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Gießen, den 13. Nov. 1920.
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Hocbschulnachrichten.
si Marburg 14. Nov. Im großen Hörsaal des Lanograiemhouses fand ge'tem die feierliche Immatrikulation der Stu'üereuden statt D:r derzeitige Nektar, Geh. Rat Prof Dr. Hofmann, erinnerte die Stützten und Studmttmten an die akademischen Pfliisten und Rechte und ermahnte zu fleißiger Arbeit. Tann traten diese cui- zeln an ihn heran und nahmen unter Handschlag ihren Matrikiel in Empfang.
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Die ttartoffelversorgung.
DaS Recht der Enteignung.
Das Hessische Landesernähnungsamt i hlgende Bekanntmachung:
MIA« einer W ftafion fit MM.
Wir beabsichtigen im Kreise Gießen eine Jucht- station für Pekingenten zu errichten.
Bewerber um dieselbe wollen sich bis zum 1. Dez. bei dem Landwirtschastsbammer-Ausschuß für Ober- Hessen in Gießen, Friedrichstraße 6, melden, woselbst auch die Vertragsbestimmungen erhältlich find.
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■ Tänze, besonders die modernen, wie: ' Oie-sten, Boston, Glocken-Foxtrott, Red- ‘in ’ S/ingan, Fandango, Tipsy-step, The n Cjrer» riesitations - Waltz, Rouli-Rouli, ' Ui di an - Rag, Tango-Waltz, Tango 1920, * HL^,na* Mata-Fastio, Maxixe bresilienne, iv ze^Feodora-Walzer, Frühlingsboten-
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t itg der Lanbes'enttalbehördan zum Erlaß von i.'chstpreisen gründen.
Die Vcrsorgungsregelung er» rienen Anordnungen sind in § 12 und 15 der Äkiizenannlen Bekanntmachung enthalten. DaZ Pled)t zur Wegnahme und Enteignung i kündet sich auf 'di.' Verordnung ü^er die Enrelg- tiifi von Geg>:nständen des täglichen Gebrauchs knt 23. Juli 1915 (Rrichs-Grietzbl. S. 467), so- K ims §4 des Gesetzes betr. Höchstpreise.
hätten nicht die reichZgesetz.ichen Bestim- totgen die Möglichvrit sur Regelung gegeb.m, so •® e die hessische Regierung verpf ichb:t gewesen, <u Grund des § 48 der Reichs Verfassung für das
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Landesgebiet die erforderlichen Maßnahmm zu treffen.
Um eine weitere Gefährdung der Versorgung der Beoö tenmg mit Kartoffeln zu verhüten, wird DTO-41 alle, welche zur Nich befolgung geg.'n die erlaßenen behördlichen Anordnungen auffordern imd diese Anordnungen durch Eniste.lung der Tatsachen verächtlich zu machen suchen, auf Grund der §§ 110 und 131 des Reichsürafgesetzbuches unnach- sichtlich eingeschritten tveroen.
Öt. Staden, 14. Nov. In letzter Woche weilte hier eine Kommission aus Offenbach, unterstützt von Sicherheitswehr, um hier und in den Umliegenden Orten Kartoffeln für die Minderbemittelten der Stadt Offenbach au^utaufen. Da jedoch dje meisten Landwirte ihre Kartoffeln abgesetzt haben und nur noch die für die eigen- Wirtschaft notwendigen Vorräte besitzen, konnten nur rund 250 Sen.ner erlangt werden
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A4 WrVett8Tofe gemeldet (September. I ml), für die 1182 offene Stellen (1166) r irhanden waren. Im ganzen wurden 7203 ^rrfonen in Stellung gebracht. Der Arbeits- Schweis zeigt im übrigen eine kleine Entmannung: 2222 Arbeitslose erhielten Unter- | rripung, und zwar 1980 Männer und 242 »stauen, insgesamt 911 098 Mk. (September: 1946 444 Mk. Während alle anderen Berufe |riie wesentlich bessere Beschäftigung auf» |lF»dfen, besteht im Gewerbe der Metzger, Buch- jbiudcr und Weißbinder große Arbeits- Ilo»'igkeit.
mc Frankfurt a. M., 14. Nov. Zwi'chen |tr: Eilenbahndirektäm und der Kriminalpolizm MLiveben augenbli.llich Beratungen über die Gin» fi ji.,)rung eines ouäqt ehn'.en Süterhei sdienstes zur M erhürung der massenhaft yemeü^en Eisen- fib-hndiebstähle Jntereisant ist, daß an die Lienbabnbiret.imi im abatlaufenen Mc-nat For- U'rungen von über l’/t Millionen gestellt w-ntden alles für gestodlme oder „verlorene" Guter. :’it welcher Frechheit übriger^ gestohlen wird, b seist die Ta'saclr daß aus einem verschlossenen ;j.:gen *tmrdxn Fulda und Frankfurt fünf Wert- : r'ete abhant'en tbmmen Donn en, obwohl der Wa- liti versiegelt und unverletzt ankam.
