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Nr. 155

20. Oktober

1920

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Heft Be,itzstandsverzeichnis;

Heft Geschosse mit Zusammenstellung;

Heft Gütergeschosse mit Zuteilungsplan:

Lest Zuteilungsverzeichnis:

Heft Obstbaumgeschoß ;

Heft Obstüaumverzeichnis.

das Äaup.geldausgleichsverzeichnis;

das Verzeichnis der Pach.entichäoignngcn für 1917 und 1918 für Gelände, das bei oec Anlage des WeiograbenS, der Kreisstraße nach Garbeitteich, der Gräben *9ir. 58, 59, 1 <8a und 1'jGa und des Wegs nach dem Steinbruch in Flur II in Anspruch genommen woroen ist ;

das Verzeichnis der Pach.ent.chädignngi.m für 1919 .vegen unterbliebener Meliorationsarbeiten, für die eitle Bonitäts- crhöhung an gerechnet war;

das Verzeichnis über Rodungen, Entfclstidigungen verschie­dener Art, Verwechstungen u^w.;

die Zuteilungskarte bezüglich des Baugebiets an der Lich Hungener Straße;

Bekanntmachung.

B e t r.: Sckweiner^tlauf zu Wieseck; hier: unter dem Schweine­bestand des Christoph R ö m e r, Ludwig M ö h l, Philipp Killer, Ludwig Schäfer, Heinrich Rau, Möserstr. 5, Ziegler, Philosophenstr. 18, und Ludwig Balser, Alicestr. 32, sämtlich zu Wieseck.

Tie unter dem Schiveinebestand der obengenannten Personen ausgebrochene Ro.laufseuche ist erloschen. Die angeordneten Sperr­maßregeln werden hiermi: aufgehob'N.

Gießen, den 19. Oktober 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: W elcker.

Unter der Schafherde zu Hassenhaufen (Kreis Mar bürg) ist die Maul- und Klauenseuche auSgebrochen.

I a k o b B u r k II. und ZohannesWallbott III. wurden als Feldgeschworene für die Gemeinde Garbcnteich in Pfiich ten genommen.

Polnisch-litauische Kämpfe.

Kopenhagen, 26. Okt. (WTB.lBer- lingske Tiden de" meldet aus Kowno: Polnische Infanterie- und Kavallerie-Abheilungen,^ von Pan- zerzügcn mit Schne.lfeuergeschüy unterstützt, unter­nahmen am Sonntag nachmittag einen kräftigen ^Angriff gegen die litauischen Stellungen an der Eisenbahnlinie La n dwa r o w o--O ra n y. Nach fünfstündigem blutigen Kamps wurden die Litauer gezwungen, sich vor dem übermächtigen Feinde drei Kilometer zurückzuziel>en, nachdem ne diesem schtvene Verluste zugefügt hatten.

Bekanntmachung.

Be'tr.: Feldbereinigung Lich; hier: GeldauSgleichung und die Zuteilung des Baugeländes an ter LichHungener Straße. In der Zeit vom 30. Ok.ovcr bis 13. Mvernver 1920 liegen die nachbenannien Akien und Karten auf der Bürgermci,.erei Lich zur Ci.lficht der Be.eiligten offen:

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Jnhalti-Urbersicht: Erwerbslosenfürsorge,' hier: Behandlung der Laifonarbeiter. Zuckeroerbrauchsregelung. - Die landwirtschaftliche Wmter- schule Lich. - Viehseuchen. Dienstnachrichten des Kreisamtes. - Feldbereinigungen Lich, Bergheim und Heuchelheim. Meldewesen in der . Stobt Gießen.

Krassin Vertreter SowjetrutzlandS in Berlin?

London, 26. Okt. Havas. DerMan­chester Guardian" meldet, daß Krassin in London abberufen worden sei und zum Ver­treter der Sowjetregierung in Berlin er­nannt werde.

Bekanntmachung.

Petr.: Meldewesen.

Die Vorschriften der Meldeordnung werden viel­fach nicht beachtet. Wir bringen deshalb nachstehend die in Betracht kommenden Bestimmungen.in Erinnerung mit dem An-

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Hetzen.

N El i Tei"6h0n)l

AmtrverliinLigungzblatl

für die provinzialdirektion Gberhefsen und für dar Kreisamt Gießen

Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen Mb. 2.50 vierteljährlich.

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eistenvr!i!

Miet brr übtii» d-Gcled und itt» i>hr mit bcn tu nii6ilein8 unll fflircnbcn ttih Civcrimcotti WäM MH i Miet btt in «llledeit.

