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ZwsMngrninddnick u. Verlag: vruhl'sche Univ.-Vuch- u. Stcinöruderei 8.Lange. Zchriftleitung, Seschäftrstelle il Drndcreh Zchnlstr. 7

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mrgeben, wie viel. Wem die Sache Teutschlands

Ludendorff.

kungskreis und die Ausgabm teramerikani- fK, . t

itfien Belatzungstrupp-il in Deutsch- _. Stockholm, 2^Mar;. (Woiff.) Havas. land Tie Resolution v rangt ferner Auskunft I®1 Telegramm aus Malmo besagt, daß Ge- darüber, n»cldv Le'ehisbefugni se dem Marschall neral Ludendorff sich heimlich in Schwer Foch über diese Armee zugestanden seien. Ter I den aushalte.

den aushalte.

Fach über diese Armee zugestanden seien.

Der Aufstand im Ruhrgebiet.

Berlin, 27. März. Wie die Berliner 9915t-

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icen 9?euwahlen wieder hinausgeschoben? Das Däre nicht gut, denn dann würden von neuem

Präsident der Militärkommision, Kahn, erklärte, daß Sekretär Baker voin Krtegsrnmisrerium gegen diese Resolution keine Einwände erhoben habe.

mann von Beerfelde und den £>auptmaim Bülcke, der ein Bruder des berühmten Kftnrpf- ' fliegers ist.

Die kulturelle Atmosphäre, in der wir uns gegenwärtig befinden, ist alles andere als erquicklich. Die Polized- und Ge­richtsberichte wiisen davon ein Lied zu singen. DieFrankfurter Zeitung" brachte an einem dec letz.en Tage eine Berliner Plauderei über den jetzt herrschenden Verkehrs ton. Er sei manchmal erschreckend unerfreulich, um nicht rüde zu sagen. Der Krieg scheine von den Fronten in die Städte, ja selbst in die klein­sten Menschenansammlungen verlegt worden zu sein. Und dann gibt dec Schreiber eine Fülle von Beispie.en zunehmender Verrohung im Verkehrston. Was da von der Reichshaupt- stadt berichtet wird, ist auch anderwärts deut­lich wahrnehmbar. Bei den Wahlen sollte man nicht nur die Parteiprogramme prüfen, son­dern auch die Sprache, den Verkehrston der Propagandisten. Zurück, so muß es da heißen, vonPolitikern", die durch unflätige, unan­ständige Ausdrucksweise die Würde des Volkes verletzen, dessen Interessen sie angeblich wahr­nehmen wollen. Deine hat in seiner Schrift über Börne dashitzige Treiben jener deut­schen Tumultuanten, bic seit der Julirevolu­tion in wilden Schwärmen nach Paris kamen", gegeißelt; er hielt nichts von der Radikalkur der Radikalsten, und seine Kultur­betrachtung erinnert lebhaft an die heutigen Zustände. Sein fTraum von der Flucht der letzten Nymphen ins wildeste Dickicht könnte auch den Bitternissen der heutigen Wirklichkeit entsprungen sein. Nur würden diese Traum­gestalten vor der heutigen Kultur noch tiefer waldeinwärts flüchten...

dem ZVarnpfgebiel bestätigen, daß der Kern der Roten Armee ans Ans. ändern testete Auch deut sche Offiziere haben sich an ihre Spitze gestellt. So nennt derMünsterische Anzeiger" den Haupt-

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Das neue Reichrkabinett.

Berlin, 27. März. LautVoss. Ztg." wird unter dem Vorsitz Hermann Müllers aus den drei Mehcheitsparteien ein Koalitions­ministerium gebildet, in dem die Sozialdemo­kraten 6, die Demokraten 4 und das Zentrum 4 Sitze erhalten sollen. Von den bisherigen Mi­nistern bleiben im Kabinett: Bauer, David, Giesberts, Geßler, Koch und Robert Schmidt.

Berlin, 26. März. (WTB.) Hinsichtlich der neuen Kabinettsbildung ist die Lage noch völlig ungefiärt geblieben. Immerhin wird auch noch in den Abendstunden in den Kreisen der Nationalversammlung daran festgehalten, daß Her­mann Müller Reichskanzler werde. Es wurde eine Ministerliste in Umlauf gesetzt, die Bauer als Reichsarbeitsminister, den Demokraten Haas als Reichswehrminister und Cuno als Reichsfinanz- minifter nennt. Schmidt soll Wirrschaftsminister bleiben, während das Ernährungsministerium mit einem Sozialdemokraten besetzt werden soll. Koch behält das Reichsministerium des Innern. Als Reichsschatzminister wird wiederum der Zentrums­abgeordnete Wirth genannt.

