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BcttizeloS.

Paris. 16. Aug. (WTB.) Der GesundheitS- zustcmd >e5 grrechllchen Ministerpräsidenten Be- ni 5 e I o 5 Hst sich dermaßen gebessert. daß dir EcNuM'nten Arvzre erTtawen, fte WftWt Wnw KrankhertSbericht mehr verSffelEich«!. Das Swirnai t\*3 Dvbats" fügt btcfer Nachricht hinzu, Brnnz-loS »vcrde in etwa 14 Tagen nach Grwchen- leitb zurückrcisen können.

An die Bevölkerung der Abstimmung»- gebiete.

Berlin, 16. Aug. (Wolff.) An die Bevöl- Tmmg der Abstimmung geriete richten der Reichspräsident und der Reichskanzler nachstehende Shr.ibgebung:

Die heute zur Primat wicderkttwenden Volks- geiiosstn der Adstimmunggebiete heißt das deutsche Volk mit tief bewegtem Herzen millfommen. lieber alle Anschläge, die auf eine Absprengung dieser deutschen Landesteile zielten, hat die in schwerster Prüfting bewährte Liebe zum alten Batcrlande ge­siegt. Mit den treuesten Wünschen haben ivir Euren Kampf um daS Recht auf die Heimat begleitet. Mit inniger Liebe begrüßen wir den Erfolg, den Eure unerschütterliche Standhaftigkeit und Eure uner- rnüdliche Hingabe jetzt erreicht hat. Nicht alle Stim­men, die nach Wrebervereiingung ritten, sind er­hört worden. Mit Schmerzen vermissen wir alt die­sem Tage die Brüder, die ent harter Spruch aus den deutschen Grenzen gebannt hat. und mit Leid gedenken wir aller Volksge­nossen. bereu Sehnsucht sich heute wie immer nach her alten Heimat richtet. Auch ihnen sendet das gestssette Deutschland heute seine Grüße. Aber durch die trüben Wolken, die auf Deutschlaird lagern, ist doch ein heller Lichtstrahl gedrungen: Als Ihr Euren Willen behin beirr, daß das Deutsche Reich lEure Heimat sei und bleibe, mit der ihr den Kum­mer teilen nwllt, wie dereinst Glück und Wohlstand, da richteten an Eurer Treue sich viele bedrückte Herzen auf.

Fern liegen uns Empfindungen des Triumphes. Dazu ist uns zuviel genommen und zerschlagen. Auch soll die Stimme der Versöhnlichkeit heilte nicht fthi-en. Den nationalen Minderheiten insbesondere ist Schutz und Duldsamkeit in unserer Mitte sicher Aeder einiefne aber rxnt Euch, der beigetragen hat Ävm guten Cnde dieses Kampfes, darf heme getröstet Bit Kraft des Wortes empfinden: Der ist in tiefster Saett treu, wer die Heimat liabt, tote Du!"

All en st ein. 16. Aug. (WTB.) Vormittags 11 Uhr verabschiedete sich die interalliierte Ko m ut is sion von den hiesigen Behörden und übergeb die Verwaltung des Regierungsbezirk Ml en stein und des Kreises Oletzko an den Reichs- Math Staatsk^mmrssar Freiheirn von Gayl.

Arrr dem Nei^e.

Der Reichspräsident auf der Leipziger Messe.

