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fällig geworden.

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strebt. Wie es aber Eontmen wird, darüber hat.

De" Unterschied ist nicht allgucyrob. Der Kork im Leibe bedeutet hier die Primcrreife. Auch der Ball träumte von einer glorreichen Zukunst in der Höhe neben dem Schwälbchen, während der H-rr Ober­steuersekretär sogar eine akademische Stelle er-

Nachdem sie mit' ihren Hellen Kinderstrmnren bte alten und immer wieder neuen Weihnachtslieden gesungen und entsprechende Gedichte vorgetragm hatten, wurden sie reichlich mit Gebäck und aller-. Hand nützlichen Sachen beschenkt, die auf fesllich geschmückten Tischchen aufgestellt waren. Die mei- ten Geschenke waren in tvochenlanger. mühsamer Arbeit von der Schwester mit Hilfe einiger Frauen und Mädchen persönlich angefertigt worden.

Kreis Friedberg.

rm. B ad Nauhei m, 22 .Dez. Gestern nacht wurde in dem Goldwarengeschäft Hoff­mann zu Bad Nauheim ein schwerer Ein­bruch verübt. Zum größten Teil fielen den Dieben Uhren und Goldwaren im Werte von zirka 10 000 Mk, in die Hände. Die Polizei ift den Verbrechern auf der Spur.

Hessen-Nassau.

Kleinbahn HanauBüdingen.

X Hanau, 22. Dez. Das seit dem Jahre 1907 schwebenoe Projekt für den Bau einer Kleinbahn von Hanau nach Büdingen (Oberhessen), das ausschließlich der Grunberwerbs- kosten mit 2 771 190 Mk. veranschlagt war, kommt, wie amtlich bekanntgegeben wird, vorerst nicht zur Ausführung. Der Minister der öifent- lichen Arbeiten in Berlin hat sich mit Rücksicht auf die gegenwärtigen Verhältnisse, die einen er­heblichen Rückgang der Preise für Bauswsfe. Löhne usw. nicht erwarten lassen, entschlossen, die bereits im Jahre 1912 in Aussicht gestellte Staats­beihilfe in Höhe von 395000 Mk. zurück- zuziehen. Hiermit sind alle noch vor dem Kriege für diesen Dahnbau abgeschlossenen Vertrage hin­

trer Art.

In diesem Sinne sollten die Erwachse­nen die Stimmung des nahenden Christfestes vorbereiten und unter den Lichtern des Weih­machtsbaumes jene Gesinnung zum lebendigen Ausdruck bringen, die der erhabene Stifter des 'Christentums in die Worte kleidete:Wenn ihr nicht werdet, wie die Kinder, so werdet' -ihr nicht in das Himmelreich eingehen."

Veranstaltungen.

Mittwoch: Stadtthaater, 6V2 Uhr,Wv die Lerche singt". Cafs Leib, 8 Uhr, Storniert und Vorstellung der Ehremseer. Lichtspieltheater w.e gestern.

Aus Scfficit*

Die Nachprüfung des Besoldungsgesetzes.

Die Nachprü.ung der Reichsbesoldung.ord- twtg konnte, so schreibt die amtliche Darmst. Ztg., wegen der dabei zutage getretenen mancherlei Schwierigkeiten, die zum großen Telle durch die Bear Bettung der vorliegenden zahlreichen Anträge xr Beamtenschast verursacht worden )tnb, erst letzt mm Abschluß gebracht werden. Nach dem vom Reichstag nunmehr beschloßenen Gesetz zur <010)2: fltng einer einheitlichen Regelung der Beamten- »esoldung sind die Lander gehalten, die Dienste äezüge ihrer Beamten usw. Nicht günstiger zu regeln, als sie für gleich zu bewertende Reichs- beamte festgelegt sind. E--st nach Beendigung der Nachprü ung der ReichZbesolbungko dnu-g kann bal«r mit der Ueberprümng der hessilchen Besoldungsordnung begonnen.toerben, die nun­mehr sofort in Gang gebracht ist. Nach Artikel 28 des Gesetzes vom 19. Mai 1923 über die Besol­dung der Staatsbeamten sollte d'ese Nachprüfung bis zum 31. Dezember 1923 erledigt sein. Aus den angefüh'ten Gründen läßt sich das natürlich nickt ermögfklvm. Das Grsamtministerium sah ttch dämm veranlaßt, von der ihm nach Art. 9 der Hessischen Verfa-'ung zuges^an^enen Ermücktigima Gebrauch zu machen und durch eme Ve-ordnuna die seinerzeit auf ten 31. Dezember 1923 feite gefehtc Frist mr Nachprüfung des Besoldung^ gesetzes um 3 Monate, bis zum 31. März 1921, tu verlängern. Dam-t ist natürlich nicht gesagt, daß sich die Nachprüfung des hes'ischm Besote dungsoesehes noch solange hinauszieben wird. Vielmehr ist die Frist mir vorsorglich ver- ländert. Die Nachprüfung ist, wie schon erwähnt, bereits im Gange; noch vor Jcmnar nächsten Jahres wird eine Bespoechimg dw süddeutsche Landesregierungen in der Ang-tteienh-t stast sinken, so daß sie in aller Beschleunigung zu Ende geführt werden kann.

