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Stag, 21. Febr.: Stodttheater, SüritcHung. 8I£ßbfmißfrbunb lyr Smgzaal tes Realgymnasiums

Vilbel, 20.

sitzung beschloß die

Steuerz ie

Turm

fr'fthnmt mw wohl noch Heimkehr des in Sibirien

zum Preise von

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onbautn melden.

Mittelkarte ein Pfund i 3.70 Mk. ziur Ausgabe.

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ntr, die wohl auch bald heimkehren werden. Un-

' " "5 in weiter Ferne ist die

nischen Betriebe ist die G c s ch ä f t S st e l l e Gießener Anzeigers von Montag 23. Februar ab geöffnet:

vormittags von 8 bis \2l!t Uhr, nachmittags von PA bis 5 Uhr.

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** o fpidfit uni unb iW»f girngssp^ schaßen bt 3*9 Tie bkidft an nsltl < wr N ^WA

______________ . .en zurückgrhalbowen Ludwig Schmidt und 3ofob Bingel.

wollen, sich unverzüglich bei mir zu I. H. Prritz, Landwirt, Gießen.

Heimkehrer.

Dienstnachrichten.

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Sonntag, 22 .Febr: Stadttheater muhm. 3 UhrEine Mrllnacht", abends 7 Uhr ,,^-re spa­nische Fliege". Oeftenlliche Vorträge, über Plw- siologie. Achter Vortrag: Gesichtsempnndung 11. 5 Uhr im Physiologischen Institut.>Evangelischer Bund, Vortragsab. ndDie soziale Sendung un­serer Kirche" 8 Uhr- Stadtkirche. Lrchtsprel- häuser wie Samstags.

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ch den vorliegenden Dreffezengnissen mit Vorträgen kUxrall die wLen "

Ans Stadt «nd Land.

Gießen, den 21. Febr. 1920.

Unserer Anzeigentundschast zur gesl. Beachtung.

Infolge Zusammenlegung der Geschäfts- stunden mit der Arbeitszeit in unserem tech

Ge- Ober- Vor-

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Die ben«t« aus 9* ( int rK SiOadt nachdan, kMkcH für 650' landen

Ter t Künstler id mehr, und ^«11«!

sie d innerhalb «leichtert, jedoch der gleichstrrb gelebt tci überwiegt

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Be nur m von fri Agnes 1 in verei ander al beslrebim befindet i starksarbi, surterin, breiten P

bares Leben und Reiz zu geben.

** Eine Gie ßene r Eigentümlich-- ke it, die mir wenigen, vielleicht noch niemandem aufgestallen ist, weist der Turm der Stadtkirche aus. Er steht nämlich, ton jedem der vier Stadt- tr*ce aus gesehen, immer links vor dem Beschauer.

Waütor

Gießen ist damit in der Lage, die ihr febteit- ten 500 Kilowattstunden (nicht 2000 KiU>- wattstmrden, wie ein hiesiges Blatt voreilig berichtete) Tag und Nacht von dort aus zu beziehen. Das städtische Werk kann danack) im Sommer stilliegen und braucht nur im Winter zu den Stunden der Spitzenbelastung in Betrieb gesetzt zu werden. Diese Neurege­lung wurde nach dem Gutachten des Sachi- vcrsttindigeu Prof. Dr. Petersen, Darni^ tobt, getroffen.

Zum Verkauf der Grube Friedrich bei Hungen an die Stadt Frank- urt erfahren wir, daß die Stadt Gießen mehc- ach mit den dort lagernden BraunkvhlenBer- uche gemacht hat, sie aber für die stÄ)t. Werte als gänzlich ungeeignet fand, da die Brautv- ohle noch sehrettng ist. Die StadtGreßen tat inzwischen ihren Brennstoffbedarf an Braunkohlen im Westerwald elngedectt. An Minderbemittelte konnten bereits Braun­kohlen ausgegeben werden. Im Laufe der nächsten Monate tvicd es jedoch möglich fern, )ie gesamte Bevölkerung zu beliefern und auch die städtischen Werke zu versorgen.

Ein sehr beachtenswertes Beispiel.

