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ynb demgemäß fixen# bestraft.

Dienstnachrichten des Kreisamts. Der Pbikiplp Heinrich Klein II. von Treis a. d. Lda. wurde als Jagdaufseher für den zweiten Jagd­bezirk zu Treis a .d. Lda_ von uns verpflichtet. Das Ministerium des Innern hat der städtischen Merdemarktdepntation in Gießen die Erlaubnis er- teilt, anläßlich des im September d. I. daselbst stattfindenden Pferdemarkts eine Verlosung zu ver­anstalten mit der Maßgabe, daß erforderlichenfalls die Gewinne nach dem vorg-bogten Berlosungsplan in bar ausgezahlt werden dürfen. Ziehungstermin: 22. September 1920.

Gießener Strafkammer.

Gießen, 11 .Juni 1920.

Von den Fällen, die die Strafkammer in .'.wolfstündiger, nur durch eine kurze Mittags­pause untei-bcochenen Sitzung beschästigten, folgen wegen Platzmangel nur die int >re,sanken.

Ein Landwirt aus Groß-Karben war vom Schön enge richt wegen Jagdvergehens zu 300 Mk. Geldstrafe verurteilt wordm. Die Staatsanwalt­schaft verfolgte Berufung, da gewerbsmäßi­ge s W i l de rn vorliege. Es wurde festgestellt, daß der Angeklagte nacheinander drei leasen geschossen l-atte. daß er wegen Wilderns bereits vorbestraft war und allgemein als Wilderer bekannt ist. Er schielt vier Monate Gefängnis.

Ein Installateur von Ober-Schmitten ivar der fahrlässigen Tötung angeklagt. Er war mit zwei aneinanderhänzenden Wagen auf der Ortsstraße von Ober-Schmitten nach Eichelsdorf dem Geleise der Eisenbahn entlang gefahren und, um dem hinter ihm herkommenden Zug auszu­weichen, plötzlich nach der Seite abgebogen. Dabei >var der Hintere Wagen von der Lokonrotive er­faßt und ein auf dem Wagen sitzendes Mädchen hcrabgeschleudert und überfahren worden. Das Schöffengericht hatte den Angeklagten freige­sprochen, da ihn kein Verschulden treffe. Auch die Strafkammer war der Ansicht, daß der Unfall ausschließlich auf die unglückliche Geleisanlage zurückzufahren sei und gelangte ebenfalls zu einer Freisprechung.

Zwei zu empfindlichen Gefängnis- und Geld­strafen verurteilte Schweineschieber verfolgten Be­rufung, um wenigstens milder bestraft zu werden. Sie hatten keinen Erfolg: die Berufungen wur­den zurückgewiesen.

Eine Anzahl Diebe wurde zu Gefängnis­strafen verurteilt.

<6erid>t*faal.

Das Urteil im Geiselmordprozeß.

München, 14. Juni. (WTB.) Das Urteil im dritten Geiselmordprozeß, wodurch der An­geklagte Walleshauser zum Tode verurteilt wurde, ist gestern vom Ministerrat bestätigt und heute vor­mittag vollstreckt worden.

fg. Nied, 15. Juni. Gin junger Bursche, der einer Frau denZvpfabgeschnitten hatte, ging vor dem Höchster Schöffengericht straffrei aus, weil dieBeschnittene" erklärte, sie häbe sich durch die Tat des Zopfabschneidens weder gekränkt noch beleidigt gefühlt. Außerdem fei auch der Zopf falsch gewesen. Da die Frau bat, von einer Bestrafung Abstand zu nehmen, mußte das Gericht das Verfahren einstellen.

Ltnnft unb Wissenschaft.

me. Frankfurt a. M., 14. Juni. Mit Mahlers 2. Sinfonie verabschiedete sich Sonntag nachmittag der Amsterdamer Dirigent Willem M e n g e l b e r g von der Frankfurter Museums­gesellschaft und dem Cäcilienverein, deren Kon­zerte er 13 Jahre geleitet hat. Mengelberg, einer der fruchtbarsten Dirigenten unserer Zeit, wird sich ganz seinen holländischen Aufgaben widmen. Er wurde stürmisch gefeiert. Schon vor einigen Wochen hat er die silberne Medaille für Kunst und Wissenschaft der Stadt Frankfurt a. M. erhalten.

vermischtes.

