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fein, daß bie Balm -.rllschsn Rühren und Kalter- herberg zu Be g ien. so lei solle. Nicht ber Götter* bunds.ul, sondern nur die Gefemthei t des Völkerbundes sei für er. e solche F age zn-- ftänbia, irtb selbst nxnn sich der Völkerbund nicht von fern Gefalle dec Letasi'beslimmao'g durchdringen lasse, kömie Teutschlond bie (SntidKibimfl nur als eine oorülterge' e cdc bctvadUm. Wir y'viren nid* zn den Geia-.e-e r dec.kerbundsverfammUntg m Genf unb hätten auch feinen Antrag aut Auf­nahme gesollt.Wir nxrffe-t nicht ein. solang wir nicht auf der- Gegenseite den Wunsch sel-en, uns als Gleichberechtigte anfzuneh- mcn." Man dränge sich nicht tn eine Gesell ast hinein, in dec sich Leute besinnen, die öffentlich crf'ä en. day sie hi 'ausgelen würden, wenn an­dere hu elitt'äme.!. U.i e 2 ttta?un sttdL 'gäbe org- b- sich miv einem Blick in dir Gesciststste. befonk-erS die der Sladt Aachen. Karls des Grossen und Na- pol-wns Pläne eilte? Imperiums feten gesckiertert an dem natvmalen Go^anfen. Temg genüber stän­den Dentsch^rnd, Fannk eich und Bege-t vor neuen Aufgaben, die ütefir. i-irf Kirch eine Geno(- fenfctiaft sich gegeifei'ig a-fiterehrr Völker gelöst to-Tien könne £>ter Bindeg v d zwischen Teutsch- land und Belgien zu werfen, sei die Ausgabe der Stadt Stadien. Avec dazu bedüvte es deutscher Gesinnung, ientn nur, wer sich selbst achte könne auch von anderen geachtet wwden. Win- sckastlich s ien die drei Länder austinmider anqo- tattesen. Lebst te F «fe von V.rfail e5 la'e gn*iidxn Tcutschfa.d und Frank eich wirtschaft iche Bande gebracht in Bezug auf den Austausch von Ätfejte, Erz usw.

Ter Redner schloß mit einem Hinblick auf bte Hoffnung, daß ernst nickst mir von einem betörten und einem unbeeßten ^V-biet gesprochen werde, sondern laß die Völker Europas aut der Grundlage gegen fei tiger Ver­ständigung zusammenarbciten mär' en.

Mit den W'vr en herzlichen Tanke? sckikoß der Oberbürgermeister die iveihevolle Ve sanmilung.

Rach dem Abende'sen im HotelQur-lleNlvst beabsüÄigen Dte Minister die Rückoriie nach Köln anzutretan.

Ans die Anfrage des Abg. Dinge-lbeh bctr .die Aussichten der Kartoffelversorgung, stelle er fest, daß allem Anschein nach viele Kurtoffeln noch von den Erzeugern zurückgehalten werden. Dte Kartoffelernte icxtr ausgezeichnet, doch sei nicht absusehm, welche Zustäitae bei schlechter. Ernte en t| tauben waren Er rtchtct an die Lanc^virte bte ernste Mahnung, die freie Karioff-lwirtfclxiit nicht $u wucherischer Ausbeu.ung yi fcewuten. Das bi:ter notleidende Volk sei sehr erbittert, und Not kenne bekanntlich fcin Gebot.

