.'tz im höchsten
aller l
cfhmg
kracke sich immer, beim ©tebSl i5<tirer und beim Betrie^räte
Grade für btt Landwirtschaft eingesetzt habe und führt zuletzt die antisemitischen Anwürfe der Dach' Nationalen auf die Demokratische Partei auf ihre richtige Bewertung zurück.
Beide Redner wurden mit reichem Bckfall für ihre fesselnden Ausführungen belohnt, an oic sich nur eine kurze Aussprache an ch oß. Ter Vsrsitzende Herr Reinhardt schloß gegen 6 Uhr die Ver- ftlmmlung -mit einem Anblick auf die wahrhaft nationale Gesinnung und Betätigung der Demokratie.
l'uitfenec Vorgänge, ^•'iHfbxßen, gezeigt btt» Ge-
pro uzieren können — im oonrmert.en Jahre roirb ilohs l unsere Ernährung aus 50 Prozent der V^r Kriegs. w e.t ernährung angelangt sein. Wir bedürfen ber \ r , n>
’ ...... ........ z B. der
inerw)en jebe Seldftändigteit und Entwrckelungs- nchgiichkcit. Die Existenz ter Gemeinden ist durch die Reichsgesetzgebung aufs Spiel gesetzt. Die Sta.- berorbnete« der Deutschen Tolksparlei Hessens verlangen sMcunigsle Revision dar Renhsgesetz- gebung in der Richtung der Selbständigkeit der Genick >den aut dem (lebtet der Besteuerung. Jns- bcfonixre erlangen sie die MdglickAeit der Inanspruchnahme der Einllommensteuer für die Gemeinden.
2 An die Landesregierung riechen die Stadt- oewrdnetcn brr Dentsck«en VvMpsitei das Ersuchen, den Steuerpflichtigen der Gewerbesteuer auf den Steuerze teln genauen Aufschluß über die Berechnung der Gewerbesteuer zu geben.
Ein demokratischer Tartcitrg.
Nidda. ?lm 14. Nov. fand hier unter regster Beteiligung die «lemelnschalt ckckte Tagung der demokratischen Partei und der Organi- satimxm Los Deutschen Bauernbundes Ober Hessens statt. Am Samstag a’tenb verewigten sich bereits zahlreiche 'Delegierte und Par- teifveunde, unter te e.r sich auch Fmem-mmister Henrich ein gefunden hatte, in der „Krone". Bon den vielen Anspvacken, die b»"d einander folgten, sei nur die des Herrn Henrich erwähnt, der die 3r_Ie, Hoffnungen und Schmerien der Partei und de-s gesamten Vaterlandes errb'mg) td) schilderte. Gesangvr-rtr-äge von Fräulein Haubach und andere mnsüalische Darbietungen mtterbradxm btc rrcr? Aussprache. Soren teg vornrit ag war d e Ge- fchästssitzung, die hauptsächlich der Besprechung von Org.rnisatiousiragen gewidmet war, bevnLers wurde ein Einvernehmen über das Zusommcm- wirk n der Partei mit dem Deutschen Bauernbund erzfelt. Tie Hauptversammlung am Sonntag nachmittag Hatte eine große Menge Teilnehmer her bei per-gar; der große Saal des „Gam- brinus" war übrsüllt. Ter Vorsitende der Gte- ferner Partei. Herr Rektor Fischer-Gvehen, eröffnete die Tagung mit einer Dnsprackse, in der er houvtsächlich auf die unheilvollen Folgen des Ber- sailler Ertrags als die HMiptquelle unseres Elends hirwtes. Er übergab dann den Bor'itz dem Vw'ihrnden des Teutscheir Bauernbundes in Oberhesseu, Herrn La-«dwirt Retnffardt- Gckß-Nidl-a. Ter erste Retter, Abg-ardntter Di- reftor Ur stadt - Gießen gab eret 'grüßen lieber» blick über die Tätigkeit des Landtags. Er knüpfte an das in dtesem Jahre fällige hundert äbnge Jubiläum der hessischen Verfassung an; die damals ^willigten kümmerlichen Volks rechte, durch bec sogenannte Brems'w'gs efrrm vor dem Strieg noch eher verkürzt, seien setzt erst eigentlich errungen. Heute erst habe der Landtag das ihm zukommende Recht und Ansehen, seine Macht gehe über die der Regierung, die ohne sein Vetraurn nicht bestehen könne. Freilich seien di- Tätigkeitsgebiete der Volksr-ertvetung eingeschränkt durch das lieb'r- wiegen des.Reichs in wich'igen Geb« en der Politik, abm demnach