mc. Frankfurt a. M., 14 .Nov. Ter I^eihnachtsmarkt auf tem Römerberg, ein I. r:orifder, Jalrhunierte alter K em kram markt, f , eigentlich in diesem Jahre entgegen so lle, wud ■ uui nad? <tnem Beschluß des Magistrates dennoch In her Zeit vom 3. Dezember bis 1. Januar 11 gkhalten.
mc. Fulda, 14. Nov. Tie Stadt hat das ■in Verhältnis zu anderen Städten teb-e De s i- ■|i t von 1538 000 Mk. Zu der Teckmig dieser l'.!ilerbilanz werden nu?'mohr an neuen Steuern geführt u a Mül ab'U'rgTbühren, Eri-ölmng Massergel es, eine Kavrersteuer, Fremd.m- E iixr, Haus>rufwandsteuer, Dohnlurusste>'er, lö<ießlich noch cnie Gebühr für Tanzvergnügen und ■Ldomobile.
0 Marburg, 14. Nov. In emer gestern Mi Äidere!i<l)en Saise abgeba tenm stark besuchten Mrsammlung des La n divi r t s cha s t 11 d? en Nfretsvereins Marburg tourte ler Hoff- Ktirw Ausdruck gegeben, daß nach Aufhebung der Wl7ischzwangstoirtsck»a't sich d« Liel-be' cride rvicb r ■rorölxcm inib auch durch vermehrte Erzeugung iü^rlidier Tüngemittel die Ern «.t äg? sich nne-er i feien Würden. Mi gemein terurt üt wurde die :utd) B steuerung le beige fü. rtc Ve.teue ung b r 1 Eiidltdjen 2üngemittet, d« wie er höhere Preise j fer landwirtscha't ichen (£r» ugntf.e l düngtet.
ibwirtschastsscknuKirektor Schicht hielt eilen Erreichen Vortrag über „Ca^tgutwechsel und kcatcnzucht". Er führte den Rückgang der Ernten i-ltn den fehle rte.: Tüngemitt.'ln auch auf dm rihvend der lebten Jalsre unter a'senen Saatgut» ttmd zurück und betonte besonders, daß dies aus I Nt snrtoffetn zutrefse.
Nr.32
Kirche nnd Schule.
k. Allend orf a. d. Lda., 15. Nov. Der hiesige Zweigverein des Evangelischen Bundes eröffnete die Reihe seiner dieswinterlichen Beranstaltungen mit einem Lutherabend, der gestern in dem Saale des Gastwirtes Bergen abgehalten wurde. Nach einer Begrüßunasansprache des Vorsitzenden Dr. Kunz hielt unser Pfarwer Liz. Professor Jäger einen fesselnden Vortrag über „Die Jahre 1519 und 1520 im Leben Luthers". Wie immer bei solchen Gelegenheiten hatte sich auch diesmal der hiesige Männergesangverein in den Dienst der guten Sache gestellt. Seine mit viel Beifall auf genommen en Chöre und Volkslieder, die er zu Gehör brachte, trugen wesentlich zur Verschönerung des Abends bei.