** Die öffentlichen Uhren, nach ' denen sich doch alle Welt richtet, müßten tn Genauigkeit und Zuverlässigkeit eigentlich vor­bildlich sein. In Gießen ist es aber leider an­ders. Hier hat jede Uhr ihre eigene Zeit. Der Unterschied zwischen den Uhren der Johannes- und Stadtkirche beträgt z. B. mehr als 10 Mi­nuten. Ist es auf der Johanneskicche 5 Minu­ten vor 8 Uhr, dann zeigt die Stadtkirche schon 7 Minuten nach 8 Uhr. Das Schlag­werk der Rathausuhr ist gleichfalls merkwür­dig launisch. So schlug es in den letzten Ta­gen statt des einmaligen Viertelftundenfchla- ges fünfmal und mehr.

** Die Versicherungsmarken der Alters- und Invalidenver­sicherung werden fortan zum doppelten Nennwerte verkauft, z. B.: Marken zu 90 Pf. für 1.80 Mk. usw. Die Zusatzmacken wer­den hingegen, wie bisher, zum einfachen Nennwerte verkauft.

** Städtischer Seefisch-Markt. Morgen, Donnerstag, früh, trifft lebendfrische Nordseeware, wie Kabeljau, kopflos, Schell­fisch und Goldbarsch ein und kommt von V29 Uhr ab in den Marktlauben zum Verkauf.

** Freibank. Morgen mittag von 12 Uhr werden die Nummern 31513250 beliefert.

** Eisen bahn er Versammlung. Am Sonntag den 19. ds. Mts. sand, tote uns mitgetert wird, im Hotel Groß-Herzog eine außerordentliä-e von über 500 Eisenbahnbeamten besuchte Mtt- gliebcmtfammhmg der Ortsgruppe statt, in der bet Gauleiter d s Bettrks Hannover-Kastel-Fcank- furt a M., Max Wünsch, sprach überDie gegen­wärtige Sage uni) die BesoldungsrefvrrnA Es wurde der Beschluß des Hauptvorstandes Berlin mitgeteilt, wonach am 28., 29. und 30. i>5. Mts. die Urabstimmung stottzufinden habe über folgende Fragen: 1. Werden wir durch die Beschlüsse des Reichstags zufriedengestellt? 2. Wenn nicht, soll das letzte gewerkschaftliche Mittel der Streik angeorbnet werden? Nachdem eine Anzahl Redner bis hinauf zur Gruppe II ihre außerordentliche Not geschildert hatten, wurde nachstehende E n tschl 1 e - ß u n g einstimmig angenommen:Tie heute tm Hotel Großherzog in Gießen versammelten über 500 Eisenbckhnb samten erklären mit aller Ent­schiedenheit, sich geschossen hinter den Vorstand der R.-G. zu stellen. Sie sind sich des Ernstes des Kampfes und der Schwere ihrer Verantwortung dem Volke gegenüber voll bewußt. Mit den Be­schlüssen der Regierung und des Reichstags vom 9. D^ember dS. IS. sind die Beamten nicht ein­verstanden. Sollten Regierung und Reichstag diese Beschlüsse Ferner Revision unterziehen unb den Be­amten in ihren bitteren, von aller Oeffentlichkeit anerkannten Not xu helfen nicht bereit sein, so lehnen sie jede. Verantwortung für die Folgen ab. Nicht die Beamten, sondern Regierung und Reichs­tag haben alsdann die schwere Last der Verant­wortung zu tragen."

