werden.
garüber, daß heute
Stabtv. M i -
srutirv
und Sommer bestimmt die Beig. Kren-
Zu UrkunbSpvrsonm totrben Stadtv Michel und Kiel.
Tie Versammlung wird vom zien geleitet.
Stadtv. Grobe (Zentr) betonte Fourier ge» iber, daß heute die Alte Klinik zu Hein sei, inrt
das Sonnwenbfeuer unter Absagen von Feuer- sprüchm und Reigenoorsührungen abgebrannt. Diese Sonnwmbfeier soll in diesem großen Ausmaß alljährlich wiederholt werden.
Starkenburg und Rheinhessen.
Mainz t23. Juni. (DTB. > Ein grr^er Teil des Artilleriemunitionsbepots Uhlenborn aus der Strecke dRuinz—Bingen ist heute nacht in die Luft geflogen. Einzelheiten fehlen noch.
Hessen-Nassau.
Landarbeiterstreik.
hl. Ziegenhain, 22. Juni. Im Kreise Ziegenhain haben sich die Landwirte geweigert, mit dem Landarbeiterverband einen Tarifvertrag abzuschließen. Es ist daher zu einem L a n d- arbeiterstrcik gekommen. Dem Gauleiter des Landarbeiterverbandes und auch den Bemühlmgen des Landrates ist es bisher nicht gelungen, die Landlvirte von der 9ft)tweudigkett des Abschlusses eines Tarises zu überzeugen.
Sitzung der Stadtverordneten.
Nach einer Vorgeschichte, die bis in die Zeit vor dem Kriege zurückgeht, und Erörterungen, die sich fast ein Jahr lang hinzogen, brachte der gestrige Tag endlich die Entscheidung über die Rathaus frage. Daß sie dringend gelöst werden müsse, darüber war ich niemand im Ztveifel. Das Wie hatte lange Zeit die Gemüter erhitzt und die Alte Klinik zum Streitobjekt werden lassen. Nochmals einen Rückblick auf den Meinungsstreit zu geben, der auch in den letzten Tagen im Gießener Anzeiger lvieder anhob, erübrigt sich, da das Für und Wider jedem Gießener geläufig ist. Die Alte Klinik ist für die Zwecke der Stadtverwaltung unbrauchbar, auf diese Ansicht hatte sich der Gießener Anzeiger selbst von jeher gestellt. Daß ihre Verwendungsfähigkeit in der gestrigen Sitzung, um für das nunmehr angenommene Provisorium mehr Stimmung zu machen, im allgemeinen herabgesetzt wurde, war überflüssig. Nicht nur unter den heutigen Verhältnissen ist sie für jede andere Verwaltung ein dankbares Objekt.
Nunmehr ist beschlossene Sache, daß Steins G a r t e n die Hauptverwaltungsgebäude in sich aufnehmcn wird. Auch dieses Provisorium ist, wie gestern allgemein betont wurde, keine ideale Lösung, zumal auch hierfür 350 000 Mk. zur Herrichtung aufgewendet werden müssen. Nach Lage der Verhältnisse konnte aber ein anderer Ausweg nicht gefunden loerden und es ist zu begrüßen, baß man sich überhaupt endlich zu einem Entschluß durchgerungen hat. Ohne ausführliche Debatte ging cs selbstverständlich auch diesmal nicht, da das Alte-Klinik-Projekt immer noch überzeugte Anhänger hat.
Aus den weiteren Verhandlungen sei die Erhöhung des W a s s e r g e l d e s um 10 Pf. hervorgehoben, sowie ein dringlicher Antrag des Stadtv. Michel, dem Obstwucher zu steuern. Angesichts der Lebensmittelrevolten in anderen Städten, über die auch heute wieder Nachrichten eingelausen sind, und angesichts der hohen Obstpreise gerade hier in Gießen er-' scheint es sehr ratsam, daß durch städtische Maßnahmen auf eine angemessene Preisgestaltung eingewirkt wird. Es ist denn auch zu erwarten, daß die Stadt wie in früheren Jahren größere Mengen Obst erwirbt und zum SelbNkostcnpreise abgibt. Damit dürfte auf ruhigem Wege ein Preisausgleich geschaffen werden.
— M a r b u r g a. b. L , 22. Juni. In einem hiesigen Garten fand der 11jährige Schüler Klein eine Sprengkapsel. Das Geschoß explodierte und fügte dem Knaben tödliche Verletzungen zu.
