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toit 24 500000 (SntooDncm ifarben 1913 ton je I zwischen Swentziany unb Wiln-a.

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Lin HeberfoH auf Hindenburg

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Hannover, 13. IM. (Priv.-Tol.) Wie der Hannoversch? Kurier" meldet, ift Aftern abend gegen 71/2 Uhr ein LOiLhriger jmrger Mann in die Wohnung des Feldmarschalls von Hindenburgeingedrnngen. Als der Feld- marschrll seinen Ti-ner rufen wollte, entspann sich zivischeir bcm Feldmarschall und bcm I5inbringlmg ein längeres hartnäckiges Ringen. Dabei zog der Eindringling plötzlich einen Browning aus der Tasche und schoß ihn aus den Feldmar- schall ab. Tie Kugel ging vorder, und es gelang schließlich dem Vcrbvechr, sich loszirvrißen und iui^

dem Anschein nach zum «äußersten Wioer'stand ent* schlossen, obwohl die Lage in Wilna durch den Fall non Minsi und Wilsi5a unhaltbar geworden ist.

um ba§ Mitglied ein^r Bande, die einen Ern- b r u ch in die Villa des Feldmarschalls tränte und für die der Eingedrungene die Gelegenheit aus-

Attr dem Reiche.

Die Abstimmung in Oberschlesteu.

Wie dieDeutsche Allgemrine Zeistung" hört, ift die pTCii&iidte R^ierung nvZnsizrell ton alli­ierter Seide dahin versdändstst werden, daß die Ab- ftimmung in Obers chlcsien Ende Sep­tember ober spätestens Anfang Oktober ftaitfinbcn1 werde.

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Ans Stcr^t nrrd Land.

Gießen, den 14. Juli 1920.

Zum Preisabbau.

Die Lebe^miitettellerung.

Protest gegen ErlrölWng der Erzeugerpreise.

Berlin, 13. Juli. (WTB.) LautFreiheit" haben der Allgemeine Deutsche Gewerk- schaftsbund und die Arbeitsgemein­schaft freier Angestellten Protest gegen die geplante Erhöhung der Erzeuger­preise eingelegt, worin es heißt: Wir erwar­ten, daß die Regierung die Absicht einer Preis­erhöhung fallen läßt und mit dem von allen Seiten geforderten Abbau der Preise unverzüglich be­ginnt. Keinesfalls darf aber eine Erlföhung der Preise eintreten, die ssgar den Widerstand eines Teiles der Landwirtschaft Hervorrufen würde.

Die AalandSsrage.

London, 13. Juli. (Wolff.) Reuter erfährt: Der Völkerbunds rat beschloß, die Frage der A a l a n d s i n s e l n an eine Kommission, von drei internationalen Juristen, die vom Präsiden ten des Bundes zu ernennen sind, zu überweisen.

Die Spanuunst in China.

Schanghai, 13 Juli. (Wolff.) Reuter. Tie Feindseligkeiten zwischen der iap.in- freundlichen und den anderen Parteien dehnten ,,ch bis in die Provinz Kiangsu aus. Im '-öer.trt Schanghai wurde mit Rücksicht auf die Mög^ liä'kcit von Unruhen das Miegsrecht vcrl>.iNg,t. Treißig Kilomeier von Schanghai entfernt wurde die Eisenbahnlürie Kiang suT sch l'i.ing zerstört.

Der englisch-japanische Vertrag.

Amsterdam, 14. Juli. (WTB0 ,,Daily Mail" zufolge hoben die englische und die ta- panische Regierung eine Robe an den Völ­kerbund gerichtet, in der sie ihn benachrichtigen, daß sie den Bündnisvertrag zivischeit beiten Län­dern um ein Jahr verlängern. Ter Vertrag läuft automatisch Jahr für Jahr iveiter, bis er gekündigt wird.