** Eine für die Kaninchenzüchter höchst wichtige Nachricht i sttie Tausche, daß oieser Tage der Zusammenschlußaller hessischen Kanrnchenzückter in dem Landesverband erfolgt ist. Es befhntben bis­her tn Starkenburg vier und in Rheinhessen zwei Keine Verbände. Nach einer Aussprac^ im Land­wirtscha tsministerium gelang es, alle Mißrerständ- nisse die zwischen den einzelnen Verbänden be­standen und zu Reibereien geführt hatten, voll und ganz zu beseitigen. Am Sonntag fand eine weitere Sitzung in Darmstadt statt, an der die Ver­treter der drei Provinzialverbände und der anderen bisher abseits stehenden Verbände und Verbänd- efcn teil nahmen: auch ein Reg ierungs Vertreter war zugegen. Nach nochmaliger Aussprache waren alle Vertreter für den Zuiammensch^ in den Landesverband hessischer Kaninchen­züchter. Dieser soll sich tn drei Provinzial­verbände und wo es tunlich ist diese wieder

X Fulda, 21. Dez. IN der Sitzung btf Kreistages für den Kreis Fulda wurde be­richtet. daß oie Firma Ben; m Gagg mau (Schwarz­wald) beabsichtige, drei Auto-Po st linien zu bauen. Nach dem Vorschläge des Landrats Frhrn, v. Doernberg sollen errichtet werden: eine Vogels­berg-Linie, die von Neuhof über Hauswurz nach Großenlüder direkt nach Fulda geleitet werden soll, eine Linie, welch: bat Osten des Kreise- Fulda erschließt und eine Linie über Motten unb Kothen nach Balmhvs Brückenau. Der Kosten- auswand des Kreises Fulda wird auf 1 210 000MF. geschätzt. Die Postverwaltung hat für die Linie nach Brückenau einen Zuschuß von 30 000 Mk. zu­gesagt. Zur Ausführung der drei Linien soll eine Gesellschaft m. b. D. gegründet werden.

rm. Wiesbaden, 22. Dez. Bei einer Explosion von Feuerwerkskör­per n ist am Sonntag abend der Korbmacher Bender in seiner in der Helmundstraße gele­genen Wohnung verunglückt und getötet wor­den. Die Kraft des Explosivstoffs war derart stark, daß dec Bedauernswerte mit der Erker­scheibe auf die Straße flog. Mit schweren Brandwunden bedeckt ist der Mann nach gräß­lichen Schmerzen nach seiner Aufnahme int Krankenhaus gestorben.

2Ius Stabt und Cattb.

Gießen, den 22. Dez. 1920.

Weihnachten und frohe Jugend.

Bald wird im deutschen House der Weihnachtsbaum die Familie um sich vereinigen. Heute schon fragt sich der besorgte Hausvater ooer die angstvoll rech­nende Mutter, ob nicht die Lichter des Christ- baums erst recht mit klarster Deutlichkeit un­fern Jammer uno unsere Armut bescheinen werden. An Weihnachten waren wir geroobnt, zu schenken, mit vollen Händen ru geben, glück­lich zu macken, Güte und Liebe um uns zu verbreiten. Das ist jetzt in dem Umfang und den Gepfloaeuhnten der Vorkriegsjabre nicht mehr möglich. Der Aufbau des Gabentisches, der Flittervutz des Tannenbaums, die frohe, festliche Stimmung mit ihrem restlosen Ab­streifen des Alltagsdenkens das olles gleicht nicht mehr der Fülle und Heiterkeit vergan­gener glücklicherer Tage. Spärlichere Kerzen beleuchten dürftigere Svenden, und im Hinter­grund der ganzen Weihnachtsstimmung steht Der dunkle Riesenschatten der vaterländischen Not und läßt jene sorgenentrückte und kindlich beschwingte Freude nicht aufkommen, die uns .Großen das Lichtfest so unsagbar lieb gemacht Hat.