Leipzig, 16. Aug. (Wolff.) Der Reichs­präsident Ebert und der Wirtschaftsminister Scholz sind heute vormittag zum Besuche der technischen Messe hier eingetrchfen. Im Meßamt, wo sich auch der sächsische Minister­präsident mit mehreren sächsischen Ministern eingefunden hatte, fand die Begrünung statt, bei der Geh. Kommerzienrat Rosenthal, der Vorsitzende der Zentralstelle der Inter­essenten der Leipziger Mustermesse, die Gäste wi l ommen h und u. a. angesichts der aus- rdi ch n Konkurrenz die dringende Notwen­digkeit eine Erhöhung der für die ausländische Propaganda vom Reiche zur Verfügung ge- ftellten Geldmittel, die augenblicklich 2 Millio­nen Mark betragen, hervorhvb. Der Redner erbat für diese Erhöhung die Unterstützung der anwesenden Rogierungsvertreter. Hierauf er­griff Reichspräsident Ebert das Wort zu einer Rede, in der er versicherte, daß der durch Kommerzienrat Rosenthal zum Ausdruck ge- - brachte Appell bei der Resthsregierung nicht unerhört verhallen werde, jhn Namen der sächsischen.Regierung sagte Ministerpräsident Buck auch die Unterstützung der sächsischen Regierung für das Meßamt und die deutsche Ircknftrie zu. Der Direktor des Meßamtes Dr. Köhler behandelte sodann in längeren Aus­führungen das noch heute lebhaft umstrittene Problem der Abtrennung der technischen Messe von der allgemeinen Mustermesse und sprach die Hoffnung aus, daß bte diesjährige Herbft- muftennche dazu beitrage, daß wir aus der wirtschaftlichen Krise einen ordentlichen Schutt heraustun. Hierauf traten die Gäste einen Rundgang durch die Messepaläste und die Ausstellungshallen. an.

Württembergs Reichstreue.

.Stuttgart, 16. Aug. (ATB.) Auf eine A-nrag: dec Abgg. Dr. .Fürst und Dr. Aslff (IBmecrrtbuni» wegen Errichtung von Ge­sandt schäfteu der Ententeregierun- gen hat das löürttembfrgi^te Staatsministerium fol-ende Antwort erteilt: Die Reichsverfasfuns bcfcntmt in § 78 Ms. 1: Die Pflegt ter Sc- zrehtmaen zu bei aud»ertigen Staaten ist aus- MöeÄ'.ch Sache des Reiches. Das StastSmmistr- rruxi hat wieberhott feirttich erklärt, daß es auf hem VvÄen d r Reichs»erfaisung und dec unbedinq- ticu Treue w Reiche fwht. W ist daher fefbäber- ftifctinidr b*6 das StaatSminifterchm auch in der Frage etwaiger Ententtgesandtschaftm nichts tun W*A was gegen die Reichsdersasßmg und die Toeue zum Reich verstößt.

Aus ßelfew»

Ardkiterfchrch bei Sauarbeiten.

rm. D a r m ft a d t, 16. Aug. Das hessische Gesaattminifterium veröffentlicht das Gesetz, betr. den Arbeiterschutz und die Un­fallverhütung bei Bauten, nackt welchem das L^mdeSarbeits- und Wirtschafts amt er­mächtigt wird, über den Arbeiterschutz und die Unfallverhütung die Hoch- und Tiefbauten BerarSnungen zu erlassen. Die Aufsicht über die Ausführung dieser Borschriften liegt den Daupolizeibehörtzen ob, daneben sind auf Kasten per Kreise »der Städte über 20000 Simarchser nach Baukantrollevre zu bestellen Bei Reich'- und Staatsbauten wirb die irt» kiche den mit der Leitung d<cher Hau­ten beauftragten Behörden oder Beamten Übertragen.