£Iot)b George über vcn Zriebensvertrag.

Amsterdam, 26. Mär^. (Wolst.)Tele- graaf" meldet aus Lonten: Asquith eröffnete gestern im Unterhaus die Debatte über Die all­gemeine Lage in Deutschland. Hinauf be'prach er die türkische Frage. Er erklärte, sft.dem der mo- hammedanisä>en Welt be5.nntgegeben worven ser, daß der Sultan aus Konstantinopel ver­trieben werden solle, sei es aus politischen Gründen, schwierig, dieien Beschluß zu witerrufm. Afqurth belaste sich dann mit der furchtbaren Lage in Oe st erreich, wo die Krankenhäuf-w seit Monaten ohne Atedizin, die Wohnungen ->bn* Brennstoff und die Kinder ohne Schülnverk s'ren. Zum Schluß verwies Asquith aus die Nolwenoig- feit, den vormaligen Feinden, Deutschland inbegriffen, wirtschaftlich auf bte Beine zu helfen, damit sie in dw Lage feien, die angerichbten Kriegssckäd'n zu vergüten.

Elynos (Arbeiterpartei, schloß ich den Drr- legungen Asquiths an. Er erklärte, ixe v.-rktianäre Bewegung in Deutschland habe bewi.'sen, wie ge­fährlich es sei, ein ganzes Volk ohne di: notwendi­gen Lebensbedürfnis e zu lassm.

Lloyd George ging aussuhlich auf olle Punkte ejn. Er sagte, es sei ein Glück, und zwar nicht allein für Deutschland. daß der nronarchistische Putsch mißglückt sei. Tie Verzögerung in der Lösung der türkischen Fraye erkiärte er mit der Tatsache, daß Prä ioent Wilson im v.-rgangenen Sommer darum ersucht habe, mit der Lösung zu waicken, bis er bi? ^lmeritener befragt tr.be. Lloyd George sagte, es sei schwierig, Kvnsantinopel unter interna!iuucke Verwaltung zu stellen Tas Der- sprechen, daß der Sul.an im Beiz der Stadt bleibe, wenn die Eh.istenmvrte aufhör.en, würde einen gresvn Einfluß ausüden. Hi.rauf befaß e sich der Premierminister der Lage in Mittel­europa. Er führte aus, man fyibe Deutschland mehnnals mit Kr?di en g l en. So lu ge a'.er keine Ruy? und Ordnung i.i diesem Laude herrsche, habe das leinen Zweck. Im nxi eren Verlauf seiner R.de setzte , sich . Llovd George ausdrücklich f ü r Fran kreich ein, das diesen Kri g nichl gewollt, aber im BevhäUnis mehr Söhne verloren habe als

melden, wurden ungefähr 2 00 Mann ro­ter Truppen im Lager Dülmen an­gegriffen und zurückgeworsen Tie ro­ten Truppen hatten schwere Verluste. Berichte aus

Annahme von Mnjtigen f. Die toqeviumuiicc Di» zum Nakbmuia.i vorher ohne |fbct<erbin ' licht eit. preis fär l mm höhe hir Ameiaen ü.34mm Brette örtli t) ü5 Vi, auswärts 30 P».; fnr Reklame- Anzeigen von 70 mm Vreiie v« Pf. Pei Play- vorict'ri'>20" A i>|rt)lag. Hauotjchn Heuer: Aug. (tioetv Bei antwortlich fui Polit k: Aua. Wem; für den übriaeu XciL Dn Remdolo Zenz, für den Aiizeigenleä: ö. Beck, sämtlich in Gießen.

