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Seit 1,31
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
** Das Amtsverkündigungsblatt
geistlichen überwiesen wurden.
Kreis Friedberg.
Schlechte Zugverbiudnng.
Z\ Ans i>cr Wetterau, 17. Jan.
erledigt Mte. DaS Zugverßmal ent! erfan Vorschlag. Es wurde die
<5erid?t»faal*
Frankfurt a. M., 19. Jan. (WTB.) Ja Prozeß Carls wurde -heute abend das Urteil gefällt. Carls wurde wegen Rädelsführerschaft zu acht Monaten Gefängnis, Eichinger yi sechs Monaten Gefängnis verurteilt
Extrazug nach Ober-Bc|,ingen zurück.
□ Laug-Göns, 18. Jan. Gestern abend sand hier eine sehr stark besuchte Versammlung der Deutichnationalen Volkspartei unter dem Vorsitz des Landwirts Alired Rompf statt. In IVy* farbigen Ausführungen schilderte Pros. Dr. Werner-Butzbach die gegenwärtige politische Lage und die Politik während des Krieges. Seine Aus- sülwungen lösten den lebhaften Beifall der Ver- lammlung aus.
x Wiejeck, 19. Jan. In dieser Woche muß bei den Vorlesungen der Vo l ks hv chs ch u l e ein Tausch siattfindcn: Herr Kirchner l-eft am Mittwoch aber Sozialgesetzgebung uno Pfarrer Sattler am Freitag über Sozialethik. Wann Tr. Werner die wegen der Ei.tfchreibungen in der Gießener Vrli'Ä.vcl-schule ausgefallene Vorlesung über Heimatkunde der letzten Woche nachl-alten nnrv, verabroedt er noch mit seinen Hörern. Ter letzte Freitag obeno wurde benutzt zur Lektüre und Besprechung eines Aufsatzes von Pfarrer Schulte faxt „T ie Spinnitube im Vogclsberg". Vielleicht liefert ein Hörer oder Hörerin den dad.i angeregten Aufsatz über „Die Spinnstube in Wiefeck". Lebl-af.es Interesse erregte ixr Gelxml'c, geplante Heimatmuseum in die „Pfort" zu verlegen. Er soll weiter nach allen Seiten er-
Deranstaltungen.
Deutsche Dolkspartri, Vortrag Ätemento vivere von Geh. Rat Prof. D. Dr. Kahl, 8 Uhr, Einhorn. — Deutsche demokratische Partei, 8 Ufa. Groß- herzog, Jahresversammlung. >— Lichtspielhäuser neues Programm.
Kreis Wetzlar.
* Hochelheim, 17. Jan. In der Nacht von geftent auf l-eute wurde in die Wohnung eines
'.schloß sich gurrt, hntgen freigefteM wird, ob sie die Milch Ä ________Maschine und l holen oder zugestellt haben wollen. Bei der Verein Wagen abgehängt und Dr. Schadt fuhr per I bringung ins Haus kostet der Liter 8 Pf. mehr.
Vermischtes.
Föhnsturm im Schwarzwald.
Freiburg, 19. Jan. (Wolfs.) Der orkanartige Föhnsturm, der in den beiden vergangenen Wochen über den Schwarzwald hinwegfegte, hat einen Schaden von mehreren Millio- nrn Mark allein in den Wäldern angeruhtet. Jui Forstbezirk V i l lin g e n schätzt man den Schaden auf 2 Millionen Ddark, ungerechnet die erheblichen Ausgaben, die für Aufräumungsarbei^l verwandt werden müssen. In den einzelnen Forstbezirken sind an 20 000 Festmeter Holz umgerissen und zersplittert worden.
Nr. 10 vom 19. Januar enthält: Die Wahlen zum Provmziallag der Provinz Oberhessen — Ber- hänaung des Ausnahmezustandes. — Karnevalistische Veranstaltungen. — Amtsbezeichnung der Schulleiter an Volksschulen. — Bekanntmachung über Zahlung von Ablieferungsprämicn für Kartoffeln. Vom 20. Dezember 1919. — Einsendung der Krcisabdeckereiverzeichnisse. — Verhängung des Ausnahmezustandes über das Deutsche Reich.
