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Fritz Nowack
Mittwoch, tf. April MO
Zweites Blatt
Gießener Lnzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Nr. 87
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Beginn deS SommerbalbjahreS am 26. April. Mir diesem Unterricht sind auch besondere Kurse für MslchjnknbauuLlkktro-JnltsUstion verbunden. 3537V
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aw LamStaa, dem 17. April, abend'» 8 Uhr, im BereiuSlokal Pottkcller, dahier eine
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Zü öhren feiner ans Der (Befangen- fdjaft inrfldoeteötien äametaoen unsere Mitglieder hiermit ein und errege Beteiligung. Der Vorstand.
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Gießen.
Das neue Schuljahr unserer Anstalt beginnt ölontag itn 19. Anil naNittiiS ? Nhr m kaufm. BereinShause, Nord-Anlage 15.
Gießen, den 10. April 1920.
2018,- 2022,- 1998, - 2002,-
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1198,75 1201,25 1198,75 1201,25
IjanöcL
Berlin, 13 April. Börsen st im muugS- bild. Die beyördlichcroits ve.br 'itetc Erläuterung dec äuge kündig dm Verordnung über di Beichlag- nahme der Auslandsakticn icirhe le.uhign d. ra- uterulich, lueil der Kreis der betroff.me.i Papiere ziemlich eng begrenzt erscheint, und man glaubt, daß bezüglich der Modalität an der Beschlagnabmc noch Vereinbarungen statt finden dursten. Der Ver- kein bacrogte sich in ruhigen Formen imb entbehrte dec llebhastigk.it. Die Kurie stellten sich aber nieist erheblich niedriger, nam mtlich aus dem Mon^ tanmarkte ton* in Elektrizität^ und Farbwerten vielfach bis zu 30 Proz., ba die Spekulanten durch die gestrige Ueberra chung ä gstlich Qtnxnbr/. waren und in ausge.e.intem Mas-.' realisierten. wch.e. d die Staufluft zurückl,ielt. Späterhin nxu eine t.i» weise Besserung bemerkbar, wvm auch t>u> Anziehen d r De^i'en britnig, was, wie üblich, aus die Valutapapiere Ivfe ig.rnd zurückni k.e. D.nl ck>- U.ebersce-4lektriAtLtsaktim gewannen gleich bet Vi- ginn 40 Proz., Schisfahrtsaktien schwächten ab. Auf dein Anlagemarkt blieben deutsch: An'eflen im oLgemeinen (ejaiuxet, währntd ö'.cnxick,ich sehr still und eher schwächer, ungarische bargen fest lagen.
Frankfurt a. M., 13. April. Börscn- sti m m u u gs b il d. Nach der flauen Ermattung der Tendenz an der Mitlagsbörse machte sich aus einzelnen Ckbieten Neigung zu Rückkäufen grihiti). Schi fta bri sak.ien waren vorwiegend selber, na mau- lick Dam^urg PaLtfahrt 209, ferner hoben such Nordd. Lloyd von 198 auf 199. Lombarden 46»/« bis 46. Am Montanaktienrnarckt war die Preisgestaltung ungleichmätzia. Gelsenkirchen 324 -s- 2, Zarpener 320 + 5 Prvz. Mannesmann 390, Elettr. Teutfck>-Uebersee waren etwas gesuchter 1225. A E G. gewannen 6 Prvz. aus 365, dagegen schwächten sich Lahmeyer 7 Puoz. ab (218). Felten und Guilleaume sind gegen ihren Schust- lurs 10 Pvoz. höher (510). Gummiwarenf. Peter standen in weüever Nachfrage und wurden mit 350 rationiert, plus 20 Proz Kal iw. Westeregeln sind 18 Pnoz. gebessert 730. Ober bedarf fanden im Verlause mehr Beachtung 235 + 12 Pwz. In AuslandsaTtten trat auf das Anziehen der ausl.
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Die Rettungswache de» Roten KrvuteS am Bahnhof Gieben muhte W aufgehoben -MW werden, da dem Roten Streng dte zur Aufrecht- erhaltung nöligen Mittel fehlen. 41070
Ter Borstand des ZweiqverrmS Gießen Dom Roten Kreuz.
Der Vorstand der freiw. SanitätS-Solonne Gießen vom Roten Srenz.