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pflichtet worden sei. Warum Frankreich aus reiner Menschenliebe seine Rechte auf Entschcch.g.ng auf- gcten solle, sehe er nicht ein. Es bestehe gar kein Grund dafür, eine Revision des Friedensvertrages zu verlangen. Er sagte, dem Versailler Vertrag zuftolge könne Deutschland selbst die Festsetzung des angerichteten Schadens und der Enlschädigungs uinme. nie es zu vergüten imstande sei, vornehmen. Bislier IxiLx Deutschland dies jedoch noch nicht getan. Es liege im Interesse aller, daß der Industrie Teutschlands wieder geholfen werde. Wenn Deutschland Kredit nötig yrbe, so selle es

aus die von Tcuischland zu za.lende Entschädi­gungssumme erklärte der erste Minister, lveder Franlriich noch Be gien würden irgendeinem ver- nünfligen Vo.sclzlage im Wege stehen, durch den Deutschland in die &ige versetzt weroe, seinen recht­mäßigen Veran^werlliÄ?i.e.i nachzu^ommen. Aoer es müsse der klare Betveis bestellen, daß man die Absicht hat, seinen Verpstichlungcn nachzuliommen.

Barthouö Kammcrredc.

Paris, 26 März. (WTB) Kammer. Bar - thou fül-rt« m seiner gestrigest Rede weiter aus: Alle Delegierten mid in Frankreich alle Parteien kötmen die Aburteilung des Kaisers verlangen. Die moralische Notwendigkeit dieser Gerechtigklits- pflicht sei nicht zuerst von Frankreich betont wor­den, sondern von jenseits des Kmmls Bart Hou er- iimert dann an die Wal/reden L l v y d G e >o r g e s ernt) sagt, die englischen Zeitungen hätten sich üfrr Frankreich und Belgien luftig gemacht, weil sie die Aburteilung und Auslieferung von etwa 100 Gene rasten und Staatsmännern verlangt hätten. Habe nicht England die Aburteilungen von Admirälen wie Tirpitz und v. Capelle verlangt? Sei England astlecn es gewesen, das die Folgen des Unterfeebvotk i.'ges dieser Barbarei zu eroubxm ge habt habe? Seien 9 der franz. Tep. richt zerstört und gemartert worden? Habe Frankreich nicht die gleiten Rechte zn sprechen, nie England? (Bei­fall.) Seien nicht von den Sozialisten der fran- zösiscl>en Kammer aus die beredtesten Proteste gegen die Deportierungen in den Norddevartements er­hoben worden? Habe Frankreich nicht das gleiche Recht wie England, die Auslieferung der verab^ scheuunasmürdi^' Generale zu re-langen, die diese Dich. Nationen befohlen h ittcn? Wahr n) m hr als eures Zatw^s butjen die energischen Drohnoten dec Alliierten, die wegen der Entwaffnurrg und Aus^ lieferung gestellt worden seien, die Unterschrift von Clemenceau und nachher die von Mille- r a n d getragen. In beiden Fällen habe es sich um die Unterschrift der französischen Regierung ge­handelt, die Konzessionen jedoch trügen die Unter­schrift der englischen Regierung. (Bewegung.)

Die Erwiderung MillerandS.

Paris, 26. März. (WTB.) Kamtnersitzung. (Forts.) Millerand gibt die Gescl-ichte der letz­ten 50 Jahre wieder und erinnert vor allem an drei Taten, den 1. März 1871, den 3. August 1914 und den 11. November 1918. 48 Jachoc Hal man gebraucht, um den Fehler von 1871 und das Ver­brechen von 1914 wieder gut zu machen, Millerand behauptet, daß Sein Zwist zwischen den Alliierten bestehe, sondern daß die diphnnatischen Besprechun­gen fvrtdauern. Tie Alliierten könnten die Be­ziehungen mit Rußland wieder aufnehmen, wenn die russische Regierung nicht nur durch Worte, sondern auch durch die Tat beweisen würde, daß sie von ihrem Volk anerkannt wird. fOZÜIcranb be­grüßt es, daß man Verstöße Teutsck)lands vor die Kammer gebrach habe. Er stellt fest, daß Teutsch- land sich seinen Verrragspslich:en in bezug aus die Auslieferung der Schuldigen entzieht. Teutschland liefert keine Kohlen, und die Wi dergutmackmirgsOommss'ivn habe sch schon mit dieser Frage befaßt. Teutschtand könne jedoch die Lage im Ruhrgebiet nicht rückgängig märten und unter ben gegenwärtigen Urnstän- den seine Schuld nicht begleichen. Mil­lerand erklärt weiter, daß man das Land und das ParlameM stets in voller Klarh.it über alles halten müsse, und verliest dann einen Berich über die Angriffe auf framö'i che und englische OFiziere in Bremen und Berlin. Mitterand verliest so­dann die Artikel des Vertrages, die den Alliierten im Falle des Nichtausiührens des Vertrages Pfän­der territorialer, wir.schaftlick>er und finanti Iler Art in die Hand gebe. Man habe das strikte Rech, die Ausführung des Vertrages ohne HaßundRachegelüstezu verlangen.

