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wurden die Verhandlungen t nister Tr. Brauns geleitet.

Tie Versammlung

Transport wurde einem Durchgangslager zu- gefüfjrt. Die Reichszentralstelle für Kriegs-

Hu$ dem besetzten Gebiet.

** Eine französische Regatta

t

tet

zu verfchaffen.

des e l m

Au» dem Reiche.

Vom Rüchswirtfchaftsrat.

weiaernng Oesterreich», den ruisischen Tranrportzug znrückznnehmen.

Line Konteren} zur Steigerung der Kohlenförderung.

reiche Tagesordnung erledigt. Unter anderem stimmte das Kabinett deni Entwurf des R e i ch s l o h n t a r i f s d e r E i s e n b a h n e r im wesentlichen zu. Es wurde dabei beschlos-

KabinrttSveschlüsse.

Berlin, 23. Juli. (WB.) Amtlich. Das Reichskabinett hat heute eine umfang-

Aus Stadt «nd Land.

Gießen, den 24. Juli.

Richtlinien für Drnschlvhne.

Siebener Stadttheater.

Mignon.

Gießen, 23. Juli. Oper in 3 Akten mit Benutzung Goetheschen RomansW i l y

Tas Landesarbeits- und Wirtschaftsamt erach- nach eingehenden Verhandlungen mit den In­teressenten folgende Truschlöhne beim Treschen mit dem vollen Treschsatz bestel>end aus Kraftma­schine, Treschwagen, Treschpresse, SpreulMn und allem Zubehör für die drei hessischen Provinzen in der diesjährigen Truschperiode als angemessen: bei einer Treschzcit von mehr als 5 Stunden 36 Mark für die Stunde, bei einer Treschgeit von weniger als 5 Stunden 40 Mark für die Stunde.

Berlin, 23. Juli. (WB.) Amtlich. Das . sw. Wiesbaden, 24. Juli. 33 neue Kabinett beschloß, Dr. Walt. Rathenau Einfamilienhäuser werden durch die zum Mitglied des vorläufigen Reichswirt- Krieger-Heimstätten-Siedlungsgesellschaft er» Ichaftsrats zu ernennen und Kommerzienrat baut. An Spenden sind bereits 272000 Mk Dr. Guggenheimer als Kommissar der hierfür eingegangen.

Reichsregierung beim vorläufigen Reichs- Mainz, 23. Juli. (WB.) Das Kriegs- wirtschastsrat zu bestellen.gerich t des Hauptquartiers der franzosi-

Das neue Michswehrgesetz.

Berlin, 24. Juli. Die Blätter ver­öffentlichen einen Auszug aus dem Entwurf des Reichswehrgesetzes, der dem Reichsrat unlängst zugegangen ist. Danach be­steht die deutsche Wehrmacht, Reichswehrund Reichsmarine, aus freiwilligen Soldaten. Die Stärke des Reichsheeres beträgt 100 000 Mann, die der Reichsmarine 15 000 Mann. Das .Heer besteht aus 21 Infanterie-Regi­mentern, 18 Reiter-Regimentern, 7 Artillerre- Regimentern, 7 Pionier-Bataillonen, 7 Nach­richten-Abteilungen, 7 Kraftfahr-Ateilungen und 7 Sanitäts-Abteilungen. Tie Flotte besteht aus 6 Linienschiffen, 6 Kleinen Kreu­zern, 12 Zerstörern und 12 Torpedobooten. Alle Teile der Wehrmacht sind verpflichtet, die Behörden der Länder auf Anforderung bei öffentlichen Notständen und zu Polizei- lichenZweckenzu unterstützen. Die Dienst­zeit für Soldaten beträgt 12, die für Offiziere 25 Jahre. Die Angehörigen der Wehrmacht dürfen sich innerhalb des Dienstbereichs po­litisch nicht betätigen.

Die deutschen Vertreter auf dem internatio­nalen Sozialistenkongreß.

