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Erstes Blatt

170. Jahrgang

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Protest vom 16. Juli fruc Unterschrift nxjrm tiefer Gegenstand unter 97t. 2 rtziri).

Die deutsche Negierung hat ihre

nächste Sitzung oer Konferenz findet heute nachmittag 4 Uhr statt.

Vic Beratung öes Reichrnotopfergeieher.

Der Sieuerausschußdes Reichstags setzte heute die Beratung des Reichsnot- ovfergesetzes fort. Reichsfinanzminister Wirth rührte aus, daß es ihm nicht sachdien-- lich erscheine, einen Entwurf über eine Zwangsanleihe vorzulegen, zumal er einer Ge­neigtheit, einem solchen Entwurf evtl, ihre Zustimmung zu geben, bei oen Parteien nicht habe ersehen können. Der Beratung des Reichsnotopfergefeyes Hemmungen in den Weg zu legen, habe er um so weniger Anlaß, als das Reichskabinett nach wie vor auf dem Standpunkt stehe, daß der Gesetzentwurf über eine schnellere Erhebung des Reichsnotopfers alsbald verabschiedet werden solle. Das Fi­nanzministerium habe aber auch einen Ent­wurf betreffend die Zwangsanteihe aus- gearbei'et, her den Abgeordneten zur persön­lichen Einsicht offen liege. Rach längerer Aus­sprache wird neuerdings in b; Bettung des § 1 eingetreten, wozu von verschiedenen Par­teien eine Reihe von Anträgen gestellt wurde. Um feine glatte Erledigung zu ermöglichen, wurde ein Unterausschuß eingesetzt, der heute noch zur Zusammenarbeit mit der Regierung eine Formulierung suchen wird. Die Vorlage soll dann noch vor Auseinander gehen des Reichstages von diesem verabschiedet werden.

Die Brüsseler Konferenz.

Brüssel, 16. Dez. (Motff.) Havas- Reuter. Die erste Sitzung der i n t e r n a t i o - nalen Sachverständigen - Konfe­renz fand heute mittag im Akademiepalast statt. Die deutschen Delegierten Bergmann und Havcnstein sowie mehrere Sachverständige waren anwesend. Die deutsche Delega­tion gab dem Wunsche Ausdruck, zuerst einen Ueberb.ick über diefinanzielleLagedeS deutschen Reiches zu geben. Staatssekre­

tär Schröder erläuterte die Denkschriften, die der Konferenz überreicht worden sind, die budgetären Anforderungen, die steuerlichen Belastungen, den Stand der Einnahmen und I Ausgaben und die Vermehrung der schweben­den Schuld seit Ende des Krieges berühren. Mehrere Mitglieder der Konferenz stellten über diesen Gegenstand verschiedene Fragen nird erbaten ergänzende Dokumente. Dir

Snjeigenttü: Z. *Bedt, sämtlich in Dieben.

Telcmilton gerichteten Schreiben hervor.,e t, lo ben sic jebod) Teu schlands Zu ttmmung zu einer

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ter von^FuhrwnK '»und SttaWgläiii ^'Zugtiere öoi tc Möglichkeit gejd?j;;

ingt erforderlich w ll'en werden, * »der andernfalls w; , und

n Schuhe gtgtr chärft ober mit

Line deutsche Adweftrnote an die Botschasterkonserenz.

Berlin, 16. Tez. (Wolff.) Zu der For­derung der alliierten Regierungen, das Verbot der Herstellung und Emfr.hr von Lufisahrtmate- r ta l über den im F^.densoertrag vorgesehenen Zeitraum ouszudchnen, Txit bic Negierung durch Ermittelung des Generals Musterman folgen:e Note an die Botschafrerkonserenz ge­richtet :

Tie intevallnerte Luft'ochrtkointrvllkommiN'rrm hat im Auswärtigen Amt durch Note vom 16. Nov. einen Beschluß derBotschastorkonfereuz vorn 10. No­vember mitgeteilt, wonach das Proto^i von Spa vom 12. Juft 1920 beireffenb Bau und Einruhr von Lustfahrtmrtertal für nichtig und die Ent­scheidung von Boulogne vom 22. 3runi als maß­gebend erklärt wird. Hieran hat die Zkommision die Aufforderung geknüpft, die nötigen Maß- liahn'.rn zur Durchführung dieser E.chcheidung zu treffen. ...