Tie Kreditgewährung an Mitteleuropa.

Kopenhagen, 26. März. (WB0 WieTr- dens Tegn" in Kristiania erfährt, wird Ende dieses Monats in Kopenhagen die vortereitmde Kon­ferenz über eine Kr'.dttgewährung an Mitteleuropa stattftnden, an ter Vertr t r der dänischen, schwedi cten und nonvegischm R gierung sowie ter Direktor d?ss mgliichen Kredtt- wesens, Sir William Goode, tieilnehm'n.

Amerika und seine Teilnahme an der Besetzung des Rheinlandcs.

Washington, 27 März. (WTB.) Das Repräsentantenhaus nahm am Freitag eine Resolution an, die vorn Präsidenten WilsonAuskunitverlangt über ben Wir-

Ein deutsch-polnischer Grenzzwischenfall.

Danzig, 26. März. ^Wolff.) Wie die Blätter melden, kam es gestern abend aus tem Bahnhof Hohen st ein bei Dirschau zu einem Zwilchn- fall zwischen polnischen Soldaten und deutscher Gendarmerie. Ein von Be­rent kommender Gütcrzug traf mit 15 polnischen Soldaten, die nach Dirschau wollten, unter Füh­rung eines Offiziers in Hohenstein ein. Der Trans­port sollte eigentlich über Scho '^ckPolni ch-Star- garb gehen, um nicht das Freistaatgebiet zu be­rühren. Das polnische Militär hatte sich in bie Warteräume begeben. Der Ortsgendarm Vos machte den polnischen Offizier auf das Waffen verbot für polnische Soldaten im Fr.istaatgebict aufmerksam. Der Offizier roergertc sich jedoch, dieser Aufforderung zu folgen, woraus sich ein Wortwechsel entspann, in be?"en Vcr auf es zu einer Schießerei kam. Der Gendarm wurde dabei schwer verletzt. Aus po.n.schrr Seile wurden zwei Mann getötet und zwei schwer ver­letzt. Inzwischen wurde vom Bahnhof Hol<nstein H)lfe von der Sicherheitswehr in Tanzig an- gesordert, die ein Kommando fosorl nach Hohen­stein entsandte. Auch dec Bahnhof Dirschau erhielt telephonisch Kenntnis von dem Vorfall. Von hier aus wurde ein Zug mit Sanitätsmaterial fjroie äur Abholung des polnischen Militärs entsandt. Der Gettdarm soll bereits gestorben f.in Die vor- genommenen amllichen Feststellungen über die eÄulbirage sowohl von deutscher tote polnischer Seite sind noch nicht abgesch o.fen.

wochenrückbück.

Militärmusik zieht im Dunkll des l Abends dort unten vorüber: Reichswehr- und Zeitsveiwilligen-Tcuppen fielen nach Thürin­gen. Selten werden Trauer und Schmerz so vonschmetterndem Erz" undmuischwellen- dec Trommel", der pomphaften Rüstung des Krieges, dahingeleitet. Es ist, als sollten wir von der finsteren, .alle Freude lähntenden Ge­genwart in eine andere Region versetzt wer­den^ wo es kein Fühlen und Weinen gibt. Es ist ja auch kein Traum, kein Gaukelspiel, daß im Ruhrgebiet und in Mitteldeutschland Tau sende die Massen des Aufstandes erhoben ha- I len. Daß Deutsche sich selbst zerfleischen im I Bruderkrieg . . .