*BrandimPotsdamerSchaus piel- ha us. Am Freitag nachmittag brach im Kulissen­haus des Potsdamer Schauspielhauses ein größeres Feuer aus. AbentB gegen 8 Uhr wurde man der Flammen Herr. Der Kulissenraum ist vollständig

au-gebrannt, die Vorstellungen sind ans mehveve Wochen unterbrochen.

* Havanna, 14. Juni (Wolff.) Wahrend der Aufführung von Aida platzte im National- theatec eine Bombe in dem Augenblick, als Ca­ruso sang. Es entstand eine große Panik, bei der es mehrere Verwundete gab. Caruso erreichte im Theaterkostüm sein Hotel.

Qan&eL

Preissturz in Frankreich

Paris, 14. Juni. In Marseille gingen gestern an der Börse die Preise derart zurück, daß Befürchtungen für eine ernste Handels­krise auftauchen. Kaffe efiel von 294 auf 272 Franks, Erbsen von 205 auf 170, Lin len von 230 auf 115, Rizinusöl von 160 auf 140, Palmöl von 450 auf 350, algerische Weine von 146 auf 130, Baumwolle von 630 auf 580. Aus Bordeaux wird über das Sinken der Wein- preise gemeldet, daß trotz der sehr stark ge­fallenen Preise die Käufer noch zurückhalten, weil vermutet wird, daß die Abwärtsbewegung der Preise noch nicht beenbet ist. Auch die Vieh- preise fino um 20 Prozent herabgegcmgcn.

Paris,14. Juni. (WTB.) Der Ernährung«- etiitifter erließ heute eine Bekanntmachung, nach der die Fleischpreise bedeutend herabgesetzt werden, in Llirberracht der stark sinkenden Prelle für leben­des Vieh.

Amsterdam, 14. Juni. (WTB. Die Times" meldet aus N e u y o r k: Die Preise a u f 'd e m Wo l l m a r k t sind jetzt tief unter den Erzeugungskosten. Um die Wollindustrie zu schützen, beriefen der Gouverneur des Bundesreseroeamdes und die Senatoren der westlichen Staaten eine Kon; ferenz von Bankiers und Wollproduzenten nach ChicaM für den 17. Juni ein, damit ein Fonds von 100 Millionen Dollar zusammen gebracht werde, der für ein Darlehen der Schafzüchter 25er-- tr-enbitng finden soll.

*

Berlin, 14. Juni. Börsen st immungs- b i 1 b. Die Fortdauer der Kabinettskrisis ließ die Börse in ihrer Zurückhaltung verharren. Die Kurs­bildung war anfangs unregelmäßig und vor­wiegend zur Schwäche neigend. Von Elektrizitäts­aktien waren A. E. G. 11, Felten und Guilleaume 10 Prozent niedriger. Valutapapiere stellten fick- höher im Zusammenhang mit dem Anziehen der Devisenkurse. Späterhin war eine allgemeine Be­festigung bemerkbar, als verlautete, daß der Zen trumsabgeordnete Trimborn den Aujtrag der Ka­binettsbildung angenommen habe. Am Montan­markt nahm das Geschäft unter Führung von Phönix-Anien lebhaftere Formen an. Pl)önix wiesen zeitweilig etwa 16 Prozent Besserung auf. Andere Werte, wie Bismarckhütte und Mannes­mann, gewannen die anfängliche Abschwächung zurück. Tahler Eisenhütte stellten sich etwa 11 Proz. besser. Am Schiffahrtsaktienmarkte erholten sich die meisten Werte teilweise von den letzttägigen Realisierungen. Der Anlagemarkt war vernach­lässigt. Die Börse schloß im allgemeinen ziemlich fest. Olavi stiegen erheblich bis 800 auf das Gerücht, daß die Verhandlungen liegen her Ent- schädigungsfragen begonnen hätten.

