hnrrh den Oberbürgermeister am 5. Dezember 1919 I dem Umfang und der Wichttg^ett der Berakm^ angeordnet ivorden, daß die zivangsweise Räumung * ftebenixngragen. bunten demnächst wertere Tagun- eiirer Wohnung nicht erfolgen darf, wenn die Ge- gen erforderlich feUL , meindebehörde (Wolmungsamt) beschernrgt. daß der O5PsmICIL wir^
Inhaber der Wohnung bei Durchführung der Rau- Ulfa, 80. April. Wie uns d0"-Vurger
" , , , ......<rn n^r csrtrni<Tnn nt ihm mifnptvi'f tnt.ö. DCniDt
zurück.
Hessen-Nassau.
weise zu bekunden.
Verfügungsbeschränkun
-iehe
mmen mord
an
Kau iidj b
1920 ab.
** -
des Gebietes zum Deutschen Reiche ganz oder t:i(- Äus diesem Ml-ast ist ein
meister Hofmann in Ulfa mitgeteilt rot.b, beruht die von uns in Nr. 88 unseres Blattes mieder- gegebene Nachricht eines Berichterstatters, monach von den Holz beständen, die die Gemeinde in biict-m Jahre verkauft habe, bereits 150 Stämme gestohlen sein sollen, nicht auf Richtigkeit.
mung wohnungslos werden würde. Die Wirksamkeit der Ermächtigung ist durch das Landes-Arbeits- unb Wirtschaftsamt bis 1. Juli 1920 (nicht bis 31. Dezember 1920 wie zuerst befanntgcgeben) verlängert worben. (Siehe Bekanntmachung.)
** Aus dem Stabttheaterbureau. Nochmals sei in letzter Stuiche auf das heutige Gastspiel von Mitgliedern des Neuen Theaters in Frankfurt hingewiesen, bas Peter Nan- ens interessante Komödie „Judiths Ehe" bringt. Es gibt sich für'diese Aufführung erfreulicherweise steigendes Interesse
Mit de ist
Die neuesten Lohnforderungen.
— Fran kfurt, 21. April. Die Verhandlungen über einen neuen Lohnabschluß in bet che- mifdyen Grostindustrie Hessen-Nassaus und Hessen» sind gescheitert. Die Arbeitgeber haben ben zu- stänbigen Schiedsausschustber Reichsarheits- gemeinschaft, Gruppe Chemie, als unzuständig a b g e l e h n t. Sie hatten für ben hiesigen Bezirk einen Stundenlohn von 4,30 Mk. (bei 25 Arbeitstagen — 885 Mk. monatlich) angeboten, der aber von den Arbeitnehmern, da unzulänglich nicht an- genommen wurde. Es muß damit gerechnet werden, daß ernste Konflikte entstehen, wenn nicht bald eine Einigung zwischen beiden JnteressongrutVav erzielt wird. In Frage kommen etwa 50 000 Arbeiter.
N i b d a, 20. April. Am Donnersteg stuck) hier eine Tagung des Forstwirtschaftsrats Nidda unter dem Vorsitz des Geh Fvrsttats Lang- Bingeüheim statt. Das Forsbarbeitsamt mar durck seinen Vorsitzeichen Forstmeister Heyer- Jugenhrim vertreten Aus der Tagesordnung stan-
—n------— । ■— — —-—
jne für die Kulturarbei er. Tie Birnen den ganzen Tag in Mspruch Bei I
mg bei .. Hansbe-
, Bels ^holznutz, btn Äaid
tont 16. < ^<bol
* K Ä
Ä *
Ä 46
Kus der preuh. Landerversammlung.
Berlin, 20. April.
Präsident Lei wert eröffnet die Sitzung um 2 Uhr nachmittags mit der Mitteilung, daß bte obers ch lest schen Abgeordneten oon dem internationalen Msschuß ceThrwert wurden, an den Verhandlungen teilzunehmen. (Hört, hört!) Gegen diese Berg- m-.tltigung, die dem Frte>ms- vertrag widerspricht, must Verwahrung eingelegt werden. Tie Regierung must gegen dieses, allem Recht lwhnspre'«ude Verhalten entschieden Protest entlegen. (Beiall.) In Eupcn--Malmedy-Man- schau werben die Bewohner von der belgischen Regierimg systematisch verhindert, das ihnen nach dem Friedensrertrag zus! ei'eiche Recht auszuüben, durch ihre Willenslunbg.bung die Zu gehö rigit.it
Proteststreik ausgeb rockten. Tie Lai.dtsoersrmm- Irnig spricht der Bevölterung ihre Sympathie aus. Was deutsch ist, must deutsch bstiben. (Beifall.)
