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Fortsetzung 31.

iNachdruck verboten.)

mit

durch bic , ------- --------- .

5t.iot und die Bolksipiitststmt betonet linb. so-

körper wußten die Leute in der Kalte lm Walde arbeiten. Bei der Arbeit scheuten srch bie Li­tauer nicht, die Leute unbegründet zu schlagen. Durch den groben Schmutz, gänzlich unzuläng­liche Verpflegung, (morgens warmes Wasser, ein halb Piund Brot, mittags dünne Waferluppe, alxnds warmes Wa ser), ich echte Behandlung und unzureichende Bekleidung erkrankten die meisttN Aerztliche Bel-andlung wurde Feinem gewährt. Ein Mann, der an einer alten Veriounduivg litt, kam in ein Lazarett in Kowno: dort fragte ton eine jüdisä>e Schwester, ob er ein Deutscher fei, was Der Mann bejahte, woraus sie ibn wieder m das Lager schickte und sagte, für die Schweine |ei im Lazarett kein Platz. , .

Der deutsch.- Konsul in Kvnnw besuchte die Gefangenen und sagte tdnen, es wäre ihre eigene Schuld, wenn sie schlecht behandelt würden,^ sw müßten sich in ihr Schicksal fügen, er könne ihnen nicht helfen.

Der litauische Lagerkommandant gab gleich bekannt, .daß jeder, der entflieht, nicht in das Lager zurückgebracht würde, sondern totgeschlagen oder erschos en würde. Es sind Schütze Neunein, ttorflin und Witzler entilotxn, ober wie ich späte» Härte, ist keiner üb-nc die deutsche Grenze ge-

Wien, 22. Jan. (WB.) D-r neu ernannte Gouverneur der ölterrei h sch-ungarischm Bank, Dr Sp i tz m ü l l e r , führte in der heutigen Sitzung des Generalrates in Besprechung des ka- tastrnplxilen Sturzes des Kronenkurses aus, daß speziell in Oesterreich die Situation furchtbaren Passiven, mit denen der

tentng ton einem Zentner Tis in® Hektoliter als zulässig -u erachten. An Fubrkosten zuzüglich Eislteferuug sind füc auswärtige Brauereien für Den Hektoliter Bier je nach der Entsernimg 7,50 Mark dis 9 Mark zulässig. Die hier angegebenen Preise gelten für alle aus Hessen, Fvanksurt a. M., Homburg, Wetzlar und Hanau stammenden Biere. 3in büijri,^1 und sonstige Biere ton auswärts ist ein Zuschlag entsprechmd der nachweisbar durch Die Fracht und sonstigen Spe'en entstehenden Un» toiten zulästig. B i Beranstaltungeu, Kvnzerten oder be.onderen Gelegen!/ilen j'bi.e Eintrit.sg.'ld nrirb ein Zuschlag von 5 Ps. Pro Glas Bier als zuläs ig erachtet. Die Inhaber von Gast- und Sch-nkwirlfä)asten sowe von anderen äinlick»n Betrieben, die Bier offen oder in anderen säßen im Kleinverkaus abgeben, haben die Ber- kaufsprcise durch deutlich liM'.tve.i Auslang tu Den Wittsdxlstsräumen oder Berlaufs^e.len be- kanntzuM-len. Ei e lleberdnx-itung d.r Hochn- preife wird ftraire.U id? te.so gt. Zuwiderdanp (migen w.r>en unnachfichtliä» zur Anze ge gebracht irrtb Die Schliessung des Lokals betmhvigt.

Ausschluß unzuverlässiger Per­sonen vom Hrndcl. Der Metzger Ludwig Emil Schäler zu Wi.-seck ist als unzirverlästige P-riori oom Hmrdel mit Bieh, Fleisch und Flciichwaren ausgeick^ossen worcen.

Ist in deiner Pflege etwas versäumt worden?"

Estrid schüttelte stumm den Kopf.

