Einzelbild herunterladen

15. Juni. Die hiesige

e. Eichelsdorf,

Die Firma

Zwei febt schöu möbl. Zimmer, ohne Wäsche, mir Küchenbenutzung per sofort au vermieten -hw» Schiffenberg. Weg 30 I.

werden. Es ist anztknehmen, daß der Brand durch Unvorsichtigkeit eines Zigarettenrauchers verursache

Kreis Schotten.

Ein guter Rat.

e. Schotten, 16. Juni. Die hiesige Bürger­meisterer gibt der minderbemittelten Bevölkerung den Rat, schon jetzt einen entsprechende,! Geld­betrag nach imb nach -urückzulegcn, um im Herbst die Kartoffeln bet den Landwirten anraufen zu können. Wenn die Kartoffeln tatsächlich auf 35 bis 45 Mark pro Zentner kommen, wie die Voraussicht mit ziemlicher Sicherheit besteht, so verdient der Rat der Bürgermeisterei Schotten auch an anderen Orten die weitestgehende Be­achtung.

worden ist.

la. Lauterbachs

II.

Oier hat sich eine liftet. Lorsitzen- Der banptzlvrck ine andere Orts­reichen. Während Nchen, wie Schol- Lebensvnhältnisse der Ortsüasse ? Ortsklasse E feft- e eingereiht sind n Regierung imt im verbst jiati- der Besoldungs- rgs in Onsklafse !g tofU auch ge- vemlgen, sosm, "jt freni Mig

Himmelsbach, Freiburg i. Br., die seit Jahrzehnten hier ein großes Sägewerk mit Jmprägnieranstalt betreibt, errichtet $ur Zeit unmittelbar auf dem Betriebsgelände die Einrichtung für eine groß 'an­gelegte Backsteinbrenner et, die durcb Maschinen betrieben werden soll. Nach eingehender Unter­suchung durch Sachverständige eignet sich "der Bo­den vorzüglich zur Herstellung der jetzt so raren Backsteine und ist auch in solcher Menge vorhanden, daß er zum Brennen von Millionen von Steinen ausreicht.

yirtiÄ teilen M

5Jln S«, tengen^. hw-

A $a», S1*«» 4 ° N $(* da bal.

ä®'1 IMt da 5? «We, f», « Welch unge- Z das.ReiL- °t, beweist unter ernten deul- J? das größte

sMen ^itraltntonoDol rat sind ^teich verloren oaargebiet und -tet, um diese W ru einem tur zu mch-n. $ iveitveizweig- sch zur Ausgabe Wege >u dmen.

ÄofjuMg, ganz Deutsch- auch Elsaß-Loth- r Geschichte, sich chast nicht mehr

W Hmres KMemch-i -»not on Laubach W en BlchnübnM ertenrod vor k in doh Grünbeii mit einem BW Sahnübergang f e die Straße hm acht zu überM Landwirt Dn- >n drohenden > 15 störrisch gem- £ ui bringen. M unb sem b» M sielen unter dm Later s^ fln

W Meter weit nonbenM«n fyg endlich, 8um ^Wersaltun- ^nb zog er nDffl

MS

ÄS rs der J 111

15. Juni. In Maar ist die Maul - und Klauenseuche in ver­schiedenen Gehöften ausgebrochen. Sic ist durch einen Twnsport Ferkel aus Preußen eingeschleppt worden. Die Gemeinde Maar wurde zunt Sperr­gebiet erklärt. Als Beobachtungsgebiet ist der ganze Gendarmeriebezirk Lauterbach erklätt. Der Handel mit Klauenviehist im ganzen Kreise .Lautevbach untersagt. Ebenso ist die Einfuhr von Klauenvieh in den Kreis Lauterbach verboten. Tie Ausfuhr von Klauenvieh ist nur mit kreis­amtlicher Genehmigung zulässig.