Turnen, Spiel und Sport.
— Fußball. Vergangenen Sonntag lieferten sich die 1. Mannschaften des F. C. „Union", Kassel und V. f. B. Gieße» einen flotten Kampf, der mit 2:2 unentschieden endete. Gießen war die weitaus bessere Mannschaft und hätte einen hohen Sieg verdient, hatte jedoch sichtlich Pech. Die 2. Mannschaft des V. f. V. weilte in Marburg und unterlag trotz überlegenen Spieles dem F. C. Germania mit 0:1 Toren. Weniger glücklich kämpfte die 3. Mannschaft, die in Gießen gegen eine Mannschaft des F. C. Germania Marburg spielte und bis zum Schluß das Spiel nur mit 8 Mann durchhielt. Das Resultat war dementsprechend 9:0 für Marburg. Die Schülermann- chaften des V. f. B. Ivanen gegen die gleichen ihres Lvkalgegners V. f. B. 1900 angetneten und konnten sämtliche Spiele gewinnen, 2. Mannschaft mit 6:1, 3. mit 2:0, 4. mit 1:0 und die 5. mit 2:0 Toren.
4 Bad-Nauheim, 19. Juni. Dec hiesige Turnverein 1860 stiftete der Friedberger Turngemeinde zu ihrem 75jährigen Jubiläum ein künstlerisch ausgesührt-es Gedenkblatt, das in einem Eilbote »laus überbracht wurde. Ter vier Kilometer lange Weg von der hiesigen Turnhalle bis zum Saalbau Friedberg wurde von 40 Turnern, Zöglingen und Turnerinnen in 9 Minuten 50 Sekunden zurückgelegt.
<Dtdbtx>. Müller bezeichnete die Alte Klinik als Klotz am Bein, den man abstoßen müsse Der Burger verein maße sich nicht an, die Führung in ivgmdwlckcher Weise zu beanspruchen, er wolle mi
{ <2tadtbauamt werde zu Wohnungen frei werden, stadtv. Mann (Soz. betonte, man müsse letzt ^damit rechnen, daß Steins Garten Eigentum Stadt sei. Zu Wohnungen sei er nicht geeignet. Das Provisorium der Alten Klinik werde Kosten verschlungen, dir niemals wieder emgebracht werden könnten. In der Zwangslage müsse man für den Kommissionsvorschiag stimmen.
Stadtv. W i n n sprach nockMals für die Alte Klinik, ebenfalls Stadtv. Fourier.
. Ter Kommissionsoorschlag wurde gegen sechs Stimmen angenommen.
Auf eine Anfrage des Stadtv. Noll teilte Beig. Krenzren mit, daß die Frage der Polizeiver- waltuna geregelt werde, sobalD sich ent'eben habe, oo die Polizei städtisch bleibe oder staallich werde.
eingetragen waren
Tie Direktion des Oberhess. Museums und der Gailschm Sammlung lädt zu einem Besuch der neugeordneten Sammlung ein.
Stadtv. Mann (Soz.) stellt die Anfrage, ob es nicht möglich sei den Bvlksschullehrern, deren Gehalt demnächst erhöht werde, bereits jetzt einen Vorschuß zu gewähren. Nach einer längeren Aussprache wird beschlossen, die Angelegenheit zur endgültigen Beschlußfassung an ben Finanzausschuß zu überweisen.
Stadtv. Kreiling (D. Bp.l fragt an wegen der Unierbringung derSanitätskolonneam Bahichof. Beig. Kren zien teilt hierzu mit, daß Besprechungen bereits ftattgefunben haben.
Tas Bau gesuch der Konditorei Bettler, eine Terrasse in dem gepflasterten Vorgarten anlegen zu dürfen, wird abgelehnt.
Punkt 2: Genehmigung einer Kreditübrrschrei ung, die 4000 Mark beträgt, erledigt sich, da inzwischen das Budgetrecht der Stadtverwaltung auf 5000 Mk. erhöht ist. Aus dem gleichen Grunde erledigt sich Punkt 5 unc> 6. Tas Budgetrecht der Deputationen soll ebenfalls neu geregelt werden.