Nein, Peter hatte es an nichts Wen lassen. Die ausgesuchtesten Leckerbissen hatte er vom F.'st- lande für sie kommen lassen, und Akte wurde nicht müde, sie ihr aufzunötigen.

Hast du dich über schlechte Behandlung zu beflogen?" fuhr Peter fort.Habe ich dich viel­leicht gemißhandelt, daß du bnS Gcsatz gegen mich in Anspruch nehmen willst?"

Es gibt noch andere, als körperliche Miß­handlungen, meine Seele hältst du mit eiserner Faust irnd knechtest sie," Kam es von Estrids zittern­den Lippen,

Seegespenftec.

Roman von Anny W o t h e.

Xaertkriedic» Cepyrtffht 1918 by Anny WotbeM»lm, Lefprig

Schwester besuchen, Hobe ich nichts dagegen, aber

' mir! Geht dir sonst hier irgend etwas ab?

Deine Seele? Hast du überhaupt eine? Ist dir überhaupt je der Gedanke gekommen, nach der meinen zu fragen oder nach der von Jngew-wt Ferks? Nein, mein Kind, mit hochtrabenden Re­densarten kommen wir keinen Schritt weiter. Ich rate dir in Gute: Füge dich! Du kannst bloß dabe>. gewinnen, beim meinen Willen, den zwingst in nicht."

Estrid starrte ihren Mann, der ausgestanden war, unverwandt an und ein Schauer ging bnaf ihr öerv Nein, ihn zwang sie nicht! Wae ro-iÜX Verzweiflung stieg es in ihrer Brust auf, als et so gewaltig trotzig, unsagbar bestimmt und ent­schlossen vor ihr stand. Sollte wirklich an seiner Muckst ihr Wille zerbrechen? Sollte er, zu dem s« wähnte, geistig herabgestiegen zu s in, ihr wirk­lich so überlegen sein, daß fein Wi.le sie unter­jochte ? Nein, das durfte nickst sein, lieber tot.

Estrid krampfte ihre fernen, schmal gewor­denen Hande fest ineinander.

Gut," sagte sie hart,ich nehme den Kaum mit dir auf. Wir werden ja sehen, wer Sieger bleibt."

Peter Donken lachte herzhaft aus. Fist war es fein altes, befreiendes Lachen.

Du hast Mut, Estrid, und das gefällt mir ES zeigt, daß deine Kräfte wiederkehren. Iw übrigen wollte ich dir sagen, daß, wenn du dich kräftig genug fühlst, der Uebernahme deiner Hans- frauenpflichten im Gotteskoog nichts entgegen» steht."

Damit ging er, ohne Gruß, wie er gekom­men.

Empörung flammte in EstrrdS Angen.

Wie ich ilm hasse," kam es von ihren zucken­den Lippen,ich könnte ihn töten, wenn er VS» sucht, mich unter seine Füße zu treten."

Wie jn dumpfer Betäubung faß sie da um starrte in den Wintertag, der in Dämmerung ver­sank. Ueberatl frod^en Schatten Lis dem weich wallenden .Zwielicht, und ihre S«le war dunkel

(Fsrfetzung tolofj

scheint und sich die Aufgabe setzt, aDvSchentiich edr von ersten Malern illustriertes Werk unserer besten Erzähler zu bringen (Preis der 9himmer 50 Pf., Viertels älwlich 6 Mk.), die humoristisch.' Erzählung: Aus dem Tagebuche eines wandernden Schneider­gesellen" erschienen. Erich Büttner hat den Text Gaudy's graziös und übermütig illustriert.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag b. 25. Fan., 3. S. n Epiphanias. Gottesdienst. In d. «Stobtrirdx. Borm. Uhr: Psr Becker. 11: Kinderkird-e f. d. Mar- ? isgem.: Psr. Becker. Abds. 5: Psr. Mahr. RoTitcrg, 26. Fan., abds 8: Bereinig, d. kvnsirm -ti'q Jugend d. MarkuSgem In d Johannes- i.che >Borm 9'/r (zugl. Militärgettrjestenst): D» >i io'Spfarrer Ts-'smeyw. 11: fttujvrfirdy s. d ^alninnesgcm.: Pst. Avsield. Abds. 5: Mis i-mar fiklfbr'. Abds V28: Bereinig, b tomirm. männl stiigend d. Jolsannesgem. Montag, 26. Inn, ,ll>s. VgS: Bereinig d. konfirm. nribf. Jugend \ Lu5asgem. Freitag, 30. Ja"., a>ds. Vs8: Bereinig, d. tonfirm, weilst. Jugend d. Ivlannes- xem. -- Bon Sonntag b. 1. Febr. an beginnen di< A'.Endgottesdienstc um 6 Uhr. - Wr s ck 25. 1 10: Ha'iptgotceS ienst. "/«7: A.'endgVttest>.enst.

