ammenben yänb- : Markte fen^ufjaltr Llle unb Alle vvrbi frankfurter DetaM^ reichender Menge tigen ungebetenen h.
kam), 17. Sept ‘ nemetzgerei in Fonfortium vm ift Sie erforbm «n Aufchutz von li
.Letzt. Auf dem nWeizenkleietz u und Strvh de!'
7. Letzt. Heute und 5.- e'rband landw's uchsstationen r träge, die gehalten p Maftlich-technWc
a- M, 17. Sept l henmarkte ma* renz der austvartz^- ar. Die Mackvew:
। Letzi, «u'uu" drotestkundg^- ung’pläne bet W Watten Ntaig
Vteins hcinmttrvtll g
mitten W- |cn'5;
»Handlung Hörte, welche hohe Provisionen früher, als das Obst rod) nicht frei war, von Aufkäufern bezahlt worden sind, und wie sich jetzt die Obsthändler in die Höhe treiben und die Obstzüchter barauf auSsirrd, daß sie ja die höchsten Preise bekommen, tonn man verstehen, warum das Obst fo unverhältnismäßig teuer ist, obwohl 1919 und 1920 gute Obsftahre waren. Geg>en den Ange- Nagten — cs handelt sich um Jast'b B von Stoch- beim —, der bereits vom Schöffengericht fteige- spwcken worden ist, tomrtcn ausrcichendc Beweise dafür, daß er sich einer strafbaren Preistreiberei sduldia geTnachl habe, nicht beigebracht werden, so daß auf Antrag der Staatsmrwaltschaft ihre Berufung verworfen wurde.
Gemeindeernte an Auswärtig.- und Händler versteigert, wobei natürlich auch, wre allerorten, btt fib{trle;i Preistreibereien stmtpanden
E Winnerod, 19. Sept. Ber der £) b ft» -ersteigerung des dem Hosgur gehörigen Obstes wurden ca. 12 500 Mark erhielt. Db> toübt die Menge des versteigerten Obstes 6mm enn Tritiel des im Jahre 1919 versteigerten ObsbeS betrug, hat der Erlös den des vergangenen IahreS noch überschrittst.
mc. Heppenheim Bergstraße), 17. Sept. Bon der diesjährigen reichen Z wc t s che'n e r n l e bürsten die ortsansässigen Bewohner nicht viel zu sehen btibmmcn, denn die schönen blauen Früchte wurden zu hunderten von Zentnern an norddeuN'che Händler verkauft, die jeden Preis boten CtoiA ähnlich ging ei auch mit den Pfirsichen, doch blieb hier wenigstens ein kleiner Teil der einheimischen Bevölkerung, ta di e nordischen Hamsterer das nötige Verpackungsmaterial für diese sehr empfind- rtchen Früchte nicht auftreiben tonnten
Wietzener Strafkammer.
Gießen, 17. September.
Hemrick Karl St. von Breungeshain war vom Schäsfengericht Schotten wegen Wilderei $u zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden. Sern wegen Begün'igung mi-aug-llag er Sstniegersohn nac freig.-sprochen werden. Di.- Ltmrtöanioaltschaft fod;t das Urteil mit Berufung an Die Strafkammer kam, was den Tatbeitand anlangte, zu demselben Resultat wie das Schöffengericht. Mit Rücksicht auf das Ueberhandnehmen der Wildereien sei die dadurch) bedingte Gefahr für Iagdpächter und Forslschntzbannte wurde aber die Strafe gegen St. auf zwei Monate erhöht. Die Berufung wegen Freisprechung des Schwiegersohnes wurde verworfen.
Der trotz seiner Jugend mehrfach bestrafte Mar St. von Gießen hatte mit seinem Freund Heinrich B. von Hochheim aus einer Wirtschaft in Alsfeld in einem unbewach en Augenblick 500 Mark gestohlen. Beide befinden sich eben in einer Erziehungsanstalt in Dillenburq. B. tonnte eine Beteiligung an dem Diebstoljl ntd>t bewiesen werden; er wurde wegen Hahlerei — er hatte einen Teil deS gestohlenen Geldes erhalten — zu vier Wochen Gefängnis verurteilt. St. erhielt mit Rücket auf seine Vorstrafen ein Jahr Gefängnis.