Tre deutsche Regierung beehrt sich, hierzu toi* gen des zu bemerken: In der Note vorn 22. Juni, die aus einem Beschluß der Sttxiferenj von Bou- logne beruht, haben sich die alliiertm Regremngan auf den S:«rLwunkt gestellt, daß sie d-rs in Ar- tifel 201 des Vertrages von Ver ö ltes ausge- forodxne, <rn 10. Juli 1920 abgelaufene Verbot des Euer- und der Eins hr von Zufttohrzeugen mti) Lnftfahrtmaterial bis jum Ab.'auf von btrt Monaten nach btsn Zeit^nt verlängern müßten, an dem das gesamte, nach Artikel 202 ablieferungs- pflichtige Lut shrttwrie ial ibg-rvtcrt ei i würbe. Die Festsetzung dieses Zeiqmnttes wollten sie ihrer

Deutschland und Oesterreich.

Wien, 16. Dez fWolfs.) Der Präsident desTeutfchenReiches rickd-ft- an den Bun­de s p r ä f tben t en Tr. Hainifch fo'-ge d s Telegramm:Tem ersten Bu d steäfckcnten des deutschen Brudervolkes fe. b* ist die wärm­sten Glückwünsdu. Möge es Jlmm befck reen sein, Oesterreich aus der heutigen schweren Not'age einer bcfieren Zukunft cntg-g*i$ufüb'en!" Hämisch erwiderte dem Reichspräsidenten Eb-rt mit folgro­ber T an Depesche: , Von ganzem Herren binfe ich Ihnen, Herr Präsident, für die mir anläßlich meiner Wahi xum Bundespösidmten der stteteck'ik Oesterreich übermittelten Glückwünsche. Das in meinen schwachen Kräften steht, um meiner schwer geprüften Heimat zu h'lien, wird stet? n-f^v*ben. Tie Anteilnahme unserer Stammesbrüder im großen Teutschen Reiche, mit denen roir für alle Zeiten in innigster Kulturgemeinsckaft verbunden bleiben, ist meinen Landsleuten und mir in un­serer schweren Notlage ein erhebender und trösten­der Gedanke."

sch r i s t dazu nicht geben können. Die Gründe für die Ablehnung in einer nung, Oie dem belg.sckien Herrn Gesandten am 29. Juli im Auswärtigen Amt übcrgbHi wurde, eingehend dargelegt. Wie da in ausgesübrt, ent­hält der Artikel 201 eine so emschlneibeich.' An - nahmcbestimmimg, daß sie nach 'Ilgemeinen. Reeit's- grundsätzcn in keiner Weife aus>ehncnd in ter Die tiert iperben kann. Hätte zwisd-en den Artikeln 201 und 202 ein Zusammenhang in dem Sinne hergestellt werden sollen, daß b.e Sperrfrist sich automatisch um etne tveiterc Tauer der Vlbheierung Des Luftsahrttnaterials verlängert nnirbc, so l'ätte Dies in dem Vertrag selbst ausdrücklich ausgespro-

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Fassung bet Bekam rtlärt.

t Ausführung (Gtgrt- nb überweise hieun Beteiligten bie iitnfl ingen getroffen fiw >en Bedingungen: ;n Grundstücken mi

sen sich eine BerÄie die infolge bei'M- r Anlage von W i innerhalb bei enbig werben.

itg von Gelände irr' itswerl vergütet b|i

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Lurdau des forstlichen hochschvlunter- richts an der hessischen Landesuniversilüi

Giehen?

Von Forstmeister Dr. Baader, Schotten.

Unter der obigen Ueberschrift bat Herr Prof. Dr. Borgmann in Nr. 286, ö. Blatt dieser Zeitung die Oeffentlichkeit mit einem Plane be­sann tgemacht, besten Nachprüfung eine ernste Pflicht jedes l-essiscl-en Steuerzahlers ist.

