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Üebebour (U©y?.k Das Recht der freien fJJtei* nungsäu ß.rung dürfe nicht eingeschränkt roeriien, ob der Betresseudc heiniatsberechtigt sei oder nicht. Tas Stvasg.-sek könne, nicht zur Anwendung ge­langen, weil in der Rede Sinowjews nichts stvas- bares vargekommen sei. Mit Gewalt könne man feine sei ig>? Bewegung lv-tmerck/en. Daher sei er gegen alle iirrjriftii'cben Gewaltrnaßnahrnen, rnö-- gen sie ro.t semt stMreich in Bismar ckkürasfter- flte'rchi oL-ei von dem kommunistischen Herrn Koenen ausgeheii, de- Derrn Sinowjew so als unschul- digen Gcl. g.'nb.'itsterraristen hingestellt habe. Aber Derr Siuowiew müßte hierbleiben, damit die deut­schen Arbeiter bald von ihm kuriert würden. Tas ist der Grund unseres Antrages.

Zum Schlüsse iam es zu einer lebhaften Aus- einandersetuing -.wischen ihm und den Kommu- nifbai über die Bargeschichte des Antrages, die wiederholt zu slürmischen Unterbrechungen, großer Heiterkeit und vielen Zivischeiirusen Anlaß gab. Rach einer Reihe persönlicher Auseinanderseßungen zwischen Dr. Loewh -Komm.) und Ledebonr (USP.) wird der Antrag der USB. abgelehnt.

Tie Borlage gegen die Kvpi talslucht wird einem Ausschuß überwiesen.

Nächste Sitzung Mittwoch, den 27. Oktober, 1 Uhr.

Tagesordnung wird sein: Interpellation'wegen der Beschlagnahme der Tiselmotore.

giebigen Milchabsonderung erlassen, in der es zum S<l?luß heißt:Tie wissenschaftliche Nachprüfung des Mittels l-at vielmehr ergeben, daß Rad-Jo die ihm von Wasmukh, dem .Dauptbeteiligten ms Rad-Jo und ds Amol-Gescläfts, zu geschriebenen Eigenschaften nicht besitzt. Eine BAeidigungstlage, die Wasmuth gegen einen das Rad-Jo alsglatten Schwindel" bezeichnenden Arzt angestrengt hatte, wurde 'auf Kosten Wasmuths rechtstrachg abge­wiesen. Wegen der unwahren Behauptung, daß Professor KoUwer Rad-Jo bei der Entbindung der Königin von Hal land angewandt habe, wurde Wasmuth zu Geld- und Freiheitsstrafen verur­teilt. Mit den Namen von Ärzten hat die Rad- Jo-Gesellschaft groben Mißbrauch getrieben. Die Reklame für Rad-Jo ist gemeinstl)ädlrch. ^a Rad- Jo zu einem sehr hohen Preise vertrieben wird, werden die Stäupet zu einer wirtschaftlich unnutzen Ausgabe verführt, die nur dazu dient, den Rad- Jo-Jobrikanttn zu bereüteTH." Wir warnen die Bevölkerung, Geld für dieses wertlose Mittel aus­zugeben. n .

* Die Kapitalertragsteuer, das Schmerzeiiskind ber Rentner verlangt, gestützt auf § 10 des Gesetzes, daß die Steuer zugleich mit dem Kapitalerträge fällig ist. Wenn sich auch der größte T-eil der Steuerpflichtigen mit dem sogenannten Quellenprinzip abgefunden hat, so muß fest-gestellt werden, daß die Art der Kapitalertrag'steuerenttnch- tung auf hie Dauer unhaltbar ist. Der Fiskus kann sick)erlich nid)t fernen Steuerzahlern zumuten, all- vierteljährlich bei dem Finanzamt vorzusprechen, sich da die erforderliche Anweisung holen, um dann nach oft stundenlangem Stehen bei der f&e&irfe* kaffe sein Geld, ober besser gesagt das.Geld seines Gläubigers ablabcn zu können. Ohne von dem Quelleiiprinzip wesentlich abzuweichen, muß es doch technisch möglich sein, die Steuer auf eine bequemere Art zu erheben. Bis jetzt aber hat das Reichs-Finanz-Ministei-ium neiere Anweisungen noch nicht erlaufen: auch schweigen sich die Prak­tiker und Steuerautoben mit ihren Kommentaren noch darüber aus.

