Erster Blatt
170. Jahrgang
0.
.Nov.
Die Lage in Griechenland.
schuß zum Schauspielhause in £>öhc von
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lung, in der sie beschloßen, sich ferort nach S'uyy.tn
%u bogcben um bem Sfottig ihre Erge bthcic zu Lehrenbüch UN- 5kM0N5 iN AachkN. Der Xuiem. Glarch-n tg wurde cm Teegtamm nach v i i i
Hundes über btt Tätigtet,. deS V ö bundsrals u d b s Cmievalse reariat
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friert? wirb durch eine Kommission den: Italien vernichtet auf Dalmatien ffit?rnTrmp von Zara. Der erste Punkt, ferselbltändiaimg von Fiume hat nur
iegsheldeu d'Annunzio aufgeregt, der
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Dante 1920.
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Die Militärdienstzeit in Frankreich.
Paris, 17. Nov. (Wolff.) Wie die Morgenblätter feststellen, hat der Ministerrat gestern bestimmt, daß die zweijährige Dienstzeit bis zum Oktober 1922 aufrechterhalten bleiben soll. Von da an tritt die 18monatige Dienstzeit in Kraft.
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Ijb ®IÜÄD^ der WolM te 1920.
Aachen, 17. Nov. (Wolff.) Der N eichst k a n z l e r und der Mini st er des Arußern
Uns dem besetzten Gebltt.
Saarbrücken, 17. Nov. (Wolfs.) Die Stadtverordneten -Versammlung lehnte gestern in namentlicher Abstimmung^ den von der Stadtverwaltung geforderten Zu-
Daö Ende der Araugel'schcn Armee.
Konstantinopel, 18. Nov. (WTB.) Etwa 20 Schice, die mit Flüchtlingen und Kranken angefüllt waren, sind h er eingetroffen und haben vor Moda Anker geworfen. Nur die Kranken und Verwundeten, deren Zahl aus ungefähr 5000 geschätzt wird, haben die Erlaubnis erhalten, ausgeschisft zu werden. Die Franzosen haben Hospitäler für die Kranken unö Verwundeten und Baracken für die Flüchtlinge errichtet. Man weiß noch nicht, wohin die Wrangelfche Armee geschafft werden soll. Drei russische Kreuzer sind in den Hafen eingelaufen, und andere Schiffe werden noch erwartet. Russische Organisationen, die der Armee Wränget nahestefen, haben hier Sitzungen abgehalten uno beschlossen, daß der Kampf gegen den Bolschewismus fortgesetzt werden soll. Sie haben ferner beschlossen, Wrangel nach wie vor als ihren Führer im Kamps gegen den Bolschewismus zu betrachten.
Haag, 17. Nov. (Wolff) Der ..Nieuwe Courant" meldet aus Moskau: Tschitscherin richtete eine Note anoie englische Regierung, worin er darauf hin- wieS, daß das Auftreten der russischen Tauchboote gegen die Streitkräste des Generals Wränget gerichtet sei. Da England nach dem Legimr der Wrang el-Ofsensipe erklärte, daß
eS Wränget nicht mehr unterstützen werde, müsse die russische Regierung bezüglich der englischen Note vom 3. November fragen, ob die Znteres'eu Wraugels in Zukunft mit bett englischen. Interessen identisch seien. Sollte die Aittwort verneinend lauten, so würde die russische Regierung annchnie.i müssen, daßdie englische Regierung betreffs der bolschewistischen Tauchboote auf einem Mißverständnis beruhe. Die russische Negierung vertraue darauf, daß England die Befehle, von denen tir der betretenden Note Meldung gemacht werde, zurück siehe.
Paris, 17. Nov. (Wolff.)- Nach dem Exchange Telegraph ist General Wränget bereits in Konstantinopel eingetvosfen.
Athen, 17 .Nov. (Havas.^ V erklärte einem Bericht.-rstattcr: Ich
Luzern gefatt, in dem man den Könii zum En - sch io des gsiecksiscfai Volles b gilüÄow säte u b
rr Vermähl^ iten sagen wt lk.