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Aus Sts)t mnfc

Gießen, den 17. August 1920-

Geheimer Lammerzieurat

Dr. h, c. Siegmuud cheichekheim ist, wie nnr bereits gestern für» bericht eten,^ im 79. Lebensjahre oerschieaar. Ter lwbenKwä^ge, versöhnliche, bei Memungsverschirv«nheuen stets zur Vermittlung genest Greis lZatte bis zuletzt sich seine gedstige Reglam^rt benwhrt. HetMcl- beim, geboren am 27. Januar 1842 ut Gießen, oesuchte hier das Gvmuasium, g«ig dann in me Lehre in einem Frankfurter BanklMlse, unternahm Recken inS Ausland zu seiner weiteren kaufmän­nischen Ausbildung und übernahm anfangs der 70er Jahre das väterliche Bankgeschäft unter d« F-irma Aaron Heichelheim, das er nach streng laufmäunischen Grundsätzen führte und zu rx*9cr Blüte brachte. Im Jahre 1907 verkaufte er das Geschäft an die Mitteldeutsche Kreditbank. Es toar natürlich, daß ein fo 'bereorra^enber Stüiiniuurn, wie es Heichelheim zweifellos aetoefen ißt, sich auch im öfsentlick,'en Leben seiner Vaterstadt betätigte. Tas Vertrauen seiner Mitbürger berietIhrr in btt Stadtvewrdnetevtxrsammlung. her er Jährzehnte lang an gehörte und iw er. besonders als Mitglied der Finanzdeputation, Ersprießliches geleistet lut. Im Jahre 1880 entsandte ihn die Kaufmannschaft in die Handelskammer, der er dann urruliterbrvchen bis zu .seinem Tobe als Mitglied, zweiter und erster Vorsitzender und zuletzt als EhrenprÄident angehört hat. Fast ftvei Jahrzehnte Hal er die Kammer im Bezirkseisenbohirrat Frankfurt n M. und im HandelSrick)tcr-Kvllegium vertreten. Seine Leistungen in allen diesen Ehrenämtern haben nntbetWt Anerkeimung und Auszeichnung durch Verleihung von Titeln und hohen Orden gesunden.

Ein besonderes Kapitel in dem arbeitsoew^n Leben des Verdorbenen bildet sein wohltäti­

ges Wirken auf allen Gebieten des ösfenttächmi Lebens. Zahlreich sind die großen Sttftungen, welche er im Laufe her Jahre glnnachr. So schenke er im Jahre 1912 aus Anlaß seines 70. Geburts­tages der Handelskammer die «Geldmittel zur Er­bauung eines eigenen Heimes i GesamtvchEnauf- wand rund 100 009 Mk.), her Gießener Hochfchul- gesellfchaft spendete er bte Summe m 130000 Mark zur Errichtung eines zweiten Lehr- 'tuhls für Volkswirtschaft an Mer Lan­des n vcisiiät, zur Er a^ung des Stadtthea­ters trug er 50 000 Mk. bei, zur Erbauung eines städtischen SaalbaueS stellte er 50(XX) ML bereit, aus der jüngsten Berga-'!«7rdell ist die Stif­tung von 36000 Mck. für eine Ordenssamm­lung bemerke',-Swert; y&W»- sind die kleinen Stiftungen und nirgends steht geschrieben, 'rwsS er tagtäglich in der SMe Gutes an Famllierr und Einzelnen, besonders auch in der Aechrnachtdz, it, getan hat. Sein Tod reißt röte gvvße Lücke in der Reihe der Spender unb ton* graä# von Virtett schwer empfunden werben. Ahe wir wwf> erstchoen, ist die Familie Heichelheim seit 1728 in V«ßnn ansässig und damit die ältestc jüsische Famüie Gießens. Tie Fanräie siedelte nach Heuchelheim biet über, weher auch der Rmne HaichettzMn feinen Ursprung hat.

BersnstattuNgerr.

Dienstag: Stadtkhaater, 3Vs Uhr Äisber- Korstellrmg: Hansel u»b Qkctd. 7 Uhr Zteanss- einguartierung. LiMpielhmaS: Der Sksmdal im Kiktvria-Elub. ßidptfoide: Dir Reife ins Jenseits.