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Regierung zustande gekommen sei. Die Bergarbeiter seien geneigt, die Lohnerhöhung von zwei Schilling anzunehmen, wenn auch unter gewissen Bedingungen. Die Lohn­erhöhung soll rückwirkend ab 1. Oktober er­folgen.

Nach einer anderen Londoner Meldung glaubt man, daß die Delegierten der Berg­arbeiter heute einen Beschluß über die ern-- zunehmende Haltung fassen werden.

London, 26. Okt. (WTB.) Tas Exe­kutivkomitee der Bergarbeiter hat heute vor­mittag beschlossen, mit der Regierung offi­ziell in Berl-andlangen zu treten.

Zum Tode des Bürgermeisters von Cork.

Neuvo rk, 26. Okt. Havas. An einerPrvttst- berfamm.ung wegen b.'d Todes des Bürgermeisters ton Cork haben sich etwa 10 000 Personen be­teiligt.

gegen entsprechende Vergütung vertraglich ver- pstichtet sind. Dr' Reichspostverwaltimg zahle diese Bertragssumme auch weiter, verzichte aber auf die Gegenleistung u. fahre selber mit einem Millionen- austvand. Jedenfalls erfordert dieses Nebeneinander von Kraftverkehrsgesellschaft und Reichspost, das eine Vergeudung wertvoller wirtschaftlicher Güter in jedem Falle bedeutet, ein geben be Nachprüfung, und eine Regelung, die Ordnung, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit mich in diesen Zweig des .Ver­kehrs bringt. Man kann es den Kraftverkehrsgesell­schaften imd den an ihnen beteiligten Kreisen nicht verdenken, wenn sie sich dagegen wehren, jetzt an die Wand gedrückt und ruiniert zu werden. Die Reichspostverwaltung kann an der Tatsache, daß diese es sei nochmals betont: auf gemeinnütziger Grundlage errichteten Unternehmungen nun cin- mal da sind, nicht einfach Vorbeigehen; e§ wäre unseres (Hrnch'eus Pflicht auch der beteiligten Reichsämter, hier mit nach dem Rechten zu sehen.

Wirtschaftliche Fragen Ostpreußens.

Berlin, 26.Okt. (WTB.) Auf Anregung des Reichspräsidenten hat Ijcute im Reichs­kanzlerhaus unter dem Vorsitz des Reichs­kanzlers eine Besprechung über wirt- schaftl'iche Fragen O st Preußens statt gesund en. Neben den ressortmäßig be­teiligten Ministern des Reichs und von Preu­ßen nahmen unter Führung des Oberpräso- denten von Ostpreußen, Siehr, Vertreter der Städte, der Landwirtschaft, des Handels und der Konsumenten kreise Ostpreußens an der Besprechung teil. Der Reichskanzler er­klärte namens der Reichsregierung im Ein­verständnis mit der preußischen Staatsregie­rung, daß die durch die geographische Tren- mmg vom Reich geschaffene besondere Lage Ostpreußens vielfach eine besondere Behand­lung und Unterstützung in wirtschaftlichen Fragen erfordere. Den NotwendiAkeiten dieser Sonderlage dürsten sich die Regrerunaen des Reichs unb von Preußen nicht verschließen. Im Anschluß an diese grundsätzliche Frage

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ükyen Beryatrniije, ^seioirverwairung, Frei­heit unter dem Reichsrecht,'das find Begriffe, die nicht in jeden Kopf hineingehen. Man wird ihnen sagen, Oberschlesien solle im Reich dastehen, wie Bayern, und damit ist schon ein deutliches Bild gegeben. Wie sehr die Veröffentlichung eines Versassungsentwurfs eilt, erhellt daraus, daß die Dolen bedeutend früher anfgestanden sind, um die Oberschlesier mit einem Autonomieversprechen zu locken, falls das begehrte Gebiet sichinnig" mit Voten vereinige. Am 20. Juli dieses Jahres veröffentlichte das polnische Polizeikommissa­riat eine solche Vorlage, wonach Oberschlesien eine besondere Wojewodschaft mit besonderer schlesischer Gesetzgebung und mit besonderem Werften Gericht oilden werde. Die Zuständig­keit der schlesischen Gesetzgebung und Ver- ivaltung umfaßt nach jener Vorlage soviele VeZenstände, daß man von großer Dezentrali- fatwn und Selbständigkeit sprechen muß, benn das Versprechen wirklich ehrlich gemeint ist. Aber abgesehen davon wird in dem pol­nischen Entwurf geschickterweise nichts davon yfagt, was sich Polen vorbehält. Alles, was 1» auch nach Artikel 6 der deutschen Reichs- vftfassung ausschließlich Reichsgesetzgebung ist. nämlich die Beziehungen zum Ausland, «olonialwesen, Staatsangehörigkeit, Frei­zügigkeit, Ein- und Auswanderung, Wehr- Erfassung, Münzwesen, Zollwesen, Post-, Telegraphen- und Fernsprechlvesen, bleibt chuh dem Reich Polen, ebenso wie alles, was vn Rahmen der Gesetzgebung nach Artikel 7 P$F Reichsverfassung liegt. Die Oberschlesier wurden also ihr blaues Wunder erleben, wenn sie, was Gott verhüte, unter die Ge- und Verwaltungsherrschaft des ver­alteten polniscl^en Reiches kämen. Diesen e5$iet) klar zu machen, sollte auch das ^Ekundigte deutsche Autonomieversprechen