Ms der Tagesord ung stehen Anfragen. In ihrer Beantwortung erklärte die Regierung u. a., daß die M i t t el lan dka na l v o r l a g e so schnell wie mög ich cingebracht werden wird, dost eine Amtsert'etzung ober Mastregelung des Landrats von Gös>-Waldenburg nicht stattgefunden habe unb daß eine verschärfte Kvhlenbelreferung der Uschdampfer ry Aussicht st^hc.
Eine Anfrage betr. dte ung eheu ren E r n- auartierungslasten des besetzten Gebietes Erjagt u. a.: In einem fvanzö'ischm KorpStesM Machen für jedes Bett der Offizier; und ihrer Familie sechs Paar Leinen-Bettbezüge, ein Tutzend Kopfkissenbezüge und je ein Dutz nd Handtück;er und Mundtücher verlangt. Die Küche muß an den emqmutierten Offizier abgetreten werden. Tic Regierung ist bemüht, eine Dttlderung dieser An'vrd.rungen durchzuetzen.
Nach weiter n Erklärungen der Regrerung soll die Halbtagsschule möglichst beseitigt wer den. Der Uebernahme des Schlaf-, und SpeifewagenbetriebS durch den 'Staat steht noch ein langer Vertrag mit der Mitropa entgegen. Anerkannte Saatkartvi scln tör.* nen zu Speijczwecken in Zukunft T-dne B rroendung mehr finben. Bet der Beschlagnahme von Fi schien dun gen nach dem be etzten Wellen l>nrdelte es sich um Waren, die unter Berl tzung Der bestehenden Dorschristrn emgesüh t waren.
Der Staatsvertrag zwi'chen Preußen und Oldenburg über den Anschluß des Fürstentums Birkenfeld an den Landgerichts bezirk Soor- brücken und an den Oberlandes'erichtsbezirk Köln smrd endgültig angenommen. Der Entwun en er Ausdehnung des Knapp, chafts- gefetzes auf Erdölbetriebe nnri, in zweiter und dritter Lesung angenommen. — Nächste Sitzung Mittwoch 12 Uhr. Gern i dnbgab.nur", nung, Vertrag über bat Uebcrgang bei Staats- bahnen an das Reich.
Schluß gegen 4 Uhr.
Tie Ausgabe erfolgt von Freitag ben 23. April bis einschließlich 30. April. Nicht rechtzeitig ab- gel)vlter Zucker verfällt. Für die in der Zeit vom 1. April 1919 bis einschließlich 31. März 1920 geborenen .Kinder findet eine einmalige Ausgabe von 500 Gramm Zucker statt. Tie Marien hierzu werden Freitag unb Samstag ben 23. und 24. April in den Bezirisstelien ansgegeben. Tie Belieferung erfolgt durch Gebr. Noll, Bckhnhofstr. 6, tum 23. bis einschließlich 30. April. Ter Klein- verlaufshächstpreis ist aus dem Anzeigenteil zu ersahen.
** Stadt. Seefischverkauf. Morgen, Tonnerstag, treffen wieder größere Mengen Kabeljau und Schellfische ein. Der Verkauf h>nS> voraussichtlich um 10 Uhr oormittags beginnen. Der Beginn des Verkaufs wird noch am Stadthaus, am Lebensmittelamt und bei der Verkaufsstelle Mark> lauben durch Anschlag bekannt gegeben.
Veranstaltungen.
M ittwv ch, 21. Avril: Stadttheater, 31/2 Uhr. Max und Moritz; 7 Uhr, Jachiths Ehe; Gastspiel Leontine Sagon und F. W. ^Lchröcer vorn Neuen Theater in Frankfurt a. M. — Lichtspieltheater wie gestern.