Ter Bebauungsplan für die Wa l d - kolvnie am Trieb soll nach einem Gesuch des1 Architekten Meyer erweitert werden. Die Baudeputation lehnt das Gesuch ab, da noch nicht zu übersehen i|t, wann die Bauten in Angriff genommen werden können. Demnach beschließt auch die Versammlung.
den durch Gesangs- und Lredvorträge stimmungs-l langen der Polizei zu verbessern, da die Einbrüche Gelegenheit zur Aussprache ffici kommunale Vorvoll umrahmt. Am Abend wurde auf der Burg sich ständig vermehren. Es sollen wenigstens di- gange geben.
Richtlaternen brennen und Polizeihunde angeschasft Stadtv.
Stadtv. Dr. Ebel (Dem.) stellte sich auf den Standpunkt der Vorlage gegenüber der Agitation, die für die Alle Klinik gemacht werde. Er sei selbst früher für die Mte Klinik eingetreten, jetzt seien die Verhältnisse aber anders. Die gleichen Gründe, die früher gegen die Alte Klinik angeführt wurden, würden letzt gegen Steins Garten angeführt. Im Namen feiltet Fraktion erklärt er die Zustimmung zur Kmnmissamsvorlage.
Stadtv. Fourier (USPd erklärte sich im Namen seiner Fraktion gegen die Vorlage. Seine Fraktion sei nicht gegen definitive Verlegung in die Alte Klinik. Tas sogenannte Provisorium werde sehr lange währen. Tie Verwaltung müsse zentralisiert werden. Durch Verlegung in die alte Klinik würden etwa 14 Wohnungen verfügbar. Tie Alte Klinik werde stets ein brauchbares Objekt bleiben.
Stadtv. Vetters (Soz.> verteidigte für jeden Bürger das Recht, öffentlich seine Meinung zu sagen. Es habe aber jetzt keinen Zweck mehr, in öfsellllicher Versammlung die Frage nochmals aus- zurühren. Alles Für und Gegen sei früher schon vorgebracht. Bei dem Streit der Meinungen hätte nicht einmal die Stadtverwaltung einen geraden Weg einschlagen können.
Beig. Kling spor wandte sich entschieden gegen die Mte Klinik, die weder Sitzungssaal, noch Kanalisation, noch Heizung, Beleuchtung oder Keller habe. Die Umbaukosten für bi: Zwecke der «-Stadtverwaltung würden etwa 2 Millionen erfordern. Er bat dringend, zu endgültigem Entschluß zu kommen.
, Die Ermächtigung zur Fortführung der Gr* Ichäste nach Artikel 171 der Ltädteordnung (Vor. anschlag für 1920) wird erteilt.
Der Vertrag zwischen Stadt und Landes-Uni- ferntat über ärztliche Behandlung und Verpsle* gung hilfsbedürftiger Kranker in der Stadt Gieße» kann verlängert werden, wmn die Sätze eine be* fbmmte Erhöhung erfahren. Dem wird zugestimmt.
Stadtv. Vetters (Soz.) beantragt hierzu Einheitlichkeit der Verpflegung in allen Klass«.
Stadtv. Kiel (USP.) stimmt dem bei.
Stadtv. Otter (USP.) bringt Klagen gegen dte Kliniksverpssegung und --behanülung vor.
Der Wasserpreis wird wegen gesteigerter Unkosten ab 1. April 1920 von 30 auf 40 Pf. für den Kubikmeter erhöht. Für die Zukunft soll bei erhöhten Unkosten sich auch der WasierprciS naw feststehender Regel automaistch verteuere Ab 1. April soll vierteljährlich mirtbefienä er* hoben werden bei Gebäuden mit Wohnungen bis -Simmern einschließlich für eine Familie 3.20 Mk., für zwei Familien 6.40 Mk. und für drei und mehr Familien 9.60 Mk.; für Gebäude mit Wohnungen von mehr als 3 Zimmern für eine Familie 6 Mk., für zwft Familien 10 Mk. und für drei und mehr Familien 14 Mk.
Der Antrag wird angenommen.
Die Rechnung der Buderusschn Eisenwerke über 15 200 Mk. für Lieferung von Eisent.il en zur Kanalisationsanlage her Klcrnhaussiedlung der Baugenossenschaft 1891 wird gen-hmigt _ Hi sitlich decErwerbslosetreürsorge i)t eine neue Verordnung erschienen, die die Höchst» «ätze erhöht. Männliche Erwerbslose über 21 Iah« erhalten 6 Mk., im Haushalt eines andern 5.50 Mark, unter 21 Jahre 3.50 Mk. Weibliche entsprechend niedrigere Sätze.
