Zweites Blatt
Nr. 74
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefien)
Zahlungen aber stark gastieren, und zwar waren beiden Ende, wie gesagt, um 110 Millionen Mark höher I genden
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Vereine
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kirchliche Nachrichten.
Evangcliscke Gemciiwe.
Palmsonntag, Bub- und Bettag, 28. März. StMkirck-e. 9y2: Pros. D. Schrrn; 11: Kinderk. Psr. Mahr; 6: Psr. Becker. — Iw- Hannes lirche. 9y2: Pfr. BechÄrlsheimer; 11: Mindert. Plarrass. Dr. Brngel: 6: Pfr. Ausfild. freier d hl. Abendm. — Konsirmandlenja.il (Vie« bigür. 56). 2: Taubstum ni mgottcsdrenst u. Feier d. hl. Abeninn., Pfr. BechtvlÄ>eiiner. — Sonntag, 28. März. Buß- u. Bettäg. Bonn. 10: $tird)bcrg. Nach mitt. 1*A?: Kirchberg. Kollekte. — Wies eck, 28. März. s/410: Houptgot tesdi-enst. 11: KXnder- gottesdienst. 7: Abendgottesdienst.
Mittwoch, 31. März. Stadtkirche. 8: Kirchen lvnzert d. Organisten Schink u. d. Altistm Frl. Malchin.
Gründonnerstag, 1. April. Stadt firche. 6: Psr. Becker, Feier d. hl. Wendm. — Johann.'S-
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Vereine und Veranstaltungen.
* Annerod, 26. Mär^. Bergangenen Sonntag sand die Begrüßungsfeier unserer 9 heimge- kehrten Kriegsgesangenen statt, die verschönt luurbe durch (Gesangsvertrüge des Gesangvereins Heiterkeit, der beiden Schulklassen und des hiesigen Turnvereins. Es mürben wertvolle Gesckrenke von der Gemeinde Imb den Vereinen den Äeimgekehrlen überreicht
* Daubringen, 25. März. Ter Be- grüßurtgsabend für unsere heimgekehrten Kriegsgefangenen findet am Svmrtag, 29. März, abends um 8 Uhr im Saale von Emil Schäfer statt. Die
Gericht^saal.
Wegen falscher AfisckjtuLoiqunq freigesprochen. sjMarburg, 26 März. Em frMrer junger BäÜnd.r»cnsteter aus Frankenberg hatte im April v. I. dem A.- u. S.-Rat in Äiorlnrrg mitgeteilt, der Bürgermeister von F-raukenberg habe sich Deeresgut angeeignet. Tie Folge war schließlich eine Anklag' wegen falscher Anschuldigung gegen den rnzwisttien vvn Franvenberg verzogenen jungen Mann, die heute tvr dem hiesigen Landgericht verhandelt wurde. Ter Angeklagte gab zu seiner Verteidigung an, es seien zwei Kosten an den Bürgermeister, der in Rußland als Offizier ge- ftmtbcu, in Frankenberg angenommen und infolge der Beschädigung der einen Kiste habe er feststellen föitncn, daß der Inhalt aus ^tleidungsstücken und Lebensmitteln, die anscheinend Heeresgut gewesen, bestanden hätte. Bon der Gegenseite wurde dies ganz entschieden bestritten und der damalige Barsche des Büfgermeisters bestätigte auch, daß die Kisten, ine er verpackt und obgefdütft, nur rechtsmäßiges Eigentum seines Herrn enthalten hätten. Tas Gericht sprach den Llngeklagten frei, weil nicht widerlegt werden tbnnte, daß dieser wider besseres Wissen gcchandelt hatte.
SS«!
An» Stadt und Land.
Gies,en, den 27. März 1920.
SriegSbeihilfe der Offiziere und Beamten.
Durch Rundschreiben des Herrn Reichs- minislers der Finan-,.n ist auch die lausende KriegSbeihilfe der Offiziere und B.amten der Heeresverwaltung im Ruhestande und b r Hinter Siebenen im Rahmen der bereits bisher gültigen Grundsätze erhöht worden, d. h. die Erhöhung beträgt 50—100 Prvz. besjenirfcn Satzes, den die aktiven Offiziere und Beamten durch die Erhöhung um 150 Pro;, jetzt erhalten. Die Erhöhung bezieht sich jedoch nicht auf die Kmderzchage.