fio höfische Gemeintzt

Samstag, 24 Ian., nndym. 5 u. abds. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Bstchte. Sonntag, 25. Ion 3. Sonntag n. Ersckyin. Fest b. hl. Familie Borm. ßV?: Gelegenh. z. M. Beichte. 7: Hl. Rtesta kommun d. Frauen. 8: Austeil. b. hl. STömmim. 9: Hochrmt in. Pr. 11: Hl. Messe m. 'Br. 4: Iw q i 'gS-Zrongregation. 5»/,: Slriren ebre; dar. Andacht Di-kfpova-GvtteSdienst 0 25. Jan. In Grünberg 9«/», in Hungen IO3/,, in Lich 8V* Uhr.

i0re beide« »tnber ermordet M haben, bie ganz kurz hmtereinder gtitorben sind. Die nut* der sollen vergiftet worden-,ein.

Nelsen ins befette Webtet

= Frankfurt a. A., 23. Jan. Infolge ber Ankündigung, daß die Einreise ins besetzt? Gebiet fortan au, Gimnd »es bekannten grmiev deutschen Reiiepas s es möglich nf, herrlch in der hiesigen PaßauSgal»esstlfe ein solcher Mas,en- andrang von Reiselustigen, drß die Beamten sich des Ansturms md)t erwelnen köimen. Hmrderte ton Männern und Frnuen warten täglich stun­denlang vor dem Paßbureau des Präsidiums, um in den Besitz eines Passes zu^langm, wobei cs zu den unangenehmsten Szenen kommt.

H. A. Bieber, 19. Zan. Gleich wie in ben urr.Iten Gruden feldern fer Gemarkung Sl'ö» Niy5b<rg macht die Firma M-innesmann auch tner gewaltige Aufschlüsse. Siele Bergleute fin­den lohnende B^fckwftignng.

)( Ziegenhain, 22. Jan. Um in Zukimst Den perl'tcrentKii Uebers chr>c mmung en in Schivalmgründ vorzubeugen, vstrd jetzt die Erbou- mtg einer Talsperre angeregt. Als pasiendee Gelände hiersür käme, so wird gesagt, die Gegend oberhalb des Dörfchens Heihetback, in B-tracht, weil hier das Sd»valmt>al eng und der Bo^en land­wirtschaftlich nicht fo nutzl^ar in. Auch Bausteine seien hier in Menge vorhanden.

Uns Dem ^mrsvtrkündfMtnftHbfatt.

Verwendung des Mfehrerlöses aus den Häuten von Schlachtvieh »ld SMachtpt^rdn Für die Zeil vom 19. Januar bis 15. Irbrnor 1920 einschl werden fo geude Sätze a s Hont. - rusbsteg. ter an den Tierhalter yi bc^cn t', für den Zentner Lebendgenst-bt festgesetzt' fu>

Stäiber, ausgenommen Ä'älier 52,20 Mk., für Kal­ber 99,60 Mk.. für Schafe mit wol.ige', Al­longen und kurz wolligen Fellm 73,20Mk., füi Sch°!e mit «löhen 60 ert« «ni

Fohlen, Esel, Maultrere und Atauleicl 37,20 Mk.

