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Weninbalt, M» Slacßltandschud, ««1 hwarzer J»W. , einem DameiM. % ^inbetvehnagr. DaijroolleneT Tain» .et mit Inhalt.
Portemonnaie W ic braune Bnt'lra mit Futteral.
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Nr. 70
Ter Olfener ünjfiflfT erscheine tafllidt, anker Gönn- und Feiertags.
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Monatlich Mk. 2.80, Dierteljnhrli.it Mk. 6 90 einschließlich des Beslell- aclbe; )uid) die Bost viedr(jnbrlid) *Dlf. 6.— auofd)(ir&l(rt) IteftfUgelb. sternsprech - Anschlüsse: lürbie ochvifilfthtiifli 12 U<eTlon,toe|(fr,Gfiifielle61 AnfchrihlurT rahtnach- ctdjieir Zujeigcr fielen.
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iietzenerAnzeiger
vorlctiriii20* .Austevlag.
General-Anzeiger für Gderhesfen UWZ
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AnzeigeiUecl: £b tkd. sämtlich in öhtfcen.
Noske tritt zurück!
Berlin, 22 Mcrz (Wolf! DaS Rück- r i 11 d ge I u d) lei Reid-Swelnaninisters Noske K vom Reichspräsidenten genehmigt morden
In der kurzen Meldung, daß Reiche aräsident Ebert dem Rücktritt Noskes nun i zugestimmt shat, liegt beute tatsächlul, ne Kennzeichnung der gesamten Lage. Es teifei in der Presse, D»crr Ebert habe seine itr vrüngltche Absicht, Noske im Amt zu behnl en, fallen lassen infolge eines Besuches einer :us den sozialdemokratisckien Führern Legien :nb Wels bestehenden Berliner Deputation, rie fidi zum Wortführer der Berliner Sonder- wünsche gemacht hatten. In der Reichsdaupt- fftadt wird noch immer verhandelt. Das gestern Nvälmte Programm hat noch nidyt vermocht, oie Mneralftieikbetoegung vollkommen zu beseitigen. Neue Forderungen der radikalen Linken treten auf und in der frankfurter Zeitung, in der wir heute ilber die Berliner Unterhaltungen Innrer den zriilissen im Einzelnen einiges lesen, heißt es, es sei die neue Forderung zur Bit bnnfl einer Arbeiterregierung gestellt worden, irobei den bisherigen bürgerlichen Koali ' lonsaruppen ausschließlich das fdjönc Recht i*er Zustimmung' zugebilliat werden soll, lieber die Partei der Unabhängigen wird ge- sogt, sie »nage nicht die Rätediktatur zu vcr- langcn, habe aber auch aus Furcht vor den Kommunisten nicht den Mut, den Abbruch des »eneralstreiks ru empfehlen.
lieber die Lage im Reich liegen auch l^eute keine achchließenden Nachrichten vor. >n einzelnem Bezirken wird noch immer ge- kcimpft. ES ist jedoch zu l-offen, daß die latsch und Aufskandsversuche einem natür- lihen Ende entgegengehen, indem der zunehmende Nahrungsmangel von selbst zu einet Abkehr von der Gewaltmethode führen idtb.
Vie tage in Berlin.
Berlin, 22. Wäry (Wolff. 1 Stadt-, Ring- iintd Borortverketr sind wieder aufgenommen. Die nofl arbeitet. Die Wavenhänser und (sleichäfd' lind geöffnet, mttlleve und Heiner? Fabriten ar- h-iten ebenfalls, soivrit sie Strom bahn. Die ?7-xh imb Stv'feenbahn führen nod> nicht Die 'irigen Brrln» bi argen -mischen den Funktionäre twr drei L t u kspa r teie n lttbcu zu k e i n ' r
i 11 i n 11 n g tic.ii Tt Obgleich die Gw rk ch-ll'S- tummn'iuxten l^üos'en l>abcn, daß die Arbeit am Montag imcder ausgenommen wrrven soll, hat küi? Zentral»irnkleidüng heute morgm durch Flug- ’littrr zum metenm ^rfwr en im Gmevllstreik n.’igfNorbert. Für l-eute nachmittag sind etwa zwölf Ürsammlu'gen der Fabrik- und 5?<mb.mardsbetrl('b' rrberaumt, mo die gestern g<"wählten rwvlutto- i»cren Bk ricbSrfite d rüber entfd>nben sollen, ob jmrbeitct roerten soll ober nicht.