Aotz Dorsch ,H. Vp.) geht zunächst auf bte Liefern!^sverträM mit t«m Kommunen näher em und stellt fest, daß der Uefertam» te-n 20 Millionen letzt dem Reiche zur BersüMing stehe. Dr Vor­wurf, daß. jetzt die Bauern ihre Schulden bezahlen könnten intb es frül>cr 5. inen Ar.Llel gab, der billiger war als Kartaffeln, betveife, daß die Land­wirte früher unter ien SelfalUvsten arbeiteten. Man solle btfcenfen, daß ji? bei Anschaffungen das 1030>sache bezahlen müssen, und man könne nicht verlangen, daß der Landwirt im er beit Selvst- foften weitevarbeite. Die Sb'-gerung gehe einen gefährlichen Weg, und es Ivette fick) »eigen, daß t»ie Ernte vielfach nicht so groß sei, wie behauptet wird. Der Redner hat gehört, daß vielfach noch Karwfseln nach) Frankreich verschickt werten. Tas Verlangen ber R.grevung sei sehr bedenllich. Das gewaltsame Ergeben ber Ge>vr?tastcif en und an­derer Organiiationen fei ungerech fertigt. Das Ergeben der Verbände neben ter Re-iertrug führe leicht zu Ka astvophen. Die Re.chsreg e ung werde über die Anordnung der L«stxsrcgierung zu ent» scheinen hoben. Auch angeieheite Juristen haben festgestellt, daß dos Bvrgehen ber he.si ckien Regie­rung ungesetz^ ich sei. ta die B^ruern g gen über dem gewaltsamen Arrgehen nich nack>giebig feien, wäre es vielfach zum Aeußersten und zu Kata- stwphen gefentmen. Er weise auf die Fälle in Weiterstadt, Königstätten, im KreiS Erbach usw. hin. Der 9tebner verw.ist weiter auf ein Schrei­ben deS Abg. Engelmann, in dem er den Bauern mit zahlreickfem Erscheinen der. Arbeiter drohte, was einer Erpressung gleichvomme. Er habe mit seinen Freunden den guten Willen gezeig , könne aber nicht dulden, daß neben der Regi',rung eine »euere Nebenregierung Platz greife.

hessische volMammer.

rm. Darmstadt, 17. Nov.

Die heutige Sitzung wird um 9.20 Uhr durch Präsident Adelung eröffnet. Der Präsident des j iLandrsernährungsamtes Neumann macht eine Reihe von Mitteilungen über die Zwangs­wirtschaft und erhärt vor allem, daß man sich ganz energisch gegen die Aufhebung her Milchwirtschaft wehren werde. Die Brot- versorgung gebe zu großen schweren Bedenken Veranlassung, da noch niemals in solcher Weise mit dem Weizenmehl, besonders auf dem Lande, gehaust wurde, wie in diesem Jahre. Da wir zwei Drittel Getreide vom Ausland cinführen müssen, während nur ein Drittel vom Inland erzeugt w'rte, würde es kaum möglich fein, ohne Schwie­rigkeit durchzukommen. Gegen die Druichprümie habe sich die hessische Regierung energisch ge­wahrt, leider ohne Erfolg. In ber Flcüchversor- gung müsse man weiter mit hohen Preisen rech­nen. Das Schmerzenskind sei die ft a r 10 f f e l- berforgung. Man habe geeignete Vorschläge für die Versorgung der Bevölkerung gemacht, auch beim Reichsernährungsminister bte Zustimmung gefunden, doch wurden durch die Lieferungsver­träge mit der Zentralgenossenschaft Schwierig­keiten hervorgerufen. Die Kvmmunalverbände haben diese Lief rungSvert'-äge abgelehnt. Tatsache war, daß die Zentralgenossenschaft etwa zwanzig Millionen Zentner Kartoffeln mehr gebunden hatte, clls sie benötigte. Diese Mvste Festlegung durch Verträge hat selbstverständlich auf den Preis der Kartoffeln großen Einfluß ausgeübt. Nachdem bann die Kartoffeln freigegeben waren, hat sich der wilde !banbei darauf gestürzt und im Verein mit den Kommunalverbänden eine hohe Preis- sle'gerung veranlaßt. Die Gcwerkschasten weigerten sich, diese hohen Preise zu zahlen, und

