Einzelbild herunterladen

Zweites Blatt

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhchen)

Nr. 89

Zreitag, 16. April 1920

14. April

15. April

Berlin

Abcnte Abend- Schluß- Schluß-

3eitschriftea

t

222,50

245,

443,

545,

iu IUUIUIU- UU L «fIL

Meili b«uti(beu.fün

335,

320*- 317^50

,Als 387, mit ber ftänölg- WU »Der GebraMb^

"Der DeM M

wa.

Eintritt frei.

(4

Nach dem Steinbutt tarn das Gespräch nneber stens, ich hab diris erzählt, tafe ich in Rom

Die Gräfin

an

Roman von G. W. App le ton.

du

Fortsetzung 23.

Nachdruck verboten.)

Geheimnis.

M * s8-äiuJ * <

527,

305,

315,

325

343,

324,

319,50

322,50

300,70

236,70

59,40

389,60

301,30

275,30

237,30

59,60

390,40

gleich ganz mem 2&?r»

428,

524,

394,

392,

300,70

274,70

236,70

59,40

389,60

24,47

29,97

93,90

28,47

208,

199,

301,30

275,30

237,30

59,60

390,40

393,50

395,-

Wörse»f«rse Frankfurt

Kurs 15. 4.

79,75

in, ?n nit

In: icn

rer- fen.

Zürich

Amsterdam . . Kopenhagen. . Stockholm. . . Wien

1063,75 1071,25 1068,75 1071,25 1009,- 1011,- 1009,- 1001,

Stadtmlsfion Siehrn, Löberftrahe 14

Tonntan 3 Ubr: (OcmeinschaltokooscrenL.

Sonntag »'/, Ubr: Motte» Abrechnung mit ouS.

2272,75 2277,25 2272,75 2277,25

412,- 413,- 412,- 413,-

1173,25 1176,25 1173,25 1176,25

1088,75 1091,25 1088,75 1091,25

1318,50 1321,50 1318,50 1321,50

24,53

30,03

94,10

28,53

Datum: Amsterdam > Rotterd. Brüssel-Antwerpen . Thristiania Kopenhagen Stockholm Helsingfors

Italien

London . .

New-7)ork......

Paris

Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Vesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . .

urgebrackt, bk parallel zur Schneide ver- ItiifL Das Ganze wiegt 5 Pfund. Der Fund Aurde dem diesigen Museum überreicht. Ein

fübbtiMdaM:: (ilLl^rbeiitlibeNr illüntben, Wtous

doch

Einen Augenblick! Ich will dir's llarmachen. Ich will dich nämlich in trauen ziehen.

Schieß mal los!

Es handelt sich um ein großes

lMM

5IW

die Reihe.

Nun, begann Dick, zu welchem Zwecke hist mich in der Stadl zurückbehalten? Ich gedachte, ihn zu verblüssen.

Weil ich mich mit emer Gräfm emgelas^m

207, 200, 362, 351, 333, 342,

250,

Ifl/'

Kurs 14.4.

76^50 75,10 78,-

145,- 310, 224,-

186,50 150,- 155, - 210,50 197,50 350,- 346,- 324,75 326,- 247,- 292,- 428,- 506,- 396,- 384,50 220,- 516, 307,-

305,50 320,-

15.4.

9,35

4,525

9,50

8,-

406,-

it.

-lt

Ich weiß, datz ich mich dir anvertrauen darr.

Mlerdings. Ich hab' ein stark eMwickeltcs Talent, Geheimnisse zu hüten, aller Junge, .her­aus damit' Wer ist deine Gräfin?

Frangipani heißt sie.

Name komml mir bekannt vor. Italienisch?

Jawohl. Du weißt ja ich glaube wenig-

Markuotternugen.

Datum.

timg aus. datz ibrr Parteifreunde im Lande Um­stur z pl äne n mit aller Entschieden heit en l g e gen t re len.