— Lauterbach, 14. Nov. Unser rühriger Bolksbiloungsverein steht nun wie er mitten in seiner Wintertätigkeit. Zunächst wurden, wie im Vorjahre, zwei Arbeitsgemetn- schaften gebildet, von denen jede einmal in der Woäfe zufammenttitt. In le: et et b?da> - dclt Rektor Kintel „Staatskmtde an Hand ter Reichsverfosfung 1919", in der andern Bankvorstand Hofstetter „Bank- und Dörsenwe ei". An die Vorträge der Ei.tsüh.e den k imf e t sich Aussprachen an. Auch an andere.: Veranfbaltun- gen (vollstümliche Barträge unb Konzerte) l-at der Volksbildungsretein für den Wi.tter wfedei mancherlei vorge'ele.t. Ein schö es Sbtifr-Tt, r dem uns das Tarmstädter KÄnstleepaar Johannes Bisck>off und Fvau Perlen Wagnersck^r unb Strautz- scher Musildiäitung boten, lie^t jchm hinter uns — Tie Vollsbildungsarbeit im Steife wird ire- sentlich befruchtet von den von der Kreislehrer- säialt g-.-pflegten Bestrebungen nach Fott ildung Da aus dem Lande in erster Linie Geistlich? und Lehrer die Träger einer freien und tiefen Volksbildung fein müßen, totti> von den Vortragsleu.'en in der Kte'shauptsta^t vrel Anregung für d e BUdungsa.b >t am Volke auls La d hinaus- g?hen. Erst kürz ich wurde eine bebentfame Bor- t.agsreih? zu Eule ge ü rt, über le en Beginn wir schon kurz berichtet. Es waren die Vorträge von Prof. Dr. Messer (Gießen), der in klar ver- ständliä'er Meise m grundlegende J-agen der Philosophie etnführte, inbe.tt er „Mate ialismuZ und Id alismus", „Er>.tnt::isleh.e", „Mertte:ve oder Ethik" zum Gegenstat.d ferner Betrackchung n machte Die Art, wie der Redner auch politische Gegenwartsfragen wie die Rassenthcorte und den Bolschewismus vorn Standpunkte seiner Phi o» sophie aus erörterte, machte die Ausfülfrungnt besonders i ttere'fant. We e t ich vvrgearb it?t worden ist der B'l.'sbibungsa beit im Steife schm durch die K r e i s b ü ch e r e i, die in allen Gemeinden untergebracht ist und ab und zu zwischen den einzelnen Geme nden zum Austausch k- mmt. Wie diese Volksbüchereien in den Tienst der Volksbildung S'stellt werfen fönne:t, das zeigte Lehrer
3nm bevorstehenden Totenfest emolehle i.groß.AuSwahl Waldkranze, Kreuze, Buketts, Bosenlopfe in geschmackvoller, haltbarer AuSfülrrung.
Eduard Rieger Svvst- a. Savtzelsglrwerei, Marburger Straße 84, Wie'ecker Weg lü. Tel.78k.
Von verschiedenen Jnteressentmkreisen ist in letzien Tagen die Behauptung aufgeft.'llt wor- daß die behördlicherseits erlassen.'n Anord- flen zur Rece.ung der Karwffelversorgung her Etlichen Unterlagen entbehren. D.'m- erg. I »atüber wird bemerkt, daß die Anordnungen d:s [f Imdesernährungsamles sich hinsichtlich der f e st-
m'u fr . Jf'tfcten Preise auf die Bestimmung d:s «007 ... r»: |12 ter Bekanntmachung über die Errichtung von
hsimn S ieisvrüfungsste'len und die Dersorgtrngsregelung
” C- - W 25. September 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 6075 %-u,',-, cb auf die durch die Verordnung über die Höchst- vom 17. Januar 1920 begründete Berech-
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Kalbfleisch kürzlich tn einen Wrterrg, bet er auf der amtliche:: S^.eis.eh e ko'f^ren; hielt In einer sich ansl» i.'ßende.t Ve.sammlung des SteiSlehrer-.e rms !te t Psc. Gen gnagel(Stockhausen) cr.'.en sehr i te eiiositcn Vortrag über „Was ist christliche Religion'?".
Q Dietzenbach, 16. Nov. 3n der letzten GemeindeiatssiSung wurde Herrn Leh rr Decker das Amt als Rektor der Volksschule übertragen.
ICttnfi nnd W^ficttfchafL
Sranfiurter Uraufführung.
Auch die zweite Fvr.setzung der .Fvralle", „G a s" II, die im Frankfurter Neuen Theater ihre rcichsdeutsche Uraufführung erlebte, zeigt in mtötrtennbarer Weife die Mängel und Vorzüge des fruchtbaren und Inrigevanb en Dramatikers Georg Kaiser, ist stark in Ein-elhri'.cn und Wirkungen des kechtiischen Aufbaus und unbefriedigend unb matt im rein Dichterischen. — Zwischen zwei Parteien, den Blauen und Gelben wogt der Sampf: die Blauen, der mechanischen Arbeit und der seelenwü gnden Herrschaft der Gewalt müde, stellen die Gaser-'Mgung em. Ihre Schlaffheit ruft die Feinde auf den Plan, und nun w.'rden sie zu Lohnsklaven der Gelben. Nun müssen sie, was ic für sich selbst verschmäht, als Frönknechtc der Feinde leisten. Der Milliardärarbeiter, ein Enkel des Milliardärs der „Kvralle", mag ihnen noch so begelsterungserfüllt d« Liebe unb Versöhnung als Zukunstsweale verkünden, sie fol- gcn dem Großingen^eur, der Haß und Al>- schüttelung des Joches pvedigt, und teriangen das Giftgas, das er gegen die Feinde torfen will. Da sieht der Milltardärarbei er, bafj die Menschheit seinem JL>eale noch nicht reis ist, und maclst sich selbst zum Vernich er der bestehenden Welt, indem er den gift gefüllten Bal sckZleudert. Dies irae! In äußerst gedrunigencr Form sind drei ALe auf diesen Gedanken, die sick nur schwer und ungefähr dem Hörer erschließen, aufgebaut. Die AnS)rucksweisc ist übertrieben expressionistisch und oft in reinem Telegrammstil gehalten. Lyrisches laudjt im 2. Mt aus, ohne aber anders denn als Wortbild Vorüber» zuflimmern. Eirce gctoi'fc Bühnemvirkung geht von streng parallel durchs führ en Szenen unb gesch ckt gebrachten stercv.ypm Wiederholungen aus. Aber das Ganze läßt doch, kalt, ergreift vielleicht die Nerven, aber nicht das Herz, und fnibet vor allem keine Lö'ung der Probleme: Auf diese Art könnte noch eine ganze Reihe von „Gas"stücken folgen!