Stadtv. Kiel (USP.) halt die Sätze für za niedrig und beantragte Zuschüsse der Stadt, do Arbeilslosiakeit zu befürchten sei.
Beig. K r e n z i e n antwortete, daß dies reichs* gesetzlich nicht möglich sei. Zur Zeit sind etwa 2—3 Erwerbslose vorhanden. — Stadtv. Mann (Soz.) regte an, daß die Landgemeinde mehr für die Erwerbslosen tun. Dadurch werde der Arbeüs- marft in Gießen entlastet. — Stadtv. Urstadt regt an. Notstandsarbeiten vorzunehmen. — Beig. Krenzien bemerkt, daß dies gesck«hen sei.
Ter Beitritt der Stadt Aum P ri vatwald* Besitzer verband soll erfolgen, um bne gemein* amen Interessen gegenüber dem konnmandenWald- gefefc zu schützen. Der jährliche Beitrag itnrrbe 313 Mark betragen.
Tagegen sprachen die Stadtv Mann und Ur» labt; dafür Stadtv. Schmahll Krausmüller und (Del, der jebod) den Beitritt zu einem zu grünben- den Gemeindewaldbesitzerverband beantragt.
Beig. Rosenberg gab als Referent weite« Aufklärungen, worauf der Antrag der land- und orstwirtschaftlichm Deputation abgelehnt, der Antrag Ebel angenommen wurde.
Tie Tagegelder für die Feldge- chworenen wurden für den ganzen Tag auf 15 Mark, den halben Tag auf 8 Mark erhöht.
Tie Tagesordnung ist erledigt.
Stadtv. Michel begründete seinen, dringlichen Antrag gegen den Obstwucher. Er hält für Irschen 1—1,50 Mark angemessen, nicht aber 3,50 Mark. In Stuttgart kosteten die ltirfd)en 1—1,30 Mk.; selbst Berlin sei billiger als Gießen. Werde die Abhilfe nicht auf ruhigem WeZe ge- chafft, so müsse man Verbraucher streik und Selbsthilfe erwarten, Durch Zurückhaltung beim Kvuf eien in Berlin die Kirschenprcise von 3,50 auf 1,50 Mark zurückgegangen. Die Stadtvertvaltung müsse jetzt von sich aus für billiges Obst jeder Art
Arr» Stadt und Land.
Gießen, ben 23. Juni 1920
Lebensmittel.
** Ausgabe von Käse. Donnerstag den 24. Juni wird in der Verkaufsstelle der Molke«! Grieb, Bismarckstraße, an den Bezirk 6 Käse ausgegeben.
** Stadt. Seefisch markt. Morgen Donnerstag früh treffen wieder große« Mengen lebendfrische Kabeljau und Schellfische ein and kommen vormittags m den Marktlaub.n zum Verkauf. Von nachmittags an werden bei der Berkaussstelle leere Fisckstörbe (Zentner-Jnhalt/ zu 4 wrd 5 Mark abgegeben.
^crüii|iaitungen«
Mittwoch, 23. Juli: Hotel Einhorn, 81/» Uhr, Gastspiel Paul Buchwald. — Hotel Großherzog, S1/* Uhr, Vortragsabend des Frauenbundes der Deutschen Kolonia'g sell'chast. — Pfälzer Hof, 8 Uhr, außerordentliche Hauptversammlung des Obst- und Gartenbau-Vereins Gießen. — Lichtspieltheater wie gestern.
sorgen.
Die gleiche Ansicht vertraten mehrere Stadtverordnete, wobei auch die Frage des Einmachzuckers angeschnitten wurde.
Beig. Se ib erklärte, der Obstwucher habe in folchem Umfange eingesetzt, weil Obst eines der ersten Produkte war, für das die Zwangswirtschaft aufgehoben wurde. Einem Antrag des Lebens- Mittelamtes, Stadt-Obst zu beschaffen, sei nicht entsprochen worden. Auf Wunsch könne dies aber jetzt noch nachgeholt werden. Der Einmachzucker werde durch die Kopfrationierung ungerecht verteilt, da das Land dadurch mit mehr Zucker beliefert werde, als es vor dem Kriege verbraucht lmbe. Die Stadt Gießen habe keine Reserven anlegen können und fei daher nicht in der Lage, Einmachzucker zu verteilen. Dafür werde aber die bisherige Zuckerration ohne Verkürzung beibehalten werden können.