Wir werden um Aufnahme nachstehender Zu

J-Vf

Da Vie gegenlvärttgen BeNMttrisse in Lebens- Mitteln fast unhaltbar geworden sind, und roti vom Ausland so gut wie nichts zu ermatten haben, außerdem die Vorschläge und Vorschriften utn,er:r Regierung uns auch nicht genügend Lebensmittel verschaffen, so wird wohl jeder Em sichtige zu der Erkenntnis Kommen, daß wir uns gegem-nttg in Stadt und Land Helden müssen. Zu diesem Zweck mache ich folgenden Vorschlag, und hoste, daß ter - efbe auch bei metnen Stoltegan tn Stadt und Land Anklang finbet.

Ich stelle 6 Morgen Land, erngeterlt zn je 600 Quadratmeter, fix und fer­tig für kleine Kartosfelanbauer zur Verfügung. ©aatCartofteln müssen von jbien An bauern gestellt, sowie die nötigen Handarbeiten rorgenommen werden. Gespamiarbeiten werden von mir bis zur Ernte besorgt. Ernten kann sich jeder selbst. Dahingegen ermatte ich neben einer angemessenen Vergütung, Mithilfe bei meinen an­dern Sommevarbeiten auch gegen Vergütung.

Nun werden viele wohl einwenden, woher Saatkartoffeln nahmen. Hier müßte natürlich die Stadt Gießen als Ganzes ihr nöttges tun und Saatkartoffeln beschaffen; ihr stehen die Mittel und SScge eher zur Verfügung rote jedem einzelnen. Auch wäre es wohl auf diese Weise eher möglich, einen Ausgleich für Stadt und Land zu schaffen und sich selbst -n helfen, zumal der Kartoffel bau hauptsächlich imstande ist, unsere Lebensmittelnot zu lindern.

Mag dies Eingesandt als Appttl an meine Kollegen sowohl in der Stadt als auf dem Lande in der Nähe der Stadt dienen und gleichfalls <m die Stadt Gießen als Mahnruf zur Beschaffung von Saatgut sein.

Um diesen Vorschlag zur praktischen Ausfüh­rung zu bringen, ersuche ich diejenigen L:rnrn Leute und Arbeiter, welche bei mir Kattvffeln

Lebensmittel.

** Milchversorgung. Für Dienstag den 24., Mitttooch den 25. und Donnerstag den 26. d. Mts. findet die Versorgung von Bottmil cUerech- tigten wie folgt statt: Milckmarken auf 1 Liter lautend, werden voll, auf % Liter lautend mit y3 Liter, auf V? Liter lautend, mit Vi Liter und auf V< Liter lautend, voll beliefert.

**Marmelaoeausgabel. Von Montag den 23. bis Samstag den 28. d. Mts. gelangt gegen Abgabe des Bezuasabschnittes Nr .13 der Lebens-

..22. Febr. Die Gemeinderats- die Erhebung eines achten l s. Ein neuntes steht in Aussicht.

Bersnstattungerr

Sam ssene

Heute vormittag 11.45 Uhr treffen wieder tausend heimkehrende Kriegsgefangene hier ein.

cd. Busen Horn, 18 .Febr. Aus franrö- ischer Kr^gsgesangenschaft kehrten die Brüder Heinrich und Johannes Bingel zurück. Sie wurden 1916 gefangen, trafen sich dann später und blieben W zur Heimkehr in einer Kompagnie.

U Lang-Göns, 18. Febr. Aus franzö­sischer Geftmgenschaft Myrte gestern Otto Hseb zurück.

4 Orten berg, 18. Febr. Am Montag abend kehrte endlich der letzte unserer noch in Fvank- reich befindlichen Kriegsgefangenen, Karl Fah­re n b r u ch, zur größten Freude feiner alten Eltern und der ganzen Gemeinde nach Hause zurück. Die Heimatgemeinde bot durch Flaggenschnuck untb Ueberreichung von Liebesgaben den Willkommgruß dar. Nachdem nun alle zurückgekhtt sind, mit Aus­nahme der drei leider noch immer vermißten Hein­rich Frech, Otto Bauer und Rudolf Heutzenröder, soll voraussichtlich amSonntagden7. März (nachmittags) eine gemeinsame Begrüßungsfeier in der Kirche stattfinden. Ein besonders zu diesem Tag gebildeter Damenchor, der Gesangverein und die Schulkinder haben ihre Mitwirkung zur Verschöne­rung der Feier zugesagt. Eine besondere lieber» raschung soll den Heimkehrern bei dieser Gelegen­heit als dauerndes Andenken an ihre Heimkehr überreicht werden.

