Erstes Blatt
llO.Zahrgang
lMttwoch, H.Juü |920
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lbstverftändlich ge-
^iegsbcschi-
es Kreises, ir Kenntnis- Bertrttungen Reinigungen,
Juli. (Wok'f) Ter S-onder- „Agenoe drvers" meßet.
vff zielles dantsches Schreiben
Ww*n Ge. ... _ , - ,
durch ktnbliäe alles wird hartnäckig abqelehnt. ™hfln durchaus vernünftig und ftlbstver
Spaa, deutschen l'4-l-en heute
iurütfiu teuren.
Span. 13 bericht ers^atter der nach den aus ein
urd von Gchlltnen, v.orgMg noch nichr M16. bis 31. IM den 16. Juli
feite geforderten Ziffern sich genähert und Entsprechende Vorschläge gemacht haben — So ist es
Wesen, daß die deutschen Vertreter sich entschlossen haben, vorläufig über den deutschen Elan der Wiedergutmachung ganz zu schweigen. Dre Entente ist besonders darauf erpicht, von Deutschland eine bestimmte Summe genannt zu bekommen, die für die Wiedergut- machung bestintmt ist. Bei dem bisher geübten Versahen läßt sich annehmen, baß, wie groß and) das deutsche Entgegenkommen wäre, «ine Neigung der Gegenseite sich zeigen würde, den deutschen Lebensnotwendigkciten auch nur den Schalten eines Verständnisses entgegen zu bringen. Die Kohlenlieferungsfrage muß endlich einmal eine sichere Entscheidung bringen. Deutschland kann nichts versprechen, was es nicht zu halten vermag. Man ging in der Sachverständigenberatung auseinander, ohne ein Ergebnis erzielt zu haben. Auch im gomischlen Ausschuß endeten die Verhandlungen mit einem Mißton. Dr. Si- rwn? klare, versöhnliche, jedoch bestimmte Erläuterung der deutschen Lage, besonders sein
Noch keine Einigung in Spaa.
Die Verhandlungen in Spaa haben uns tine neue, ängstliche Spannung beschert. Es ßellt sich heraus, daß Millerands milde und versöhnliche Worte eben nur — Worte gewesen sind, denen nichts nachfolgen soll als das gewohnte, brutale Diktat. In der Mili- lärfrage ist Deutschland vollständig unterdrückt worden: in den Wirtschaftsfragen will die Entente aud) keinen Schritt, breit nach-
.» 75643
Die Kohlenfrage.
13. Juli. (SScfTf.) Lxw-as. Tie Kohlen sachverständigen
Snno^mc von Jlitjcncn sür b.e Te^csnumniei bis zuni NachmiNag vorher ohnc jede Derbii.dstchl«st. Preis ftir l um ifir Anzeigen v. 34mm Breite örtlich 35 Pf., au>w»rts 45 Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Suite 150 Vf Bei Plotz- vorschriit tdO" ? Aus,ch.ag. HauptschrisUcUcr: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug.
für den übrigen Teil: Dr. Reinhold 3eng; für den Anzeigenteil: H. Stdi, sämtlich in Giehen.
Sie werde aber von uns nicht gefürchtet. Aas wir fürchteten, sei nicht die Abspmm«ng, sondern die mit ihr verbundene Unruhe und Verfeindung. Der Minister bat daher, diese Anregung zur Gewährung einer neuen BerHand!ungsgrund-- lage in Erwägung zu ziehen.
Präsident Delacroix erwiderte, daß diese Antwort die alliierten Regierimgen mit größtem Bedauern erfülle und eine sehr cmCtc, Lage schaffe. Wir haben gehofft, in Spaa zu einem wirklichen Abkommen zu gelangen. Der deutsche Außenminister habe das Vorrecht der til ikrtai auf dre deutsche Kohle anerkannt. Das R-ch sei sehr maßvoll geltend Zemacht worben. at>-r die deutsche Delegation laue es unberücksichtigt. Unter diesen Umständen müsse er die Sitzung aufhben und behalte sich vor, den Del'gatwnm einen Beschluß über einen neuen Termin mitzuteilen.
