ZwsMngrninddnick u. Verlag: vruhl'sche Univ.-Vuch- u. Stcinöruderei 8.Lange. Zchriftleitung, Seschäftrstelle il Drndcreh Zchnlstr. 7
ter
mrgeben, wie viel. Wem die Sache Teutschlands
Ludendorff.
kungskreis und die Ausgabm teramerikani- fK, . t
itfien Belatzungstrupp-il in Deutsch- _. Stockholm, 2^Mar;. (Woiff.) Havas. land Tie Resolution v rangt ferner Auskunft I®1“ Telegramm aus Malmo besagt, daß Ge- darüber, n»cldv Le'ehisbefugni se dem Marschall neral Ludendorff sich heimlich in Schwer Foch über diese Armee zugestanden seien. Ter I den aushalte.
den aushalte.
Fach über diese Armee zugestanden seien.
Der Aufstand im Ruhrgebiet.
Berlin, 27. März. Wie die Berliner 9915t-
1 ft iuwer StrtW wülisch, dri^ir >n mu wW o|:i Miten vom xit
WÜLSriegerwr:' *
er Heirat W nie id)r. Mii®J
icen 9?euwahlen wieder hinausgeschoben? Das Däre nicht gut, denn dann würden von neuem
Präsident der Militärkommision, Kahn, erklärte, daß Sekretär Baker voin Krtegsrnmisrerium gegen diese Resolution keine Einwände erhoben habe.
mann von Beerfelde und den £>auptmaim Bülcke, der ein Bruder des berühmten Kftnrpf- ' fliegers ist.
Die kulturelle Atmosphäre, in der wir uns gegenwärtig befinden, ist alles andere als erquicklich. Die Polized- und Gerichtsberichte wiisen davon ein Lied zu singen. Die „Frankfurter Zeitung" brachte an einem dec letz.en Tage eine Berliner Plauderei über den jetzt herrschenden Verkehrs ton. Er sei manchmal erschreckend unerfreulich, um nicht rüde zu sagen. Der Krieg scheine von den Fronten in die Städte, ja selbst in die kleinsten Menschenansammlungen verlegt worden zu sein. Und dann gibt dec Schreiber eine Fülle von Beispie.en zunehmender Verrohung im Verkehrston. Was da von der Reichshaupt- stadt berichtet wird, ist auch anderwärts deutlich wahrnehmbar. Bei den Wahlen sollte man nicht nur die Parteiprogramme prüfen, sondern auch die Sprache, den Verkehrston der Propagandisten. Zurück, so muß es da heißen, von „Politikern", die durch unflätige, unanständige Ausdrucksweise die Würde des Volkes verletzen, dessen Interessen sie angeblich wahrnehmen wollen. — Deine hat in seiner Schrift über Börne das „hitzige Treiben jener deutschen Tumultuanten, bic seit der Julirevolution in । wilden Schwärmen nach Paris kamen", gegeißelt; er hielt nichts von der Radikalkur der Radikalsten, und seine Kulturbetrachtung erinnert lebhaft an die heutigen Zustände. Sein fTraum von der Flucht der letzten Nymphen ins wildeste Dickicht könnte auch den Bitternissen der heutigen Wirklichkeit entsprungen sein. Nur würden diese Traumgestalten vor der heutigen Kultur noch tiefer waldeinwärts flüchten... •
dem ZVarnpfgebiel bestätigen, daß der Kern der Roten Armee ans Ans. ändern testete Auch deut sche Offiziere haben sich an ihre Spitze gestellt. So nennt der „Münsterische Anzeiger" den Haupt-
w
6»8t66'Ael'eT \
Äs
Das neue Reichrkabinett.
Berlin, 27. März. Laut „Voss. Ztg." wird unter dem Vorsitz Hermann Müllers aus den drei Mehcheitsparteien ein Koalitionsministerium gebildet, in dem die Sozialdemokraten 6, die Demokraten 4 und das Zentrum 4 Sitze erhalten sollen. Von den bisherigen Ministern bleiben im Kabinett: Bauer, David, Giesberts, Geßler, Koch und Robert Schmidt.