Montag zum Dienstag wurde bei einem hiesigen Juwelier eingebrochen und Schmucksachen Werte von vierhunderttausend Mark gestohlen.

attg sunden und I tung eines s - - , - -

Stillungen vcr geländc spracht sich am Mitt.roch das aus bem

Hessen-Nassau.

Ein Frankfurter Werkbunshaus.

fd. Frankfurt a M , 20. CTt Im Wett­bewerb zur 'Erlangung von Entwürfen zur Erttcv-

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riologische und hygienische ämter u dergl. Äc bitt icke

Zlus Stadt und Land.

Gießen, den 21. Ott. 1920.

Gegen die schwarze Schmach am Rhein.

Aus die ösfentlickieProtestversamm- lung gegen die schwarze Schmach am Rhein hcue Abend, 8 Uhr, in der großen Aula her Universität sei nochmals hingewiesen. Es kann nicht oft und nachdrücklich genug an das Gewissen der Welt gegen die Genialthaber am Rhein appel­liert werden, damit der Knechtung eines l>ochstehen­den Kulturvolkes durch farbige Truppen endlich ein Ende gemacht wird. Deitn nicht die afrikanischen Söldner tragen die Schuld an dm himmelschreien­den Zuständen in den besetzten Rheinianden. sondern die weißen Machthaber, deren willenslose Werk­zeuge sie sind. Dasselbe Frankreich, das angeblich immer für die Freiheit gekämpft hat. verbot die Zeitungen, die die Berbrechen ihrer farbigen Be­drücker erwähnten, verurteilte die Redakteure zu hohen Geldstrafen, zwang sie gar, nachträglich zu schreiben, ihre Angaben beruhten nicht auf Wahr­heit und das Verhalten der Schwarzen sei einwand­frei, ja anständig. Kann dieser Zynismus überboten herben? .Qann es eine 'größere Demütigung der treiben Rasse vor den farbigen Hilfsvölkern des französischen Militarismus geben? Darum, Gie­ßener Bürger, Männer wie Frauen, tragt das Eure dazu bei, damit der Protestruf der gequälten deut­schen Frau'u und Mädchen fo stark in die Welt schalle, daß dm französischen Chauvinisten endlich die Erkenniuis kommt, daß man Europa nicht un­gestraft mit farbigen Barbaren überschwemmt!

Veranstaltungen.

Donnerstag: Große Aula der Univer­sität, 8 Uhr, öffentliche Protestoersammlung gegen die schwarze Schmach. Zirkus Blumen reld, 7i/2 Uhr. Cais Leib, 8 Ahr, Konzert und Bor- stellung bet' Medicb-Meidinger. Lichtspiel- thsater wie gestern.

** Amtliche Personal Nachricht en. jErnannnt wurde am 1. Oktober der etatsmäßige außerordentl. Professor Dr. Hermann Harr as­t'owitz zu Gießm mit Wirkung vom 1. Oktober an zum ordentlichen Professor der Geologie und Paläontologie an der Landesuniversität Gießen. liebertragtu wurde am 13. Oktober dem Schul­amtsanwärter Heinrich Wilhelm Eckert aus Wolf, -Kreis Büdingen, eine Lehrerstelle an der Volks­schule zu Rinderbügen, Kveis Büdingen, und dem Schulamtsanwärter Otto Oestreich aus Hör- genau eine Lehr er stelle an der Volksschule zu Bös­gesäß. Kreis Büvingen; dem Schulamtsanwärter Georg Jüngling aus Usenborn eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Kefenrod, Kreis Büdingen.