Zum Kapitel der Nebenregientngrn.

Gera iReutzl. 14. April. iWTB ) Die deute hier atgrfyiltenc Konfermz der Aktiv nsauS schüsseundsozialdeinokratilckcnPar- t c i e n, welche zu dem Fall LÖlz und bei daraus entstehenden militärischen A kl io n Stel­lung nahm, war von 90 Delegierten beschickt. Die Regierungen von Sadrfcn-Atllmburg und Sachsen- Weimar waren durch mehrere «taatSräte ver­treten. Ferner waren anwesend der Präsident des Thüringi'dxm PolkSrals, der 2. Vorsitzende des OKwcrksdxn'tsluntes Berlin, ein Vertreter des Deutschen Eiscnlahneroerbandes und der Zivil- kommissar der Provinz Sachsen *Jn einer mehr­stündigen Debatte wurde einstimmig aus die ®e- fahr eines neuen Militärputsches buigc wiesen und folgend« > einstimmig ange­

nommen: 1. Zurückzrelmng der Reichswcchr aus dem Vogtland aus Verlmigen der Arbeilerorgani sationen. 2. imter der Reick^vchr und den Arbei­tern Ausklärungsardeil im Sinne des sozialistischen Klassenkamp es zu leisten, 3. Auslösung der Reichs- wehr und Bcn'asfnung der Arbeiterschaft unter Kontrolle der Arbeiterorganisationen. I die Ar beiter ganz Mitteldeutschlands auizurusen, mit Hilfe der Betriebsäle den Genealstreik in gwiz Deutschland zur Durchsetzung obiger Ziele zu pro pagieren.

Ein Protest der hesfisckien .Kammerfraktionen gegen Frankreichs Borgehen. rm. Darmstadt. 14. 9lpril. Der Kammer­präsident Adelung hotte für beule die Frak­tionen eingeladen, inrb von diesen ivurde nach Er­läuterungen des Staatspräsidenten Ulrich nach­folgende Erklärung einstimmig angenommen: Tic Fraktionen des hessischen LandtagSin ihrer Gesamtheit fefcn in der neuerdings erfolgtet Besetzung unseres Landes eine Verletzung deS

habe, sagte ich.

Zum Teufel! So schlimm stehfS? ncr er, in­dem er Messer und Gabel ni-cherlegte und mich mit erstaunten Blicken maß. Mutz ich dir gratulieren, alter Junge, ober was?

Sei kern Narr, Dick! erwiderte ich. Sir ist alt genug, um meine Mutter lern zu fönrvn.

Also etwas zu alt, bemerkte er. Wieso hast du dich mit ihr eingelassen?

Ich hab's ja nicht getan sie hat sich mit mir eingelassen.

So? Sie war es? Dreie Bemerkung wirft augenscheinlich etwas Klarheit über d.m Fall. Jc-

Kurs 14.4.

79,75

mit. n.

ut

Ä

24,47 24,53

29,97 30,03

93,90 94,10

28,47 28,53

leit wurde gestern in der Glockengreßerei der Bu- derusschen Eisenwerke der Guß der Glocke vorgenommen, loclche an die Stelle unserer alt- ehnvürdtgen. dem Kriege »um Opfer gefallenen Dammerich" treten soll. Es ist hocheifreulich, daß die Kunst der Glockengießerei, loclche Jahr­hunderte lang in kleineren Orten unserer näheren und ferneren Umgebung ausgeubk nmrbe, nun auch hier in Wetzlar eine Stätte gefunben hat.

wa. Wetzlar, 14. April, ,'oeute morgen ist das 2. Bataillon des Rei ch Swe hrregi- ments 3 6, welches bisher seine Garnison in Weilburg hatte, hier eingerückl. Tas Bataillon ist in den Kosernements ber früheren Unteroffizier- fdmle untergebracht worben Wie wir hören, wer­den noch weitere Truppen folgen, die alsdann in bent Durchgangslager Aufnahme finden dürften. Die Hierherverlegung ber Truppen hängt, gutem Vernehmen zufolge, zum Teil mit ber burch bie Franzofenbesetzung verbundenen Räumung anderer Garnisonen (Darmstadt usw.) zusammen.

Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M., 15. April. Dos Daupt- gemüse der gegenwärtig?n Zeit, der Spinat, wurde gestern mit 1,30 Mk. bis 1,50 Ml. be­zahlt. Für Jeldalat, in Frankfurt Schmalzlraur genannt, wird das Pfund mit 3,20 Mk. bezahlt. Auch die ersten Spargel sind emgttrosfen Das Pfund kostet 4 Mk. Für ganz dünne Suppen- spargel verlangt man für ein ganz kleines Pak't- d)cn, das früher 10 Pf. kostete, 60 Pf. Rhabarber wird mit 50 Pf., bei 10 Pfd. 45 Pf., ca^cboten. Ziemlich reickstwltig ist die Zufuhr an Orangen. Das Stück kostet 2 (zwei) Mk. Zur Verteuerung der Gemüse trägt natürlich auch her schlechte Stand unserer Valuta bei. So muß ein Einkäufer, bnr in .Holland OZemüse für einen Frankfurter Grotzl)äno- ler einkauft, allein 5 Gulden für bie Ausfuhr­bewilligung bezahlen. Das sind nach un 'erem Gstd etwa 100 Mk. Außerdem erhält der Mann eine Tagesvergütung von 25 Gülten, was etwa 500 Mk. nach unserem Gelte ausmacht. Dadurch wird em? nicht unwesentlich? Verteuerung des aus Lolland bezogenen Gemüses verursacht.

Daß nnr uns zunächst eatmal ein weiteres Stück von dieser ASente besbcklen wollen. Damit drückte er aus den Knorch neben dnn Tische. ES ist eine erstaunliche Beschicht?, fuhr er dann prt, und ich denke, nxr können noch emer Flasch? St. Martelle den Lals brechen, wähv-nd wir biete Nuß zu knacken versuchen.

Nach dem Essen besprachen wir bei Lachte und Zigarren die Angelegenhnt von jedem erdenk­lichen Standpunkt aus

Es steckt mehr dahinter, als aut den erftot Blick ersichtlich ist, meinte schließlich Tick. Auf jeten Falt mußt du das versiegelte Dokument hütm, wie eine Worein ihr Junges. Tu bist augenschnn- lich in die Geschichte verwickelt, sonst würd? dir es die alte Dame niemals so prompt ausgchän- digt haben. Sie wußte, genau, was sie tat, nnt> ick wette, daß du von ihr binnen kurzem Horen wirst. Tie Geschichte wird sich sehr bald kräftig ent­wickeln, und bu wirst alle Lande voll zu tun haben. Taufend gegen eins zu w.'tren, hängt ber Besuch der prächtigen Frau von heute mittag mit der Geschichte zusammen. Jedenfalls, alter Junge, halte mich über alles, was passiert, aui dem Lau­fenden. Tie Geschickte ind?re> iert muh im höchsten Grad, und wenn bu dadurch irgendwie in die Patsche gerätst, so weißt du ja genau, wo du ein? Lilie finden kannst.

Fortsetzung folgt.)

t roem vierkantigen, grünlichen, sehr harten Gestein und hat eine Seitenbreite von 6 und < ne Länge von 26 Zentimeter. Nach Dorn) t einer Schneide zugeschliffen und im

Kurs 15.4.