Berlin, 26. März. (WTB.) Hinsichtlich der neuen Kabinettsbildung ist die Lage noch völlig ungefiärt geblieben. Immerhin wird auch noch in den Abendstunden in den Kreisen der Nationalversammlung daran festgehalten, daß Hermann Müller Reichskanzler werde. Es wurde eine Ministerliste in Umlauf gesetzt, die Bauer als Reichsarbeitsminister, den Demokraten Haas als Reichswehrminister und Cuno als Reichsfinanz- minifter nennt. Schmidt soll Wirrschaftsminister bleiben, während das Ernährungsministerium mit einem Sozialdemokraten besetzt werden soll. Koch behält das Reichsministerium des Innern. Als Reichsschatzminister wird wiederum der Zentrumsabgeordnete Wirth genannt.
£Iot)b George über vcn Zriebensvertrag.
Amsterdam, 26. Mär^. (Wolst.) „Tele- graaf" meldet aus Lonten: Asquith eröffnete gestern im Unterhaus die Debatte über Die allgemeine Lage in Deutschland. Hinauf be'prach er die türkische Frage. Er erklärte, sft.dem der mo- hammedanisä>en Welt be5.nntgegeben worven ser, daß der Sultan aus Konstantinopel vertrieben werden solle, sei es aus politischen Gründen, schwierig, dieien Beschluß zu witerrufm. Afqurth belaste sich dann mit der furchtbaren Lage in Oe st erreich, wo die Krankenhäuf-w seit Monaten ohne Atedizin, die Wohnungen ->bn* Brennstoff und die Kinder ohne Schülnverk s'ren. Zum Schluß verwies Asquith aus die Nolwenoig- feit, den vormaligen Feinden, Deutschland inbegriffen, wirtschaftlich auf bte Beine zu helfen, damit sie in dw Lage feien, die angerichbten Kriegssckäd'n zu vergüten.
Elynos (Arbeiterpartei, schloß ich den Drr- legungen Asquiths an. Er erklärte, ixe v.-rktianäre Bewegung in Deutschland habe bewi.'sen, wie gefährlich es sei, ein ganzes Volk ohne di: notwendigen Lebensbedürfnis e zu lassm.
Lloyd George ging aussuhlich auf olle Punkte ejn. Er sagte, es sei ein Glück, und zwar nicht allein für Deutschland. daß der nronarchistische Putsch mißglückt sei. Tie Verzögerung in der Lösung der türkischen Fraye erkiärte er mit der Tatsache, daß Prä ioent Wilson im v.-rgangenen Sommer darum ersucht habe, mit der Lösung zu waicken, bis er bi? ^lmeritener befragt tr.be. Lloyd George sagte, es sei schwierig, Kvnsantinopel unter interna!iuucke Verwaltung zu stellen Tas Der- sprechen, daß der Sul.an im Beiz der Stadt bleibe, wenn die Eh.istenmvrte aufhör.en, würde einen gresvn Einfluß ausüden. Hi.rauf befaß e sich der Premierminister mü der Lage in Mitteleuropa. Er führte aus, man fyibe Deutschland mehnnals mit Kr?di en g l en. So lu ge a'.er keine Ruy? und Ordnung i.i diesem Laude herrsche, habe das leinen Zweck. Im nxi eren Verlauf seiner R.de setzte , sich . Llovd George ausdrücklich f ü r Fran kreich ein, das diesen Kri g nichl gewollt, aber im BevhäUnis mehr Söhne verloren habe als
melden, wurden ungefähr 2 00 Mann roter Truppen im Lager Dülmen angegriffen und zurückgeworsen Tie roten Truppen hatten schwere Verluste. Berichte aus
Annahme von Mnjtigen f. Die toqeviumuiicc Di» zum Nakbmuia.i vorher ohne |fbct<erbin ' licht eit. preis fär l mm höhe hir Ameiaen ü.34mm Brette örtli t) ü5 Vi, auswärts 30 P».; fnr Reklame- Anzeigen von 70 mm Vreiie v« Pf. Pei Play- vorict'ri'>20" A i>|rt)lag. Hauotjchn Heuer: Aug. (tioetv Bei antwortlich fui Polit k: Aua. Wem; für den übriaeu XciL Dn Remdolo Zenz, für den Aiizeigenleä: ö. Beck, sämtlich in Gießen.
m. 74
Ter «feftetrer Anzeiger erschein! tofllim, außer Soun- und Feiertags.