Wie die Blätter melden, wird die So­zialdemokratische Partei zum Interna­tionalen Sozialistenkongreß in Genf am 31. Juli (2. Internationale) als

war von ungefähr 100 Personen besucht. Nach eingehender vierstündiger sachlicher Aussprache kam die Konferenz eirnmitig zu folgenden Ergebnissen:

1. ist rund 1 Million Tonnen Mehr­förderung gegenüber der Maiförderung erfor­derlich wenn trotz der bevorrechteten Belieferung an die Gn teilte die deutsche Wirtschaft auch nur in ben 'heutigen Beständen aufred]itcrbultcn bleiben soll.

2. B r a u n k o h l e kann und soll stärker heran­gezogen werden. Dazu ist erforderlich, daß die Transportverhältnisse für Braunkohle auf lange Sicht gebessert werben und daß die in Betracht Kommenden Abnehmer sich auf die Benutzung der Braunkohle emstellen und die notwendigen maschi­nellen Vervollkommnungen ausgeführt werden.

3. Zunächst ist eine allgenreine Besserung der Lebenshaltung der Werkarbeiter in Angriff zu nehmen.

4. Tas bestehende U eber s chi chta bko m - men soll nicht gekündigt werden. Etwaige Tiffe- S?n sollen in baldigen Verhandlungen geklärt en.

5. Es empfiehlt sich, daß zunächst die beider­seitigen Verbände der Arbeitgeber und Arbeitneh­mer in die Prüfung darüber eintreten, welche Maßnahmen zur Erzielung einer Mehr- fürderung zu ergreifen sind.

6. Sodann sollen gemeinsame Beratungen innerhalb der einzelnen, Bergwviere stattfinden, die durchs das Reichsarbeitsministerrum einzuleiten sind.

7. Jeglicher Verschiebung von Kohlen ist mit größtem Nachdruck entgegenzuwirken.

Am Mchmittag fand eine weitere Besprechung in engerem Kreise Mischen dem Reichsevnährungs- nnnisterium und den Vertretern der Bergleute statt, die mit der Frage sich befaßten, welche Lebens-- mittellieferungen für die Bergleute in erster Linie in Betracht Kommen.

Berlin, 23. Juli. (WTB.) Zu Beratungen über die Steigerung der Kohlenförderung trat Hute auf Einladung der Regierung um 10l/s Uhr vor­mittags im Reichsernä'h-rungs Ministerium eine 'en. daß künftig n . toegen

beitgeber und Arbeitnehmer beschickt war, um über einer Aenderung des R< ichslohtirai tfs uu hie Turchführung deS Spoaer Llbkommens in der nach Genehmigung des Kabinetts ci-igettcten Kbhlensrage zu beraten. Nach Eröffnung der Sit- werden darf. Das Kabinett ermächtigte ferner zung durch den Neichsernä'hrungsminister Hermes den Reichsfinanzminister, bei der im Reichs- wurden die Verhandlungen vom Reichsarbeitsmü- besoldunqsgesetz vorgesehenen Nachprü- fung der Besoldüngsordnung Aen- derunge-n in Rücksicht auf die in den Be­soldungsordnungen der Länder enthaltenen Abweichungen vorzuschlagen. Der Finanz­minister wurde ferner ermächtigt, in Ver­handlungen mit dem Reichsrat darüber ein­zutreten, daß die in den Staatsverträgen für den Rücktritt der verreichten Beamten vorgesehene Frist anderweit festgesetzt wird.

