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Sebert inib es war ent Bub und wurde Pete«

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noch lvas dran.

Als in Versailles Deutschland zum

ungeheime favie aller farf.'ebatteii Wol^idtuser zu versagen. Tie (Siebener Mieter vertanfer­ner, büß alle größeren Wohriungen in demselben Matze Mr Bilhwung der lWochnnngöivot in Anspruch geneinineu werden, wie d'.rs bei kleineren und nnttteoen Wohnungen bereits geschieht. Wegen 12 lihr wurde Sie gutbesuchtt VersannnLung ge-

Der Klostermüller.

Eine Erzählung btm Karl Neurath.

0 Gründer^ 19.Juli. Einen Sänger- VcixnifMltetc geilem der hiesige Geiangver.m ^ingett'ranz". Er bitte mehrere auÄvärttge Ge^ lünglKrcinc, die von ixm Dirigenten K. Nico­lai- Gvvsjen - Buseck geleitet Iwrben, lner!)er ern-

Gewepr- und Mäfch neng-webininnition, 4 OOO OJO Handg anaten, 153 / OOO Säbel, Lanzen usw., 31 37 G0:) scksLrfe Zünder, 4680 Ten ten Pulver,

Zn der Aussprache wünschte zu^chst Amtsgrr i cktsseftcbli Schröder eine reicheg-s- *-r liebe Regelung der Höch: mieten. Stabtv. Mann meinte c>.igegen, das; ein solches« Gesetz unS noch nicht aus dem Elend hevLUsbrrchte, denn

ein Verhängnis, dockte er. Dann war ja alles zwecklos; dann hatte das ganze Dasein keinen Sinn mehr, und es war doch so wie so kaum

ra. Bitd worbittfcn tu v'lege einen ~ Der Streikte ^"Usfion »ttb IM M m W./bt «ui 20 M Swjent c Wt U'Bttiden W tourber «M.

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taugen regen M Sonnta ilber dem tat jms.ssreihs tun Steife I ter mit oft atn &tmarfu »nntn, Mm toutte fo st d 1 et und eint Leit 3n Ca Mkiterchr ( vn-lclbüöi rib hmmen. Auä tnb sonstiger 3 tötilite tntb

btm lltm lei'trn abend Nm.

am Donnerstag, 22. Juli, abends 8V< Uhr -- Kirchstraste 9 eine Versammlung ab, in der Pfarrer Mahr einen Vortrag über Helferdienst in den evang. Gemeinden halten wird, und zu dem alle erwachsenen Glieder der Gemeiiwe eingeladen werden.

** Der Reichs bu n o Deutscher Teck>- nik Dernni.-ültct am Sams>ag, 24. Juli, abends 8 Uhr, im Phl)siücktfchrm Juftrut ci/eit Vortrag mit Victtbifcern des -.ipl.-Jng. Schmale über das ThemaAusbau und Ausnutzung v>on W.asserträsten uns Kanälen".

Landkreis Giesten.

0 Grünberg, 19. Juli. In der vergan­genen Woche hat man bkr auch allgemein mit der Ernte begonnen. Der Kvrnschnitt ist soweit beendet. Ter frühe Begiirn der Ernte, der sonst beinahe 14 Tage gcgeunixr der We U-rau znrück- stand, wtacireno- er in diesem Jahr fast gleicst>fttig Mit der dortigen zusanrmeniällt, erllärt sich woA Mied) die lange. Trockenheit, die gerade in unserer hohen, gebirgigen Lage ein vvrschnelles Reifen des Getreides berbcifi-lr.tc. Welchen Einfluß die Witterung auf die Körnerertväge Saite, müssen Die Trefch-ergebmsse zeigen. Der Halm ist bei Korn und sogar auch bei Weizen ziem.üh lang ge­raten, währens die beiden Svinmei fiuck^e, (Serite und Hafer, sehr kurz geblieben sind, Oberste ist ebenfolis reif -um Sckxntt, sogar der Hafer be­ginnt schon start zu bleichen.

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nti. Rum Einbruch ii tl bet sich tütt Ion dessen test fafil gemeldet, Deldiem llmsa (leitet Mt.

Kreis Schotten.