** Amtliche Personalnachrichten. Ernaarnt wurde der Direktor des Gewerbemusemns Darmstadt, Dr. Georg Haupt, zum cktrtSmaßisen außcvor-enlglichen Professor für (Äeschichte bes Kunstgewerbes an der Tachnischeu Hochschule w Darmstadt. Bergrat Professr Dr. Steuer rum außeretatsmäßigen außewrdeiülichen Profes­sor für Geologie an der Technischen Hochschule zu Darmstadt. Ernannt wurde am 5. August der Dbdxrr^t an der L<mde^-Heil- und Pflegecmstalt bei Heppenheim, Medizinal rat Tr. Wilhelm Schmeel auS Tarms«rA. unter Zurücknahme der Ernennung zum Oberarzt an der LcmdeS-Heil- und Pslegoanstalt bei Gießen zum Oberarzt bet San­des Heil- und Pflegerrnstali bei Heppeirheim, mit Mittung vom 2xt»? des Dienstantritts. Ernannt lourde der Oberwert Tr. Clemens Frank aus Erfurt unter Zurückr»chme der Ernennung zum Oberarzt der ÄtnboS-Heil- und Pfleg-ansralt bei Achey zum O^oarzt an der Landes-Heil- und Pslcgeanstalt Gieren. Ernannt wurde der Ober­arzt an tet Änches-Heil- und PflegeQtslvlt bei Heppenheim ML^-inal«tt Tr. Rudolf Götze auS Glauchau t. S. zum Oberarzt her Landes-Heil- und Pslegoaicktalt bei Abep mit Wirkung wm Tage des TiensiLMlritts. K»ch-amtmami Re^ienuigSrat Dr. Diehl zu ErÄach wurve zum KretSamimann bei dem Kreisamt Bingert ernannt. Uebertrageri wurde am 11. August dem Lehrer Jvhatcn Heinrich Eichenauer »u Ä-osß- FeLa die Lshrerstelle an der Vvlttschule zu HergerM«rf, Kreis Lsseld. Erledigt ist eine mit einem epLngetlschen Lehrer zu besetzende SchulsteÜe zu Bvbenhausen II, KreiS Schotten.

rm. Dühnerjagd. Das Hess. Ministe­rium hat den Uufgang her Hühnecjasb auf hen 23 Augvst anyesetzt. Die Hegezeit für Fasanen dauert bis 16. September.

** Die Maul- und Klauenseuche ist auch m Ltch amtlich fe-gestellt worden. Diese, die HanbLirtichast so schwer schödigeiche Seuche greift immer weiter um sich, weshalb den Laubwirten nicht bnngenb genug geraten werben kann, auch nur bic geringste verdächtige Erscheinung sofort zur Anzeige zu bringen. Die Gemarkung L i ch ist rum Ä V errb erirk erklärt worden. Tie Gemarßrn- gen Albach, Burkhardsfelden, Hatten­rod und Hof Alback bilden ein «eobach- tungsgebiet.

ru . ** Stepermahnung der Stadt Gießen. Unter den heutigen Bekanxt- machungen der Stadt Gießen befindet sich auch die Mahnung des 7. und 8. Zieles Gemeinde­tteuer für das $j. 1919 Die Z^hlnpq kann noch bis einschl. 30. Luguft bei be?

ut der bekann^n zchne .Kosten ersolqan. % K^und 31. August ist die Kasse für ben öffentlichen Berkchr getchlossen. Am 1. Sep- ^E.®«ttcibnng, wobei bte roe^ei?rTtbCnOt dfa«tmngskosten erhoben

ir8 .^kNtst nachmittags - Uhr besiewrt. Anzeigentsil.)

** Alle Flüchtlinge unt Ausge- ro.tfJ cn..e, "US dem Gaargebi ct mechrn .etrncht pch zweck- Regr.lm,g *er Ansprüch^! > die Fürsorgestelle m Gietze« zu wach«.

Tas Fest tzer silbernen Hochzeit beachen «rat 15. AugAst Heinrich Sich und Frau Mise geb. Sann, Sorvsenstratze 31.