Berlin, 22. März. (Mt' Sn Ne-ieösln suchte sidt beute eine erumte rege Äcrb^'tätigk.'it i -r Ausmsnng der Räterepublik bemerkbar, den Anschlag'änlen, die über und über mit roten .i-idteln bcf*x*bt waren, sowie an dm Laternen- .'likblen und Häusern wird die proletari che Bc* ejlknmg nutge^rbert, urr Mldung einer „roten Unnee" zu fdircif.m, morür eine Werbe zentrale ein* 'irrichtet sei. Andre Zettel forderten znnl An* lbluß an Sviojetrußland unb zur Ein* 1 kirung der Rätediktatur auf, nneder andere trugen -ischristen iwe „Rieder mit den Osft;iev?n". Fer* r,T wird in Anschlägen, die von der Zk.P. D. unter- 12chnet hnb, dm Mitgliedern der 11. S. P. D. unter ter 9Nig be, sie schi Iten nach Ministers?sseln, :^lapp.eit in ihrer Daltung vorgemorfen.
Berlin, 22. März. (WTB.) In Adlers- nwt kam cs rm Samstag zu fdnnerm Kämpfen -rischen Zieichswehrtrupven und Aufrührern. Zwi- ein Adlersbof und Mtglienickc befindet sich ein 9/enzoNager, das von einem Offizier und im 25 Mann bewacht lourde. Samstag vormittag ’ netten die Ausrührer, die aus Adlersbof, Kövenick i irt> Nieten chöneweide kainen, auf das Benzol lager i i- unb stellten der Besamung tti3 Ultimatum ab- iirrfldai. Der Offizier lehnt' da? ab und b<tonte, toB br im Auftrage der alten Regierung auf dem kosten aitsbarrx'n würde. Okgcn Mittag eröffneten t"i Aufrührer das Feuer auf die Besah'.mg, die si»ö tapfer mehrte. Sdtließlid), als die Beladung Lp einen Offizier unb vier Mhnn Zusammenge- tMnvlzen war, mußte sie sid> ergeben. Flieger, ndd^ den Zusammenstoß bcobadMeten, riefen Mi- fiäär hierbei, das auf einem Panzerzug sdsleiorigst bKcmrüdte. Die Aufrülnter wgen sich nach Adlers- foc zurück. Nun Tarn es zu schweren Strahenkämp- die sich bis zum Abend ausdehntcn. T e Truppen zogen nach Köpenick weiter und zerstörten un- mys die auf der Chaussee errichteten Barrikaden. Li? stellten auch in Köpenick die Ruhe her.
Der Eisenbahnverkehr.
D r e s d e n , 22. März. (WDD) Bahnamtlich veirb mitgeteilt: Der Zugverkehr in Sach- ? tt ist nunmehr in vollem Umfange wieber ULtenmnnten. Seit Montag oerfeinen auch bie ^E?e nach unb von Leivzm wieder fahrplanmäßig, jrnisd-en Dresden uno Berlin oerfcbren seit Sams ag ebenfalls alle Züge. Einzelne Störungen sind bei den von B.rlin nach Dresden abgelnnden pf gern zu lxx)L'üd?ten Die im Zugverkehr mit Ares-1 ® ein^xtret.'acn Stbrimgeu sind gleichfalls be-1 R’tav Die Züge werden auch hier bis Breslau I
birrdigeTüIyrt. Ebenso ist der Zugverkehr über Gooßenhain und Kamenz tu der Richtung Senftenberg—Kottbns wieder frei.
