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öcr(in, 21. Juli. Börsenstimmnngs- bitb. Bei znnelMLnber Beteiliguing beS Privat°- publikums befjrcbcrs üi zu C'Tt^ii^Zur.cii ge^m-xl- ten ^rpier^n bleibt die Sc; : nung an der -&£>qe Mich für Kn schwante:Qen Kur en gechMDelten Wer-- tat, trotz gelegentlicher leichter Rüchchläge, cruS- gespvochen fcft freute vereinigte sich das zittere| sc an dem Mrntanmarkt auf oberschlcftsche Werte, ferner auf Kali- uiti> (SleitimEHcn, sowierm ireicii SBertebr auf Mansfft>er Kure, die bis 4550 Mark gesteigert wlivden. Bisiriarahütte und Cbcrbeisorf Riegen etheblich, erstere über 30 Prozent, wogegen Rheinisch-Westfälisch: Papiere mit wenrgen dlns- nxchmen realisiert und etwas niedriger lagen. Der Elektvoaktien betrugen die Besserungen bis zu zehn > Prozent. Siemens Halske verloren von ter gestrigen nachbörslichen Steigerung 25 Prozent. Kaliaktecn stiegen bis 20 Prozent und auch in den im freien Verkehr gehandelten Kaliaktien und Kalikupen ent­wickelte [teb bei steigenden Kurse:: ein reges Ge­schäft. Fest lagen auch Schifsa'hrDateien. Dagegen traten Petroleum und Kolonialwerte gänzlich, in den Hintergrund. Von h<ginischen Renten erfüllen pveustische Konsols eine leichte Kurserholung. Aus­ländische Stenten waren wiederum nahezu ge- fchästslos.

Frankfurt a. M., 21. Juli. Börsen- ftimmungsbild. Mit einer Steigerung von 18 Proz. traten Phönix Bergbau in den Verkehr und konnten sich im Verlause um w?itere 10 Proz erhöhen, wozu lebhafte Käufe im Anschluß Berlin den Anlaß boten. Auch für die übrigen Werte des Montanmarktes bestand reges Interesse, selbst Harpener Konnten sich 8 Proz. erholen. Caro zogen 10, Rhein. Stahlwerke 7 Proz. an. Kali Westeregeln plus 16 Proz., Elektrowerte :mregel- mäßig. Bergmann verloren 8, Schuckert 3 Proz. Lahmeher fest plus 7 Proz. Chemische Rütgers- werke zogen 3 Pwz. an, Th. Goldschmidt gaben oi/2 Proz. nach. Der Kassaindustriemarkt lag mit wenig Ausnahmen fest bei durchschnittlichen Kurs- erhShungen zwischen 35 Proz. Cementwerk Hei­delberg büßten 5 Proz. ein. Mexikaner mürben wieder etwas reger um gesetzt und höher. Im freien Verkehr Mansfelder Kure bei großen Um­sätzen 4700, 4800, 4770, Datsche Petroleum 788, Vereinigte Nickelwerke 348 Proz.

Es notierten: 5proz. Reichs anleihe 79.50, 5proz. Goldmexikaner 331, 5proz. Silber Mexikaner 296.50, 5proz. Tehnantepec 204, 3Vsproz. unverl. Bayer. frvp. ^Psdb.2.70, OesteUr. S'aatsbahn 206. Schmtungbahn E 645, Oesterr. Creditanstalt 88.5Q Mitteld. Creditanstalt 142, Wiener Bankverein 57.50, Elektr. AkÜrmulatoren Berlin 400, Kali Aschersleben E 432, Kali Westeregeln E 701. Lahmeyer 192.50 ä 195, Bergmann 252, Deutsch- Ueberfee E 750, Schuckert 236.50, Neckarw. Etz- lingen Vorz. 107, Elektt. Lieferungen 199, Voigt u. vaeffner 314, AEG. E 311.75, Siemens u .Halste E 356, Grie-Heim 307. Rutger: wte'e 269, S eid.au alt E 510.50, Th. Gol schmut E39 .5 , Höchst .374, Metall Brngwerke 224.25, Phönu Bergbau 468 ä 470 ä 478, Gelsenkirchen 326, Buderus 308 ä 309,50. Oberbedarf 234,33. ä 233.25 E 234, Deutsch - Luxemburg 303 ä 304.50, Laurahütte 276, Harpener 368, Rhein. Stahlwerke 373 ä 377, Caro 287, Schuhsabr. Aug. Wessels 250, Brauerei Binding 163, Gum- misabrik Berlin-Frankfurt 225, Continental Nürn­berg 108.50, Brauerei Sinner 107, Zellstof Aschafftnburg 390, Maschinens. Hydrometer 179,

(In einem Teil der Auflage w-iedtthüt.)