Die Wahlen zum Provinzialtag. Die am 31. Migust 1919 gewählten Mitglied« Heinrich Schudt, Müller und Landwirt, Görbel-
Atts feaM und £att&
Gießen, den 20. Jmr .1920.
SNenSahndiebstahle und ihre Bekämpfung.
Die Ersatzleistungen für verlorene, gestohlene, verdorbene und beschädigte Trausportbegenstände haben nach Mitteilung der Eisenbahndrreklion im Jahre 1918 die gewaltige Höhe von 135 000 000 Diark erreicht und werden diesen Betrag nach dem Voranschlag für das lausende Rechnungsjahr voraussichtlich noch um 25 Millionen übersteigen. Dieser Verlust entfällt zum erheblichen Teil auf Eisen bah n d i e b st ä h l e. Wie die Eisenbahn» diebstähle beben der gewerbsmäßige Sch le schindel, das Schiebertum und die damit zusanr- marhängenLen Bestechungen einen Umfang angenommen, der sofortiges und entschiedenes Eingreifen aller Beteiligten gebieterisch fordert.
Zur Bekämpfung dieser Mißstände wurden durch die Eisenbahndirektion auf den Bahnhöfen Au, Bebra, Betzdorf, Frankfurt a. M.-Hauptbahnhof, Frankfurt a M.-Betriebsbahnhof, Frankfurt a. M.-Ost, Gießen, Hanau-Ost, und Limburg bcfaitbere örtliche Ueberwachungsstellen eingerichtet, denen die örtliche Bekämpfung der Diebstähle, des Schleichhandels usw. fonhe die Leitung des örtlichen Wachdienstes obliegt. Besondere Diebstahlsausschüsse, aus Beamten und Arbeitern zusammengesetzt, haben sich der Bekämpfung der Drebstälfa, des Schieber- und Destechungswcsens ui widmen. Hervorragende Aufmerksamkeit soll dem Bestechungs.resen bri der Wagen gefallung gewidmet werden. Die Eisenbahrrdirektion setzt für die Devhnrderin'.g u'ib Aufdeckung von Diebstählen und Schiebung'',: Belohnungen bis zu 2000 Mk. für jeden Beteiligten aus. Beamte, die sich an den genannten ^'.rgolxm beteiligen, werden nicht nur strafrechtlich verfolgt, fonbent auch aus dem Eisen- bwhndienst entfernt uno entlassen und niemals wieder eingestellt.
Hilfarverk für die Wiener Kinder.
Von der Reichszentrale für Heirnatdienst, Landesabteilung Hessen, wird geschrieben: Die Liste der Wiener Kinder ist abgeschlossen: diese werde. ttnunmefa nächste Wvtfa in Darmstadt erwartet. Die Reichszentrole für Hrimatdienst, Landesabteilung Helfen, unterschätzt die Schwierigkeiten der Ernäfaung für die eigene Bevölkerung in Hessen in keiner Weise. Die Zahl der erwarteten Kinder — 500 etwa — ist jedoch im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung Hessens so gering, daß wohl keine Befürchtungen in Bezug auf die Ernährung auskommcn dürften. Die Unterbringung der Kinder erfolgt zum größten Teil in Landbezirken, in Familien, die oljne Verkürzung des Nayrungsspielraums für die Gefamt- heit in der Lage sind, einen Teller für die hungernden Kinder mitzufüllen. Die Rcichszen- trale für Heimatbienst, Landesabteilung Hessen, ist der Ueverzeugung, daß Wiener Kinder und hessische Pslegeeltern sich ebenso schnell und mit soviel Freude mieinander zusammen einleben werden, tote dies aus Heidelberg, wo nun die Kinder schau 2 Wochen sind, gemeldet wird.