Kreis Schotten.

r. F r e i e n s e e n, 16. Jüni. Bor einigen Wochen beschloß eine gemeinsame Sitzung von örtlichen Vorständen, zu der auch die übrigen Gemeindeglieder eingeladen und zahlreich erschie­nen waren, eine Ehrung der Kriegs­gefallenen und der Kriegsteilnehmer. Für die Gefallenen soll auf dem alten Kirchhof eine doppelte Baumreihe, alleeartig, für jeden Gefallenentrl Baum, gepflanzt uno anschließend im Hintergrund vor der mit Efeu bepflanzten Wand ein Gedenk­stein errichtet werden, der Kriegsteilnehmer Na­men werden auf einer Gedenktafel in der Kirche verewigt werden. Wenn man sich auch über den Plan im ganzen einigte, beschloß man doch, vor der Ausführung weitere Erfahrungen zu sammeln. Einstweilen sollte eine Haussammlung veranstaltet werden. Sie ergab den stattlichen Betrag von 1885 Mark.

Kreis Friedberg.

X Bad - N au heim, 15. Juni. Ein Strauß-Reger-Fe st findet in der Woche vom 21.28. Juni hier statt. Es' werden drei Konzerte mit einem auf ca. 90 Musiker verstärkten Orchester am Montag, den 21., Freitag, den 25. und Montag, den 28. Juni veranstaltet. Es ge­langen folgende Werke zur Ausführung: 1. Abend (R. StraussAlso sprach Zarathustra" undTod und Verklärung"; dazu Lieder, gesungen von Elena Gerhardt. 2. Abend (Max Reger» Serenade Lp. 95 in G-dur und VLozart-Bariationen, dazu Lieder, gesungen von Gertrud GeyersVach, vom Nassauischen Landesthoater, Wiesbaden. 3. Abend lR. Strauß)Don Juan"Till Eulenspiegels lustige Streiche" undEin Hcldenleben", dazu Lie­der, gesungen von .John Gläser vom Frank­furter Opernhaus. Die künstlerische Leitung des Festes liegt in den Händen von Hans Winder­ste in.

Starkenburg und Rheinhessen.

= Gro ß-Gerau, 16. Juni. Die Maul- und Klauenseuche hat sich jetzt fast auf jeden Kreisort b erbrütet und nimmt immer gefährlichere Formen an. Der Schaden, den die Seuche unter den infolge der Abgabe an die Mliierten ohnehin schon erheblich gelichteten Viehbeständen anrichtet, ist unberechenbar. An die Kinder und Kranken wird von geringen Ausnahmen abgesehen, nur noch Büchsenmilch verabfolgt.

Hessen-Nassau.

mc. Frankfurt a. M., 15. Juni. Beim Baden im offenen Main sind in der letzten Woche nicht toeniger wie neun Personen ertrunken.

mc. F r a n k f u r t a. M., 14. Juni. Der Magistrat hat einen größeren Betrag zur Er­richtung von Jugendwanderherber­gen bereitgestellt.

me. Frankfurt a. M., 15. Juni. Die anhaltende Dürre wird, wenn nicht schnell­stens Regen eintritt, am Untcrmain großen Scha­den anrichten. Das Korn wird schon, ohne rechte Frucht angesetzt zu haben, von unten her gelb. Sträucher und Obstbäume verlieren ihr Laub und die Früchte fallen in großen Mengen ab. Eine ganze Anzahl von kleineren Bächen sind aus- getrocknet oder ihr Rinnsal ist so unbedeutend, daß man noch nicht einmal Wasser schöpfen kann. Die Vegetation erinnert vielfach an den trockenen Sommer 1911.

= Höchst a. M., 16. Juni. Im Auto rückte in der Nacht zmn Montag eine Einbrecherbande von 10 Mann aus Frankfurt hier an und versuchte in dem Herrengardewbengeschäft von Carsch u. Co. einen Einbruch. Als ein Schutzmann hinzukam. warfen ihm die Einbrecher eine schwere Eisenstange mit solcher Wucht gegen den Leib, daß er nieder­stürzte. Der Beamte hatte noch soviel .Kraft, ein Notsignal abzugeben. Die Bande ging darauf flüchtig und fuhr unverrichteter Sache im Auw nach Frankfurt zurück. _________

| Mietgesuche |

Lehrer an höh. Schule sucht für 1. Oktober 3 bis 4 = Zimmer - Wohnung. Schriftl. Angebote unter 010867 an den Gieß. Anz.