Die Aussprache im Ueichstagsausschuß

für auswärtige Angelegenheiten.

Berlin, 20. Juli. Abg. Bernstein kri­tisierte die Behandlung der militärischen Fragen in Spaa und trat für eine möglichst schnelle Um- gestaltung der Reichswehr ein,, die eure Wiederbelebung des Militarismus unmöglich mache. In der Kdhlenftage habe er die Ueberzeugung, daß die Delegation nicht mehr habe durchsetzen können. Die Gefahr des Einmarsches sei zu groß, als baß man sie hätte riskieren können. Daß der Euima^ch vermieden wuvde, sei zu begrüße::. Der heutige Be­richt wirke berüingenber als die Mitteilungen in der Presse. Aus den Verschiebungen der Kohle müß­ten weitgehende Folgerungen gezogen werden. D:e Kohle müßte so schnell wie möglich s >o z i a l i 1 x e r t iverden. Was unsere Vertreter in Spaa getan haben, sei grundsätzlich anzuertermen, wenn auch manche Punkte zu kritisieren seien. Die Berufung von Stinnes sei falsch gewesen. Dagegell seien die Arbiter vorzüglich vertreten gewesen. Die Kon­ferenz von Spaa sei eine Etappe und auch in der Art der Verhandlungen ein Schritt vorwärts.

Abg. Ledebour erklärte, in v>e m Punkten könne er dem Minister Recht geben. teile taä Befremden über die VerhandlunMsou e ^if setzrmg des Ruhrgebiets unter irgend einem Vor- ivand müßte 'verhindert werden. Die Ablehnung der Unterzeichrung der Einmarschdrohung genüge zur Wahrung unseres Rechtsstandes.' Er befxnbe ftch m vollem Einvernehmen mit der Rochtsaiiftassung der Regierung. Zur Heranziehung des Abgeordneten Stinnes sprich er sein lebhaftes Befremd«: aus. Ter Redner verbreitet sich bann über die Kohlen- schiebeveien und verlangt ebenfalls Sozialisie­rung der Kühlengri!ix n. Er begrüßt es vom Standpunkt seiner Partei, C-afs bi Reichswehr sckMtweise vermmdex t iüiiX) und ist auch mit der Uimvandluxig der Sicherhcitsntehr ei nversvanden. Er fragte, ab der Minister für den Fall von inneren Unruhen einen ?lppell an Oie Entente gerichtet habe.

Ter Reichsminister des Austra Dr. Siw o iis, legt auf die Anfrage des Vorredners die Vorgänge bei der Unterzeichmmg de? Protokolls dar und weist die Darstellung, als .,abe er den von Ledebour angeführten Appell an die Entente gerichtet, nachdrücklich zurück. Weiter stellt er fest, daß er für die Berufung von Stinnes verantwort­lich sei. Stinnes sei nicht Vergangenheit, smidern Gegemvart und Tätliche. Er sei der wesentliche Re­präsentant der BergwerRbesitzer, wie Hne wesmt- licher Repräsentant der Bergarbeiter sei. Diese Re­präsentanten der Entente vorzuführen sei nicht $u verhindern gewesen. .

Abg. Helfserich erörtert die Einzekherten des Abkommens. Tie militärischen Bestimmungen bctradjtet er als unausführbar. Tie Kohlens chio- bungen hält er nicht für verhälMrsm äßig wesentlich, so sethr er mit der schärfsten Bersvlgimg von Schio­bungen einverstanden ist.

Die Bertrauenstagesordnnng für Mlllerand.