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Klhmimgi I«, Ne an 0 tatArlxUe Mjätri««" U sK,iv8nm! fiWmfl ibes. juifcr bd M lritslasig btrntribnt w ii)t3

Lecke gefmv baten Wb

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Bom polnischen AriegSschanplatz

Kvwnv, 14. Juli. (WTB) Litauische Tele- M«p^enaMnrirr Mrlduua des litauischen Gencval- sxibs: Telle der litauischen Armee besetzten Kol^»rai (?) und IawisÄal (Janischfi. Tie li-Äu.sck'en Truppe-n rückren lÄrgs des Tubinkanen- sees (?) t>er. Tie Vorhuten nähern sich Swen- yani). Tie Bolschewisten stehen im Raume

TomerÄ^g, bringt (emo toomui mt b Viesen wird. Mister Aber mgcschen.

"Die? »ationalei Samstag, 17.;

gut ausgeveift.

X Schlüchtern, 13. Jul,. Unter dem Vor­sitz des LandratS Trott zu Solz fand eine B e- s p r c chu n g aller Berufs- und Erwerbsftande statt, um eine wirksame Gegenmaßnahme gegen die über ha abnehmend.' Teuerung aller .Lebens­mittel unb Bedarfsgegenständ.' sestzulegen. Es kam der allgemeine Will' zum Ausdruck, gemeinsam an dem Abbau der Lebensmitt, lpreise nntzuwirken. Zur Besprechung der alsbald zu ergrviienbcn Maß- 1.ahmen narben sämtliche Ertrpp n Vertreter aus ihrer Mitte wählen, die in Kürze zu einer Be­sprechung zusammentreten sollen.

2lit» Liessen,

rnt. Darmstadt, 12. Juli. Zum vortragen­den Rat in dem Landesamt für das Bildungswesen,

"Reich m (Sieben Wifcrö siche

"Derr t $.)tetorfa kchmrnl.M

im Ge - 7 3m mratze, Weil

L. U. Von der Landes -Universität. Pwf. Dr. Weber hat den kürzlick) an ihn er­gangenen Ruf an die Universität Freiburg zwn 1. Oktober angenommen.

** Aus dem Stadtt'heaterbnreau. Es sei nochmals auf das für Samsrag den 17. an- gesetzte Gastspiel des Staatsichraters Wiesbaden (früher Hvfthvater) mit der OperetteTie Csar- d e s f ü r sr i n" au5l<<Llid> bürgen ririen. Die Auf­führung findet in der Orcg'ulaltosetzunH der Wies­badener Bsthrte statt; in den Hautowllen sind di<

©icgmr hochschulgesellichast.

Gießen, den 14. Juli 1920.

Sonntag, den 11. Juli, hielt die Gießener Hockstchnlgeseck schäft ihre Hauptversammlung ab, die von dem Möertretcrtben Vorsitzenden, Ge- fjcimerat Prof. Dr.Behaghel, eröffnet und ge­leitet wurde. Im Namen der Universität sprach der Rektor Prof. Dr. K a l b f le is ch.. Er sprach den Dank der Uni Verität aus für alle Hilfe, die ihr die Gesellschaft geteilt bat; in warmen Worten gedachte er des am Erscheinen verhinderten Vor- sitzelrderc Justizrat Grünewald, dessen tef> haf^e- Jntsoesse für die Hochschulen und insbeson­dere für die Laudesunipersität er rühmte.