Frankfurt a. M., 14. Juni. Börsen- Htimmungsbild. Die Abendbörse zeigte ein entschieden lebhafteres Ausselien, was besonders in einzelnen Spezialpapi-eren stärker zum Ausdruck kam. Mit einer Steigerung wurden Deutsche Pe­troleum bedacht, welche mit 612 einfetzten und auf 626 ftiegen. SÜdsee-Phrsphat waren 2000 Geld gesucht. Auch auf den übrigen Gebieten trat festere Haltung hervor auf die Meldung, daß der Zen­trumsabgeordnete Trimborn den Auftrag der Ka­binettsbildung angenommen hat. Schantungbahn 641. werden rege umgesetzt, "Deutsch Uebersee- Elekttische fanden ebenfalls Kurserhöhung 800. bis 805., Felten u. Guilleaume gaben 14 Proz. auf D92. nach Holzverkohlung wurden 341. rationiert plus 16 Proz. F.a'ckentbaier Zucker no­tierten 359. plus 7, Bleistift Faber 370 plus 8, Scheideanstalt 240. plus 4, Maschf Eßlingen 214. plus 7 Pwz. Otavi-Minen stiegen erheb­lich 800. bis 805., dito Genußscheine 690. bis 695. auf das Gerücht, daß die Verhandlungen wegen der EntschädigungLfragen begonnen hätten. Mexikaner, Oesterveichifche Creditmistalt sowie Staatsbahn wurden ansehnlich höher. 5 Prozent Reichscrnleihe 793A.

FranN fnn a. SOL, 14. Jimt

12. Juni

1423,60 1426,40 1438,60 i 441,40

14.6.

13.75

6,95

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12,-

12.6.

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7,02 15,30 12,

415,-

317,15

699,30

669,30 869,10 189,80

223,25 157,80

40,20 303,20 729,25

314,65 684,30 659,35 854,10

189,90 222,50 155,30

39,35 299,70 711,80

Tetoffenmarft.

Veld Vries

Zürich

Amsterdam .

Kopenhagen.

Stockholm. ,

Wien

317,85 700,70

670,70 870,90 190,20 223,75 158,20

40,30 303,80 730,75

315,35 685,70

650,65 855,90 190,20 222,75 155,50

39,45 300,30 713,20

Veld Brief

14. Juni

Datum-.

Amsterdam - Rotterd. Brüssel-Antwerpen . ühristiania Kopenhagen Stockholm Helsingfors Italien London Rew°7)ork Paris Schweiz Spanien.......

Wie« (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . .

Datum:

57.Deut.flrieg«anL 4°/Deut.Beichsanl. 3"/^Deut.B«'chsanl. 4°/e Preutz. fionfols Darmstädter Dank« Deutsche Bank. . Disconto» Vesellsch. Dresdener Brnk. . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.°Amerik.°Pakctf. NorddeutscherLloytz Doch.Gnßstahlwrk. D.-Luremb.BergM, Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Oberschl.Eisenb.-L Oberschles. Cisenind. Phönix.Brgb.-Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerk« Eteklr. A. E. G. . . Schuckert-Werke FrltenLBuilleaume Daimler Bud.-Eisenw.-Akt. Adlerwerke .. . 4% Hess. Saatsanl. Electron Griesheim

Marknotierungen.

Datum:

034,35

636,15

166,80

168,20

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28,53

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22,07

22,13

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22,03

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Frankfurt

Berlin

Abnrc> Schllrst- Schluß- Schluß-

Kurs

Kurs

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79,75

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75,-

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65,-

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154,75

279,-

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278,50

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204,50

202,

203,50

203,-

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141,-

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158,-

158,-

158,-

150,-

183,25

182,50

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183,75

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177,-

242, -

247,-

244,-

275,-

273,-

275,84

276,-

297,50

289,-

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300,-

271,-

270, -

266,25

274,50

184,-

189,-

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188,-

239,-

238,-

240,

240,-

390,50

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388,-

401,-

469,-

469,-

470, -

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354,-

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1,

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-

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175,-

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397,-

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254,-

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220,-

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225,-

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86,10

86,90

292,-

294,50

291,-

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aus de« bis-Srigr« ff onTYttoTi 8 per** teien eine tragfähige Mehrheit nwa lich sei, wies der Reichskanzler darauf hm, da« die oberschlesischen Abgeordneten noch immer an der Ausreise behindert seien. Ohne deren Stim­men verfüge aber die K o a l ition noar nicht einmal über eine schwache % t T' ernmäßige Mehrheit. Die Haltung der Unabhängigen fei unsicher und schwankend. Rach dem die Mebrheitssozialisten die von den llnab hängigen ausgestellten acht Punkte angenommen hätten, wären die Unabhängigen von diesen acht Puntten wieder abgerückt. Verbleiben bte Sozialdemokraten in einer nach rechts er­weiterten Regierung, so bringe dies battet politisch f o großen Schaden, daß dtec ür die Partei nicht in Frage kom men könnte. Die Rechtsparteien wollten die Sozial demokratie aufreiben. Die von der bisherigen Re gierung angestellten sozialdemokratrfchen Beamten dürsten im Falle des Ausscheidens der Sozialdemokraten aus der Regierung ohne Zwang ihren Platz nicht verlassen. Auch vom Reichs- Präsidenten müsse man verlangen, daß ei aus politischen Gründen das Opfer bringe, solange wie möglich auszuharren. Der Ucbergang des Heeres in die Hände einer fo§ialii"tenfmen Re­gierung wäre weniger bedenklich. Wohl aber sei zu fragen, was bei einer Koalition mit der deutschen Bolkspartei aus der Sozialisierung des Kohlenbergbaues und aus der Beschneidung der Gewinne der Kohlenmagnate werden wollte.

Ein neues Bezahlungssystem der Ent fchädigungssumme.

Paris, 14. Juni. (WTB.> Der Kvrresvon drnt desPetit Parisien" meldet, daß die Zu sammenkunst zwischen Lloyd George und M i l l e r a n o immer noch im Prinzip für den 21. Juni feststehe, daß aber möglicherweise in dieser Woche die Vertagung beschloss«: iverde. Drest Vertagung iverde nach der Ansicht einer englischen Persönlichkeit erlauben, etwas Rarer in brn russi scheu Angelegenheiten -zu sehen. Anderseits müsse inan die Beendigung der Arbeiten der Sachver ständigen über die deutsche Schuld abwarten. Bezüglich des letzten Punktes glaubt der Kvrre spvndent zu wissen, daß man ein System erfunden, habe, das den Alliierten die Zahlung der deutschen Schuld verbürgt mit Vorzugsbehandlung Frank reichs und gleichzeitig Deutschland den eigen eit Wiederaufbau gestatten würde. Das System bestehe darin, aus Grund der von Deutschland zu zahlen­den Entschädigung durch die Wiedergutmachungs­kommission internationaleAnleihen aus- zn,nben, deren größter Teil Frankreich als Vor- schuß auf die deutsche Entschädigung zugestellt würde, damit es ohne Verzug an den Wiedercmsbcur seiner nördlichen imb östlichen Provinzen heran gehen könne. Anderseits würde ein gewisser Pro zentsatz dieser Anleihe, den die Wiedergutmachungs Kommission festsetzen würde, Deutschland geteilt werden, um ihm. zu erlauben, sich wieder aufzurich­ten. Der Wiederaufbau dieser beiden Länder werde also gewissermaßen parallel verlausen.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Die Kabinettsbildung Giolittis.

Nebernahme der Kabineltsbildung durch Trimborn.

Berlin, 14. Juni. (WTB.) Der Reichs­präsident hatte heute vormittag mit dem Ab­geordneten der Zentrumspartei, Geh. Rat Dr. Trimborn eine längere Besprechung, in deren Verlaus Trimborn bic großen Schwie­rigkeiten der Bildung des neuen Ka­binetts betonte. Der IiÄchspräsident ersuchte Trimborn unter Hinweis ans 'den Ernst der Lage gleichwohl die Kabinettsbildung zu übernehmen. Trimborn übernahm darauf den Auftrag.

Der ReichSkan^er Über die innerpolttische Lage.