,, ** i^et ner Wa lo bühne, von je schon unter auSgemchter Mitzgunst des Wettergottes leidend, ist: es gestern nach.nitbrg mm doch ge- Jungen, mtt 'brer ersten diesjährigen Aufführung vor ine Oekfentlichfett yj treten. Es wurden zwei

Berlin, 23. Juli. (Wolff.) Die öfter- w .. - ro

reichisch« Regierung kam der Aussor- Vertreter den chemallgcn Reichskanzler Her- dcrung der deutschen Regierung. denT raus- mann Müller. Wels, Molkcubuhr, Scherdc- purt kriegsgefangener Russen, MAN, B-rnstem Stampser, Hue und den unter dem sich auch polittsche Persönlichkeiten ^chjlscheu Mimsterpra identenBuck entsen- besinden, wieder zu übernehmen, nicht nach. d«n. Zu dem glerchzertig m Genf tagenden Der Transport verlor durch diese Ableh. lnternatwnglcn. Bergarbei^rkongreß wird Ttimg der österreichischen Regierung den An- ^enfa ls eine stark deutsche Delegatton un- spruch auf Exterritorialität. Der ter Führung von £>u6 entsandt werden.

MeIsters Lehrjahre", von Michel CarrL und Jules Barbier, Musik von Ambrois Thomas.

In dem neuesten Heft derSüddeut­schen Monatshefte" sagt Josef Hofmiller in seinenBemerkungen zur französischen Lite­ratur" über die Unfähigkeit br Franzosen zu wahrer Größe u. a.:

Sie können nichts Großes ans einer fremden Literatur herübernehmen, ohne es zu verball­hornen. Was haben sie aus Werther gemacht? Eine Oper. Aus Wilhelm Meister? Eine Oper. Aus Faust? Eine Oper. Aus Hamlet? Eine Oper Aus der Ilias? Eine Operette. Aus Orpheus? Eine Operette. Ihre Unfähigkeit, dos Große zu würdigen, reicht von der Albernheit bis zur Blasphemie."

schen Rhcrnamnee verurteilte heute einen Soldaten eines algerischen Schützenreglments wegen Vergewaltigung eines Mäc-aiens aus Weidenau zu 10 Jahren Deportation mit Zwangsarbeit, Ausstoßung aus dem Heere und Zwangsarbeit.

Sieölungsivejen.

Neuerdings wurde über die begrüßenswerten Besttebungen einer in Wetzlar Zwecks Mudau von Kleinwoh-mmgen gegründeten Genossmichaft aus Gnmdlage der Selbsthilfe berichtet: Weniger be­kannt dürfte es weiteren Kreisen sein, viß bereits seit längerer Zeit in Gießen Bestrebungen nn Malige sind, die in ähnlichem Sinne der Betampfmlg der WElmungsnot und darüber hincms dem Wieder­aufbau Deutschlands gewidmet sind. Vor enng^n Monaten kam in Gießen, so schreibt man uns-,,ine Gründung derRiebeckst'chen Arbeits- und Lied- lungsgenissenschaft G. m. b. H." zu stand .'Sie be- zweckt die Schaffung von BergnmnusiibtMMg'en und Unlerbriiigung von vorwiegend heimgelehrten kriegsgefangenen und ausg.'wiesenen elsaw-both- ringer Bergleuten im Mausselder Braunvohlen-' revier (westlich von Halle a. d. Saale).

Die Wohnungsnot in Kohlenrevieren ist grö^r als in allen übrigen Orten. Dort bietet sich hocl)- bezahlte Arbeitsmöglichleit für viele Tausende von Bergleuten, aber aus Mangel an notdürftigster Unterkunft ist es nicht möglich, diese offenen Stellen für die vielen Arbeitslosen ohne weiteres auszu- nntzeii und dadurch zugleich die deutsche Kohlen­förderung zu steigern. Seit einem halben Jahr nziri> non den Gründern der Genossenschaft daran ge­arbeitet, die außerordentlich großen Schimerig- keiteii zu überwiiiden, die sich der.prakttschen Durch­führung oes Planes entgegen stellen, von deren Größe Der Uneingeweihte sich feinen Begrifs macht, die aber s tzten Endes in den hohen Kosten und der Unrentabilität der Neubauten gipfeln. Jetzt end­lich gelingt es mit Hilfe der Regierung, vor,allem aber mit Unterstützung durch hohen Kredit die Grundlagen für dies so bedeutungsvolle Werk zu schaffen.