^ief. N.-ubcwllligung erchlgt — und zwar auch stnslchtiick' des Prozentsatzes —'ganz unabhängig oon der bisl-er schon gewährten Beihilfe: letztere oird durch die Nenbewllligung nicht berührt. Die iSrhöhung wird vorläufig bis auf weiteres ge- Mt. Wer eine Kriegsbeihilfe schon erhält oder beantragt hat, braucht sein (Vesuch nicht zu wieder- bolen, auch nicht, wenn es früher abgelehnt worben war Tt-mier ist die bisherige Bestimmung, daß -riegsbeihil'ell bei einem ruhegehaltsfähigen ' Dienste in ko mmm ohne Wohnungsgeld) von mehr ils 13 000 Mk. nickst gewährt werden dürfen, »m 1. Januar 1920 ab in Fortfall kommen. Ls kann also vom 1. Jmruar 1920 ab eine .ausende Kriegsbeihllfe unter den bisherigen Bedingungen gewährt werden. Die Bewältigung ist mir aus Antrag zulässig. Anträge sind zu richten m das .^-resabwicklnngsomt Preußen, Abwick- '.llngsabteilung des Ver>'vrgungs-Tepartements — 'Zerlin SW 48, Verl. Dedemannstr. 7/10.
Durch die Erhöhung und den Fortfall der chstenzr von 13000 Mk. ist der Kreis der An- | Iragsberechtigten wieder erheblich erweitert worden, so daß die Erledigung der Neuanträge und hie Nachprüfung der bisherigen Anweisimgen und mich der Ablehnungen sehr viel Arbeit ver- , »rsacht, die mit dem zur Zeit vorhandenen Per- fimal nicht sofort bewältigt werden kann. Es läßt fick daher nicht vermeiden, daß die Erledigung I sich da ober dort verzögern wird.
Bemerkt wird noch, daß die Bestimmungen teer die Gewährung der Kriegsbeihilsen nicht allein für die pensionierten Offiziere und Beamten der Heeresverwaltung gelten, sondern daß diese vom Reichsminister der Finanzen herausgegebenen Bestimmungen maßgebend find für alle Reichsbeamten im Ruhestande und die Hinterbliebenen.
für Mas »nl
Ur^ämien! ISbelgesLaiie^', WM nb Teforatioif
MWwmle VöllSMI
Ortsgruppe Gießen.
Mitglieder, Parteifteunde!
Die Stürme des inneren Kampfes toben weiter! Der Bolschewismus erhebt sein blutiges Haupt und sucht die öffentliche Gewalt an sich zu reißen! Dem Bürgertum und der gesamten BolkswirtschaftdrohtvölligeVernichtung! Denkt an die Zustände in Rußland und Ungarn! Schon ist unsere Jugend vorangeeilt, um den Fluten des Bolschewismus zu wehren. Folgt ihrem Beispiel und tretet ein in die AMip-snÄ« Wir fordern alle, die mit der Waffe ausgebildet aber unseren bisherigen Werberufen noch nicht gefolgt sind, an dieser Stelle erneut auf, dies unverzüglich nachzuholen und sich sogleich bei den vorgesehenen Werbestellen — Rene Kaserne, Zeughauskaserne, Universität, BahnhofS- tommandantnr — zu melden.
We BM- W-SWW durchlocht, lackiert, Größe «1cm Quadrat, empfiehl! Ludwig Kemmer Alsfeld.
.. ed. Eschenr0d, 26. März. Nachdem unsere fünf Gefangenen glücklich in ihr .veimattorf zurück- geTebn find, wurde im Schuu'aal ein Begrü- Vungsabend veranstaltet. Pfarrer Stumpf und Mehrer Würz hiclien Ansprachen, brti Konfirmandinnen trugen Gedichte vor, und die Schüler fangen zn>ci Heima lieber. — Piarrer Stumps begründete einen Kircheng es angverein, der sich neben der Pflege des geistliche Liebes und Elpralgesangs besondere des iMMiebc-j anzu- nebmen gebnrft, um durch Singen guter Volkslieder der Ausbreitung der Gasten hau er enchegen- zuarbeiten. Tie tvn Pfarrer Stumpf einstimmig acsetzaen „Stramftubcnlieber" werden mit großer Begeisterung gesungen
tt. Treis a. L., 25. März. Einen gut besuchten Famllien<chmd hielt der hiesige Zwcigverem des Ev. Bmtdes gestern abend ab, loobci der Generalsekretär, Pfarrer Lxurpt-Tarmstadl, einen Vortrag über „Religion und Naturwissenschaft" hielt.