Auch in T h ü r i u g e n ist der Zugv.-rkebr wie der aufgenommcu. Störungen bestehen jebod) noch in Dalle, so daß der Zugverkehr ü5c> Leipzig «iach Dalle zur Zeit nod) nicht möglich ist. Ter Schnellzugsverkehr von und nach D a n n o v c t wird voraussichtlich über Bitterfeld-D-ssan um geleitet.
Nach wie vor muß jedoch damü gcredvm' werben, daß die zur Zeit vorhandenen Berlundungen durch örtliche Störungen zeitweise nneber unter brvchcn werden.
Ruhe in Leipzig.
Leipzig, 22. März (Wolff.) Es herrscht wieder Ruhe. Die Trupp.m sind Derren der Lage. Der Generalstreik ist beendet. Der Postbetrieb soll heule wieder ausgenommen werden. Bis zur Bestattung der Opfer, ilber deren Zahl amtliche Angaben noch nidit vorliegen, sind alle Lustbarkeiten verboten. Der bei den Mmpsen an* gerichtete Schaden ist sehr groß.
In Thüringen ist die Lage noch ungeklärt. Nacb einer hier vorliegenden Meldung soll bie Stadt Schu lpfor ta eingeäschert sein.
Halle in den Händen der Regierungstrnppen.
L e i p z i g, 22. März. (MTB.) Die für gestern vereinbarte Mlieferung der Waffen auS dem Ostviertel ist md)t erfolgt. Es finden Waffentrans- fcwirtc nach ausivärts statt. In Borna (Bezirk »Leipzig) zogen die Aufrührer ihre Postiernngen gestern ein. Die Stadt Dalle a. d. S. ist nach mehrtägigen schweren Artilleriekmnpsen seit gestern abend in den Händen der Negierungstruppen.
Epartakiftischc Rngriffc in Quedlinburg.
Quedlinburg, 22. März. (Wolfs.) Ein heftiger Spariakistenanarifs auf das RathauS wurde gestern von der Besatzung abgewiesen. Der von den Spartakisten b.'fchte Bahnhof wurde von den Truppen nach sd»oerem Kampf wieder- gewonnen. Beide Teile hatten fdjßpcre Verluste.
Zu den Kämpfen in Gotha.
ffobnr^, 22 März (WTB.) Zu den Kämpfen tu Go t ha , das von jeher Verbindung abgeschnitten ist, mrdyt das Kommando des hiesigen Reick>swehrbat«illons die Mitteilung, daß die Reilbswehrtruppen in Gotba bei den Kämvfen bisher 10 Tote, 34 Verwundete und 9 Vermißte "haben. Die Verluste der aufständischen Arbeiter belaufen sich ans über 1000 Mann
Ein SitnationSbericht der ReichSwchrbrigade XI.
Fo-ssel, 22. März. (WTB.) Die Reichs- roelnbrigabe 11 macht folgende Mitteilungen über die Lage:
Kassel: Ruhe.
E i s e n a d,: RrichSwehrtrupven unter General Rumschelten rückten gestern in die Nähe der Stadt vor. An bie Bevölkerung wurde die Forderung gestellt, unrcdrtmäfeige Feuerwaffen ab*u- liefern und versassungsmüfeige Zustände wieder herzustcllen. Die Truppen rückten heute mittag 12 Uhr, ohne Widerstand zu finden, in die Stadt ein.
Gotha: Ohrdrufs und Suhl befinden sich noch in der Hand der Aufrührer.
Erfurt und Langensalza: Lage unverändert. In Sömmerda hal»m die Aufruhrer die Einwohnerwelir entwaffnet und das gleiche Ersuchen an die Einwolmerwehr in Weißensee gestellt. Die Lage ist gespannt.
Nordhausen: Es Herr schm noch ungesetzliche Zustände. Ucber Beendigung des Generalstreiks schweben Verhandlungen.