Donnerstag, 18. November 1920 Imirotme von Anzeigen für d.e lagtsnummer bis a. a, ▲ zum Nachmittag vorher
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rmrd des ersten Ja'fecs b s löe>.,eni bc5 Aöller- bunteS. Ter 9t€x er schi be fe vorerst d e Haltung Argmlruicns während leJ Kriegs und den Kon- slilt zwisch n 5xut)d*fa b unö Arge.ui ien wegen b.T Tätig leit der te intb (am sodann au» Ote F:age der Aufnahme neuer Mitglieder in den Wlferbund zu sprechen. Für die Aufnahme <ines Mitglie.eZ müse <s genügen, i ne rat irgend ein »outerät.er S tut fei' e.i Wi.lcn (u mgibt, dem Bölleroimd l^izut.eei. Im Interesse der Terno- f a k des Völkerbun e* roü s e Arg'Nti ien, d ß die Mitglieder des V. l e bitniy als von der Völle - bnudsversa n mtu g gewählt irea et u: b bsb sämt- liu,e tem Völ e bunb a c',ö e tb:n N ationen auch int VölferbundS a tert.etc i sind. Fe ner crhosc Argen'.inen vom Völle ouud dfe S.a'fung eines obligatorischen t tea atio a.'ezt S jteö^gert t> u d eil er eigen nnrhVa 11 e.t Zu.ammenakeit mit den Staadt zur Föo emng te gerviifamen 3» tevesstn teö Völ e bir be5. Hagerup (Norwegen» erinnerte daran, bas die nordischer! Staaten bc- sonbevcs Gewicht auf die Dechr b.ung der Abrüstungsfrage in ter Völ e.bundSre Sammlung legen. Er le wn^e die f.tLo>w-ndigkcü einer Kontrolle des VöllerbtmdsoatZ durch die Le samm- lung, da nur fab.ird) bi-- im Rae nicht vertretenen Na Honen d-e Möglicl>eit eines gelassen Einflusses belämen.
Lord Robert Cecil (SübafriSa) empfiehlt im Namen Südafrikas, dost der Völkerbund die grösste Sparsamöeit walten laste. Er sprach sodann die Hoffnung aus, daß der Cfarakter ter Oeffent- lichkeit in der Tätigkeit des 8ölferbunbe3 immer stärker zur Geltung komme, und brachte einen Antrag ein, durch den der Völkerbundsrat eingeladen wird, künftig die Oeffentlichkeit über seine Tätigkeit eingehender zu unt'rrichten. Unter steigender Aufmerksamkeit kam sodann Ce.il für? auf die Danziger und die armenische Frage zu sprechen und ersuchte den Rat um neue Mitteilungen über feine in brr Danziger Frage unternommenen Schotte. Cecil verlangte ferner in einem Antrag, baß sich der 53offerbimbrrat energisch mit der armenischen Frage beschäftigen solle und daß die Völkerbundsversammlung nicht auseinanber- gelLn dürfe, ohne in der armenischen Frage einen praktischen Beschluß zu feilen, der geeignet sei, die Rechte dieses Balkes tu retten. Cecil kam dann out den polnisch-litauischen Konflikt zu sprechen, und verlangte, daß der diplomatische Schristw chel über b«se An-eleg-nheit dar Vö ker- bundSversammlung unterbfatet werde. Der Konflikt sei von so großem Fntere.se, baß die Welt ein Recht habe, in vol em Um ange darüber unterrichtet zu werden. Weiter b achte. Ce.stl eine Resolution ein, baß das in Srirfet ange chct'ttene Finanzproblem ebenfalls der Vö fabunds- nersammlung zur Ste'lungnahme tu den in Au?- i'icbt genommenen Maßnahm n noch im Lau e dieser Session unterbreitet wird. Die Zollab pe-rung und die gegense tigen Barrieren müßten ve schwinden und die militärischen Ausgaben stark verringert w'rdnt. Die Bölkerbundsv'-rsamm'ung könne in bvfer Beziehung nicht zu viel, sondern höchstens zu wntig tun. Der Völkerbund müsse arwib^ätzlich eine Politik der Be-.söhnung treiben. Ceci! at'p'l- irrte zum Sck/uß cm die Ber'ammlung, baß sie sich ru energisch-n Maßnahnten ent'ch'ies'e. um den Geist des Völkerbundes wirklich lebendig zu machen. — Nächste Sipmg Donnerstag vormittag IO1/» llhr-
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Danzig.