Bald werden viele wackere Bergleute (aus tcdy nischen Gründen können nur noch gelernte Berg­leute und einige Bo^Handwerker eingestellt werden) aus Gießen und Umgebung mit ihren Familien hinauszielien. Sie werden fürs erste in schnell er­bauten Behelfswohnungen untcrgebvacht und die Mäiiner erhalten sofort ihre Arbeit im Kohlen­bergbau. Unter Mitzvirkung namhafter Fachleute des Siedlungsbaues und der Gartenarchitettur wird eine Siedlung van der Genossenschaft errichtet, in der durch den Bau von Einfamilienhäusern mit zu­gehörigen Gärten die Lösung des Woynungsprob-' lems mit der der Ernährungsfrage vcrlüüpft wird. Tie Erttäge der Gärten und die Haltung der Ziegen, Hühner, Kaninchen und des Schweines, deren Wartung die Hauptaufgabe der Familie sein wird, gewähren dem Siedler als Selbstversorger eine bessere Ernährung. Unter blühenden oder tragenden Obstbäumen auf der Bank in der schat­tigen, berankten Laube, auf den Spielplätzen der Genossenschaft, durch gute Literatur und schöne musikalische oder sonstige interessante Darbietungen findet der Schiverarbeiter wirkliche Erholung.

Nur durch gleichzeitige Lösung aller dieser Wirtschaftslagen, durch Verminderung der Ar- beitsb)siäkeit, Schaffung neuer Wohnungen, Stei­gerung der Kohlenförderung, Besserung dec Woh- nungs- und Ernährungslage der Schwevarbeitier können wir machtvoll den trostlosen Zuständen unserer Zeit entgegentreten. Auskunft erteilt be< Vorstand: Willy Meyer, Gießen, Goethestr, 30III. (Mündliche Auskunft nur im Geschäftszimmer der Genossenschaft im Postkeller, Wagengasse 9.)

Die hiesige Aufführung derMignon" durch die Wiesbadener konnte dieses Urteil nicht widerlegen; auch Mignon bleibt besten­falls eine oberflächliche Nichtigkeit. Das befti an ihr ist tatsächlich immerhin noch die Mu- sik von Thomas aber auch bei ihr lohnt es sich nicht, nach einem tieferen Gehalt zu suchen.

Halten wir uns daher lieber an die Aus­führung durch unsere Wiesbadener Gäste. Sic stand unter der trefflichen musikalischen Lei­tung von Arthur Rothe r, dessen Be­gleitung der Rezitative ein Genuß für sich war. Ohne auf alle Einzelheiten der wohl- gelungenen Aufführung eingehcn zu können, verdient Ther. Müller-Reichel als Mignon besondere Hervorhebung. Ihr wei- ck)cr, warmklingendcr Sopran kam zu schön­ster Geltung. Leider war das Spiegellied im 2. Akt gestrichen. Mara F r i e d s e l d entzückte als Philine durch die leichte Tongebung in chren Coloraturarien. Herm. Gerd. Andra

war in Spiel und Gesang ein prachtvoller Lothano, im Stimmcharakter vielleicht ein wenig zu schwer für diese Rolle. Eine der b^stenLlstungeii d«s Abends botFrdp Busch als Wilhelm Meister auch alle anderen Rollen waren in besten Landen. Besvn- deres Lob verdienen Chor und Orchester Die Chöve klangen ausgezeichnet, das Orchester trotz seiner naturgemäß sehr kleinen Bc- setzung- desgleichen. Die Ouvertüre und das hübsche Zwischenspiel vor dem zweiten Akt verdienen besondere Erwähnung Auch der Zigeunertanz erfuhr durch die Damen des Balletts eine gefällige Ausführung.

Das vollAsetzte ausverkaufte Haus spen­dete reichen Beifall. <Z. H.