Ernannt wurde am 15. Oktober der Amts- gerichtssckvetär Ludwig S t a p Pelton zu Mainz zum Landg.»richtsjckretär bei dem Landgericht der Prov. Rheinhessen: der Landgerichtssekretär Fried­rich Joseph Struth zu Mainz zum Amtsgerichts­sekretär bei dem Amtsgericht Mainz.

** Personalnachrichten. Zahlmeister Mueller, zuletzt dem 1. Bataillon Inf.-Regt. 116 angehörend, ist durch Verfügung des Reichsarbeits- Iministeriums vom 5. 10. 20 zum Obtrregierungs- sekvetär ernannt worden. Dem Oberkassenvor­steher Mahlst, Bllnh)'srorstthw Da iel, Güter- vorsteher Jric'e, den Oberbahua'sistenten Schleu­ser . und Gest Ins. sowie den Schaffnern Bogel, Wende, Swiuiäski, "Val ter. und 5Vem ist das Ver­dien st kreuz für Kriegshilfe nachträglich verliehen worden.

** Das Fest der silbernen Hochzeit leiern Dormers ag di" Eheleute Johannes Döring und Frau Elis..de h eeb. Röhm, Marburg. Stt. 82.

** Woher kommt die Preiserhöh­ung der Margarine? Das Reichsernäh- rungsminiZerium hat den Reichsausschuß für Oele und Fette angeroie . j, di- Roh '-offpreise für die Margarinkindu rie v.m 22,20 Mk aus 28,80 Mk. für tos Kilo ab 1. Ok> ber zu erltöhen. Dar Mar­garinepreis muffe dementsprechend im Kleinhandel eine Erhöh>.rng von 13 auf 15 Mt das Pfund er­fahren. Tie Preiserhöhung ist dadurch notwendig geworden, .vei' as Rnch^TrnährungsMinisterium durch ein Einfuhrverbot dic Zeit des günstigen Weltmattip! ci es und des relativ günstigen Valuta-

Die Kartoffelvetjorgung,

Mainz, 19. Oft. Die Mainzer Volkszeitm, lberichtet, daß in der gesttigen Kartellsitzung Mainzer Arbeiterschaft beschlossen wurde, in Kartosselversorgung selbst eine Aktiv

zu unternehmen, von der auch dem Kreisamt M teilung gemacht wurde. Den einzelnen^ Bürg meistereien sei bekanntgegeben worden, daß p ein bestimmten Stunde Vertreter der örtlichen Lan wirte zu einer Sitzung sich ein zu finde hätten. Den Landwirten werde dort gesagt tot» den, daß sie entsprechend der Anbaufläche pro Mc gen 10 Zentner Kartoffeln zum Preise von 25 abzuliefern hätten. Kämen sie dieser Anorbrng nicht nach, so würden die Arbeiter am nach Tage die Kartoffeln holen. Das Kreis hat die Kreisdivektoren für morgen zu einer S' nach Mainz einberufen, um über die von beitem verlangten Konttoll- und Beschla Maßnahmen zu beraten. Die Organisationen Landwirte treten heute zusammen und das Arbeit kartell morgen abend, um endgültig über den ginn der Aktion zu beschließen.

aufgetreten, loähvend zahlreiche Ziegen an ihi O gegangen sind.

vermischtes.

Schneefall im Riesengedirye.