Was uns Erwachsenen aber versagt ist. Unsere Jugend soll es trotzdem ganz haben, den süßen Zauber des Weihnachtsfestes mit seinem Glücksgesühl und seinem gehobenen, Erdenschwere befreiten Freudenerlebnis. Denn das Weihnachtsglück hängt ja nicht vom über­ladenen Gabentisch und vom Lichtgefunkel des Ehristbaums ab. Haben wir nicht in den Zei­ten der Wohlhabenheit vergessen, daß das Glücksempfinden der Jugend, also decmoch un­verbildeten und unverwöhnten Menschen, sich wenig nach der äußeren Menge und Kostbar­keit der Geschenke richtet? Liebe, Güte, Herz­lichkeit finden den Weg zum Kindesherzen sicherer uno bleibenderer als eine Ueberfülle von allerhand gekauften Geschenken, einem angehäuften toten Warenlager, denn diese Dinge befriedigen die Jugend selten und sind eher geeignet, anspruchsvoll und unzufrieden als glücklich zu machen. Das Wesentliche aber, das im Weihnachtsglück der Jugend enthalten ist, können wir ihr auch heute im Zeichen der Kot und Armut geben. Wir können Kinder- laugen erglänzen lassen und Kinderherzen froh imachen'ohne Prunk und Aufwand. Ein wah­rer, warmer Strom von Güte und Freudig­keit soll sich am Feste der Liebe über das gluck- Ledürftige Gemüt der Kinder ergießen, her- vorguellend aus echtem Familiensinn und lie­bendem Gemeinschaftsgeist. Eine fühlbare Stärkung und Verinnerlichung des deutschen Familiengeistes wird schon von selbst die For- fnren schaffen und bringen, welche in der Ju­gend und den jetzigen Zeiten angepaßtes Weih- Machtsfest haben muß. Also nicht nur trauernd und bedauernd starren Blickes in die ent- ischwundene Welt der Vergangenheit sehen, Heißt es an kommenden Weihnachten, sondern Der Jugend die Bahn frei machen zu reiner Freite und edel menschlicher Empfindung, hie nicht abhängig ist von Glücksgütern äuße-

Mietervereins.

** Mitteilung aus dem Stadt­theaterbureau. Es wird dringend er­sucht, die für die Feiertags-Vorstellungen be­stellten Eintrittskarten möglichst im Lause des Donnerstag und Freitag abzuholen, damit die Abfertigung an der Abendkasse in den Feier­tagen selbst glatter erledigt werden kann. Für die Vorstellung vonFrau Holle", am 3. Feiertag nachmittags, sind nur noch Logenplätze erhältlich, dagegen sind noch Kar­ten zu der morgen Donnerstag 3Vz Uhr be­ginnenden ^Aufführung frei.

** Ein Weihnachtsgottesdienst indet am 24. Dezember um 4 Uhr für Mili­tär und die vier Kirchengemeinden statt, wobei der Kirchenchor und die Regimentskapelle mit­wirken werden. Mit dieser Feier wird ein oft ausgesprochener Wunsch erfüllt, unb besou- 3ers dankbar werden dafür diejenigen fein, die )en heiligen Abend nicht in eigener oder be- reunbeter Familie verbringen können.

** Von einem Lagerplatz an der Margaretenhütte ist ein umgeänderter Feld- vagen, sogenannter K a st e n w a g e n , mit Vorsetzern abhanden gekommen. Es ist die Möglichkeit vorhanden, daß dec Wagen nur zu einem Transport genommen worden ist und irgendwo stehen geblieben ist. Die Kriminal- Abteilung nimmt etwaige Meldungen entge­gen. Vor event. Ankauf oder Weiterbenutzung wird gewarnt.

** Diebstahl. Im Juli b. IS. tarnen hier aus einer Wohnung eine etwa 5 Meter lange, weiße, wollene Kalmükti Hunterlage, ein gelbes Crepeseidekissen mit Blumenmuster und zwei schwarze Tuchfräcke mit Satin und Seidenfutter ab­handen. Ter Täter hat die Gegenstände zweifellos versetzt oder aus eine andere Weite zu Geld ge­wacht. Die Käufer dieser Gegenstände werden bet freiwilliger Rückgabe an ine Kriminal-Abteilung schadlos gehalten, andernsalls sie sich wegen Heh­lerei zu verantnwrten haben werden.

* Tie Ortseinnehmereien Butz­bach und Vilbel im Bezirk des Hauptsteuer- amts Gießen werden vom 1. Januar 1921 an auf­gehoben unb die zu ihren Bezirken gehörenden Ge­markungen vom gleichen Tage an dem Steueramt Frichberg zugeteilt.