X W e t t sa äsen, 18. Fein. Nachdem am vergangenen Mittwoch der Kriegsgeftmgnto Karl Kratz zurückgekehtt war, traf am Samstag Lehrer Hermann Roth hier ein. Beide waren ber.ftts drei Jahre in französischer Gefangenschaft. Gestern kam auch Nachricht von dem letzten Sxtm Beßrer unfern Gemeinde, Heinrich Kvatz, daß, er sich auf deutschem Boden befticket.

m. Grüninge«, 20. Fttro. Bis jetzt sind aus Gefangenschaft zurückgekehtt: Jakob Länder, Ehr. Bender, Wilhelm Euler und Adam Lauder. In französischer Gefangenschaft schmachten noch Otto Marstrller seit 1914 und Briefträger Drun-

iWD-tpg Wer an dieser Tatsache noch zweifeln füllte, mSge sich an Ott und Stttle davon überzeugen.

** Evangelischer Bund. Es sei noch­mals aus den morgen Abend 8 Uhr in der Stadt­kirche stattsindenden Familien-Abend des Evangelischen Bundes empfehlend hingewiesen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung wird ein Vortrag von Pfarrer Sattler (Wieseck) überTie soziale Sendung unserer Kirche" stehen. Es ist den evange­lischen Bewohnern unserer Stadt damit Gelegenheit geboten, sich über diese wichtige Frage zu unter­richten und sich davon zu überzeugen, daß die Kirche sich sttts der doppelten Pflicktt bewußt gewesen ist, ebenso der körperlichen wie der geistigen Not des Volkes zu steuern.

** Wartburg-Verein. Der für Smm- abend angekündigte Vottrag des Herrn Pfarrer Tr. Bingel wird infolge Einladung des Evangeli- schH Bundes zum Vottra^ in der Stadtkirche, wo äXtt Pfarrer Sattler-Wieseck überDie soziale Sendung unserer Kirche" spttcht, im Monat März st.attfinden. Näheres siehe Inserat.

** In der grauen- und Männer- Vereinigung Ser Matthäus-Gemeinde wird Montag und Dienstag Univ.-Prof. D. theol. Gunkel Psalm-Borlesungen halten. (Siehe Anzeigenteil.)

** G ie ßen e r Fr ö be l-Se m r na r. Am 17. Februar fanb die staatliche Prüfung der Zkinder- gcrrtnerirmen statt. Alle 7 Prüflinge bestanden bi; Prüfung und gehen zum Teil schon am 15. März in Stellung. Samstag den 21. und Sonntag den 22. Februar werden die Arbeiten der ubgebenDen Schülerinnen ausgestellt. Die Ausstellung soll auf besonderen Wunsch noch Montag den 23. Februar geöffnet bleiben. Um zu zeigen, wir im Stotter» gatten mit den Kindern gearbeitet wird, wervm auch die Kinderarbeiten ausgestellt sein.

Der Ztttungsverkauf in der Geschäfts­stelle beginnt 121/* Uhr. Die Anzeigen-An° nähme für die nächste TageSnummer des Gießener Anzeigers schließt um 5 Uhr.

Verlag öes Siebener Anzeiger«.

* . *

Die Elektrizitätsversorgung der Stadt Giesteu.

Die in der vorletzten öffentlichen Sitzung der Stadtverordneten von der TagcOrdnung abgesetzte Elektrizitätsversorgung der Stadt Gießen wurde vor einigen Tagen in einer nichtöffentlichen Sitzung geregelt. Ursprüng­lich war geplant, eine neue Turbine einzu, bauen, deren Kosten sich mittlerweile auf 4 Millionen Mark erhöht hätten. Glücklicher­weise bewilligte mittlerweile der Finanzaus­schuß der Bolkskammet den erforderlichen Kre­dit zum Ausbau des staatlichen Kraftwerkes in Wölfersheim. Der Ausbau, ter neue Kesselanlagen und eine neue Turbine vorsieht, wird bis zum Herbst beendet sein. Die s.. >

gefunden und es tn Berlin sogar auf eine 25malige Wiederholung bringen können. Demnach kann ter Besuch der hiesigen Veranstaltung empfohlen roer* den. Siehe Anzeigenteil.