be-eutungsvol ge.rug. Als erstes Beispiel führt der Redner das sog. Landes- steuergrsetz an, das die Verteilung der vom Reich rn das Land zurückgechenden Stene/e'mgänge regeln soll. Hier l)abe die demokratische Partei tm Gegensatz zu dem ablehnenden und abwartenden Ver- halt'n der Rechtsparteien viel gute positive Arbeit geleistet. Es sei das Hauptverdienst von Henrich, bk Lasten zwischen Land und Stiommimen geiecht verteilt zu haben. Die Grund- und Gewerbesteuer wurde zweckentsprechend und den realen Ber- hAtnisfen gemäß differenziert und ihre Progveffrvr- tät an gebahnt. Günstige Verhältnisse hat er totr bureb die Uebernahme der Eifer bahnen durch das Nckch gewonnen und damit die Bermchteilrgung Hessens im alten den Nationalliferalen zu ver- bantenben Vertrage wieder gut gemacht. Allerdings könne das Reick seine Verpflichtungen nur dann gegen uns erfüllen, wenn seine S euerfraft gestärkt wird, die Landeseinnahmen seen auf Gedeih und Bewerb mit denen des Reichs verbunden. Bei d.m Landgesetz hätte die Demokratie die schwere Aufgab> gehabt, es gegen die offene und versteckte Gegenarbeit der Rechten und Linken durckzusetzen. Das Ziel, das abgetretene Land zur Arffied'ung von ZKeinbauern. die es nach kurzdariernder Pacht kauien und es nicht als Spefulationsobsekt erwerben können, sei durch uns heute gesichert. Bet dem Abbau der Zwangswirtschaft, die allem von der demokva'isckren Partei an gebahnt worden ja, habe der Hessische Bauernbund vollkommen versagt, als es galt, ferne Mitglieder durch eme wirksame Bearbeitung von der törichten und verderblichen Preistreiberei abzuhcteten. Aus der andern Seite seien die anarcklsck^n Sperrvenu>cke von st'o-n- surnentengruppen ebenso hart zu yerurt-i'en, freilich fei der Hauptschuldige der Versailler Vertrag, der -^e vernünftige Wirlscha'tsentwialu- g H ut unmöglich mache. Ihn zur Revision zu bringm, ser das A und O feder Politik. Ter Redner gibt am Schluß noch eben Udterblitf über alte noch tn Arbeit begriffene und noch zu bearbeitenden Aufgaben des Landtag. Die Aufgabe der Demokraten sei es, zwischen den Extravaganzen tarn rechts und links eine gesunde, tvagfäHrge Poi rk ter Mitte durchzusetzen und so unser Volk langsam zur Genesung zu führen.
Der zweie Redner, Herr G. Müller-Berten,, Generali ekretär des Deutschen Bauernbmrdes, Mriglivd des Reichswirischaftsrates, fesselt durch ferne packenden Ausffchrungen über die landwirt- Verhältnisse die Aufmerksamfeit im höchsten Grade. Für die Landwirlfchast ioäre es ein verhängnisvoller Fehler, sich in ihrer Gesamtheit als erne poltttsche Pariei zusammen zu oraani-
ernährung angelangt sein. Wir bedürfen her Hebung der wrrtschaf lichen Freiheit, bk durch ,i ZwangL'wirffchaft gebunden war. .Kvnsumcitl und Vooduzent mußte sie brechen, um leben und wirt-
Nun bleibt aber auch der schönste Lehrplan nutzlos, wenn er nicht den Schülern vorgeführt wird. Also ist die Voraussetzung für lerne Verwertung die Anwendung geeigneter Bildwerfer. Für Lehrzwecke kommen abw nur Apparate in Betracht, die einer Reihe besonderer Bedingungen genügen. Bei dem einen ist das Bemerkenswerteste du Stillstands-Vorrichtung, die es ermöglicht, mittels des Druckes auf einen elektrischem Knopf das Laufbild jederzeit anzuhatten, so daß der Vortrageiide Erklärungen und Belehrungen bei tfrag? und Antwort ein schalten kann.
Emen Einblick in die Art dieser Lehrfilm? gaben zwei Vorträge der Kulturalckcklung der Ilia <)n.lmGesellschaft, die gestern und vorgestern im Licht,vielhaus Bahnhofstraße vor den hiesigen Behörden, vlerzten und Lehrern stattsanden.