Spaa. 13 Juli. (W l . ) M i l le ra n d erklärte heute Mittag franzrs scheu Journalisten ge- genüb>.-r, daß er freut- ab-urd nicht obreren toerbe und auch zur National feier am 14. Juli mchl in Paris sein werde. D<e Kmsev-nz gehe ruxf) weder utrd er bleibe bis zu ihrer B etrdi'prug in Spaa.
Poris, 13. Juli. (Wolff.1 Nach dem „Echo de Paris" soll der Ent.chtuß Millerands, in Spaa zu bleiben, auf dm Einfluß Lloyd Georges zurücks-u führen sein, der erklärt habe, daß ein so schneller Abschluß der .Konferenz von der öfferttlichen Meinrmg, tnd> besone-ers dem Parla- ment nicht verstaichm werren nriirbe Es müsse bewiesen werden, daß kein Mittel unversucht gelassen sei, die Mögliche iten der Airssührung ber Bestimmungen d-S Versailler Vertrages z»i eil.mgm. Nach dem „Mitin" sollen br Erwägungen der Besetzung des Ruhrgebiets lei den Berfend- lunyett eine Rolle spielen. Es bestehe nämlich die Gefähr, daß bei AEüchrung dieser Zwangsmaß- nschme alle Bearbeiter d.r Welt sich zu einer gemeinsamen Ack ion vereiifchm würden. Dreier Erwägung habe M.llevans Roum g--x;eu mtb itrSfutb davonf verzichtet, schon in zwei Tragen nach Paris
Die Darftrll na der Ernährungslage Dkytichlsndr.
Spaa. 13. Juli (WTB ) Ter R ei chsMinister für Ernährung und Lan^nni tfdyft bat durch die deutsche Tetcgaiivn der Kvnscrenz
ticht. ?646B nsentrente,
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" Familien« ^ngchöru
77° W mittags 2« ^Mchne in heü.
geben. Die deutschen Sachverständigen haben in der Kohlenlieferungsfrage das denkbar größte Erttgegenkommen gezeigt, indem sie trotz schwerer Bedenken den von der Gegen-
Mtßh«ndl«ng eines Pressevertreters.
Berlin, 13. Juli. (Wolfs.) Meldungen ans Köln trridytim, daß der Vertreter des Golfs- Bureaus in Spaa geftern abend von auyen- sll-ernlkch Marn laten Passant n schwer mtß- oan del t wurde. Amerikanisä-e Zitungsvertreter srfrützten ihn vor weiteren Mischandllmg n lieber Einz-Ihe te i des Vorfalles liegen noch reine Nacls- ttchten vor.
Berlin, 13. Juli. (Wolff.) Weitere Nachrichten über den gegen den Vertreter des Wolffbureaus in Spaa verüb en Uebecfall besagen, daß der Angriff zunächst von einem belgischen Offizier ausging, dem sich später ein augenscheinlich in Begleitung des Offiziers befindlicher Zivilist anschloß. Ein englischer Soldat machte der Szene ein Ende. Die erforderlichen amtlichen Schritte sind sofort eingeleitet worden.
Brüssel, 14. Juli. (WTB.) Das Blatt „Vingtieme Siecle" berichtet, daß infolge des Zwischenfalles in Spaa zwischen einem deutschen Delegierten und einem belgischen Offizier die belgische Regierung die Mitglieder der deutschen Delegation ersucht habe, die Straßen nach 11 Uhr abends nicht mehr zu betreten ohne dringenden Grund.
Spaa, 13. Juli. (WTB.) ReickPminister Tr. Simons hat lud» dem U eher fall auf den der deutschen Tel g-.'.tion ^geteilten Jiourna-
I. M 1920. KrieBbejchi- ijj weder bei der Sinter' .mungen übet jflbigtcr, nicht Ihre örtlichen Vertretungen Bereinigungen
Kriegsbeschff )en 3 Äionate ührnifse, ganz rnenhiingt oder ,icht beantragt bigung zurück- leitgebügr t aber nur siansrege- ie Zahlung aten mv e eine ’Belfc’ geschieden in
-zögerungen StMt i»* «zahlt norben Sw?