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Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen findet am Montag den 15. November 1920, norm. 1011 Uhr, aus dem Rathaus zu Lich statt, wozu ich die Beteiligten mit der Androhung einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen.

Tie Vorzeigung der neuen Ersatzgrundstücke findet am Freitag den 12. November 1920 statt. Zusammenkunft um 9 Uhr vorm. am Nebenbahnhof.

Friedberg, den 19. Oktober 1920.

Der Hessische Feldbereinigungskommissär.

__________________Dr. K o ch, Regierungsaisessor.__________________

Bekanntmachung.

B e t r.: Feldbereinigung Bergheim; hier: die Massegrundstücke.

Tie Versteigerung der Majsegrundstücke findet statt an Ort und Stelle

Freitag den 5. November 1920 und soweit erforderlich an den folgenden Sagen.

Zusammenkunft hierzu am 5. November ds. Js., mittags 12 Uhr, in Grüningen, Ortsausgang nach Dorf-Güll, woselbst auch die Versteigerungsbedingungen bekannt gegeben werden.

Friedberg, den 17. Oktober 1920.

Ter Hessische Feldbereinigungskommissär.

Dr. Jan n, Regierungsrat.

Bekanntmachung.

Betr.: Feldbereinigung Heuchelheim.

In der Zeit vom 1. bis einschließlich 15. November 1920 liegt aus dem Amtszimmer der Bürgermeisterei Heuchelheim zur Einsicht der Beteiligten offen:

1. Projekt der Drainage in Flur IV nebst zug-hörigem Beschluß, 2. Beschluß über Erhebung eines mei eren Kostenausschlags.

Einwendungen sind bei Meidung späteren Ausschlusses während der Osfenlegungszeit bei Bürgermeisterei Heuchelheim schriftlich einzureichen.

Friedberg, den 17. Oktober 1920.

Ter Hessische Feldbereinigungskommissär.

S ch n i t t s v a b n, Regierunasrat.

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Bekanntmachung.

Betr.: Maul- und Klauenseuche im Kreise Gießen.

Tie Gemarkungen Hof-Güll, Eberstadt upd Ober- Hörgern werden aus dem Beobachtungsgebiet ausgeschieden.

Gießen, den 21. Oktober 1920.

____________Kreisamt Gießen. I. V : Welcker._____________

Dienstnachrichten des Krcisamtes.

In Dirlammen (Kreis Lauterbach) ist: die Maul- und Klauenseuche ausgebvachen. Die Gemarkung Tirlammen ist zum Sperrgebiet erklärt.

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Betr.: Erwerbslosenfürsorge; hie»; Behandlung der 'Saison­arbeiter.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Wie der Herr Reichsarbeitsminister mitteilt, müssen die Grund­sätze, die er in meinem Runoerlaß vom 28. sJ£toenwer 1919 l. E. 321/19 für die Behandlung der Sai.onarbei.er in der Erwerbslosen- fünorge ausgestellt hat, auch in den kommenden Wintermonaten Anweneung nnden.

Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 9. De­zember v. Js. Amtsverkündigungsblatt Nr. 13ö vom 16. De­zember 1919 geben wir Ihnen hiervon KennMis.

Gießen, den 21. Oktober 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß.

B e t r.: Zuckerverbrauck)sregelung.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Auf Grund des § 2 der Bekanntmachung vom 15. Januar 1918 «.üreisblatt Nr. 5, wird bekanntgegeben, daß die für den Monat Oktober zustehende Zuckermenge in Höhe von 750 Gramm aus den Kops der Bevölkerung zur Ausgabe gelangt.