* Das Wohltätigkeitsfeft -um Besten her unbemittelten Oberschle­sier ergab einen Reinerttag von etwa 300 Mr, wehrend auf das Sparlnssentoittv noch etwa 220 Mmk eingTMflen. So erftculich diese Summen an und für sich ftnd, ggnyeen Oe doch läsest nicht den. Ansprüchen, die damit billigerweise beftrebegt wer­den sollen Wir hoffen daher, 1*6. den hen«it- treuen Oberschtesiem noch recht viele Spenden zugehen mötzen.

** Gottesdienst auf dem S chiffen- berg. Am vergansenen Somttwg fand auf Wunsch einiger hiesiger kirchlicher Vereine in her alten Stiftskirche auf dem Schiffenberg ein Frühgvttes- bienst statt, der von amtilxrnb 800 Teitttehmern besucht war, so daß die Kirche die Menge nicht die fassen konnte und viele Auweseride im Fveieu Platz nehmen mußten. Um 8Va Uhr läutete die Keine Gl-cke auf dem Turm der Kirche seit langen, langen Jabreu -um ersten Mal wieder, zum Got­tesdienst ein und rief durch ihren ^Hellen Klang noch manchen Wanderer herbei. Ter Blaschor des Wartburgvereins begleitete die Gesänge her Gemeinde. Tie PnÄich, welche Pfarrer Becker übernommen hntte, würbe von Borträgen des Ge­mischen Chors des Evang. Arbeitervereins stim­mungsvoll umrahmt. Solche Waldaoftesdienste toerben in anderen Gegenden schon lange abge- hdten und erfreuen sich stets wachsenden Zu- siwuches. Wünschen wir, daß auch hier bei uns, wo in unserer herrlichen Umgebung und schönen Waldern manch Pläf^hen tote geschaffen für solche Morgenandachten ist, solche Waldgottesdienste ein» geführt werden mögen.

Kreis Alsfeld.

Schchöenftuer.

fd. Alsfeld, 16. dlug. Im Dorfe Meimen- harn zerstörte eine Feuersbrunst zwei große Höfe mit allen Emtevorräten. Man nimmt Brand­stiftung an.

Kreis BUdingen.

A Nidda, 14. Aug. In ber ve-eflvssaien Nacht wurde hier in den GeschäftSrömnen des Metzgermeifters Rudolf RingShausen hier ein schwerer Einbruch verübt. Wahrscheinlich drangen mehrere Diebe durch einen Schacht in bic Kellerräume und stahlen etitsa 1 Zentner geräu- djerte Äctttourfl: und Speck. Bon den Tatern fehlt ins jetzt jede Spur.

Kreis Lauterbach.

(.) S ch l i tz, 15. Aug. Heute fand hier zu Ehren der Veteraiten in Schlitz und Schlitzer- land eine würdige Gedenkfeier an die Zeit von 1870/71 statt. Morgens wohnten die Vete- reinen, die vollständig erschienen waren, dem Gedächtnisgottesdienft bei, zu dem Ober­pfarrer Knott sprach: nachmitatgs Irelt in der Turnhalle Stadtpfarrer Böckner die Festrede. Gesangsvorträae des GesangvereinsHarmo­nisches Kränzchen" und turnerische AuffLh- niBgttt des Turnvereins verschönten die Feier.

= Schlitz, 15. Aug. Gestern kam hier bas erste des seitens der Stadt von der Gräft. Gutsverwaltnng angekauften Rüböls an die verforgungSberechtigte Bevölkerung zur Ver­teilung. Zunächst wurden pro Pops Vi Liter zum Pceste von 12 Mk. ausgegeben.

Kreis yrie-derg.