Der Preis für Marg « rine Ut nach Anordnung des lliei iiswirtsduiHn i i e iun s m t Virkmig vom 17 Januar 1920 nu, vierzeln sKar! und fünfzig Pfennig pro Mlo end der Preis für Oel mrd Bratfctte aus achtzehn Mark und fünf­zig Pfennig pro Kilo festgcs tzt.

Polizei-B erardnu n.c über die Be­kämpfung der Bisamratte Das Hegen Versenden oi>er 5-alten lci»e>cher Bi amrati^u t.J verboten Jedes Auftreten tk-v W-nnratte fr- sort dem Kreisamt anzuzeigen. Zmr-ideriie^b'u acn werden mit einer (Mbltraft bis zu 3) Mars besiraft. Nack Mi teilung des Zieichsipir schstt.- Q«ts hat sich die Bisamratte in Thüringen int Bavern gezeigt. Es ist die Befmtirtuug nicht von der Hand zu weisen, daß einzelne Ti.rc oder Pär­chen in den Handel mrd in die Hande von Pr- sonen gelangen können, die sie feilten oder mit d-nen sie Zuchwersuche anibellen Vo ten. Dadurch würden der Land- und Wasierwirtchift neue Ans- Stmgspunkte sür die Verbreitung hefes Schädlinoe geschaffen, da das Entweichen einzrner Tine tourn zu verhüten wäre und damit ent cm te Gefahr für viele (Miete entstände Etwape Mitteilungen ton dem Aus treten der Bisam rahe find bej chleu-

wir uns monatelang nickst gesehen. Der Arzt sagte mir, daß ich nun, ohne deine Gesundheit zu gefährden, mit dir reden kann, und darum bin ich gekommen."

Estrid warf mit wilder Gebärde eine ihrer Flechten, die ihr über die Brust hing, in den Rücken und sah ihren Mann mit funkelnden Augen an.

Du kommst also endlich, bidj zu entsdstckdigen für die Gewattbrt, die du gegen mich geführt. Wahrlich, es steht dir schön an, eine Wehrlose. Kranke, die nichts von dir itnfien will, gegen ihren Willen in dein Haus zu schleppen und dann festzuhalten. Ist daS eines anständigen Mannes Nüvdig?" ,, _

Das Blut kam und ging m raschen Wellen in Peters An Nitz. Seine starke, braune Hand zauste nervös den rötlichen Bart.

,^Zch nalnn mir ran mein Recht," gab er kurz zurückDu rocifjt, nicht deinetwegen tat ichs, sondern des Kindes wegen, dos du erwortest."

Eine Blutwelle ging über Estrids Ge ickst

Wenn du auf deinem Schein bestehst, wird es weder Pater noch Mutier haben, denn ich"

Bitte, sprich nicht davon, was du zu tun ge- denM. Die Zeit wird uns lchren, tvas geschehen mU^ Und du glaubst, daß ich wirklich ausholte in deinem Hans, wo ich bloß des Kindes wegen ge­duldet bin ?"

Willst du vielleicht wieder davonlaufen und den Leuten weiter ein Schauspiel ge«n? Nrin, meine Liebe, das wirst du bleiben lasfen. Ist dis Kind da" Peter atmete schwerund du willst txntn gehen, so werde ich dich nickst halten.'

Es ist schändlich," entfuhr es Estrid,Gewalt zu üben, wo du wtißt, daß auch nicht das ge- ringste Gefühl mich an dich kettet."

Peter Banken kniff die Augen finster zusam­men.

Natürlich nicht," antwortete er.Wie Rim* test du auch etwas für mich fühlen, wo du dach Inge wart Ferks liebst, den du eben so betrogst wie (mich. Ich verlange deine Liebe nicht, aber betne

(In einem Teil Der Auflage wied.'rhrlt.)

Eine Brrfttflttllst des preußischen Kultusministers.