B Kaulstos, 18. Juli. Auf dem Nach­hausewege von dem Nachbarort Sichenhausen wur­den zwei hiesige Mädchen von vier auSwättigen Burschen überfallen in der Absicht, sie zu verge­waltigen. Die Burschen sch Uten, als die Mäd­chen sich zur Wehr setzten, nicht davor zurück, das eine der Mädchen am Halse zu würgen. Glück (idjenveifc konnten zwei der Täter erkannt werden Sie sind aus Sichenhausen. Die Sache ist bereits der Behörde übergeben.

Kreis Friedberg.

4 Bad-Nauheim, 19 Juki. Der mm gegründete Gärtnerv t-iit ver.iustalt te g-'fem in der Turnhalle ein R o s e n f e ft. Etwa 2000 Rosen

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habe. Er imhm dtmndic tehr ywste Zälil an'MM j diger Hausbesitzer in Schitz. Es s i im.innig, die Mieter gegen alle Hausi---ii<>er s.hars zu w.rchen.

An der Wohnungsnot trage auch die Stadt ihr

Ans StaM MttÖ Land.

G ie tzen, den 20. Jul'i 1920.

Mietet Versammlung.

Die vom Hausbesitzerverein ge­plante allgemeine Mietssteigerung und Stellungnahme der M i e t e r h i e r- z u hieß das Thema, über das Dr. Riemann in der gestrig-n Mieterversammlung im Leib sprach. Allerdings berührte er ine-e'5 Thema nur insofern, als er einen Brief der Treichrnd- gesellstlxrst Gietzen Angeblich Organ des Haus- besitzerv.-reins^ verlas, in dem e? noch Aufzckhlmig all der Schwierigkeiten der Huksbeiitzer, besonders der ung^htu riich gestiegenen Reparaturksst'n hi-ß, daß viele Wohnnngrm früher weit unter Wert ver­mietet worLen seien. Selbst tve-m die ihm Dr. Riemann zu Ohren gatiommene Mitteilung über die be ibii 'itigt? allgemeine Mietssteigerui'g unwahr sein s-ollte, :o beweise dieser Brief nach Herrir Dr. Riemanns Msicht fiar die Absicht des Housbesitzer- vereins, zumal in i^nt Falle, mit bem sich der Dries der Toruhand-gesellschrft besttsse, die Miete noch 1918 um 50 Pro zart niedriger g»'west-n sei als heute. Dr. Wiemann sprach txnw des längeren

f» v ^-iTv. "x-t,* V in über dieWolchmrgsnvt, dev-n Urfadte burin läge, daß Dmtgrisse nicht voll zur Anwendung brächten. So gäbe es in Götzen eiw ganze Anzahl Däuser, die sehr guck zu Wohu-wecken benutzt werden könnteu:

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tagaus ruhelos über die Felder und über seine Wiesen. Das Leben war ihm verleidet, es trug ihm ja doch keine Früchte mehr, und wenn er daran dachte, daß das Kind, das die Sette er­wartete, ein Mädck-en sein Fönne, dann fuhr ihm ein kalter Schreck durch die Glieder. Das wäre

fchl-osten.

Ausstellung graphischer Blätter.

Im Liebigmusvum hatte MnxorGuH d) m i b t am Sonntag aus feiner graphischen Sammlung etwa 400 Kuplerftick>e, Radierungen, Hvlr.chintte und Lithograpyien auf3gejtelit Di- Ausstellung ix zweckt, das Berftändnls bet Teckmil, »er gra pbiidten Blätter zu erläutern und die Blätter alter und besonders moderner Künstler zu zeigen. Je ein Raum it dem Kupferstich, dem Holzschnilt und icr Lttl-ographie gtroiDind. Marr lernt den Unterschied zwischen d. n drei Aren des Hoch-, Ties- und Fst^ruckN nur,len, vergteüht ein Schab- blatt mit einem Agnatinta-Blatt, ein: Kaltnadel a-.beif mit einet Raoi.r-ing, eilten Linienstich mir einem Kupscrschn tt, d-.m n u?sten Vorjahren. Mau sieht Knpfetp.atten, Holzst^ und einen lithogra­phischen Stein und die davon g Wonne,ien Ab­drücke Aus Büch'm sich die siir Liebhaber und Sammler unbedingt nötigen Kenntnisse der Tech­nik zu erwerben, ist nutz- rordentlich schver. Da- l-cr sei alicn, die Inbrres.e an der gnrphisckten Kunst biben, ein Beiuch b>:r Ausstellung dringend emmohlen. An Blättern sieht man aufter sthr vielen EstMlblättern zahlreiche Weui'e von Max Klinger, Küthe Kollwitz, Wilhelm Gailhof, Franz Hein, Gustav Sck>a fer, Martha Schräg, Hela Pe­ter? und Curt Histtoff in Soitdcrgruppen ausge- ftelit. Bon einzelne .Künstlern sind Radiernngcn in mehreren Zuständen ausgestellt. Hier sieht man ten Künstler gewiss rmatzen bei :er Arbeit und erkennt, wie sein Fvrmtvi'tte allmählich zur Aus- fühemtg kommt. In feinem Bortrage^ erfiärte Major Gntschmidt die Entstehung der v-rsd)iede:m Techniken und ihre Ausführung und zeigte durch immer wiederhoites 9ceten einanderste! len von