Das Forslinstitut der Landesmriversität ist seit dem Abgänge des Herrn Geheimrat Dr. Heß mit 2£rt>inaricn besetzt, von denen der eine die Be- :riebssächer, der anbere die Produktionssächer Oer­tritt. Tic bestehende 3. a. o. Professur ließ man nu3 Spi rsanckeitsgründen offen. Aehnlich lagen bie Verhältnisse an den Instituten in Tübingen mtb Karlsruhe. Keine der 3 künstelten genügte rjrfj nur im entferntesten den modernen Änforde- nmgen der Forschung und Lehre. Vorbildliche war bie Forstwissensd>aft in Deutschland bis letzthin nur an bei- Universttät München und an der Forst- ifabcmir Eberswalde vertreten. Außer Preußen imh Bavern suhlte sich keiner bertiibrügen Äundes-

rmg gemacht. Dementspreckrend bat das ocntulr Ausr.leicksantt die beteiligt en fremden Ausgleichs-^ ämter beuachriclüigt, daß bis auf weiteres von einer Ba rbeza hlu ng der Dezemberver- pf l i cht nngen abgesehen werben mißte Tas Dovgch-n der deulschm Regierung in bieer Ange- loMMl-eit stützt sich ans den Gedanken, der allen Bestimmung,m bes Fricdcnsvertrag-> über die b?ut- fdxm Zahlungsverpflichtungen zugrunbe liegt, den Gedanken nämlich, daß diese Zalchingen ni.lxt he Beicliaf'img derjenigen Mengen Lebensmiüel und htohstosse verhindern dürfen, die eriv>'derlich sind, um Deutschland die Erfüllung ter Repa- rationspslicht zu ermäglidxm. Der hiernach b' st hcmde i-rsammenhang mit der Mrpargtivns- öflidit macht es nach AuffassuN'i d?r de.ts'eu Re- g enmg erforderlich, daß sich nebm den uitniit'eltar tei-ilitten alliierten Regfeuungen auw b:r R wa- rationskowmission mit der Angelegen.e t befafti, mtb diese an Hand des in der Anlage entl^Itcncn Matei-ials prüft Die deutsckie Regierung bi'tct die Revarationskommission deshalb, alsbald in riefe Prüfmig einsutreten und auf die beteiligten alli­iert n Regievungen dahin einzuwirken, daß sie den deutschrn Standpunkt anerkennen.

einiges beizusteuern.

Ta ist ferner der Privatwaldbesitz, der geben soll. Und doch sollte es nicht unbefannt fein, daß dieser Waldbesitz unter einer unerträglichen Steuerlast feüszt, die fo start ist, daß in her La»id- tagssitzung vom 22. Mai 1919 der Ches der hessi- chen Staatsforstverwaltuiig erklären konnte: Vielleicht werd uns eine erhebliche Anzahl dieser iPrivat-)Waldungen über kurz ober lang unter dem Trucke der Steuerlast als Eigentum angeboten." Ter Zeitpunkt für große (Stiftungen dürfte dem­nach heute nicht gegeben sein.

Aehnlich liegen bie Verhältnisse in bet Holz­industrie, die außerdem infolge einer beispiellosen Geldentwertung nur mit ben größten Schwierig­keiten ihren Rundholzbedars decken kann.

Es wäre nicht zu Derarttnrorten, wollte man der Lessentlichkeit die Sieben Een voventhalten, bic gegen ben Ausbau unb für den Abbau de?Gießener Forstinstituts sprechen. Möge jeder prüfen, ob er Geld in ein Unternehmen stecken soll, bas über kurz ober lang doch liquibiert werben muß.

Soll ich enblich für biese Behauptung noch einen Kronzeugen beibringen, so sei zum Beschlüsse Herr Prof. Dr Borgmann selbst zitiert, der in der Nr. 286 schreibt:Einem vollwertigen Ausbau (des forstlichen Hochl'chulunterrichts) an jeher der drei genannten Hochschulen stand jd>od) hemmend die Kostensrage entgegen, da die Aufwendung größerer Mittel än sich schon für iebet der betei­ligten Staaten, Hessen, Württemberg und Baden, ein Opfer bedeutete, das zu der Größe ihres Wolldbesitzes, wie auch ber Zahl der Studierenden ..... in keinem richtigen Verhältnis mehr stand."