Q. Batz-Rauheim, 16. Autz Ter Obfd- u nb Ga rten bauberein Deren lotete gestern btt vorzüglicher DetÄckguna eilte Fiülvbft-^chau, sie ren e*»a 100 AusrLllern beschickt war. Im September will der rührige Verein ettte große allgemeine Ob> imd ÄattenbauaEellimg ver^ an statten. Unter dem Titel ,, Einige bcüciie Stuniien rm Aartesaal" 'irrttet hier sm Donners­tag ein Kün ftlerft ft statt, dessen Ertrag Mim Testen der 9*rien'flaf?e der Mitglieder des Kur- IbtuterS beftimmt ist. Ten Ehreiuvrsitz 'ffebeit rät Herren Bud- un£> SurinrrflsT von Böi-mer, Hoftat Wietvrstein und Hosnrt St-öig.?etter ücenmnnnten.. Für k«s am 27. ds. Mts. beginae^e Tennis-' Wettspiel sind berate «chlreiche '?J7e4bt»tfen der besten Spieler eürgeKLwym intb viele toerfticOe Preise gesOftet, so daß em gläsizttider Berlaus des Wettspiels mit Sicherheit zu erwarben ist.

Strrkenburg und Rheinhessen.

Neue Pilzversiftun-.

fd. O f s e n b a ch a. M_, 16. Aug. Eine hiesige Familie erkranttr nach dem Genuß von oenneint- uchen Champignons und mußte in sehr ernstem Zustande dem KranSenh«fte sngefMrt roethen. Ebenso wie es in Isenburg geschah, hatte mau hier ben Knollenbläftvrfchwamm mit dem Cham­pignon ocrwechfelt

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rm. Darm stadt, 15. Aug. Zur Belivnp- fimg ber Woh«un^ü»ot, -u»ächst in Dermstabt hat der Bund deutscher Architekten. Ortsgruppe Darm­stadt, durch eine Anzahl seiner SWiigheber eine Reihe von Entwürfen zu praktischen Woh»- hauSbauten fcerMellen lassen, durch iselche den Zeftverhältnisfen Rechnung ttagend vor allem der Wohmm^not geftarert, unter möglichster Erspar­nis bte BautättOVeft belebt isnb damit auch der Ar- beitslosig^it cntgegenaearbeitot werden sott Die 2lrchftekten Klee, .^üchtzer, Dipl.-IngentarL- Theis,: D. Müller, Sch-mbs, v. b. Letzen, Krug, Diptom- iJng. Wellmer, Finve unb Strecker haben unzer Zu- ffrmtbelegua« perschiebener Bsubtöcke in der Stadt, die zur Errichtung bitter Wohmmaen gaeignet er- frfjeruen bei ^enufreing der Brmhftmnbmrttchje und tunüchster Bermerdun« des toseepen Zementes und d<6 E^ens und Lnwenb«ng ber Holz«sführung eine Anzahl Plcwe «iMtgearbeitef und nach ben von ben tofaen Aeistett»er«n>guugen ausgestellten Arenen b-recimet. Bon Flachbauten mufe* mtm abfaben, da durch die ««chritlichc Bebauung der ^iaubiöcke unter emem Dach- auch an Zuführunos- Intung für Reml Satfer, Gas, viel erspart werben »um. Die sämtlichen Pläne würben M einer Ausstellung vereinigt, die am SaEag.rrüh im -wfe bei Zentralstette für bie Gewerbe tn Anwesenheit von staaft u.nd städtischen Dehörben us.w^ eröffnet wurde. Die Ausstellung gibt vorsugücke Unterlage* und wirb es sich da­rum drehen dach bee mafeebexben Fakten alsäalb bie nonwnbtom Mftttt bereftstetten, damit endlich der Wohnungsnot, die sich mehr und mehr zu einer Kalamität answächst rasthestens gesteuert wirb.

r r rm- Eberstaöt, 16

lesen ist lper eine ältere ^reu verunOlückt, ver ein ftcr^r B-umst«»«, »er eit einer Böschung 'ns Rollen geraten war, Kops unb Brust ein- drückte. Säe starb nach ihrer Euelrefernng

in das Krankenhaus. An einer Schiffs­schaukel, bie während der Kirchweihe hier der Jugend ihr nicht ungefährliches Vergnügen bietet, erlitt ein 17 Jahre alter junger Mann so schwere Verletzungen, daß er an einer Ge­hirnerschütterung starb.