'feiten? BerSspiele ,.De.- Bruder und die Sckli'.estLv'/ von Kotzebue nn> Tl^odor KörnersNachtwächter" gegeben. Zn Sttnfc-cm sprachen hauptsächlich dir luy-enMidjen Darsteller, zum Teil selbst noch Km« der. Und sie spielteri voll Begeisterung, Liebe und ernster Hingabe und wußten schnell den Weg m die Herzen des mit allen Fasern miteifebenböi kleinen Volks zu finoen. Aber auch Erwachsene, die selbstverständlich keine Maßstäbe <Lb)o(uter Künsl mitbringen durften, konnten ihre l)elle Freude <rn ben jungen Mimen (Agnes Detters, Hanni B«! unb Wilhelm Mittermaier im K^tzebueschen Stüö und ibie drei Geschrvister von Uexküll sowie Walter Pfnorr imNackftwächler^ hoben,denen aufrichtiges Lob .zespendet werden kann. Liebliches W aldes grün leises Vogelgezwitscher, geheimnisvolles Ranrren des Windes, rauschende Tonnenwipfel, darüber seidig graublauer Himmel mit eilig ziehenden Wolkew Äm und vor allem das Fehlen Parfüm« ängertcr Theaterluft baten ihr übriges zur

Schaffung bester Stimmung. G. K.

Hierbei gelten folgende Grundsätze:

Tie TmschVohlen sind vom Landävrrt zu stellen. Werden sie vom Treschmaschinenbesitzer geliefert, so sind hierfür Betr'ige- je nach Größe der Maschine, ledoch höchstens 20 Mark für die Stunde, zu ent­richten.

Tas Bindegarn hat der Landwirt zu stellen. Wo es vom Maschinenbesitzer gestellt wird, ist lediglich der nachveisliche Selbstkostenpreis zu be­rechnen.

Arbeitskräfte, die vom Treschmaschinenbesitzer gestellt werden, sind besonders zu bezckhlcn. Tie Lohne rieten sich nach den ortsüblichen Sätzen, wie sie für Treschmaschinenarbeitcr gelten.

Tie Verpflegung der Arbeiter regelt sich eben­falls in ortsüblicher Weise.

Ter Treschmaschinenbesitzer hat kernen An­spruch aus eme Vergütung für das Umstellen der L.reschmafck>me. (Sbenfowcnig darf er sich noch be­sonderen Verdienst berechnen.

Diese Sätze iverden ausdrücklich als .Höchst­sätze bczeichnei. Sie oerntinoern sich je nach Lei, fhing der Maschine.

Bertrnstaltungen.

Samstag, 24. Juli: Physikalisches In. ftitut, 8 Uhr, Vortragsabend des Reichsbundes deutscher Technik über Wasseriräste. Hotel Ein­horn, 83/< Uhr, Gastspiel Buchwald. Licht­spieltheater wie gestern.

Sonntag, 25. Juli: Liebigmuseum, 11.15 Uhr, Vortrag Major Guticksmidt über Technik des Kupferstichs, Holzschnitts unb Lithographie. Reichsjugendwetttämpse, 9 Uhr, Radfahren, Rodheimer Straße; 3 Uhr, Ballspftle aus dem Trieb . Hotel Einhorn, 83/4> Uhr, Gastspiel Bucküvald. Lichtspieltheater wie Samstag.

** Die Lebensmitteltabelle für bie Woche vom 26. Juli bis 1. August ist aus dem An­zeigenteil der heutigen Nummer ersichtlich

** K o h l e n s ch e i n c für Gewerbe. Ge­werbliche Betriebe, die ihre Kohlenscheine noch nicht abgeholt haben, erhallen diese hi den Vormittags­stunden von 812 Uhr auf dem Brennstoffamt bis zum 31. Juli. Näheres siehe- Anzeigenteil.

** Besitzwechsel. Das Anwesen der früheren Schreinerfirma Vetter und Sommer, Marburger Straße 30, wurde von Schreinermeister Wagner <ür 145 500 Mark erworben.