Zimmer und Küche von kinderlosem Ehepaar gesucht. Evtl, wird Ar­beit übernommen. Schr. Angeb. unter 010855 an den Gieß. Anzeiger.

Möbliertes Zimmer von ölt. Herrn per sofort ober schnellüens gesucht. Schriftl. Angebote unter 010791 an den Gieß. Anz.

(|t. 0^ SoinG

"Äff »

#1.°^ Sagen.

A

*** .»

| Vermietungen |

SebengebttHde

für ,Fabrik und Lager ge­eignet. mit schönem Keller und Kontorräumen (evtl, als 2Z-Zimr.-Wohn). int ganzen sofort zu ver­mieten. Näb. d. Archtt. Metzer, West°Anl. 6. &no

Blechwarenfabrik hat seit voriger Woche ihren Betrieb wegen Mangels an Aufträgen eingestellt.

la. Lauterbach,

nichts wahr sei. Es

der

auf

d.

Der Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen. Sitzung vom 9. Juni 19 20.

die Gefangenen gedrangsalt worden. Mos dies seien Gerüchte ulno Unterstellungen, an denen gar seien keine Zechgelage gemacht

oz. Merzhausen, 15. Juni. Beim Ar­beiten in einer Lehmgrube wurden die drei Söhne des Landwirts Keller von einer

Büchertisch.

Staatsbankerott und Vermö gensrettung. Unter diesem Titel erschien so­eben im Zeitfragen-Berlag, Berlin-Hehlendors- West, eine von Herrn Dr. Oscar Stilltch, Dozent an der Humboldt-Hochschule, Berlin, verfaßte Bro fd)üre, Preis 4 M., zuz. Pvrüo.

Abriß derSozialpolitik. Vor Dc. Ludwig Heyde. 176 Seiten. (Wissenschaft und Bil­dung Bd. 158.) Preis gebunden 5 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. 1920.

Ter Maler Feuerbach Leben, Briefe. Aufzeichnungen. Ein Buch des Anden Sens für das deutsche Volk. Wusgewählt und herausgegeben von Karl Quenzel. Leipzig, Hesse & Becker Verlag. 460 Seiten. Mist 3 MÜmissrn und 21 Abbildungen. Geb. 18 Mk.

Stenographie.

Steno graphie. Der Stenographen- verein Stvlze-Schreh Gießen errang beim Bezirkstag am 13. Juni in Lollar in den Ab­teilungen 60 Silben zwei erste, einen zweiten und einen dritten Preis; 80 Silben zwei erste und einen dritten; 100 Silben vier erste und einen zweiten' 120 Silben einen ersten und einen zweiten: 140 Silben drei zweite: 160 Silben zwei erste und einen zweiten; 180 Silben einen ersten; 200 Sil­ben zwei erste, 240 und 340 Silben je einen ersten Preis. Außerdem wurden den Preisträgern für beste Leistungen in einzelnen Gruppen acht Ehren­preise zuerkannt.

Turnen, Spiel und Sport.

Rhönturnftst 1920!

Das 14. Rhönturnfest soll am 1. August I. auf der W a s se r k u p p e stattfinden. Das

Vermischtes.

Paris, 15. Juni. (Wolff.) Die berühmte französische Schauspielerin R 6 jane ist in Paris im Aller von 63 Jahren gestorben.