** T i e Besprechung des gestrigen £i> cheslerkonzertes im StabttHeater mußte aus Platz, mangel bis Montag zurückgestellt werden.

Landkreis Gießen.

m. G r ü tt i n g en , 20. Fttro. Durch die cflhv» tiye Witterung Vieser Tage sind die hie-igens Feld b ere ini gu ngs ar b e i ten rasch vor­wärts gZchritten. Die Drainagearbeiten sind nahezu ganz boendtt und man hofft, daß auch m roeniget Wochen die Verschleifungsarbttten zu Ende gefühtt werden, und daß die Berttutigung selbst bis zunh Herbst 1921 ihren Abschluß findet.

* Trais-Horloff, 20. Febr. Am Montag abend sprach hier Dr. Schlarb vor einer zahlreichen Zuhörerschaft über Rußland. Seine Ausführungen machten tiefen Eindruck und fanden reichen Beifall. Es wurde im Anschluß an den Vortrag auch> hier eine Orts­gruppe der ,Liga zum Schutze der deutschen Kultur" gegründet, deren Leitung Herr Lehrer Roth übernahm.

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 20. FÄr. Der Bahnhofs- umbau, der währestd des Krieges roteöertroH zeitweilig unterbrochen werden mufto, schontet wieder rüftig fort. (Ä ist zu erwarten, cuß die G-lttsanl-age vor dem britten Bahnsteig und dies.'r selbst ttoch in diesem Frühjahr dem Bettteb üb'i> geben werden können.

Kreis Schotten.

eb. Eschenrod, 18. Febr. Bor 4 Wochen tierfteigcrte unsere Gemeinde 600 Festmeter Fichtenholz auf dem Stand für 196 000 M, Ter Gemeinderat genehmigte aber die Versteig» rung nicht, da die Preise dauernd stiegen. Gesteiff löste die Gemeinde nun 285 000 M., 89 000 M. mehr als vor 4 Wochen. Ter Festmeter stellt sich somit auf 475 Mk. Ob ein terattigks Verfahren der Gemeinde ttchttg ist, darf man wohl bezweifeln, denn auf diese Weise wird daL Aufwättsschnellen der Preise niemals ein Ende nehmen.

Kreis Friedberg.

O Friedberg, 20. Febr. In dar gestttgak Stodtverordnetensitzung, die sich bis nach 9 Uhr abends ausdehnte, kam il a. auch die Erweiterung des Ortsbauplans östlich der verlcingetteit Kaisersttaste zur Besprechung; ent unbekmmter Mitbürger hat 2000 Mk. zur Aus­führung eines entsprechenden Bauplans zur B» fügtnig gestellt; die Sach.' wttd nochmals zurück« gestellt und dem Bauausschust zur endgültigen Fest« ftellimg überwiesen. Das Gesuch desBweins bet Naturfreunde" um l^ebettassung eines nxtbrotn Stückes städtischen Gäändes an ter Psrngstroiest wttd genehmigt. Eine sehr lange und lebhaft« Debatte rief das Gesuch der htesigm Braunei Steinhäuser und Windecker um Ermästigtmg M Wasserpreises hervor, welche vom 1. April m 40 Pf. für den Kubikmeter bc-ahten sollen; du Sache wird zur nochmoltgen Bevatung an den Aus­schuß^ zurückberwieseu. Zur Äevanst-alttmg einet Frier für die aus der Gefangenschaft zuruckgekehrte« Friedberger wird eine Ädmmtsiton, beltchrnd aus den Stadtverordneten Külm, Leucht gerL und Frau Kloos gewählt. Eine bisher dem jetzt aufgelöstm Kraftfutterwerk gehörige Brückenwage wird von der Stadt zu dem Preise von 10 000 Mk. übernom­men; Über die Att der Aufstrilung ist noch nichts, näheres bestimmt.