dann kam die Vereinbarung zustande, daß an .Minderbemittelte die Kartoffeln für

SO Mark geliefert werden sollten, doch

drohten die Gewerkschaften, die damit nicht ein- verstanden waren, mit Transportsperre. Hier griff das LandeSernöhrvrngSamt ein. Es wurde ein weiteres Einverständnis erzielt, nachdem die Er­zeuger erklärt hatten, daß sie IVs Million Zentner für 20 Mk. ?u liefern bereit seien. Die Versorgung der Stabte blieb aber weiter sch^ech^: die wirt­schaft ich sckleckter Ge^telltm konnten nicht versorgt werden. Die P'.eiStreiberefen hielten an, so daß das Reich eingrisf und den .Höchstpreis auf 25 Mk. festfetzt?. Auch dieS half nichts. Im Oktober trat dann br hessische Regierung gegen den wilden Kartoffelhandel auf; die AuSsuhr wurde verboten. Die Höchslpreisverorbnung war ohne feben Er­folg, die Städte bekamen feine Kartoffeln. Am 26. Oktober wurden dann die Kreisämter zu schärferem Sui reifen durih Beschlagnahme und Sicherstellung der überschüssigmi Kariosfeln ange- wi'sen., Hieraus wurde ber Kampf von feiten ber Landwirt schall gegen ha? Lande sernährungsamt offen ge'ührt. Man wurde beim Reich vorstellig, da die Verordnung gesetzwidrig fei. Der Durch­führung der Verordnung wurden die größten Schwierigkeiten bereitet. Hierdurch fei die Er­bitterung zwischen Erzeugern imb Verbrauchern gesteigert worden so datz man ju weiteren Zwangs­maßnahmen greifen mußte. Der Redner stellt fest, daß die vom LandesernährungSamt erlassenen Verordnungen der gesetzlichen Unterlagen nicht entb-h'-en. Ti- R-richSverorlrnung über Höchsivr-i^- fefefetwig vm, 1020 berechtigt die Zentralfel>öckim auch zur Fe'setzunn vm Höch''tprt en für Kar­toffeln; auch die Ytachagnahme beruhe auf gesetz- sich fest'-elliten R chttn de? Lmibe-fernStaungS- amteS. Rach ber Rrichsverfafsunq hab- die Länder- F-ogierung nach § 4S foga*- da? Recht, im Nötigste mnzugveisen, im Falle das Gesetz nicht bestünde.

Ain die Anfrage des Abg. Dorsch, betr die aewaltarne Wegnahme von Karw'f-ln in Klein- .Karben gibt ber Redner eine Schilderung des Vorganges aus Grund des Gendarmeriebe- richtes, nach lvelchem von gewaltsamer Wegn«hme von Kartoffeln nicht die Rede fein konnte. Zu ALissck-rei'unjgen fei es nicht g^mmen A-rch di- '.germeis'rrci .Kl-rin-Karben habe freiwillig die alrick>e Erllärunng abgegeben. Ebenso lauten bi? Feststellungen bc5 Kreisamt-s in Friedberg. Die Angaben ber Anfrage des Abg. Dorsch feien un­zutreffend, und die Rechernng könne nicht weiter daraus eingehen. Auf bte Anfrage bcS Abg. tz e r- bert und Gen. haben amtliche Feststellungen ergeben, daß durch bte Zentralgenossenschaft mit Genehmianng der Regierung ettva 176 000 ?tr. austerh-alo 5)e'sens on verschiedene Kommunal bände int Rhriilland usw. geliefert wurden

Abg. Dingelbey (D. Bp.) neist auf die Tat­sache hin, daß die schechte Kartoffelt^ersorsung mit durch die per Lehrten Anordnungen bemor gerufen! fei. Er lehnt es entschieden ab, die egoistischen, 'nm* ckerischen Beftrelxingen vieler Er^user zu unter- stütz-en. Festgestellt fei, baß durch bi? ZlvangSwirt- schaft für Kartvffesn eine Gttvähr für die Bei?sor- giung der Bevölkerung nicht gegeben ist. Man dürfe nicht überselen, daß den SanXinrten ein Mindest­preis von 25 Mark vom Rcich Garantfert wurde. Auch.die Liefermrgsverträge, die einen Preis von 31,75 Mk. festfetzfen, dürfe man nicht übersehen. Die Gewaltmaßnahmen der Geiverksch'fien führen zum Abgrund und seien gefetznädrig und nxmn auch einzelne Dauernführer zu weit g-irien, sei die Auf­hetzung der Arbeiter durch die Gewerkschaften doch entschieden zu verurteilen. Es wäre zu wünschen gewesen, baß die Regierung auch in die en Fällen energisch bergegangen wäre, wenn auch ihre Stel­lung eine sehr fernerige war, zudem sie als erste dte Zwangswirtschaft für Kartoffeln in Derlin forderte. In Kvnfeguenz dieses Schrittes hatte sie aber auch auf die ihr nahestehenden Kreise em?n beruhigenden Einfluß ausüben müssen. Der Weg der Regierung fei bei nüchterner Prüfung nickt als rechtbestSndig anzuerkennen. Tie von dem Präsidenten Neumann angezogenen Ver­ordnungen. auf bte er sich stützt, bestehen wohl noch »nerben aber durch bie neuerlichen Arwrbnimgei'l «s Reichs überholt. Auf feinen Fall könne die Landesregierung Verordnlmgen erlassen, die im Wideripruch zu dem Rrichsgesetz stehen. Der Red­ner gibt rin Beispiel bekannt nach welchm es rimnn Landurirt in Rheinhessen geradezu immöglich sei, a:ten Liefe^mgs der trägen und Anorbtungen nach- Pukommen. Durch solche Bestimmungen trete, wie bei allen Zwangsmaß-exln, eine Erbitterung bei oen Land*mrten ein. die der Kartoffelversorgung int nächsten Jahre nicht förderlich sei.