In Sondershausen und Koburg hat sich die Lage verschärft. Radikale Elemente haben sich bewaffnet.
Ein Gewaltstreich in Planen.
Plauen (Vogtl), 22. März. (Wolsf' Deute nacht drangen bewaffnete Lauern mit Ma- fdjrncngfio.iyren, Minrnwertern und Handgranaten in das Landgericht em und ve l'.ngten tie HeranS-iabe der b i dem Fastenstriner Putsch Vvm 24. biH> 27. April 19111 Beledigten, Ioan»? bx Hcransgobe der» Akten Der etaa 4-innuIt, ber bi? Sxraudgebe vernx'iyrte, tourt)? mit ben befreiten Gefangenen auf einem Auto fortgri<hl>wvt.
ReichSwehrtrnppen von den Engländern entwaffnet.
Köln, 22. März. (Wolff.) Die interalliierte RheinlandSfornmif,ü>n tt Ii mit: 15 00 M ann unb ein General der Reichswehr b.'tratcn gestern d?s lwiti'ch be'etzve Gebi.'t. Die Trmvven toirrtkm entw.sf et und unter briii che Militär- bcrocdnmg gestellt, da dletes Verg«d)en im Wiber- fprud) zu Artikel 9 der Veroittnung Nr. 3 der interalliierten Rheinlai.dSbommi. fion steht.
Die Haltung der Entente gegenüber Deutschland.
B e r n, 22. März. Wolff.) T^r Pariser Korrespondent der „Basler Natwua ztg." faßt die Haltung der Entente gegenüber Deutschland dahin zusammen:
Obwobl der Bcriailler Friedensvertrag Deullchland -u Kohlenlieferungen an Frankreich verpstidstet, obwohl die gegenwärtige Desorganisation unb Unruhen im Ruhrgebiet diese fbohlen-
I tirfenmgt-.i auf absehbare Zeü hin in Frage stellen lointcti, obu.'. l eine Wiederherstellung ber Ord- | uung im Ruhrgebiet nur durch reguläre deutsche Trupp-m möglich ist, so ist man in Paris doch auf den Buchstaben des Artikels 43 des Ber i a i H c v Vertrages Verse feit ir’b her beut fdn*n Regierung hat man verboten in der n u- traten 50-KiIomotei-Zone rechts be-' Rheins irgendwelche militärische Einrichtttngen zu unterhalten -»der Operationen in unternehm,m.
D?r Storr.il'oikc :t weist demgegenüber daraus hin, baß Tcutichlai.b trotzdem gruppet» in das Rubrgebiet geschickt habe und die Franzosen ei stillschweigend geduldet hätten. Dies sei immerhin ein Fortsd)ritt.
Aber um so befremdlicher, heißt es weiter, mufe cs anmuten, daß von französisd^er £>eitr offiziell dementiert wird, die En tonte Vertreter in Berlin, die am letzten Freitag Minister Schiffer gratuliert hatten, handelten im Auftrage des Obersten Rates. Dieses Dementi ivird bestätigt da durch, daß nur der britische, der italic- nischc und der belgische G e s ch ä f t s t r ä - ger m Berlin an dieser De mar die beteiligt toaren. Das Dementi läfet bereits Sd>lüsse zu auf die Aufnahme, die bei der Eirtente ent Lwntes Ersuchen der deutschen Regierung finden wird, nämlich die weitere Entwaifnung Te.ltid)!ands angelichts der spcndakistischen Gefahr weiter hi auSzu'chieben und eine Erhöhung der Truppenbcs'Lrdie zu ge- sta.ten. Aus amerikanischer Ou le verautet, die englischen und italienischen Vertreter sttm^en diesem Ersuchen günstig gegenüber. Es wird mich die praktische Unmöglichkeit erörtert, die Verhandlungen vor dem Leipziger Sondergeridst in absehbarer Zeit dtrrchzujühren.
Ei» cnglijcheS Dementi.