79,75 76,75

75,20 77,75

146,- 307,- 224,- 186,- 150,- 154,-

208,50 200,13 365,-

349,75 337,- 340,- 251,- 294,- 439,- 535,-

395,75 390,-

224,85 540,-

Dahnw: 5e/nTeut.flrieqsanL 4"/aDeut.Reichsanl. 3°^Deut.Re ch;anl. 4°/0 Preuß. Konsol» Darmstädter Bank Deutsche Bank. . . Dirconto- Gesellsch. Dresdener Sinh. . Nationalbank f. D. Plitteld.Tred tbank H.-Amerik.-Pakets. NorddeutscherLloyd Doch. Gußstahlwrk. D.-Luremb.Bergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Oberfchl-Eisenb.-B. Oberschles.Eisenlnd. Phönix-Drgb.- Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerk« Elekir. 21. (E. 0).. . Schuckert-Werke. . FeltenLGuilleaume Daimler Dud.-Eisenw.-Akt. Adlerwecke .... 4°/0 Hess. SaatsanL Electron Griesheim

»oder ll-auS'

t fltOB- s? §ab" erbet- $31 $ W

10- P.

42, vk.

1L K.- kL zv.

Die Jagd

Zeit auf äbonnltmr sofort bei Ihrem Kro rütlwtck. ab L Äen..

14.4.

9,- 4,50

9,50

7,50

415,-

l*M

;

E

bei sehr großeii Umlätzen 20 Proz gesteigert 160. Mexikaner lagen still

Frankfurt a. M., 16. April.

Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Dries

<

l/l

V

-SS

Natürlich, was konnte ich benn anders tun? Nennst du bie Dame ? Schadet es was ?

Nicht im geringsten, mein Junge. War sie «ne Ausländerin?

Dick sah muh erstaunt an.

Nein. Wie kommst du zu bieier Frage?

Ich weiß nicht. Ich habe ja nur gefragt. OLnb weiter?

Nun, sagte er, vielleicht ist es eine Englän­derin, aber ich halte sie eh?r für eine Amerikanerin, bc im Ausland gelebt und ihre amerikanisch? Susfprache seit langem verloren hat. Si> be- mmmt sich auch ganz kvsmopoliti ch. Sehr An, ich möchte sie weniger schick, als btitinguttrt rrrnnen, sie ist eine richtig? Dame der Großen Aelt.

Last du mir sonst noch etwas von der Dame nriteuteilen? fragte ich.

Ich wüßte nicht. Du fdmft fv wohl nicht?

Nein, wie gesagt. Lat sie ihren Nom?n an­gegeben?

Nein. Sie wollte es nicht. Es lei nicht not- «eenbig, tagte sic.

Verflixt sonderbar, erwiderre ich. Ich bin nm- gierig, ob ihr Besuch m irgendwelcher V'rbrn- 8mig mit bem steht, was ich dir eröffnen will mtd worüber ich deiuen Rat hören möchte. U ?bn«= »lens, ba sind nnr bei Simpson.

2 Pvoz. höher 393^0. Gummi^Zeter genxmnei

5 Pwz auf 345. Zellstoff Waldhos sind bei mäß>

Kreis Wetzlar. I gern Angebot 7 Pwz niedriger 303. Bochum-r

Wetzlar, 14. April. Im Beisein vonl üeigerten sich um 10 Pwz auf 362. Friedrichs t ber Stabt unb ber hiesigen Geistlich» l Hütte notierten 1120. 5pwz Rumänier wurden

Rändel.