Peter R. aus Michelau hatte an eine Frau eht Schw e in vertan ft und dabei die Höchstpreise überschritten. DaS Schöffengericht hatte ihn freigesprvchen. R. behauptete, das Schwein lei zu Zuch: zwecken, nicht zum Schlachten verkauft worden, und für Zuch schweine bestünden keine Höckstpreise. DaS Gericht kam aus Berufung der Staatsanwaltschaft zu der Ansicht, daß es sich t-oefc um einen Dertouf zu Schlach Zwecken gehcrndelt 'habe und verurteilte den Angellayten zu 300 Mark Geldstrafe und zog den übermäßigen Gewinn von 875 Mark ein.
„Richtpreise sind Humbug", so äußerte sich ein. Obsthändler, der als Sachverständiger in einem Verfahren g-gen einen anderen Obsthändler, der wegen Uebrrschreitung dieser Richtpreise angeklagt war, erschienen war, denn, so führte er aus, „es hält sich doch niemand an sie". Ganz so unrecht hatte er nicht zumal im vorliegenden Falle, in dem die „Rich preise für Obst" vom Landesernährungsamt ausgerechnet dann be- tonntgcmacht worden fii:b, als die Obsternte bereits vorbei war. Da kann man sich allerdings auch nicht mehr an sie halten. Wenn man m brr Ver-
Z?ocbf*tilit(icbricbtett.
mc. Frankfurt a. M., 19. Sept. An die neuerrichtete Gynäkologische Minik des Hospitals Dom hl. Geist ist der Frauenarzt Professor Tr. S i g w a r t, seither Overarzt der Universitäts- Frauenklinik in Berlin, berufen worden.
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1 Strtigtnliiib. LiLZÄs
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»rgermeisters 3dm J toa 10-11000 M n Mann hielt er 1 "m, weil bei 1 teilten Leute im J
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)c:19. Sept. Drei toj Mitternacht einen Q urz vor ihrer Sktrj vorgMtmem iRaoi
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Zj I«c. r»l» ata ft« w«6
IChrebe «nd Scbttle.
fd. Herborn, 19. Sept. Tie Stadtverordneten setzten die auf 150 Pro», eingeführte Erhebung des ©dtnlgdbed auf 100 Prozent herab.
mc. Frankfurta. M., 19. Sept. Zu schweren Streitigkeiten kam es an der Deutsch- Herrenmittelschule zwischen dem SchuNefter und einigen Eltern. Ein Schüler batte bis abends nach "7 Uhr nachsitzen müssen. Daraufhin zogen mehrere Ettern vor das Rektvrhaus und pingen tätlich gegen den SchuNeiter vor, der zremlich ' schwer verletzt wurde. Erst herbeigerusene Polizei konnte die aufgeregten Ettern beruhigen und zum heirngthen veranlassen
Blinder Hatz.
Roman von Alfred Sassen.
Nachdruck verboten.) Fortsetzung 3s
Im Hause stellte er sich aber völlig unbefangen - nur bat er die Schwester, morgen den ganzen Tag mit ihm zusammen zu sein, spazieren »u gehen, oder im Garten zu sitzen. Sie mußte es ihm ausdrücklich versprechen.
Rena roarT ihm bei ihrer Zusage euren leicht verwunderten Seitenblick zu, tat aber k.-ine besondere Frage. Ihre Gedanken schweiften wohl schon wieder ab .
Mitten in der Rächt stund der Bursche auf, ftiieb vor Renas Zimmertür und horchte am Schlüsselloch, ob sie wohl auch ruhig schlafe.
Nein, sie schlief tticht — sie weinte in ihre Kissen. Er hörte das unterdrückte Schluchzen g-rnz deutlich. O, er hatte es geahnt!
, Mit zusammcngebissenen Zähnen, um nicht gleichfalls in Tränen auszubrecken, kehrte er in sein Bett zurück. Er schlief nicht bis zum Früh- wt- Immer wieder murmelte er vor sich hin: »Ich tu's — jawohl, wenn es sein muß, tu ictes! ^mn wird sich das harte Herz der Tante schon erweichen!" —
Am anderen Morgen unternahmen die Ge- lchwiiter gleich nach dem Frühstück einen weiten Spaziergang — hinauf der alten, zerklüfteten Vobctxiburg. Max hing ferner Rena ununterbrochen
Turnen, Spiel und Sport.