Berlin, 22. Ian. Der Kultusminister hat eine VerMgun^ erlassen, wonach die staatlichen höheren L'chranftalten zum April neue Schüler ür Die Dorschule nicht annehmen bür» en. Auch die Groß-Berliner Vorschulen werden abgebaut werden.

Die deutschen und die enfllischen Bergleute.

Berlin, 22. Jan. TerVorwärts" ver- gleicht die Fordenrngen der englischen Berg­leute betreffend Die Arbeitszeit mit denen der Nuhrl^mle-tt.' Tamrch verwettt der eng i che B-rg. mann jetzt mrd in Zu ünft 3A Sture en li ngr unter Tag- cd.. <zec deutsche bei beffemi Abbauverhalt, niffen, so daß die englischen Bergwerke leistungs- fälstger bleiben würden als die deutschen.

Deittsche Auswanderung ans Eisnß-Lothringe«.

Berlin, 22 Ian. Nach demVorwärts" sind bereits 9 0000 deutsche Elsaß-Lo­thringer ausgewandert, davon sind 20000 ousgewieen.Eckw de Paris" fordert die Ausweisung der übrigen 400000.

Eine Ausweisung aus drord-SchleSwig-

©unberburg, 23. Jan. (WTB) Der Sonderburgvr Zeitung" zuwl,te ist der Bürger­meister a. T. von Norb-urg Hardetogt Klinker von ber interalliierten Kvmmissvon mit F^ft bis zum 24. Januar onsgewiesen worden. «1 in ter ist geborener Flensburger nnb war über 40 Jahre in Norburg, da hm- auch stimmberechtigt.

E-nc Bcrhastuug in Frankfurt.

Frankfurt, 23. Jan. (WTB3 Ter Her­ausgeber der vommuuisti^cheu ..R o t e n Fahne" in Frankfurt a. M. ist »er haftet worden.

Tie schlimme Lage Oesterreichs.

w.-il gedieh, daß zwischen der Näenge der umlau- ferDen Geldmittel und der Wav.nn>orräte ein ganz xrrffeheures, noch immer steig nd-s MitrverlfeiltniS 'xnel^. Ti.' Jnanspruckmckhme der B'.nk durch Oesterreich und Ungarn sei zweifellos eines der ernstesten Symtome der jetzigen Lage. Man mus e ttachten, dos liebel an der Wurzel zu fasfen, was ;?dr durch St i ^rung ter Gütmer eugnng mög­lich sei. Das letztere hänge aber von der Ge­währung bc3 ausländischen Krüntes ab, nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für den Bezug vou Rohstoffen. Dem Gouverneur schwe.t Ijtrrk'i die Schaffung einer tontinierlich wirtenden, auf großen Fi lanzmstituten aufgebauten ftte it'hstems vor, wobei unter der Aufsickst und Garantie des Staates dennoch der privaten Initiative genügenik'r Spiel- caum zur Jnlettiebsetzung ber Wi t.cha t gegetoi wird. Tiefe Kredithilfe müife tedoch ra.ch er­folgen, denn nur dadurch könne die innere Äaut- kro t ber Krone geho'-en werden. Erst an dm Wirkmigen dieser SfYcbittrilfe könne dfe vielfach angezwcitclte Lebensfähigfl-it des österreichischiM Staates qemef en werden.

Wien, 22. Jan. WTB ) Die WimerAflg. Ztg." meldet: Ingenieur Lefevre ist in Wüni cingetrotien. Er hat seine Funltwn als Ches der SUommiiittnt, die die gesamte Waggonfrage zu bel-andeln lzat, bereits übernommen. Le- f evr c bat b.reits mit allen Bertreiern der intern ef r rt n Behörden und Staaten L^orbesprecktungen gepflogen und jimcd Material zusammen getragen, das als Grundlage ber R^aliiierung Der Waggon- aushilse und Waggvnverttüung nötig ist.

Foch gebt nicht nach Warschau.