* Ehezeugnisse. Seit Jahren wird viel darüber gesprochen und geschrieben, daß ärztliche Ehezeugnisse vor bem Eingang der Ehe von den beiden Ehebewerbern gefordert lverden füllten. Erst jetzt aber kommt man diesem ebenso wichttgen wie schwer durchzusührenden Plan wenigstens etwas näher. In einem Aussatz derMünchener Medizi­nischen Wochenschrift" über dieses Problem weist Amtsgerichtsrat Schubert daraus hin. daß von tausend Ehen in Deutschland bisher durchschnitt­lich mindestens 950 geschlossen wurden, ohne daß auch nur ein Teil ein Arztzeugnis entfalte. Der Gedanke ist unferm Volk eben noch sehr fremd. Von behördlicher Seite bestand bisher nur eine einzige Maßregel, nämlich in Lübeck, wo der Standes­beamte den Verlobten, wenn sie das Aufgebot beantragen, ein von der Berliner Gesellschaft für Rasfenhygiene farabgegebenem Merkblatt aus­händigt. Aus Wunsch des preußischen Ministers für Volkswohlfahrt hat nun neuerdings der Reichs- gesundheitsrat eine gutachtliche Aeußerung erstattet, in der gesagt wird, daß die Fernhaltung der körperlich und geistig für die Ehe Untauglichen von der Eheschließung ein wesentliches Mittel zur Verhütung der Nassenverschlechterung sei. Ein ganz sicheres Urteil lasse sich in vielen Fällen freilich nicht abgeben. Es genüge auch nicht, die Bevölke­rung darüber aufzuklären, wie wichtig eine ärzt­liche Untersuchung vor der Eheschließung für beide Ehebewerber fei. Vielmehr wird ein Zwang zur ärztlichen Untersuchung gefordert, indem beiden Ehebewerbern auserlegt werden soll, bei der standes­amtlichen Meldung zur Eheschließung je ein in den letzten vier Wochen vorher ausgestelltes ärztliches Zeugnis über den Gesundheitszustand vorzulegen, dessen gegenseitige Kenntnisnahme sie durch Unter­schrift zu bestätigen haben. In diesen Leitsätzen des Reichsgesundheitsrates wird aber das Ziel derartig weitgesteckt, daß sehr viele schwierige Punkte auf dem Wege liegen, die sich erst sehr langsam überwinden lassen werden. Erfolgreicher dürfte ein anderer Vorschlag fein, der von der Nationalversammlung bei der Beratung des Per­sonenstandsgesetzes mit behandelt wurde. Dieser Vorschlag, der in erster Lesung angenommen wurde, geht dahin, daß der Standesbeamte den Verlobten und denjenigen, deren Einwilligung nach dem Gesetze erforderlich ist, vor Anordnung des Auf­gebots Merkblätter aushändigt, bereu Wortlaut vom Reichsgesundheitsamt festgelegt wird. lieber die bereits in Lübeck bestehende Einrichtung geht der Antrag insofern heraus, als er auch em Merkblatt für die gesetzlichen Vertreter minder­jähriger Bräute bestimmt. Wenn auch die Vertei­lung von Merkblättern nur einen kleinen ersten Schritt in Sachen der Ehezeugnisfe darstellt, so dürste doch schon die allgemeine Durchführung dieser Maßnahme von segensreicher Wirkung sein.

Vereine und Veranstaltungen.

Q (Gebern, 14. Juni. Unter der Leitung von Lehrer S ch n i e r I e fand am Sonntag nach­mittag die Frühlingsfeier der Schuljugend statt. Auf einer im Wall>esgrün versteckt liegenbcn Wiese kamen durch die Kinder einige Frühlings­festspiele zur Darstellung. Eine zahlreiche Menge, darunter auch das Erbprinzenpaar zu Stolberg- Wernigerode, das vor kurzem im hiesigen StUosfe Wohnung genommen hat, hatte sich eingestellt und folgte mit gespanntem Jntevesse den wohlgelun­genen Darbietungen. Tfer evangelische Kirchen­gesangverein sowie der Männ>?rgesangvereinLie­berkranz" brachten verschiedene Frühlingslieder zum Vortrag. Die Veranstaltung darf als ein Muster edler Volksunterhaltung und Volksbildung angesehen werden.

h. Nidda, 15. Juni. Die Volks Hoch­schule veranstaltete am Sonntag, 13. Juni, ihr zweites Konzert. Dieses Mal hatte sie das Schüle- rttrnenvrchester der Biktoriaschule zu Darmstadt ge­wonnen. Die Leistungen dieses Orchesters gingen weit über das, was man von einem Difettanten­orchester erwartet, hinaus. Besonders heben wir das Andante aus der 5. Symphonie von Beethoven