Welck« Einblicke in bas Leben der Tteciv-ckl gewann man burd) die Darstellung der Wasser! irre der Forellen zuckt, „der Biene und anderer Klein- .icre Man stelle sulf vor, daß inan nicht nur das Qfbeiteni)2 Herz- des völlig buick-lencheien Waster- Ilohs mi sehen bekam, svn ern in 14 000lackier Vcr- gröstenmg sogar einen Sckuni'-citz.'r, die $rrnnr;nn ter im Darnr les nur 1 Millime er g-noße.i Wa [er
'' uK c«s kleinste aller bäkann en Le.e- ellt. Berblmiend \m .en Tr.ckze-.chnrur-
sck.aften zu können. Daher muß sie anfhöven, bzw. abgebaut werden. Ftestzustellen aber sei gegenüber deutschnatiunaler Geschicktsentgcllung, bay die Väter der ZwangÄrirtschast, feerr v. Delbrück, v. Batecki und v. Waldow ihnen oerioanvte Politik^ sind, die von rechts stammen. Sie hätten auch die übelbeleumundeten Ärtegsgesell!chaften gegrick- .bet und im Stiege die Pveispoli.ik getnfben, bie die Arbei er in Hurrachimmnng crhal.eii sollte. Dagesen habe die Denrok atische Partei unablässig versucht, die Zwangswirtschaft zu mildern und abzuschaffen, und nxrm es ihr nicht gelang, fo lag dies am Widerstreben der Sozialdeniokeatie. D'r in der Agilation immer wiederholte Ver>iich der Rvchtsparleien, die Demokvatie für die Avangs- Wirtschaft verantwortlich M machen,,sei um so un- serechtec, als alle Tliiträge auf Abbau der Ztoangswirtschast von dem FüHE' des Deutschen Bauernbundes Dr. B o e h m e und der Demokratischen Partei muJ-gingen. Sollten die Großstädte im kommenden Win.er nicht ernährt werden können, so toürbe allerdings eine neue, schlimmere Zwangswirtschaft broben. Sie müsse abgewendet werden, die Landwirffckfaft muffe a les tun, um bie Großstädte sick>erzustc len Pflicht der Regierung sn es, die verbvechrrischen 5)Ärdier, die durch phan- tastisckse Preise die Bauern verführen, mit dm schwersten Strafen zu treffen. Mit Bezug auf bm bantigen K a r t o f fel ka m p f erinnert der Redner daran, daß die Liefeiung?Verträge., die dm Aus- garrgspunkt der heutigen hohen Preise bildm, bt2 gerade von den Svzxildemokraten so bekämpft werden, der sozia'istische Minister Robert Schmidt zu Stande gebracht lmt. Durch Besserung der Kartoffel- und Schsveinefvirtschaft hofft er, wird allmählich sich eilte Hebung ber Berhäkmiste erzicken lassen. Zum Schluß ztegi er noch, daß die Demo- 'etz, bei der
iu.vc4i, Win jik Lontroe gegenüber oen anderen Karren mA durchsetzen, ba Jie nur ein viertel t^r Beelterung auSmache. Sie mässe die andereii $ arteten durchdringen, um ihre Stellung Ku seltenen Tn- unl^.gbar schwere nneufrieLenbeit St-tei u. Land ewstamme £ Geiuhl,_daß er den wtrtfchaf.lich-n B>den unter den Fünen beritert. Er suche die Ursachen hierfür Nu finden, und da set es ein falsches Spiel und demag^gticke Falschmünzern, bie neue Saals form und bie Romerung hierfür vermckwonlich zu machen. Keine anvere Regierung ober Staats- Jorm kmrnte fetzt biete Verhältnisse aus der Welt saaffen. Pvli tk habe mit der Wirtschaft nicküs zu tun. Dnnschtemd Jet immer m seiner Ernäh- ning son der Einfuhr abhängig gEsen; die 5t negswirt' chaf t, bie dies unterband, mußte zwangsläufig zum Raubbau der Pwduklion führen, Niexrlcvge und Rckolution vollendeten den Zufammenbruch. Ebensowenig fei die Größe der Steuerabgaben an eine Ragverungsfiorm oder ihre Vertreter g.binteen, jede Regierung müsse, gleichviel wie, bie Mittel aufbriugen. Unser Elend ist in drei Worten gesagt. Wir brauchen mehr <-ls wir
Aus Statt und Land.