j&nm, der auch «itmmrbnale Bszi'hangen .arte, iafür zu gewinnen. Er hielt die Beteiligung für unbedenklich, weil das privativ-ittschaf.ltche Inter­esse mit dem Interesse ter Hseresv-.-rwallung iden­tisch war. Erzberger besitzt 111 Aktien, die er zu pari erroarb. Zm übrigen wurde er genau be­handelt roie alle andren Attionäre. Auf Vor­schlag Rerhbergs wurden Erzberger und Freiherr ton Richth^fen Aufjich sratsmitg reder der Kriegs- wollstttle. Ter Tiret^r der Arrhydat-Gesellschäft, Seelig, erklätt, daß Erzberger tote Geschäfts­führung durch Ratschläge unterstützte und auch bei den Behörden dafür tätig war. Wegen des Ver­kaufs des srag.ickren Patents nach Skandina­vien wandte sich die Gesellschaft auf den Rat Erzbergcrs an das Reichsamt des Innern und er­hielt ton dort die Erlaubnis. Umerschrieben war dieser Bescheid ton Ministerialdirektor Jonquisres. Auster seiner Tiviteuden erhielt Erzberger feine besonderen Vergütungen. Auf die Frage Helfterichs erklärte Erzberger, daß er die Aktrim, die ein Er­gebnis ton 2072 Pvozent hatten, in der Steuer­veranlagung zum Kurse ton 115 tont Hundert angab.

** Kirchliche L lieber tragen wurden am 4. bzw. ».drei evangelischen Pfarrstellen zu Fnschbi Pfarrer Will-elm Bornscheuer zu Güttersbach, zu Geinsheim dem Pfarrassistenten Heinrich Etden- mülkr zu Klcin-Linten. _.

** Ober hessischer Kunstverern. Die Ausstellung der KünstlerftmenvereiniglmtgDrei- Städtebund" DarmstadtFrankfuttMainz ver- blk-ttFt nur noch kurze Zeit, einige Bilder bleiben mir noch morgen, Sonntag, ausgestellt. Ebenso werden die nächsten AusstÄungen rasche Folge haben. Es gelangen auf nur 14 Tage zwei Kollek- tiontM von dem bekannten Künstler Ernst Eimer- Darmstadt und cin:m jungen zukunftsreichein Künstler W. Thattner-Frankfurt zur Ausstellung. Die Eröftnung der b'rrits angesetzten Ausstelftmg der Berlitter Künstler erfolgt somit 14 Tage später.

** Die Anlägemusik dec Regi­mentskapelle des Reichstvehr-Jnf.-Regts. Nr.

Starkenburg und Nheinhessen.

rm. Darmstadt, 20. Febr. Die Stabte verordneten beschlossen in der hntttgI Sitzung, dem Verein für Flugplatz und Flugverkehrsunternehmungen, ter auf Veranlassung des Staatssekoetariats sirr das Luftverkehrs-wesen gegründet wrodm soll, und dem die Organisatton des Luftverkehrs für ganz Deutsch lanb zufall en wütte mit einem jährlichen öetrij trag ton 500 Mk. brizuckveten. Ter Antrag des Jttternattonalen Bundes der Kriegsbeschä- b i g t e n auf eine einmalige Wirtschastsbeihcksc von 300 M'k. bdtv. 500 MV. wird abgelelmt. Die An­forderung auf Bewilligung ton 52 000 M. für Herstelluno eines ftottlichen Kampfplatzes findet ebtufallS Ablehnung. Zur Beschaffung ton Eigo^ ttohnmtgen für au&geroiefene elsast-lothrinmiche Eisenbüchtbeamde Werten Uebetteuerungszukagea ton 250 000 Mk. bewilligt unter der Äovaup setzung, daß das Reich und der Staat auch te zugesagten Beträge auszahlen.

mc. Darmstadt, 20. Febr. Prinz Leopold von Jsenburg-BUringen-Birstein hat seine Villa an der Ludwigshöhe an einen Holländer für 330 00Q Marl verkauft.

Hessen-Nassau.

Eine neue Hausindustrie.

mc. Aus dem Taunus, 18. Febr. 9J den stillen Dörfern des hinteren Taunus hat sch in diesem Winter eine neue Hausindustrie ent­wickelt. Es ist die Herstellung von Klein­möbeln, wie Fußbänkchen, Schemeln, Schräm- chen ufro. Auch die Fabrikation von Holzlössch die man sonst im Taunus nicht kannte, loirb tn» fach ton fleißigen Familien aufgenommen. Dt Ware finbet zu guten Preisen leid# Absatz tn ds Kreisstädten, wenn nicht, was noch rentabler tft große Sendungeit nach Norddeutschland gehen, « die bisher dorthin liefernden Schwärzwaldbanera ihre Ware zu besseren Preisen in die Schwei- geben-

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-- F rankfurt a. M., 20. Febr. Ein- brecher überfielen gestern abend in der Weißfrauenstraße einen Herrn im eigenen Hausflur, betäubten ihn und plmtderten dann dessen Wohnung aus.