Die Aufführung, von Direk'or Hellmer mü vollem Verständnis gelei et, fügte dem Dramatiker Gcvrg Kaiser hingriiungHvvll auf seine feit» amen Wege: auch das Bühnenbild von Reinhold Schön hätte einprägsame Wuckt. Der Beifall war am ersten Abend matt urto blieb bet der Wiederholung völlig aus. tt.
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Hessische» LandcStheater.
RMK. Darmstadt, 12. Nov. Eine Sensation ! Das ehemalige Landesth^ater bringt Frank Wedekinds „unsittliches" Drama „Frühlings Erwache n". Das heißt: offenbar hat der größere Teil des Publikums eine Sensation erwartet und erlebte in dieser Erwartung eine — Enttäuschung. Lüsterne kamen nicht auf ihre Rechnung. Aber die Aufführung wurde zu einer künstlerischen Tat der Regie. Wedekirrd selbst hat, nachdem seine vor nahezu 30 Jahnen entstandene Sinöertragöbie, in der er das schwierige und mysterienreiche Thema des ferueüen Erwachms beider Geschlechrer problematisch behandelt, jahrelang durch vegierungspräsi- dentliches Verbot von der Bühne verbannt war, erhebliche Striche vorgenommen und eine eigene Bühnen! earbeilung fjerauSg- geben, die sich so wesentlich vom ersten Text unterschied, daß das Okerverwaltungsgericht (durch Urteil vom 29. Fe- lruar 1912) ihm bestätigte, daß „gegenüber dem ernsten Jrchalt und der ernsten Wirkung des ganzen Werkes die anstößigen Strilen weit zurücktreten und somit die Grenzen des im polizeilichen Sinne Zulässigen nicht überschreiten". Nachdem Reinhart den Anfang gemcacht, ist das S.ück im Laufe oct Jahre von unzähligen Bühnen gegeben worden. Die Bühnenbearbeitung sch int aber Publikum und auch der Mehrzahl der Kritiker nicht bekannt zu sein, die die Stricht aus das Konto btr Darmstädter Regie (Harnisch) setzten! Deren Verdienst ist es also keineswegs, dieses „unsittliche" zum ..sittlichen" Drama umgestaltet zu habem nichtsdestoweniger muß es ihr als künstlerisch: Tat angerechnet werden, daß sie die Ausführung überhaupt
ermöglichte trrtb sie so zu gehalten tonßte, daß unverkennbar tiefer Eindruck b.i der Mehrheit deS Publikums vorherrschte, der nur durch die allerdings llippenveichü letzte Szene auf dem Fr.ed- bof, die zu wenig visionär gestaltet war, abgeschwächt wurde und bei manchem Kopischüttel» und Storiid hinterließ. Letzten Endes ist daZ bd Wedetind nicht verwunderlich. Die Bühnenbilder ermöglichten in geschickter Technik schnei le Szenen- folge und waren bei allerV reinfachung bühnerv- nrirT'am int) ckZava'k.eriiiercnd. D^ Rrülen- brietzung durchweg hervorrag.-nd. In den Hauvt- roUen zeigten besonders Bernhard (Momtz), E g ga r 11 r <Melä^r), Anna ® i r t( i n(Went)la), baß sie Wedekinds geistiges Wollen richtig erfaßt unb mit künstlerischem Verständnis erschöpfend Wiedergaben. Im Lehrerkvlleaium ül'erraschteFran» Schneider als Rektor Soimenstich in Sp« unb MaSke durch eine ganz neue Seite seine- Könnens in drastisch satirlicher Darstellung. Do- Publikum nahm die Neuheit mit lebhaftem Beifall auf.