** Amtliche Person alnachrichten. Forstassessor Hermann Gut fleisch aus Homberg a. d. O. ist mit Wirkung vom 1. April d. I. an zum Forstassistenten ernannt worben. — Ueber- tragen würbe am 16. Aprll dem Lckhrer an der Vorschule des Landgraf-Ludwig-Gymnasiums zu «Gießen Heinrich Huth eine Lohrerstelle an der Volksschule zu Gießen mit Wirkung uonr 12. April
kreis Friedberg.
bz. Butzbachs 20. April. Die Stadt unb der Kugclhmisfonds haben Land zu Schrebergärten für die Einwohner der Stadt zur Verfügung gestellt und 94 Gärten an Eiuwvlmer verteilt. Die Gärten sind.in der Größe von 345 Qua- dratmeter eingeteilt worden. Aus den Beichern der (Härten lxtt sich ein Verein gegründet, der den Namen Kleingartenbau-Verein, e. 23., fülwt. Der Verein soll in das Bereinsvegister eingetragen werden. Der Pachtpveis des Landes ist auf 8 Pf. pw Quadratmeter festgesetzt worden.
Starkenburg und Rheinhessen. Gefangcnenmculerei.
rm. O f s e n b a ch, 20. April. Eine Gefangenenmeuterei wird aus dem Amtsgerichtsgefängnis in Offenbach gemeldet. Dort haben sich dct> f(fiebene meist vielfach vorbestrafte Gegangene ver- ab;e:et, auszubveckxn. Einer von tarnen stellte sich am Sonrttag nachmittag tranf. Es wurde der üllcyt anmefenbe Krankenwärter gerufen. Beim Eintritt in die Zelle fielen alle über ihn her und er wurde derart mißhandelt, daß et bewußtlos liegen blieb. Tie fünf Verbrecher suchten das Weite, kamen aber nur bis an das «verschlossene Hafter, als der Wärter wieder zu sich kam, in das Wärterzimmer eilte, den geladenen Karabiner erwischte unb mehrere Schuss« auf die Gesellen abgab, wobei er einen in das Gesäß traf. Tie anderen gaben damit die Flucht auf unb begaben sich schleunigst wieder in ihre ZellkU
Aus dm A,
»las Ai Sh 52 Dom 20 J n*g. - Priv ’Jiiitit. — Tos Qi menin llcberschuhc Mr bett. - tttÄk. - s
^üodtuni iür tx LMwMchii 3iiMtimtmW a rite mir Bssil rW mefr di i MmchM Mii iüiternchtsslWdk MW minbtü dritten = 15 bi M von $nN («'ichtstnniktim z ' im GenchmiAi « miftrfcgtai i । Ä Sctnöer unb l I ’s Nfalten h aus । iwntnbe U<1 Histsrnfnistkr j Wölmüljlcn -,s> auf 5 Mk ^«(bsausschij diesen P '«dsatzrve Anmt hat a Wtffl mit P,
■« Umtcujd) be % ober ber ^uijtne iftn
Ter $(f der Pr 2itzimg 1 . 3t einer Ta fcrbeit SJ4« unb ■
'S1® mit Pst
r$r.s
tt
ÄS'W
«Äsdi-L
■wWT;
die & «“? IMA M
'l011
Kkd xWieseck
Ott h'" finge ihijnaWfbj ä au<6 dlesm xr Gemeinde. ‘ «Mmmen 5 "mit StrSM M-He Lctezetche Silben schon. 11 r ftiege- Zwei ne , feinde rome» ndenohnc.sar ^iliabre5 m J ralter Zulauf qi. Mit zM nt ns Innstadt, Mosen, tmd 'L nll SchuMaisei igt eben, nach U MMg,Mrül Mvetmltcrste! Itinean Sriegsjc
Automobilunglnck.