Paris, 22. Ian. Havas. Nack» demJour­nal des Tedats" ist die von verschiedenen Blättenr verbreitete Nachricht von der bevor stellenden Reise Des Manchalls Fvch nach Polen unzutreffend. Ein felcher Beschluß ist nie gefaßt worden, weder vom alliierten Rat, noch vom Stabe Foch.

Leiten in Iltaul'cher Gesinc.enichast. f

Wir erijalten folgende Zusckpist:

Der am 12 1. 20 aus litiuifebex Gefemgen- fdwft iurüdgeMrrte Bizeseldwelxl Stisert c>- l. M. G. K. S. S. M»Ug. Damm mach e folgern i Aussagen: _ m _ .

Aut Befehl der Brigade Goetze wurfv ar: 28. 10 19 eil Kommando zur Reau-sitfem w' Brotgetreide von Bausfe nach Norblitauen ge sandt Zu dfesem Wmmanbo stellten M. (>.. S Abtlg. Damm 1 Offizier 16 Mann, sbv di ckes Sturmbataillon 10 Mann, Gendarmern 6 Mann. t . .

Am 10 11. 19 befand sich das Kvmm»ando i Aalaw . im Laufe der Nacht vom 10. aus 11..11 wurde Salaw von ungefähr 8<X) liätnnfdrn ©ol* Daten umstellt, die am 11 11 morgens um 7 Uri das Feuer auf das Reauisitionstommanv.' ervf- e en. Um 5 Ul.r uochniittags musste st.ch dis Kommantv ergehn, wachem es fick den gmzer Dag nach allen Seiten verteidigt batte.

Bei her (getan c.malmte schu,^en dfe Litmr.^ den Leuten ins Gesicht imb verebten i'.jnvn Fuf? trire Ern Pkann. Schütze Adam, M.G. S. S. Adttg Damm bät e ei en s.bwe^en Bmckstchuß. Dir sollten ibn oerbinden und ihm helfen, br er laut jammerte, aber wer sich ihm von unk ä' erte. wur e mit Selben zu üdgeifragen. Dr birauer tiefem rlm licmit. als wir adge ülnt wui- Den Im Fußmarsch wurden bi Gefangenen nock Peswel gebracht, unter fortwährenden Kolben- tiie e t und Sch! ägen mit Peit cheu ins ve rck« In Peswel wurden wir in das Gefängaiis gesperrt und uns alles, was wi: auf dem Lev* Lattm restlos nbgcmommen, bie illyren und i>rs Geld zu­erst Als' Bekleidung hefam je'er Deutsche eit« verlumvte Panielwfe, der Oberkörper blieb frei Im Gefängnis bekam jeder mit Peitf.ten Prüc>-l Der Fühier des Kommandos. Le iteant Be er, M G S. S. Adrig. Damm wurde bim s.h durch Peswel dreimal an eine Wand yim Er- )dielen ac -eilt. Später wurve Leutnant Bester aus bem Gefängnis zugleich mit zwei v>endarm<n herausgstbolt Danach hörte man Schüf c. Ban

Leutnant Bester und den beiden Gcnldarn'en haben wir seitdem nichts wehr gehört.

Am 12 11. wurden wir nach Iyteine in em Gefängnis ohne:ährt Dort wurden die Leute aus daS Gröbste mißta idelt Ter Lituuiiche fom- Mandant, der jeden Unteroffizier bis zu hen klein­sten Einzellxiten aus'raste, schlug mit einer Peitsche, wenn ihm etwas unwahr schein! ich vor- kam. Im Ökfängnid bekamen wir Die erste Ver­pflegung feit ber Gefangennahme.

Am 15. 11. wurden wir mit der Eisenbahn nach Kowno gebvach und in ein altes Gefangenen­lager gesperrt. Tie Leute wurden ohne Decken unD Strol)decke in femhkkatten Kellern unter ge­bracht, die gänzlich verschmutzt waren. Im Ge­fangenenlager wurden wir ftreng bewacht. Jeder Mami belam bei EinzelgäNjten Drei Posten mit. die ihn alle drei um die Wette schlugen und stießen.