die Geburt»- ibes beizul^n- ütive ober etk können dre ^raBeltei”, Pflegekl"s beMWiesA
t decken-
vormittag eine SvM ab der die alliierten Vertreter in •• ff y "kt v*>rm beitodfrn’en. Die beutfefen r iäir -igei nwK&kn drn Brr
id'lfig immatlich 1100 00') Tvnne-i y.i liefern, diese Lief rung ab 1. Oktober auf 1 401000 Tonnen zu erhöben und, falls eine Besserung in brr wirtschaftlickM Lage Teu.sclüatü-s e'-nte-tte. schlb ß lich aus eine Liestr mg von 1 70)003 Toimo c ab 1. Ok.vbcr zu kommen. Ihrem Angeb-at füßre: d'e deutsch n S»c'XDer'trntbi gen die Drohung bei: Nehmen Sie nnstr Au^- bot wll g an. W-enn mch , ist es .wLhrscheinlickr lxrß täc Ziffer nach dem Kongreß rock) f<rab^-setz' wirb.
Spaa, 13. Juli. (WTB.) Nach der Sitzung der deutsrl-en :fachtrer35) ivgri trxit tie gr'zrr
ernannte Kvmm s io.i zur Beraters^ttung üb- r die deuttchstr Ang'botc unter txm $xxrjib des bel- gifc're.i Wid^vensiunmini Hits Ja spar z<i ammtm. Tie beuti'c'icn Dl gi"rre)i tour en ein^laden, nähere Ait^bett üb^w ihr Wiederaujbau- projekt zu machen Tir $>Trcn Wirch und Mel änor legen dar, Teutschl'Md ei e Sch N durch Jahresraten xu tilgen wümche. Irr diesem Sinne verbrngen sie. daß -in Mi imum fefig setz werde Tie Ixiltsr'^n Dl-gierten nannten frkrlxi tedoch keine befhmnt.e Smnme.
11 unf 2/«* leK« Sifefstt- ^[gri»6e-
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ifrrcriatö den Sachverhalt l^stzit dellen und entsprechende Matzrrgiln zu ergfixiien. Dabei wies er bsvauf hin, daß der Reick-S<arr^ler mit Rücksicht auf die Beunruhigung, der öffentlichen
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ein^-z. Amen ErkunLäsungen H- deutsche Reichs tegicrimg felgende Angaben ütrr den Plan der DrederAntmaclruns'-n und Za lln^en macheri werde: Eine Entschädigung von 5 0 Milli a r d e n, za h ! ba r in 50 Jahresraten, davon 20 Mill^irden zum Widers, fben brr zerstörten Gebiete, die in Ncunrulien zahlbsr fern sollen.
listen Swcktofsa (Bertrerer vom Wolffbnreau) dem Generalsekretär der Kvnstre:sz eine Note über- 1 ' ..... “ ^ie belgische Regierung bittet,
wegen der Kohlenlieserung zu machen, die nicht Die Zustimmung der Ber lw rksu.ck rnehmer und msbcsondere dec Bergarbeiter gesunden Hobe. Er machte aus den durch die Slocfax geschwächt.m Gesundheitszustand der Bargars iter auimeiffom, der es ihnen ohnehin erschwc-re, Ucherschichte,> zu leisten und ber eine weitere Steigerung de. Produktion nur «statten könne, wenn man bi: Ernährung verbessere unb für eine größere Zahl Bergarbeiter angemessene Wohnurrgen lä-asse. Unter dieser Voraussetzung könnt man zu agen, das Taaeslieserquantum vom 1. Oktober 1920 ab uni 12 000 Tonnen, also auf 56 000 Tomnm und vorn 1. Oktober 1921 ab um weitere 12 000 To auf 68 000 Tonnen zu erhöhen. Der Minister ertiärtc, daß eine weitere nicht unerhebliche Steigerung möglich wäre, wenn in Oberschlesien für Ruhe gesorgt werde, so daß Ueberschichen geleistet werden können. Dazu sei erforderlich, den Abstimmringstermin sobald als mög ich anzu Hetzen, weil bis dahin die friedliche Arbeit durch Agitation aller Art gefährdet werde. Noch besser würde es sein — aber damit gche er nur eine Anregung, ohne einen Antrag zu stellen —, wenn man die Abstimmung überhaupt aufhebe und über die Kohlenl ieserung an Polen und an die anderen auf die oberschlesi.che Kohle angewiesenen Länder unter Zustimmung der Alliierten eine Vereinbarung träfe. Diese Zustimmung sei notwendig, weil durch beit ^rieb-msvertrag für Frankreich, Italien und Belgien ehre An internationaler Hypothek auf daö deutsche Kohlenvorkommen unter gewissen Bedingungen ge chassen worden sei. Nach seiner Utber^eu^ung würde auf diese Weise Polen von der deutschen Bergwerks-
Seneral-Anzeiger für Gberhessen
Dm* vrö Verlag: vröhl'fche U«iv.-b«ch- Siemtru-cttrei tt. kange. Lchrlftleftimz, Hckschästrftelle uud Dmdcret: 5chulsttatze 7.
