erstreckung des Post­geheimnisses auf die Bekanntgabe der Kundenliste eine fad)Lid) unbegründete Bevorzugung der In­haber von Postfchecklonten vor den Jnhabeim von Bankkonten darstellen.Sollten nicht schwer­wiegende Staats- und Wirlschastsinkeressen ver­letzt und sollte nicht insbesondere die gleichmäßige Behanblung der Steuerpjlicistigen gefährdet wer­den, fo müßte die Anzeigeupslicht lückenlos bei allen Einrichtungen durchgejührt werden."

Veranstaltungen.

Mittwoch: 7Vs U1,t. SbidErche. ©c&enei Konzertveriü. Zum Ge äch ns der Ge^allei.cn- ci t dcutsck)es Requiem (Johtz. Buchms). Lichte spieshäuier wie gestern.

** Die Hufschmiede Heinrich Höretb aus Hammclsbach (Kr. Heppeirh im), Heinr. Schick aus Treis a. d. Lda., Kacl Spieß aus Garbentrich, G.org Obl aus Bad-Nauhim, fjaben die Prüfung im Huiheschlag md) der Verordnung vom 20. März 1905 Mtanbcn und sind d mgemäß berechtigt, den Hufbeschlag innerhalb des Deutschen Rcick)es clbständig auszuüben.

** Bei der nächsten Militärrenten­zahl u n g am 29. erhält jeder Zahlungsempfänger einen Vordruck für die amtliche Bescheinigung, die bet der Abl-ebung des Betrags für März (26. Fe­bruar) außer den Quitrimgcn oorzulegen ist. Am Zahlungstage werden die Militärrenten auch wei­terhin an den der Paketannahme des Postamts 1 gegenüberliegenden Schaltern abgel^ben und zwar von den R-Empsängern rechts, von den H- und P-Empfängcrn links.

** Tas Fest der silbernen Hochzeit feierten gestern die ©Meute Jean Heß und Frau. Eine besondere Ehrung wurde dem Iubri- vaare dadurch zutell, daß der Gesangverein Heiter­keit an der Wohnung mehrere Lreder zum Vortvage brachte.

-* Ausgabe von Braunkohlen an Minderbemittelte. Die Ausgabe der Aw- iveisungen für den Braun kohlen bezug erfolgt für Diejenigen, welche bei dem stLtischen Stenu> burcau Antrag gestellt haben, an den im Anzeigen­teil zu ertfenben Tag^m.

* Eine Pferdevormusterung für Auslieferung an die Entente findet am 2. Februar für die Stadl Gießen mit Schiffenon^ statt. Wir verweisen alle Pftrdebesitzer auf die im heutigen Matte veröffentlichte Bekanntmachmtg des Oberbürgermeisters.

** Z u de m Ankauf gestohlenen Ta­baks in der Neustadt teilen weiter die Firmen Henzerling unb Bi.'Ver mit, daß der AnLruf nicht durch sie erfolgte.

** Der Allgem. Deutsche Frauen­verein und der Politische Fraueuver- ein veranstalten gemeinsam am Freitag tm Hotel Schütz eine öffentliche Frauenversammlung in der Frl. Martha Feder über tenSozia­lismus und seine Entwicklung" sprechen wird. Der Vortrag sollte Donnerstag, den 29. Ja­nuar, stattsirden, tmrr.e aber wegen der öffent­lichen Kundgebung gegen die Auslieferung deut­scher Staatsangehöriger aus Freitag den 30. Ja­nuar verlegt

** Kri egerverein. Freunde und Mit­glieder des Vereins, die in Meßen als Musiker bestens bekannt sind, haben sich dem Verein für kommenden Sonntag zu dem musifalischen Unterhaltungsabend zur Verfügung je* stellt.