Berlin, 15. 2lpril. B ö r senft im m u n gs- bild An ber Börse vollzog sich eine recht kräf­tige Erholung, die im wesentlichen du? gestrigen Verluste nrLber ausglich. Im allgemeinen ging man von der 2lnschauung aus, daß die Rück­schläge übertrieben hoch und durch die Verhält­nisse nicht gerechtfertigt waren. Auch gab eine nicht unnxientlidie Verschlechterung der Mark­valuta Anreiz zu Käufen, namentlich in Valuta- papieren. Temgcmäß setzten fibfoi.tafantcile und Pomona mit je 500 Proz. höher ein, Sloman und Südsee-Phvsphat um 300 bzw. 200 Proz. Recht erljeblickjc Steigerungen zeigten sich auch n Mon- tmipapieren, einzelnen Farbwerten und Kaliaklicn. Deutsch Luxemburger gewannen 39 Vwr. unter dem Einslus, der Ankündigung, daß her Gewinn aus ber Ablösungstransaktion zu der Gcwmnaus- schüttung und Rückzahlung ber umUrifenbcn Obli­gationen verwendet werben soll. Oberschlesische Eisenbahnbedarf nxnxn 22, Obcrschle ischc Eisen­industrie zeitweilig 33, Elberfelder Farben über 50, Weftevcgeln 25 und Kaliwerte Aschersleben 38 Pwz. höher. Steaua Romana gewannen 65 Prozent, dagegen gaben Canadas Aktien im Ver­laufe um 35 Proz. nach. Merikanisch? ?lnlei!.en erzielten im Einklang mit den Valutaschwankungen etwa 20 Pwz. Schiffaljrtsaktien profitierten ver­hältnismäßig wenig. Tos Geschäft nahm nuift fernen gröfrtm Umfang an. T<ut'che Anlerl.en blieben gut behauptet. Oesterreickstsche und un­garische bei Keinem Geschäft unwesentlich verändert. Die Börse schloß bei sehr stillem Geschäft zu leicht nachgebenden Kirr sen.

Frankfurt a. M., 15. April. Börsen­stimmungsbild Auf die Abschwächung an der Mittagsbörse folgte eine wesentliche festere Tendenz, ba bie Putschgerüchte sich als urnoato herausstellten. Kauflust bestand für Schifstrhrts attien, bie sich befestigten. Lapaa 207, Norbd. Llovb 200. Im Verkehr ber Elektrizitätsattien erhielt sich NackKrage nach Fellen und Guilleaume, welche mit 54ö 18 Pwz. gewannen. Licht und Kraft ebenfalls gesucht 140, Bergmann 258, T eu t sch-Uebersee fanden zu 1220 Aufnckltme. Schau- tttugbahn fester 570. Canada 965, Otckvi Genuß fanden Beachtung 690, ix5jleidxrn sind South West 10 Pwz gebessert 470, Deutsche Petroleum setzten 755 ein und unterlagt spä er Schvanl'ung n 763 bis 758, Ruma-lerwefke lcbh^f. 305, Montan­pa pierc lagen rsthg, aber behauptet. Phönir Berg­bau fester 443, auä) Larpener zogen bis 340 bll 342 an. Teutsch-Lutemburg 7 Pwz höher 351 Bon Jndustriook ien ftril.cn sich Scheideans.all et uns niedriger 608 50 ( 31/?, Farbwerke Löchs.

Friedensvertragcs. Sie haben jx>r. ber Erklärung ber Regierung über beten Stellung­nahme gegen bicsc? Besetzung hessischen Landes und die dabei crsolgte Wahrung der Rechte unseres Volkes unter schärfstem Protest gegen jede Ser- gewaltigung Kenntnis genommen. Tie billigen ein­mütig .das Vorgehen der Regiwung u J> die von ihr getroffenen Maßnahmen. Sie erwarten, daß die Regierung auch fernerhin in encrgiostei Weife bie Interessen bes Landes, des Rriches und des Teutschtumö wahren wirb. Sie forbern die sofortige Räumung des neu besetzten Gebiete s."

Di« türkische Bewegung in Anatolien.

Paris, 15. April lWTB) Nach einer Times^^Meldung aus .Uonstantinopel Ixit sich Mustafa Kemal Pascha zum Gws»otiier ber neuen Regierung in Anatolien crusg> rufen. Sein Minister für Auswärtige Angel beiten ist der ehemalig? türkische Botschafter in Washington, Amed Rusten. Ter ehemalig: Schrickt M u s 11 wurde zum Scheich Ü1 Islam e» naimt und Ferid Pas cha zum Minister b.4 Innern. Mufta Krinal Pascha selbst übernimmt das Kriegsministerium.