Turnen, zu dem alle Vereine, die der deutschen Turnerschast angehören, zugelassen i'inb, wird in 2 Stufen abgehalten: a) Oberstufe: Turner übet 18 Jahre, Vierkampf: 1. Sfeinstoßen 30 Pfd. 47 Meter, 2. Dreisprung 912 Meter, 3. Hoch­sprung m. Brett 1,301,80 Meter, 4. Saufen 100 Meter in 1216 Sekunden. Sonder kam ps: Weitwerfen mit dem kleinen Ball. 48 Punkte be­rechtigen zum Preis. Obmann: Dberturnroart Schnäbler, b) Unterstufe: Turner der Jahrgänge 1903, 1904, 1905, 1906. Dreikampf: 1. Hoch­sprung m. Brett 1,101,60 Meter. 2. Layfen 100 Meter in 1317 Sekunden. 3. Stemmen 50 Pfund zweiarmig. 38 Punkte berechtigen zum Preis, c) Mannschaftskämpfe: Oberstufe: Eil­botenlauf um den Pfahl (4 Teilnehmer). Beste Mannschaft erhält den Wanderpreis. Zur Teil­nahme an dem Sonderkampf und beit Mannschafts­kämpfen berechtigen in der Oberstufe 40 Punkte, in der Unterstufe 30 Punkte, d) Spiele: (Schüler unter 14 Jahren) Schlagball ohne Einschenker nach den Spielregeln für Volks- und Jugendspiele. Die beste Mannschaft erhält den Wanderpreis. Zur Teilnahme find alle Schulen berechtigt, Heinere Schulen können sich miteinander verbinden. Alle Anmeldungen sind spätestens bis zum 24. Juli 19 20 an den Kassenwatt Eduard Kaufmann, Fulda, Buseckstr. 7, zu richten. Für günstige Bahn­verbindungen wird gesorgt.

den. Man habe sie wegen der drohenden Haltung der Bevölkerung liegen gelassen. Mit dem Schießen hätten sie die Flüchtigen warnen wollen. An ein Festhalten der Gefangenen sei nicht zu denken ge­wesen, die hätten sich an nichts gekehrt. Nach Thal sei es, wjie der Beklagte ferner sagte, mit einer Flakbatterie gegangen. An dem Auto sei ein Toten­kopf gewesen: von einem Standgericht bet Stu­denten sei ihm nichts bekannt, ebensowenig seien

sich lösenden Lehmwand begraben. Der älteste Sohn, der im 30. Lebensjahre unb vor der Hoch­zeit stand, wurde infolge Genickbruches getötet, der zweite erlitt einen Beinbruch, während der jüngste sich retten konnte.

oz. Kirchhain, 15. Juni. In einer Kreis­tag s s i tz un g wurden die Anleihe bedin- gungen für die Ueberlandzenttale, die Verhand­lungen mit der Versorgung mit Elektrizität angrenzenden vberhessischen Orte besprochen.