Hirsch berg, 20. Okt. (Wolff.) ganzen Riesengebirge ist starker Schn.ee--

maliger Geschästsstllle Platz gemacht. Auswärtig Möbelschreiner machten hier uniiebsame K01 furrens. Wagen- und Stellmachergewerbe verfüs kaum über Auftragsbestände, ebenso liegt die g samte Luxusindusttie still. Auch die Fahrzeu>< herstellenden Fabriiien lyaben Absatzs ockun^en fesizu stellen. Für Fahrräder und Schreibmaschinen V steht immerhin noch ein gewisser Bedarf, da Au> landsaufträge borliegen. Das Kleingewerbe flar über schlechten Geschäftsgang. Zuammenfasseil muß betont werden, daß die allgemeine Geschäffz flaue im großen Ganzen mit ganz wenigen fSui nahmen anhält.

mc. Frankfurt a. M., 20. Okt. Hier toni eine Station des Re i ch s w a sse r schu tzes richtet. Der Reichswasserschutz hat die Ordnung den Binnengewässern aufrechtzuerhalten. Frankfurter Station hat die Aufsicht über da Untermain zu führen von der bayrischm Grenz, bis nach Mainz.

fd. Aus de rn Westerw alb, 20. Oft. Zir Hebung der Braunkohlenerzeugung klärte sich eine Betriebsrätekonferenz, die zch: Zechen vertrat, bereit, gegen entsprechenden Sobr auffchlag Ueberftunben zu leisten.

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mc. Aus Nassau, 20. Oft. Aus den zelnen Gemeinden Nassaus wird ein Iangfei Fallen der Erkvankmrgsziffer an Maul- V Klauenseuche gemeldet. Der Maingau leid nach wie vor noch sehr stank unter der S«ii' auch im goldenen Grund sind einzelne Doiihi vollständig verseucht. Zum Glück ist die KramLL beim Rindvieh nickst: in ihrer bösartigsten J.w

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ja haben. Eir fe Md L'l $ nicht zu ßjlWWä 6 uberfutirt' vormhm. de iiffliuxb» verbrennen.

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** Zirkus Blumenfeld. Schade, daß ich zur gestrigen Eröffnungsvorstellung verhält­nismäßig wenig Besucher emsanden ein gutes Viertel der Plötze war leer. Wenn schon Achterbahn und Ringkämp'e überlaufen waren, bann hätte der Zirkus Blumenselb mit größerem Recht ausverkauft ein bürten. Auch die Kälte hatte in einem men- chengefüllten Zelte kaum heninschlüpsen und sich breit machen können. Man wurde aber drei Stun­den lang so trefflich unterhalten, baß man darob die kalten Füße vergaß. Für die Hände brauchte man nicht bange zu sein, denn so ziemlich icbe Nummer des reichhaltigen und abwechstungsreichen Programms verdiente, tüchtig beklatscht zu werden. Am wertvollsten war der Abend wohl durch die prächtigen Pferde, die auch in guten Dressuren gezeigt wurden. Nicht bloß Kenneraugen tasteten entzückt die rassigen und ebenmäßigen Pferdelörper mit ihren edlen, oft graziösen Bewegungen ab. Aber nicht allein an den Einzeltieren formte man feine Helle Freude haben, auch die fein zusammenge­stimmten Gruppen, .vor allem die sechs Falben und die sechs Ponnys, boten schöne Bilder. Ein Hauptspaß war das Amateur-Konkurrenz-Reiten. 500 Mark winkten dem, der auf dem Pferde tehend dreimal die Manege umreitet, ohne herunter zufallen. Versucht haben es genug, ge­lungen ist es aber keinem. Das Fallen war übn.- gens nicht gefährlich; der Zirkuslehrling war ja angeleint. Und es war auch schon ein Heiden- vergnügen, in weitem Bogen durch die Luft zu wirbeln, nachdem die Füße den Pferberücken ver­loren. Viel Beifall fanden auch die Akrobaten, Jongleure usw., die mitunter fabelhafte Leistungen boten. Auf Einzelheiten des insgesamt 16 Num­mern umfassenden Programms einzugehen, würde zu weit führen. Ein Gesamtlob famt aber nwhl ohne Einschränkung ausgesprochen werden. Zirkus- künste werden ja auch fürs Auge ausgeführt, nicht zum Nacherzählen. Unbefriedigt wird kaum ein Besucher weggegangen sein. Auch die Lachmuskeln kamen den ganzen Abend nur wenig zur Ruhe, wenn auch nicht verhehlt fei, daß die Auguste für manchermanns Augen und Ohren ettvas zu stark auftrugen.