Heften-Nafsau.

fd. Frankfurt a. M., 16. Aug. Die Ge­leise ber Straßenbahn vom Hauptbahnfwk bis zur Hauptwvche sind derart abgenutzt, daß die Wagen mit halber Geschwindigkeit fahren müssen. Mit Rücffüht auf die nahezu unerschwinglichen Preise hat die Straßenbahnverwaltung bic Aus­wechselung der Schienen bis auf weiteves hinaus* geschoben.

me. Frankfurt a. M., 16. Aug. Beim stützt. Hochtzauamt wurde eine Bauw irt schafts­steile gegründet, die alle Baugesuche auf Rentabi­lität prüfen soll. Diese Prüfungsstrlle stellt sich als eine Interessengemeinschaft bar, an der die städtischen Hochbauämter Wiesbaden, Mainz, Bieb­rich, Offenbach, Hanau, Bad Honrburg, Bad-Rau- heim. Höchst a .M., ferner die' Bürgermeisterei Schwanheim, sowie bie Eisenbahndivekt«n Frank- furt a. M. beteiligt sind. Eine ganze Anzahl von Reichs-, Staats- und Gemeindebehörden haben ihren Beitritt ebenfalls in sichere Awssicht gestellt. Trotz langwieriger Verhandlungen tarnte sich der Magistrat und ber HauptauSschuß der Stadt­verordneten Versammlung über die Deckung der entart bewilligten Teuerungszullen nicht einigen, well eben schon alle städtiftl)en Einrichtungen bis auss letzte heran gezogen sind. Man hat deshalb die Bottage den einzelnen Fraktionen überwiesen. Der Frankfurter Polizeipräsident macht be­kannt, daß angesichts der katastrophalen Lage auf dem Kohlenmarkt keinerlei Aerlängerung der Po­lizeistunde mehr gestattet würbe. Alle Anträge seien vollkommen zwecklos.

gn. H e r s fe l d, 15. Aug. Auf dem Kali- bergwerk Nippa geriet gestern bis auf jetzt noch unaufgeklärte Weise flüssige Luft, die man zur Lossprengung des Salzes benutzt, in Brand und brachte sämtliche Sprengpatronen zur Explosion. Durch den gewaltigen Luft­druck wurden zwei Arbeiter getötet und zwei lebensgefährlich verletzt.

gn. Wihenhausen, 15.Aug. Wegen wiederholter ehelicher Zwistigkeiten war die Ehefrau des Arbeiters Nolte von hier mit ihrem zweijährigen Kinde von ihrem Ehe­mann fort zu ihren Eltern nach Henneberg (Thür.) gegangen. Nolte reiste ihr nach und versuchte sie zur Rückkehr zu bewegen. Als seine Bemühungen erfolglos waren, erschoß er zunächst die Frau and das Kind und bann sich selbst.

Vie SeWiMchMiirg der £ebens«itttl.