Gicßen, den 16. Nov. 1920,
Der Film als Lehrmeister.
Ms Gutenlerg die Buchdruckkunst erfand, konnte niemand ahnen, zu w'lchw Bedeutung sich diese Erfindung auswachsen sollte. Aehnlich steht es mit dem rollenden Filmband, dessen Erfindung noch sehr jung ist, obg.eich es inzwischen zu einer technischen Vollkommenheit gebracht wurde, die dem Laien eine wütere Verbesserung unwahrscheinlich macht, es sei denn, daß er dE Möglichkeit farbiger Filme in Erwägung zieht. Gewiß, was der Kinobesucher an technischen Leistungen bestaunt, die in der Hauptsache auf geschickter Rcgiearbeit beruhen, ist kaum noch zu überbieten. Ob aber ter Unter hat Lvigssilm zu künstle chckem Wert erhoben wvrderi Krim, ist eine große Frage. Hier fdietnen die ZukunftÄnöglickitteicen des Films erschöpft.
Anders ist es dagegen mit dem Lehrfilm. Von ihm ist oft gesproßten worden, ohne baß man greifbare Resu täte zu sehen bekam. Es fehlte an einer Organisation, die sich dieser bedeutsamen Aufgabe annahm. Nun hat bereits vor l'/r Jahren der Bilder-Bühnen-Vunb Deuffch.r Städte E. V. unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Dr. Ackermann-Stettin den Gedanken der Verwerfung des Films zu Lehrzwecken ausgenommen, und die Usa- Filmgesellschast sich ihm gegenüber zur technisch- praktischm Unterstützung jenes Gedanlens vert:iag- lich verpflichtet. Dies fand seinen Ausdruck durch die Gründung der sogenannten „Kulturabteilung", deren Aufgabe lediglich die Herstellung von Lehr- silmen auf allen ^bieten des Unterrichts und der Wissenschasl, der Volksbildung und der Volkswohlfahrt, des Handwerks und der Technik umfaßt, und zwar nicht zu propagandistischm, sondern zu Päda- gogischrn Zwecken. Diese gemeinnützige Einrichtung, die trotz bet erheblichen für sie gebrachten Gelbopter nicht große Gewinne abwersen, sondern lediglich sich, selbst erhalten soll, geschah unter der Voraussetzung, daß die hergestellten Lehrfilme von allen staatlichen und städtischen Schulverwaltungen in weitestem Umfange für L-Hrzwecke nutzbar gemacht werden würden. Rach der Aufnahme erfolgt die pädagogische Bearbeitnng des Positivs durch den betreffenden Fachwi,senschast.'er oder Pädagogen, das Einfügen von stehendeii Lichtbildern und schematischen Zeichnungen, sowie die Anfertigung des jebem Lehr- und Anschauungsfilm herzu gebenden Vortrags, der dem Lehrer für die Erklärung ber einzelnen Darstellungen eine Handhabe bieten soll, ohne ihn hierbei irgendwie zu.binden.
Nach der Fertigstellung werden die Lehrfilme der unter Leitung des Professors Lampe stehenden Bildstelle beim Zentral-Jnstitut für Erziehung und Unterricht vorgesührt, um eine Ent- schffdung darüber zu erwirken, ob sie für Lehr- und Unterrichtszwecke geeignet sind.
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mc. Frankfurt a. M., 15. Nov. Att Allerseelentage hielt ein Verein tm Vorov Bockenheim eine Gedächtnisfeier sul seine gefallenen Mitglieder ab. Am anderer Tage erschien bei dem Vorsitzenden ein Be am ter der Magistratsstelle zur Einziehuns der Vergnügungssteuer und fragte, wie e. mit derselben sei, da man doch sicher aua getanzt habe. Unglaublich, aber wahr.
mc. Frankfurt a.M., 15.Nov. Bem
** A m tliche Personalnachrichten. Uebertvagen wurde am 6. November dem Lehrer Georg Gönner zu Hitzkirchen, K4teis Büdingen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Södel, Kreis Fri'.ckkerg. — Erledigt ist eine mit einem evan- gtliidjen Lehrer zu befetzende Schulstelle zu Gelnhaar, Kreis Büdingen. — Erledigt ist bie mit einem evangelischen Lehver zu besetzende Schul- stclle zu Bobeuhausen 1, Kreis Büdingen; bisher war Organistendienst mit beiden Sdel.en verbunden.