Nach einer VJldbung derMovning Poft" sollen die Bolschewisten ein Abkommm mit Mustafa Kemal Pascha getroffen haben. Weiteren Nachrichten der ,/JJloming Post" zufolge steht rin Angriff gegen Batum und den Kaukasus unmittelbar bevor.

Ein Aufstand in Mesopotamien.

Rotterbam, 15. April. (WTB.) Laut Nieuwe Rotterbamschen Courant" melden eng­lische Blätter aus Damaskus: In Mesopota­mien ist ein Aufstanb gegen die Eng­länder ausgebrochen. Ter Bezirk Kut el Amara befindet sich in den Händen der aufständischen Stämme. Die Bewegung griff auch auf bie Bezirke Bagbab unb Basra über Die Brücken sink) ge­sprengt worben unb Bahnlinien verschiedentlich unterbrochen.

Der Streik in Irland.

London, 15. April. <WTB.I Die Dock- arbeitet, Fuhrleute, Krastwagenführet unb ein Teil ber SBerftarbriter in Lonbon-Berry sind als Protest gegen die Behandlung der verhafteten Sinnfeiner in den Streik getreten. Im allge­meinen haben fick die unionislischen Arbeiter der Bewegung femgehalten. Der Verkchr zwischen den Häsen von Südwales unb Jrlanb ist eingestellt. In Limerick ist bet Streik vollständig. Auch bie Banken unb Lanbclshäuser sind geschlossen. Der Zugverkehr ist vollständig unterbrochen. Der Streik m Lublin breitet sich weiter aus.

jigh?

"".liebst.

WrT^t^ircL?

geboten bin.

Stimmt. Dem Vater war dort englischer Arzt. Erinnere mich. Unb?

Und sie, die Gräftn, kannte meinen Vat?r, und meine Blutter die ich heut? ausgesucht habe sagt mir, daß sie bie Gräfin kennt

So so? Aber offen gestanden, dein? kleine Er­zählung fängt etwas weit horten an, rote mir scheint. Hat sie denn Beinen Anfang? Laß mich doch erft mal das erste Kapitel hören. Gräftnnm wach,en in deiner lieblichen Nachbarschaft nicht auf jebem Baurn.

Auch halten nicht alle Tage schöne Prinzes­sinnen vor meinem Spreck^immer, mnn Lieber. Kittscher und Lakai!

Und Lakai, gewiß. Der Wagen war stilvoll, tadellos. Ich habe durch rin Loch teurer Gar­dinen cmen Blick barmu geworfen. Das Wappm am Schlag wäre auf zwanzig Meter sichtbar ge­wesen.

Gut, sagte ich. Ich will dir also die Ge­schickte von Anfang an unb ohne schmückende Bei­wörter berichten. Unb so begann ich mit bem Augenblick, nx> Anna Mim ms mich unter dem (5k. 5. en (fiter angespTvwen halte, als ich vor zwn Abeichen meftic Amtsräumc vwließ.

Sehr bald vergaß Dick writerpieFm und starrte mich in unverhohlenem Ernaunen an. Bon Zeit zu Zeit brummte er fein unvermeidlichesNa, da soll doch glrich", aber sonst unterbrach er mick nickt in meiner ErEung. Ich vergaß nicht die

geringste Einzclhrit. Alles aui tem Tische war kall geworden. Schließlich blickte ich aus unb sagte: Und nun, Tick, was ist deine Bteinung, offen und gerade heraus?

Au» Stabt und Land.

Gießen, den 16. April 1920.

Hilfe in der Rot.