--.Höch st a. M., 21. April. Geste rn nach- mittag rannte auf der Sodener Landstraße ein vollbesetztes Ziv ilauto gegen einen Baum unb überschlug sich. Die sechs Insassen trugen lebensgefährliche Verletzungen davon.
mc. Fran'kfurt a. M., 20. April. Sonderbarerweise hat die Stadtverwaltung den Stra- ßenba'hnfahrpreis für die französischen und belgischen ©olbaten auf 20 Pf. ermäßigt, während bisher die Angehörigen der ReickÄvM unb Sicherheitspolizei für- die Einzel- sahrt 40 Pf. wie die gewöhnlichen Fahrgäste Mhlm durften.
mc. Frankfurta, M., 20. April. In etner Frankfurter Zeitung sindet sich folgende für unsere Zeit geradezu klassische Anzeige: ,Lch bin bereit, dem ehrlichen Dieb, ber mir am Samstag, den 17. April mrchmittags, die drei Adlerschreibmaschinen Modell 7 Nr.....gestolsten
l)at, die Schreibmaschinen »um Tagespreis wieder abznkausen. Wer mir den Dieb derart nachweist. daß ich die Schreibmasck-inen wieder erlange, erhält 2000 Mk. Belohnung. Dr. Strauß, Goethc- straße 14."
X. Hanau, 20. April. Etwa 25 0 Arbeiter und Angestellte des Eisenbahner-Nelvn' ersatzparks sind zum 1. Mai d. I. gekündigt worden, da die französische Besatzungsbehörde icg- lichen Abttansport von Material ftreng verboten hat. Das Material ist vor längerer Zeit von dec Treuhand-Akt.-Ges. übernommen worden.
v.rn gen heim oerircten. vtuf öer Lage>oordnung fta ungs den der Regierungsentwurf für das neueWalögest es-1 sowie die Lö^"" — rt'-- «
ßen | catungen nah
Landkreis Gießen.
O G r ü n b e r g, 19. April. Se!hr lohnend für den Naturfreund ist gegenwärtig ein Spaziergang von hier nach dem sogei annlen „K i r s ch e n b e r g" bei Lauter. Diese große Kirschenanlage, die sich am Waldrande hinzieht, steht eben in vollem Blüten schmucke und gewährt tveithin einen wunderschönen Anblich
m. G r ü n i n g e n, 18. April. Im der alten, herrlich renovierten Kirche fand 'heute eine überaus eindrucksvolle Trauung statt, die durch zwei sttmmungsvolle, mit äußerst vornehmen Geschmack norgetragme Lieber bes bekannten Bauerschen Gesangvereins aus Gießen verschönt wurde.
** Wieseck, 21. April. Der Frauenchor W i e s e ck veranstaltet am Sonntag, 25. April, abends 8 Uhr, im Braunschen Saale ein öffentliches Konzert unter Mitwirkung der Solisten Konzertmeister Paul Hindemith (Violine) unb Ottmar Garster lKlavier) beide aus Frankfurt.
Kreis Büdingen.
Abschluß von Mietverträgen. ________
sitzer ober ihre Stellvertreter sind verpflichtet, freie, a-pfünbigle oder sonstwie freiroerbente Wohnräume, Läden und Werkstätten binnen drei Tagen b?ni Slädt. Wohnungsamt nach Maßgabe des hierfür vorgesehenen Vordrucks anLnzeigen. Ucber die angezeigten Räumlichkeiten dürfen die Hausbesitzer oder ihre Vertreter nur verfügen, wenn ihnen das Städt. Wohnungsamt innerhalb acht tragen nach Eingang der Anzeige teirutn Wv'hnungfuchmr«n, gemäß § 4 der Bekanntmachung über Maßnahmen gogen Wvhnungsmangel vom 23. September 1918, vi -rn>lernt hat ober wenn bte Räume innerhalb dieser Zeit gemäß 8 5 ber gleichm BeLanntmachuna.
A«S Stadt «nd Land.
ließen, den 21. April 1920.
Vernehmungen von Eisenbahnbeamten und Arbeitern durch die Eisenbahn- direttion Frankfurt a. M.