_ — Fußball vom Sonntag Aus dem Sportplatz an der Hardt traten sich geltem die Liganvnnschcrften vom Fußballckub WeHlar und B. f. R. 1900. Das Spiel bv: wenig spannende Momente und endete nach überlegenem Spid mit 3:0 zu Gunsten von B. s R Schon in der ersten Biene!stunde können die htesrgen durch Gänsen die Führung übernehmen und nach der 'Laus-.- die Tvrzah! auf 3 erhöhen Die gute Battl-ewndlung und des eres Zusammenspiel der Ra'ensvi.-ler gaben den Ausschlag Wetzlar zeigte gute Ern-ckleistun- gen, ließ jcooch iegtick/es Zusamm-?n'piel rx-rmissen. Die wenigen Angriffe endeten meiitens schm in der Gießener Beneid gung. Bon den Ratenspielern ragte Christmann durch eifriges Spiel besonders hervor, der Sturm war besser als am letzten Sonntag, der Ersatz aus dem rächten Fiügrl führte heb gut. Der Schiedsrichter war dem Spie! em gerechter Leiter, hätte ifCxxf)Joci dem in der zweiten Hälfte äußerst scharten Spvl energischer eingreifen müssen Die 2 Mannschof en trennten sich bei dem Standen 2:2, nachdem Gießen bereit-: 2:0 geführt halte Weitere Ergebnisse Wetzlai F.E.ä - L.f R.3. 7:1 (1:1), Wetzlar F. C. -1. — B. f R. 4. 8:2 (4:2).
Wanderungen.
x Ulrichstein, 17. Sept. Zufolge der rührigen Tätigkeit des hiesigen Zweigvereins vom Vogelsberger Höhenklub ist die Errichtung einer ständigen Jugendherberge in Ulrichstein nunmehr gesichert. Die Gemeinde hat hierzu das am östlichen Stadt eingang gelegene Zoilhäus- chen in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt, und dieses soll noch im laufenden Jahre für seinen neuen Zweck hergerichtet werden Der V. 6. C. wird 8—10 Betten aufstellen und auch im übrigen die Räume nach Möglichkeit traulich ausstatten. Die Bleibe wird allen jugendlichen Wan derrrn, die sich zur Beobachtung der Hausordnung verpflichten, gegen ein geringes Entgelt offen- stehen. Es ist zu erwarten, daß durch diese Einrichtung dem Vogelsberg neue Freunde unter den Jugendlichen gewonnen und Heimatliebe und Wanderlust bei ihnen geweckt und gepflegt werden.
Knuff tttiö Wissenschaft.
— Juryfreie Kun st schau Berlin 19 2 0. Nach mehrjähriger, durch die allgemeinen Verhältnisse bedingter Pause wird vom 12. November bis 19. Dezember wieder eine „Große Jüry- freic Kunstschau Berlin" veranstaltet und zwar diesmal im Landes-Ausstellungsgebäude am Lehrter Bahnhof. Nach Vereinbarung mit der Grotzen Berliner zkunstausstellung sind die Termine für die I. K. B. 20 nunmehr wie folgt endgültig fcstgelegt: Anmeldung bis 20. September bei der Geschäftsstelle Eharlottenburg, Fritschestraße 54. hie mich alle Anfragen bcantnwrtet. Einlieferung im Landesausstellungsgebäude am Lehrter Bahnhof am 26., 27. und 2& Oktober.
vermischte».
fd. Würzburg, 19. Sept. Nachdem dir 31 Jahre alte Dienstmagd Anna Kump mehrere Nächte auf Tanzvergnügungen gewesen war, fand man fie vorgestern morgen tot in der Wvteiung. Sie hatte sich mit Gas vergiftet. In (inan Wasch- torb, mit Chlortolk überstteut, fanb man die Leiche der seit mehreren Tagen vermißten 48jährigen Haushälterin Anna Grünewald, der die Kump mit einem Bügelasen den Schädel eingeschlagen hatte.
«irchliche Nachrichten.
Israel. Religionsgemeinde. Gottesdienst i. d. Synagoge (Süd-Anl.). Mittwoch, den 22. Sept. Bersöhnungsfest. Vo.obd. 633. Predigt: 7 Uhr. Morg. 7.45. Predigt u. Seelen feier: 11.30.Schlu ßpredi gt: 5 20 FestesauSgang: 7.05. — Während der Predigt ilt der Eintritt nicht gestattet.