Heimchenbund nennt sich eine aus der fm ber Gegenwart heraus entstandene Hilssorgaui- <tim, ine ihren Mitgliedern in plötzlichen Fällen imsroirlschaftlicher Verlegenheit, wie die beiitigc räbckenlose Zeit sie leider so hiufig bietet, so- ^rtiflt Hilfe leistet. Tie hllfreicheii Geister sind -.'ziolgesinnte, geeignete jüngere ober ältere Damen, »e sich bem Bund zu den versch ebensten HUfe- afhnigcn als willige und tatkräftige Heimchen ,ir Verfügung gestellt haben. Tie Müglicder tön» ,m die Heimcheii ganze oder halbe Tage, etiva »ack nur stuiideinveise in Anspruch nehmen und tezahlen bafür an ben Bund, während bie Heim- len bei freier Station ein festes, auskömmlick>cs 'cbalt beziehen. Es gibt auchWanberhcimcheii", jve für eine vorüber gehende fJtotjcit auf Wockvn i, ein Haus übersiedeln.

Tiefe segensreiche Einrichtung besteht in «Hüftvow i. Meckl. schon seit August vorigen Jahres jnb lat schon sehr viele Hausfrauen aus der 9L)t ytUtien. Es wäre dringend zu wünschen, daß «de Stabt sich auf ähnliche Weise eineHUse für Notfälle" sicherte und daß sich allerorten hilfs­bereite Herzen und Lände fänben, bie auch in ber (Erfüllung ber einfachsten häuslichen Pflichten eine ?>he unb dankbare Aufgabe erblickten, eine hoch- xftiedigende Tätigkeit, die zugleich eine auskömm­liche Lebens Möglichkeit bietet.

** T ie Aussichten des Tabakge- verbes. T<is Rrichswirtschaftsministerium hat ,lack. Verhandlungen mit dem Finanzressort dem labotgennTbe über die Einfuhr ausländischen Ta- deks gewisse Zusicherungen für die Zeit vom 1. Juli bi» 31. Oktober 1920 gemacht. Tie Einfuhr menge ist für diese Zeit sv bemessen ivorden, daß Wirkung vom 1.» 1920 ab ein Berarbeitungs- Lmtingenl sichergestelll werden Bann, das für bie Zigarrenindusirie 40 Prozent, für die Rauchiabari iwuüric 60 Prozent und für die Kau- und Schnupf - teibakindustiie 75 Prozent der hn Jahve 1913 verarbeitenden Menge entspricht.

** Lesehalle-Verein. Unswc beiten Shftalttn haben im Jahre 1919 trotz ber Ungunst brr wirtschaftlickien Lage das ihrige leb.ich g'- iristet. Die Benutzung der Büch rhalle ist init 21 133 Bänden um 3444 Bände g.gcn das Voriuhr zurückgeblieben. ?Iber dies-? Sta i ik te- ixutet Beinen iiruerm Rückgang Sie erklärt sick aus den Schwierigkeiten bei Buclibind'rei und aus Den .Hemmnissen des Buchhandels. Das BPürftiis iwd) guter Lektüre ist so vege rov* ie und heischt IVfrieingung. In dem ihr zugewief^nen Laden am Kirchenplatz hat sich die Le sehalle 'ingerich- tet. Es ist bisher gelungen, einm angemessenen instand von Wochen -und Monatsschriften -all- gemein bildenden Inhalts aufzulegm, aber die greife steigen und steigen. Der Zeitungspark be- bon der Ergänzung, sollen alle Tmdeiiz?u Vieser gärenden Zeit gereiftm Männern imb Frauen ucch ihrer Wahl zur Kenntnis kommen. Mancherlei oirb uns zu gewiesen von Parteien und V'reinen: Niüßte iioch mehr gescheh-'n. Der Verein dankt btn Behörden, ter Spar.'a'se und tem Konsum- ovrein für ihre Beihilfen, volksfrimteichen Privat­leuten für ihre Spenden, den Mitgliedern für he Treue. Er erhofft noch ausgiebigwe llnter-- iltzimg durch die Stadt und vertraut writeriftn atf ben Gemeinsinn der Mitbürger trvß aller Be- zeängnib. T«c Veteiu b. klagt den jahm Leim­ring seines Schatzmeisters, des Dir'ktors Albert * c i d) e 1 b e i m von ter Mitteldmtscken Krcbit- 5mf. Er (xrt in seiner stillen, brichestencn Art icht mir de Kasse verwaltet, die Lumanität dn Serctn»bc ftix bun gen fand Widnhall in teinem ü-erzen. An seiner Stell? ist .Herr Bankdirettor l^rießbauer in den Vorstand getreten.