Berlin, 14. Juni. (WTB.) In der gestri­gen Sitzung der sozialdemokrattschen Reichstags­fraktion und des sozialdemokratischen Parteiaus­schusses führte Reichskanzler Müller den sozialdemokratischen Mißerfolg bei den Wahlen auf unpolitische Fragen wie die Erhöhung des Brotpreises und den Steuerabzug vom Lohn und Gehalt zurück. Weite habe das Verhalten der Entente, insbesondere Frankreichs, weitere Kreise des deutschen Volkes den national ifti scheu Parteien in die Arme getrieben. Zu der Frage, ob ohne die Deutsche Bolkspartei

Rom, 14. Juni. (WTB.) LautTribmm" dauerte die Besprechung Giolittis mit dem König eine volle Stunde. Darauf stattete Giolitti Tittoni einen Besuch ab und empfing sodann den Sekretär der katholischenBolks- p art ei, der den amtlichen Auftrag hatte, mit Giolitti über das Kabinettsprogramm zu verhan­deln. DieTribuna" versichert, daß 'Giolitti, um feine Stellung zu festigen, die Absicht habe, fick die Mitarbeit Sonninos zu sichern, der vier Jahre lang Minister des Aenßeren war. Die ra­dikale Gruppe hat beschlossen, dem Kabinett Giolitti ihre Unterstützung zu leihen, das sich be­mühe, die politische, soziale und finanzielle Autori­tät Italiens zu festigen und auch nach außen hin seine volle Kraft einzusetzen, um die nationalem §icle als (Entgelt für den Krieg und die Opfer taliens zu verwirklichen und am internationalen Friedenswerk mitzuarbeiten.

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Bekanntmachung.

Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird am

Mittwoch den 16. Juni d. I., nachm. 3 Uhr, Mittwoch den 23. Juni d. I., nachm. 3 Uhr, Mittwoch den 30. Juni d. I., nachm. 3 Uhr, int Jmpflokale Turnhalle der Stadrmädchen- schule, Schillerstraße8 abgehaltrn. Jmpspslichtig im laufenden Kalenderjahre find die im vorigen Jahre geborenen Kinder sowie die rückständigen aus früheven Jahren.

Die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder haben, werden zur Benutzung dieser öffent­lichen Termine mit dem Bemerken eingeladen, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich find. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung feines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschluß auf seine Kosten be­werkstelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. t v

Außer den Pflichtigen werden auch Kmder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft.

Alle in einem Termine, geimpften Kinder muffen in dem acht Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen.

Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht,, wird, können gletchfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Ter­minen vorgestellt werdm.

Die Impflinge müssen mit reiner Wasche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstttut geimpft.

Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Ter­mine gebracht werden.

Gießen, den 9. Juni 1920. 64648

Ter Oberbürgermeister. I. B.: Krenzien.

Bekanntmachung.

3n unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Ludwig Weiß jr., GroßewLinben eingetragen: Die Firma ist erloschen. 6566B

Dießen, den 9. Juni 1920.

Hessisches Amtsgericht

Bekanntmachung.

In unser Hanbelsregister Abt. A wurde heute eingetragen:

a) Bezüglich der Firma August Schwarz & Co. in Gießen: Der bisherige Gesellschafter Otto Römer ist am 27. Mai 1920 aus der offenen Handelsgesellschaft ausgesch!eben und diese hierdurch aufgelöst. Das Geschäft wird unter der seitherigen Firma durch den bisherigen Gesellschafter August Schwarz fortgeführt, b) Bezüglich der Firma Th. Haubach II. von Gießen: Die Firma ist erloschen. 6567B

Gießen, den 1. Juni 1920.

_______________Hessisches Amtsgericht.______________

Kirschenverstcigernng.

Donnerstag den 17. ds. Mts. werden in der Gemarkung Bettenhaufen zirka 50 Bäume Kirschen versteigert. Anfang am Oberholz nachmittags 4 Uhr.

Dettenhausen, am 13. Juni 1920. 6573

Bürgermeisterei Bettenhausen.

__________________Roth.__________________

Versteigerung.

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