Israel. Religions-Gesellschaft. Tiens tag, morg. 5.00, nachm. 2 30. — Mittwoch, 22. Scpt. Versöhn ungsa g Vorabd. 6.30 Predigt. Bonn 6.00. Festesausgang 7.05. — Wochengottesdienst: morg. 6.30, aböd. 5.30
Handel
Berlin, 18. Sept. Börsenstimmungs- bild. Zu Beginn der Börse waren im hxwn Handel Aus^andsdevisen zu gegen gestern stark erhöhten Preisen gehandelt. Di S bildete hauptsächlich Veranlassung Mr Fortfetzung der Kurssteigerung in Industrie, und Valuta papieren bei großem und ziemlich- erregtem Geschäft, doch tonnten die höchsten Kurse später nicht überall aufrecht erhalten bleiben. Bon Montan werten stiegen Bis- marckhütte, Bocburner, Hösch, Laurähütte, Mannesmann und Rheinstahl um 20 bis 30 Proz., auch für Gcbr. Böhler und Augsburg-Nürnberger und einigen anderen Nebenwerten nxiren Kursbesserungen zu verzeichnen. Bei den schweren Kolonialpapieren Teutsch-Uebersee und am Auslanos- ventenmarkte, besonders für M.xi äner und Griechen waren die Kursbessierungen gleichfalls erbeb»
am Arm, manchmal umfaßte er sie plötzlich und küßte sie heftig aus "bai blassen, müden Mmrd.
Und oft und oft ivollte er wist en, ob sie ihn lieb habe, unb hatte sie's ihm schwermüttg lächelrrd bestätigt, so versicherte er ihr, datz er sie auch liebe — o, fö sehr! Sie sollen schon sehen! . . .
Als sie von dem Spaziergang zurücktehrten, fand Rena einen Brief vor. Er war von Der Mamsell des Gutes, die sich vor einigen Tagen zu ihrer Familie nach Neustadt an der Orla begeben hatte, weil ihre beiden jüngeren Geschwister an Tiphtheritis erkrankt waren
Hastig, voll lebendigster Tellnahme, öftnete Rena den Bries und fuhr gleich darauf in totenbleichem Entsetzen zurück. Die Mamsell teilte ihrer Herrsck-o't in ergrei e den Schire ze::swor:en mit. daß 'die kranken Mnder eine Beute d.-s furchtbaren Würgeengels geivorden feien und schon Montag vormittag der Erde übergeben werden sollten.
Rena stand einige Augenblicke in tiefster Erschütterung, dann legte sich ein unendlich bitteres Lächeln um ihre Lippen, unb sie sprach in unbe» sckrreiblichem Ton vor sich hin: „Was das Leben doch für grausame Waffen bat, um uns zu schlagen, das wir bluten — bluten — bluten —!"
Tonn ging sie sofort zur Tante, um sie zu bitten, nach Neudors reifet zu dürfen, damit s« der armen (irf>en Getreuen des Gutes und ihren schwerbetroffenen Ellern zur Seite stehen könne. Natürlich war die gleichfalls ttc'erschütterte Blinde mit dem Entschluß des jungen Mädchens einverstanden.
lich. Weniger groß waren sie ber SchlfDahrts-, Chemischen- und Elektrowenen. Hier traten auch verschiebentlich kleine Rückschläge em. Stärker rückgängig r-crb toylangcn Kurssteigerungen waren SiemenS-Halske. Auch dem Bantoktienmarkt tt-üle sich die Anfwärtsbewegung mit, am erheblichsten nxiren hier Deutsche Bank gebessert, plus 12 Pro,. Bon heimischen Rentenwerten erhöhten 3pvozentige Reiäsauleihe ibren ft'urdfbanb weiter um 3 Pro». Tas überaus lebhafte Geschäft sowM in zu Em- heitskursen als auch y.i schwankenden Kurien gehandelten Papieren unb in AuS.andSdeVisen unb Banknoten verzögerte die Seursfcststellung für diese wiederum ganz erheblich.