** Die 50er-Vereinigung 1868 bis 1918 veranstaltet am Sonntag nachmittag 4 Uhr eine Famillen-Zusammenkunft mit Tanz usw. im Philosvphenwalkff.

** Der Obst- und Gartenbau -Ver- ein G ießen, hielt am 16. ds. Mts. im Eisen­bahn-Hotel Hopscld eine Mitglieder-Versammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: 1. Ausstellung, Ausgabe der Preise; 2. Kleingärten. Der Vor­sitzende, Lehrer Becker, begrüßte die Erschienenes und dankte für das Vertrauen, das ihm in der letzten Mitglieder-Versammlung durch die Wahl 5um 1. Vorsitzenden entgegengebracht wurde. Es wurde bann die Preis Verteilung der Ausstellung vorgenommen und Geldbeträge ausgezahlt. Die Ueberreichung ber Diplome wird in ben nächsten Tagen erfolgen. Bezüglich ber Kleingärten war vom Vorstände ber Beschluß gefaßt worden, ben Pachtpreis zu erhöhen sowie in Gatten mit mehr als drei Hochstämmen vom 3. Stamm ab eine Extra Vergütung zu erheben. Hierauf entspann sich eine längere lebhafte Aussprache, doch wurde der Beschluß auf rechte rhalttn. Im weiteren Verlaufe der Aussprache wurde miigeteilt, baß eine große Nach­frage nach Gartenland besteht. Der Vorsitzende teilte mit, baß er bereits geeignete Schritte unter­nommen habe unb hofft, daß in erster Linie bie Stadt das erforderliche Gelände zur Verfügung stellen werde. Ein anwesendes Mitglied bemerkte hierzu, daß in ber Stadtverwaltung bereits Ver­handlungen in dieser Angelegenheit geführt und Gelände in Aussicht gestellt worden sei. Zum Schluffe der Versammlung fand eine allgemeine belehrende Aussprache statt. Man sttmmte barin überein, baß leider noch immer nicht das Interesse für bie Sache vorli-ege, das erforderlich sei. Die Versammlung wurde gegen 11 Uhr geschlossen. Anmeldungen für Gartenland wolle man sofort mündlich ober schrifllich an ben 1. Vorsitzenden des Vereins richten.

** Das Gießener Fröbel-Seminar hat auf vielfachen Wunsch einen Mütterkurs zur Anfertigung von Spielzeug und Wcil>- nachlSgeschenkm unter Verwendung möglichst wert­losen Materials eingerichtet. Der sehr zeitgemäße Spuret beginnt am 1. November. (Siehe Anzeigen- teil.)

** Gießener Hausfrauen 58 e r et n. Auf die heutige Anzeige wird besonders hm- gewiesen. Der Verein hat eine neue Einrichtung getroffen, die seinen Mitgliedern ermöglicht, über­flüssige Geb rauchsgegenstände abzugebeii ober «ms- zutauschen. Zu diesem Zwecke liegen die m der An­zeige erwähnten Listen auf.

** Su mu nun. Im Lichtspielhaus Bahnhof­straße wird von morgen ab der orientalische Film Sumurun gegeben, der von einem Berliner Blatte wie folgt beurteilt wird: Durch die meisterhafte Regie von Lubitsch ist ein Ereignis von Wirkung geschaffen. Ein Märchen aus 1001 Nacht wird auf die Flimmerwand gebannt, bald m zar­tester Lyrikl bald in dramatischer Hochspannung; vorbildlich schier in der Einzelszene wie im Wirbel der Massen. Voll Lebm, pulsierendem £eben. Sutz- schwüler Duft, sengender Atem, wichlendes Leid, daneben lustige Narretei. Bllder von bestrickendem Reiz mit all dem poetischen Zauber des Orients. Die Darstellung verwendet bis in die kleinste Rolle allerbeste Kräfte. Unter den ersten steht Lubitich selbst als der Bucklige, in seiner unseligen Liebe ein Harlekin voll tieffber Tragik; Jenny Hußel- guift, eine schlanke Suinurun voll inniger Liebes­sehnsucht, Pola Negri (bie Tänzerin) listig, lodernd in ihrer Lust unb Leidenschaftlichkeit, Egebe Nr>en (die Äenettn) ein herziger neckischer Schelm, bann, Paul Wegener als alter Scheich, ganz steife Herr­scherwürde und brutale ©innengier.