Auf eine bringliche Anfrage des Abg. Kiel hat bas hessische dNinisterium der Finanzen nunmehr folgende Antwort erteilt:
Auf das gefällige Schreiben vom 7. Felnmar 1920 hat uns bas hessische Mitglied bei der Eisen- bahlldireffion in Frankfurt berichtet, baß aut «Bahnhof Gießen seit einiger Zeit s chwere Mißstände in Gestalt von mangelnder Dienstwilligkeit eines Teils, namentlich des jüngeren Personals, gegenseitiger Befehdung, Disziplinlosigkeit ufi>. b. stünden, bte einen georbneten Dienstbetrieb erheblich beeinträchtig'-^n. Zahlreiche Berichte der Aemter, ber Dienststellen und neuerdings auch einzelner Bediensteter läinm ber Eisenbahndivektion dieserltatb vor. Eine von der Deutschen Volkspartei eingereichte De.chwerde über die politische Bedrückung von Beamten durch Mit- beamte vermittelst ber Drohung ber Amtsentsetzniig hätte bem Herrn Präsidenten der Eisenbalmdirek- tion Beranlassung gegeben, das gesamte vorn gende Material durch Erhebungen und Vernchmungen an Ort und Stelle eingehend u.Hjct uJ/ea zu läse , womit der Gel;eime Regiemngsial D r e f dt e r beauftragt worden sei. Dir VernelMungen fanden in der erftim und dritten Februarivoche ftatt und seien jetzt in bet Hauptfach! abgeschlossen. Der Natur der Sack>e nach hätte bei den Vern.hnrungen das politische Gebiet berührt werden müssen, soweit die Beschwerde der deutsck)«n Volkspartei in Frage kam. Geh. R»g.-Rat Drescher hätte ber Gefahr der Mißdeutung wohl bewußt, ben Standpunkt völliger politischer Neutralität eingenommen und den verhörten Bediensteten, dem einen tn die- ser, dem andern in jener Form, etroa folgendes erklärt: , ,
„Sie seien nicht verpflichtet, über ihre politische Parteizugehörigkeit Angaben zu machen, wenn sie es aber täten, so könne ihnen hieraus kein Nachteil envachsen. Fm Gegensatz zu früher herrsche jetzt das Recht politischer Meinungsfreiheit. Die Aemterbesetzung erfolge nur ■ bei den Spitzen ber Vehörben (Ministerien) nach poli- tisck>en Gesichtspunkten, bei den lokalen Ausführungsstellen bagegen nach ber fachlichen Eignung. Diese Erklärung sei in ber Nationalvertamm- lung ausbrücklich abgegeben worden."
Die Bedien steten hätten deshalb auch ihre Angaben völlig freiwillig gemacht unb sicher nid« unter dem Einbruck eines behörblichen ober poli- tiscchen Zwangs gestanden. Sollte bies bet einem ober bem andern doch ber Fall gewesen sein, so wirb gebeten, burch ben Herrn Llbgeordneten die Namen erfragen zu wollen, damit das Nähere fest- gestellt werden kann. Daß die Absichten der Eisenbahndirektion teilte politischen waren, sondern lediglich darin bestanden, in Gießen cndlick- wieder einmal einen georbrteten Dien stbet r ieb he r be i z nsühr en , geht daraus hervor, daß durch die erngeleiteten Personalmaßnahmen Bedienstete aller Parteirichtungen betroffen wurden, wte ja ber Zweck ber Untersuchung gerade war, — neben ben rein eisen- bahnbietistliclten Angelegenheiten — polittsck-e Bedrückung der Bediensteten unter einander zu hindern, also gewiß nicht selbst solche aus»uüben. In dem gesamten umfangreichen Untersuchungsmatereal spiele übrigens das Politische eine sehr mtter- georbnete Rolle. Von einer Antastung der Koalitionsfreiheit kann überhaupt keine Rede sein.
Eine Absck-rift ber Antwort ist beigefügt.
Einreise zur Frankfurter Messe.
Zur Ein- imb Ausreise beim Besuch der Frankfurter Messe gilt der gewöhnliche deutsche Reisepaß mit bem Vermetk: Inhaber reist zur Frankfurter Messe". Der Vermerk wird von bem Polizeianit, Revier, Bürgermeisteramt, Landratsamt usw. ausgestellt und ist Dslenlvs.
Lebensmittel.