Präsident des La-'L^emöhrui^geamts Neu­mann erklärte, daß er sich beim Hess. Justiz­ministerium vorder r 'fermtell habe und tvohl 60- sugt fei, eine solche Verordnung zu erlassen.

Abg. Dr. D e h l i n g e r (§>. Bp ) bespricht bte Gewalt maßnahmen der Generksch^t-n. g-gen welch? der Bauer macksttas und schihfes bt e e Mau treibe dem BolscktewiSmus entggen. Vfelsach feien ai>d> von Arbitern tau senke bm, Zentnern Kar­toffeln verschobvn ober zur Sflneinrfüttrrung ver­wandt worden. Durch derartiges Borget e^l sckm.-ide man sich in# eigene Fleisch

Abg. Feldmann (Tem.) fräft bte fttiatn Zustairde für Überaus traurig und unhaltbar. Ter Wuckter in Mrtosseln halte weite Kreise ergriffen, hferzu komme das unpe^ite Slrgrbrt van Sck<wei- nen, bas fehr zur Schr-einemch locke Wmter haben bie Städte einen irnix j rbfidteii Fehler be­gangen durch An tau s von Klardos eln ze, echtsten Pwt>en Es siele fei, k«ß die große Masse des lltauernltarikes iufoLje ter großen Jferfxbunncn ckv-n Fülmern richt mehr folge Ter Zenttal- gmosfenfckmft sei ein Borwurf nickst zu mnrlxer Ter eingetretane Riß dürfe unter fmen llmständen vergrößert meiter Im Fnteesse ber Allsemrin- fteit müsfe ein Berstänbnis ecz>lt werben. T<m Bauer habe einen schvemn Slarbyunkt, besonders durch Ille Versonasl-vane sei erie Brrbislrgimg sehr waglick. Stadt unb Land müßten zus..rmme:>arbe- ten unb überleget, wie man ans ber Kalamität herauSkomme. Ein Ausweg fei nur ein(Tiger Zusammenschluß aller Landwirte und gerrei "fameS Bevaten mit tei Ve bvau-Te genösse sctalln r Abg- Dahn (H. Bp.) fin'rel einen Teil der Ursachen des Wirrwai-rs in den Liefer'n^Sver- irägen, an irrten die Landwirte einfach 'festgehal- ten haben. L ele Landwirte hatten die vom Reich fest^-fetzten hohen Beträge nicht erwartet.- zw-schon fern oie Pirise auf allen Gebieten weiter Sesttttien Die gefäbriichen Drohrmgen freien übte beit Landwirten et reichen nur bas Gegenteil; trotz­dem Hafen die Lanbwi' te Entattemkommcn g-zrigt imd soweit tat' mS^jch Kartoffeln zu ermäni.llem P'mie afeeyeben. Bei der Regierung fei k.in Sckutz etngetreten. Jin Krri'e WormS wurden a'Ic Lie­ferungen ;u wgenfriliger Zufriedenstrit erledigt; hier nr-ßte leider in einer Gmirinta zwangswllie rn(yeanften merbrn. Pflicht ber Lmrdwicte fei es m, im närfiftHi Jahre trotz he3, diesjährigen Ter- wie möglich an-ul-auen, wenn der Sck»itz der »eg ertrug zttgesagt wird, andern- 'a lS werden die ßanbtrtr e yrm Anbau tarn Rüfen der seien in Mansheim über 2000 -'ymtner Kartcseln ei frornt da die Schul- feei bekamen tmd Arfeitslofe nicht zu ! tva cn. Wenn le ne Garant i gegen

s ZwMta.mr w-eg-1-, cr'olge, weck>r der Kartosfel- |an^S^<rnh?C&rt m

I U uyr. ^cacyitL Atzung Donnerstag.