Quod erat demonstrandum.

) Müller, Freie Wirtschaft oder Zwang? Darmstadt 1920.

solchen Regelung für errorberlid) grla.ten <cie laben ber deutschen Regierung ferner nur einen

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greitag, 17. Dezember 1920 annupme von Znj<lgen für bielagesiuiniiiKr bb

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chen werben müßen

Tic verlangte Regelung würde also eine Aenderung des Friedensvertt-ages bedeuten. Eine AnNvott aus diese Denkschrift ist der bentschen Regierung nicht zugegangen. Nach dem nunmehr mitgetcilten Beschluß der Botschasterkonferenz feitet» nm aber die alliierten Regierungen das Einver- tändnis der deutschen Regierung nicht mehr ü r erfordert i ch zu halten,, sondern der ?!n- icht zu fein, daß ber Beschluß von Boulogne ohne weiteres anwendbar sei. Die deutsche Regie- rung hält ihre Rechtsausfassung nach wie vor für die''einzige, die mit dem Vertrag von Veffailles übereinstimmt. Sic ist auch deshalb nicht in der Lage, den Reichsaugehörigcn die verlangten neuen Beschränkungen aufzuerlegen, die von ein* rlmerdender Bedeutung für das deutsche Wirt- chastsleben sein würden. Tie deutsche Flug­zeugindustrie hat in ber Hoffnung, nach der Wiederkehr normaler Verhältnisse ihre Tatig- feit wieder aufnehmen zu können, unter erheb­lichen Opfern einen Teil ihrer Arbeiter, ihrer tech­nischen unb kaufmännischen Angestellten im Dienste behalten: sie hat namentlich in der letzten Zeit Dorkehrmngen für den Wiederaufbau des zivilen LustfahiwZens getroffen und durchge'ührt. baßer hebliche Werte angelegt wollen find unb zahlo-jchc Arbeitskräfte die Möglichkeit zu produkttver Tätig­keit erhalten haben. Der geforderten Verlängerung der Sperrfrist würde die finanzielle Koast der Fuftfahriiümstrie nicht gewachsen fein. Sie müßte sich dazu entschließen, auf eine Fortführung ber Unternehmungen überhaupt zu verzichten. Dadurch würde ein gmrzer Industriezweig von Ir?l)er fnl' ' reller Bedeutung vernichtet unb bie Wirt- schaftskvaft Deutschlands mciter geschwiicht werden.! Aus diesem Grunde märe es ausgeschloffen, bic erforderliche Genehmigung der gefekgebenben Kör­perschaften zu dem Vorschläge oer Botfehasterkon-

essensphäre des neuen Instituts Mittel- und West- beun'chlanb, das sind auner dem cigentlichen Hessen bie Rheinprovinz, Westfalen, Thüringen unb ber RcgierungSb.zirt SBufiCl, a.fo i i ber H..upt ache preußische Lanbesteellc. Für die preußische Staatsfvrstvcrivaltung liegt ber Brennpunft forst- wissenschaftlichen Lebens aber nach wie vor in den beiben Akademien Eberswalde und Münden, unb für bie Gemeinbe- unb Privatwalbungen ist dies infolge ihrer Verankerung in ber Staatssorstver- lvaltung bzw. in ben Landwirtschaftslammern wohl ebenso. Das Gießener Forstinsritut tvirb baher wohl nicht viel Gelegenheit bekommen, ber Forst­wirtschaftMittel- unb Westdeutschlands" sich dienstbar zu machen. Hebet die engen Grenzen des Hessenlanbes hinaus dürfte auch ein erwei­tertes Gießener Forstinstitut kaum wirksam sein. Ohne die innigste Berührung zwischen Wissen­schaft und Praxis läßt sich eine forstliche Forschcr- tätigfeit nicht denken. Wie nun, wenn bie preußi­schen Westprovinzen, wie zu erwarten steht, bic Bearbeitung von Problemen der Schädlings­bekämpfung unb der forstlichen Bodenkunde nickt Gießen, sondern einer preußischen Forste akaoemie zuweisen? Tann wirb von dem stolzen Gebäude, das Herr Professor Tr. Borgmann vor seinen Lesern aufführt, immer mehr abbröckeln, und wir stehen vor ber Frage, ob Hessen allein sich den Ausbau eines Forschungsinstituts leisten kann, das jährlich 7« Million Mark erheischt.