Blättern verschied n-r Technik die Unterschiede. Infolge des starken B.'suchs b eibt die Ausstellung jeden Nachmittag dieser Woche von 36 Uhr geöffnet, am nächsten Sonntag von 101 und i von 36 Uhr. Am Sonntag den 25. ds. Mts. norm. II1/* Uhr wird Major Gntschmidt seinen Vortrag wiederholen.

^(KüiftÄihinflcn.

Dienstag, 20. Jrrli: Neue Aula, 8 Uhr, Wohltätigkeitsonzert zu Gunsten der Kri.gelin­den. Großer Hörsaal der Universität, 81/* Uhr, 5ktiamniiu;tg der Fr-mtd-' des humanistisck>en Gymnasiums. Hole. Einhorn, 8s/4 Uhr, Gast­spiel Buckpvald. Lichtspielhaus,Wehrlose Opfer" undDer lustige Ehemann". Licht­spiele Settersweg, wie gestern.

Personal. Es sind anfge'öst: Die früheren 7 Armeemspektionen unb 25 General komm andoö, der Große Generalstab, die Oberste Heeresleitung, d>e Kriegsministevi<n Prmhrns, Baye^ms, Sach-- sens, Wiitttembrrgs. Es b^neht nur noch ein ReichsnnheminifteriUM mit 299 Offneren und Gl^m^stelttni Fermer sind an.ge öst: Tie Kttregs- akademie Benin und München, sämtlich- Kttiegs- schr^n, Kadettenl irps unb Unteroisizierschulen. Es bei;xly!i ferner je eine Infanterie-, Kava.lette- Artittecie- unb PioniersckMle. Das Zivilpersonal bee Setivaitungeb-ebMen des Heeres ist, ent­sprechend den 20-9 009 Mann, auf ein Fünftel des Etat; von 1913 !>eradgeseht.

Waffen unb Munition. Die Bestände an Geschützen, Minenwerfern, Maschinengeivehven, Geux'hren unb Munition sind in gkirfrem Der- haltnis mit bee Herabsetzung der Hoeresstärke ver­mindert. a.) Als <rste.s Heeresgerät wur-sen beim W a s f e n st i l l st a n d 2 u s g e l i e f e r t: 5000 Kanolte» Our Haltte mittlere und schweve), 3000 Minenwerser, 25 000 Maschinen geive.,n', 500-0 Kraftwagen, 1790 Jagd- unb Bombenflugzeuge, b) der Reich streu Hand gesellschaft, die mit der LUrlieserung und Zerslö-nng des §)eeros- gerlltti, betraut ist, wurden bis j'ht übergeben: 1427 000 OÄvehre, 232 000 Karabiner, 40 8M Maschinengewehre, 6303' Minennterscr, 3 5 5 0 0 Geichütze und Gcschützrohre (darunter 16 500 leichte Geschütze, 11 800 mittlere Geschütze, 5200 scküoere Geschütze), 18 330 Geschütz:aseiten, 28 590 030 (Gewehrvatronen, 1500. I.ohre für Mi- nentoevfr.r, 1900 Las tten für Minenwerfer, 350 Marinegeschütze, 80 Rohre _ für Marinegeschütze, 260 fiaietten für Marinelpschütze, 1600 Flieger-