London. 23. Mär;. (WTB.) Durch den britischen Geschäftsträger ist in Berlin fei n Beschluß des Obersten Rates überreicht worden.
Putsch und Baltikumtruppen.
Berlin, 22. März (Wolff) Fn Besprechung der Berliner Vorgänge stellt her Porif'r „T e m ps" die Behauptung auf, der Staatsstreich fei nur b.irrh die Ba l t i ku m t r u p pe n möglich gewesen. ?lnstatt diese Truppen aufoitlöi ?n, leien sie in den vor chiedmsten Formec ma»hcit gewesen. Demg genübn: ist sestzustelei, diß de eigentlid)eii Balttk>.nntrup4en an Irm Putldverluch am 13. März nicht beteiligt toaien. Tatsache ist nur, daß in der an dem Putidporsuch beteiligten Marimbegcü» Elncharcht ganz ver.nn- zolte, kleine Verbände von Truppm vorhcuUxm sind, die vor längerer Zeit im Baltikum wrrocirbd wurden. Mit den eig^mtlichen Baltikumtruppen hat die Brigade Ehri)ardt nichts zu tun. Sie I>ob.n also bei dem StaatS.lreich überl-aupt Beine Stoib? gespielt.
Litauen und Lettland.
Kopenhagen, 23. März. (WTB.) Ein Telegramm der „Berlingske Tidende" aus Reval besagt, daß träfe des englifdicn Eingreifens in dem GrcnzstQ-isen zwischen Litauen unb Lettland die Spannung zwisd)en biben Staaten mit jedem Tag grober wird. Es liegen Mclbuneen vor, daß beide Teile sich auf den Krieg tx>rberciten und Truppen an 0er Grenze zusammenziohen. Bezüglich eines gnneinsamen Auftretens der Randstaaten beim Frst-densschluß mit Russtand ist noch keine Klarhit gt'fdxukn. Die tüauifdje Regierung fdjlug der lettifchm Regierung eine twrlxTtitcnbc Besprechung in London oder Paris vor. Nach' Ententernoldmigen soll der Völkerbund beabfid>-- ttgen, bei den Randstaaton vorstellig zu lueroen, die Friedensverhand! ungen mit der Moskauer Re- nicrung unter d^nn Protektorat des Völkerbundes stattsinden zu lassen.
Ungar» noch Königreich!
Budapest, 22. März. (Wolf.) Eine Regierungsverordnung erklärt, bafe im Sinne des Gesetzes über die Wi.'bcrlierl'tri:img b,r Verfassung, obwohl die Ausübung, ber königlichen Macht feit dem 13. Säovcmber 1918 aufgehörl l>at, bie Staotsfonn aud) wellc.chin bas König-- tum fei. Deuicnt pred)e:ib fr.beit bi? ftaatliden Behörden, A«nter u.ib Anstalten de BWidmung „königlich ungariich" zu führen. Uebcr b m l^anLcs- toappen ist das Bilb der ungarifchm 5krone anzubringen.
2fu* dein Neicde.
Nachklänge zum K-appstt.-en Umsturzversuch.
Berlin, 23. März iWTB.l Oberst von S d> o e n st e d t ist vorn Äommanbo btr Sidx*r- hritSpoli>ei Berlin abb-rusen wo dm. — Samt* liche Oberpräf identen nx ben aufggorbert, über das Verhalten be r Beamten währ md der fogenamiten Kavvregierung Bericht nnzureichen. Der Reidsvrä ide t o dnot i n V rirau n darauf, daß die öfiemlicho Rui« urD Sicherheit nicht gestört wird, bie sofortige Aufhebung der Standgerichte Berlins cm.
Die BeamtenbrsoLungsrkform.
Berlin, 23. März. (WTD.) Der Rei chSra t nahm in seiner gestrigen Sitzung die Vorschläge zur Beamtenbesoldungsreform an.
Die Abschaffung ver Mi.i ärgcrickldSbarkeit.