Lebensmittel.
** NäHrnritlel-Ausgabe. Tie bei den Kleinhändlern bestellten Waren für Januar können ton morgen ab in Empfang genommen werden. ES entfallen auf die roten Karten (B) 250 Gramm lAuÄands-Gries, 250 Gramm Reis: auf die blauen Karten (C) 250 Gramm Teigwaren, 250 Gramm Graupen, 125 Gramm Auslands-Gries. Am 31. Januar 1920 »ediert die Marte 9ir. 1 ihre Gül-
berg auf der Station Munster anßant, sah das Zugpcrfanal, daß sie an der Station Oberbessin- grn vorbeigefahten waren, ohne zu halten. Es wäre nicht schlimm gewesen, wenn nicht Tr. Schadt von Lich, welcher in dem Zug saß. einen bringen»
wogen werden.
KrciS Büdingen.
A 9Zibba, 18. Jan. Seit dem 9. bs. Mts. streiten fänLlid>e Greiner der l-iesigen Möbelfabrik von C. Liingsliausen, Inhaber Fritz Reu- ning. Tie Ursache ces Streiks ist, wie fast überall, höhere Liohnfotd.-rung. Tie Versuche, eine Einigung zwischen Arbeitern und Arbeitgebern herbei- zuführen, sind bis setzt erfolglos geblieben.
Kreis Alsfeld.
a. Flensungen, 15. Jan. Bon unseren Schulkindern wurden in diesen Tagen 200, Briesverschlußmarken verkrust, die vom Deutschen Hilfs- werk für die Kriegs- und Zivil gefangenen an die hiesige Schule gesandt worden waren mit der Bitte, das Stück für 10 Pf. abzugeben und den Erlös dem Hilsswerk zu übersenden. Aber nicht 20 M. kamen ejn, sondern 112 M., welche nach Berlin abgeschickt wurden und so unseren Ge- angenen zugute kommen.
Kreis Lauterbach.
K. Lauterbach, 17. Jan. Auf Anregung der Ortsgruppe des H e i m st ä tten ve re i n s luieb dieser Tage eine öffentliche Versammlung latstinden, in wclcl-er eine G. m. b. H. begründet werden soll, in der sich alle Kräfte zusammen finden, welche der Wohnungsnot durch Bautätigkeit steuern wollen und rönnen.
rr. Schlitz, 16. Jan. Gerichtsasscssor Günther, der bei den Rückzugsgefechten rin Oitofar 1918 in die Hände der Engländer fiel, durfte zu aller Freude in die Heimat zurückkefaen. — Infolge des andauernden Petroleummangels tritt in allen Gemeinden des Schlitzerlandes das Bestreben zutage, moglidyft rasch zu einer elektrischen Kraft- und Lichtanlage zu gelangen. So schweben gegenwärtig Verhandlungen für die drei Dörfer im Kreutzersgrund mit dem Besitzer der Hebr- mühle, der sich zur Errichtmrg einet solchen Anlage bereit erklärt hat: die Dörfer UcllersHausen, Hartershausen, Hemmen im oberen Fuldatal fahcn dagegen in Unterhandlungen mit Fulda wegen Anschluß an eine von dorther über Horas, Kämmerzell und Lüdermünd zu erbauende Ueberlanb- zentrale, während die Dörfer im unteren Fuldatal Queck, Rimbach, Ober- und Unterroegfurtb, Unterschwatz die Absicht haben, Anschluß zu finden an eine von Rieder-Aula gleichfalls weiterzufüh- renbe Ueberlandzentrale. — Von einem Anschluß an die doch auch, wie geplant, weiterauszubauende oberhcssische Ueberlandzentrale ist hier keine Rede mehr, da man allgemein der Meiunng ist, daß es mit der Ausführung dieses Projektes noch gute Weile habe.
Kreis Schotten.