Einförmig vergingen die Tage. Dem Wasfttp ftillstarrd folgte der Friede, und allmählich kehtten auch die Reservisten zurück; der Peter aber blieb verschollen unb der Müller liest allgemach dir Hoffnung fahren, ihn noch einmal iviederzuseheN. Auch die beiden anberm, die gleichzeitig verimtz worben tuaren. kehrten nickst zurück. In der Toten­messe, bie für die Gefallenen auf Kosten der Gemcinbe gel-sen wurde, nannte der Pfarrer ity* Namen geradeso wie die der fünf anderen, tf ihr Leben batten lassen müssen. Sie galten für tot, wenn sich auch iroch Hoffnrlngen an sie spaw neu, und niemand glaubte an ihre Rückkichr.

Das Leben lernte allmählich ivieder feinen alten Gmig, unb ohne Angst und ohne Spannung verflossen wie früher die Tage. Es war, als ov nie Krieg gewesen wäre; nur die Neuordnung mancher Dinge erinnerte daran, das; sich vieles geändert hatte. 5>eii alten Leuten er schien's, als ob sie plötzlich in einer anderen Wett lebten; nur wenige befreundeten sich mit den AeiwerMl- gen, die vielen nutzlos, allen aber überflüssig vor- kamen Mil bem neuen Gelb vollends wußten sre gar nichts anzusangen und der Kttostermülier war nicht der einzige, bet so weiter rechnete, wie er es von jel-er geroo^it war.

(Fvrnctzung folgt.)

Teil Schuld, indem sie möglichst v-ick , alte Ratten­nester" aufkiufle, aber ja nicht zum Avb mH. W i- ter auch die vielen leichtjrmügen Menschen, die bei ihren Häuserkäufen gar nich^ nach 'dem Pr«stse fragten. So sei vor einigem Tagen ein Haus für 235 000 Mk. gekauft worben, dos dem Vorbei vier erst vor einem halben Jahre nur 174 000 Mk. gekostet habe. Arufm-ann He st rrg-te t-en Ver­such einer Ver^üM-igirng zwisckstn Mi.'!er- und Hausbesitzervevein an unb forderte tatt'yäftige Mit­arbeit des Mieterverlreters bei dem Mitleinlgungs- amt. Staistv. Weist ettvartet eine Belserung des Wohuungsele7ck>s nur von der Sozialisierung. Ebenso Herr H a u Pt, der vor allein die Ueber- flüffigfeit bet RittckiÄvehr zu beweisen suchte. Herr Ha der mehl erfi-ärtc, dast das Mirckeini- gungsamt eine Mietpreiserhöhmdg d-nvck> feinrn Hausitetvn um 58 P^zertt gntgehris-en habe. Er bemängelte weiter die: ig-Scit und Zusammen­setzung des Mieteinigmrgsamtes. Herr Franz Bock meinte, dast es vermehrt sei, für alle Fälle eine feste Grenze von 20 Pwz-ent bei Mietsdcige- rungen festzuietzm. Für viele Hausbesitzer fei es seist schwer, bei den gewaltig gesteigerten Unkosten aller Art mit einer Mietpniserhshnng von 20 Pwrent auszuZommen. Sdadtv. Simon be­merkte, bast wir im vorigen Jahre rund 1000 Trauungen in Giesten gehabt lstitten gegen 200 in Borkriegsjahren. Weiter trügen die vielen Flücht­linge zur Berschärfmig der Wotstumssruot bei. Herr Sparr wandte sich gegen den Vorredner, oem er vorwarf, als Beisitzer des Mieteinigungs­amtes nicht genügend die Mieterinteressen wahr- genommen zu haben.

Nach! dem Schlustwvrt Dr. Riemanns wurde emstimmig ewe Ent schl iestun g ange­nommen. in ber es heißt, bast die Berstimmlung auf th«i entschiedenste gegen die vom Hausbesitzer­verein geplante allgemeine Mietsteigerung prote­stiert und einitintmtg die sofortige Regelung der Höchstmieten für Hessen verlangt; als angemessen werde ein Zuschlag von 15 bis 20 Prozent zur Miete v-or dem 31. Juli 1914 erachtet, nicht aber von 30 und 50 Pvozent, wie dies in verstchiedenen Fällen vom MieteinigungScvmtt zugestensten wnrie. Tie Giestener Mieter verlangen wttter, daß. das Wohnungsamt die iW gesetzlich zu stehenden Äteicht- befugnisse in vollem Umfange zur Anwendung bringt und dad-nrch in umfangreicherer Weise als