Der hessische Staat ist allein zu schwach, um ein solches Unternehmen für bie Dauer zu halten. Das ergeben auch die Ausführungen des Herrn Prof. Borgmann, benn am Schlüsse seines Auf­satzes läßt er ben Kollektenttl er benimgeben. Ta ist zuerst ber hessische Staat als Walbbesitzer, der einen freundlichen Wink bekommt. Das ist wohlgemerkt derselbe Staat, befien Forstverwal- tung Herr Borgmann noch vor tvenig Wochen gelegentlich einer Buchbesprechung*) in einer forst­lichen Wochenschrift finanzielle Mißwirtschaft vor­wirft. Offenbar hat sich dies aber in ber kurzen Zeit wesentlich geändert, denn heute soll die gleiche Verwaltung in der Lage sein, für bas Forstinstitut

serenz zu erlangen. .

Tic Botschaft rkomerenz betonte wrederholt, baß sie eine Behinderuirg bes bentich n Wirtsätafls- leb.'nS in feiner Entwicklung zu vermeiden wünscht. Das einzige Interesse, das sie an der Verlänge nntg des Bau verbot es habm kann, ergibt sich aus ber Befürckstung, daß durch W^'nuausnahme ber Bautätigkeit infolge ber SckMierigkeft der Unter- fdpibintg zwisch.n neuem unb altem Material bic Erfüllung der Abliefe rungsbestimmung erschwert würde. Tatfädüid) ist das abznl^e- fernbe Material jetzt bis aus geringe Neste an bic Kontrollkommission abcesührt worden. Wenn solche Reste noch zurückgeblieben find, so liegt das an der außerordentlichen Schwierigkeit, die an den venchedensten Orten Deutsdstanbs verstedtm icnb zum Teil auch b.i sorgfältiger Nachsudie nur schwer aufiinbboren Eegenstäube zu erfassen. Die deutsche Regierung bereitet zur Zeit wnter? grfeU- üdxi Maßnahmen zur fdmellen und völltgen Er­mittlung dieses Materials vor. Näheres hierüber wirb bemnächst mitgeteilt werden können Tie d?ut- sche Regierung bittet, bie Frage unter Würdigung ter obigen Darlegungen erneut zu prüfen unb schlägt vor, falls ihr Standpuntt nicht geteilt wer­fen sollte, die Angelegenheit einem unpartei­ischen Schiedsgericht zu unterbreiten.

Eine deutsche Note an die wiederhersiellunarkommission.

Berlin, 16. Dez. (WTB.) Die deutsche Friedensdelegation in Poris überreichte der R e pa ra tions kvm Mission folgende Note: Nach § 11 der Anlage zu Art. 298 des Friedensverttages ftndet im Schnldenausgleichs- veriahren mit den alliierten Staaten eine mo­natliche Abrechnung zwischen ben Ausgleid-sämtern statt, wobei die sich zu Losten Deutschlands er- gebenben Pasfiv'alb^t jebesmal binnen einer Woche durch Barzahlung zu begleichen sind. Auf Grund dieser Bestimmung mußte Dcutschlanb in den letzten Monaten bereits sehr erhebliche Zah­lungen leisten. 9(urf) für bc Zuftrnft fi tb <rgcn- über Englarch, E saß Lothringen und Belchen mit Sicherlteit wettere erhebliche deutsche Tebetsaldrn zu enoarten. Do Die Beschaffung der für Ab­deckung ber Debetsalden erforderlichen Devisen im* mergrößerc Schwierigkeiten verursachte und namentlid) bie Durchführung des Ernährungs- Programms der deutschen Regierung ernstlich in 7vraqe stellte, htt di^se sich genö ift gc'ehen, Mitte Okwber an die brttische und foon^sische Re- gienntg mit dem Antrag hnvnzutreten, daß die künftig entstehrrlben deutschen Debetsalden bis auf weiteres fortlaufend auf bas nächste MonotEonto vorgetragen werden möchten. Beü>e Regierungen lehnten den Antrag ab. Tie deutsche Regierung bat darauf Mitte November ben Antrag rcnri"rr? Ik>Ll wobei Ü£ bie ötez in Betracht kommenden

wäre zu prüfen, ob dies hinsichllich der Forscher-1 eigenen Entscheibun- Vorbehalten Die ans dem tätigleit anbers ist. von dem Gcnevalfekretär ber KUn'crevz von epa