** Zucker-Ausgabe für April. Au die Marke 9h:: 4 entfallen 750 Gramm Zucker.
ein gegen bte Vergewaltigung deutsch BoA- «nosstn. Die Regierung tst sich threr Mtcht be» Eunt Sie betracht es als Ehrenpflicht, für bte ®ertriebenen burch Entschädtgunaetr etkr-utre- fan Bezüglich bes Kreises Monschau hat dte Kommission ihre Befugntsse grob^ch tmd wtll- kürlich überschritten. Wir betrachten dune Verletzungen des Verttages als rechtsungülttg und sind bereit, diese Frage einem Schtedsgericht zu unterwerfen. Ich schließe mit der Berftcherung, daß die Regierung alles getan hat und alles tun wirb, um eine gerechte Abstimmung hcrbeizu- führen und um die Grenzsestsetzung, wie sie geplant wird, hintanzuhalten. Der Völkerbund wird jridjt umhin können, die Kreise dckhin zu weisen, wohin sie gehören, an Deutschland. (Beifall.)
Präsident Fehrenbach: Ich stelle fest, daß das Haus eimnü.ig hinter der Begründung und ber Beantwortung ber Interpellation steht. (Zuruf der Unäb'fjäpg'gen: Hinter der Beantwortung ncht , aber doch der größte Teil. Ich weiß nicht, ob e6 nötig toar, dies zum Ausdruck zu bringen. Ich spreche den Brüdern in ber Westtnarf uniere wärmste Sympathie aus. (Beifall.)
Tie Interpellation betreffend den Durchgmigs- tertebr nack,. Ostpreußen wirb auf morgen vertagt.
Es folg' die erste Beratung eines Gesetzentwurf.s ühe. d e B fried ung ter Gebäude dsR ichs- tage-o unb ber Lanotage. «».«»■
Abg. Keenen (Unabh. Sv-.): Meine Parte, verwirft dieses Gesetz. „ ,
Reichsjustizminister Blunck tritt für das Gesetz ein.
Abg. Krüger (Soz.): Das Parlament muß gesck'ützt werden gegen Gewaltakte der Masse.
Das Gesetz wird auch in zweiter Lesung erledigt.
Es folgt die zweite Beratung eines Gesetzes betreffend die Verlängerung von Patenten und Gebrauchsmustern. Tas Gesetz wird vhne erhebliche Debatte angenommen.
Es folgt die erste Beratung des Gesetzentwurfes betreffend die Telegramm- und Fenffprecktgebühren nt Verbindung mit dem Gesetzentwurf betreffend die Postgebühren und betreffend das bayrische und württembergisckte Postregal.
Reicktsposnninister Giesberts: Tie Ver- «hältnisse haben sich so gestaltet unb so ungünstig entwickelt unb insbesondere hat sich unsere Valuta so oerschlechtert, daß die letzte Erhöhung der Gebühren nicht ausreicht. Tas Defizit ist auf 1 344 000 000 Mark gestiegen. Für 1920 ist em Befffbetrag von 380 Millionen veranschlagt. Ich erwarte von ber Arbeitsfähigkeit unseres Voltes immer noch eine BesseruM der. Verhältnisse und ein Steigen der Valuta. Inzwischen aber haben die Forderungen der Eisenbähner ihte Rückwirktrng auf die Reickrsposilverwaltung ausgeübt. Werben diese Forderungen bewilligt, so wächst das Tefizit cur 1 450 000 000 Mark. Sparsamkeit und S-ozial- polttik widersprechen sich manchmal. Nend Eiw nahmeciuellen sollen gesck-affen werden. Tas Reriamewesen soll in großem Maßstabe in eigene Regie übernommen werden. Se^hr umstritten wird die Abgabe von 1000 Mark seitens der Fern sprech- öbonneirtai an die Pvstiverwaltung sein. Es muß aber bedacht werden, daß während des ganzen Krieges keine Reparaturen gemacht werden konnten. Das nötige Geld dazu in den ordentlichen Etat einzustellen, mürbe noch größere Mittel erfordern. . Tie Uebernahme der bayerischen und württem- bergifcken Pvst ist ohne größere Schwierigkeiten bewevkstellich worden. Tie Vorlage bebentet eine Mehrbelastung unseres Wirtschaftslebens. Aber ist nötig.
Tie Gesetze werben an den Haushaltungsaus- schuß verwiesen, mit Ausnahine desjenigen über das bayrische unb wür.tembergische Pvstregal, bas an den 26 Ausschuß ge'bt.
Mittwoch 1 Uhr: Interpellation betreffend den Durckgangsvertehr nach Ostpreußen und anderes.