worden. Auf Befragen des Klägers meinte der An­geklagte, daß die Leute unter sich anscheinend den Gedanken gefaßt hätten, sie würden ohnedies er­schossen. Die 'Gefangenen habe man mitgenommen, weil sie Lebmsmittel mit Gewalt geholt und weil sie als rote Garde verdächttg gewesen seien. Auf Einwand der Verteidigung bekundete der Beklagte, daß immer veiftucht worden sei, die Durchgänge: festzuhalten. Eine gewisse Aufregung könnten sic wohl mcht leugnen, weil es, wie schon erwähnt, immer rechts und links geknallt hätte. Die Reichs­wehr wäre deshalb, wie er gehört, sehr erbittert gewesen. Die weiteren Vernehmungen erffcreeften sich auf die genauen Einzelheiten der einzelnen Er­schießungen. Der erste Gefangene namens Horn- schuh sei ausgerissen, als sich seine Begleiter eine Zigarette anz ün bet en. Man habe sofottHalt" ge­rufen, das hätte nichts genützt, der Flüchtling fei in einen tiefen Graben gesprungen. Der Vertreter der Anklage fand es merkwürdig, daß bei dem Nebel und dem Tumult die Schüsse alle so gut getroffen hätten. Der Beklagte Engelbrecht sagte, daß er einfach in den Graben geschossen habe, ohne die Msicht, den Mann zu treffen. Die Gefangenen hätten zum Teil bei dem günstigen Gelände Ge­legenheit zum Entkommen gehabt: manchmal feien Bahndämme, Hecken, Gräben usw. in der Nähe ge­wesen. Mit ihrem schweren Gepäck unb ihrer großen Müdigkeit seien sie, die Begleiter, auch gar nicht in der Sage gewesen, den Flüchtlingen zu folgen. Nach Hvmschuh feien die anderen Efefangoneu im­mer rechts und links ausgerissen. Der Angeklagte Brand meinte, die Verhafteten dürften besonders durch die ErmuttgUng^ der Bahnarbeiter in Mechter- stedt, dieOho",Haut ihn" und sonstige Schlacht­rufe ausgestoßen hätten, ermutigt worden fein. Sei­ner Ansicht nach sei die Reichswehr nicht auf­gebracht gewesen gegen die Gefangenen, das seien andere Leute, die Uniform trugen, gewesen. Sie, die Angeklagten hätten sich streng nach den Vor­schriften gerichtet. Andere Truppen hätten eine Menge Gefangene gemacht, die in Gotha sofort wie­der freigelassen wurden. Im Bad Thal sei gesagt wordenIhr habt aber die flüchtigen!" Auf Be­fragen gab der Angeklagte an, daß die Gefangenen zunächst die Arme hätten hochhalten müssen: fpätar hab: man Rücksicht auf ihre Beschwerden gekommen. Dec Angeklagte Kraus sagte, daß er 50 Meter hinter einem Ausreißer hergelaufen sei, als er hin- gefallen, hätte er die Verfolgung eingestellt. Er habe auf die Beine der Flüchtlinge gehalten. Damit wurde die Vernehmung der Angellagten für heute geschlossen. Für morgen ist ein Augenscheins­termin in Thüringen vorgesehen.

Hoeh-chrilnachrschten.

mc. Frankfurt a. M., 15. Juni. Die sozial- und handelswissenschaftliche Fakultät der Univer­sität hat den Professor und Studiendirektor an der Handelshochschule in Leipzig, Dr. Abraham Adler, arrläßlich seines 70. Geburtstages um feiner Ver­dienste um den deutschen Handel willen zum Ehren­doktor ernannt.

gemäß Ortsgruppe II des getroffenen Abkommens zu bezahlen.

Sitzung vom 10. Juni 19 20.

1. Die bet der Gesellschaft für Beton- und Eisenbetonbau m. b. H. in Gießen ftattgefimbene Wahl des Betriebsrats wird für ungültig erklätt. Binnen acht Tagen ist ein neues Wahlausschreiben zu erlassen.

2. Den Angestellten der Alsfelder Kaufmann- schäft des Einzelhandels ist mit Wirkung vom 1. dlpril auf die Tarifgehaltssätze vorn 12. Januar 1920 eine Teuerungszulage von 40 Prozent für Angestellte bis zum vollendeten 26. Lebensjahre und von 50 Prozent für über 26 Jahre alte zu zahlen.

3. Der Einspruch des Karl Kaut in Lauterbach gegen die Kündigung der Firma R. u. M. Wegener in Blitzenrod wirb verworfen.

4. Den Arbeitnehmern der Schlossereien F. W. Möller, Wilhelm Heiliger unb Hermann Hardt in Lauterbach ist mit Wirkung vom 1. Juni im ersten Jahr nach beendeter Lehrzeit 1,70 Mk., bis zum 20. Jahre 2,10 Mk., bis zum 22 Jahre 2,40 Mk., übet 22 Jahre 2,60 Mk., seMändigen Gesellen 3,20 Mk. Stundenlohn zu zahlen.