Bon morgens 7 Uhr bis abends um 6 Uhr mußten wir im Wald Bäume fällen uni* po.z backen. Bei dreißig Gefangenen gingen 1-50 Li­tauer nicht, die Leute unbegründet M schlagen.

Es war ein klarer, Heller Winterte g kurz vor dem Christfest. Ties in weifeem Sch-ioe gebettet lag der Gottestoog und über das Watt sausten die Schlitten. Seit Jahr und Tag hatte man nicht einen so strengen Winter auf Sylt erlebt

Estrid war zum ersten Male aufci Bett. Sie ruhte in einem hoben Lehnstuhl am 'Fenster und ihre Augen schwei ten sehnfüch ig tn den Wrnter- äag hinaus. Um bie feingeichwungenen Lippen grub sich ein leiser SchmerzenSzug. I» zwei dicht geflochtenen Zöpfen hing ihr das wundervolle, Lhrenblonde Haar lang über Brust und Rücken herab.

Estrid zog den weißen, warmen Schlafrock ton dickem Fries fester über der Brust zusammen, imb ihre Augen Hüften plötzlich ängstlich nach der Tür.

Das Feuer im Ofen knisterte und wte Flam- men sprühten hell auf. Die Wintersonne huschte hier und da mit roten Strahlen über die altertüm­lichen Möbel aus Brrteuholz. Wie Heuer nm das.

Die Schritte, denen Estrid gelauscht, Einten näher. Gespannt, tödlich erschrocken, hingen die Augen der jungen Frau an ber Tür, die mit kur­zem Ruck geöffnet wurde. Peter Bonkcn stand in ihrem Rahmen. Groß, breit, mit frischem, von der hinter falte gerötetem Gesicht, aber nicht mehr das Lochen in den blauen Äugen, sondern einen tiefen, fast finsteren Ernst.

Mit einem leisen Schrei fuhr Estrid auf Angstvoll starrten ihm ihre Augen entgegen, als er schnell die Tür schloß und aus sie Auf am.

Mas willst du," stieß sie hervor.Geh fort!"

Peter Banken nahm sich gelassen einen Stuhl Md setzte sich feiner Frau gegenüber.

Sehr fveundlich ist dein Empfang gerade «jcht, Estrid," nahm er ruhig daS Wort, nachdem

Achtung, die teilt ich mir, meines Kindes wegen, erzteingen."

Wer sagt dir, daß ich Jngewart Ferks hebe?'

Er spukt noch immer durch deine Träume. Oft vernahm ich des Nachts dein Wimmern mrd Flehen:Jngcwart Ferks, verzeihe mir."

Estrids Angesickst war totenbleich. Unheimlich mit großen, flackernden Lichtern brannten sich ihre Ai^gen in fein Gesicht.

Du horchst," höhnte sie, und ihre Lippen kräuselten sich verächtlich.Doch du magst den­ken, was du willst. Ich wollte dir nur sagen, daß ich, sobald es myne Kräfte erlauben, den Gotteskoog verlasse, mit oder gegen deinen Willen."

So werde ich noch besser auf dich aufpisten müssen, Estrid. Ich gebe dir zu bedenken, bafe klüger ist, nadelt geben. Zwingen sollst und kannst du mich nick)t. Hier herrscht mein Wille und nicht ber einer Frau, die mich um äußerer Vorteile willen nahm."

Estrid war nahe biran, laut aufzuweinen. Sie bezwang sich mit aller Gewalt. Sic durfte sich diesem Festen, Starken und Ehernen gegen­über keine Blöße geben.

Das Gesetz wird mich schützen. Du hist kein Recht, mich in (Mangenfefjaft zu halten."

Das tue id) gar nicht. Willst du aussahren? Willst du im Schlitten deine Mutter oder deine

kommen.