Genf, 18. Nov. (WTB.) Wie die Schweizerische Depesttien-Agentur von unterrichteter Seite erfährt, ist in der Sitzung des B älter buudsrates von Mittlvvch abend, in der, wie bereits offiziell rnitaeteilt wurde, die Danziger Verfassung festgestelll wurde, weiterhin beschlossen worden, Polen grmrdsätzlick das Mandat für die militärische Verteidigung Danzigs zu übertragen. Tie Einzell/eitcn der Durchführung des Mandats sollen in den allernächsten Tagen festgeleat werden. Paderewski ist am Mittwoch.abend nach Paris abgereist, wo er demnächst die von der Botschafterkonferenz ausgearbeitete Danziger Konvention, die von der Delegation der freien Stadt Danzig bereits angenommen wurde, ebenfalls von den Polen unterzeiä)net lverden soll.
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gentien'i das Wort zu dem zur Behandlimz stabenden Bericht les Ge e aststredar t^ des V^uer- b e S Völker-
Die völkerbundsv'rsammlnng in Gens.
Genf, 17. Nov. (Wolff.) Präsident Hy- nt an 3 tstlte -u Beginn ucr h utigen VormittagS- sitzung der Völ.erbu 's er ainnürr.g mit. b.ß sich Die ic chs $l'om mi f) t« ne n gebil.et hätten u.ch nachmittags zur Wahl iHv r Präststeuten schrei en würden. Tie fünfte Kornmisfr n, die sich mir bei Aufnahme r.eucr Mitglieder t.t den V-istkcrband zu befehlen l-aben wird, und die insolged sten von größter polistscher Bedeutung ist, umfeä.t enie Anzahl der hervorragend'e: Mitglied.r des Vvlie - bundcs. So gehören ihr u a. a.t: Lord Robert Cecil (SüLa r"fa), Pucyrredon (?Ir;c tinie'). b r englistle U ter.ichts.nmi er Fi. e , Vr ia i (Frankreich), ter astechische Mfeiste b.3 Acußcrrn Politis, Trttont (I alfe.i), H-.vaihr (' avv.n), Nansen (Nornve^n), ter holläni is .'e Mi. i'i r d's Aeu- ßern STaneieJ, Spicaicowitsch (£e bien), V a - tiug (Schw den), BunLeSvräfide..t Acot a f^dyren), der tschech -sL> n«a.ifche Minister les ALnßern Be- nisch uuh a-.ib.re.
Hymans <r.eilte hierum Pneyrredon (Ar-
gezen die Verl-.u mdungen p.v ci.ier e, bei sm zufolge die frühere Regierung der Entente kein Wohlwollen bewiesen habe.
„Suisse" meldet, daß laut einer in irr kiesigen griedtifdien Kolonie e ngetroffenrm A b,c:*er Te- pcfdie fern liche grierfy.fdjcn AuslandsL)mmissfencn abbenifen werden soll n.
Athen, 17. Nov. HavaS. SBobr'fheinlid) übernimmt Königin Olya heMe tste Regcn'- sdast. Venizefes ist eMgül rg zur stkge re en. Die Führer der Mehrlfat erklären, die Wiedereinsetzung Slönig Kvnst-antins sei eine volstmtoe.e Tatjod-e.
*
?luS dem englischen Nnterhaus.
London, 18. Nov. (WTB) Fm Unterhaus lenkte ein Ab^eordn^er die Aufmerksamkeit der Re .sterung a"uf die oftiueTe Erklärung, bei ztifolge dem dents chen Kaiser feit Januar 1919 bis auf den Heu st ien Tag ans Deutschland 4 236 600 Psirnd Sterling zilg-'gan^en sind. Er berfanote die Beschlagnahme des Pcivatv^rmögens der Hohenzo'lern zur Unterftützun: der Opfer ib--cr Bolüik. Sonar Law antrooi tetc, her englisdx Botschafter in Berstn habe in dieser Angelegenheit Instruktionen erbaten.
lieber die letzten E rei gnisse in Griechenland erklärte Bonar Law, auf d'e Verantwortlichkeit, die Frankreich u"d En^fend am* ben Verträgen von 1853 und 1882 gucefommen sei, sei in der Ein'ei'.ung des Vertrau- von scvreo verzichtet worden. Frankreich und England hätten daher vö'lig f r e i e H a n d in der Fcage der Nück- k-hr König Konstantins auf den griechischen Thron.