Meinung in Deutschland für eine bal bi g e E rl edigu ng dankbar sein würl-e. Ter Generallekoetär der Konserenz berichtete sofort an den Minister des AeuiVrn in Brüssel und sprach im voraus sein Bedauern Über den Zwischenfall aus. ber womöglich noch im Lause des beutigk-n Tages erledige werde.
Wieder eine Drohung mit Einmarsch in* Ruhrgebie?
Berlin, 14. Juli. Wie verschiedme Blätter aus Spaa melden, sind die Marschälle Fach wrd Wilson ttlrgDä-chstch nach Spaa zurück' aeru'eii worden. Der „Bonvärts" bringt dies tn Zusammenhang mit d^n Schwierigkeiien in der polnischen Frage und vermutet, daß dadurch ein Druck auf Deutschland aw-geübt toerde. Wahr- schebllick werde bte Frage eines ettvaigen Ein manches in das Ruhrgrvet mit dem Marsck)all besprochen werden. Das „Bett. Tagcbl." fragt: Wird man nicht mir in den Krnsen ber Entente endlich ein sehen, daß cs würdelos ist. bei jeder schnurrigen Frage den Marschall Fvch aus der Versenkung austauchen zu lassen? Im Falle eines Einmorsrhes ins Ruh g biet würden dir deutschen Bersarbn-er sich toei^e-n. zu gehorchen. Frankreich würde nicht viel Freude an der Vergewaltigung erleben, da Arbeiter und Unternehmer völlig einig in geschlafener Abwehr gegenüber» ftärcben. Die deutsche Delegatcon in Spaa wird sich nicht cinschrlchtem lassen, weil sie Unmögliches nicht iugebat kamt.
Meldung unseres SonÄerdienftts.
Spaa, 13. Juli. Nach den Ersahrirngen vom letzten Samstag wird man gut tun, alle ov imistll- schen An reichen um so strenger zu beurteilen, als augenblicklich für die vorha-wenen Schwierigkeiten eine wirklich aussichts'oolle Lösung noch nicht gefunden ist. Ohne Zweifel be reht ein großer Fortschritt darin, bas; die Beratungen der Sachver- flärtbigen untereinander an Intensität beträchtlich zugenommeu haben. Sehr bemerkenswert erscheint im ükigen die Tatsache, bah Millerand darauf verzichLet bat, morgen zum Nationalfest in Paris zu sein. Daran ist bet ber Aufhellung des Kon- ferenzprogramms offenbar gar nicht gedacht worden. Es erhellt daraus weiter, loelche Bedeutung such die Fran;ose» den Veränderungen beilegen, die nun einmal trotz allem durch den bisherigen Konferenz verlauf in den Beziehungen zwi:chen der Ente-.te und ber deutschen Delegation eingetreten sind. So groß unter den Mitgliedern der deutschen Delegation die Entrüstung ist über den bru- ta.en lieber fall, ber heute na äst an dem Vertreter des fkLolssbureaus, Stocklosfa, durch einen belgischen Offizier begangen wurde, so wird doch auf allen Seiten die größte Zurückhalving gezeigt. Die Behandlung dieser schweren Verletzung internationaler Verpflichtungen, die datmrch erfolgt, geschieht streng formell. Es wird auch in kürzerer Frist wohl ein arntliches Kommunigu6 über dir- ganze Angelegenheit erfolgen. Stocklosfa war durch Die rohen Angriffe des belgischen Offiziers und seines Begleiters in Zivil ganz bewußtlos geworden, so daß er nur mit dem durch einen deutschen .Herrn aus dem Hotel Anette unb Lublin berbeigerufenen Auto nach feiner Wohnung zu- rtieftebren konnte, wo er heute bettlägerig ist Nach "ben Schilderungen von unparteiischen Zu- diaiieru ist es ein Wunder, daß dieser schmach oolle Rol^itsatt von Belgiern, die dem Anschein -ach doch nicht zu den ungebildeten Kreisen ge Wren. für den Betroffenen noch verhältnismäßig glimpflich.zu verlaufen scheint.