** Die P rimareife. Es gibt auch im Jahre 1920 noch seltsame Gebildete, w'e das nach­stehende Schreiben an uns beweist. Obwohl der Absender uns durch den Schlußsatz tfünt wörtlichen Abdruck berechtig, wollen wir in {entern eigenen Interesse von einer Namensnennung abseihen. Das

Schreiben lautet:

An die Redaktion vomGiehener Anzeiger" Gießen.

Sie brachten in Ihrer Zeitung folgenden Ar­tikel:Ernennungen. Zu Obersteuersckretären wurden ernannt der Fteanzpraktikant so­wie die Steuerbctriebssek etäre usw." Die Veröffentlichung meiner Ernennung erfolgte ohne mein Wissen und gänzlich gegen nrtnen Willen. Ich erhebe entschieden Einspruch dagegen, daß man mich mit Leuten zusammen in die Ztttung setzt, mit welchen ich absolut keine Gemeinschaft habe. Steuerbetriebssekretcroe sind aus der Volksschule hervorgegangene ehemalige Schreibgehllfen für die eine Ernennung zuM Obersteuersekretär das Höchst­erreichbare bedeutet. Unterzeichneter ist mittlerer Beamter mit Primareife unb würbe mit Wir­kung vom 1. April ds. Js. mit den hiesigen Steuerpraktikanten unb zum Ober­st euersekvetär ernannt. Diese Ernennung bedeutet für uns eine D urchgan gs sta t i 0 n, da wir bis in die Stellen der Obersteuerrnfpektoren ran­gieren und unter Umständen für die Be­setzung von akademischen Stellen in Frage kommen. Ich bitte Sie, Ihren Artikel in» Si ine vorstehender Ausführung zu berichtigen. Zu weiterer Auskunft gerne bereit zeichnet: Hochach­tungsvoll ..... Obersteuersekretär.

Da wir gerade in der Weihnachts--it sind, sei an ein entzückendes Märchen von Andersen mimcrt, das die Moral dieses Briefes enthalt. Ein Kreisel unb ein Spielbclll liegen gemeinsam in einer Schublade.Wir wollen uns v-rheiraten" schlägt der Kreisel vor. Voller Vrrachtung ent­gegnet der Spiclball:Sie wissen wohl nicht, oaß meine Eltern Saffianpantoffeln gewesen sind und daß ich einen Korken im Leibe habe!"

(ßeriebhfaat

Das Urteil im Prozeß Erzbcrger-Helfkerich.

Leipzig, 21. Dez. (Wolff.) Im Pwzeß Erzberger-Helfserich erkannte dal Reichs- aericht auf Verwerfung der Revisionen sowohl teS Angellagten als des Nebenklägers. Die sehr aus­führliche Begründung, die rein rechtlicher Mur war, schloß sich in allen Punkten den Ausstd« rungen, die der Reichsanwalt am Freitag gemacht hat, an.

X. Hanau, 20. Dez. Die Hanauer Sftaf- karnmer als Bernfnugsinstanz hatte sich mit einem am 1. Mai ds. Js. in Bieber, Kreis Gelnhausen, vorgekommenen Strasfallrnit politisch«m Anstrich zu befassen, ©nbc 1919 hatte dec Ar­beiter- und Bauernrat eine Beschwerde über das Postamt Bieber noch Kassel geschickt unb auch darauf hingewiesen, daß das Gebäude dcS Pow amte noch die BezeichnungKaiserliches trage. Auf diese Beschwerde erschien in Bieber ein Ober-Postinspektor aus Kassel, d r in einer Konferenz, am der auch der Vorsitzende des Ar­beiterrats Bergmann Koller teilnahm, die Ab­stellung der gerügten Punkte, wie auch die Enb ferrtung des WortesKaiserlich s" -usagte. Als nun am 1. Mai ds. Js. in Bieber et ne Maifeier stattfand, bewegte sich ein Bun durch de Straßen Biebers an dem Postamt vorüber Der Bergmann Christian Koch bestieg eine- Letter und mochte nm roter Farbe Striche in die schwarzen Zement­buchstaben des WortesKaiserliches". Hierfür er­hielt er eine Strafe von 75 Mark. Das 'Schöffen­gericht Meber hat bann aber auch den Zugten- nehmer Beramarrn Koller argen Hausfriedens­bruchs und Sachbeschädigung in eine Strafe von 75 Mark genommen, da der PostamtsvotttMo Postsekretär May jede Veränderung an dem Ge­bäude verboten hatte und Koller gesagt haben soll, das WortKaiserliches" hätte schon längst entferiu werden fönnen, nun müsse zur Selbsthilfe ge­schritten werden. Gegen dieses Urteil hatte Koller Berufung eingelegt. In der Verhandlung vor der Strafkammer sagte der Amtsvorstand Pomelvetar May aus, das WortKaiserliches" fei heute nj® nicht entfernt, da angefichs unsrer traurigen m nanzlage Mittel fi"r solche Zwecke mcht b seien. Der Verteidiger bestritt, daß HausfticMS- bruch und Sachbeschädigung des Koller vockM Die Straftammer Harran hob das Urteil des ewj fengerichte Bieber auf, soweit es sich aus friedensbruch und Sachbeschädiomm bezog, gegen erkannte sie, daß Landfriedensbruch voniegc unb ließ die Strafe von 75 Mark bestehen, vo- dauemd, daß nicht auch der Staatsanwalt Bern' fung eingelegt habe unb dadurch die MögßaMi genommen fei, auf eine höhere Strafe zu etltmun.