staubes verpaff hat'

** Freiban k. Freitag, 22. Okt., werden von 13 Uhr die Nrn. 29012950 beliefert.

** F c ft g e n 0 m m e n wurde ein Mädchen vom Lande, das -ie ihm von Bekannten in Wetzlar gewährte Gastfreundschaft schlecht dantte, indem es aus deren Wohnung einen größeren Geldbettag mitnahm und in einigen Togm vettubelte Die Zigeunerin Marie Steinbach batte vorgestern in einem Forst hau je bei Brau ifels hausiett und gebettelt unb dabei eine wertvolle wollene Decke Mitgehen heißen. Als sie gestern vormittag mit noch anderen Zigeunern hier ankam, wurde sie festgenommen. Tas Diebesgut wurde bei ihr vor- gefmiden und konnte dem Eigentümer wieder zurückgegeben werben.

* Das hessische Ministerium des Innern, Abt. für öffentliche (Yesundheitspllege, wendet sich gegen die nngffeue'-tiche Reklame, die die Rab-Jo-Bersaiib Gesellffhan 11 Hamburg neuerdings wieder bette/.' Du. toten sämtlicher oeutschen IbHferutd:.- .»

beit eine gemeinsame Erklärung tib,'r o-e veur. losigkeit dieses ang?bf.i'.i,-cn Wunveriuitr ? jur llr zielung einer leichteren Geburt und einer ai&

Landwirtschaft.

= Schlitz, 18. Okt. Besttebungen, bie die Errichtung einer landwirtschaftliche Wint er schule ,gerichtet sind, sind hier Gange. Um feststellen zu können, ob ein wirkli Bedürfnis rvrHänden, wendet sich bie Bür meisteret in einem Aufrufe mit ber Bitte Mitteilung an alle Land mitte des Sckjlitzerlan

die ihre Söhne in eine solche Schule zu sch: gedenken. Bei dem Auffchwung, ben die Landwi schäft in unserer Gegend in den letzten Jahren nommen, unb bei dem Verständnis un'erer Bauch für alle fottschttttlichen Methoden des lanowii' sckaftlichen Betriebs dürfte die Anfrage ber Bürga- meisterei sicherlich zu einem günftigen Ergebnis sch reit. Da bie Dörfer der Nachbarschaft durchweg ni

nein bäuerliche Bevölkerung haben, könnnte eil solche Fachschule in ntandten Orten ben obligdoj scheu Fvttbildungsschulimterttckt ganz entbehtlt machen. In Bernshausen, wo nur ein Schüler i diesem Jahre fortbildungsschulpflichtig ist. finbet u diesem Wim er Fortbildnngss chulunterrichl sclft nicht statt. Wenn die getverbliche und arbeiknl Jugend der Nachbarorte etwa noch zum Be.uch!a zu einer Gewerbeschule auszubauenden sigen HandwerVerzeichenschule verpflichtet roüc bann ließe sich bas ganze Fortbildungssc^il des Schlitzerlandes hier zusammenfassen, war ber zentralen Lage unserer Stadt und bei ben $ stigen Verkehrsverhältnissen sich ohne große S rigkeiten ermöglichen ließe. Fast sämtliche Orte; Schlitzerlandes haben Bahnverbindung nach bi ssoweit dies nicht der Fall, liegen sie kaum Wegstunde von hier entfernt. Der Gedanke der tralisation des Fottbilduugsschulmesens eines >zen Bezirks, wie er auch in Lehrerkreisen » Schlitzerlandes schon erörtert worden ist, biete ca Vorteil, baß 'der nachschulpflichtige Unterrich die landwirtschaftliche Jugend einerseits uitc 8 gewerbliche unb arbeitende Jugend anbeteiP- fachwissenschaftlich erteilt werden könnte, wie»» auch im Sinne der neuesten Schulgesetzgebung Würde so vielleicht die ländliche Fortbildungs^- in manchen Gemeinden überf.üffig werben so IW ten diese Gemeinden dafür zur Unterhaltmix K städtischen Fachschulen mit einer größeren oder km