Herr Pros. Tr. Borgmann nennt als Inter-1 am 10. Jull an den Vorsitztawen du bcutidyti

Der «te^Ber Lnzewer <rsch-i»r täglich, uußer 5onn. uu6 Feiertags.

3ejMgiprd|t:

Monatlich -u--k 3.60 liiö Mk«.-Sb2ragerlohn, -s,«liahrlichMark 10.

l..)Dll<.1.95Ti äger lohn; , .rch bie Polt viertel. |uh- «.d)JÜdrii 12

i',chü<glid) 'pes'.r" Id. ,7 rrnfprech-Ansch. e: ,.,rdiüLchrifiteitung 112; . ^rla>>,töe chäf»fleJe 51. klnlchkift für vrahtnach. lichi-n. Xitj he? Ziehen.

potziche^eAio:

Hanljvtt «. M. U68i

Am 30 Juni 1920 zog die Hessische Regie- nmg mis ihrer Nichtbeteiligung an dem südwest- icutsdren Zusanrmengrhen die Folgerungen. Sie 'Dimtcn nur auf Auflösung des Gießener Forsb- nstituts ober auf vollwertigen Ausbau lauten.

Man entschloß fick ftir ben Antrag ber Uni- -erfitot! Nelxn 3 forstlichen Lehrern fallen fünf- g -noch die Forstbotanik, die Forstzoologie lEn- .'mologiei und die forsllicke Bodenkunde je ihren esvnderen Vertreter haben. An personastrnt unb rchlidkm Airsn^nd dürfte das neue Institut jähr- ich wohl an2.bOOOOMark erfordern, ungerech­net die Kosten für die erstmalige Einrichtuirg und ie Unterbringung.

Tie Stellungnahme ber hessischen Regierung 11 unbegreiflich. 1919 lehnt man wegen der un- chcren pvlittichen und frnanziellen Verhältnifte :.-ie Teilnahme an einem billigeren Projekte ab, im ein Jahr später unter wesentlich verschlech­teten Bedingungen den Entschluß zu verkünden, ! man sich nun allein stark genug fühle, cm 'Bert zur Ausführung zu bringen, das Baden und Bürttcmberg nur mit vereinten Kräften ausführen iu können glauben.

Hat man denn ieben Maßstab für die Leb- rungssähigkeit des Reinen Landes verloren? Auch nit Hilfe des Woldbesitzes, der Holzindustrie, von Stabt unb Land wird sich die Finanzierung des Llanes kaum ermöglichen lassen, wie noch zu be- oeifen wäre. Landtag und Regierung werden aber ncht umhin können, nochmals in eine eingehende irachprüsung der gefaßten Beschlüsse einzutreten.

Auch sachlich erfcheint der Ausbau des ata- )emischen Jorsttnstituts zu Gießen nicht hinreichend )cgrünbet. Ztvei Aufgaben sott das Jnstftut dienen, ler Lehre unb der Forschung.