Ter Fe ft vortrag des Herrn Prof. Dr. med. E. Go t schlich handelte von derBe­deutung der Bakterie nfür den Haus­halt der Natur". Der Vortragende führte e-tw! das Folgende aus: Der Laie denkt bei dem NamenTri k'. ec-ven" meist nur an die kranll-eils- emsenden Arben, und Vielen ift es unbe kamst, das ben wenigen Dutzenden foldyer Krankheits- erreqrr viele Tausende anderer Arten von Bak­terien Mxrmüberstel-en, die nicht nur für den Men­schen vollständig harmlos sind, soirdern im großen Haushalt der Natur eine für das Bestehen der ge­samten höheren Lebewesen geradezu iknentbehrlrche Rolle spielen. Di« Bakterren zersetzen die Pro­dukte des ticrrickien und pflanzlichen Stofftveckstels, sowie die abgestorben Leiber von Tier und Pflanze bis zu den einfachsten Endprodukten, aus denen dann zunächst die Pflanz unter Mitwirkung des Sonnenllckstes ihre Lewech ubstanz ausbaut, die schließlich wieder den Tieren und den Menschen zur Nahrung dient. Diese Umfttzrmgen, durch welche der Kreislauf organischen Geschehens ge­schlossen nrirb, gehen inÄesonürre im Ackerboden uni) bei der sog. Selbstveinignng der Flüsse vor sich; die Technik madjt sich diese Tätigkeit der Bakterien vielfach in der Gärungsinduftrie zmiutze. Die Bakterien sind zu diesen gewaltigen Leistungen befähigt einei-seits durch ihre außerordentliche chmische ReakionsfähigSeit und ihr Anprsfnngs- vermögen an die verschiedensten Ernährungs- und Tempera!urbeding>in-MM, andererseits durch ihre enorme Vermehrungsfähigkeit. Da jedes einzelne Trikterium unter günstchen Eriftenzbedingungen sicb inmrhalb von 20 Minuten durch Querteilung vermehrt und jedes der so entstehenden neuen Individuen sofort aufs neue in gleicher Weise jur Vermehrung schreitet, so entstehen aus einem einzigen Kein« schon innerhalb von 12 Stunden, etwa 30 Milliarden neuer Keime, wie durch direkte Auszählung von sog. Bakterienkilltnren auf künst- lick>en Näl/rboden bestätigt wird. In der freien Natur sind der schrankenlosen Vermehrung der Balleri en, die sonst bald die ganze Erooberfläche übernmchern würden, Schranken gesetzt durch Nah-

mehrungsfähigkeit der Bakterien, die alles üver- trisst, tras andere Organismen in dieser Hinsicht aufzuweisen vermögen, erklärt sich durch ihre über­aus einfache Organisation; die Bakterien sind bre ursprünglichsten Lebewesen, die noch unterhalb der­jenigen Entwicklungsstufe stehen, die den Unter­schied zwischen Tier und Pflanze bezeichnet. So einfach aber auch diese kleinsten Lebeivesen sein mögen, so wunderbar ist ihre vielseitige Tätigkeit im großen Haushalt der Natur, in dem selbst das sckwinbar geringste Glied seine tvichtigen Aufgaben hat und harmonisch mit dem Naturganzen xu- fainmenroiift.

Dem von Herrn Geheimerat Behäghel erstattetein Jahresbericht des Vorstandes entnehmen wir, daß die Zahl der Mitglieder 462 beträgt. Von beson­deren Zuwendungen, die die Gesellschaft ei'halten hat, seien die Stiftungen zweier. Damen erwähnt, von Frau Berta Bamberger in Mainz und Frau Marie Lagueur in Charlotten- bürg, die damit die Veröffentlichung eines wich­tigen Werkes zur alten Geschichte ermöglicht haben. Generaldirektor Hildebrand in Zillerthal in Schlesien (ein geborener Wiesecker) hal,.1000 Mark gespendet zur Förderung des Volkswirtschafllichen Unterrichts an der Landesuniversität.

Von den Veranstaltungen der Gesellschaft sind zu erwähnen: eine Reihe von Vorträgen für wei­tere Kreise, die Mainzer Hochschulwoche, der Fort­bildungskurs für Lehrer, lieber die Veröffent­lichungen der Gesellschaft werden wir nächstens einen besonderen Bericht bringen.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr der Uni­versität wieder wertvolle Hilfe gebracht. Nicht weniger als 33 000 Mk. sind beiuilligt worden, und zwar für *ba5 Juristische Seminar, das Theo­logische Seminar, das Plchsiologische Institut, das Matl-cmatische Seminar, das Ku>'stwissenfchaftliche Institut, die Seminare für deutsche, englische, romanische, orientalische Philologie, für verglei­chende Sprachwissensck-aft, für neuere Geschichte, das Staatswissenschaftliche Seminar, die Universi- täts-Bibliotl>ek, die Akademische Auskunftsstelle, das Studentenheim.

In den Vorstand wurde neu gewählt Herr BanL»irektor Grießbauer, in den Verwal­tungsrat Herr Handelskammerpräsident Schir­mer und Justizrat Dr. Osann (Darmstadt).