A«s tittö Land.

Gießen, den 18. lläov. 1920.

BcranftaLtuugen.

Donnerstag: D" tel G oßser-og, 7V? Uhr, öfsentli/L Bectamm u g tausmän, is--ec Ange teil­ten (Rt.i^ aAStitge1 ro.-.etec Itambadp). Physi­kalisch, s Institut, b Uhr, GkschllchtsitetteüN, Vortrag über dir Vorgeschichte unserer Heimat. $>atcl Einhorn, 8 Uhr, Psychvlogisck--physi a.llsä)er Te- monstrationsafend. Cafd Leib, 8 Uhr, Ävn- zeit und Vocstettung der Mtdick-Meibrnger. Lichtspielcheaver rote gestern.

*

** A m t liche P c r sota aln achr i ch ten. Der bevollmächtigte Vertreter des Auswärtigen Amtes £*rr Legatiönscat Dr. Rieth verab­schiedete sich gestern vormittag von dem Präsi­denten des Landtags Derrn Ad-lung, ba er in das Auswärtige Amt nach Berltn berufen wurde. Sein Nachfolger, Gesandter Graf Lerchen selb, machte seinen Antrittsbesuch.

** Eine außerordentliche Sitzung des Kreistags finbet Donnerstag den 25 ds. Mts., vvrmillsgs 10'/, Uhr im Regnerungsgebaude Gießen statt. Auf der Tagesordnung steht: 1 .Auf­nahme eines -rvll.'S für Zwecke des Kvrnmunal- tx-rbareb^ durch bat ZVreis 2. Ueflecnachme ber Kosten b*r neu erridtae et KnickeisprÜtangSstclle. 3 Beitrag zu den Kosten der Wanberberfeege Gießen. 4. Abire.ung c-er alten Zie- lbergstrahe bei Grün­de vg an die Gemeinde Grünberg (siehe Artikel, 4 dos Kun ststnatzc« sefetzes). 5. Lmoerung des Stteetfe statutö über t-ie Gebühren für tierärztliche Unter» iufeimg von VieHOestärr>en in Spercb.zirien und Beobacktung-tz-ebieten; hier: Erhöhung ber Ge­bühren der Tierärzte fern 75 Pf. auf 3 Mark. 6. Tie Lvhtr- unb ArbeitSverhältnisse der Kreis­straßen- unb Dbftbaumtoarte.

** D ie Schnellzugspreise. Vom 1. Dezember d. Js. ab kommen die Mindest­preise für Schnellzugreisen in Wegfall. Vom genannten Tage' ab werden bei Schne.lzugs- benntzung auf ßmtfeiitunßeii bis zu 75 Kilometer neben den PersonenzugsahrPreisen der betrrifenden Stationsverbindung Ttur noch bie Schnellzugszu- schlägc der e r ft c n Schnellzugszone (I. u. II. Klasse - 6 Mk., III. Klasse - 3 Mk.) erhoben.

**AusdemStadttheaterbureau. Um «den Vortrag deS Dichters Walter Ha­se n c l e v e r, in der literarischen Gesellschaft, der nur für Dienstag, den 23. November mög­lich war, nicht zu schädigen, wird die 8. Diens- vM - Abonnements - VorstellungVersun­kene Glocke" ausnahmsweise verlegt, und zwar Qus Montag, oen 22. Die Auf­führung vonDon Carlos" am Totensonntag beginnt bereits um 6 Uhr abenos. Am Nach­mittag Dieses Tages findet keine Aufführung statt.

** Die Zuckerbezugsscheine für den Monat November können vv-n den Klein- Handelsgeschäften morgen aus dem Städti­schen Lebensmittelamt, Zimmer 13, in Emp­fang genommen werden.

* * Der Ber ke hr mit Zucker. Der Reich'anzeiger" enthält eine Uebersicht ber Rüfen Verarbeitung und des Jnlandsverkchrs mit Zucker im September unb eine Uebersicht über bei Betrieb der Zuckerfabriken des deutschen Zoll­gebiets im September.