** Polizeibericht. Festgenommen wurde ein diebi sches Dienstmädchen, das seinen Herrschaften Kleider und Wäsche in erheblichem Werte entwendet hatte. Gestern wurde hier ein vor einem Bank- Hause ausgestelltes Fahrrad entwendet. Das Rad konnte dem Dieb ledoch in Rodheim a. d. Bieber wieder abgenommen und dem Eigentümer zugestellt werden. Entwendet wurden aus einer Wohnung 7 Bettücher, 2 grauweißgestreifte Küchentücher, 1 Tischtuch, 1 breites weißes Hand­tuch unb 1 Kopfkissen mit gehakelter Zackellitze. Tie Sachen sind mit B. K., C. M. unb E. H. gezeichnet. Vor Ankauf wirb gewarnt.

** Kirchenkonzert. Anläßlich des ersten Verttetertags der Theologenschaften Deutschlands und Deutsch-Oesterreichs findet Donnerstag, den 29. Juli, in der Stadtkirche ein Konzert statt, auf das wir die Freunde edler Musik besonders Hin­weisen möchten. Zum Vortrag kommen Werke von Bach, Händel, Haydn, Felix und Arnold Men­delssohn, Hugo Wolf. Den gesanglichen Teil haben übernommen Frau Paula Werner-Jensen (Alt), die den Gießenern aus den Veranstaltungen des Konzert- und des AkcLemischeii Gesangvereins rühmlichst bekannt ist, und Herr FriÄwich Rüge, das frühere Mitglied des Mainzer Stadttheaters, jetzt Konzertsänger. Unterstützt werden sie durch die Herren Geh. Kirchenrat Krüger und Or­ganist G ö r l a ch. Näheres siehe Anzeigenteil un­serer heutigen Nummer.

** Oberhessischer Kun st verein. Die Ausstellung hessischer Künstler bleibt nur noch bis einschließlich übernächsten Sonntag geöffnet. Lei­der müssen schon am Montag einige Werke, die zum Teil verkauft oder für andere Ausstellungen bestimmt sind, aus der Ausstellung entnommen werden. Weiter werden die Mitglieder des Kunst­vereins auf den morgigen Vortrag des Major Gutschmidt im Liebigmuseum besonders auf­merksam gemacht. Zu diesem Vortrag haben nur Mitglieder des Oberhessischen Kunstvereins Zutritt.

** Tas Verhältnis des Konfirman- denunterrßchts zum Schulunterricht ist ein anderes geworden und bedarf an vielen Orten einer Neuregelung. Von allen Beteiligten wird an­erkannt, daß es am wünschmswertesten wäre, wenn der Konfirmandenunterricht in eine Heit gelegt wird, die durch den Schcilimterricht nicht bean­sprucht wird. Dies stößt aber im mnzelnen auf fo große Schwierigkeiten, oaß eine allgemeine Rege­lung, die alle Verhältnisse in sich begreift, nicht möglich ist. Die besonderes Festsetzungen an den einzelnen Orten sollen durch Vereinbarungen zwi­schen den beteiligten Geistlichen und Lehrern er­reicht werdcii. Man 'hofft, daß in der Regel eine derartige Vereinbarung die Angelegenheit für-ein# Reihe von Jahren regeln wiro. Einzelne Schul­verwaltungen haben in diesem Sinne sich an ihr Bereich gerichtet. Nur in den Fällen, in denen ein# Vereinbarung nicht zustande kommt, soll die Sache von dem Lehrer dem Kreisschulinspektor vorgetra­gen iperben, der sich dann mit dem leitenden Geist- lichen in Verbindung zu setzen hat. Von kirchlicher Seite werden zwei Stunden in der Woche als das NUndestmaß bezeichnet. Wo die Konfirmanden weift Wege haben, ist es wünschenswert, die zwei Stunden hintereinander zu geben.