Uebet eine Preisanfgabe, die die Geiellschaft gestellt hat, wird noch Näheres mitgetellt.

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kundschaften sollte.

lieber einen Kampf Hindenburgs mit einem Einbre cher gibt d.r Sohn btS J^ld- marsck>i!ls. Hauptmann von Hindenburg fioftx.-vce Darstellung: Ms am Montag Abend mnit Baler, der außer einem Diener aUert in der Villa ivellte, in em Zimmer im Erdgesckioß ctmrat, erbtvfte er einen fremden Mann Als er ihn anries:Was wollen Sie hier?", stammelte der Frrnvde:Ich h bemich peillrufeii. Bar-eh-.l.§ie'" Mrini^a-cr, Oer in dem etwa 20^Kjr.am DLanne cnni Ein­brecher vermutete, p»ck!-e ihn und -og iljn in die Mhe der Warmklingel, um mütets dieser den Ticner [verbu^itru^eit. In ti-fem Augenblick yog der Mann einen Fdevolvec und ipab mit d-cn Wor­tenJetzt wollen wir anders mnernandr-r rcLen!" einen Schuß ab, b?r dicht am der Bsustseite des Felomarscha.ls vorbeigrug Es ent-^am ich boom ein gefährlicher Kamps um die Waffe, die mein Vater dem Lindr-nelu g entvMen w- Ute. Tab-i zog er den (Sütbtedrr bis an die Kbrr^pel bcAin und gab mit. der einen Ha-id WarnrzeiÄrn. Hier­bei rettete sich der Unbetamte durch ixe Fl'.'.ckft aus dem Haus. Mein Vater ift glücklkchernn-ise unverletzt geblieben.

Abteilung für Schulaugelegenheiten, wurde der Direktor der Liebigs-Oberrealschule Geh. Schulrat Dr. K. Dor selb in Darmstadt ernannt, fein Nachfolger wird dec Oberlehrer an derselben Schule Prof. Dr. Fr. Dietz.

** Die diesjährige Ge no s s en- s cha f t sv er sa m m l u n g der land- und forst- wirtschaftlickien Berufsgcmvssenschast fand am 8. Juli in Darmstadt statt. Nach dem UorgetegSm Venvlltungsbnicht d-r B<uussge!!ossensck>ast betrug die Z-cchl der im B.'rick>lsj^shiv angemeideten Be­triebsunfälle 2039. An Entschäidigungen für Renten an Verletzte, Kosten des H'ilverehrens uftv. wur­den 1 271 719 Mark gezahlt, darunter für erst­malige im Nrckmwlgs^ahr entschädigte Unfälle 181 716 Näark. Die Mittel dr Rückiage beziffern sich auf 2 765 942 Mark. Ter Voranschlag für die Bernfsgeuossen cha't schließt in Ei'inahme und Aus­gabe mit dcm Betrag von 4 644 869 D7ark ab, derjenige oer Hastpflicktversich-ru-rgsanstalt, die sich spcudig günstig ive ter entwickelt, mit 74 550 Mark. Eine erhebliche Vecm>?hrlarg der Ausgaben für die Berussgwos stnrd> ft Peru rsackten di' nach dem Ge­setz zu gewähr nden Re>rün-ul>agen bei solckrm Un-