In Kowno wurden die Gesangen<-n onsgesührt und dem Hohn und Spott der Bevöllerung preis gegeben. Sogar ehemalige deutsche llntcroffizierf und Offiziere be inixn sich im litamsch.m Heer, bie genau fo handelten wie bie anderen Litauer

ge> Pizrseldrvel»'! Seifert.

Man sieht also, auf welch? unmenschliche Weist >ie Litauer von Entente-Gnaden wehrlose Ge angene, die sich tapfer bis. zum änBeriten ge» ^hrt haben, behandeln. Daß das d-utsckre Reich. Zertreten durch feinen Konsul, bis jeot wach Nichte ür Dir gefangenen Deutsdien tun konnte, ist ein Zeichen, nne groß der Einsluß und die Achtung Zt, die Deutschland heute im Auslande genießt

tttgt an das Kreisamt weitemugSen.

H ö ch st p r c i s e für Bier mb Ersatz- &ier Nachdem das Reichswlrtsclp.tsministermm mit Rücksicht aus die Steigerung brr HerstellungS- foften Den Herstellerhöchsttons( Bier cmfebl. (Steuer aus 61 Atark und für herähnlick-e Ge­tränte (E^ st tz irr) auf 58 -ür ben Heltl>- ftter erhöht hat, werden nach Anhwung der Ptens- prüfungsstclle für die Provinz Dbartefien für den zkceis Gießen folgende Höchtoveiie für Bier pest- gesetzt : Berkaussprrise am Schanktisch in Wirt­schaften : für Schankwirts duften Liter lo Pf., »/io Liter 30 Ps., für Gastmirtfchä.ten, Hotels, Speiseivirtsduften und ÄasfeLltäustr x/io Liter 20 Pi., 2 io Ltr 40 Ps.; für bai Flaschenver- kauf: Brauretverkuf: f. d. grobe Fl toste, st» Ltr, 65 Ps., s. d. flerre F-tasdx, lh ltr., 50 Pf., f. d. fleine Flafckie, 3/,0 Ltr., 40 Pst; Hi ndl erve r- kauf: f. d. große Flasche, 6/10 Ltt 75 Pp., f. D. gerne Flasche, Vr Liter, 60 Ps., für tae kl^ne Flasche 3/io Liter, 45 Pf., beim Faschenverkaup an die Schaufwcrtschaften ist ein jufdjtog von 35 Ps für die große Flasche mib von 20 Ps. für die kleine Flasctze zulässig : leim Fmchenvvrkau, tn Speisewirt!cstasten, tzzastwirtschaftei, Hotels und Kaffiehäusem ist ein Zuschlag von 50 Pf. für die große Flasche und ton 25 Ps. für die kleine Flasche zulässig Für Eisanlieterung i^ eine Bcr- gütung von 5 Mark pro Hektoliter Pier bei Lte-

BSchertisch.

Fribtjv f Nansen erlW tn feinem neuen BuchFreilustleb e n", das noch im Januar bei Brockbaus, Leipzig, erdrint (geb. 9 Ri s. die Forderunglos von der modernen Kulturlüge, zurück zur Natitt!" Der berühmte n-orfdxr hat der deutschen Ausiabe einen beton- Deren AbschnittAn den Dentidm Leser" voraus- gefd)idt. worin er mit flammenden Worten die Bediugungen feststellt, unter dewir er eine ®c= snuduna des Li'bens der mropä feben Völker allein für möglich hält. In Dem Buch toifbert Nansen eine Reibe von öjrlcbniifcn in seiner nordischen Beral>cimat und auf hoher See in der bei dem Verfasser vonIn Nacht und Eis" rooblbefanntiii packenden Darstellung: insbesondere die Freunde des Schneeschuhsvorts und der Jagd werden ihre Freude daran haben.

Bon Franz Freiherrn v. Gaudh ist m ber neuen illustrierten WochenschriftDer Kleine Roman", die von Herbert Jhering heraus- 'gegeben, im Verlag von H. S. Hermann & Co. er-