&ntf<5e RmchSsinfe tnfblg-e der sich st'ts veränderten Preise, kein Preisaufdruck ausgeführt. Dies; Bestimmung hat nach Mitteilung der Preis- fprüftmgsstelle dazu geführt, daß verschiedene unlautere Geschäftsleute Reichsseis; aus früheren Zuteilungen zu einem höheren Preis: als vorgeschrieben, in den Handel bringen. Die Preisprüfungs- stellc für Oberhessen hat daher aufgrund des 8 1 der Bekannntmachirng über äußere Kennzeichnung von Waren vom 18. Mai 1916 (RGBl. S. 380) ungeordnet, daß in sämtlichen Geschäften, in welchen deutsche Reichsseife zum Verkauf kommt, an sichtbarer Stelle, im Laden, sowie im Schaufenster, der jeweilige Verkaufspreis der dmtschnr Reichsseife angebracht ist. Der vorgeschrieben-' Verkaufspreis gilt als H ö ch st p r ei s und werden Zuwiderhandlungen, oder Nichtbefolgung der obigen Anordnung, unnachsichtlich zur Anzeige gebracht, sowie die Gcschäftsschließung des in Frage kommenden Geschäftes, wegen Unzuverlässigkeit des Inhabers, beantragt.
In Watzenborn-Steinberg ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden. Es werden neu gebildet: 1. ein Sp.'rrb-zirk bestehend aus der Gemeinde Watzenborn-Steinberg, welche damit aus dem wegen des Ausbruches der Maul- und Klauenseuche in Leihgestern gebildeten Sperrbezirk ausscheidet; 2. ein Beobachtungsgebi't bestehend aus den Gemeinden Hausm und Garbenteich. Es bleiben bestehen die Sperrbezirke Holzheim, Cberstadt, Lich, Dorf-Güll, Leihgestern sowie sowie die anläßlich des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in diesen Orten gebild'tm Beobach- timgsgebiete enthaltend 'die Orte Ober-Hb" ^n, Lang-Göns, Muschenheim, Hof-Güll, Ar - ->,
Albach, Steinbach, Langsdorf, Birklar. r'- 3c i* singen, Nieder-Bessingen, Gießen, Gru ibm, Klein-Linden, Grüningen, die Güter . und Kolnhausen. — Die Maul- und Klauenseuche ist struer auf dem Obersteinberger-Hof untrr einer Schafherde festgestellt worden. Der Obersteinberger
Hof wird daher zum Sperrbezirk erklärt. Im übrigen gilt unsere heutige Bekanntmachung betreffend Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Watzenborn-Steinberg.
S ch weinerot La u f ist unter den Schweineibeständen des Heinrich Kehr IV. zu Treis a. d. Lda. ausgebrochen. Die erforderlichen Sperrmaßregeln sind angeordnet: ferner ist in dem Gehöfte des Wilhelm Reichhardt II. in Rodheim Schweinerotlauf festgestellt worden.
Scheidenkatarrh ist unter den Rindviehbeständen der Gemeinde Staufenberg ausgebrochen. Die «erforderlichen Sperrmaßregeln sind angeordnet.
Hochschulirnchrrehteir.
rm. Darmstadt, 17. Juni. Das soeben erschienene Mitgliederverzeichnis der- T e ch n. H o ch s ch u l e für das Sommersemester 1920 ergibt eine Zahl von 32 ord. und 13 außerordentl. Professoren, 47 Lehrern und Privatdozenten, und 40 Assistenten. Es bestehen hier jetzt 35 Studentenvereinigungen. Die Zahl der Studierenden betrug 2529, darunter 262 Gäste (149 Damen) gegen 2450 im Wintersemester, darunter 456 Gäste (271 Damen). ----
rat. Darmstadt, 17. Juni. Die gestern im Landestheater erfolgte Erstaufführung des Schauspieles „G a s" von Georg Kaiser erlebte. Dank der sehr guten Leistungen der Darsteller einen schö- men Achtungserfolg. Ter Inhalt des Stückes, in roclchem das Problem der unersättlichen Arbeitsund Gewinngi-er die beschauliche Ruhe des Landsiedlers mit einfacher Lebensweise gegenüber- gestellt wird, kam für viele unverständlich, trotz wortreicher Sprache und teilweise dramatischem Einschlag, nicht zur endgültigen Lösung. Ganz her
vorragend wurde der Schauspieler Joh. Heinz ausgezeichnet, der den „Milliardärsohn" vorzüglich zur Darstellung brachte. H. verabschiedete sich nach zwölfjähriger verdienstvoller Tätigkeit, um nach Basel überzusiedeln.
Vermischtes.
dz. Aus der West Pfalz, 16. Juni. Ein ungeahnter Kartoffelsegen ergießt sich seit einigen Tagen über Kommunalverbmrde, Gemeinden und Einzelverbraucher der Westpfalz. In den Zeitungen, durch Ferniprecher und im Straßen- verkaus werden riesige Mengen frei angeboten, wobei der Zentner 30 Mk., aber auch darunter kostet. Ganze Wagenladungen dieser bisher so seltenen Knollenfrüchte stehen auf den Bahnhöfen, besonders an der Saarlandgrenze, umher, vielfach tropfen die Spuren der Fäulnis aus den Fugen der Wagen. Von einzelnen Kommunalverbänden und Bürgermeisterämtern wird die Annahme ganzer Waggons verweigert oder der Inhalt weiter verhandelt. Der freie Hairdel verkauft bereits wesentlich billiger als die Lebensmittclämter. Das Lebensmittelamt Neunkirchen bietet öffentlich Speise- und Futterkartoffeln zu 5—12 Mk. den Zentner an, wobei jede Menge erhältlich ist. Die Angebote werden immer umfangreicher, doch läuft auch viel minderwertige Ware mit unter. Für die Kartoffelbesitzer, die ihre Vorräte zu Wucherzwecken zurück- gehalten haben, sind jetzt schlechte Zeiten angebrochen.
Berlin, 18. Juni. Nach einer Meldung des „Berl. Lokal-Anzeigers" aus Budapest Hot ein gewisser Martin Jellinet 450 Millionen Kronen erschwindelt und ist dann mit einem englischen Paß geflüchtet. Jellinet ließ die Nachricht verbreiten, oaß er mit Hilfe von Missionsoffizieren Valuten ins Ausland schmuggeln könne, woraufhin ihm die Millionen anvertraut wurden.
Bertrtt, 18. Sinti Wie der „Berk. kLokal- Anzeiger" meldet, soll die Feste Kufstein an ein Wiener Konsortium verkauft und niedergelegt werden. Ter Gemeinderat von Kufstein hat den schärfsten Protest dagegen erhoben.
Berlin, 18. Juni. In Weißenbürg bet Wien soll, wie verschiedene Blätter melden, der Dichter Hermann Bahr schwer erkrankt sein.
* Meaux, 17. Juni. Die fünf Mühlen von Meaux wurden heute nacht durchs Feuer zerstört. Sie waren im 16. Jahrhundert gleichzeitig mit der Brücke auf deren Talseite erbaut worden und wurden als historische Denkmäler betrachtet.
rttrchttche Nachrichten.
Israel. Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, den 19. Juni 1920.Vorabd. 7,45, morgens 8,30, abends 9,00 und 9,40 Uhr.
Israel. Religions-Gesellschaft. Sabbatfeier den 19. Juni 1920. Freitag abd. 7,45. Samstag vorm. 8,00, nachm. 4,30. Sabbatausgang 9,40. Wochengottes dienst morg. 6,30, abds. 8 Uhr.
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