Frankfurt a. M., 18. Sept. Börsen- stimmungsbild. Zum Wochenschlutz yngrtc der Gesamt markt ein ruhigeres Ausselen. Mehrfach erörtert wurde ba-S Rücktrittsgesuch des Reichs- ftnanzminislerS. Die mäßige Steigerung der Mark in Hollmib und der Schcveiz war einem nxiteren Rückgang gewichen. Zu etwcS lcbl-afen Umsätzen kam cs in einzelnen Montanaklien, die ledoch beneiden blieben. Höher trat u. a Mann, Smann, BuderuS, Phönix Bergbau und Laurayütie in den Verkehr. Cleitovwertr rul)tger und behauptet. A. E. G. etwas schwächer. Chemische Aktien standen tellweise im Angebot. Ho!zverkoh!ung 419. Von sonstigen Jndusttiewetten Daimler Moloren gefragter. Julius Sichel gingen zu steigenden Kursen um. Ausgesprochen feste Haltung wiesen Auslandswertc auf, die auf die weitere Steigerung der ausländischen Devisen hin erheblich anzogen. Mexikaner ebeiifalls steigend. Am Kassamarkt der Jndustricwerte waren mehr oder weiiiger starke Kursbesserungen zu verzeichnen. Privatdistont 4 Pwz. und darunter.
mc. Frankfurt a. M., 19 .Sept. 3Xe Adlerwerke haben ihren Betrieb wesentlich er- iv. Größere Aufträge aus England und Italien <iben es dieser Firma ermöglicht, mehrere Hun. ii Arbeiter neu einzustellen, wodurch eine wesenl.iche Entspannung des Arbcitsmarktes ein- getreten ist Tie Adlerwerke werden in den nächsten Wochen auch die Fabrikation von Rechen- maschiinen in großem Umfang aufnehmen.
Frankfurt a. M., 20. Sept.
Devisenmarkt.
Geld
B.lef
(BeTb
Briet
Datum- 17. Sept.
18. Sept.
Amsterdam. Ttotterb.
2028,-
2032,-
2127,85 2132,15
Drtz stet-Antwerpen
457,-
458,-
489,50
490,50
tlhristiania
899,10
900,90
939,05
910,85
Kopenhagen ...
899,10
900.90
934,05
935,95
Stockholm. ..
1323,65 1326,35 1 71 «0 1373,90
Helstngfor«. . ..
190,05
190,45
204,80
205,20
jtaliert. ..
277,20
277,80
298,70
2-14,30
London. . ..
228,75
229,25
240.25
240,75
Tlew-Pork. . ..
64,93
35,07
67,68
67,82
Toris.......
424,55
425,45
462,-
468,-
Schweiz. . ..
1038,90
1041,10
1098,90 1101,10
Spanien . .
929,05
930,95
989,-
991,-
Wien (altes) . . .
27,22
27,28
26,97
27,03
Deutsch-Oesterr. ab».
27,22
27,28
27,22
27,28
Prag. .
83,52
83,22
83,02
83,22
Budapest...
21,35
21,39
21,48
21,52
Bulgarien ...
— .
AonitantuutpsL .
—, —
«vrsenlurss.
Frankfurt
Berlin
Abend- Abend- Schluß- Schluß-
Kurs
Kurs
Kurs
Kurs
Datum
17.9.
18.9.
17.9.
18.9.
5n,n'Deat.RrtegsanL
79,50
79,50
79,50
4°^Deut.Beichsanl.
68,80
68,87
3°/,Deut.Reichsanl.
-f-
ee _ ■*
67,50
4'^Preuß. Äonfols
69,50
70,12
Darmstädter Banl»
■* - —E
156,-
154,-
154,50
Deutsche Bant, . .
—
290,-
293,-
Disconto- Besellsch.
214,-
• - —
Dresdener Band .
- «w-
183,25
— _ —
Nattonalbank f. D.
■ —
156,-
156,-
Mitteld.Creditbank
— . —
146,50
146,60
H.-Am-rik.-Paketf.
188,50
192,25
191,75
NorddeutscherLloyb
195,-
189,-
188,50
Doch. Bußstahlwrk.
w _ —
695,
705,-
693,-
D -Luxemb Dergw.
— . —
329,-
330,-
339,12
tßelsenkirch.Bergw.
— . —
339,
337,50
336,-
Harpener Bergbau
—. —
379,75
382,-
Obe schl. Eisen i. B.
— . —
273,80
270,-
273,-
Oberschles.Eisenind.
270,-
266,-
Phönix« Brgb. Akt.
~~l—
505,-
511,-
510,-
Bad.Anilin-u.Soda
497,50
499,50
HSchsterFarbwerke
387,-
384,-
384,-
Llek.r 21. E. G.. .
307,-
366,75
304,-
Schuckert-Werke. .