70 bis 80 Pwz. ber in Gießen Fvr'twinen- Schaft Stubierenden sind Hessen, sie b. , das Äros der Hörerschaft. Kann aber das For-ttnstttut nit einem dauernden Bestand von 40 bis )0 hessisdun Studierenden rechnen ? Diese Frage ist mit Entschiedenheit zu verneinen, weil bie llebersüttung der Forstverwaltungslaufbahn mit Önroärtern die Einführung des numerus clausus, )zw. die völlige Sperre für eine Rcilie von Jahren gebieterisch verlangt, wenn wir in Heften mcht ganz unhaltbaren Zuständen entgegentreiben >vol- len. Der Verbandstag hessischer Oberförster hat )enn auch am 9. 10. 1920 beschloften, dem Vor­schläge des Referenten Oberförsters Hefte folgend, bei der Regierung die Einführung des numeruS clausus zu beantragen, wie es in Preußen, Dahern, Württemberg u. a. zum Teil schon längst geschehen ist. Wird dieser Antrag zum Beschluß erhoben, fo wird über kurz ober lang die Lehrtätigkeit des neuen Instituts erlöschen, bzw. sich nur auf die Ausbildung von einigen Nichtheft'en beschränken. £b dies für hessische Steuerzahler ein erstrebens- kvertes Ziel ist, darüber möge bie Oeffentlichkeit entscheiden.

Wenn somit für eine, unb nicht bic geringste Tätigkeit des auszubaueirbcn Forstinstituts ein dringendes hessstches Bedürfnis nicht vorliegt, so

itMtm fman'ü ll stark genug, um einen Ausbau ihrer akademisdren Forstinsditute in die 2Bege zu [eiten. Für Lehrer unb Studierende ergaben sich Kermis die bcdcnklöchsieil Folgen. Nur eine V e r- ck m c l z u n g des sorsttichen llnterrräiits von Hessen, SBürttfmberg unb Baden konnte hier ab- helfen und zugleich bie Mittel schaffen, um der vorstwissensdZast ein würdiges Heim zu bereiten, seit 17 Jahren ist denn auch der im Herbst von hießen nadi Freilmvg überadiebeltc Pros ft'or Dr. Weber iu Wort und Sdrrift (tiefe Vereinigung mgrtrrtm, und er hat die Zustimmung der über- sättigenden Mehre-ahl der akademisch gebildeten [orstleute hinter \ti) gehabt. Mit Freuden wurde eShalb ftn Sommer 1919 von der foniltdyn Welt v Nadrridn au^g-nommen, daß bie berufenen | 'Vertreter von Hos en, Baden und Württemberg' zu- janrm enge treten seien, um über die Verschmelzung

/er von ihnen -unterhaltenen forstlichen Lehrernstal- im «u beraten. Ww 10. Juli 1919 sand die ent- ifbeibenbe Befpve-dvmg in Heidelberg statt. Zw?i "ragen standen zur Beratung: einmal, ob die Bererntanmg überhaupt grundsätzlich anünfheben -fei, und dann erst rn zweiter Litrie die OrtSfrage. 4üroB war Kunals die Ueberratourtg, als Hessens Vertreter die Verschnvelttlng ablehnte, nxil bic jrfidrrent pvlfti'chen und ftnanzietten Derhältniffe <me Bindmrg nicht gestatteten. Die Otts frage kann rad> dem Hergang für die ablehnende Stellung Hessens nicht den Ausschlag gegeben haben. Die "iblchnung war vielmehr prrntzipieller Na- mr unb der Streit, ob Heidelberg oder Freiburg, Inelte habet nicht die Rotte, die ihr Herr Pros. "Borgmann in seinen Ausführungen zu weift.

winschastl. itrb finarjidlcn Verh'lt ts e ianbj cingcbrnb bariegte inti> batxnii v n ncs, datz lic mit den bülC-VJen Zahlungm b - an tu* Grenze des Möglichen ge-Mngeu s.i, uud bau ne >v-shalb nicht die Demntworlung baiür 'aber- neunen könne, auch im Dezember das d*uftdv Tevisengefch^sl nneper mit so crb.bliv <* i cum* men für oas f?tttsgleichSvcrfalnen zu bell' '-.n Irene M'schrift ber an die franzöfft'che fRcgin-ung ge­richteten Note, mit her di? an die bdi- J.enc- nmg gcridrt.te 9tote inhaltlich übereinitimmr, wird beigefügt Da sich inytiidym lierau^gestelli I all N'fe im Verhältnis zu B Igien ebenfalls er cb.-* betsalden -n Lasen Deutsdüands nit eh -i n> ytx'ii, ntrrbe bic gleidie Mitteilung ber bei n <ic:i Rcgi^*

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Seneral-Anzeiger für Gberheffen

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