5. In Sachen des Gewerkfchaftsbunds der An­gestellten gegen die Vereiniguna der Jndusttie, der Groß- und Kleinhändler Friedbergs sowie des Detaillistenvereins tBad-Nauheim erklärte sich der Schlichtmtgsausschuß für zur Zeit unzuständig, weil die nach dem Tattfverttag vorgesehene Vor­entscheidung, die binnen 14 Tagen herbeizuführen aufgegeben wurde, nicht vorlag. Der im Tarifver­trag vorgesehene Ausschuß hat zunächst, feftzustellen, ob eine erhebliche Aenderung in den notwendigen Aufwendungen für die Lebenshaltung inzwischen entgelteten ist.

unb das Menuett aus der 5. «Ästnphome von Schu­bert hervor. Dazu stand das Spiel der Damen An­tonie Voges (Violine), Dora Dietttch (Klavier) und der Gesang von Ruth Webet auf künstlerischer Höhe.

tt. Schlitz , 14. Juni. Am kommenden Sonn­tag findet hier das Bundessängerfeft der Fulda-Rhön-Sängetvereinigung statt. Der Vormit­tag wird ausgefüllt sein mit der Defegiertentagung, dem Einzelsingen der 15 Bundes vereine und der Probe für den Gesamtchor. Nach einem Festgottes­dienst am Nachmittag, wobei die .,Hymne" von Mehnl zum Vortrag kommt, wirb auf imferem altertümlichen Marktplatz, nach einer Begrüßungs­ansprache durch unser StadtoberHaupt, der Gesamt chotDie 'Sänger" gesungen werden. Sodann wirb sich der Festzug durch die Sttaßen unsrer Stadt zunt Festplatz an der Turnhalle bewegen, wo nach bet Festrede das weitere, reitf)faltige Programm sich abspielen wird. Die Leitung der gesanglichen Dar­bietungen liegen in den Händen des Musikmeisters Leber aus Fulda.

1. Der Anspruch oes P. Schramm in Gießen Wiedetemstelluntz bei der Hoch- und Tiefbau­gesellschaft, vorm. Heinttch Winn & Co. in Gießen, wirb abgelehnt.

2. Dem Einspruch des H. Rehn in Karlsruhe gegen die Kündigung der Versorgungskuranstalt in Bad-Nauheim kann nicht stattgegeben werden.

3. Den Arbeitern der Zimmergeschäste und Sägewerke Krömmelbein II., Johannes Henkel II.. in Lauterbach, Konrad Stöppler II. in Wallenrod Heinrich Metzen darf in Schlitz ist mit Wirkung vom 6. April 1920, soweit sie als Zimmerleute beschäf­tigt werden, ein Stundenlohn von 3,60 Mk., eben­so den Arbeitern des Zimmergeschäfts Schindler tn Steinbach ein solcher von 4,60 Mk. zu zahlen.

4. Die Firma Heinttch Metzenborf in Schlitz wird verpflichtet, den entlassenen Betriebsobmann Heinrich Thamer in Schlitz sowie die Zimmerer Fehr, Kumpf und Trabes weiter zu beschäftigen evtl, durch Arbeitsstreckung im Sägewerksbettteb. Bet Ablehnung der Weiterbeschäftiglung ist eine Entschädigung von 350 bzw. je 300 Mk. zu zahlen.

5. Den Arbeitern der Fretherrlich Riedeselschen Brauerei in Lauterbach und der Gräflich Görtzschen Brauertt in Schlitz sind dieselben Löchte wie in Lick

Gerichtssaal.

Die Gefangenen-Erschießung in Thüringen. [1 Marburg, 15. Juni.