10 000 Personen 15,7 an Tuberkulose, 1919 27,1, das 'heißt 14,4 mehr. Wie sehr einerseits das heran» Nxrchse^rd^' Gcschiecht in seiner Jugenpkvaft verwüste! tvird. so gestattet andevcrseits der Zustand der chrv- nischsl Unterentabrintg der envach-enen Bevülke- nma nicht, ihre volle ArbeitsTraft tvicder zu er­langen. Die Folge ist die Unmögltd)f<it, die gegen­wärtig durchaus unbefriedigenden Lei­stungen in Industrie und Bergbau zu steigern. Gerade auS den Be'rgarbeiterkreisen häufen sich in der letzten Zeit die Kiagen über die durchaus unzureichende Ernährung, besonders auch deswegen, we.l wir zum Veispi-.l geMungen waren, dem Brot­mehl bis zu 80 Proz. Strcckungsmittel beizufügeu und auch Sie Qualität des für die Kvanßen be­stimmten Brotes zu verschüchtern. Dieser Zustand muß bei aller Bcveitivilligkeit der Arbeiter zur Arbeitsleistung inpolge physijckier Unmöglichkeit zu einem ne»verlichen Sinken der Kohlenfördermrg füllen, ftin^u kommt, daß die schwierige Sage, in der sich augenblicklich die deutsche Jndicstrie befin­det, es einem wachsenden Teil der Bevöl!<ecuna un­möglich macht, die auf Karten ausgegebeuen Lebensmitbcl sämtlich abzunekMerr, da der Preis die Kaufkvaft der Bevöllierung übersteigt, obwohl das Reich einen Teil der Lebensmittel Verbilligt. Die augenb.icklich ausgegeb nen Wocksenvatwnen, die einschließlich Hürsen!rüchtcn, Zucker, Marnre- lade und .Kunsthonig einen Kalorienlvert von etwa 12 603 haben, kommen auf 101,04 Mk. zu stehen, wäh e-rd sie vor sechs Jahren 7,77 Mk. kosteten. Eine Verbck igung in höierem Maße (wie es bis­her durch die deutsch? Regierung gefdjeijen ist) ift mit dem Stande der deutschen Finanzen nicht

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Uss befttztsn Gablet.

Svch st a. M., 13. Juli. (Wolff.) Der im September v.'J. von der französi-chen Bcsat- zungsleborde mit der Führung der Geschäfte des diesigen L a n d r a t s a m t e s beauftrag!e Kreisschulinspektor Dr. H i n d r i ch s ist jetzt laut Erlaß des Kultusministers als Hilfs­arbeiter in die Regierung nach Münfter i. W. berufen morden. Sein Nachfolger wird Negie­rungsrat v. Coßel lverden, falls die fran­zösische Bcsatzungsbehörde nicht in der gesetz­lich vorgeschriebenen Zeit Einspruch dagegen geltend macht (v. Coßel kommt aus Aaü>en). Die llel<rnah'ne der Amtsge'chäfte durch Sxrrn Dr. Hindrichs hatte seinerzeit lebhafte Erörterun.g in der Oef cntl chkeit erfahren und hatte cmgic Zwischenfälle in der hiesigen Be­völkerung zur Folge gehabt.

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Line LNIZrunq Sonar toms über den Siiihh einer vrr«tSndigunz mit

Nuhland.

London 13.Juli. (Wolff.) Unterhaus. In Erwiderung aus eine Anfrage sagte Sonar Law:Die S 0wj e tr eg ier u n g nahm die von der englischen Regierung porgeschlagenen Be­dingungen an. Demzufolge ist eine Verständi­gung über die Grundlage für Besprechungen wegen be£ Handelsverkehrs erreicht. Die englstche Regierung sckftug nach Bespvechrmgen mit den Alliierten, und wie ich höre, mit deren Zustim­mung, der Sowjetregierung vor, einen sofortigen Wallen stillstand unter geeigneten Bedingun­gen mit Polen abzuschließen, dem eine Friedens­konferenz zwischen Rußland und den Randstaaten folgen würde."

Cooke fragte: ,Heißt das, daß die Sowjet­regierung anerkannt ist?" Bonar Law er­widerte:Nein." Redworthy sagte:Es ist doch der Fall!" Wedgcwo«)d erflarte, daß die englische Regierung gebrobt habe, eine bewaffnete Streitmacht auszusenden für den Fall, daß die russische Regierung sich nicht willfährig erweise. Bonar Law erwiderte darauf:Ich glaube nicht, daß es richtig wäre, von der Regierung zu verlangen, Einzellieiten unserer Mitteilung an Rußland bekanntzugeben. Die Mitteilung an die russische Regierung wird zu einem geeigneten Zeitpmrkt veröffentlicht werden." In Erwiderung auf weitere Anfragen in dieser Angelegenheit machte Bonar Law die Bemerkung, daß es besser wäre, atzzvwarlen, ob die Svwjetregierung das v»rseschlagene Verfahren nicht annehme.