** Der Evang. Arbeiterverein per- anstaltete am Sonntag in der Turnhalle unter Leitung von MusiNchrer W. Gernhardt bei ausverkaustem Hause zu Gunsten der Sterbekasse des Vereins einen bunten Abend, der in jeder Hinsicht als wohlgelungen bezeichnet toerben kann. Sowohl die musikalischen Darbie­tung e n, wie auch die mit beiondever Aufmachung gebotenen Gesangsvorträge der Gesangs- abteilung des Vereins wirkten außerordent ich «m- sprechend. Ebenso gefielen die flott ausge:ührttn turnerischen Aufführungen die Zau- bcrvorführunyen, die Deklamationen in sächsischer, rheinischer und oberl^jsiicher Mund art, sowie die humorvollen Lieder zur Laute. Von den übrigen außerordentlich reichlialtigen Darbietungen verdienen die flott gespielte musi­kalische Kochschule, die 4 Tollarprin/ zessinnen mit ihrem Teddy-Bär, die mi­mische Darstellung der beiden Volkslieder3d/ gang i ans Munde" uni)Aeunchen traut" so­wie die Oberhessiichc Spinnslube ganz besondeck Erwähnung. Von den Dekorationen war die Aos» machung zu demNachtgesang" des ^rauenrfpti- Äitm Schluß des Abends besonders wirkungsvoll.

* Lichtspielhaus, Bcklmlofftt. 34. Der neue FilmDie Puppc" ist besonders für Zttwer geeignet, die ihre lebhafte Freude üb$r diese luftige Ge,ä4chte aus einer Spielzeugschaclrtel mit Ossi Oswalda in der Hauptrolle bekunden. Täglich nachmittags von 46 Uhr ist große Kindervor stellung.

Landkreis Gießen.

* Steinba ch, 25. Jan. Durch Deschkch des Ortsvvrstandes ist man eben für die noch zu erwartenden Kriegsgefan^men mit Aufstelluos von Ehrenpforten beschäftigt. Ebenso hat jeder Heimkehrer einen Fichienl<rum vor seltne Wohnung bekommen. Leioer wurde'se Ehrung den biä.xr zurück.ehienden Gejangcuen nicht yv teil.

Sitzung 8-er Sto»tvcror6nctetr.

Gießen, 28. Januar 1920.

Tie Stodtvevordneten-Versammlung l)atte Sestern einen b:.'N Tag, da Bejck4ü.ft Don außer- Drbcntlid)er Trag?vcitc gefaßt tocrden tollten Aeußerlich zeigte sich dies schon an l).'Mgcn und eudgebeljnten Debatten, di» sich nicht immer Dxi von Parteipolitik hielten und der Dauer der Sit­zung, die nach vier Stunden abgebrochen wurde, vbwvA von 23 Punkten erst 12 ihre Erledigung gefunden batten.

Tie dringende Wa hl eincS Beigeord­neten sowie die Schaffung einer zwei- tenBcigeordnetenstelle wurden nach lau­gen Verhandlungen von der Tagesordnung abge- setzl. Ta man fuh auf die Wahl des hiesigen Be­werbers nicht ohne »vviteres einigen Donnie, zeigte cS sich, daß über die auswärtiban Betverbcr noch 'Deine ober mtgenügende Er'kunlägimgcn einge^gcrs waren. Uc'>er die Schafmng einer dritten Beige' ordneten stelle ist man sick) noch nicht ganz klar. Obwohl man sick) der Nviwendtg'keit eines dritten Bei geordneten nicht versckstießen kann, wäre es doch im Interesse der ©tcneryili'.T wünscl-enswert, wenn diese Stelle erspart n>erfcm könnte. Sing doch aus bem Verlaufe der SiMng i^ettwr, daß daS 7. Stenerzi l bereits verbraucht ist und daß man mit der Erhebung eines 8. Zieles rechnen muß.

Auch in dieser Sitzung wurden der Stad! erhebliche Neubelastungen auferlegt. Gegen einen vorläufigen Kreditantrag des Finanzausschusses von 50 000 Vtt. zur Fürsorge Mr Krwgshinter- Hiebmc stellten die Unabhängigen die Forderung eines svsiortigen Kredits v°.m 300 000 Mk. Ob­wohl sich alle bürgerliä>en Parteien entschieden für weitere Kredite aussprachen und die Betvilltgung nur von der ordnungsgemäßen Vorberatung des Finanzausschusses ablÄngig machien, versuchte man ihnen dies als Beschwich'.igungstaktif auszuleqen und der Unabhängige Otter verlangte nameutkuhe Äbstimmrmg des unnbltingigen Antrag-.'s,um die Gesinnung der bürgerliä-en Parteien" festzulcgen. Zur Airnahme gelangte ein Vermittlungsarttrag, der sosvrt 100 000 Mk. Innvilligt und die Be­willigung der weiteren 200000 Mk. der schleunigen Sßurberahmg des Finauzausschusses zuireisü