Es können auf die Zuckermarten 162 der alten Zuckerkarte und 163 und 164 der neuausgegebenen Zuckerkarte je 250 Gramm --- 750 Gramm bezogen werden.

Mit Ablauf des 15. November ds. Js. verlieren die Marken 162, 163 und 164 ihre Gültigkeit.

* Wir beauftragen Sie, diese Verfügung ortsüblich bekannt- zumack'en.

Gießen, den 23. Oktober 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß.

Bctr.: Tic landwirtschaftliche Winterschule L i ch.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Da in diesem Winterhalbjahre die Züge ab Gießen 8 20 vorm., an Lich 8,46 tonn, und ab Lich 3,04 nachm., an Gießen 3,33 nachm., nicht ausfallen, wird der Unterricht an der lanow. Winlerschmle in Lich so gelegt werden, daß diese beiden Züge benutzt werden können. Tie in.eressierten Bürger- meiitereien werden beauftragt, dies ortsüblich bekanntzumachen. Ferner bemerken wir im Anschluß an unsere Bekanntmachung vom 7. ds. Mts. Amtsverkündigungsblatt Nr. 147 noch das Folgende:

In der Regel sollen über 18 Jahre alte Schüler nicht aufgenommen werden. Der Ausrichtsrat der Winterschule Lich hält jedoch den Besuch des Unterrichts auch durch, ältere Schüler im Interesse des Unterrichtserfolgs, für erwünscht.

Ta nach an den Herrn Schulvorsteher der Winterschule Lich gelangten Mitteilungen die o rtsübliche Bekanntmachung unseres obenerwähnten Ausschreibens vom 7. l. Mts. in vielen Gemeinden noch nicht erfolgt ist, sehen wir innerhalb 3 Tagen Ihrem Bericht über den Befolg entgegen, auch darüber, daß vorstehendes zur allgemeinen Kenntnis der Landwirte gebracht worden ist.

Gießen, den 23. Oktober 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. H e ß.

rbe seitens der ostprcußischen Vertreter c Reihe von Einze lw üns chen zur rache gebracht. Svtvett die Regierungsver- ter in biefer informatvrtscheri Besprechung reitS Stellung nehmen konnten, wurde die füllung dieser Wünsck>e zugesagt, so ins- ondere in der Frage einer größeren Selb - ndigkeit des ostpreußisckien Kommissavs für Etn- und Ausfuhr. Die außerordent- )c Härte, die in der jetzigen teuren Be- ferung Ostpreußens mit K'ohlen, Dünge­tteln, Benzin und Benzol liegt, wurde von t beteiligten Ressorts anerkannt.

Eine zeitgemäße PerorDnung.

München, 26. Okt. (Priv.-Tel.) Der yrische Mini st errat hat d.schlvssen, gen Wucher und Schleichhandel t außerordentlich verschärften trafbe ft immun gen vorzu gehen. Eine ixe Verordnung, die von der bayrischen Re- rung auf Grund der Ermächtigung des tikels 48 der Reichsverfassung erlassen rd, bedroht die gewerbsmäßige Aus- tzung der allgemeinen Notlage, soweit sie schnöder Gewnrnsucht erfolgt und geeignet eine erhebliche Gefährdung der Ber­gung mit Gegen seiden des täglichen Be - rfs herbeizusichren, mit Zuchthaus, Ehr- rlust, Konfiskation des Uevergewinns und > gesamten Vermögens sowie mit Stellung ter Polizeiaufsicht und öffentlicher Brand- urtung.

Mittwoch, 21. VlioSer 1920

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fir d.e Tagcsnumnier bis zum Nachmittag vorher ohne jede *2jcrbinbtid)heit. preis für \ mm höhe für Anzeigen r» 34 mm Breite örtLch 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Brrtie 150 Vf. Bei Platz, Vorschrift 20u. Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. woctz. Beranttvartlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil! Dr. Reinhold 3cn31 für den Anzeiaenteil: H. Beck, ti: §chulstratze 7. (ämtlid) in Gießen.

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Kammervorlagen.