। trafen gestern nachmittag 5 Uhr mit dem iahr- I Planmässigen Schnellzuge in Aachen ein. Aus dem ! Vahuhoie wurden sie von dem Reqierungs- ! p r ä > i d e n t e n, dem Polizeipröfiden- | ten und dem Oberbürgermeister emp- 1 fangen und fuhren nach dem Rathause, wo sic dis Vorstellung dec B ig-or^n t:n und Frallionsiührcr der Stadtverordne enversamm uag ent ?egcn- nahmen. Hieran schloß sich ein Be uh der Technischen Hochschule, deren R ktoc in seiner Ansprach' die Führerrolle h.roorhob. die die 2c:trt der Werkstätten, Hochöfen und Sd>ad)ten einige^ Ti: Studei teisicha t empsinde nickst partervolitisch, sondern deutsch. Der Redner bat die Minister, in den, Trägern dieser b-utsst-en Gelinnung das Bewußtsein zurückznlas en, daß sie ans feinem verlorenen Posten stehen. Der Reichskanzler unterstrich in feiner^rroibruni den Geist der
! Ordnung und des Wiederaufbaues^ durchdrungen von den wahrl a t o taten Ges cksis- ru.iEtcn und ter deutschen G finnung in der Studentenschaft, bi: ihm das wertvollste snen. Gerade burd) Fühlung mit der Arbeiterschaft nrtbe die lstustce akademische Jug'nd rsts, künftig dein Volke Führer zu schenken, wie es sie dringeno benötioe.
Hierauf begaben sich die Mini>r nach bent neuen Kurhause, wo Obeibl'rgrm'-ister Farwick ' te 93erre er des Reickfes willlÄ'mn'e' hi^-ß Heiß und rie versiegend wie die Qu'llen her <5*abt sei te Liebe zum be.ttschn 93a erlange. D-n Redner r-at die Minister, im Rcichr daraus zu toi fern, daß man richt übet ot-er unwst'e über die Bewvkfeer der Erenzmark rede, sondern, toe n dies nicht möastch sei, canz fdjroeige fZ>r Re-chskanzlcr bezcick.nete in feiner An nr-rt ten Besuch AackvmS als einen Trüd igen Absckckuß seiner Rbe-nsahrt, auf der er 'ich :on bet Treue zum Vater- l a n d e habe üb-rzeugen können. Er gab bi Ver- sicherung, daß das, im5 an ber Reg eu-.tg liege, c^'an toer '-n solle, um bi*'en äu’'»er‘tcn und g-- fäbr?>e1en Gebie en des Deut'ckleit Reiches Hilfe unb Schutz Ku gewähren Er ged-ach e auch ted Sckick^als der deutschen Bev'lfe"ung ii Eupen! undMalmedy i ie dem Sck-'''be' imnr tt>gsrrcht zum Tmtz rvm Baerlfae geri en fei. Der Friede von Versailles, ber das Wort „Friede" ni-cht veckstenc toerhe trotzdem tirm uns gchal.en wrr -en, wi-? wir dies bei irm Koblenz abb mmen und bc'onderS auch fei der Ennv-rfnung g-i^fa battm, twv' em unfer Hee> lxchurch au» e ne Zahl sink', die nickst genüge, ter ®vtrn tm Reichtz' ^err zu werden. ES lei nur na ür'ich, daß unser Volk red) dem Kriege ton Ret» In'ion und Fie' er- 'dauern gerüttelt wert«. Um'rnymtrr fei -S klug von unferen Gestern g-han' elt, ein grofr5 und fntt'es Volk mit ftänb:gen Drohnng-n tu fa el-n. Tetngeg-nü'er und g grnüter den waßfaen 'inan- itef'en Forderu7t«n tmferer ehemals n Feint« bleibe uns nur die Hoffnung, daß die Stemunft un' die Gcrechdstt allm.äh'ich auch I«t tfaen vx'te Krei'e erfüllen tonten. „Wir hrrlen lange g-.img fru tun haben, um auch nur holbnngs to e er die Höhe zu erreichen, auf der wir früher standen. Untere Kinder und EnLl werden es nid e lcbcn." Von ber Wiederau fach'urg Den sckstan/ds bange auch" ine Gesundung t> n ganz ($ur t>i cb In dem Vet rauet' auf ie Zukunft des 93ate-f-mbe5 werde er bestärkt burd; die treue deick'che Gesr-"ung, wie er fie im Rbstnlan''e rna'-rg-nrrnme t habe