Bejngspreis:
Monatlich "DIL 2.30, vierteljährlich Mk. 6 90 einlchließlich de« Bestellgelds; cm d) die Post Dieiteljährlid) Alk. 6.— ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: für die 5d)iTftleitunflll2 Berta,>,b>eschc.s.sslelleS1 Anschr'bsürTrahtnach- nchltu. Anzeiger Sieben
Paftschecklonto:
Frankfurt a. M. U686
,bernMnuib?' hsns?
uertoul^J1' -X
* LuilE
„inretl <
Dläbd)tn alt, gesund, Äst lille, in eute W igkb., and) aittir ? lLhevaar m n • rihl Ang. u W. )en Gteh. «bet ie.Neleidij-, «tro ySMkln« . w
Belli
00'1)1. Larrelt- -
-onbroktidiailtr^ (te|jL toünldJt tn. <
Sltroem-loU^ amu »u wg• g .äterer Hel» ^..heirat W
ZM ww**«*:,’ inne
E'Z
pflichtet worden sei. Warum Frankreich aus reiner Menschenliebe seine Rechte auf Entschcch.g.ng auf- gcten solle, sehe er nicht ein. Es bestehe gar kein Grund dafür, eine Revision des Friedensvertrages zu verlangen. Er sagte, dem Versailler Vertrag zuftolge könne Deutschland selbst die Festsetzung des angerichteten Schadens und der Enlschädigungs uinme. nie es zu vergüten imstande sei, vornehmen. Bislier IxiLx Deutschland dies jedoch noch nicht getan. Es liege im Interesse aller, daß der Industrie Teutschlands wieder geholfen werde. Wenn Deutschland Kredit nötig yrbe, so selle es
aus die von Tcuischland zu za.lende Entschädigungssumme erklärte der erste Minister, lveder Franlriich noch Be gien würden irgendeinem ver- nünfligen Vo.sclzlage im Wege stehen, durch den Deutschland in die &ige versetzt weroe, seinen rechtmäßigen Veran^werlliÄ?i.e.i nachzu^ommen. Aoer es müsse der klare Betveis bestellen, daß man die Absicht hat, seinen Verpstichlungcn nachzuliommen.
Barthouö Kammcrredc.
Paris, 26 März. (WTB) Kammer. Bar - thou fül-rt« m seiner gestrigest Rede weiter aus: Alle Delegierten mid in Frankreich alle Parteien kötmen die Aburteilung des Kaisers verlangen. Die moralische Notwendigkeit dieser Gerechtigklits- pflicht sei nicht zuerst von Frankreich betont worden, sondern von jenseits des Kmmls Bart Hou er- iimert dann an die Wal/reden L l v y d G e >o r g e s ernt) sagt, die englischen Zeitungen hätten sich üfrr Frankreich und Belgien luftig gemacht, weil sie die Aburteilung und Auslieferung von etwa 100 Gene rasten und Staatsmännern verlangt hätten. Habe nicht England die Aburteilungen von Admirälen wie Tirpitz und v. Capelle verlangt? Sei England astlecn es gewesen, das die Folgen des Unterfeebvotk i.'ges dieser Barbarei zu eroubxm ge habt habe? Seien 9 der franz. Tep. richt zerstört und gemartert worden? Habe Frankreich nicht die gleiten Rechte zn sprechen, nie England? (Beifall.) Seien nicht von den Sozialisten der fran- zösiscl>en Kammer aus die beredtesten Proteste gegen die Deportierungen in den Norddevartements erhoben worden? Habe Frankreich nicht das gleiche Recht wie England, die Auslieferung der verab^ scheuunasmürdi^' Generale zu re-langen, die diese Dich. Nationen befohlen h ittcn? Wahr n) m hr als eures Zatw^s butjen die energischen Drohnoten dec Alliierten, die wegen der Entwaffnurrg und Aus^ lieferung gestellt worden seien, die Unterschrift von Clemenceau und nachher die von Mille- r a n d getragen. In beiden Fällen habe es sich um die Unterschrift der französischen Regierung gehandelt, die Konzessionen jedoch trügen die Unterschrift der englischen Regierung. (Bewegung.)