♦♦ Einbruch. §eute nacht wurde hier in einem Pelzgeschäft ein Einbruch verübt und für 40—50 000 Mk. Pelzwaren entwendet. Es wurden hauptsächlich Pelzkragen und Muffe gestohlen, und zwar Fuchspelze, Alaskafuchs, Silberfuchs und Skunkspelze. Die Diebe haben die Sachen in Kartons mit der Firma Kretschmar Gießen verpackt. Vor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen.
*♦ Brenn stosszuteilung an Ein- zelpersonen. Auf die Nummer 2 der L-Karte (Einzelpersonen) können bezogen werden: I Ztr. Eiformbriketts und I Ztr. der übrigen Kohlen- oder Kokssorten. Die Nr. 3 wird mit 5 Ztr. Hart- oder Weichholz beliefert. Siehe Anzeigenteil.
** Die Vortragsvereiniguna (Kaufmann. Verein und Ortsgewerbeverein) veranstaltet am Freitag, 19. Nov., abends 8'/- Uhr, im großen .Hörsaal der Universität ihren 4. Vortrag. Dr. Alfred Koppen, Berlin, wird sprechen über das Thema: „Der deutsche Kaufmann als Wiedererbauer des Sttaates".
** Der Landwirtsch. Lokalver- einGießen veranstaltet seine erste Winterversammlung des Jahres 1920 am Donnerstag, 18. Nov., 3l/2 VLfyc, im „Hotel Schütz".
** Ter den tsche Kau srnann. Ms Aw öegung der Reickszentva'e für Heckatbienst wird am Freitag, 19. Nov., abends 81/2 Uhr im großen Hörsaal der Universität in der Vortragsveremi- gurg (Kaufmänuisckier und Ortsgewerbe', e ein) der Tvzent der Humb ldt Hock^/mle in Berlin, Dr Alfred Köp^n et en Lichtrt.lec-Vortrag über das Thema: „Ter deuffche Kaufmann als Wie er- auf bauer und Külturbringer Deutschlands", halten. Tr. Koppe, der als gewandter Red. er bekannt ist, wird den Kausmonn in vergangenen Tagen schildern, wie er Kulturträger zur Zeit der Hanfa gewesen ist, Glanzzeiten unter Karl V. zur Entfaltung bracht', als Mäzen von Kunst und Wissenschaft sich bestätigte und sich sogar als Kolonisator, als Herrscher der See becuen fühlte. Wir verfolgen ihn nach dem 30) (übrigen Kriege bis 1871, Was ihm D- uffchland seit dreier Zeit ve bau Et, ist eine Ruhmestat. Wie 'ber Kaufmann im Bunde mit der Industrie berufen ist, unse e Wirtsck-astä- verhältnisse wieder zum Leden "zu erwecken, welche Wege zum Aufschwung führen und wie kaufmännisches Denken das Staatsleben in Zukunft beherrschen muß, wird dann weiter gezeigt werden, wobei vornehmlich auf die Neuorientierung und auf pspckwtegisch: Arbeitsmethoden cf gelangen merben soll. Der Eintritt ist frei. (Sie^e Anzeige.)
** Vortrag Lamba ch. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß ber von der Deutsch- nationalen Volks Partei veranstaltete öffentliche Vortrag des Herrn Lambach am Mittwoch dm 17. Nov., abends 8 Uhr im Hot4 Edtho'u stattfindet. B?i der durch Piaöat.' angeveig c.i Vec nnm.ung les Teutsck> nationalen Handiungsgehiljenverbandes im Hotel Großherzog, tn ber Herr Lamlwch ebenfalls spricht handelt es sich um eine Versammlung der kaufmännisch Angestellten.
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| Und dann erst das Gebiet der Medizin. Ein • Studierender wird hier, ico das Krankheitsbild genau festgehalten, wo ber Ve.lauf einer Blind- barmoberalion in allen Stadien jederzeit wieder vor bas Auge geführt und durch eine besondere Neuerung an jeder Stelle zum S.i.lstcmd gebracht werden kann, mehr lernen, als wenn er einem Dutzend Operationen beiwohnt.
Ebenso instruktiv war z. B. der schematische Vorgang einer normalen Geburt im Trickfllm, das Sort)d)reiten ber Infektion bei den Geschlechts- l'rankhriteu, syphilit.sche Krankheitsbilder aus den Kliniken und Jrreuhäufern, ober ein Kursus über Säuglingspflege.