Nach bnn Rri 'Sa ze. fab e SR tut Re» des Aeußeren ?ei rtr'en Ci buf Terror, den b/r Besuch des altehrwürbig«t Stü firr’ imd d?» Kaiferfea'es auf ihn aemackst habe fen Leibe Aacken fdirvr durch fett'e '3at an b*r Gren'«, z durch die Be'etzung und ke'cnt ec-5 htrrrf) bi/? 9fb- tmmung von Euren und Molmedn, be ei Vfetteode er als° rechtlich faltbar nickst oexertexren könne, ifefeer scheute die Entscheidung jchon gefallet yi
Der Adriavertrag,
Durch die Spannung, mit ber man die ffenfer V^lerbnnbs'a'mma erwart"!, ist die sfenferenz von Santa Maraberita Ligure und chr Ergebnis ein wenig ins Hinterlassen geilten. Nnd^boch ist dieses Ergebnis für Genf und alle künftige internackfemale Politik von größter Bedeutung. Man nennt es den Adria- ?ertrag oder auch den Vertrag von Ra- .i <i f I o , Wei! die Villa Svinola, in der die "fferfreter Italiens mit denen des füdsla- rischni Staates rangen, nickt mehr zu Santa Nargherita, sondern zur Gemeind« Rapallo scbSrt. Der Vertrag ift sehr kurz irnb im
Zent licken bekannt: Fiume bleibt ein un- ckböngsges Startswesen: die Ostgrenze
Wnig! Nieder mit Italien!" Es kam zu blutigen Zusammenstößen, wobei zwei Personen verwundet tvurden. Angesichts dieser 9)or- kommnisse und der neuen Drohungen d'An- wrnzvoS kann nur die Frage gestellt werden: Wo bleibt der Völkerbund? In Gens wird Wan den Vertrag von Rapallo ein- gehend durchberaten und mit .allein Nachdruck untcrsiegeln müssen. Sonst wird kein Friede an der Adria.
Rom, 17. Nov. (Wolff.) Giolitti brachte in der Kammer einen Gesetzentwurf über die Ratifizierung und Ausführung des Vertrages von Rapallo ein und beanspruchte für ihn die Dringlichkeit. Sämtliche Abgeordnete, mit Ausnahme der Sozialisten, erhoben sich und brachten ihm einen langanhaltenden Beifall dar.
Nr. 272
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fort zu einem neuen Kampf gegen Süd- itvten entschlost und feine Mannen zur Re- kuna dafmosiscken Gebietes aussandte. Die Efitfa,inn§m<r)um^en üb"r diese Heldentaten nd unterdessen schon wieder auf ein normales Maß zurückaefnbrt. D'Annunzio bat ddiglich ein paar Freiwillige nach den In- ftln Arbe imb Deglia geschickt, wo bereits itnTi-'nifdV Truppen ftefan. die aber nun sehr ixth'shcinsich ab>"u'en werden d'Annunzio bnt es auch nicht, wie er verbreiten ließ, fesig gebracht, den Gouverneur von Dal- tnati'm. Admiral Millo zu gemeinsamer Nn- fehnfifunfeit zu bewegen. Millo wird als ir/iher Soldat den Befehlen seiner Regierung ^horchen.