Die Erwiderung MillerandS.
Paris, 26. März. (WTB.) Kamtnersitzung. (Forts.) Millerand gibt die Gescl-ichte der letzten 50 Jahre wieder und erinnert vor allem an drei Taten, den 1. März 1871, den 3. August 1914 und den 11. November 1918. 48 Jachoc Hal man gebraucht, um den Fehler von 1871 und das Verbrechen von 1914 wieder gut zu machen, Millerand behauptet, daß Sein Zwist zwischen den Alliierten bestehe, sondern daß die diphnnatischen Besprechungen fvrtdauern. Tie Alliierten könnten die Beziehungen mit Rußland wieder aufnehmen, wenn die russische Regierung nicht nur durch Worte, sondern auch durch die Tat beweisen würde, daß sie von ihrem Volk anerkannt wird. fOZÜIcranb begrüßt es, daß man Verstöße Teutsck)lands vor die Kammer gebrach habe. Er stellt fest, daß Teutsch- land sich seinen Verrragspslich:en in bezug aus die Auslieferung der Schuldigen entzieht. Teutschland liefert keine Kohlen, und die Wi dergutmackmirgsOommss'ivn habe sch schon mit dieser Frage befaßt. Teutschtand könne jedoch die Lage im Ruhrgebiet nicht rückgängig märten und unter ben gegenwärtigen Urnstän- den seine Schuld nicht begleichen. Millerand erklärt weiter, daß man das Land und das ParlameM stets in voller Klarh.it über alles halten müsse, und verliest dann einen Berich über die Angriffe auf framö'i che und englische OFiziere in Bremen und Berlin. Mitterand verliest sodann die Artikel des Vertrages, die den Alliierten im Falle des Nichtausiührens des Vertrages Pfänder territorialer, wir.schaftlick>er und finanti Iler Art in die Hand gebe. Man habe das strikte Rech, die Ausführung des Vertrages ohne HaßundRachegelüstezu verlangen.
Tie Kreditgewährung an Mitteleuropa.
Kopenhagen, 26. März. (WB0 Wie „Tr- dens Tegn" in Kristiania erfährt, wird Ende dieses Monats in Kopenhagen die vortereitmde Konferenz über eine Kr'.dttgewährung an Mitteleuropa stattftnden, an ter Vertr t r der dänischen, schwedi cten und nonvegischm R gierung sowie ter Direktor d?ss mgliichen Kredtt- wesens, Sir William Goode, tieilnehm'n.
Amerika und seine Teilnahme an der Besetzung des Rheinlandcs.
Washington, 27 März. (WTB.) Das Repräsentantenhaus nahm am Freitag eine Resolution an, die vorn Präsidenten WilsonAuskunitverlangt über ben Wir-
Ein deutsch-polnischer Grenzzwischenfall.