B. Burkhards, 18. Jan. Aus dem Vertrieb der Denkmünzen zum Besten der Kriegergräber gingen 188 Mk ein, welche der staatlichen Beratungsstelle in Berlin durch den Orts-
ber HanKsache soll nur ton Java He Rede fekn, »veil dort der niederländische Einfluß am längsten uui> nachte fassten gewirkt hat. Bevor die ersten ■ Europäer, bv Portugiesen, um 15t0, nach Indien kamen, hatte dieses Land schon den Einfluß der Hindu- und der mohamedanischen Kultur erfahren. Besonders die eritc hat den Charakter der ganzen Gef.llschaft geändert. Spätes nmriK fast ganz Java für den Js.am geiooiuien. Auch die Portug.eM, die 1513 nach Java tarnen, faüxn efaen ziemlich großen kulturellen Ci ifluß ausg.übt. Ter 1l02 g g ü-ux.e.i nieoerläudi chm o..-iiüi- schen Kvmpagtrie gelang es, den Ham-el in beinahe dem ganzen ostindischen Archipel an fich zu reißen. Sie trat, wo sie sich maderließ, in die Rechte bei alten Fürsten, denen ein Füuitel b.s B<stxneit.a^s zukam, und daraus entivi.ielte sich das Kvustn- genlensyslem, b. h. die Verpflichtung der Bevölkerung, ihr einen Teil dec Boocnerzeugniste zu einem befammten Preis abzutrcten. Schon ton >2nfang an litt die Beoöl terung sehr unter den Erpresiungen der schlecht bezahlten Beamten. Dies wurde ic langer je schlimmer: die B. amten bc» herzigten je länger ie mefa nur ihve eigenen Jn- terefsen, so daß die Kompagnie in Schulten geriet und der mederlMidische Staat Ende des 18. Jahrhunderts He Konkursmasse übernehmen mußte. Bon 1810—1816 war Java in cngifaljein Blltz: der damalige Gouverneur Rasfles führte viele Verbesserungen ein und ersetzte das Kvntengenteu- system durch ein Landzins,ystem. Trotz des Wider» stmrbes vieler Regierungspersonen tebrte die nüber» ländische Negierung nach 1816 zum Zivaugs- system in veränderter Form zurück. Das neue h genannte Kultursystem fast-anb b-rin, daß der Eingeborene gezwungen wurde, für die Regierung bestimmte Produkte anzubauen. Tiefe Produkte würben nach Holland verschilft, dort verkauft und der Erlös floß in die niederländische Staatstas.e. Rach 1640 begannen sich in Holland Stimmen zu erl-eben gegen diese Ausbeutung Indiens, und diese hörte in den 70er Jatzren aus. Ende des vorigen Jalnchunderts brach »ich die Ueberzeugung Bahn, daß Indien durch diese Aus.eutnng in seiner Entwicklung gehemmt worden Ivar und baß cs dafür entschädigt tverben mußte. Man hat nicht nur einen Teil dieses Gelbes an Jnbim zurückgegeben, sondern sich auch, je länger je m»hr verantwortlich gesuhlt für das körperliche und f-tt» liche Wohl der indisä-en Bevölkerung. Au» jedem Gebiet l-at man versucht, die BevölVerung ui hebm, was n al;er ausgefA-rt wurde. Die Aulgabe für die Zukunft wird es sein, Indien daurrnd an Holland zu binden und dafür zu sorgen, baß die (Si igeborenen biese Zusammengehörigkeit,als etwas Begehrenswertes sühlen. Dafür wird es nötig sein, daß sie einsehen, baß bie nieberlänbisd-c Verwaltung ihnen zum Segen dient. Die wirksam» fan Mittel dazu sind: Unterricht, der zur Ber» schmelzung der indischen und mutterländischen Kultur füfaen muß: Hcbung der Volkswohlfahrt: bie Turchdrängung der ganzen Verivaltung mit Gerechtigkeit nnd Entwicklung des öffentlichen Lebens durch allmähliche Zuerkennung po itiidjer fRedfa an alle, ohne Unterschieb der Rasse, bie dazu geeignet sind."