Nr. 1 5
Dec «btc-j.i.ef Anzeiger erscheint täglich, croher Senn- und Feiertags, vezugspreffe:
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Lesielc^ld.
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Sr««ftwt a. K. U6^>
in Spaa na ckn testendes Expo s6e üt>er die Crnährungslase Deutschlands unter« bTcitct:
Ministerpräsident Millerand bat die Dneit« Willigkeit der al iierten 'Dcä/Cbte zum Aus icnck g>e« bracht, mit Teu fd)tinb eine Abrmubung über die Lieferung w Lede,»smi b üi zu it ,f<n. um die Not der deutschen V-cvolkrrung zu l: bmt. TaS deutsche Volk ist für die'c Berdtwilligkrit auf« richtig dankbar und begrtifr sie um vmehr als es oh,« diese Dilfe der al.iierten Mächte dem dentiäien Bolk nidM mög ich fein wird, ben Truck der Unter« eutälnimg, der fdjtoer auf ihm lastet und ihm d« Arl>eitsfreude unb Arbeitslust nimmt, fnme die Ouelle aller feiner Schwierigkeiten auf politijchcm, nunscköstlichem unb fiojd'em Gebi-ne ist, |u beseitigen. Wie gn>jß bw Üfcot ist. und loie brrigenb wir ber baldigen loilft bebürjen, bi.tc ich mit einigen toenig-n Ziffern begründen zu dürfen.
Tie grc ßeu Er^hrungssdxwieriok i en Deutschlands, die gerade in den letzten Monaten einen äußerst bevvochichen Charakter auge-uommeu haben, rühren l>er. 1. von dem firrrTeu Oakigiuig der landwirtschaftlichen Production n-atrrcnb das Krieges unb uock> in der 4rack)kriegr)zeit, 2 aon der Unmöglichkeit, die ftir die St'igerung bn land« wirtschaftlichen Produktion eNocDerlld^n Be riebS- mutclj wie Futtermittel, Rohphosphrte usw. in ausreickrender Menge eiuzusühren. 3. von dem Mangel an Zahlunsömickeln für die Te-cknng deS fdstent'en LetxmsmiltelbL.^cfs durch Eins hr. Infolge der aufcervrbentlid/Crt Sdjiiner gYit1 i wLH« renb des Krieges, des Mang».-ls an Arbeitskiaiten, Düngemitteln nsw ist die Anbaufläche für Brot- unb Fn.'tergetcerde sowie Kanoffvl.i stark zu^ nck-> gt^angen unb gleichzeitig der Ertrag ber F l L- cheneinheit erheblich gesunketl. Ter Ernteertrag xwo 5dektar sank in der Zeit von 1913 bis 1919 für Brotgetreide um 21 Prozent, für Futtergetreibe um 25 Prozent, für Kartoffeln um 31 Prozent und für Zuckerrüben um 30 Prozent. Die E<famt- emtemenge in Dmttdstanb nach ben wucn Grenzen verminderte sich in dem Zeitraum 1913-—1919 bei Brotgetreide von runb 13,3 Millionen Tonnen auf 8,5 Millionen Tonnem bei Kartoffeln von rund 40,3 Millionen Tonnen auf 21,4 Millionen Tonnen und bei Zuckerrüben von runb 12,9 Millionen Tonnen auf 5/8 Millionen Tonnen. Als besonders erschwerendes Moment kommt hinzu, daß durch die Ab- trctimg landwirtschast ich wcrtvo ler Geld te, besonders im Osten, für die Ernährung toi .schäft Deutschtands (nach Abzug der Mchr-uw. isungetr an abgetretene Zuschuß'biete des Ae>n-) sehr erheblickie landwirt.chast.iche Ueberschuß eb;etc verloren gegangen sind. Dies; lieber dyr, inen reu litten bei Getreide genügt, um rund 3,8 Millionen! Personen mit der jetzigen Mehlration, an Kartoffeln nmb 3 Millionen Per ouen mit d r Kartosselration und bei Zucker rund 5,6 Millior.cn Personen mit der heutigen Zuckcrration auf ein Jahr lang zu versorgen.