Märkte.
Gießener Wocherrmarkt.
Gießen, 16. Nov. Auf dem heutig« Wvchenmarkt kostete: Butter (Margarine) Pfund 15 Mk., Hükmerrier Stück 2 Mk., Käse Stück 80 Pf-, Säiematte Pfund 3,00—3,50 Mk., Hühner Stück 14—21 Mk, Hahnen Stück 14—21 Mk., Enten Stück 20—25 Mk., Gänse Pfund 8—1Ö Ma k, Ochen-, Kuh-, Rind-, Kalch- und Hammelfleisch Pfund 12 Mk., SchneiT^slri ch Pfund 18 ML- Stalll-a'en Stück 20—30 Mk., Milch Liter 2 ML, Kartoffeln 50 Kilo 30 Mk., Weißkraut Ztr. 16 bis 20 Mk., Wirsing Ztt. 30 Mk, Rotkraut Ztr. 30 Mk., Kohlrabcn Pfund 20 Pf, Sellerie Stück 50 Pf., Lauch Stück 25 Pf., Spinat Pfund 1 Mk.. (gelbe Rüben Pfund 40 Pf., rote Rüben Pfund 40 Pf., Zwiebeln Ztr. 110 Mk., Aepfel Ztt. 80 bis 90 Mk , Birnen Ztt. 80—90 Mk , Nü'se die 100 Sück 2,50 Mk., Toma'en Pfund 1 Mk., Dörrobst Pfund 4 Mk., Merrettich Pfund 1,80—2 ML, Rosenkohl Pfund 1,50—2 Mk., Blumenkohl 1.5Q bis 3,50 Mk, Bulterkohl Pfund 60 Pf., Endttne» Stück 60—80 Pf.
Turnen, Spiel und Sport.
— T u rnver ein von 1 8 4 6. Der Tarn« verein beging am SamS ag in e nen Rä imen feilt Winterfest, das sich eines auß rurdcn lich starken Besuches erfreuen hatte. Die Darbietungen, bestehend m Theater, einem komischen Akte unb Turnen der ersten Ri'ge am Barren, der Zöglinge am Pferd sowie der Damenrivge mit Freiübungen sanden ungeteilten Beifall. Ausgezeickriet gefielen auch die Marmvrgruppen, die den Turner tn verschiedenen Turn- unb Sport arten darstellte.
-m. Hunden, 16. Nrv Der hiesige Rad- fahrerverein „Germania" bot am Sonntag abend im Saale des „Darmstäd er HoseS" seinen zahlreich erschienenen Milglie.ern und Gästen einen sehr genufjreüfen Abend. Der Bereit, hatte sich an das für Tilletanlen äußerst schwterige vornan* tisck»e Volks stück mit Gesang in fünf Aufzügen „Der Freischütz" herangewagt unb es «lang ben Darstellern, ihre gro&? ?bifgabc irefflüh zu lö en. Wem, auch Darstellungskunst und Lechnck nicht das bieten lvnnte, was das Stück bedangt, so ist die Aufführung doch gut gelungen und der reiche Beifall nach jedem Aff bewies, 'welch tiefen Eindruck das Sp el auf die Zuschauer machte. Mit Taitz schloß eie Deranslrll ung.
x Bad-Nauheim, 15 .Nov. Der Turn- । verein 1860 veranstaltet? b/’ent abend in seinem l Vereinshause einen wohlgelungenen U n t e r h a l - tun g s abend für seine zahlreichm Mitglieder. An ben reichhaltigen Darbietungen waren außer der Fechtriege alle Abteilungen des Vereins beteiligt. Die Turner und Turnerinnen boten Frei- und 1 Stabübungen und turnten am Reck uno Barren, wobei man die erfreulich: Wahrnehmung mache» konnte, daß der turnerische Kunstabend, ben bi« besten Turner bes Gaues Hessen im September gelegentlich der Jubiläumsstterlichkeiten des Vereins im Kurhause veranstoltet hatten, unfern Turnern und Turnerinnen ein Ansporn zu turnerischer Vervollkommnung gewesen ist. Die von der G e sangsabteilung vorgetragenen Chöre ' zeigten, baß die Sänger unter ihrem neuen Dirigenten gute Fortschritte g:macht. Das Singspiel „Der Hecht im Karpfenteich " wurde von DereinS- mitgliebern schön zur Darstellung gebracht. k
# Ortenberg, 16. Nov. Am vorige» Sonntag trug unser Fußballklub wieder ei» Verbandswettspicl in Niwa aus. Nidda konnte das Spiel mit 1:0 für sich em scheiden.
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