Schluß gegen 6 Uhr.
Vereine und Veranstaltttngen»
x Gedern, 19. April, ^m „Gasthaus zuk Krone" fand kürzlich die bie»iübrige Haupwe^ Sammlung des hiesigen Zwe igvereins des Vogelsberger Hö'hen-Clubs ßatt. Vorsitzende, Apotheker Beesenmeher, erstateckk den Bericht über das letzte Vereinsjähr, der RA ner, Kaufmann Distel, ben Kaffenbericift. der darauf folgenden VorsdandsWahl wurden em- stimmig auf drei Jahre wiedergewählt: ?lpoth?str B e e s e n m e y e r als Vorsitzender, Hvfprediger Widmann als stelwertretender Vorsitzenber, Rerrtamtöseckretär B a u e r als Schriftfü'hrer. Kaust mann T i st e l als Rechner. Für die am 28. mw 29. Mai in Büdingen stattfindeirde Hauptversamnte hing des Gesamtvereins wurde der Vorsitzenbe, als sein Stellvertteter der Rechner gewählt. Weiter beschloß man, die im Laufe ber langen Knegs- jahre fast unnennbar gewordenen 2Begma.fierungen im Zweigvereinsgebiet zu erneuern und bespolb dm Jahresbeitrag von 2,50 auf 3 Maftk zu erhöhen. Am ersten Sonntag im Dezember soll. cut rfv milienabenb, verbunden mit Tekori-rungsfest, sdai" finden. Endlich wurde beschlossen, dao früher hier jahrzehntelang tätige eifrige Mitglied ^ulrus Clovs, Fürstl. Rendant i. R-, jetzt in, Schwern- furt, zum EhrenmilgliÄ» des Zweigveretns zu ernennen. ' _ _
O Grünberg, 19. April. Am Sonntag abenb gab Kapellmeister Karl Gieß aus Örnn* bürg hier ein Kon ze r t in der Turnhalle. Der Künstler, ein geborener Grünberger, zeigte srch als Meister sowohl auf ber Vistine als auch auf Eornet d Piston. Tie zalstreiche Besucherzahl kargte «rher nicht mit ihrem Be fall, so baß sich ber KtM.tler bereitwillig zu einigen Zugaben verstand. Dt. Kta- vierbegleitung lag in den Händen von Frauiem M. Körner-Gießen. ,
-m. Hungen, 19. Aprck. Gestern atenbrn« in dem Saal der „Traube" oon ber hiesigen Orls- Spe der Deutschen Bolkspartcr emr immlung einberufen, die zahlreich besucht war.
einer kurzen Ansprache des Versammlungsleiters, Amtsrichter Volk,' ergriff Oberstaatsanwalt Münzer -Darmstadt das Wort zu einer nahezu zweistündigen Rode. Er verbreitete srch übe' die Ursachen, bte nach seiner Meinung den sammenbruch imfcrea Vaterlandes herbeigefünn Und im ser Volk in so tiefes Elend büteingejimv
unb.
** Die Belieferung der Zentralheizungen mit Brennstoffen tm Wirtschaftsjahr 1920/21 erfolgt am 1. Mai begrünend wie geTvöhnliche Hausl-alttingen. In Fällen, in denen Of-nHeizung nicht möglich oder unwirtschaftlich ist, sind schriftliche Anträge bis zum 10. Mar b. I. an bas Städt. Brennstoffamt einzuverchen.'
**" Tas Lese'holz sammeln im hiesigen Stadtwalb ist für die Folge nur noch am Mittwoch jeder Woche in der Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gestattet und in den Monaten Mai und Juni überhaupt verboten. Näheres siehe Anzeigenterl. _
** D i e Obstbau m e stehen in Blüte. Besonders das Steinobst blüht schön vollständig: die Zwetschen und Kirschen tragen einen so reichen Blütensckmuck, daß man eine gute Ernte emxtrtcn darf Auck die Aepsel 'haben einen reichen Blütew- anfatz, der gegenwärtig acrabe im Aufblühen begriffen ist. Tre Birnen scheinen dieses Jahr nicht 0 stark zu blühen, sie waren bekanntlich voriges Jahr gut geraten. Nach der Blüte zu schließen, erscheinen die Obsdaussichen günstig. Hoffentlich machen die drei Eisheiligen uns keinen Strick) durch die Necknung.