ff. Fulda, 12. Juli. Am 2 und 5. Juli tagten im Roten Sbadtjaal in auß^cbfntlwx Snmng der K>reks-usscbruß und die sockö i chm Kör- Versck-aften. Erfdes Ergebms birfrr SiAturs war, daß Sie Fleischprei 1 e von 1080 auf 6 20 Ml. für Rindfleisch und 4,50 Mk. für Kak^leg'ch her­untergesetzt wiirl«n. Die ö<nti>tvirtc urü> Metzger gnben mfb Turner Ausswach^ zu, daß, sie ine jetzigen hohen Preise für äußerst ungesund unb auch lmberechtigt hielten, unb es fei hier bes.!nders betont so begannen unsere Land­wirte mit dem P-veisabbm Ebn: werden mit 0 80 Mk. abgegeben. Für dieses H-n!.gcgemflammen traten dcmi die F.eien GewkEl^.ften uns» gesetz­gebenden Körpersch-sf-en von Äreis unb Stadt auch für einen g«)^ enerM scheu Preisabbau berieuigen Bedarfsartikel ein, totidie die Laudnürtschaft zu ihrer Pvvduktlon gebrauchen. An erfber Stelle er- füärte sich beratifbtu der grösste Eisen- industrielle bereit, sÄntliche Waren seines Lagers iMaschinen unb 5dücheng»'v2«, um 50% herunteramfefrm. Auch <yuf allen anderen Gesch'iZts- unb Handelegebieteic Ixxt do r.rufbm ein beben- tenderPreisabbau (b-si^ivers in der Texlll- warenbranck^e) beg^men. Zum Schluß c>er Tar-ui g wurde eine l>.fm^rre Preisabbaukommis- f i <o n gdmiMt (Leiterin ist Stadtve-vvrbnete Grip- pentv-g-, bereit Aufgabe es sein wirä>, den Ablirii amtlicher Bedmckssattit'el des tügiickxn Le^e'- s W-V terhin g-.nrz energiftb ?»u üverisachcu und burdsu sichren. Bei den Bel/örden, Landratsamt svwohl wie Magistrat findet die Preisabbcm8omMission tpeiteflgeljenbe Unterstützung Tiefes Boryel-eu der Fultaer BevMe«mg dürste üb roll Anlla^-g fin­den, mehr als neue erhöhte Löhne unb Gehälter.

Cassel, 13. Juli. Der Magistrat lyat hier eine sehr fühlbare Senkung brr Lebensmittel preise herbei^fül/rt. T«llmck) kv-^cn jetzt: Speck prr Pftnid 11.75 Mk., Haserftocken 2.40 Mk., B->l-ncn 2.40 Mk., Erbsen 3 Mk., Marrnelad? 2.90 M7.

hl. Kirchhain, 12. Juli. Bei dem Verkauf

Das Bestreben, auch in Gieften eine ange­messene Preisgestaltung zu erzieen, siihrte gestern abend bet Gastwirt Rahne selb auf Äera^tiassung des Vürgervereins abermals Vertreter von Handel, Gewerbe, Landwirtsck-aft unb vorn städtischen Le- lumsmittelamtc zusammen. Allgemein war man der Ansicht, baß die Preise unverhältnismäßig hoch feien, wies aber entschieden darauf hin, daß der Kleinhändler von sich aus nicht mehr in der Lage sei, einen weiteren Preisabbau biirchznführen, da er seine Waren bereits mit erl-eblichem Verlust verkaufe. Es sei daher falsch, wenn bei den viel- adjen Teuerungsnnruheu der Unwille des Publi­kums sich gerade am Kleinhändler auslafse. Ver­treter der verichiebensten Branckien stellten fest,