Im Zeitraum von 1913 bis 1919 sank der Bestand an Rindvieh von runb 18 Millionen auf 16,5 Mil ionen, die Zahl der Milchkühe van 9,1 auf 7,6 Millionen, die Zahl der Schw ine von 18,5 auf 11,5 Millionen, das hüßt affo um nicht weniger als 41 Prozent. Der g waltche Rtickgmig deS Schw'inebestandes ist um so empfind. icher für die Ernah ung, als das Schwcm immer in erster Sinie, unb zwar bis ju 65 P. oz. ber Träger der Fleisch- und Fettvertoriung für die beut;d)C Bevv. k-rung war. D7r Iah esmffch- ertraa einer Kuh ging von zw-inal 700 L.ter im Jahre 1913 am einmal 200 Liter im Jahre 1919 zurück. Insgesamt ergibt sich in dem Ze.t- raum von 1913 bis 1919 die gewa tin' Verminderung des Gesa t m il cl» r t r ' ge 5 pro Jahr von 24,4 Mil ianen L.ter a i n un Milliarde-.i Liter. Schließlid) ist bas Tll.lacht- g-nncht der Rinder, Shwein? und Schafe um 50 bis 30 Prozent gesunken.
Als Gesamtergebnis verfügt daher die deutsche Bevölkerung heute über ein wesentlich verrinnet te5 Quantum an pflanzlichen und tierifdjen Lebens- mitteln heimischer Erzeugung. DeiitidKanb ist daher gezwungen, die im Kriege eingeführte Rat! o - niet ung noch für eine Reihe der wichtigiteir Lebensmittel fortzuftihren. Die Rationen müi.cn aber so knapp bemessen werden, daß sie nur ehua die Hälfte des täglichen Kalorienbedaries eines erwachsenen Menschen bilden. Da Teut ckstand bis heute noch 'nicht in die Lage versetzt ist, die tehleirden Lebensmittel in dem erforderlichen Umfange aus dem Auslände einzuführen, so ergibt sich die traurige Tatsache, daß die bcu•jrfe Bevölkerung sich noch in einem Zustande starker Unterernährung befindet, die weiterl.in ihre erschreckenden Opfer fordert. Tie Zahl ber Lebendgeborenen in 365 Orten mit rund 25 Mill. Einwohnern betrug im Jahre 1919 nach dem vorliegenden amtlichen Material 459 7'-8 gegen 633 815 im Jahre 1913. In Preuste-i starben von Bindern im Alter von 1—5 Jahren im fftohre 1914 52 924, im Jahre 1918 6/369, ob.-^hl bie Geburtenziffer während stres Kriegsjahres sich um ■10 Pro enr vermindert hatte. In Mecklenburg-Schwerin, einem Agra staat, betrug dieselbe Ziffer im Jahre 1914 544, im Jahre 1918 1040. Von Kindern im Alter von 5—Lj 3«uren starben in Preußen im Jahre 1914 25 <30. un ^abre 1918 50 391, in Mecklenburg im Jahre 1914 360 und im Jahre 1918 1819 Titte erschütternde Vermehrutrg der Sterb imfeit ber im schulpflichtigen Alter stehenden Kinder 11 nan* »meifellas bem Mangel an Milch und anderen ei- ive:ß- und fettMtig-m Mchrungs:♦ kein zut Last zu legen. Dir B-'fferunq unserer Ml.chvr.» wird aber durch die Milchviehab aa be an Frankreich und Belgren flcncmmt. 3n bei oben* erwähnten 365 Derick/Lorden mit eurer Bevo^rung
Verwaltung mehr Kohlen er!>a!ten können, als ' , ,
wenn es die Verwaltung selbst in die $)«nb de- miltelff nrortn er die bel-is'.... ------------- ----
käme. Die Abstimmung in Oben'Wien sei zwar • ihrersnts den Sachverhalt sestAu'tellen und nit- zweifelhafter als die in Schle-swig und Allensdin. <wz><4vmS» »„
Hinweis auf die Ungewißheit und Unruhe schassende Lage der oberschlesi'chen Angelegenheit fanden kein Verständnis. Nach einer letzten Meldung berichtet man aus französischer Quelle, die Marschälle Fach und Wilson seien wieder nach Spaa berufen worden, mit ande- «n Worten, man droht mit dem Säbel, mit einem Einmarsch ins Ruhrgebiet.