Paris, 21. Juli. (WTB.) Die Tages­ordnung, mit der die Kamme rderRegie- rung das Vertrauen ausgesprochen hat. lautet: Die Kammer genehmigt die Erklärung der Regierung, vertraut auf sie zur energischen Ver­teidigung der materiellen und moralischen Inter­essen Frankreichs in Verbindung mit seinen Ver­bündeten, weist jeden Zusatz zurück und geht zur

Berlin, 21. Juli. DasB. T." sagt zu den Aeußerungen Mil l e r a n d s in bet französischen Kammer über die Ernenn ung eines franz ösischenGesandtenrn Mün­chen: Die deutschen EinzAstaaten brauchen nicht von Frankreich gegen eine preußische Hegemonie geschützt werden, die nicht mehr besteht, und Teutschland kann nur mit Ironie das Wohlwollen des Herrn Millerand entgegennehmen. Tie auffallend starke Minorität, die gegen das Kabi­nett stimmte, führt das Blatt auf die Erklärung des französischen Ministerpräsidenten über die Unterstützung Polens gegen Sowjetrußland durch Frankreich und England zurück.

England und Sowfttrukland.

L o n d o n , 20. Juli. (WTB.) Wie die. Agen­tur Akuter erfahrt, hätte England am Dienstag abenb der Sowjetregierung die Antwort auf ihre Note überreichen sollen. England wünscht Er klärungen über die Note Tschitscherins, die man als sehr verwickelt betrachtet. Sollten die Bolschewisten! in Polen einbringen, ft würden die Handelsbeziehungen mit Sowjet­rußland sofort abgebrochen werden.

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Ein vrrnünstiges Urteil eines englischen Arbeiterführers.

Haag, 21. Juli. WTB.) Wie derNieuwe Rotterdamsche Courant" aus London meldet, hat der Führer der englischen Bergarbeiter Smülie sich in einer Rede in Nord-Cumberland zu Gun­sten der Deutschen ausgesprochen. Er wies darauf hin, daß die Kohlenerzcugung in Deutschland in­folge der ungenügenden Ernähnmg der B«g- leute sehr zurückg'gangen sei. Smillie ist der An­sicht, daß, wenn die Entente auf ihren Forderungen beftebt, Deutschland niemals imstande sein wird, die verlangten Kohlenmengeit zu liefern, ohne daß gleichzeitig die deutsche Industrie einen der­artigen Schaden erleiden wird, daß von der Be- zahlnrrg einer Entschädigung kerne Rede sein kann.

Die Aufteilung der Türkei.

London, 21. Juli. (WTB.) Wie die Times" aus Konstantinopel meldet, sind grie­chische Truppen in Jsmid gelandet und haben den Vormarsch nach Ostthrazien ausyenom- men, die Eisenbahnverbindung mit Adrranopdl ist bereits unterbrochm. Auch^ englische KrieaS- schifse haben Konstantinopel verlasjen, um südluh Thraziens zu operieren. .

Paris, 21. Juli. (WTB.) Dre h«ft^n Morgenblätter verbreiten eine Meldung desEx­change Telegraph", wonach die türkische Re­gierung ihre Demission eingereicht habe.

Syrien.

Paris, 21. Juli. (WTB.) TerTeuchs" meldet aus Kairo, daß die Regierung Emir Fes- sals gegen das Vorgehen Frankreichs in Syrien Protest emgelegt 'bat.

Grokfturr in einem Sägewerk.

Freiburg, 21. Juli. (WTB.) Ter Bvand auf dem Sägewerk I. Himmelsbach bei Neustadt im Schwarzwald wütet immer noch fort. Tas riesige Holzlager dürfte bereits zur Hälfte ausgebrannt sein. Ter Äähiroertehr auf der Höllen-- talbähn, die immittelbar am Lagerplatz vorbei führt, konnte bis jetzt aufrecht erhalten werden. Dagegen sind sämtliche Telephon- und Telegrapheuleftungen zerstört worden. Die Feuerntehr der Umgebung, ein­schließlich der von Freiburg sind immer noch tätig. Ter Schaden wuü >auf 25 bis 30 Millionen ge­schätzt, doch ist die Schatzung jetzt noch s^hr unsicher.

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