*♦ Die Gießener freiwillige Feuerwehr hielt am Samstag im Saale des Cafe Leib in altgewohnter Weise ihr diesjähriges Winterfest ab. Brcurbmeister DickorS, in Vertretung des Brandinspektors Faber, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und Kameraden. Er hob hervor, oaß die Feuerwohr einer der wichtigsten Vereine sei und richtete den Appell an die Bürger der wohlhabenden Stände, mehr Interesse der Sache entgegenzubringen und sich aktiv ober passiv zu betätigen unter dem Wahlspruch: „Gott zur Efa', dem Nächsten zur Wehr!" Branddirektor Braubach überreichte im Auftrag der Stadtverwaltung an Kameraden für 15jährige aktive Dienstzeit Diplome. Brandmeister Dickorö verlas die Namen bei Kameraden, die die Auszeichnung für 10, 20, 25 und 30jährige Dienstzeit erhielten. Die Auszeichnung an Kameraden für 25jährige Dienstzeit konnte vorerst noch nicht überreicht werden, da solche von der neuen Regierung bis jetzt noch nicht verliehen wurden. Für den unterhaltenden Tell sorgten die Chimsecer durch Konzert, Vorträge uno Theaterstücke und schließlich noch eine Tombola. Im Anschluß 'hieran sand der übliche Tanz statt, der die Besucher noch lange beisammen hielt.
** Oberbahnhofsvorsteher Fiedler war, wie wir erfahren, auf Wunsch des Be- amtenausschusfes für den Bahnhof Gießen vorgesehen, da er bereits früher hier tätig war. Nunmehr wird durch die Presse eine Nachricht verbreitet, bie wir nicht nachprüfen formen und daher mit allem Vorbehalte toiebergeben. Wir entnehmen die Notiz ber „Kasseler Allgemeinen Zeitung": O berbahnho fsvo r fa her Fiebler in Mensa wurde unter dem Verdacht großer Schiebungen verhaftet. Eine Haussuchung förderte laut „F. Z." Spar- fasfenbücher und Wertobjekte von über 65 000 Mk. zutage. Ter Verhaftete war Kandidat ber demokratischen Partei für die Wahlen zur Preußischen Landesvcrfammlung."
Landkreis Gießen.
** Beuern, 20. Jan. 45 Jahre sind heute verflossen, da unser Gemeinde-Rechner Goorg Stern im Dienste der Gemeinde Beuern fallt. Am 20. Januar vor 45 Jahren übernahm er die Haltung und Pflege der Gemeindc-Ochfen und feit 13 Jahren verwaltet er bas verantwortungsvolle Amt des Gemeinderechners m körperlicher und geistiger Frische.
O Grünberg, 19. Jan. Ter hiesige Zlveigverem deS Vogelsberger Höhen- C l u b hielt am Samstag abend im „Rappen" einen Familienabend ab. Ein gut gespiclfas Theaterstück, sowie gelungene Lichtbilder, „Strri,- züge durch die Alpen", denen einige hrimisö-e Aufnahmen folgten, schufen einige genußreich? Stunden für die Teilnehmer. — Am Sonntag abend gab der Kapellmeister Karl Gieß-Hamburg, ein geborener Grünberger, unter Mitwirkung b?r Sängerin Fri. A. Bartli-Franksurt und des Pia- . rillen Kasten-Gießen ein Konzert in der Turnhalle. Tic zahlreich erschienenen Zuhövrr dankten mit reichem Beifall für bie künstlerischen Tarbre- . tmrgen ihres früheren Landsmannes, ber sich als ; Meister aut den beiden Instrumenten, Violine und Gooet ä Piston, erwies.