Der SchlichturigSarrsschutz der Provinz OberheFen.

Sitzung vorn 2. Dezember 1920.

In der Streitsache des Deutschen Metz^' arbeiterverbandes gegen die Firmen A. I. , in Butzbach unb S. $0« G. mbH. mW Göns wegen Lohnerhöhung wurde ben Arbeiter ber genannten Firmen mit Wirkung vom vcmber 1920 an ber in dem Abkommen der triebe Bänninger, Heyligenstaebt und SckaNsta«: in Gießen am 18. November 1920 ftltgest^ - Stunbenlohn von 4,80 Mk. für gelernte tW Leiter über 22 Jahre zugesprochen. DenA^, teien würbe aufgegeben, unverzüglich m hingen einzutreten, um ein sachgemäßes ^Jioiv fnffem einzuführen. Derselbe Lolm mürbe Tur m - Arbeiter der Firma K-arl Reuß in,Fruckberg J Wirkung vom 1. ^onuat 1921 ab festgesetzt, »va-

' ; vom 29. November 1920 bU

fung für die Vorschule des Gymnasiums. 5. Ge-1 such des Gießener Lesehallevereins um Erhöhung ces städt. Zuschusses. 6. Gesuche um Bewilligung eines Beitrags a) des Fröbel-SemiNars, b) des Kindevgartenvereins, e) der Aliceschule. Geioat - nmg eines Darlehens an die Baugenossenschaft 1894. 8. Vermietung der Isolierbaracke der mep. Klinik. 9. Stromleibungni für die Klettrwohnungs- bauten der Baugenoisenschaft 1894 an der Licher Straße. 10. Beichafsurrg eines Schlacken,ortter- apparates für das Gaswerk. 11. Deicha^fturg eines Personenwagens für das Elektcizit.töwerk. 12. Ei- höhung der G.bühren für die Wassermeser. 13. Be­schaffung ber Kabel und des Schaltapparates für den Motorgenerator im Elek'.nzi'ütswe.k. 14. Er­höhung ber Gebühren der Leichenfrauen. 15. Jen* benmg der Gebührenordnung zur Friedhofs- und Begräbnisordnung. 16. Beschaffung der inneren Errichtung für das Stadthaus Bergstraße. 17. Ge­such des H. Norgall um Genehmigung zur Errich­tung einer Autohalle auf dem Grundstück frank­furter Straße 82. 18. Bauoesuch der Firma Poppe u. Co. für Leihgefterner Weg 13. 19. Anbringung eines Erkers am Neubau des Eisenbahner Heim- stättenvcveins an der Ecke Klinik- und Credner- straßc. 20. H rstellunq eines Holztores am Grund­stück des Professors Brüning an dec Berbindungs- straße zwischen Ludwig- und Friedrichstraße. 21. Gesuch des Willelm Krause um Erlaubnis zum Kafeeausschankbetrieb im Hause Gutenbergstr. 2. 22 Gesuch des Ernst Seibt um Ausdehnung seines Schankwirtschaftäbetri. bs im Hause Edersttaße 6. 23. Gesuch d s Max Stephan um Erlaubnis zum Schanlwirt chaf sb- trieb im Hause Leih^esterner Weg 18 (Zur stlMen.Aussicht). 24. Gesuch des Ernst Stritter um Erlaubnis zum Kaffeeausschank­betrieb tm Haufe Neustadt 24a. Eingabe des

sich in Kreisverbänbe gliedern. In diesem Rah­men wird für alle hessischen Kaninchenzüchter Platz sein. Die gedeihliche Zusammenarbeit aller hessischen Züchter ist in züchterischem Interesse sehr zu begrüßen. Die erste gemeinschastlich? Haupt­versammlung soll Mitte Februar in Friedberg stattfinden.