Die Zukunft des Films für die Wissenschaft beruht aber auf der Kombination mit dem Mikroskop, dem Rönt^estap^arat und dem Hochfreguenz- apparat, der es ermöglicht, in einer Sekunde bis 10000 Aufnahmen zu machen. Diese Zeitlupe läßt einen vom Auge in den Einzelheiten nicht zu erfassenden Vorgang als ganz langsames Geschehen echcheinen.
Das geladene Auditorium war von den Vorführungen so überüMltiat, daß man auch für Gießen mit ber Einführung dieser Lehr- und Aufklä- rungsfilme rechnen darf und dies wäre sehr zu begrütjen.
Hierbei sei erwähnt, daß der Film über die Gesch.echtskrankheiten mit einem Beglcitvortrag eines hiesigen Ar-tes am nächsten Sonntag im Lichtspielhaus Babubofstraße vorgeführt wird. Niemand sollte diese sachliche Belehrung versäumen.
Beranstattungen.
Dienstag: Steidttheater, 7 Uhr, „Bun- büry". — Markussaat, 8 Uhr, FamUienabend des Wartburgvereins und des Markusfrauen- verein. — Aquarium, 81/» Uhr, Mitgliederversammlung der Dem^okratischen Partei. —
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Q. Bad-Nauheim, 12. Nov. In te:’ heute ab gehaltener Stadtverordnetenvei" sam m l un g erstattete ter Untern ckung-" ans schuß Bericht über keine Verse > m sich während der Kriegszeit bei bec staotischs Lebensmittelversorgung ergeben toben. In bfl' Hauptsache -handelt es sich um die Stabtlefretän Schließer und Weile, bere t Büch'r intot' > deutlich geführt sind. Um die Sa^e aus der Aek zu schaffen wird beMoffen, die Bücher entern vev eidigteu Revisor zu übergeben. Bon dem Ergebnil ber Prüfung soll es abhängen, ob ge*ert Sck. u™ W. ein Difziplmarversahrm etnge e."t-t werte« kann. Die Beschlußfassung l-ve über behalt süh M S tadtvermtmetenvers-ammlung vor.
Hessen-Nassau. Gtfängnisübcrfnllnng.
mc. Frankfurt a. ,M., 15. Nov. Dai Frankfurter Gefängnis in Preungesheim tj so sehr überfüllt, baß man dorten nur noct solche Häftlinge aufnimmt, die länger wir sechs Monate zu sitzen haben. Alle an- deren hat man auf unbestimmte Zeit ent' lassen über ihnen mitgeteilt, daß vorerst keine Möglichkeit besteht, sie in Kost um Wohnung des Staates zu nehmen, worüber diese nicht gerade böse sein sollen.
Cafß Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-Meidinger. — Lichtspielhaus, „Vampire", letzter Teil, und „Das Baluta- inädel". — Lichtspiele, Seltersweg,
erjchetneiiden Hergänge auf rein natürliche zurückzufuhren sind.
** Der Wartburg-Verein veransialt 1 zuiamm-n mit d.-m MarkusL.au. nvir.in b e u h Dienstag abend 8 Uhr im MarkuSfaal einen Fa- nttlienabenö, bei dem Frl. Rmnert-Gießen a? Hand von Lichtbildern einen Vortrag über „Rothenburg" hatten wird. Näheres stehe Anzeiac
Landkreis Gießen. Schlcichbändlcr.
? Hülzheim, 13. Nov. Im Laust dieser Woche machten die Gendarmerie- Wachtmeister Fuchs und Gvoßhaus von Lang- Göns in unserem Ort einen guten Fang bei einem Handelsmann. Sie beschlagnahmten 12 Zentner Weizen. Der Handchsmann und ein Landwirt waren im Verdactzt, zuvor an einen Frankfurter, welcher mit dem Auw hier war, Mehl usw. abgegeben zu haben; es wurde daher auch bei dem.Landwirt nachgesucht, wo dann der Polizei eine Menge Heeres gut in die Hände siel. — Einer Siegener Hamsterin wurden 4Vr Zentner Frucht^ sowie Butter, beschlagnahmt, die durch das Milchsuhrwerk Holzheim nach Lang-Göns befördert werden sollten. — Einen Oberhörgener Landwirt ertappte die Gendarmerie in unserem Ort, als er drei Zentner Weizenmehl weiter befördern wollte. —'»An der Haltestelle Kirchgöns sieht man täglich Schleichhändler, welche von den Orten Holzheim, Grüningen, Niederkleen, Pohl- göns usw. kommen. Es wäre hier angebracht, diese Stelle dauernd mit Polizei zu besetzen.