* * Freibank. Freitag, 19. Nov. werden von 13 Uhr die Nrn. 3000 bis 3100 beliefert.

* * D i e Milchempfänger, bereit Karte auf 1/9 Liter tautet, können diese Wocfe nicht be­liefert werden. (Stegen Abgabe ber Milchmarke, bie auf t/j Liier (47. Woche tarnt 20. November) lautet, kann vvm 15. bis 25. November eine Dose kon­densierte Vollmilch zu 9,75 Mk. die Dose bezogen werden. Näheres siehe An-,'igenteil.

* * T ie Süddeutschen Spra chhet l- a n st a l t e n Stuttgart btrfen in Gießen, Sfepl>an- straße 26 Part., ein Zweiginstitut erricytet, üi weläem Stotterer unb andere Sprach eifernde un- entge.'ttich untersucht und bext'.et Werren.

* * Für bie Deutschnat ion ale Volkspartei sprack^ gestern abeiw im Einhorn- Saale Reichstagsabgeordneter Wal - ter Lambach.Na.vm.al denken und sozial handeln", diese Dter e au5 der Begrüßungsan- Ipradje deS OberivstseTveiärS Kohl Hase zoam sich als Leitmotiv durch ben gcmzen Vortrag des L-auptrednerS. ben in sackiilich rubipor, aber durchaus sejsel'.wer Weife bte diö.e der Zeit besprach und beackstensttar e Wege irlles. Nach einer kurzen Cha­rakterisierung t*5 Versaillec Friedens mit feinen urgefeuren Ari-wi kimg^m im gesamten Kultur- unt> Wirtschaf Sieben Deutschlands, zog Herr Lam- i.«ach da? Fa»it, baß Den'schwand nach Versailles ein auSgespoockfeiveS Att ct nehntervolk geworden fei. In einer sehr feinen Parallele wandte er bie Be­griffe vom Klasfentarnpf und Solidarität inner­halb einer Steife auf ten wirtfchnfllichen Kamps der Böll'er an. Wie sich unser Volk in den letzten Iahrjehn'en immer schärser in zwei Gruppen ge- sciiksen habe: hie Arbei'Ttehmer, fee Arbeitgeber, so habe iich heute un er den KultntÄvlkern zwei vlcker Wittschas -.lassen ferau'gebildet. Nur mit dem Unterschied, dopt einer ganzen Anzahl von Ari-ei gefetto-ölflern i-m ein^sges Arbeimehmervvkk gegenüöerstehe: TeutsckürnL», während sonst dieses ZahlenverhäliniS umgekehrt fei. Wie der Wirt- säaststempf jeden ci-yriwit mit seinen Klassen- genefeen immer fester zu tarnmengrickweißt habe, so müsse auch das gefeinte deu'schc Volk von einem einzigen Solidarita sgesühl burdthrungen werden. Nickt um bte Skiaveirketten von Versailles zu brechen und seine Sxrren, seine Ar bei gebet, zu beseligen, fanfern um g« unb stark, verant- wvrlungsbrivusst und lristunflSfähia zu werden, so gwß wie unsere g^enwärltgen Arbei gebet, um bann gleich unb gleich mit ifeten zu ringen oder ihnen zu gemeinsamer Arbeit die Hand zu reirffen.

die Arbeit könne itn5 aus un'erer Fron heraushelfen. Nut Arbilll istung dürfe ins Aus­land au3ß>*fübrt werfen, nich bte fa knappen und barum so wer.^llen Rohstoffe. Jeder Rohstoff se bis zum äußersten ausgenutzt unb alles in ihn bi-iringr((,=g:u merb.it, N-as wir an p aT.iidjer und künslleriscktec Arbeit rur leisten tmuten, damit wir mit unseren Erzeugn s en im Aus fand v nlürrenz- los festehen. Ginc Schiffsladung schwefeschs Erz dürfe zum Bei'piel stjn uns nich' bloß in Rvh- ri m nmgesdutalltzen unb dann nnricr ausg^führt werden, vnfem eS müsse die Arbeit Tausender in diese- En> fenrinaelcfe werfen, das womöglich erst in Gestalt feinfer Sttinzer ftri tgen wieder auögeführ! wetten dürfe. Um unS tarn ber Ser» faillcr Fron nlltter frdatbt en zu können, se unS fee Aöbei! wieder nab trbrady Wacken, müßten nnr nnefer (erixn, mit Liefe unb Freude zu <rr- 1 beiten, unsere ganze Seele nt die Arbeit zu legen. I Die Sozialisierung aber, dtase meist rech', unklare

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zen der hessischen Heimat hinausrricht. Lein Liebe zur Natur sprach sich in feiner Jagd

lieb haderet aus.