Die Mitzständc bei den Bo r s chu ß^a hlun- n auf die Dienstbezüge ber niederen ! a m t e n, Schreibgebilfen ufw. hat die Regie- tg veranlaßt, der Kammer eine Vorlage zu terbrciteii in der das Gesamtminifterium vor- ägt: 1. Erlaß bet Vorschüsse auf Gel älter, Ver- intgan, Ruhcge',Ll'er und Hinterb i'be enbezüge, »weit diese Vorschüsse die Ausd^iserung der mstbezüge nach den neuen gesetz!ick)en Beftint- .iigen für die Zeit vom 1. April bis 1. August 20 übersteigen. 2. Erlaß der Vorschüsse im rigen für die Bezugsberechtigten mit eignem usstand, insoweit das gefamtc dienstliche Ein- timen nicht höher ist als 12 400 Mk. in ter Orts- sse B, 11900 Mk. in der Ortskla7e C. 11500 arf in der Ortsklasse D und 11 200 Mk in der tsklasse E bii Voamden, Bediensteten u0v. Bei .hegehaltsempsängern 11060 Mk., 8000 Mk. bei twcn von Staatsbeamten. Der hierfür aufzu- ndende Betrag dürfte sich auf ctroa) 1900 000 M. len.

Einen dringlichen Anttag bett, die Niedt^ äMng von <5t raftorfahren uns Stta'e la' en bei rgef-en gegen die Fleischber»irtschaftung hat der g. Schreiber mit Rücksicht auf bie imnmehr auf- wbenen Bestimmungen über die Fleischbewirt- iftung der Kammer torge egt. Der Abgeord e Ei ßnert beantragt bei der Regierung die bernahme der bei der früheren Volkswehr täti> oesenen Hil fsw a chleu te zur staatlickren Po- n, da deren En.lassung politisch und sozial uu- g sei. Der 2lbg. Knoll bat zwei dringlich.' fragen an die Regierung gerichtet, von denen eine die Verabfolgung von En lassungsanzügen 9 Entlassungsgeld an Kriegs'eilnehmer, die an- e die Prüfiing und Herab'etzttng der Hol z - preise bei sämtlichen Oberförstereirn, um a.'d? den ärmeren Leuten den Ho'zkanf zu ermöglichen, betrifft. Die Regierung tritt dem Landtag mit, daß der ReichsvervehrSminister die nachgesuchte Ge- tvährung von Freifahr tkarten für alle Strecken der Reichseisenbahn abgelehnt hat.

Aus dem Finanzausschuß.

rm. Darmstadt, 26. Oft. Der 5inan v ausschuß des Landtags genehmig e Ijiut? unter dem Vorsitz des Abg. Eißneri die Rechnungsabla^e bett, die Staaterinnahmen und -Ausgaben, folric über die Schuldenverwaltung vom Jahre 1915 Nach Erledigung von Vorstellnnren gibt die bereits durch Umlauf bei den rinsrinen Ausschussmitglie­dern schriftlich genehmigte Vorlage betreffend Kriegsbeschädigten sürsorge dem Aus­schuß Veranlassung, festzulegen, daß diese Art der Erledigung mir in ganz dringenden Fällen anzu­wenden fei. Die Vorlage bett, die Schaffung ton Unterkunftsräumen für die Kinderklinik in Gießen durch Ankauf einer Lazarettbaracke zum Preise ton 8000 Mk., deren Transport und Ausstellung weitere 11500 Mk. kästet, wird gut- geheißen. Die VorsteNung der Rrichseisenbahn- bcamten wird bis zum Eintreffen der Regierungs­erklärung zurückgestellt. Eine längere An­sprache veranlaßt der Antrag Schreiber betr. bie Umgestaltung des Kreis blatt- wesens. Der von einer Seite ei-'.gebrachte Vor­schlag, allen Blättern die Amtsverftrndigun- gen in Auftrag zu geben, wird besonders auch von der Regierung wegen der img beurcn Kosten be­kämpft. Von anderer Seile wird die Schaffung eines Zentralorganes vorgeschlagen, das mir bie amtlichen Verkündigungen dec Städte irnb Kreis? enthält, und das auf die in allen Gemeiitden auf- zustellenden Plakattafeln anzuschlaton ist. Aste diese, ebenso wie der weitere Vorschlag, die Ver­öffentlichungen den einzelnen Blitt rn abweck) Ino zu übertragen, finden im Gesa m laus schuß teste Gegenliebe, und die Angelegenheit wird bis zur Vorlage writcrer Anvegungen und Vorschläge von feiten der Regierung ausgesetzt ^i; Tagung am Mittwoch beginnt mi: der Besichttgung der Regierungsg-bäude weg.n Unt-nbringung ton Be­amten für die neue Steuergesetzgebung.