geladen:ü'omtor^a"-. gen,Polylwnmia"- Beuern, Arvon"-Klein-Liiü>en,.ü^mnanid"» Gwsten-Buseck.Ein!rackst''-Alten-Buscck _ und (rintrachc"-Giesten. Am Nachmr dag fand in der dicht ltesetztcn Turnhalle ein nvnz-rt statt. Jeder Verein trug zwei ElHre vor. Es wurde durchocg gut gesungen. Besonderen Beifall fanden noch die als Einlage geaebenen Tvppelguartette der B.refttq ,,Germania"-Gr!.!sten--Buteck und ,,Eiittracht"-Gic- stcn unb der Frauerrchr'ir des Giesteiler Vereins, der sich zu einer Zugabe verstehen musste. Gtet gelang auch der kvaftvolle VtasseilchorRiheinische Vraulfahtt", vor getragen von5tvnk.lrdia"-Röd>, gen,Arion"-Klem-Lim-en unb'agerkranz"- Grünberg.

ch N ieber-Be s si n ge n, 18. Juli. Mit Rüchicht auf sein hoi.es Alt r hat unser verdienter langjähriger Kirchen rechn er G. Pein sein Amt nieder gelegt. Als fein Nachfolger wurde auf Vorschlag ces Kirchenvorft>anc-?s vom Kveisanü Ga'ubeuaufsckher Wendelin Diehl ernannt.

** N 0 r d c ck, 19. Juli. Gestern abenb zwi­schen 7 unb 8 Uhr entlud sich h-iec ein schoeres Genntter mit wollenbrust artigem Regen unb or- tkinnr.igcm Sturm. Biel Obst wur.e hrrnarter- geschüttelt und verschiedene Obstbaume gar in der Mitte des Stammes abgebrockien. Auch die elektrischen Leitungen würben durch den Sturm besichiiädigt.

g. R ü b b in g s ha u se n, 19. Juli. Am 11. Juli würbe unsere neue Glocke e i n ge* weiht durch Herrn Pfarrer Honnarin-Londorf. Bei bem am Samstag nackMittag lyiet vor- beizickltenden Gewitter schlug Dar Blitz im einen S-uiMunt vor dem Hause des.Lanblvirts Heinrich Kraft.

X Wieseck, 19. Juli. Die Tagesorbnmm der letzten Gemeinberatssitzung am 11. ds. Mts. war auf den Anschlagtafeln befannte gemacht worden. An dieser neuen Hebung will man sesthatten, wenn sie biesmal auch llvch kein Pnlstikum angelockt hatte. Einige Puntte wurden an Kommlssionen verwiesen und vertagt. Dem Ludwig Krieger II. touroe bie Konzession zum Betrieb der Wirtschajt imkühlen Grund" er­teilt. Die Wiege gebühren wurden erhöht. Vom Recht der Einführung ber Grunder­werb s steuer durch die Gemeinde in der Höhe von 1 Proz. mit Wirkung vom 1. April 1920 würbe Gebrauch gemacht. Ein.' neue Woh.tat für die Jugend bedeutet der Anschlust ber Gemeinde an bie vom Kreis in Angriff genommene Schul­zahnpflege der Landgemeinden, beven Kosten auf insgesamt 10 000 Mk. veransckstagt werben. Unsere Kinder w-rben von dem Schularzt aus den Zu stand der Zähne untersucht und aus Grund eines Vettrags bestimmten Zahnärzten zugcwiesm

sck>en Reich erhoben würbe unb man de« König von Preussen zum deutschen Kaiser machte, da ballte er ingrimmig die Fäuste und stöhnte auf. Wie ein Hohn auf all bie ungezählten Opfer schienen ihm bie bunten Fachten, bie vor dem grau verhüllten Wintechimmel flatterten.

Sv, nun hatten ja bie Preusten bas Heft in der Hand, nun fonnten sie machen, tvas sie woll- ten, mm war es ja am gefd^itqten, man legte sich lyht unb verendete.