Berlin, 23. März. ^WTB.' T<e R ichs- regierung werd de: N^tto;aloeriammlung unver zilglid) i e:t Gesetze nt tourt tor.eg?n, n»nach bie 3trafperToIgung unb Aburteilung von hachver- räterifeben Un teure Innungen, auch oipetl es sich um Personen handelt, die der Militärgeridstsbark'tt I unterstellt iiub, auc"chlievltch den bürg:riichen B?-I Hörden und Gerichten untersteht.
Generalstreik ii Straschurg.
Saarbrücken, 2Ä. März cWTB.) Der ,'Jfeuc Saarfurier" meldet ans* Ztraßburg: Fn ?trafeburg ist heute früh der Generalstreik integcbrodxm, da die )6erband!ungeu mit den iRetallarbettcru zu teir.ee Einigung geführt Iwben. Der . Entschluß, zur Uirterirüfeung der Metallarbeiter in den (SkncrdlÜTeit cittuitt» ten, wurde gestern abend gefaßt. Znivlgebesien wurde die Arbeit in den fld.'tifdjcr ElcktrizitätS- und Gaswerken, bei der Strasxnbahn und in den großen Fndusttteanlagen eingestellt. Tie Zeitung- n er- sdeinen njcht. Für heute» vormittag war eine Ver- sammlung ber Strciteubm anlrraumt, imt darüber Beschluß zu fassen» ob der Streit auf ganz Elfafe-Lothringen auSgchehnt tocrbeit soll.
Die Btauntoijlenlogtt in hcsien.
Vor mehr als huatitert Fahren wat man in Helsen eifrig auf der Stäche nad> Bvaunkol len und Torf imb C4eoljgen !<gt*ni die Ergebnis:? ihrer Uniersuchungen in eigenen Abliaudiunge'.i ni der. L'etber — ober >oll nuan heute sagen rfvculicher- meilc — beutete man damals btc f -»aestellten cn nicht weite»? auS. Ratür ich iman ut Heisen fdient frühzeitig nad> ©ttinkWcn gegraben — wie fast überall in al Int d nticben (flauen. Indes blieben udle diel ' Ver.uche erfolglos. Erfreulidier nxircn die 'ikinttlmngen, di' man int Hcfsenlanb nach Bvaurlkohlen anitellbc. Sd>oii vor etwa 100 Fahren benddntcie nn genauer Memter d?s \ianbe-3, der Hof- und Kabine11-Bibliotlk-fir Tr. Walther, den Jahres, rlrag am ralx* 10 000 Tonnen, trofebrui damals viele Lmer un- bntüfet lagen, weil lx> d.r Billigkeit de.< Holzes die Braunkohle nicht geid.äfet wutd. Wie die W e t t e r a n in viele» tmbcren Ding.'n ein be- ivnderö ge egnter LavÄ'itrid) ist, so auii' hier: Die Flöfee unb Gruben b-s Dorheim, Wanern bet in, Wr lierSl-eim, ?ilvrstadi., Ha au urb E« tgcnstadt, bis Betteithaiisen, MeSxrdi und Eä>z.'ll waren jdron zu Anfang des vorigem Ialn'lnniderte beturnt intb ein Geologe» sagte dconalS, daß, bü'ie Flötz' *u>d) „aut ^dljtfnmberte hhilrus rin reidies '4hnrn|toli- magazm verfpräd>en" . . Ntel-t g»rnz so reid)Iid> schätzte man de Lagar bei öalj. a sen ein, 'S handelt itd) hier um ritte Art Mi clnmg von bituminösem Holz ipib erdige, Braun ko. le UmJ Jahr 1850 war daS Brairnköl-lenlagei bn Dor htm in ber Wettenur das am inteniiv, en ausgeb artete. Jin Jal/rc 1812 erafbetft, übernahm ber liessisch? Staat die Ausbeute Lagers und in ben Zalwil 1851—53 erziehe da Staat 71 242 tztoten für verkaufte Braunkol-ls.r — damals eine c h b id>c Summe. Interessant dabei ist, oafe das Lagcr |id> auf hirlxifi chem BoHen besä: b. ab.r bei Zurückgabe des Amtes Dorheim gvofj e ziglil - e ,i ch»s Staatseigentum blieb». In Saiz aui<n b trieb man b e Förderung ebenstiklü schon dama's flaaütd) ;ixe Geoloaen bered)iieien di? Mög.i k it ttej Flöfees ans 100 Fuß In |ia ur'nni m das li e Hinsicht interessant war bet btin Salzbäu er Werk bi? PImz(nslruk.ur der Brcmnko. e mu fc Aus dm Bergiverk zeigte man eine ganz? Sammlung von twTiH'runbcneit Holzatoten, Gräiern, Blättern und Früditen.