Landkreis Gießen.

Geilshausen, 21. Tez. Tie Samm­lungen für wohltätige Zwecke häuften sich in der letzten Zett sehr. Taher mag wohl ber nichtige Betrag fast aller Sammlungen kommen. Immer­hin ist es ein sehr betrübendes Zeichen für unsere GemeindeZ, die fast nur wohlhabende Einwohner 'bat, daß der Opferwille bei ben Gaben für ein Denkmal zur Gefallenen Ehrung so klein war, daß nur 2300 Mk. zusammen kamen. Das Opfer, bas die 27 Gefallenen für die Heber lebenden in der Gemeinde brachten, ist damit noch lange nicht auf- gewogen. Tie Sammlung für die Innere Mission brachte etwas über 400 Mk. unb diejenige für die Hessische Rückwaudererhilse 137 Mk.

)( Mainzlar, 21. Dez. Um den armen Kindern in der Anstalt für Fallsüchtige in Beth-el bei Melcftld cine Weihnachtsfreude zu oe- rciten, sammelten die hiesigen Schulkinder bei den Selbstversorgern für sie 1 Zentner Mehl und V» Zentner Dörrobst. Die Sammlung für die Riicr- wandeverhilfe ergab 204 Mk., für die innere Mis­sion über 400 Mk.

Kreis Büdingen.

)( Ortenberg, 21. Dez. Gestern abend sprach in einer öffentlichen Versammlung der hie­sigen Ortsgruppe der Deutschen Volks- Partei im Gasthaus zur Post unter Leitung von Rechtsanwalt Holzapfel Parteisekretär Dr. K r a u ß e über die politische Lage. Der Redner beleuchtete, was seit dem Eintritt der Deutschen Volkspartei in die Koalitionsregierung nach den Reichstagswahlen erreicht sei, tennzejchnete di: Stellimg seiner Partei zu den wichttgsten inner» politischen Fragen wie Reichsnotopfer, Soziali­sierung, Schlichtungsgesetz, Bearntenbesoldungs- gesetz u. dergl., berührte unter öfterer Bezugnahm-: auf den Parteitag von Nürnberg die Stellung der Partei in den Fragen der Außenpolittk und for­derte die Einigkeit des deutschen Volkes in der ab­lehnenden Stellung zu dem Schandvertrag von Versailles. Heraus aus dem Klassenkampf zur Versölmung, vom Alten das Gute und vom neuen das Bewährte behalten und weiter ausbauen, das

stellte der Redner unter lebhaftem Beifall als das Ziel der Politik der Deutschen Bolkspartei fest.

+ Ortenberg, 21. Tez. Am Sonntag nachmittag fand in unserer Kirche die Weih­nachtsbescherung der Kleinkinderschule statt. Zwei große, prächttg geschmückte Bäume erstrahl- ten in hellem Lichte, als die Kinder mit dem Liede | Wirkung vom 1. ,x Ihr Kinderlein kommet" in die Kirche einzogen. I rend für die Zeit

Eine Sitzung der Stadtverord­netenversammlung ist auf Donnerstag ben 23 Tezember 1920, nachm. 4 Uhr ------------------ ------ -------

in das Stadthaus, Sitzungssaal, anberaumt. Auf wu im Märchen, allein das Schicksal zu ent- der öffentlichen Tagesordnung steht: Mitteilungen I scheiden. Auf alle Fälle sollte man sich gerade 1 Erhebung einer Grund- und Gewer'^steuer. | m her he.'ttgen Zett mehr auf wirklickres und prak- 2 Besteuerung des reichssteuerfreien Einkommms. 1 mir die oersönliche Tüchtigkeit im

Unterstützung des Studentenheims. 4, Vergü-> V-ius, - mi; die 13-nmareiie verlassen.