Von neuem erwachte sein Zorn unb sein Haß, und er wüchte sich tiefer unb tie>er chnein. Wochen­lang ging er Beinen Sck)ritt vor bie Tür, wollte er mit nietnanb etwas zu fdxifien tytbm. Selbst die geschwätzige Besorgitis seiner Mutter war ich»t lästig, unb er mied sie wie die anderen.

Ende Februar, als der Schnee schon geschmol­zen war und die Weiden dicke braune Blüten- knospen trieben, gab die Sette ihrem Kind das

38 KO Tonnen Sprengstoffe, 3 400 000 gdebene Nrtillerieg<schvsse.

In Er.ü.iung des Atttikels 170 sind Maß­nahmen getroffen, um Ein- unb Ausfuhr von Krieg g^lit zu verhiirdem.

Schleifung der Festungen. Deuttch- land darf noch 5 Festtmgen la t u: Pi-lau, Swine- m«.ck>e, Köingiberg. Ulm und Küstrin. Die Sckstei- fung der i br.gm Festtrngnr ist in Arbeit und dürste terminmäfiig beendet werden. Ver.ingerung der Festimgsar'illerie unb H rabsetzung der Muni­tionsausrüstung der Festungs-geschütze sind im Gange.

Fabriken. Sämtliche Anlagen zur H>er- stettimg von Krieg.'g-rät sind auf die Friedens- wirtsckmtt itmgefM t. Die Anf- rttgung von Krie^s- materia ist dert nv.ht rw.chr mägttch. Zeughäuier, die nicht zur Lagerung bewilligt-r 93eiternd dienen, sind entmilitarisiert (R<ichstvmf'andge c'IJdbaft). Die Kontrollkommissionen haben Einb ick in das ccuszu liefern de Kri-- g Perät, in die Nachweisungen über den Fortgang der Zerschrotinngsarbeiten unb in die Äeschafftnh it und Herstellungsart der Spreng- und Giststvffe unb sonstiger ch Mischer Präparate, die im Laufe des Krieges angewendet und vorbereit-t nrurbnt.

Luftstreitkräfte. Die deutschen Lnft- stveitkräfte des Heeves und der Marine futb »eilig aufgeiöst bis auf 60 Seeflugz-uge, die zum Mmm- suckren bestimmt sind. Das geiamt* freigewordene Material an früheren Marin.lustschiften und Pri- vat.uftschif en ist ber Entente zur Verfügung ge­stellt. Deutsche Luftschiffe kommen zur Zeit für Flüge nicht mehr in Frage.

Sttodentenlxtti^ lcerstehende Sillen, Villen und neS bisher geschehen ist, zur Bcschafflmg Msnnder grosse Mvlnumgen, dst nur wn Einzel- ö.er mcnuj Wi-imgen eorge twt Zn Lesern Zw.ck ttt d e Personen bewoh-nt würben. Sliter sei es schr zwei 1 wsorttge Veschlngnahme ber ^tuöcn.e .uevLL- sei haft, ob das Wu^nlungs-amt bei bat DohmmgS- Vermittlung immer die gesetzlichen De.immungen beobachte, die lr.S Min^-estmaft von Boden- imo Luftraum für WohuunLen festsetzen. Tie bett^-u 9jtietd'uifeni..-H in der Mühlstratze, bie über w- Niillionen gelb stet hätten, wie et I>ube, ge­nügten iein^sn»egs beit 2lnbti>eriinge.i einer gesun­den Wohnung. Wenn sich di: Sttrdl neuerdings mit der Absicht trüge, die Landsnrrmvaracken zu Wohnz-wecten .zu Ixmutzen, so gkxuyt ber IRennev Kud) hier, das; viel Gelb» nur für ein do rüber-» gehendes Aurchilssmittel zum Fenster Hin-ms ge- Morsen iverte?. Dr. Riemann sprich bann über bie Tätigkeit des Mieteinigungsmutes. Wenn man in Öftesten auch noch nicht solch fvasse Fälle wie z. B. in unserer Nachbarstadt Frmttfurt erlebt habe, jo würden aber auch hter oft genug gar imnu-ertutac Entscheidungen getroffen. Wiervr!'ott ;e c.i Be- Musse des Mstteinigungsnmtes mit Erfolg vor den ovdentlichen Gerick^en anges-och en waroen^Ent- i-üftet War per fRcbner darüber, datz die totulX» vertoaltung in eisvnn Gutachten an die Regreiamg sagte, Vast für Giest. n teilt Se>ürhtb3, nach Feft- fetztMg ge>tzlicher Höchsllnteien vorlxTir e^t ie>, ba txi5 Mlelseinigungs-amt eine (Steigerung von lo bis 20 Prozent geg-.nüber 191-1 für aus reiche n-s erachte. Es ftien ihm Dr. Riemann Fälle bekannt, wo Steigcrrmge:i von 30 bis 100 Prozent gar leine Selten!)nt ivären.