*♦ .ft eHerb iebfta bL In ber Nacht zum 20. April würben in einem Hause ber Biömarck- ttaße bte Kelser erbrochen und Wein und Lebensrnittel ) gestohlen. Es wurden entwendet: einige Flaschen Niersteiner Galgenberg, Oesttick-er Doosberg 1904er Auslese, Graacher Sederbaum 1908er und einige Flaschen Rum unb Kognak sowie Cor- neb beef. Bor Ankauf wird gewarnt. 1 '
** Außerturssetzung ber (Silber* münzen. Eine Verordnung des Reicksfinanz-- ministers bestimmt die Außetelhaftsetzung ber beute den Silbermünzen als gesetzliches ZaUuirgsmittel )is zum 1. Januar 1921, auch werden sie zu ihrem gesetzlichen Wert bei den Reichs- unb Landes lassen in Zahlung genommen. Tie Verordnung tritt sofort in Kraft. *
** Ter Verein ehemaliger 116er hielt am letzten Sainstag eine Begrüßungsfeier ab zu Ehren feiner aus der Krtegsgefangenschost zurückgekehrten Mitglieder. In ergreifender unb klarer Weise schilderten Zigarrenhändler Horst und Telegraphenauffeher Wagner ihre Erlebnisse in der Gefangensclstrft und hoben rühmlich bte ihneü von der Schweiz zuteil gewordene gute Bel-andlung hervor. Somifdv Vorträge, Gesang und Musikstücke, morsten und heiteren Inhalts, verscheuchten den Mitgliedern auf einige Stunden die Sorgen des Alltaglebens. Tie zurückgekehrten Gefangenen erhielten jeder ein Geschenk in Gestalt eines erhebliche Gelsdbetrages, getreu den Satzungen des Vereins, seinen Mitgliedern auch durch; finanztelle Unterstützung unter die Arme zu greifen.
** D ie Deu tschnat ion ale Volkspartei veranstaltet am Freitag den 23. April, abends 8 Uhr, im Hotel Großyerzog eine Mit- glieber-Bersammlung. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Herrn von Uerküll über „Leben unb Tod im Lichte ber Nattrrwi senschaft" und bte Berichterstattung über „Politisches Denunziantentum an ber Arbeit". — Die Partei hat Friedrich- sttaße 3, im Eisenbahnhotel, ein Geschäftszimmer eingerichtet. Näheres ftebe Anzeigenteil.
** TerEisenbahn-Kleintierzucht- p er ei n hielt geftern in der Wirtschaft Kraft eine Versammlung ab. lieber die Verbandsversammlung in Asckl-affenburg berichtete der Vertreter 5>a- bickt. Tie Verbands-Ausstellung soll für dieses Jahr mit Rücksicht auf die Besetzung unb wegen ber schlechten Verkehrsverhälkniffe verschoben werden. Ter Verband habe den Mitgliederbeitrag auf 1 Mark für Jahr und Mitglied festgesetzt. Hiergegen sprachen viele Mitglieder, und es wurde beschlossen, in ber nächsten Hauptversammlung des Vereins darüber äu verhandeln und einen Beschluß lierdeizusühren. Es wurde ferner beschlossen, an den Pfingsttagen auf ber Liebigs hö he eine Klein tierschau abzühallen. Ter Bwem zälcht jetzt 300 Mitglieder. Auf ber Zuchtsdation des Vereins wurde ein Belgischer Rtesenrammler im Werte von 200 Mark gestohlen.
** A11gem. De utseher FraUenver- einundPolit. ?yr auennerc i n. Wir weisen nochmals auf ben heute abenb, 8 Uhr, im Hotel Schütz ftattflnbenbcn Vortrag von Universitäts- Professor 9t 0 10 f f, über „Deutschlands Lage" hin.
** Deutscher Offiz ier-Bund. In bem gestrigen Versammlungsbencht hat sich ein sinnentstellender Druckfehler einbeschlichen. Es ist in der letzten Zeile richtig zu leien: „. . . seine Ausbreitung (des Bolschewismus) nach Westen . . . .