15. Nov. Der M ci nner"

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20 000 Mk. für die Klrinkinderschule in Kleü- Altenstädten und mit Herrn Rinn zusammer: 10 000 Mk. für das Säuglingsheim in Gießn,. 7000 Mk. für das Säuglingsheim in Tom- stadt. Kommerzienrat Cloos ist Inhaber des Rit­terordens 1. Klasse vom Stern von Brabant unb besitzt die silberne Medaille für Kriegsverdiensk.. sowie die Rote-Kreuz-Medaille 3. Klasse. Att feinsinniger Kunstsammler unb -Kenner hat c: sich einen Ruf erworben, ber rorit über die Greif'

Universi ät.-jubi änms in Gießen

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Kreis Alsfeld.

rrp. O be r-O h m e n , 17. Nov. Die An' legungdes elektrischen Lichtes noü vor dem Anschluß an eine Zentrale macht >' unserer Gemeinde rüstig Fortschritte. reits wird an der Errichtung eines Scduppen- bei derRahnsmühle" gearbeitet, worin ott Dynamomaschine ausgestellt wird. Dabei neh­men die Jnftallationsarbeiten ihren Fort gang, so daß man noch aus Weihnachten ele- trisches Licht für unsere Gemeiirde eiholsi Die Gemeinde hat sich aber den Vorhalt gk sichert, den späteren Anschluß an eine Zen­trale zu ermöglichen.

KreiS Friedberg. t

kt Vilbel, 17. Nov In der tebten <£, ncrualrerfammfa-g der Lenckssparka'.e tfelfenstift" Vi fel wutt-e für fe. a n 18^ .

(. Js. im 68. Lebensjahre veriterleien Rccbnc Fvanz Fritzel, fer diese? Ami 28 ^rhre IM > mit ausgezeichnetem Gesc.ik inb G n7i4cvy2 u Beit gefüfat l-at, beffen Sohn Mllte m , ber den Krieg als Leutnant millge-nackt tat c}. , stimmig zum Rechner ter Be irkSsparka |e childenstift" Bibel gewällt. Ter Eeoahlta , hon Bnruf YtFtfbMmter ist, war 1« t AprU w erster Gehilfe bei ber besagten SparFaile.

Starkenburg und Rheinhessen.

rin. Mainz, 16. Nov. 3ht Mainz ist ev sranzössicktes Flugzeug abgestü^t- fasten srnd an den Folgen des vsotursc^ gcltorv»

Sehnsucht der Massen, könne nicht bie neue Be­glückung ber MensclMi von innen heraus b.in'en oenn durch bie Cllnta>al mtg des S aate§ jnnta> n Den Arbeiter und den Er.rag seiner Artest wercx die Entfernung zwi.ckten betten w e-.er größer E ne neue Gemeinschaft zwischm Artei g ber und Ar- beituebmer sei zu erftreten, worin beite Teile stch schätzen und achten lernten unb auseinander angewiesen wüßten. Die erste Etappe auf diesem Wege bestehe darin, Angestellte unb Ar bei er lang, fam in die Aktien- u. andere Ges-ellschaften hinein- wachfen, sie an Gewinn und Besitz dieser Gesellfaiafe ien beteiligen zu lassen. Dann «w-erfe ein Verltaltni» Mi taten Arbei orber und Arbeitnehmer critehen wie es in den Werkgemeinschaften des Mittelalters bestand, jenen Werkgi-meinschaficn, die d e wunder­vollen gjotiidjen Dome bau en, an denen nrhrere Genera! ionen in gleichem Geiste und mi gl richt Liebe unb Durchscelung der Arbeit wirken, wejf sie eben alle gleich waren unb an ter gleich-n Idee arbeiteten. Der änderthalbstünfe^ s-8orrtag wurde mit sehr lebhaftem unb andauerndem Vs. fall belohnt.