----- Münster, 18. Jan. Ms ant Freitag : abend der Zug auf der Nebenbahn Lich—Grün-
Pfennig erfordert eine Mehrausgabe ton 5000 Mark lährlich für die Stadt. Auf Anregung des Stadtv. Kissel sollen die Bemühungen um den Bau einer Usa-Tal-Bahn nach Usingen wieder anfgenornrnen werden. — Das Austragen der Milch an die ein,seinen Bezieher in die Häuser, das vom 1. Januar ab vorgesehen war, wird i vemncy cs cy u o t, Muuer uno rtanowin, in >er Weise beschlossen, daß es den Haushal-l heim, Heinrich Ludwig LangSdorf, Kammer-
** Amtliche Personalnachrichten. Durch Entschließung dcs Landesamts für das Bildungswesen wurden bie Lchramtsrefercndare -Wilhelm Geck und Dr. Wilhelm Weber zu Gießen zu Lehramtsassessoren ernannt. — Ueber- tragen wurde am 13. Januar dem Lehrer Karl Heß aus Zahmen mit Wirkung vorn 16. Januar 1920 ab die Äfaerfalle an der Volksschule zu Michelnau, Kreis Büdingen.
** Aus dem Stadttheaterbureau. Da die Musik am Montag, den 26., an dem „Schwarzwaldmädel" vorgesehen war, anderweitig in Anspruch genommen ist, wird statt des Singspiels an obigem Tage „Hamlet^' bet kleinen Preisen gegeben. — In Vorbereitung steht Schillers „Fiesko", Hauptmanns ,,Rofe Bernd". Mebergalls „Datterich' und Gilberts Operette „Die Frau im Hermelin".
** Scapa Flow von Göhring- dem schnell bekannt gewordenen Verfasser der Seeschlacht. wird am 27. Januar durch bie Deutsch- nationale Bolkspartei im Einhorn zur Auffüh- rung gebracht. Wie wir ersahren, fuhren die Dariteller schon jetzt nach Frankfurt, um den Vrvben. .die im Schauspielhaus unter des Verfassers Leitung stattiinden. beizunwlmen. Göhring wird jedenfalls auch bei den letzten Proben in Gießen, bestimmt aber bei der ersten Aufführung zugegen sein. Die Dekorationen für die Bühne tm Einhorn sind eigenS angesertigt worden. Der Entschluß zur Aufführung des Dramas durch bie hiesige Ortsgruppe der Deutsch'nationalen Volkspartei ist um so bemerkenswerter, als bisher nur eine Ausführung durch Studenten der Universität Jena stattfand. lieber den Inhalt des Dramas haben wir vor wenigen Wochen in unserem Fonllletonteil berichtet.
* * In der Stadtkirche wird heute abend Pastor Stuhrmann über das Thema: „Hunger nach. Sehen" sprechen.
^Brennholz. Siehe Dekannttnachung im Aazetyentc'fa
* Gestohlen wurde ein Vulkanisieravparat irr braunem Lederetui (20 mal 20 mal 5 Zsttimeder groß« und ein Gewinde: chn i der.
♦ ♦ U eher fahren und getötet wurde in dieser Nacht am Blockhaus! der Fuldaer Sttecke eine Frau. Ernzelheiten toaren noch nitfy zu erfahren.
Gießener Hochschulgesellschaft Am 17. Januar hielt Herr Dr. M. I. va n de r Meer von der Universität Frankfurt a. M. einen
tung Nidda—Friedberg weiterfahren und müssen geufje und befchwecliä-e Fußwanderungen machen. Eine Reise nach Bü.ingen nimmt einen ganzen Tag in Anspruch: mrm muß früh um 6,55 Uhr in Nidda abfal-ren und Sann erst um 7 Uhr abends wieder ankommen. Mit Rücksicht auf den regen Verkehr nach der Kveisstadt und auf die Schüler, irie die höheren Sch:ilen in Bübingen besuchen <Gymnasium, höhere Mädchenschule, Gewerbe- und Ackerbauschule), wäre es ein bringendes Bedürfnis, Iben Mißstand zu beseitigen, das g a n z l e i ch t möglich ist, wenn der Zug mittags 1,50 Uhr von Stockheim noch 11 Kilometer weiter bis Nidda fahren würde. Diesbezügliche begründete Wünsche sind der Eifenbal-ndivektisn schon vor 14 Tagen unterbreitet worden.