Danzig, 26. März. ^Wolff.) Wie die Blätter melden, kam es gestern abend aus tem Bahnhof Hohen st ein bei Dirschau zu einem Zwilchn- fall zwischen polnischen Soldaten und deutscher Gendarmerie. Ein von Berent kommender Gütcrzug traf mit 15 polnischen Soldaten, die nach Dirschau wollten, unter Führung eines Offiziers in Hohenstein ein. Der Transport sollte eigentlich über Scho '^ck—Polni ch-Star- garb gehen, um nicht das Freistaatgebiet zu berühren. Das polnische Militär hatte sich in bie Warteräume begeben. Der Ortsgendarm Vos machte den polnischen Offizier auf das Waffen verbot für polnische Soldaten im Fr.istaatgebict aufmerksam. Der Offizier roergertc sich jedoch, dieser Aufforderung zu folgen, woraus sich ein Wortwechsel entspann, in be?"en Vcr auf es zu einer Schießerei kam. Der Gendarm wurde dabei schwer verletzt. Aus po.n.schrr Seile wurden zwei Mann getötet und zwei schwer verletzt. Inzwischen wurde vom Bahnhof Hol<nstein H)lfe von der Sicherheitswehr in Tanzig an- gesordert, die ein Kommando fosorl nach Hohenstein entsandte. Auch dec Bahnhof Dirschau erhielt telephonisch Kenntnis von dem Vorfall. Von hier aus wurde ein Zug mit Sanitätsmaterial fjroie äur Abholung des polnischen Militärs entsandt. Der Gettdarm soll bereits gestorben f.in Die vor- genommenen amllichen Feststellungen über die eÄulbirage sowohl von deutscher tote polnischer Seite sind noch nicht abgesch o.fen.
wochenrückbück.
Militärmusik zieht im Dunkll des l Abends dort unten vorüber: Reichswehr- und Zeitsveiwilligen-Tcuppen fielen nach Thüringen. Selten werden Trauer und Schmerz so von „schmetterndem Erz" und „muischwellen- dec Trommel", der pomphaften Rüstung des Krieges, dahingeleitet. Es ist, als sollten wir von der finsteren, .alle Freude lähntenden Gegenwart in eine andere Region versetzt werden^ wo es kein Fühlen und Weinen gibt. Es ist ja auch kein Traum, kein Gaukelspiel, daß im Ruhrgebiet und in Mitteldeutschland Tau sende die Massen des Aufstandes erhoben ha- I len. Daß Deutsche sich selbst zerfleischen im I Bruderkrieg . . .
Der Feldzug verblendeter Arbeiter richtet 'ich nicht mehr bloß gegen die Reaktion, die Monarchistengesahr. Wäre dem so, man könnte ? sie nicht fristen, denn dann würde ihre Abwehr der Bewahrung von Freiheit und Recht gelten. Aber sie poltern und schießen eben g e-' gen die demokratische Freiheit, sie entfesseln die kommunistische Flut gegen Verfassung und Republik. Die Fanatiker der Revolution wol- icn die Diktatur des Proletariats, die unmöglich ist, weil sie sicl> nicht halten könnte, weil sie nur meue Trümmer Hausen würde. Der terroristische Zwang würde eine neue Reaktion I ruslöfen, alles Wachstum und Werden ver- . Nichten. Es schien zuerst, als bezweckten die I nufständisck)en Arbeiter des Jndustriebezirks I nicht dieses Aeußerste. Das Konferenzpro- gramm von Bielefeld war zwar schon ein Ver- । Ito6 gegen die neue Verfassung, aber es war I doch wohl nur ein Etappenprogramm bis zum I Ergebnis der bevorstehenden Wahlen. Der I Waffenstillstand wurde von den Aufrührern I gebrochen, sie stürmten gegen Wesel vor, und 6 wir wissen heute noch nickft, ob ein Ausgleich ■ 'N Frieden, wie ihn das Kabinett Bauer mit lliecht versucht hat, erreicht wird. Plötzlich ist nun, nachdem schon die Versuche einer Um - ■ b ilbunfl der Reichsregierung bekannt ge iQorbcn waren und erfolgreich beendet erschie- iuen,dasgesamteKabinettBauerzu- cückgetreten. Präsident Ebert sammelt neue Märmer lum sich. Werden es Männer i-ein, wie,sie das Volk verlangt, Männer von tiferncr Tatkraft, von Fachkenntnis und von (»emokratischen Grundsätzen? Oder werden die tum Volke schon für Mai oder Juni verteihe-
O°-K
her unfruchtbaren Politik der alten Regierung besonders gut vorbeveitet. Auch die HaltunA der "etionalversammlung, die aus PaHtiirückstchten ' bi-< Wablen immer ipnter hinaiesscteb und nickst ißrf Lust zu zeigen schien, noch vor dem AuS- cckandergehrm die Berfa,'sungspara^rraphen über hi-f Präs d.mtenwahl zu ändern, leistete dem hoch- errät rieten Uickernehmen eine zwar nickst beate idtfigte. aber den Putschisten sicher roiUEommene Silfe. Die schweren Erfahrungen der letzten Tage -oben hofsent.ich der Regierung und den Parteien steigt, daß die Zeit Ceinlirter taktischr Er- Mjungcn und gef'chäftiaer Mächlereien vorbei ist, .ich daß rarr noch eine fruchtbare und schöpferisch ■telitif die schwere Gefahr bannen kann, von der vr Bestand des Reichs bedroht ist."