Zreiwillige Versteigerung.
Wegen Verkleinerung der Landwirtschaft versteigere ich Mittwoch den 31. März d. I. nach" mittaas 2 11 br in meiner -frohrette Wetzlarer Weg 80 nachfolgende Gegenstände:
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** Starke Abhebungen bei den deutschen Sparkassen. Em neues Zeichen Für den Beginn der Kapitalnot ist die Tatsache, oafc zum erstell Male in der Geschichte der deut- sheit Sparkassen der RZonat Janimr, der ben Sparkassen gewöhnlich die grösste Zunahme der Spareinlagen brachte, einen Abfluß von 110 Millionen Mark ausweist, während nach der Kellfchrift „Die Sparkasse" in den beiden Bor- pohren 1919 und 1918 der gleiche Monat noch Zunahmen von je 1250 Millionen Mark (ohne Mfchreibung der auf die Kriegsanleihen gezeichneten Beträge) gebracht hatte. Die Einzahlungen sind nicht wesmtlich zurückgegangen, die Rück-
wird wie neu mit
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__________OM77__________
Wilhelm Schermuly in Wetzlar
Alles Nähere in seinen Prospekten bet der Buchhandlung Karl Guter, Marktplatz 18.
Bnmeldnngeu bis zum 15. Avril 1920.
als bie. 3 Milliarden Mark b trögtnbcn Neuein zal>lungen. Die Rückzahlung n sind im weftntlick?ett durch den fteigenben Kapitalbedarf von xxmbcl und Industrie, zum kleineren Teil wohl durch Steuerflucht hervorgerufen. Ein Test ist aber auck der Spielwut zum Opfer geiallcn
Landkreis Gießen.
ga. Grünberg, 25. März. Ein Siegener 'Schleichhändler namens Prag wurde am Bahrchof Queckborn von der G-eirdarmerie abgefaßt, als er 50 Pfund Mehl fortschaffen wollte. Tas Mehl wurde bcschlagnichmt, ebenso weitere 50 Pfd., die Prag schon auf der Post in Grün berg zur Beförderung ausgegeben Ixiiie.
x Wieseck, 25 März. Nach vorh-rgeh.-nben Ber'handlungen des Borseandes nahm eine 5)örer- vet fammlung der Volkshochschule ben von Pfarrer Sattler gegebenen Ta resberickn lind Kassenbericht entgegen. Zur Btezahlung des L i ch c- büderappa rotes sind etwa 500 Mark mr- sügbar, für den Rest wurden u. a. von verschiedenen Hörern unverzinsliche Tarlehen von 50 und 100 Mark in Aussicht gestellt. Zu schon gewährten Spenden werden weitere ertpift und erbeten. Bc- svaochen und angenommen wurden einige Leitsätze über Wesen und Ziel der Volkslochi'chule Arbeit unb ihre Vervielfältigung beschlossen. Statuten sollen erst zu Beginn des nächsten Semesters geschaffen iverden. Bis dahin soll der derzeitige Vorstand und erweiterte Vorstand fort bestehen. Begründet wurde ein Bo l ks ho ch s ch u l ve r e i n, dem alle Hörer des ersten Semesters ohne weiteren Beitrag angehören und dem sich neue Glieder mit einem Mindestbeitrag von 2 Mark anschließen sollen. Tieier wird bei etwaigem Eintrag in die Dörerliste des nächsten Semesters in Anrechmmg gebrackst.
Hessen-Nassau.
mc. Frankfurt a. M., 25. März. Im Laufe der nächsten Woche sollen auch von Frankfurt aus Versuche mit drahtlosen Telephongesprächen gemacht werden, bie man erproben will, rnlvieweit Gcknrge der Schallüberttu» gimg hinderlich oder fördernd find. Durch den Generalstreik sind aber biÄ^r die benötigten Apparate rwch nicht ein getroffen.