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Q. Bad-Nauheim, 17. Jan. In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung wurde beschlosfen, daß die Stadt sich dem Wirtschallsverband der Städte anschlieht. — Ein Gesuch des Ortsgewerbevereins betreffs Vergebung der städtischen Arbeiten ofate Ausschreibung an die Innungen bzw. Landwerkervcr'rindungen wird in der Weise erledigt, dan bem Gesuch nach Möglichkeit entsprochen nxrden soll. Ernerlerungs- arbeiteir werden ber Reihe nach ohne Ansschrci- bintg an hiesige Handwerker vergeben. Der Verwalter der Ortskohlenstelle hat gebeten, chm eine Kohlenkommissivn zur Seite zu stellen, es werden dazu bie Herren Stadtv. Sender und Rosenthal und als Vertreter der Einwohnerschaft Ernst Linkmann und Peter Schneider gewählt. — Der Badefiskus verfangt eine Erhöhung des Wasserreises von 1 Pfennig für ten Kubikmeter. Diefa
hiesigen Landwirtes eingebvochen . Die Diebe drangen durch ein Fenster ein, nachdem sie eine Scheibe herausgeichnllten hatten. Studie, Wohnzimmer und Keller wurde ein Besuck) abgestattet. Als Beute jivlen iljnen in die Hände einige Paar wollene Strümpfe, Hemden, ein Umhang, ein Pfund Butter und wahrjck^inlich auch Kartoffeln unb Aepsel. Die Einbrecher müssen ortskundig geivesen fein »mb sel)r ovrjichtig gearbeitet haben, da der Be» üolHcne, der in einem Nebenzimmer schlief, nichts gemerkt hat. — Ein EinbruchDrersuch in einem dürchbarhofe ist mi^ungen, da die Vorrichtur^, auf nxldjer die Diebe zum Fenster des oberen Stockes gelangen wollten, -usammengebrockien war. In LÄcjcm Gehöfte war in ber Nacht vorher eine Türe, uie oom Garten in bie Scheune rührte, ausge- boochcn, von dem Besitzer aber wieder zugenagelt worden. Vielleicht ist ber Einbrecher dicseloe Person, die am vorigen Sams.ag bei" einem anderen Landwirt einen Sack Kartoffeln gesloNen und lüh auf einem binberlaijenen Zettel dafür bedankt hat. Damals wäre es roulX mifalid) geive.cn, ten Gauner zu fallen, hätte ein hiesiger Einwohner, dem er mit bem oad aus der Schulter begegnete, wie Ahnung von einem Diebstahl gehabt.
Heffen-drafsau.
Nturcatlung des ftranfiurter Poliztiwesnls.
= Frankfurt a. M., 19. Jan. DiS Franklurier Polizeiwesen wird einer völligen Neugestaltung unterzogen. Ten Sich.rl;eitst.ienst in >er Stabt übernimmt an Stelle dec bi5l;engen ,blauen" Polizei, bie in Stärke von acht Hundert« chaften eingezogene Siäierheitsnxchr. Die einst 1400 Mann starke $)tliöpoli»et ist bis auf 312 Leute entlasten. Diese wewen im BereistchlltS- dienst vcrroendet unb vo^i Staat besoldet. Endlich erfolgt eine Zufamineiuegung ton je zwei R>» rneren in ein Revier. Die bisherig: „blaue" Polizei findet Verwendung im sogen. Untcrretri.-o« dienst: gewerbliche Prüfungen, Beausstch.ignng des Tl-eater- und Kiiwwejens, ber straßenpolczeilichm Vorfctaiften. bcs Meldewesens uv>. Die Kcimmal- polizei erhält eine erhebliche V:rstärfung.