Frankfurt a. M., 20. Febr. Einetn Galizier nahm die Polizei l)eute früh im Kaffee Goldschmidt Platin im Werte von 400000 Mark ab. Das kostbare Metall sollte veo-

36 (Obermusikmeister Löber) findet morgen vorm. um 11 Uhr in der Süd-Anlage statt. Die Musikfolge ist: 1. Große Fantasie aus Rich. Wagners Oper:Die Götterdämme­rung", von Schmidt-Chöten. 2.Gedenke mein in frohen Stunden", Lied für Trompete (Herr Schwarzlose), von W. Löber. 3. Ouvertüre zur OperZampa oder die Marmorbraut", von H. Herold. 4.Der Lenz ist da." Lied, von E. Hildach. 5.Mein Regiment, Marsch, von L. Blankenburg.

** Die städi. Neubauten in der Mühlstraßc sowie die Kleinwohnungsbolonie an dec Licher Straße werden voraussichtlich am 1. August beziehbar sein. Weitere Pläne zur Abhilfe des Wohnungsmangels sind in der Schwebe. Wir werden darauf demnächst zurückkommen.

** Für die Elsaß-Lothrrnger- Hilfe sind weiter folgende Betrag' 'ringegmgen: Gch Kommerzienvot Dr. Heichelheim 300 Mk., Fritz Nowack 50 Mk., Ungenannt 50 Mk., Geh. Medi^inalvat Dr. Strahl 50 Mk., Finna Schaft ftadrt 200 Mk., C. W. N-owack u. Sohn 50 Mk., G. H. Schirmer 50 Mk., Brühl'sche Universitäts- Buch- und ©teinbeudem 100 Mk., Gießener Gummifabrik Poppe u. Co. 300 Mk., Gewerkschaft Gießener Bramtsbern-Bergnx'rke 500 Mk., Karl Nowack 200 Mk., Louis Rothenberger 50 Mk., W. Rudolph sen. 100 Mk., General-Leutnant ÄLtn^lhöfter 100 Mk., Firma Bätminger 1000 Mark, zusammen 3300 Mk. Hierzu die bereits be­kannt gegebenen Beträge von 3550 Mk. ^ergibt den Betrag ton 6850 Mk.

* An ihren bunten Liedern flet* tert die Ler che j ubelnd in die Luft." Schon seit acht Tagen kann man die Feldlerche (Aumda arvensis) wie eine tönende Rakttr tn Cie frühlingterÜdtdende Luft steigen sehen, um mit angelegten Flügeln nach der Erde herab-u- schießen. Fhr immersrisches, ununterteuchenes Lied vermag neue Fvcude und Hoffnung tn grämige Herzen zu tragen. Auch ihren Lockruf, nach dem sie ihren Namen erhalten hat (Littke ober Laterik,

schoben werden.

Frankfurt a. M., 20. Febr. .Hier wurde ein Offenbacher Arbeiter festgenommen, der bei einer Althändlerin eine vor Jahres frist gestohlene Perlensammlung des Fürsten zu Dsenburg verkaufen wollte mc. F r a n f f u r t a. M., 20. Febr. Donners" tag nachmittag und Freitag früh kam es hier größeren Erwerbslosendemonsttationen, die vor telv Arbeitsamt unb im Rathaus stattfanden, da.W die Erwerbslosen mit der Einführung der rein^' gesetzlichen Unterstützung, die wesentlich niedriger, ^eugm))nt mit i wie die Frankfurter ist, itichl zufrieden geben iwj* ui» Achns-ML I len. Die Demvnsttantzen wurden leicht ans uiante^

** Oefsentliche Vorträge über Physiologie. Ter achte Vortrag: Gesichts­empfindung II. findet Sonntag nachm. 5 Uhr im Physiologischen Institut, Senckenbergstt. 15, statt.