Einschneidend wir kvn neue Preiserhöh­ungen für Gas, Strom und Wasser, die dazu nur den Anfang einer voraussichtlich von Vlonat zu Monat automatisch sich erhöhenden Preisgestaltung sein toerden. Sollte eine Annähe­rung unserer j^ohlenpreise an den Weltmarktpreis durchgcjührt roerben, wie von verschüdencn Seiten angenöinmen wurde, so hätten nnr für den Winter mit einem ^lslenprers von 6070 Mk. für den Zentner und entsprechenden Prr-ises für Stoorn, Gas usw. zu rechnen. Tas sind trübe Aussichten, denen man inrr die Hoffnung entgegensetzen Batnt, daß aud) VolkÄmrtschaftler sich in der Beurteilung der Zukunft täujchcur tönuau

Stadtv. Sv mmer (Dem.) wende! sich da-l gegen, daß formal zwei Anträge mileinairher quickt worden seien. Es komme daraus an, eine geeignete Mtretung für fbcii tCbcrbürgenneifter zu beschrffen, die ©telk eines dritten Beigeord­neten ibimc einstweilen zurückgestellt iverben.

Stadtv. Mann (Soz.) vertritt die Ansicht, über die Personen her auswärtigen Bewerber müß­ten erst Erttrndigungen cingczogen werden. Einen orckten Mgeordneten lchitt er ab.

Stadtv. Michel (Dem.) stimmt dem Vor­redner bei und verlangt, daß die in Aussicht Ge­glommenen sich persönlich vorstellen. Er stellt ben Antrag, Puntt 2 von der Tagesordnung abzu- setzen.

Stadw. K r a u s m ü l l e r (D. V.) verneint, daß eine Partei die Wahl einer bestimmten Per­sönlichkeit erzwingen wolle, stimmt sonst den vor­herigen Aussühnuigen zu.

Stadtv. M a n n (Soz.) ist der Ansicht, daß das Wohnungsamt nur in enger Fühlung mit der Stadtverwaltung arbeiten könne. Er Hobe daher früber die Wahl eines dritten Beigeordneten an­geregt.

Stadtv. Ebel (Dem.) teilt mit, daß dem Beschluß des Aelestcnrats eine ErUschließung sei­ner Fraktion zugrunde liege.

Stadtv. Beckmann (U. S. P.) sorbett Klä­rung der Frage, wieviel Beig.ordnetc geivälstt roer- dcn sollten. Seine Fraktion glaube, daß ein neuer Beigeordneter genüge.

Oberbürgermeister Keller erklärt, ein An­trag des Aeltestenrates liege nicht vor, da er bis­her nicht die Funktion einer Kommission gehabt habe. Es liege lediglich ein Antrag des Stadtv. Michel vor, Punkt 2 von der TagDsorbnang ab- zusetzeu. Gelange dieser Antrag zur Annahme, so sei dies für die Stadt bedauerlich, da die Ge- chäfte nicht mehr bewältigt werden konnten.

Stadtv. Michel (Dem.» hält seinen Ldrtrag aufrecht. Da mischeinand r.e'vn Herrn Dr. Selb ein zweiter Kandidat für bte erste Stelle vorge­schlagen würde, glaulck Sb-dtto. Ursladt (Dem.), man könne heute nur entscheiden, wieviele Bn- geordnete gewählt tverixn fallen, da man die aus­wärtigen Herren nicht persönlich Benne. Eine Wahl könne nur stattsiuden, wenn man Dr. Seid wahKn wolle. Mau könne auch nicht außer diesem Herrn vier Bewerber in die engere Wahl zichm, son­dern höchstens zwei.

Stadtv. Sommer (Dem.) vertritt die Prü- ung der vier Auswärtigen. Er rügt, daß bie Erkimdigungen mckü längst schon vom Aeltcsteurat eingezogen seien.

Oberbürgermeister Keller erklärt, es sei nicht möglich gcw.s u, Erkundigungen einzuzlel.en, Lr- vor die Stadtvevordnetenversammlung Stellung ge­nommen habe.