Explosionsungliick.
we. Frankfur t a. M., 17. Jan. Im iwfen Walldorf explodierte durch unpjrfidjtigeä Spielen ein Blindgänger riucr Granate. Dabei mürbe ber 30jährige Elettrotechniter P:ter Förstner und die beiden zusel-enden Brüder Wo-ht- fahrt, acht und zehn Jahre all, zerrissen. Man fand von tljncn nur ganz geringe Leichenteile.
Vitrlinge.
---- Kassel, 18. Jan. Tie Ehefrau des Magazinaufsehers Flucht beschenkte ihren Gatten mit Vierl ingen, zwei Buben unb zwei Mäd- djen. Tie vier jungen Weltbürger, die sämtlich woU und munter sind, wiegen 2l/s bis 3y8 Pfund pro Näschen.
O Bieden'kvpf, 19. Jan. Bei der letzten Ueberschwemmung sind u. a. auch die in einem Lagerlfause unlergebvachten Lebensmittel der Kreisgeschäftsstelle beschädigt worden. Aus diesem Anlässe fand im Göbelschrii Saale eine Versammlung statt, in ber eine Entschließung bcs Inhalts angenonrmen nnrrbc, daß bie zuständigem Vehörden fasvsstllen, ob es nicht möglich gewesen wäre, bie LebenSmittel rechtzeitig in Sicherheit zu bringen unb ob nicht ein Verschulden bei damit betrauten Beamten vorliegt. Für die verdorbenen Lebensrnittel wurde Ersatz verlangt.
— Frankfurt a. M., 18. Jan. Wegen großer Schiebungen mit Grubenholz nach hier wurden der Bahnhofsvorsteher Rumpf und ber Unterassistent Lenke 1 der Station Straßebersbach vom Dienst suspendiert. Auch ein hiesiger Eisenbahnbeamter ist in die Angelegenheit verwickelt.
me. Fran ksurt a. M., 19. Jan. Nachdem das Hochwasser des Mains andauernd fällt und die meisten Straßen der Altstadt frei geworden sind, läßt sich doch der große Schaden überblicken, den das Master angerichtet. Man beziffert ihn in Frankfurt durch die Zerstörung von Materialien uno Einrichtun gsge gen st änden auf übet 700000 Mark, ganz abgesehen von den gvo- ßen Kosten, bie durch bie Errichtung ber Notstege unb Brücken usw. entstanden sind. Einige Vor» orte von Frankfurt sind durch das Hochwasser ber Nibda noch ynmer vom Verkehr abgeschlossen und müssen mit Kähnen notdürftig versorgt werden.
me. Frankfurt a. M., 19. Jan. Bürgermeister Dr. Lüppe hat in der heutigen Magistratssitzung erflärt, daß er die Wahl zum Obcrbürga- meister von Nürnberg annehmen werde
1. Januar geht ein Personenzug mittags Uhr rn Büdingen ab und fährt nur bis Stockheim. Die Personen aus bem nordwestlichen Kreise Büdingen ‘muffen deshalb in Büdingen warten, dis ber nächste Zug ufmi 5,58 Uhr abfährt, können dann aber von Nidda aus nicht mehr in der Rich-
NSortrafl über „N ie b e rl andi s che Ko l o n ra l- palitik in Vergan genheit. und Gegenwart. Der. Redner ffalle folgendes aus : „Im vorigen Jahr, waren es gerade drei Jahrhunderte, m uem ouh iu». einen unnyt-n»
ba& Bataria gegründet wurde, das bie Haupt- bcn Fall in Ot-erbefsingen gchrbt hä t^Dr. Schadt tzab: werden sollte des niaderläiMschm Kolonial- beßagte sich fofart bei bem Zuapersvwil, sie sollten ^Tttnridlimg ber meber» ifa wieder zurückfahren ober ihn mitnehmen nach laafachen Kofamalpoli rk watne^b dre er Periode Ettrngsl-auscn, unb auf der Jiücksahrl in Oder- ju- schildern, O der Zweck freiem Vortrags In Besfurgen fa lange halten, bis er feinen Besuch