220,-
221,-
Fetten - (Buideaume
-w . ——
462,50
466,-
Daimler......
*■ _ —
214,-
221,-
219,50
Bud-Lisenw.-Akt.
—. —
434.-
425, —
433,-
Adlerwerke ....
256,50
260,-
260,-
4"/.Hess ätaatsanl
—. —
— . —
76,-
— _ —■
Electron Griesheim
— , —
349,50
348,50
viarfnotteruugoa.
Data«:
17.9.
20.9.
llvrtch .
9,70
9-
Amsterdam .. .
5,-
4,62
Popenjagen.....
11,75
11,-
Stockholm......
8,-
7,50
Prag........
— »
Wien........
476,50
— - ■■
London .......
— . —
Gleich mit dem Nachmittagszug wollte Rena reifen.
Der Bruder begleitete sie zur Station.
Ehe das junge Mädchen den Bahnwagen bestieg, umschloß er sie in verzweifelter Liebvolung nock einmal mit beiden Armen. Dabei oer- suchte er aber zu lädie.'n, nur seiner Stimme formte er nicht gebietet — darin war em wehes Stammeln : „Rena — meine liebe, liebe Rena —"
Es war die höchste Zeit, das junge Mädchen mußte einsteigen, sie lehnte sich aber rasch noch einmal aus dem Fenster des schon dahinrollend.'n Wagens unb ries eine betroffene Frage zurück.
Max v'rstand die Frage nicht — er hätte sie ja auch nid>t beantworten können mit seiner bre- dienbcn Stimme. Er begnügte sich, leidenschoftlicy feine bunte Mütze zu schwenken
Als Renas Zug außer Sehweite war, lief ikr Bursch' den Wiesen weg zurück, bat er eben an der Seite der Schwester gekommen war Er ballte die Fäuste, um seine Jasiung wiederzuerlangcn — und endlich batte er auch die aufsteigenden Tränen hinuntergcwürgt. Elastisch und kraftvoll fbg er nun auf dun Pfad dahin. In seinen schön w Knabcnaugen blitzte es in entschtosfenem Tvetz auf.
Eine Viertelstunde später trat er in das Zimmer der Tante, die auf ihrem Fatsterplatz saß und ihrer gewohnten Beschäftigung oblag — allerlei wollene Sachen zu stricken für ihre Armen. Es war seltsam — die unglückliche Frau, die H> bitter und unversöhnlich hasten tonnte, tat auch nach dem letzten Schlag, ber sie betroffen, noch unendlich viel Gutes im stellen.
Qn einem Teil ber Auflage nnebntplij
Die Kohlenliefeeungrn.
Pari-, 17. Sept. (Wolff.) Nach einer Hcwaömeldintg betragen die deutschen Kohle n l ie ferun gen im August mögesamt 1975000 Tonnen Das Programm, ivonach im September zwei Millionen Tonnen geliefert werden sotten, sei in allen Einzelheiten festgelegt; seine Durchführung vottzielje sich unter befriedigenden Bedingungen.
Tie PräsidentschaftSkrise in Frankreich.
Paris, 18. Sept (WTB.) Der „Matin" berichtet, daß Miller and und ber Kammerpräsident Peret im Laufe dc- gestrigen Tages beim Senatsprösidenten Leon Bourgeois Schritte unternommen haben, um thn zur Annahme der Prasidentschaftskandi- datur zu veranlassen. Leon Bourgeois hat aber endgültig abgelehnt. Nachmittags vereinbarten Peret und Ion n art im Laufe einer Unterredung, daß, fall- sie beide zur Aufstettung ihrer Kandidatur veranlaßt würden, derjenige sich unmittelbar au Gunsten seines Gegenkandidaten entscheiden sott, der die wenigsten Stimmen in der Vollversammlung erhält. — Im „Echo de Paris" werden die gleichen Mitteilungen gemacht, aber hinzugefügt, daß man immer noch hoffe, Mitterand, für den man am Dienstag im Parlament eine besondere Huldigung vorbereitet, zur Annahme der Stanbibatur yu be- ivegen, für bis auch Jonuart unb Peret eintreten.
Die Provinz Aleppo unter franz. Protektorat
Paris, 18. Sept. Nach einer Havasmeldung aus Beirut proklamierte General Gouraud aestern bic Autonomie der Provinz Aleppo unter sianzösischem Protektorat.
Die Kämpfe in Syrien.