Innerhalb der Regierungsparteien selbst rotte das Kabinett Bauer manche scharfe Kri- n ! erfahren, und es ist nicht richtig, daß nur in tan Oppositionsparteien die Unzufriedenheit fLvuchert hätte. Wer hatte längst vor dem S'chpschen Putsch, dessen Schicksal und Folgen hoffentlich vor jegliefer Wiederholung eines i-chen Streiches von rechts her abfchrecken wer- )et, Noskes Stellung angefochten, die Wict- löafts- und teilweise aud) die Finanzpolitik )er Reichsregierung abfällig beurteilt? Demo- 'r rtische Blätter ebensowohl wie andere bür- fttrliche Organe. Ünd daß Herr Erzberger kein uneigennütziger Retter des Vaterlandes war, , fc5a so klar bewiesen worden, daß heute nie- nmb feinen Rücktritt etwa beNagen kann, lebet Kritik, soweit sie in sachlichem Rahmen stich bewegt, sollte man nicht schelten: sie ist ja i» Lebenselement der Demokratie? Wenn wir 9. in den Ruf nach Neuwahlen eingestimmt wen, so geschah es nur im Wunsche nach r itblidter, demokratischer Fortentwicklung. Wmn die Linke auch im neu zu wählenden H ichstag die Mehrheit behalten wird, so ji.in die Stimme des Volles aus den Dahlen doch die regierenden Parteien stark bc-
Wie das „B. T." meldet, ist der Führer der Sturmkompagnie Pflug-Hartungk, Haupt- tnaim von Pf lug-.Hartung k, durch eine .Hand- granatcnerplvswn getötet worden.
Die Ausführung des Bielefelder Abkommens.
Münster, 26. März. (WTB.) Dem Reichs- fommiffar ist folgende Erklärung des Aktionsausschusses in Hagen zugegangen: Der Attionsausschuß in Hagen erkennt die von der WafsenstillstandSkommission in Bielefeld gegebenen Rickstlmien an. Sämtliche Aktionsausschüsse werden aufgefordert: 1. eine gleiche Erklärung abzugeben, 2. für die Durchführung dieser Bedingungen Sorge zu tragen, 3. die wilden ungesetzlichen Beschlagnahmungen, insbesondere von Lebensmitteln, im Interesse der Aufrechterhaltung der Lebensmsttelversordung zu unterlassen. Nur fa wird es möglich jein, iveiteres Blutvergießen zu verhindern und entsetzliches Unheil von dem Industriegebiet und dem ganzen Reich abzuwendeir.
Reue Berhandlungen mit der Entente über Truppenentfendung?
P ar i s, 27 März. (WTB.) Wie verlautet, soll die deutsche Regierung ibr Begehren an die alliierten Regierungen um die Entsendung Von neuen Truppen nach dem Ruhr reoier erneuert haben. Die Alliierten Hütten über dieses Begehren noch nicht beraten; man glaubt aber, daß sie es abweisen werden.