** Es gibt ein Fortleben nach dem Tode lautet das Thema eines einmaligen Vor-» ttageö, ten der Vorsitzende des Deutschen Fichte- Bundes e. V., Kessemeier- Hamburg, am de--1 Montag beit 23 Februar, abends lx!t Uhr, im n- Saale des Hotel Einhorn halten wird. Der Rttmer

Arrs Hessen.

Eine Tagung der Liga zum Schutze der deutschen Kultur.

Die Landes gruppe Hesse nder Li g^ zum Schutze der deutschen Kultur hielt m Tarmstadt im Beisein vmi Vettretern aller Bettlfsstände eine Tagung ab. Herr Mauve -n> öffnete sie mit einem kurzen Bericht tlbrr bi.1 jetzt einjährige Tättgkeft der Liga unb term Er­folge. Frn Anschluß daran stteifte er die augen­blickliche politische Lage, tn dem er besonders auf di' Gefahren einging, die dem Bestände tes deutschen Staates durch die im Mai zu erroartenbe mili­tärische Invasion der russischen Sowjet-irmeen brohten. Ein Abroenden der Gefahr sei oadurch möglich, daß sich Deich'chl<md innerhalb der näd^ st>en 4 Monate innerlich so statt konsolidiert, teß rin Uebrrftuten durch bolschewistische Jtom nicht mehr zu befürchten ist. Dann haben wir die Mög­lichkeit, in friedliche wirtschaftliche ^ziehungm zu RußlanL M treten. An dieser Lösung mitzu­arbeiten, ist zur Zeit eine der Hauptansgabm bro Liga. Dr. Schultz, Frankfutt, legte in s.ich- lichen Ausführungen ine wirtschaftliche Lage Deutschlands bar. Daraus sprach Herr v. S ch roa - Nenbach von der Liga->Zentrnle-B e r l i n über die Mittel unb Wege, mit denen di; Liga tm gan­zen Reiche bis jetzt gearbeitet hat und beleuchtete tm besonderen Gegensatz dazu die Tättgkriten ter deutschen Kommunisten, denn Ideen gerate mit den deutschen wirtschaftlichen und psychischen Zuständen und Gewohnheiten krineswrgs im Ein­gang stehen, sontern eine Kopierung russische Ex­perimente terstellen, deren Erfahrungen und Fort­schritte sie sich nicht emmnl zu nutze machen. Nacktem noch die Frage ter Jngendbew'gung von verschiedenen Seiten .ringdhend besprochen Worten war, trat man in die außerordentlich lebhafte mehrstündige allgemeine Dissilssion em. Aus all.'n Berufskreisen erbeben sich die Stimmm, die ter Arbeit der Liga Anerkennung und Zustimmung in vollstem Maße zollten unb bw Liga als dasiemge Jnstrumertt bezeichneten, das heute als Organi­sation mit sachlichen und überpattrilichen Zielen hauptsächlich imsdande sei, untere Wvdevauftelu- arbeit zu leisten.

Abg. Dr. Osann und das Gesamtministerium.

Abg. Dr. Osann sendet uns folgende l Erklärung: .

Tas Hessische Gesamtministerium versucht rn ? fernen gestrigen Ausführungen eine Rechtfertigung ter Berufung des Herrn RegverungSassessior Hen­rich auf die Stelle eines Landamtmanns. Dieser Versuch ist nach meiner Ansicht völlig fehlge­schlagen. Ich frage einfach: 3ft eskeine Be­vorzugung" undkein Votteil", wenn Herr Re­gierungsassessor Henrich aus einer abhängigen Stellung bei dem ländlichen Kreisamt Büdin­gen in eine selbständige Stellung in ter Zentral Verwaltung in Darm stadt be­rufen wurde und dabei einige Vordermänner fibertf ü gelte? Tas Wesen tliche aber gegen das ich mich wandte, ist, daß Herr Regie- rungsassessvr 5temnch in das Ministerium seines Vaters, des Herrn Finanzministers Henrich, be­rufen wurde. Tie Enticheidung dieser Frage hängt allerdings von dem politischen und persönlichen Taft und FeingefüU ab. Ich verttete hier mit allem Nachdruck ten gegensätzlichen ©tonte punkt des hessischen Gesamtministeriums. Glück­licherweise bekennen sich zu meiner Meinung noch recht viele Volksgenossen.