= Ui in gen, 25. März. Der Kreistag des Kreises Usingen sprach dem Landrat v. Bezold, der von dem seines Amtes vorläufig emfetzten Bürgermeister L i ß, m a n n - Ufingen in schärfster Weise angegriffen war, in einer Entschlletznng sinn vollstes Vertrauen zu feiner Amtsführung aus.
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Samstag, 27. März 1920
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Karfreitag, 2. 2lpril. Stodtkirch-. 9V-: Pfi. Mabr, Feier d hl. 'Jibcnbm. 11'«: Kinderk. Psr. Mavr: 6: Pfi. Becker — Zohannesfirch:. 9i,z: Pfi. Bechtvlsl>nmer, Fvier d dl. 2lb'ndm. 11";: Minberhrcbt'. Pfi. Bechrolsbeimer. 6: (Lit- Gottesd.) Psr. Ansseld
Katholische Gemeindc.
Smnstag. 27. März, nack^n. 5 u. alst» |. 8 Uhr: Gelegen!), z. dl. Beichte. — Sonntag, 2b. März, Palmsonntag. t<orni. 6Vs: (Gelogen!), j. W. Bickt.'. 7:8)l. Meffc. 8: Ausletlg d. dl Kommun. 9: Lochamt m. Pr. Vordem .<x>d)ann. Um 87« Uhr Palm- weilxv 11: Hl. Messe m. Pr. 2lbd:>. 8: Fasten- predigt. — Tiens tag abend 6 Uhr ist Fasten- andacht. — Diasvora-Gotlesdienst am 28 März. >Jn Grünberg 9»/», Lirngen IO3/«, Lich 8>/t Uhr.
Briefkasten der Redaktion.
h. M. hier. Sofern nickst befindere vertragliche Bestimmmtgen bestehen, ist cs Sache t-e? vausbe- sitzers, die Erkerscknn be zu versichern. Sic müssen dagegen die im Verkehr erforderliche Sorgfalt wal-t len lassen. Tas von dem Dausbe^itzer gestellte Ver laufen durfte bei den jetzigen Zeiten u. E. nicht unbillig sein.
M. L. 16. Ter 'Gesangverein ist ohne Zweifel berechtigt, den Schrank in das neue Vereinslvlul zu bringen. Vorausgesetzt, daß die Aufden'ahrntty o:t Falstte unentgelllickr erfolgte, kann der Verwahrer nack> S 696 des Bürgerlick»en (^setzbuchs (sofern nicht ebte Zeit für die dlufbewahrung bo stimmt ist/ jederzeit die Rücknahme der hinterlegten Sache (Fahne) verlangen. Ter Hin! ileger wird dmm zur RücknalTme verpflichtet, gerät also, ivenn er die Sackst! nach Ablauf der ihm gesetzten angei messeiten Frist trickst zurücknimmt, nicht nur in Airnahmeverzug, sondern aud) in Leistungsverrug und kann eventuell schadertsersatzpslichlig gemacht werden.
Sie vesle anö Warfamfte IDafcimethohe ist die ^Verwendung des EinweichmittelS „BurnuS^, in Verbindung mit etwas Seife oder Scifenvulver. „BnrnuS" wirkt felbiitntlfl schmutzlösend und greift im Gegensatz au Bleichsoda bie Wasche nicht int ge ringsten an. Wäbrend mit Soda beUnnbehe Wäsche Gefahr läuft, grau zu werben, erscheint Wäsche, bie man in der Burnuslösung einweichte, blütenweiß. Ed ist bekannt, baß „BurnuS" in kaltem, noch besser in lauwarmem Wasser ausgelöst wirb urtb bie Wasche in bieser Lösung ineyrere Stunben, zweckmäßig übet Nacht, weichen soll. Alsbann wirb fie nachgesvült und mit wenig Seife oder Selsenpulver ganz kurz gekocht. Ergebnis: Blütenweiße und tlnbeschäbigte Wäsche bei gleichzeitiger Ersparnis an Arbeit, Feuerung und Seife.
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