Der Feldzug verblendeter Arbeiter richtet 'ich nicht mehr bloß gegen die Reaktion, die Monarchistengesahr. Wäre dem so, man könnte ? sie nicht fristen, denn dann würde ihre Ab­wehr der Bewahrung von Freiheit und Recht gelten. Aber sie poltern und schießen eben g e-' gen die demokratische Freiheit, sie entfesseln die kommunistische Flut gegen Verfassung und Republik. Die Fanatiker der Revolution wol- icn die Diktatur des Proletariats, die unmög­lich ist, weil sie sicl> nicht halten könnte, weil sie nur meue Trümmer Hausen würde. Der terroristische Zwang würde eine neue Reaktion I ruslöfen, alles Wachstum und Werden ver- . Nichten. Es schien zuerst, als bezweckten die I nufständisck)en Arbeiter des Jndustriebezirks I nicht dieses Aeußerste. Das Konferenzpro- gramm von Bielefeld war zwar schon ein Ver- Ito6 gegen die neue Verfassung, aber es war I doch wohl nur ein Etappenprogramm bis zum I Ergebnis der bevorstehenden Wahlen. Der I Waffenstillstand wurde von den Aufrührern I gebrochen, sie stürmten gegen Wesel vor, und 6 wir wissen heute noch nickft, ob ein Ausgleich 'N Frieden, wie ihn das Kabinett Bauer mit lliecht versucht hat, erreicht wird. Plötzlich ist nun, nachdem schon die Versuche einer Um - b ilbunfl der Reichsregierung bekannt ge iQorbcn waren und erfolgreich beendet erschie- iuen,dasgesamteKabinettBauerzu- cückgetreten. Präsident Ebert sammelt neue Märmer lum sich. Werden es Männer i-ein, wie,sie das Volk verlangt, Männer von tiferncr Tatkraft, von Fachkenntnis und von (»emokratischen Grundsätzen? Oder werden die tum Volke schon für Mai oder Juni verteihe-

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her unfruchtbaren Politik der alten Regierung besonders gut vorbeveitet. Auch die HaltunA der "etionalversammlung, die aus PaHtiirückstchten ' bi-< Wablen immer ipnter hinaiesscteb und nickst ißrf Lust zu zeigen schien, noch vor dem AuS- cckandergehrm die Berfa,'sungspara^rraphen über hi-f Präs d.mtenwahl zu ändern, leistete dem hoch- errät rieten Uickernehmen eine zwar nickst beate idtfigte. aber den Putschisten sicher roiUEommene Silfe. Die schweren Erfahrungen der letzten Tage -oben hofsent.ich der Regierung und den Parteien steigt, daß die Zeit Ceinlirter taktischr Er- Mjungcn und gef'chäftiaer Mächlereien vorbei ist, .ich daß rarr noch eine fruchtbare und schöpferisch telitif die schwere Gefahr bannen kann, von der vr Bestand des Reichs bedroht ist."

Innerhalb der Regierungsparteien selbst rotte das Kabinett Bauer manche scharfe Kri- n ! erfahren, und es ist nicht richtig, daß nur in tan Oppositionsparteien die Unzufriedenheit fLvuchert hätte. Wer hatte längst vor dem S'chpschen Putsch, dessen Schicksal und Folgen hoffentlich vor jegliefer Wiederholung eines i-chen Streiches von rechts her abfchrecken wer- )et, Noskes Stellung angefochten, die Wict- löafts- und teilweise aud) die Finanzpolitik )er Reichsregierung abfällig beurteilt? Demo- 'r rtische Blätter ebensowohl wie andere bür- fttrliche Organe. Ünd daß Herr Erzberger kein uneigennütziger Retter des Vaterlandes war, , fc5a so klar bewiesen worden, daß heute nie- nmb feinen Rücktritt etwa beNagen kann, lebet Kritik, soweit sie in sachlichem Rahmen stich bewegt, sollte man nicht schelten: sie ist ja i» Lebenselement der Demokratie? Wenn wir 9. in den Ruf nach Neuwahlen eingestimmt wen, so geschah es nur im Wunsche nach r itblidter, demokratischer Fortentwicklung. Wmn die Linke auch im neu zu wählenden H ichstag die Mehrheit behalten wird, so ji.in die Stimme des Volles aus den Dahlen doch die regierenden Parteien stark bc-

Wie dasB. T." meldet, ist der Führer der Sturmkompagnie Pflug-Hartungk, Haupt- tnaim von Pf lug-.Hartung k, durch eine .Hand- granatcnerplvswn getötet worden.

Die Ausführung des Bielefelder Abkommens.