Rotterdam, 26. März. (WTB.) Wie aus Washington gemeldet wird, teilte des Staatsdepartement mit, der Botschafter in Paris habe Instruktionen erhalten, daß sich die Vereinigten Staaten ter Entsendung deutscher Truppen nach dem Ruhrgebiet zur Niederkärnpfung der kommunistischen Unruhen nicht widersetze, wenn die deutsche Regierung darum ersuchen sollte.
Ein belgisches Ultimatum an die Rote Armee.
Aachen, 27. März. (WTB.) Da mehrere Granaten in die Umgebung des von belgischen Truppen tesctzten Forts Blücher gefallen waren, sandte der belgische Kommantemt einen Parlamentär nach Duisburg mit dem Auftrag, der Roten Armee ein Ultimatum zu überreichen. Der Kommandant der Roten Armee erklärte, daß es sich um einen Irrtum handele und der Befehl gegeben sei, das Schießen einzustelln. Er gab seinem Bedauern Ausdruck und entschuldigte sich
Neue Streifhetze in Berlin.
Berlin, 27. März. Nachten Wättern wurde in einer Versammlung von etwa 1000 Betriebsräten der U. S. P.D. und der K. P. D. eine Entschließung angenommen, in der das Pwlelariat aufgefordert wird, sich für eine neue Kraftanstrengung bereit zu matten, und der Aktionsausschuß beauftragt wird, sofort alle Maßnahmen für emen neuen Generalstreik iu
Giftes Blatt 170. Jahrgang Samstag, 27. März 1920
Gietzeim Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
gerecht sei, werde sie erwogen werten.
Ll-oyd Gcvrge erllärte ferner, G.vßbritannien 1 beabsichtige das Mandat für Mesopotamien j einschließlich Diofsul zu teanspruchen. Mit Bezug
etnflussen. Dle Grundlage des Reichskabinetts, alle anderen Staaten, das seine Industriegebiete kann verbreitert werden, ohne daß dabei an rerbren, und für seine Wiederlxrstellung trotzdem eine reaktionäre Politik zu denken ift. Und es bezahlen müte, als wie Teutfchand per ist gewiß eine starke Uebericeibung ter Oppo- r" **■
sition, wenn sie sich so äußert, als habe die jetzige Regierung alles Unheil, au dem wir leiten, verschuldet. Nicht das Wühlen in den Schuldfragen, sondern der Wletecaufbau soll uns die Hauptsache sein.
Zutschgefahren gezüchtet. Wir befinden uns in i irrer dunkeln, gefährlichen, spannenden Lage. M Oie bangste Frage ist die, ob die Ausstände mit
Verhandlungen beendigt werden können, ober iier ob sie mit den Waffen bekämpft werden müssen.
In jedem Falle werden die inneren timpfe vor den Neuwahlen heiß und erbittert werten, .lieber die Rechtfertigung baldiger Neuwahlen fsagt ein Blatt wie die Voffische Zeitung" annähernd das gleickie, i»as in unserem Blatte zu lesen war. Die ^oss. Ztg." schreibt nämlich:
„Der Boden, auf dem die geheime Agitation den Putsch von rechts gedeihen konnte, war - ifÄcr durch die wachsende Unzufriedenheit mit
uSSp I
Mett
I
Rosenzweiq
PmäP WtnUi. n imb in aJ. I ",oh(" C I nSff ?ÖRe:' - £ Wl«9Äfie 3i\ 1
Dnktrit i Eobr'5^t* ? l„(nLn0"' Sonorer an Ma j f ’SiinÜMä ? «“«UntmS; M’ÜKdiigiiii ? MalhkMfltil "l Angeboie unn
'chenknnn füTta D aenenÄcbrnuchr« °n erlernen, tt. 1 ^Walltoritr.z«! j w ibliche Angebots 1 6 unter M on h ener Anzeiger te tiÄSiWu tflltektlLW» | S’Wnro MaSObltMie )L Sildvier el ■ <9nn schr. liit’C 3>5 nndenMUi