Starkenburg unv Rheinhessen.

** Rüsselsheim, 12. April. Ein in- l'ivessanter Fund wurde dieser Tage beim Stöckegraben in der Hungerlach gemacht. Es Windelt sich um einen S t e i n p f l u g aus der Steinzeit, der wiederum beiveist, daß unsere legend schon sehr früh (vor 4000 Jahren) besiedelt war. Das Fundftück besteht aus

Hip I ,

Welbmaj*;...

f eiert an

WMvMlk?

tauf.* B0Ö5® II m w

Märlte.

E. Laubach, 15. April. Auf bem Ostern- sch weinernarkt waren 121 Stück Ferkel aus Laubach und Umgegend aufoe trieben. Sechs Wochen alte Ferkel kosteten je nach Größe imb Qualität 250 bis 450 Mk. das Stück. Sämt­liche Ferkel wurden verkauft. Das gibt teures Schweinefleisch._______________________________________

(In einem Teil ber Auflage wieb?rholt.)

Die Konferen; von San Remo.

Paris, 15. April. (WTB.) Nach bemPetit Journal" ist es nicht wahrscheinlich, baß die amerikanische Regierung auf ber Kon­ferenz von San Remo vertreten fein wirb. Italien und die Pariser Botschafterkonferenz.

Paris, 15. April. (WTB.) Wie basEcho bc Paris" erfährt, wirb auch ber italienische Botschafter ber heutigen Sitzung ter Bot- schasterkonfcrenz mietet beiroobnen. Daraus ergibt sich, baß auch er von seiner Regierung ben Auftrag erhalten hatte, an ben Beratungen über die deut­schen Angelegenheiten solange nicht teilzunehmen, bis bie französische Be'etzung ber Städte im Main­gau geregelt ist. Die nächste Sitzung der Botschaster- konferenz wirb sich heute nachmittag mit ter Volksabstimmung von Marienwerber unb nut ter Frage ber Ausführung ber mariti­men Klauseln bes Friri»ensvertrages beschäf­tigen.

Der Dermin der Neuwahlen.

Berlin, 14. April. Ter Sozialistischen Kor- responbenz zufolge wirb bie Wahl zum neuen ?N e i ch s t a g voraussichtlich am 13. Juni stott- rinten.

Die airgeblichen Umsturzpläne.

Berlin, 14. April. Tie Korrespondenz ber teutschnationcüen Bolkspartei spricht bie Erroar-

Mi fierten^

n ÄMg

HS I zwerks evtl. IP v 4IC ^Ul es zu .. v . ..

i HCl" * '- i t*k«n Drittel ist eine saubere Durchbohrung'

I l rnrgebrackt, die parallel zur Schneide ver­

los- lE möM"" Ä ______________

? Lftilicher Fund wurde vor Jahren in der

uÄAK ! 'Gemarkung Düdelsheim m Oberhessen gc:

macht, den das Landesmuseum in Darmstadt

-ul» Msbcwahn.

prA0fr$fll«ir ma.

* Ess«.

o*#e uebo'e ulLL,r^

»

3eitu»gev

«ltc Vücher , ,Pavvnl u.d. kauriumEmstam.

bödjften 'Lreilrn

3. Mert, 61 Größere Mengen avbolen. tznnm

Verschiede

20-25000

aus L oder 2. auSzuleihen. Etc

unt. 42?2 an den W