Landkreis Gießen.

O Grünberg, 20. Okt. Am Mittwoch morgen gegen Tagesanbruch brannte hier eine Eishalle an ber Londorfer Straße ab Sie gehörte früher ber Brauerei Jhnng, Lich. Nachdem sie vor einiger Zeit nebst zu­gehörigem Grundstück von einem hiesigen Bürger serworben worden war, hatte sre dieser an einen Gießener Geschäftsmann zum Abbruch verkauft. Die Ziegel und das Tach- gebälk waren schon geborgen, während das Material der noch stehenden Wände, bestehend aus Balken, Dielen und Sägemehl, dieser Tage fortgeschafft werden sollte. Man ver­mutet nun, daß ein Brandstifter dies auf mutwillige Weise verhindert bat. Da das Ge­bäude allein stand und Windstille herrschte, waren die in einiger Entfernung stehenden Nachbargebäude nicht bedroht. Außerdem hatte das Feuer bei Entdeckung schon den größten Teil des Gebäudes zerstört, so daß man keine Löscharbeiten vornehmen konnte.

i. Inheiden, 20. Ott. Der am letzten Sonntag von der Jugend hier veranstaltete Unter- haltmmsahend mit theatralischen Vorführungen ift über alle Erwartungen hinaus gemütlich verlaufen. Seit langer Zett hatten bie hiesigen Einwohner einen solcken Abend nicht genossen. Ausg zeichnet haben es die Spielenden verstanden, durch ernste unb heitere Szenen die Zuschauer und Gäste ut bie beste Stimmung zu versetzen. Besonders dabet hervorzuheben find biejertigen Leute, die lich oas erstemal auf ber Bühne zeigten. Lachsalven erregte das humorvolle MiiitätttückJochen P-äsel". Ter sich aus biefent Abend ergebende lieben chuß soll Mr Errichtung einer Ehrentafel ber aus un­serer Gemeinde gefallenen Krieger verwandt werden.

Kreis Büdingen.

y. Bad Salzhausen, 19. Okt. Seit Mitte dieses Monats ist hier der Bade^ betrieb eingestellt und das Badehaus geschlossen worden. Heute reisten die letzten Kurgäste hier weg. Am Sonntag abend ver­anstalteten die totzten. Insassen des Kauf­manns-Erholungsheims eine wohlgelungene Abschiedsfeier, zu der die Verwaltung des Heims nicht nur das ganze Hauspersonal, sondern auch viele Freunde und Lieferanten des Heims eingeladen hatte.

Kreis Alsfeld.

rnt. Alsfeld, 19. Ott. Die Stadtver- w a l t u n g hat in einem Konfliktrnitihrem Personal ihren sämtlichen Gemeinbebeamten unb Bediensteten auf ben 1. Jamrar 1921 gekündigt, da sie nicht gewillt und in ber LaZe ist, deren Gehaltsfordemngen M bewilligen. Der Gewerk­schaftsbund der hessischen Gemeindebeamten hat bie Angelegenheit im Interesse der Angestellten in bie Hand genommen. Es findet demnächst eine Ver­handlung vor dem Kreisausschuß statt.