daß sie ihre Preist um 50 Proz. reduziert hätten und wert unter Einkaufspreis verkauften. Seiber zeige bas Publikum iticht das noNvendigr Ver- tänbnis dafür, ben Kleinhändler jetzt auch bitrd) regen Kauf zu un'etstützen. Der Kauferst<-eik richte sich an die falsche Stelle. Ein meitcrer Preis- aichau könne nicht erwartet werden, wenn von oben herunter die Preise gesenkt würden. Darum solle auch das Publikum die Ausl^dlmg ber Ztvangswirtschaft unb die unbehinderte, zoll- reie Einfuhr von Lel>ensmitteln fordern, damit der gesunde Wettberverb des freien Handels die Preise . regulieren unb senken könne. Ein anderer Weg sei unmöglich. Den Abbau vom Kleinhändler zu verlangen, sei genau so töricht, wie roenn man das Barometer zerschlage, weil man mit dem Wet­ter nicht cinoerstanden sei. Dem Kleinhandel seien die Preist vorn Großhandel vorgeschrieven, so daß er sich mit einer ganz geringen Geioitrnspanne be­gnügen müsse.

Die Aussprache war außerordentlich fruchtbar und gewährte überraschende Einblicke in die Schwierigkeit des ganzen Problems sowohl was die lanbnnrtschaftliche Produktion, die Lebensmit­telversorgung wie die übrigen Gegenstände des tägliche» Bedarfs angeht. Die Versammlung mürbe von Stadtv. Müller geleitet. An der Aussprache beteiligten sich die Herren Sauer, Diener, Krumm, Herbert, Horn, Schmidt, Dr. Seid, Frensdorf, Gottmaun, Löber, Sack, Noll, Nahnefeld, Kübel, Brück u. a. 1 '

In einer Entschließung wurde das Er- | gebnis ber Aussprache dahin zusammengefatzt, daß alle beteiligten Kreise den Preisabbau be­gonnen und soweit durchgeführt haben, als es unter den nnrtfd>aft!idx*n Verhältnissen irgend möglich ift. Um die niedrigere Preisgestal­tung durchführen zu Tonnen, muß aber vom Publi-- kmn eine regere Kauf Tätigkeit crloartct werden.

Ferner mürbe eine Kommission der Her­ren Diener, Sxrbert, Krumm, Kübel, Löber, Mül­ler, Sack unb Schmidt gewählt, die eine Ent-1 schlleßung an das hessische Ministerium vorbe-I reiten soll.

In dieser Entschließung soll gefordert tverden tl Sofortige Aufhebung ber .Kriegsgesellschaften, Aufhebung ber Zwangswirtschaft mit Ausnahme von Brot und Milch. Aufhebung der Einfuhrbe­schränkung für Lebensrnittel, Aushebung des Gvlb- zolles für Lebensrnittel, verschärfte ©trafbeftim* mungen gegen Wucher und energische Maßnabw«» gegen den Schleichhandel.

Nur wenn diese Forderungen erfüllt werben, glaubt man den notwendigen Preisabbau durch­führen zu können, ber eben jo wie von den Ver­bi-auchern and) von Landwrrtscyaft, Handel und Gewerbe herbeigesehnt wird.

rveranftattunge»».

Mittwoch, 14. 5rilli: Hotel Einhorn, 8s/4 Uhr, Gastspiel Buchwald. .Lichtspieltheater wst gestern.

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vereinbar. Es maß vielmehr mit allen Mitteln bahiu gestrebt werben, die Verbilligung der Le­bensmittel auf öffentliche Kosten überhaupt un­nötig zu machen.