Kirchhain, 15. Aug. In einer heute im G«ibaus Mosedack hier absehaltenen stark be­suchten Bersammluna des Hessischen Bauernvereins Kreis Kirchhai« wurde bei bei Frage des Preis­abbaues auch die Kartofselabgabe eingehend be­raten. Wie mitgchellt wurde, hat ber Kreis Kirch­hain zu ber Reich-Umlage rund 31500 Zentner zu liefern. Hierfür sollen die sestgefetzten Ber- trasspreise bestehen bleiben. Im übrigen war man damit einverstanden, daß die Minderbemittelten, die i« jeder Gemeinde festgeftellt werden, die Kar­toffeln billiger, nämlich z« 20 Mk.. bekommen. Tie Meldungen werden geprüft und die in Frage kommenden Mengen dnrcb Umlage, bie sich nach der Größe des BettiebeS richtet, ausgebracht- Tie Regelung ber Sache wftd dem Vorstand anheim» gegeben. Tie Bersammlmra roar ber Ansicht, daß bte Kriegsgewinnler und die besser gestellte Be­völkerung nicht verlangen könne, datz ihnen die Kacwffeln zu ben ermäßigten Preisen geliefert würden. Bezüglich der Kundgebung in Marburg wegen der btreften Belieferung bei VeisorgungS« berechtigten in den Törfern erllsrte die Versamm­lung ihr volles Einverftäntz^.is. Mit einer diesbezüg­lichen Eingabe )sar man einverstanden. Bei einer 9lu5maf^ung des Korns bis zu 90 Prozent könne immer noch eilt gutes Mebl geliefert werden. Im weiteren Verlauf ber Versammlung wurde Stege aesührt, daß bie Kartoffelprämien im vorigen Jahre noch rückständig seien. Es wurde beschtos- sen, nicht eher zu liefern, bis diese alte Schuld beglichen ist. Tann be-rach man noch einen Antrag der Ortsgruppe Rohdvrs wegen Abschaf­fung der Trichinin- und Fleischbeschau und sÄieß- lick wurde noch der großen Bedrängnis getadjt, in die der frühere Reichstagsabgeordnetc Dr. Ottw BSckel, der ben hessischen Steuern den Weg ge­zeigt hätte, ben sie jetzt gingen, geraten sei. Erne fofertige Sammlung wurde mit 600 Mk. abge- nmbet. In ben Ortsgruppen sollen weitere Samm­lungen für den ehemaligenhessischen Bauern^ köntg" stattftnden.

SB ft. Weilburg, 16. Aug Auf Webersberg fand gestern eine sehr stark besuchte Vertreter­versammlung der Kreisbauernschast Oberlahn statt. Dr. Gutknecht von ber Landwirt? schaftökammer in Wiesbaden und Herr Häuser wnr hiesigen Finanzamt unterrichteten wechselseitig über das Reichsirotopfer. Es wird von Seiten ber Bauernschaft nicht verstanden, aus welchen Grün­den von den Kmanzänttern ein 60- bt5 100-prozev tiger Aufschlag auf i-ie rm Gesetz vorgesehene Beranlaaung in Bezug auf den Reinertrag fest­gesetzt ist mtb «lf daS Entschiedenste dagegen pw- irfhert. Die Bauernschaft will von ben Vst- ^heb«tn ber srüheren SteuerverLnlagungSwMMÜ- it»n, soweit sie ihrer Organisation aAgehören, Rechenschaft fordern, womit dieser AnffMag be- arundet werden soll. Tie Bersammlurrg »ab«r Semttnis von ben Ern des chatz ungen in ben ein­zelnen Ortschaften bei .Kreises und hieß die Bar- srÄäge für die Wahl der Steuerausschüsse gut- Sodann ererbe ber vielerorts besprochene Preis­abbau behaftdelt. Tie Bauernschaft erklärt )iaj bereit, daß auch hier Schritte in dieser Richtung Htrterwmioen werden, aber nicht zuerst von der Landwirtschaft, sondern umgekehrt. Erst eine Ser- billigvng der landwirtschaftlichen Betrieb-Nnttel, mtt Löhne, Dtagemittel, 1 andtoirtschaftliche Ma- itknen, bann «Ls natürliche Fvl«eerschmnung Bor-- bätienng deS Produktes aus tzchsen Posten. Für den Kartoffel preis schlisßt sich die Ver­sammlung ber Ansicht ber Vertreter «er ftrmMlmrg «* per DezickSbouernschaft lBesamtaganifattar für den Regiernngsbechrk Wiesbaden), die am Samstag in Limbur« tagte, an. Hreruach wird e- ben KeeiSbauernschaften über testen, je nach ben »etlichen ErntzeerKetaissen mit ben Sitfenö* verbänden Verträge abzuschließen. Als bm chschrnktt lieber Karteftelrrchtpreis wurden 25 Mk. prv^ni ' | net wgegebe*.