Kreis Friedberg.

= Röd gen, 20. Okt. Gestern mittag brach m der Hofreite des Landwirts Georg Hensel auf unaufgeklärte Weise ein Scha­denfeuer aus, dem Scheune und Stall zum Opfer fielen. Nur dem tatkräftigen Ein­greifen der Feuerwehr, die durch die Frei­willige Feuerwehr Bad-Nauheim verstärkt wurde, gelang es, die angrenzenden Gebäu­lichkeiten zu retten.

Starkenburg und Rheinhessen.

Neue Steuern.

rm. Offenbach a. M., 20. Okt. Die neuen Steuervorschläge, welche in der letzten Stadtverordnetensitzung von Beig. Rech vorge­tragen und nach eing?hender Ausiprache dem Fi­nanzausschüsse überwiesen wurden, setzen sich zu­sammen: Für Grammophone 24 Mk., für Klaviere 60 Ml., für Flügel 120 Mk., für Pümolas unb Orchesttions 240 Mk. Für jedes nicht gewerblich henützke Pferv 300Mk.. Für einen1 Dienstboten 60 Mk., für ben zweiten 180 Mk. und (den dritten 540 Mk. und für den vierten bienfljbaren Geist 1200 Mk., zu welchen auch bie Köchinnen, Stuben- rrtäbef en, Ammen, Kiiidermchöchea und -Frauen, Erzieheffnnen, Lehrerinnen, Geiellschaffer innen, Aushiffsmädchen, Stützen, Zofen, Haushällettmien, Köche, Gättntt, Erzieher, Kutsclier. Ehauffeure usw. zu red'nen sind. Ferner für Einspänner 120 Mk., ein Zweispänner 300 Mk., ein Motorrad 240 Mk., ein Automobil 1200 Mk Es folgt einever­besserte" Vergnügungs- unb Mllettsieuer unb end- lirlji eine ,,Wolp -ixussteuer" unb zwar 60 Mk. für ben ersten über bie Kopfzahl ber Familie hin- ausgehLnden Raum und 120 Mk. für jeden wei­teren Raum.

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mc. Main z, 20. Ott. In der Nacht vom

gettcht für die Ausführung des Entwuttes fc* Architekten Fritz Voggenburger- F.ankwr' a. Main aus. Das zweigeschossige Gebäude nxr:i t| 65 Meter lang unb 161/2 Meter breit. Es neid. H in der Flucht des Hauses Offenbach an der Joahen I z ollernsttaße erttchtet. Mit dem Bau soll tn fn« zoster Frist begonnen werden.

Die Lage der Industrie.

mc. Frankfurt a. M., 20. Okt. Aus eint Umfrage über ben Beschäftigungsgrad ber Frankfurter Jndu ft rie erfahren wir: I Eine Belebung des Geschäftes wies in ben letzten Wochen die Schuhindustrie auf, die nach Räumung I ihrer Lager etwas schärfer in Geschäft kam unb neue Arbeiten anfangen konnte. Auch das Beklei­dungsgewerbe hat in einzelnen Fällen größere An­träge erhalten, im allgemeinen iedoch ist bie Sage gegen bie Vormonate unverändert, wenn man ton dem vereinzelten SSinterbebarf absieht, ber noh gedrungen gedeckt werden mußte, über das normad Maß aber keineswegs hinaus geht. Nach wie tw zufriedenstellend beschäftigt sind bie elektrotech­nische Fein Industrie unb einzelne chemische Werb während andere, die Markenartikel Herstellen, fehl über verringerten Umsatz klagen. Baugewerbe nut verwandte Branchen liegen nach wie vor still. I der Möbelindustrie hat eine kurze Besserung aber

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i verein veranstaltet von Mitte November bis Ende Februar in ben Räumen bes Hpgienischen Instituts ber Landesuniversität Gießen einen Lehr­gang für gebildete Mädchen -,ur Ausbildung als