Der Anttag Michel wurde zu eingehender Beratung den Kommissionen überwiesen.
Stadtv. Krausmüller begründete seinnt Antrag aus Vermehrung der nächtlichen Sicherheit:
Stadtv. Noll (DV.) beantragte im Namen der Ladenbesitzer ebenfalls eine befjere (Strafen- beleucbtung.
Ter Vorschlag wurde zu beschkLnigter Behandlung an die Betriebsdeputatton überwiesen. Jedenfalls sollen elektrische Lampen eingefühtt werden.
Der zweite Antrag Krausmüller, An- legung einer Wahl kartensammlung, wurde an den Finanzausschuß übemrirfen. Die föxrtotbrf soll vom Meldeamt geführt werden.
Stadtv. Simon beantragte, die Baustelle des Eisenbahn heim stätdmveoerns gemeinsam zu besichtigen.
Stadtv. Weiß beantragte, daß bei Ankäufen durch das Lebensmittelamt Fachleute berücksichtigt werden. Ferner bemerkte er, daß beim Brennstoff- amt die Kartothek genauer geführt werden müßte. Es fei vorgekommen, datz von Unberechtigten Kohlenkarten anderer Familien abgeholt worden seien.
Beig. Krenzien nahm die Stadtverwaltung in Schutz, die in den Kriegsjahren sich mit Anschaffungen sehr habe behelfen müifen.
Stadtv. Grode stellte ebenfalls die Einseitigkeit des „Rathausartikels" fest und trat entschieden für das von der Kommission vvraeschlagene Provisorium ein. In der alten Klinik sei nicht einmal ein Stadtverordnetenoersammlungssaal hec- zurichten. Er glaube nicht, daß die alte Klinik unter 2 Millionen Mark herzurichten sei.
Stadtv. Winn (DB.) teilte mit, daß er den bett. Artikel geschrieben und die Flucht in die Öffentlichkeit aus öffentlichem Interesse ergriffen habe.
Tas Gesuch um Genehmigung zur Vergrößerung der Temperei auf dem Bänningerschen Grundstück wird genehmigt.
Die Rachsusfrage.
Beig. Krenzien führt hierzu aus, daß der Beschluß, die alte Klinik zu verwenden, vor dem Kriege als Berlegenheitslösung ge.aßt worden fei. Heu^ seien die Räume nicht mehr ausreichend für d-re Gesamtverwaltung. Die Klinik liege außerhalb des Zentrums, zudem bestehe bet Beschluß, das zukünftige Rathaus an der Stelle des jetzigen zu errichten. Nach dem Antrag dec Sonderkommission soll die Stadtverwaltung wie folgt verteilt werden:
Steins Garten: Hauptvenvaltung, Steueramt, Rechnungsamt, Ortsgericht, 23 er- messungsamt. Miet und Wohnungsamt.
Jetzige B ü r g e r me i ste r ei: .Stadtkasse, Lebensmittelamt, Brennstoffamt.
Ast ec weg 9: Stadtbauamt, Wohlfahrtsamt.
Asterweg 25 (Sllte Gewerbef^lle), Versicherungsamt.
Für die bauliche Herrichtung der beiden ersten Bauten ist ein Kredit von in-gesamt 350 000 Mk. erforderlich. Für die Mobiliarbeschaffung hat die Sonderkommission eine spätere Vorlage beschlossen.
Stadtv. Winn (TV.) gibt folgende Erllä- rung pb: Mit der Verlegung der Bürgermeisterei in Steins Garten bin ich nicht einverstanden, weil dadurch die Geschäftsführung bet Stadtverrvaltung unb der Verkehr mit dem Publikum erschwert wird. Ebenso bin ich gegen den geplanten Umbau an diesem Objekt. Die durch den Umbau erforderlichen Kosten, die mit Heizung ca. 400 000 Mk. betragen werden, sind viel zu hoch, und ich glaube eine Verantwortung hierfür nicht übernehmen zu lehnten.