Der zweite Punkt des Adriavertrags betrifft die ist rische Grenze. Schon im Son- nkmer Vertrag vor fünf Jahren hatte man fi^n SBit auf die Grenzführunq westlich! ? Schne^berges (Monte nevoso) gelegt. Wil' in seinem Widerstand gegen den Lon- r Vertrag hatte ein Kompromiß vor gelogen, das die Grenze Zwischen Italien b Jugoslawien beträchtlich weiter nach sten verlegt hätte, so daß nicht allein fest, sondern sogar der wichtige Flotten- tzpimkt Pofa in die Reichweite des Harm- Feldgeschützes zu liegen gekommen wäre, es n i tsch, der iugoslawische Minister-- fifant und sein K^lleae vom Belgrader atfterium des Auswärtigen, Trum- litsch, haben nun die ursprüngliche, im londoner Vertrage festgelegte Grenze aner- knut. wie sie ber italienisch'' Krfegsminister 6m seinem militärischen Ofe'ichtsvnnkte ans »t einigen geringfügigen Abweichungen formte. Gewaltige Bergri'sen schützen setzt das Sarrb gegen Norden und Osten. Die strate- ffck' Sicherung Italiens ist erreicht. In rtifef 5 des 9Zerträges ist bestimmt, daß iic Abarenzimgen an Ort und Stelle durch Kommissionen festgestellt werden, die zur häPe ml? italienischen, zur anderen Hälfte tt-5 südsfewifch-n Deleaierten zu bestehen Nben. Im Falle von Meinungsverschieden- ; "jtifen wird der nicht anfechtbare Schieds- spuck des schweizerischen Bundes- äsidenten angerufen wurden. Für diese »Mte^ische Sichemmg hat Italien ein großes libfer bringen müssen: Dalmatien? Nach der fikl'ereinfunrt von Santa Margherita wird 3tr die Stadt Zara mit einigen kleinen Bor- IBten und den vorgelagerten Inseln an die ^diener fallen, während die Jugoslawen fri! dem ganzen Rest der Fläche Besitz er- •teifen können. Dieser 9Zerlust ist schmerzlich lm'^ndeks, da auch der maritime Stützpunkt •fcbenico und die Insel Sissa in das König- ■eiifi S. H. S. einbezoaen werden, und man miß anerkennen, daß die Opferwilligkeit Jta- ffa$ in Dalmatien die Feuerprobe in allen •Cfan bestanden hat.
In Belgrad hat sich ber ferbiscken M'ionalisiischen Kreide wegen der angeblich tpierechfen Sösimg der Adriafrnge eine, ge IMickte Stimmung bemächtigt. Die 9)erstän-' 'Mung wird als der jugoslawischen Delega- hi ultimasiv aufgedrungen bezeichnet. Die Ipjötter beschränken sich zunächst auf kurze elßeimngen, in denen eine gewisse Unzu- ,Ebenheit zum Ausdruck kommt. Italien ‘.Mc ^jch bei den Verhandlungen als F^ind ‘«nemmeu. Andererseits erkennen die Blätter »6-r auch mit Befriedigung an, daß mit dem trage von Rapallo die Ungewißheit, der fAgoslawien so lange ausgesetzt war und w lähmend auf das ganze politische Leben ■ti'Ite. beseitigt wurde Eine Massenversamm- krik der Belgrader Bürgerschaft gestaltete ? c^nfr Protestkundgebung gegen den trag. Schon vor der Eröffnung wurden ruf? laut, wie „Nieder mit dem 2loriaver- ^g! Wir brauchen und wollen kein Bünd- mit Italien!" Nach dem Abschluß der ^rsammlung kam es zu Kundgebungen der -erge vor dem Regentenpalais, mit Hoch- Wfen, wie: „Es lebe ber erste jugoslawische
cnizelos, 700000 Mark ab. Da der Deutsche Buhnen- -e , verein die Gewährung feines Zuschusses von 1300000 Mars bon ber ScroUligunn eines etalÄW ’ 6arolu.‘r9 flab idje.i Zuschus-Z »I hängig gemach, ha te,
Genf, 17. Nvv. .WTB) Das griechische bürste bannt das Schicksal des Saarbrücker Wahlergebnis ries unter ien Völ^rbunds- Schauspie.Hauses erledigt sein. Die Versamm- belcgter'en grafe* Mufefen heivor. Tic gsiedstsche , lung genchmigte ferner die Einführung einer Delegation im Vvlferbund, ber u. a. auch der s Woh.mngsluxussteuer. Die Steuer beträgt für Au':enmi'ttster Poli is mt<rb"r . to fafe VWt- en : jedes überflüssige Zimmer im 2ahre 100 Mk. Vcrhcm lungcn nockx Ixt D^e gr cfa ch n Anhänger .Qcu an. iity i; Ecu, ter an -ul .-ten e nr
ßV Dorf r: 120" 9 tlufi<biag.
1 XLT ÄaLrtidfaftleitcr. ‘.'lug.
General-Anzeiger für Gberheffen MW
Dmd und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Steindruckerei H. Lange. Zchriftleiking, Geschäftsstelle und Druckerei: 5chulstraße 7. ss"mu*ich tn Gießen
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