Bairuth, 18. Sept WTBll Nach einer Havasmeldung hat eine französische Stotormr, dtc von General Gouraud in die Gegend von Damaskus entsandt wurde, um dort die Rebelten zu bekämpfen, den Feind in die Flucht geschahen. 200 Mann wurden getötet und Geschütze und Ma- sd'incngewehte erbeutet. Infolge biefeS Waften- crfoIgeS sind vielfach Versöhnungsangebote an General Gouraud gerichtet worden.
Eine italienische Mahnung an die jugoslawische Regierung.
Paris, 18. Sept. (WTB) Nach einer Meldung des „Echo de Paris" aus Rom hat die italienische Regierung gestern einen diplomatischen Schritt in Belgrad unternommen, um die Aufmerksamkeit der jugoslawischen Regierung auf bas ständige Vorrücken der südslawischen Truppen in Albanien hinzulenken und sie auf das Jnnehalten der Bestimmungen des Frieden^vertrages hinzuweisen. Die „Tribuna" hofft, daß sich auch die englische und französische Regierung diesem Schritte anscAießen werden.
DaS Bombenattentat in Nruyork.
A m ste rdam, 18. Sept. (WTB.) Nach einem Telegramm aus London glaubt man in Neuhork, daß die große Explosion die Folge einer Verschwörung war. Die Firma Morgan arbeitet in Amerika für die englische Regierung. Der Anschlag wird daher für einen Racheakt der irischen Sinnfeiner gehalten. Leutnant Ar-nrud, dessen Bureau dicht bei dem Platze liegt, wo daS Attentat stattfand, erhielt am Mittwoch morgen einen Brief, worin der Schreiber ihn warnte und ihm riet, er solle, wenn ihm sein Leben lieb sei, das Bureau um 2 Uhr nachmittags verlassen, 8a um */»3 Uhr in der Wallstreet eine Katastrophe statt finden werde. Ju benr Briefe heißt es, bestimmte Personen seien verärgert und haben die Absicht, sich zu rächen. Ein Efsektenmaller erhielt am 14. September eine Postkarte aus Toronto, worin ihm geraten wird, am Mittwoch nachmittag um 3 Uhr die Stadt zu verlassen. Tie Ansicht der Polizei geht dahin, daß der Anschlag bas Werk von Extremisten ist. Im Zusammenhang hiermit wird ein Kommunist mit Namen Fischer genannt, der Toronto in der Nacht des 14 September verließ und der in bezug auf die Wallstreet erklärt haben sott, dort lebten viele Millionäre, die getötet werden müßten. Einer anderen Neu Yorker Meldung folge wird der Schaben jetzt auf über 3 Millionen Dollars geschätzt.
Hühneraugen
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„Wer ist da?" fragte sie, als sich dte Tür öffnete.
„Ich bin es, Tante," antwortete die atemlose Zknabenstimme, „ich muß mit btr sprechen —"
Tie Blinde ließ ihr Strickzeug mit der großen Holznadcl in den Schiß sinken und rniederholte: „Mit mir sprechen — ?"
„Ha, Tante. Ta Rena verreist ist, will td> es gleich tun. Sonst wäre ich am Tienstagnach- mitoag aus Jena hevausgetornmen An diesem Nachmittag geht ja Rena gewöhnlich zu ihren Freunden nach Winzerla, unb sie darf nicht dab-'i sein, wenn ich —" er stockte.
„Nun —?" fragte die Blinde verwundert.
Mit einem Sprung war jetzt der Schüler bei ihr, haschte nach ihren Händen, und aus feiner kindlichm, gequälten Brust schrie es heraus: „Ach, Tante, liebe Tante, fei doch gut mit Rena! Wenn sie zurücktommt, sag' ihr, daß sie sich nicht mehr zu grämen braucht! Tab sie Hermann Hüttich, den sie nun doch einmal lieb hat, heiraten darf —"
„Schweig!" bvauste die alte Frau aus und erhob sich mit einem Ruck von ihrem Sipe. „Wie kommst du, unreifer Bursche, dazu, diese Angelegenheit zu berühren —?"
„£), wenn du die arme Rena sehen könntest, Tante —"
„Ich weiß schon," schnitt ihm die Blinde brS Wort ab, „man hat dich aufgestachelt — im Auftrag anderer bist du hier und sprichst st>!"
(Fortsetzung folgt.)