** Deutsch-polnischer Brief- verkehr. Die militärische Zensur wurde von der polnischen Negierung vom 1. Juli ab für sämtliche in Deutschland eingelieferten und nach Polen gerichteten, sowie alle nacK Deutschland abgehenden Briefsendungen an> geordnet. In Westpolen hat sie zunäO 3 Zensurstellen in Posen, Bromberg und Thorn eingerichtet. Erhebliche Verzöge­rungen im deutsch-polnischen Briefverkehr werden infolge der Zensur unausbleiblich fein.

** F r e i ma rken tragen ab und zu nur geringfügige oder schwache Entwertungs­zeichen, oftmals nur Striche oder schwärzliche Flecken, kveil sie beim Abstempeln in der Eile nicht richtig getroffen worden sind. Selbstvev ständlich ist es verboten und auch straf­fällig, solche unvollständig entwertete Frei­marken, nachdem sie von den Umschlägen ab«

und Zivilgefanaene ist mit der Feststellung beauftragt, welche Angehörige des Trans- ^rt-s tatsächlich frtegsgefanaene Russen sind auf dem den t'fdjVn Rhein!fron- ® ist Borsarge getrof en daß drese fafar(ifd)e N°rd-Ost-Ruderv«rb-md schreibt für i^rer Hermat zugeftchrt tverd«ni. Sie mcht nächsten Sonntag eine Meisterschaftsregatta als Kriegsgefangene festgesteckten Per,onttch- au§ die auf dem Rhein im Kehler Hafen, also ketten werden bis ^ur endgültigen Entfchei- auf deutschem Gebiet, stattfinden so l. Zu duna Uber ihre weitere Behandlung zuruck- dieser Regatta sind neben Meldungen von gepalten. zahlreichen französischen Rudervereinen auch

Der Gefangenen-AuStausch zwischen solche von Vereinen aus dem Elsaß und Loth- Tentschland und Rußland. ringen eingegangen.

JBerJin, 23^JuN. (WM.) Die Reicks Die Wünsche der Saarbevülkcrung. zentralstelle für .Kriegs- und Zivilgefcmgene teilt

mit: Ter Austausch der russischen - Kriegs- Lu d w i g s haf e N, 23. Juli. (Wolff.) Da gefangenen in Deutschland mit den Kriegsgestrn- die Bevölkerung des Saargebietes in- a-o-u m Rußlaui» r-llriebt sich pl-nmäLig BiKhTr folge des Friederisvertragez sich nicht an den E Russen g-g« 6M0 D-rchcho uno Wahlen zum preußischen oder baherischeu 10 000 Angehörige per ehemals ostervecchisch-unga- 9andtaa und NN tzpv <,

rischen Monarchie -auf dem Seewege ausgetauschtV ^^chstagswahl beteili-

worden. Tie Tatsache, daß bisher feine regulären 9en dagegen eine örtliche Bertre- Transporle aus Sibirien eingetroffen sind, hat die t u T b a & © a a r g e b i e t vorgesehen deutsche Regierung veranlaßt, bei dem hiesigen Tft die von der Bevölkerung gewählt weroen Vertreter der Sowjetvegierung in Kriegsge- soll, haben sich die Vorstände her politischen fangenenangelegenbeiten na chdrücklichst Vor- Parteien in einer Eingabe an die Regierungs- stellung zu erheben, da die Sicherstellung der kommission gewandt, um ihr die hierfür in 6 ^>bmen vor Eintreten bet> Frage kommenden Wünsche der Saarbevöl-

Winters unter allen Umstanden erreicht werden

muß. Der Sow jetver treter V i kto r der Eingabe wird

Kopp sah sich veranlaßt, sich selbst nach örtlichen Vertreter des

Moskau zu begeben, um den berechtigten Saargebietes das allgemeine, gleiche, geheime Forderungen der deutschen Regierimg Gettung und direkte Wahlrecht vorgeschlagen. Die politischen Parteien sprechen in der Eingabe

den Wunsch aus, zu den demnächst stattfin­denden Besprechungen hinzugezogen zu wer­den.