**GieftenerWaldbühne. Man schreibt uns: Endlich die Leitung bebau--rt, da st es nicht früher möglich war iann bie Waldbühne ihre btee-jährige Spielzeit eröffnen; hierfür ist Donnerstag, 22. Juli, ins Sht^e gesastt, es sei beim, bast brt-5 traditionelle Waldbübnon- )tretter wie schon so oft einen Strich durch bie Rechnimg machst. In diesem Falle gibt recht­zeitig ein Aushang an ber Bürg'-rmeisterei Aus­kunft. bet bei sch echter Witterung spätestens um 3 Uhr bart angeschlagen wiw. Im Körner- Einakter sind dir Gesi.v-oisor von U e x k ü l l unb Walter Pfn 0 rr ^esrhä ttgt. Die Kostüme sind nach Angalen der Frau Baronip von Ucrküll (geb. Gräfin von Schverin) Kusammengestel't. Die Spielleitung hat Fräulein Meher-Waldeck ül'er- nommen. Tie Wtzebue 3vmötzie wirb durch Frl. Agnes Vetters, Frl. Hanni Beck, bie sich als Titania im Sommemackststraum bestens eingeführt hat, und Hmm W. M i 11 -e r m a i e r gegeben. Der Einheitspreis beträgt nur 1 Mk. Die Theaterzettel, die zugleich als Eintrittskarten rie'ten, sind bei Herrn E. Challier und an der Waldkasse käuflich Der Reinertrag ber ganzen Spielzeit wirb, ebmso wie im Vorjahre, den un­bemittelten Kriegsblinden der Heimat- Provinz zugewiesen. 1919 te kam jeder von diesen (es sind zusamnum sechs) ein Sparkassen­buch mit 200 Mk. Einlage. Hoffentlich wirb die Zulage bementsprecheTrb. (S. Inserat.)

** F r e i b a n k. Am Mittwoch, 21. Juli, werben von 13 Uhr bie Nummern 751 bis 900 beliefert.

** Schlaglöhne für Oel. Die Preis- prüfungsftelle für die Provinz Oberhessen hat in ihrer Sitzung am 25. Jmn beschlossen, den bis­herigen Schlaglohn für Oelsrüchte mit Wirkung vom 1. Juli von 10 Mk. für den Zentner auf 15 Mk. zu erhöhen.

(Nachdruck verboten.) Fortsetzung

.Weifst du, Seppel, es hat feilten Zweck wehr, bast ich auf den Peter warte!" sagte sie, und ber Müller mnstte stch anftrasflm, um sie 111 hören Seine Ohren waren anberen Klang ge­wöhntDer ist doch schon längst tot," sprach sie weiter.Er ist im Tmum zu mir gekom­men. unb ick? h-b ihn gesehen, wie er mir mit entsteNtem Gesstht «rvunten hat. Da wirb s Zeit für mich! Doch eh ich gehe, ich btr noch etwas ml sagen Mi-rr tzu darfst mt bös werben. Stehst du eh der Thriltef fort ist, hat er mit noch ge­sucht bafc ber Peter ein Mädchm hat, bas etn Kiich von ihm erwartet und ich lM hui ver­sprochen für bas Kind zu sorge« unb auch Tür die Nutte" Jetzt grf> ich Mr das Versuchen .»etter intb bitt dich: n»cmi ich nit mehr bin, bami Kl aut zu bem Settchen und 511 seinem Dnb L ist ein L6e-tum iinb unser Echr!"

Erschöpft hielt ste inne unb ihren Mann entartrmgsvoll an. Der saub keilte Wort,; es war ihm, als ob sich die ganze Welt um chn >iTbe- es nxt in ÜM wie Schntetz unb Weh unb war bixh fw'ber wie Freude unb Glück; es war nie Zorn und war doch auch wieder wie Dank ^^Er schwieg lange und liest bie Träum fliesten.