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-m. Trais-Horloff, 15 .Nov. Ein tödlicher Unglückssall crcig.etc sich ge'ern fei AusbcsserungSarbriten auf der hte ig n B.aun- kohsengmbe „Friedrich". Durch Einsturz emes Teils des Schacht 3 wurde dec Bergmann Karl Weber, Utphe, Ba ec me re.ter Kinder, verfchüttct und konnte, da bte Wegcäumung ter Stellen- balfen und der Etdm<rssen geraume Zeit erfordei- ten, erst ont Nachmittag als Leiche ge?orge t roer- den. Ein anderer Bergmann, der le. ix-m Verunglückten arbeitete, konnte sich noch rechtzrittg retten.
Kreis Büdingen.
Hr. Ober-Mockstadt, 14. Nov. Wäh> vend die umliegenden Orte bereits elektrisches Liiht haben, ist man endlich auch hiw bayi gelbnuner., bte Lichtanlage zu beschlteßsu
Kreis Schotten.
E Laubach, 14. Nov. Die hiesige stäbtische Ziegelei staub schon längere Zeit, vor und während des Weltkrieges, außer Betrieb. Erst vor etwa einem halben Jahre hat bie Stadt Laubach diese zu einem mäßigen Pachtpreise an bie Gebrüder Schumann, welche aus dem Elsaß vertrieben wurden, auf vorläufig fünf Jahre verpachtet. Jetzt schweben Verhandlungen Zwischen Verpächterin und Pächtern wegen Ver- bzw. Ankaufs der Ziegelei. Die Gebrüder Schuman» wollen bie Ziegelei mit maschinellem Betrieb einrichten, bamit sie rationeller arbeiten können. Wahrscheinlich kommt die Ziegelei, faß sich bie Stadt Laubach zum Verkaufe schluU macht, zur öffentlichen Versteigerung.
Kreis Friedberg. Naubiiberfall.
nt. Friedberg, 15. Nov. Der Gefreile Jakob B ise, geb. am 8. 9. 1897 zu Jllkircher bei Straßburg, z. Z. in der 8. Konip. R. W. R. 1L in Kassel, wurde in der vergangene, t Nacht gegte 2 Uhr in der Näle des Stemhäu''er'stle.t (£i> teiches von einem bis jetzt noch imbe3annt:n Zättc ange-halten, ihm ein Schuß mit irgend eirtr <Schtehwafst in die linke Brustsette b?t'geb.acht und« nad)bein beraubt. Bei dem Vorgang hat ei: e Mite telSperson mitgesp'elt, auf die dec B rletzte emn tcmlid? genaue Erg aleme.it.be chvribung abgrge* ben hat. Diese ist etwa 26 bi3 28 Jahre all- 1,65 Meter groß, hat volles Gefischt ist bärtig; und trug dunk lg a en Anzug unb bunflcn Hut Ter eigentliche Täter ist 1,70 bis 1,75 Meta: groß, er trug einen Ueberzie'ter und lacke uvi seinen Hals ein Halstuch nmgesck-lagen. Ter Tüte: hat den Verletzten, nachde.it e: aus diesen etec: Schuß abgeseuert, seiner Barschast in Höin von 350 Mk., die sich in feiner B ieltafä-e tk"
Die barometrische Depression, die mit ihrem Kern (755 Millimeter) über Nordskan- binabien nach Nordosten wanbert, beherrscht die Wetterlage. An ihrem Südrande haben wir immer noch mit Niederschlägen und später mit Abkühlung zu rechnen.
** Em Expenmentalobend findet Tonmrskm 14. Nov., un Hotel Einhorn statt Dec Wüncktenec Doze.it Dr. Ma^er-Weil stutzt
by F^nDuilg e-gcknife ter exakten >nu o-*,uuHun, u. un., -
Wiqcnschait, sur b« alle Dem Laien übersumlich .Arbeitsamt waren im Monat Oktober
Wettervoraussage für Mittwoch: Bedeckt, zeitweise Nieberschläge, später kühl, westliche bis nordwestliche