Münster, 26. März. (WTB.) Dem Reichs- fommiffar ist folgende Erklärung des Ak­tionsausschusses in Hagen zugegangen: Der Attionsausschuß in Hagen erkennt die von der WafsenstillstandSkommission in Bielefeld ge­gebenen Rickstlmien an. Sämtliche Aktionsausschüsse werden aufgefordert: 1. eine gleiche Erklärung ab­zugeben, 2. für die Durchführung dieser Bedingun­gen Sorge zu tragen, 3. die wilden ungesetzlichen Beschlagnahmungen, insbesondere von Lebensmit­teln, im Interesse der Aufrechterhaltung der Lebensmsttelversordung zu unterlassen. Nur fa wird es möglich jein, iveiteres Blutvergießen zu verhindern und entsetzliches Unheil von dem In­dustriegebiet und dem ganzen Reich abzuwendeir.

Reue Berhandlungen mit der Entente über Truppenentfendung?

P ar i s, 27 März. (WTB.) Wie verlautet, soll die deutsche Regierung ibr Begehren an die alliierten Regierungen um die Entsendung Von neuen Truppen nach dem Ruhr reoier erneuert haben. Die Alliierten Hütten über dieses Begehren noch nicht beraten; man glaubt aber, daß sie es abweisen werden.

Rotterdam, 26. März. (WTB.) Wie aus Washington gemeldet wird, teilte des Staats­departement mit, der Botschafter in Paris habe Instruktionen erhalten, daß sich die Vereinig­ten Staaten ter Entsendung deutscher Trup­pen nach dem Ruhrgebiet zur Niederkärnpfung der kommunistischen Unruhen nicht widersetze, wenn die deutsche Regierung darum ersuchen sollte.

Ein belgisches Ultimatum an die Rote Armee.

Aachen, 27. März. (WTB.) Da mehrere Granaten in die Umgebung des von belgischen Truppen tesctzten Forts Blücher gefallen waren, sandte der belgische Kommantemt einen Parla­mentär nach Duisburg mit dem Auftrag, der Roten Armee ein Ultimatum zu über­reichen. Der Kommandant der Roten Armee er­klärte, daß es sich um einen Irrtum handele und der Befehl gegeben sei, das Schießen einzustelln. Er gab seinem Bedauern Ausdruck und entschul­digte sich

Neue Streifhetze in Berlin.

Berlin, 27. März. Nachten Wättern wurde in einer Versammlung von etwa 1000 Betriebsräten der U. S. P.D. und der K. P. D. eine Entschließung angenommen, in der das Pwlelariat aufgefordert wird, sich für eine neue Kraftanstrengung bereit zu matten, und der Aktionsausschuß beauftragt wird, sofort alle Maß­nahmen für emen neuen Generalstreik iu

Giftes Blatt 170. Jahrgang Samstag, 27. März 1920

Gietzeim Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

gerecht sei, werde sie erwogen werten.

Ll-oyd Gcvrge erllärte ferner, G.vßbritannien 1 beabsichtige das Mandat für Mesopotamien j einschließlich Diofsul zu teanspruchen. Mit Bezug

etnflussen. Dle Grundlage des Reichskabinetts, alle anderen Staaten, das seine Industriegebiete kann verbreitert werden, ohne daß dabei an rerbren, und für seine Wiederlxrstellung trotzdem eine reaktionäre Politik zu denken ift. Und es bezahlen müte, als wie Teutfchand per ist gewiß eine starke Uebericeibung ter Oppo- r" **

sition, wenn sie sich so äußert, als habe die jetzige Regierung alles Unheil, au dem wir leiten, verschuldet. Nicht das Wühlen in den Schuldfragen, sondern der Wletecaufbau soll uns die Hauptsache sein.

Zutschgefahren gezüchtet. Wir befinden uns in i irrer dunkeln, gefährlichen, spannenden Lage. M Oie bangste Frage ist die, ob die Ausstände mit

Verhandlungen beendigt werden können, ober iier ob sie mit den Waffen bekämpft werden müssen.

In jedem Falle werden die inneren timpfe vor den Neuwahlen heiß und er­bittert werten, .lieber die Rechtfertigung bal­diger Neuwahlen fsagt ein Blatt wie die Voffische Zeitung" annähernd das gleickie, i»as in unserem Blatte zu lesen war. Die ^oss. Ztg." schreibt nämlich:

Der Boden, auf dem die geheime Agitation den Putsch von rechts gedeihen konnte, war - ifÄcr durch die wachsende Unzufriedenheit mit

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