Deutsche Krieysgräberfür- sorge. Der Vortragsabmb findet am D 0 n- n e r S t a g, 22. Juli, statt und nicht heute, wie es in ber gestrigen Nummer irrtümlich hiest.

** D t e Männer- unb Frauen der- ... ----- .

cinigung ber Matthäusgemeinbe hält versichitbmster Art warnt ausgcftcllt. Die Ber«

maschirteitgewehre, 21t Fliegerabwehrkanonen, 1550000) Äickülerstschust. c) Bon diefim Gerat ...... ...

ist zer schrottet worben: 1318 090 Gewehre auf dem W-hmm§Äniorkt kirnen bKirlbcn unb Karab.ner. 21500 Mafchin-mgew. hre, 19 -i00 bungen v?r wie awerÄro. SchHumgÄveise fMlm Gefchü^e und G schützrvhr-, 8 >0) Ör rläWafcttcn. in Teutschlmw etwa 1 Mittwu Ä-olMtngmt. Wenn ck)!?'.ustr -enc ,;nbt>r rn . d#tc t. 5)4 30000*0 Schuß, mau aber siesclbe Zrhl Bauarbeiter wie vor beit Kriege mit der Errichtung vmt LÄichnung^n heschäs-

tige, bann wärm in drei Jahren alle Walting'- suckMnden befriedigt, vorausgesetzt, vast alle Bopbe- tdngungen erfüllt seien. Vtbcr 'l-aute frdy? ber täg­lich größer nvrbcnix'it Wo'l/uuluxswot eine imir:<r starrer w-tchsende A.rbefisü s gkeit i>.-r Bauarlxiter gegenüber. Der Versantmlitmts'Äter, Herr W e i ß b ä ck e r, te sckwn b i Erbs mutig her Ber- fanunlung ben Bvnvurf des Hättsbesi tz rvercirls zurückgckwiesen, daß er ./offenbar absichttüh" nicht eingclaMMt touri-en sei. Er erzählte nun eine tyir y.1 An-ohl von Beispielen zur 'tiii. ri/nrng d<s Öfte­sten er Wo'hminaselends und der «oft recht meititnir^ digcn Praxis des Mieteinigtmgsamtes. Herr Wohlmuth ft-elite zunächst feil, daß das eigent­liche Thema des Ad-nds, die allgemeine Mio^.eis- ftetgerung. bisher eine scchr ttetne Rotte gespielt

aber seine Frau fühlte an dem Druck feiner Hand, daß das Settchen unb das Kind geborgen war.

Sei gut, wie du es immer warst, Anton! Unb wenn du was ganz besonderes tun willst, dann meld du selbst das Kind an, wenn's kommt, unb sorg dafür, baß es seinen richtigen Namen kriegt."

Der Müller stöhnte auf, zu schwer machte ihm die Frau das. mußte er denken; zu viel verlangte sie von ihm. Mer er neigte nach kurzem Ueber- lcgen ben Kops und versprach auch bas.

Nun war die MMlerin zufrieden, und getröstet sprach sie weiter von allem, was ihr noch am Herzen lag, bis ber Morgen kam und einen leichten Schlaf auf sie legte. Zwei Tage später schlief sie ein für immer, und fast die gmize Gemeinde folgte ihrer Leiche, als sie zu Grabe getragen wurde, und jeder wußte etwas Gutes über sie zu sagen, als sie beim Leichenesten saßen

Stumpf und teilnal)mlos lebte ber Müller dahin. Seine vollen Wangen waren eingefallen, unter seinen Augen hing-n breite Wulste und um seinen Mund zogen sich ftbarfe. bittere Falten. Mit dem Settchen hatte er sich gleich nach dem Tode seiner Frau anseinanbergesetz.' und ihr neben der alten Ursel einen Platz angewiesen ©ehre Mutter, die im oberen Stock waltete, erschien nur zum Mittagcsten. wie immer, und so ging bas Leben auf ber Klostcrinühlc äußerlich bald wieder seinen streng geregelten Gang. Nur der Muli er ging andere Wege als früh-.c und sttich taqein.