Mit einer solchen Besetzung unseres Industriegebiets wäce aber den Interessen Frankreichs zweifellos sehr schlecht gedient. In der v Kohlen frage stehen liefen den deutschen Arbeit- ~ gefern auch die deutschen Arbeiter den ■ Forderungen der Entente entschlossen ableh- : wend gegenüber. Das kommt auch in der I mncstcn Nummer des „Vorwärts" zum Ausdruck, der u. a. erklärt, Stinnes mache kein sfehl daraus, daß er auch dann die Durchführung eines für die deutsche Industrie ruinösen i j Abkommens durchkreuzen würde, wenn die Re- Uieruug es unterzeichnen sollte. Underhabe ■ die Macht dazu, im Verein mit den Bergarbeitern! Der „Vorwärts" erklärt, die Kohlenproduktion würde beim Einrücken der Fochschen Trupl>en sinken oder gar aufhören. Ein Generalst.eik der Bergarbeiter wate nicht unwahrscheinlich.
Diesmal ist fick) also das ganze deutsche Tolk einig und es sieht dem Kommenden mit Besorgnis, aber mit ruhiger Entschlossenheit entgegen.
2 vaa 13 Juli. iWTB ) Heute vormittag vl llchr tagte die «> emisckte Kommission, die gestern nachmittagi von der Konferenz erng-rfefet lvorden war, nm bie Vorschläge ber b'irtidrn Re- flprrunqi in de Wiedergut mach ungsfrage erläutern z i l -s en Ti^ beutKfe Dell g>.i t>n war 8urd> Fiwnrzmmister Tr. Wirth. Tr. Karl Melchior e.ls toi-r.schfftlidrem Beirat des Mi» »isters des Aeus>ern. (fewimrat Wiedfeld als heirat des Wrrffck, ff:.s mim iiers. SlaatsrekretÄ 3 c r <r ni a n n als Vertreter fes Wiefe «ufb<r - mi- wistenums und der Mteu-g-iUfbeu3cmminüm und an en ©efoetii. verttxstem Ter Präsidem der Kvm- tnffion stellte fest, dast es iich nur um eine En- quete, nickst um eine Beratung handle unb richtete an die bcu.feben Telrgterieti evie Reihe von 7v-a- gm. durch die versth. den? Pirnkte der deutsclien Donch'/iige aufsckllsrt hvurben S» <rnn bat er bie deutsche Tel g^tiion um eme fei.rmmte AusÄvcft über bte Hohe des sinanzi llen Angebots, insbo- ent-eTe fei Jalwes^rlstung Neid/scnrni:er Tr.
U rl h stellte ein-' st lche Anw^rt für den spätm Nachmittag in Aussicht Jnr>vischen fetten die beut cfeii SachversOni -ig m in der § o hle n f rage । nit den Saf.z-cr iäii/.-ig-’n der tzxgnschte über ein neues Llngrbvt imntottidteT Tvime..li> stttung an die All'.ier.vn v.chh-'n <ckt und das . Angebot in sthriffl'che örrm gebv^cht. Eine Einig ing irar nicht zn'ande gdommeTt In fern am Nachmittag bäm Rff >sva,^ler M uifferrat iru.fe
ufvlgedes-en te'.uvs eu, L g"N'ünsck)te Aus'tinft ®i die gemischte >ffvmm.s tr?n zin chhst zuttickzül al- fet, bis in der 9? adim ■ .t: g5 t>' r.-:g des engeren Dates ber Aiioufereirs die Kohl-n ieVri-ng die lwn:;i(bafttid:en An gebest zur Baiis i-taten müsse, Nftgefiellt totrfen fei.
Zn .ds Sitzung des engeren Rates forderte der PräsiiX'nt der Konier-nz die beirtd)en Deie- werten sogleich zur Abgafe ihrer Erkiänmg in «r Kohlensrag>' a f. Reichsmini'ler Dr. S i - i»ons entwickelte bie Gründ', aus denen es ber deutschen Regierung unmöglich sti, eine Zusage
IL Ä;Qnu.