Stadw. Mann (Soz.) sielst nicht ein, daß durch die Wahl Herrn Dr. Seibs eine Aenderung des Krqfteverhälwistes dntreteu werde, w nn b e Stelle des Stahtomtmanivs ausfalle.

Stadw. Volz (Soz.) spri-ht zur Geschäfts- ockmung.

Die Sttürw. Ebel und KranSmüller be­antragen, die «Ätzung eine Viertelstunde zu ver­tagen.

Der Antrag wird genehmigt.

Nach der Pause beantragt Stadw. Kraus- müllcr, daß über die beiden Herren, Dr. Sührl mtb Dr. Dünger, nähere Erkundigungen einge­zogen werden.

Der Antrag Michel, Punkt 2 der Tagesord­nung abzufttzen, wird einstimmig angenommen

Zum Vorschlag Krausmü^ler beantragen Ebel und Som mer im Namen der demokratischen Fraktion über alle vorgeschlagen en Bewerber Er- wndigungrn einzuziehen.

Der Dvrschlag der denwkvatifchen Fraktion wird angenommen.

Stadtv. Michel (Dem.) schlägt vor, daß die Art der Erkundigung vom Acl^steürat beschlossen werde.

Stadw. Sommer (Dem.) macht praktische Vorschläge.

Stadw. Urstadt (Dem.) verlangt zuerst ein amtliches Gesundheitszeugnis und Festste limg des Grundes, warum der Bewerber den Wechsel vor­nehmen will.

Lchoffnuq einer weiteren Beigeordnetenstekle.

Stadw. Ebel (Dem.) macht die Erledigung

erhöhen.

(Schluß folgt.)

soll nach Antrag des Finanzausschusses ton 25000 auf 50 000 Mk. erhöht werden.

(Stadtv. Weiß (USP.) bedauert die geringe Höhe des Kredits, die nicht hinr.iche, der Not zu steuern. Er beanttagt 300000 Mt. zu bewilli-reu. 'T ÄJr Stadtv. Beckmann (USP) tritt für den An-

'3i r®1 Itra0 Wriß ein S adtv Krausmüller (DB.)

rj I crT(ätt ebenfalls, daß mehr für die Kriegswaisen

2. ,Dr. Otw -ömign, Maglitrats^.s^es or tu Berlin-! g.-säTehen müsse. Der Finanzaus'chuß fei ansdiück- I Uch auf seinen Vorschlag h n dabei, die Unterlagen I lär weitere Kredite zu beschafien. Stadtv. Ebel I lDemO tritt ebenfalls für wertere Vewilliaungeni cin' halt aber vorerst die Aufstellung eines Planes

Beginn der Sitzung 4 Uhr.

Anwesend sind Oberbürgermeister Keller, die Beigeordneten Krenzien, Klingfpor, Rosenberg, sowie mit Ausnahme der Herren Diehl, Faber, Gmelin, SBinn 42 Stadt verordnete.

Zu Urkundspersonen werden gewählt Fvm Kramer und Frau Lorenz.

Oberbürgermeister Keller eröffnet die Sit­zung und unterbreitet den Vorschlag, dem bisheri gen Ae l te stenra t. bestehend aus den Herren Beckmann, Krausmüller, Mmm, Schmahl, Ebel, die Funktion eines Vorschlagsausfchus- ses zu erteilen. >.

Der Vorschlag wird einstimmig angenommen.

Hierauf bringt der Oberbürgermeister den Dank der st ä d t. Beamten für die Neu regclung der Gehälter zur Verlesung und ein Schreiben der Direktoren der hresrgen Schulen folgenden Wonlautes:

Die israelitische Religionsgemeinde und dir tsraelitische Religionsgesellschaft haben nach dem Gießener Anzeiger in einer Ängabe an bie Stadt­verordnetenversammlung schwerwiegende Vorwürfe ftegcn die lfirsigen höheven Schulen erhoben.

Wir weisen diesen Angriff sowie den Versuch einer Belehrung über die Pflichten und Aufgaben der Schulen mit aller Entschiedenheit zurück und crnxmen von der israelitiichcn Religionsgemem-e und der israelitischen Religionsgesellichaft, daß fi: die Beweise sür die Anschuldigungen erbringen, dir fie gegen Leiber und Lehrer, insbesondere auch gegen die Religionslehrer der höheren Schulen ge-