Wegen der schon viel erwähnten Erschießung von Gefangenen gelegentlich der März-Unruhen in Bad Tchal in Thüringen, die durch Angehörige des Marburger ^itfreiwilligen-Bataillons erfolgt fein soll, trat heute früh im großen Saale des Landgerichts das Kriegsgericht zu einer Sitzung zusammen. Den Vottitz fühtte Kriegsgettchtsrat Reiff, die Anklage vettrat Dr. Suröen und die Ver­teidigung hatte Dr. Luetgebvune übernommen. Ms Anaeklagte erschienen der Stud. Göbel und 13 Ge­nossen. Die Angeklagten heißen: Göbel, Jahn, Kraus, Heeraber, Bugge, Schüler, Engelbrecht, Springer, Blum, Nedelmann, Koch, Völker, Voß und Lange. Ihnen wurde zur Last gelegt, am 25. März bei Mechterstedt in Thüringen ohne Berechtigung von ihren Waffen Gebrauch gemacht und Gefangene erschossen zu haben. Der Führer Göbel machte Mitteilungen über den Ausmarsch des Bataillons, die Ankunft in Thüringen unb ben ihm von Oberleutnant Baldus übergebenen Auftrag, die 15 Leute, die in Bad Thal verhaftet worden seien, nach Gotha zu transpottieren. Man habe die Leute in einen Leiterwagen gesetzt und diesen an das Auto gehängt. In Settelstebt, wo übernachtet wurde, seien die Bewohner auf die Gefangenen wütend gewesen. Am nächsten Morgen sei der Transport bei dichtem Nebel weitergegangen, insgesamt feien es 23 Trans­porteure und 15 Gefangene gewesen. Er.schildette dann ferner, wie Schüsse fielen. Er hätte fest- gestellt, daß diese auf Fliehende abgegeben worden feien. So laute ja auch die Jnstruktton. Von beiden Seiten seien oft von Unbekannten Schüsse abgegeben worden. In MechtersteLN seien sie sogar offenkundig bedroht worden und hinter diesem Otte feien dann wieder Gefangene durchgegangen und es fei auch auf sie geschossen worden. Hinten und vom feien Gefangene durchgegan­gen es sei ein großes Geschrei gewesen. Die letzten acht Gefangenen feien gewarnt worden, trotzdem seien sie auch ausgettsfen und zwar nach allen «Seiten. Es sei immer auf sie geschossen wvr-

Möbl. Zimmers möglichst mit Pension, ge­sucht. (Ktnvierbenutzung erwünscht.) Angebote an Wanner, Cafe Amend.

Leeres Zimmer gesucht. Schriftl. Angeb. une. 010804 a. b. Giek.Anz. | Stellenangebote |

Be*eeree Müdchen gesucht, das etwas kochen kann. Gutes Gebalt. kleiner Hausb. <3 Pers.). Zu Hause 123 und 68.

Frau Major Claus, OK» Ost-Anlage 36.

Wir vergeben die vro- otfionöroelfc 6563 Vertretung UN lerer Fabrikate f.Ober- Hessen u. Hessen-Nassau. VauemMe- u. GenuloiD- roßreofaötil

Holzwartb A. Co., Qbertürkbcim.

1 Zimmermädchen

1 Köchin gesucht

Hotel Prinz Carl, 010870 Gießen.

Anstand. Mädchen für 8 Stunden norm, gesucht.

Frau Stückratb, 6594 Asterweg 47.

4-5 kWlge SWMl für Hochofeuarbeit für sofort gesucht. Schriftl. Angebote unter 6631 an den Gieß. Anz. erbeten.

Tüchtiger Pferdeknecht sofort gesucht. 010849 Fritz Euler, Hammstr.15

Putzfrau auch von auswärts, norm. 2 Stunden gesucht. ««.« Dr. Kritzler, Bleichstr..

BejsereSZweitiiiöWeii oder tinf* Ltötzc gesucht. 6619

Frau Franz Bette, _____Mäusburg 10.

Tücht. Köchin bet hohem Lohn sos. ges. 010717 Wiesccker Weg 31» BesserMWen bei guter Verpflegung u. gutem Vobn In kleinen Haushalt gesucht. «im« Frau Dr. Pauly, Frankfurter Str. 34.

Frankf. Str. 23

6108

F. & P. Schilling

Vulkanisieranstalt Gießen^s^j

Sämtliche Reparaturen

S. sowie Neulieferung

) und Zubehör