Von iveiteren Braun Kohlenlagern waren vor Jahrzehnten noch die: bei Münzenberg, b?i Meder- eschbadi unb £)bercrldnbad), alio in zi, m idier Nähe' Frankfurts ivohlbclaimt. Bei Oberroschach u a O. sind jic betarmtlid) Heute noch, Le scr gesagt, erst heute die dorttgen tilgte wieder in Wertschätzung gekommen.
Torf wir frühttr noch weniger geschätzt, als die Brannkvl^e, die man ohnedies nur als „Not- bd)e(f" geium liefe, ax?nn zu rnanchm Zeiten Holz unb Molile teurer winden. Torflager gab es imb gibt es in Hessen briT Griesheim, Pfimgstadt, €»?* ligcnflabt, Lantperkhrim unb Meiw-Umfeadt, aber wer achtete fbrnT früher'? Sie tourdm sogar vergeben ober blieben unbenutzt In Ob-'rheslen zeigten fid) fdxm i/i Ateven Zeiten an hnliche Torilager in der 9M1e der Fluß ieberu gn ter Lahn, ber Söieied. Horloff, Weiter, 'Jiibö.1 und Schwalm. In Rlrivl-e, en fanb bet Scbürf- versuchen soivol'l in Ikt Rh rmiiedermtg b i Gauls- Heim und Budenhesm, wie auch an ber Rhein- Pfälzer Grenze gute Torflogen. Am AltrI.em st-'llte man schon vor 50 Jahren ein Torflager von 2500 Morgen fest und diu damaliger Ceologe — Dc. Malten — verwies auch aus dß' unfMiiifeten Lag.te im alten Neckarbett, -tm GernS/imer . no Iäg rS- burgt r Wald, ferner längs der Weschnife und bei Bobstadt . . . Tie obere Schicht lei leicht, aber be Unterschicht sei fcci.er Klipp'ors, dunkelbraun, schwer und mit ericharzigen Teilen durchdrungen.
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Ein Kampf um die Gnlbe Friedrich hei Düngen.
— Franksurt a. M., 22. März. Die Frankfurter Gasge^ellschast bewilligte in ihrer heutigen G.n'ralversammlung die Ausnahme einer Anleihe bis zu 30 Millionen Mark zum Enverb und zur 3nbetnfi)<i?feurig der Braun kohlen grübe „Friedrich" bzj Lungen. Der hessis'che Staat hat nach fern Abschlufe deS KaufvrtianeS eine Verordnung ezllassen, wonach zur Berpachtmtg biro. zum Verkauf von Bergwerken in Deisen die Genehmigung, der Regierung erforberfid) ist und das; ber heisischM Regierung ein D^rrkaufsrecht zusteht. Diese Verordnung erklärte Oberbürgermeister Voigt in der heutigen Versammlung für rechtsung ültig uno verfassungswidrig. Die Garrgesellschaft hoffe, dafe der besfi- febe Staat im 2Bay der Verständimmg die Grube at-gebe anbemfalßi müsse sie mit allen gesetzlichen Mitteln ihr Recht- auf die GJetoerffdjaft „Friedrich<^ erstrritrn.