Stadtv. Krausmüller (DV.) wendete sich gegen den Artikel eines Mftglieds der Kommission im „Gießener An-eiger", da er die Sachlage schief darstelle. Die Instandsetzung bet allen Klinik werde ein Vielfaches der damals angesetzten Summe erfordern. Unter einer Million >verde man nicht auskommen. Man weiche auch damit nur ein Provisorium schaffen. Einfacher und billiger sei jedoch das von der Stadt vorgeschlagene Provisorium. Der Stadtverwaltung müsse man den Vorwurf machen, daß sie in der ganzen Frage nicht zielsicher geführt habe. Ein Entschluß müsse sofort und ohne Beeinflussung von außen her gefaßt werden. Eine Bürgerversammlung könne sehr gut ein ganz falsches Bild geben. Es komme darauf an, daß jetzt ein Plan gefaßt und dann ohne Wanken durchgeführt werde. Der Mobiltarkredit werde hoch sein, da es der Stadt an jeglichem Material, wie Tischen ustv., fehle.
** Ein dreisterDiebstahl. Gestern vormittag 11V- Uhr wurde hier in der JohanneS- straße von dem Wagen eines Spediteurs in dem Augertblick, als der Kutscher in ein Haus gegangen war, ein Kolli von 2—3 Kilo im Werte von 40 bis 50 Mk. gestohlen. Es enthielt 4 Rolladenlager, 4 Anschlagewinkel und mehre« Befesttgungsleisten. Vor Ankauf wird gewarnt.
** Abonnements-Konzerte. Welch grofter Beliebtheit sich die Sommcrkonzette der Regimentskapelle erfreuen, beweist der starke Dt- such der Zuhörer. Für Donnerstag abend hat der Dirigent der Kapelle, ObiNmusikmeister Suber, wieder einen sorgfältig gewählten Spielplan anfge- stellt Hoffentlich ist das Wetter gtinftig, damit der Besuch ebersso gut wird, wie beim letzten Konzert. Der Anfang ist auf 8 Uhr festgesetzt.
Eingeganpen sind:
1. ein brrnglickvr Antrag des chel: Im Hinblick ^auf Den unerhörten Obst- iöu.tbet wirb die Stadtverwaltung ersucht, zur Versorgung der Bürgerschaft mit Obst zu annehm- ba«n Preisen alle ersorderlickxn Tiafpmbmen zu treffen unb b?i der hessischen Regierung ungesäumt
vorstellig zu werden, daß durch Rlchtpreise
nytung in Die öffentliche Sitzung wird kurz vor 8 Uhr wolle nur I geschlossen
** O b e r h. K u n st v e r c i n. Die Ausstellung hessischer Künstler ist soweit fertiggeftcllt, so daß die Eröffnung der Ausstellung am Sonntag bestimmt erfolgt.
** Verein der Gießener Mufik- lehrer und -lehrerinnen. Unter diesem Namen haben sich die hiesigen Musiklehrer und -lehrerinnen, Organisten und Chordirigenten zn- sammengeschlossen. Zweck der Bereinigung ist Hebung des Muslllehrerstandes durch Förderung der wirtschaftlichen Lage und Pflege der geistigen Interessen semer Mitglider smvie Verbesserung des gesamten Musikunterrichtswesens. 1. Vorsitzender ist Herr Albert Kasten, 2. Dors. Herr Franz Bauer, 1. und 2. Schristf. Frl. Ida Stammler und Frl. Elisabeth Decker, Kass. Herr Rein, Beis. Frau Dr. Spohr unb Herr Pros. Trautnumn.
Verteilung von Br annko hlen- Briketts. An Haushaltungen mit einem Gesamteinkommen bis einschließlich 4000 Mk. jährlich kommen für Kohlen Versorgung Braunkohlenbriketts zur Verteilung. Näheres siehe Anzeigenteil.
** D i e Deutsche bemokr. Partei veranstaltet Donnerstag den 24. Juni, abends 8VS Uhr, im Hotel Großherzog eine Mitglieder-Ver- sammlung.
** T ieHer ste llung und der Verkauf von Weißgebäck aller Art aus AuSzugsmM oder nicht vorschriftsmäßig ausF?ma^enem Me'hl in- imb ausländischer Herkunft ist in gewerblichen Betrieben, Ivie Bäckereien, Kondidoreien, Hotels Eafäs und dergleichen, verboten. Tie Herstellung' .und bec Verkauf von Kvanllmbrot, das nur auf «ärztliches Attest nach Genehmigun.g durch die ärztliche PrüsiingsldmMission abgegeben weiden darf, wrtt> dadurch nicht berüfjlrt.
** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. Große Heiterkeitserfolge erringt augenblicklich das reizende Lustspiel „Eine Nacht gelebt im Paradies", mit Wanda Treu mann und Reinald Schün- zel in den Hauptrollen, die beide gleich ante Dar- Mungen bieten. Auch die Idee dos Stückchens ist schön durchdacht und wird jeden Besucher vom Anfang bis zum Ende erfreuen. Es bieten sich Situatwnen von kösllicher Komik, die im Zu- schauerrmlm unwiderstehliches Lackfen anslösen. Außerdem ivird die Fortsetzung des Judor- Films gegeben, dessen abenteuerlickfe Handlung nunmehr ihren Höhepunkt erreicht zu haben scheint. _ _. Spartakus. In dm Lichtspielen
e 11 e r s w e g wird seit gestern ein Film gegeben, der schon um deswillen sel-enswert ist, weil er mit dem alten rörnischm SklavenVefreier betankt zu madien sucht, von Dem sich die Radikalistm der Zeit bett Namm entliehen, obwohl ffe eigentlich rettt -Lklavmjoch abzuschütteln haben oder hattm Wmar der Film mit dem geschichtlid, überlieferten Spartakus auch etwas willkürlick umspringt, so bot er doch eine selten schöne GelegmI/eit zur Entfaltung größer Mmsdvnmassm. die auch trefflich genutzt wurde. So rollt benn auf der Leinwcuib das alte Rom seiner Glanzzeit vorüber. Pninkvotte rauschende Truppeneinzüge, glänzmde RiesenvoikS- festc nut Wagenvmnm, ausregmden Gladiatoreii- usw Kampfe zwiscl^n Truppen und ans- stänbsschm Sklaven, ein Römer Heer auf der Flucht lassen mit ihren Massenwirkmigen das Ange nicht zur Ruhe kommen und der Liebesroman zwisdzen dem Sklaven Spartakus unb der Tochter des mächtigen Römerselbherrn sorgt auch für die nötige „Spannung". y
Landkreis Gießen.
T'-cc. m’ 3n ^S.^en, 21. Juni. 9laebbent die Z-iiferenzm jwifdxn der Gemeinbevettretiuig und dem Gemeindeschäfer beseitigt sind, l/at der Schäfer Wtcbcr fcintm JDienü übernommen unb mit seiner Derbe die 2veide b:'zogen.
Kreis Friedberg.
a ^ute fand hier im
■ §^,C .Tntbüllimg einer Elften-
iTrtfiun btE dre Freiwillig Fmerwelft für ihre
. ließ - - Bei einem in
^Jien kmgctraffmen xzuvalibentransport aus dem Lager Skobelew in Turkestan beftnbet sich Hoinc ■ Sä?“"1! ««« ierbem"S
fcnbc?s?niXene 5^'c- nahezu drei Jahre : n mögli h "u ? der Gesang nldast ihren Angehö- fÖraienUffcnblüeIche schrickt! zugeheu lassen zu
3)1 ün j üttbc t fl, 22. Juni. Die Sonn- üenfw-r? wiinuT nitcu Sonntag auf Burg Mllli ih?rSf9cn,cr schäum cinbnirfj vollen Kundgebung. Mehr als tauend Personen warm erschienen, zum Teil durch Sonber?ua Neben den Städten Gteßm, Buybach, Bao Man he,m, Friebbeca usiv. war auch bi; ^anbbevölk-
/lü stark vertreten. Am Nachmittag b elt Professor Werner Butzbach b-e Sonnw.-ndrede wöbe» ec feilten Zuhörern sehr schön und wir' kungSvoll die atfgcrmanifdteu dkbtäurfi f-r Sonnwendfeier nahezu bringen wußte Anßer-vin sprachen nodt Pfarrec Fritsch Rupvettsviua und Dr. Lenz aus Gießen. Die Festredei-'"m '
M _ Gietzem 23. Juni 1920.
Beginn der Sitzung 5 Uhr Anwesend sind die Beizzeordneten Kroilzien. Seib, Rosenberg, sowie mit Ausnahme der Stadtv. Beckmann, Er- harbt, Faber, Maier, Moosdorf 37 Stadtverordnete.
3. ein Anttag des Stabtv. Krausmüller bie Gesamtverwaltung au'zunehmen. Das jetzige auf Anlegung einer Wählerkarte usamm-' ------ —*- - -
lung burch bie Stabt ober bas Pvlizeibureau da eine große Anzahl Von Wählern in ben Listen nicht
teridjten dem wuchcrischm Trei- t iperbe
Krausmülle rjbie nb bet Nacht sowie bie (jinntü