** Die Geschlechtskrankheiten unb ihre Folgen. Aus die öfjent ich- Vorführung dieses medizinischen Aufklärungs. films am Sonntag vormittag 11 Uhr im Licht­spielhaus, Da !-n Hof st vaße. fei ganz te anders aus- merfiam gemacht. Näheres ist aus dem SUueioet- teil ersichtlich.

Kreis VUdingen.

Kommerzienrat £>. W. ClooS f.

X Nidda, 18 .Nov. Kommerz ienrott H. W. ClooS, ber vor einigen Tagen gtilorbcit ist, war als der Sohn des HolMnolcrs Christio« Cloos am 8. Dezember 1856 zu Klein-Allen- stSdten im Krrise Wetzlar geboren, besuchte zu­nächst von 18671871 das Wetzfe^er Gymna­sium, sodann von 18711873 die Gewerbeschule in Siegen. Seine kaufmännischen Kenntnisse eignem er sich während feiner Ausbildungszeit bci Gebr. Vierheller in Darmstadt an. Zwei Jahre ist er hierauf bei Gebr. Schwab in Frankfurt n. um im Jahre 1883 in das HolzgesclM seines Vaters, Firma Gebr. Cloos in Wetzlar, einzu- treben. 1885 erfolgte seine U-*berfieoehinn noch Nidda, wo er von 18851918 ansäs iz mar_ In dieser Zeit hat er sich au5 verifeltnismöhi, Heinen Anfängen heraus zum Milinhaber einer ber größten Zigarrenfabriken Deutschlands, ya einem anpefebmen Berater und Gönner in asten kaufmännischen, künstlerischen und sozialen An­gelegenheiten des Hessenlandes, zu einem groß­zügigen Menschenfreund entwickelt. Er besaß ge­niale Begabung für das Kaufmännische, sichere» Blick für das Mögliche und dessen Grenzen, unb verfolgte rücksichtslos jedes einmal alS richtig er­kannte Ziel, wobei er die richtigen Leute an den rich'igen Platz zu stellen wußte. In ba8 Jahr 1895 fallt bie Gründung ber Firma Rinn u. Cloos, Zigarren,abriken. Aus Heinen Anfängen entwickelte sich in verhältnismäßig kurzer Zn!- spanne ein Unternehmen, dessen Namen in asten Teilen Deutschlands bekannt geworden ist. ES umfaßte 1914 nickt weniger 33 Filialen. Kommerzienrat ClooS vertrat als Mitglied der Handelstammer, des Kreis- und ProvinzialtngS sowie beS KreiS- und Provinzialausschun'es di- politischen Ziele ber national!ibevalen Partei, fc war Vorsitzender des Kuvatvriums ber HShenr Bürgerschule in Nidda, stellvertretender Dorsidk» ber ber Bezirkssparkasse, Gründer beS gen«» nützigen Bcmvereins, Vorsitzender des AussiM' rats des Vorschuß- und Krebitvereins, stell«» tretender Vorsitzender des Obst- unb Gartenbaus' eins. Der Krieg berief ihn zum Lritcr bes Laza­retts vom Roten Kveuz in Nibba. ll/3 Jahre nur er örtlicher Leiter bes Ltaarrits bes kaufmänni­schen Erhv'lungshrims in Salzhrn'en. Reiche Stif­tungen gingen von ihm aus: 20 000 Mk. anläiis des Jubiläums des Großh>r;o^s, 10 030 Mk ar-

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ges angvereinSängei kranz" Veranstalter! gestern in den Räumen des Gambrinus fein dick' jähriges Wintervergnügen. Im ganzen kamen ac Chöve zum Vortrag. Die guten Lcisttingen ließt:: erkennen, baß sich ber Verein in sichtbarem W schwung befindet, tzauptsächich hat er sich k' Pflege der Volkslieder und der volkstarnlichen Li»' der gewidmet. Stetmatlieber, Mutter- und Wander lieber waren es, die in vorzüglicher Weife zum yot- - ! trag kamen. Eine besondere Ehltmi bereiteten di Sättger ihrem langjährigen Dirigen en; sie übe: - reichten ihm ein großes gerahmtes Bild von sämtt lichen bisher dem Verein angebörenfen Sänaeri An die gesanglichen Darbie.ungen schloß sich ban> ein Ball.