So muß festgeftellt werden, daß dieErnährungderdeutschenBevölke- r u n g, anftatteine Besserung nach dem Kriege erfahren zu haben, gegenwär­tig sogar erheblich verschlechtert wor­den ist. Die Lage ift heute tatsächlich so, daß die Bevölkerung stark unterernährt ift und die ihr bargereichten Rationen durchaus unzureichend sind, baß aber aut der anderen Seite die große Matst des beutdjen Volkes außerstande ist, sich auch mr diese unzureichenden Rationen zu kaustn. Die Mpftichkrit, die deufch- Landwirtschaft wie­der zu ihrer früheren Leistungsfähigkeit zurück­zubringen. ist noch sehr beschränkt, und so ergibt sich für Te"tschlcmd bic unbedingte Notwrndigkeit, für die Wstderherillllung normaler Lebensver­hältnisse die tatkräftige Hilfe des Auslandes in Anspruch zu nehmen. Ohne ausländisch? Unter» stützunq ist Deutschland n-ch in ber Sage, fein Volk au?reichend zu ernähren, es damit von seiner grißen, durch die politischen llnrühen begünstigten Nervosität zu befrien und da­mit die Quelle acker frirter Schwierigkeiten xu bcb'ben. Es genügt aber nicht, daß das Ausland Deutschland größere Mengen von Lebensmitteln zuführt, sondern es muß dies auch unter Bediimungen grilhehen, die es dem deutschen Volke tatsächlich ermöglickren, bte Lebensmittel zu be ahlen. Um ferner die heimische Erzeugung nach­drücklicher fördern zu können, muß Deutsckstand die Einfuhr von Rohphosphaten, von Schwefel­kies und Fnttergetreide zur Wiederherstellung seines Viehstandes ermöglicht werben. Unter Be- rücksichtigung aller oorgetvagenen Umstände, näm­lich ber Verminderung der A.bonfläche, ber Ernte- ' menge und des Ausfalles ber diesjährigen Ernte, . be?,if|C't sich der Einsuhrbedarf Deutschlands für L das nächste Wirtschastsiabr auf 2 Millionen Ton- y- nen Brotgetreide, 2 lNillionen Tonnen Futter-- getre:be, 750 000 Ton:en Oelfrüchle, 180 000 To Fleisch unb Sveck. 114 000 To. Fett, 500 000 To. 7 Fische, ferner 500 000 To. Rohphosphat und die 1 zu feiner Aufschließu'rg notwendige Menge von 350000 To. Schwefelkies im Gesamtwerte von 3 403 600 030 Goldmack. Die bririebigenbe Rege­lung ber Ernährungsfrage in Deutschland ist und bleibt die erste unb wesentlichste Voraussetzung _ für den Erfolg aller anderen Maßnahmen zur Habung der Leistungsfähigkeit Deutschlands. Die bcutfd>e Delegation schlügt daher vor, die Kon­ferenz in Spaa wolle beschließen, daß eine Kommission von Sachverständigen ber einzelnen Länder mit größter Beschleunigung zusammen­tritt, um über die Maßnahmen zur Verbesse­rn n gberErnährungslageinDeutsch- land zu beraten unb den auf der Konferenz in Spaa vertretenen Macksten dahingehende kon­krete Vorschläge zu unterbreiten.

Genossenschaft eröffnete llnsall^ronLmhaus in T-.rrmftadt, Hemrichstnaße 15, gnvä'brt den Ver- sick^nsten siÄon vom Uns-cklbag: ab fix'ic Verpflegw-g inti) ärztliche Behandlung. Der VoransMag für dasselbe sielst an Ausgaben und Einiicklstnen den Betrag von 220 000 Mark vor. Das Rrichsver- sick-erungsamt Hot durch V-rftiguns festgelegt, daß ber fritiKriflie Gefahvenvrrif auf weitere drei Jahre in Kraft bieiot.

rungsSmangel unb durch Konkurrenz der einzelnen Arten untereinander, die einen ebenso erbitterten! Kampf ums Dasein führen, wie die höheren L? e wesen. Die weitgehende Anpassungs- und Ver-<

Tie Polen sind I ter Ki r s che»n ern te aus ber städtischen Obst- antage an ber tiefen Landwehr mar-en die Preise nickst allzu hoch Im Durchschnitt wurden für ein Pfund am Baum 50 bis 60 Pf. gezahlt. Tie vrr- Iktuiten Kirschen waren ton guter Qualität und

schließlich dem Verbrechr, sich loszirve-chn und im- za

erfaimt zu entkommen. Öffenbar l>andelt es sich ^lflverich^ die um 50 Pvoz-Att und mchr m ihrer

-...... " - ' ..... Erwecl.sfckingrr'rt beichronkt !md, sonne Zulagen an

Witwen unb Waisen brr infolge eures Unfalles ver­storbenen Versichecten. Das ton trr Berufs-