Meinung >oirt> laut „F M." aus Berlin gemeldet: „In Zusammensa jung der Meldungen und 8a)bad lungen der letzten Zeit kann man als die rakürlich^n Ursachen der augeblicklichen fast un- rntxiriei starten Besserung des MarSkursus folgende- aufzähl cn:
1. Itrnehrlten des Lnsusimvorts und gewisser AMlosteinsuhren als Folge sowohl der teilweisen Vreisreaktron am Warenmarkt, wie eines Nach- lassen- der Kaufkräfte des Publ.kums:
2 sachgemäße und vorsichige Dispositionen ter staatlichen EinLaufsorgane, die seit einer Reihe tun Monaten nur noch durch die Devisenbesckxrs-- ßmgsstelle verkehren, bei der wiederum ein sachlich urteilender Beirat besteht, gleic^eitia Boran- chmmen der Deredclungs- und Jndividuatz-Kreditc:
3. in gtüdtoirtung von beidem ein endliches tufbörm der wahllosen Reichsmariiverschleuderung aus dem besetzten und unbesetzten Gebiete ins neutrale Ausland:
4. Durchkreuzung also auch der von privaten Lanken be.iebtrn Arbitrage von Mark gegen Devisen durch die Balutabaiise selbst:
5. Sicherung staatlicher Devisenbestände in dm offtziellen fänden durch den bekomrden Ber- flaui bcsck lagTm hmter Auslandseffekten und deutscher Anleihen, i.wie durch ersvlgreiche Silbersicherungen xr Retchsbank (die weiter sehr erheblich lüti» und kräftige, beute allerdings teuer erscheinende To- »senaukkäufe der Reichsbattk aus den ersten beiden Märzwachen:
6 werter rein strmmungsmätzig der Nachlall der grohen Voll'sdemvnstration gegenüber den Ueberbleibseln aus der militaristischen Zeit (Kapp- Docke>:
7. in Verbindung damit tzebung des neutralen Klaubens an eine schicUsthe Finanzh.lfe nach der geplanten internatvonolen Valutabonferenz:
8. nicht zuletzt die bisher stetige, inzwischen freilich durch die Lüttwitz- und Räte-Putschc auf-- zelialtene debung der deutschen Ausfuhr aus monatlich über 4 Milliarden Papiermark, von dmen zwar ein Teil auf fog Ansverilrufsgüter entfallen mag, ein anderer aber auf die bleibenden Leistungen unserer Grpvrtindustrie iauch Kalk):
9. die Bestimmung, wonach rückwirkend unerlaubte Einfuhr von Textilien nsw. ohne Entschädigung besckrlognahmt werden flamt.
Zn NegierungSlreisen wiegt man sich schon in Sickxrheit, datz die bis Mitte August für Lebens- Mittelzwecke noch nätigen Valuten einstArestlich des Rückzcrhlungsbedarfs rür Kreditfälligkeiten gedeckt werben können auch i^önc besondere Operationen, so »16, wenn nur das flache Land feine Pflicht erfüllt, txe an sich fvrtbestehende Ernährungssorge den Devisenmart't zunächst nicht allzu stark zu drücken traute. Es Tann lün^ugefügt werden, dast die ^eichsdanT ihrerseits bereits sehr bedeutende Abragungen auf die durch ihre Hand gegangenen Va- utafrebite turgenommen hat, und dast desgleichen bic Schwerindustrie schon ganz bedeuterrde Teile hrer Erzschulden aus Exportvaluta decken konnte, .•um förmlichen Erstaunen mancher ausländischer "Gläubiger. Ein letztes Moment darf für die Ba- nutaben'erimg nicht unerwähnt bleiben, und zwar Resi-chb, weil daraus auch einmal eine Rückschlags- kNahr erwachserr tonn: die massenhaften, vorwio send alö billige MarL-Spekulaironen gedachten amerikanischen und spanischen Käufe von Kom-> mnnaüxipierai ufw., eine Bewegung, die aller-
FRITZ NOWACK
Gardinen-Abteilung
Die deutsche Mart.
Tie deutsche Mark bat sich in den letzten Tagen auiehends erholt. — Ter Französische Front be> Dwet sich in entgegengesetzter Lage. Es notierten m der Schveiz:
Bedingungen, unter denen Frankreich eingetttiswu bäte, indem cc erklärte, datz die deut schor Trm>- pcn im 9iubTgdnet die Hadi, rote sie am 8. August 1919 benimmt wurde, wett überschrltten hatten. Die deutsche Delegation habe am 8. ^Ipril bie Verlängerung deo Abkommen- verlangt, dessen Frist am 10. April ablief, zu rod (her Zeit d« Teutschn die neutral« Zone hätten raumen muffen. TaS Verlangen ivcrbe vom tedmiicbeii Standpunkt aus durch btc militärische KUntrolltoinmislion geprüft norden und Gegenstand eines Beschlusses! der Ehefs der Regierungen auf der 5konserenz vou San Romo fern.
Heute, Dienstag, wird Bonar Van? im Unterhaus über de diplomaiischm Bczicbung-n ^m drn Englarch und Frank eich beridi n. n*ä. rvnb Mil- leranb in der französischen Kammer sp e.lom nnrd, wenn tticht mivorl-ergeielien: Zwi ckreitiällc eintreten. Man glaubt, bist btc ftaitzö i chen Truppen die Städte im Maingau gleichze.'iig und nidt stasselweise räumen wech.'n. And^-rseils fdxiffe da- Berlangen der beut^dien Regierung um itnc B^-r- längerung der zur Entwaffnung Teutschlmrds vor- gesehenen Fristen eine völlig neue Vage, der die Alliierten und besonders Fronkreicki Red»iung tragen müssen. Die c Forderung roi d dtt erste Punkt der Tag.sordnung Ix-i den Berlxr.idlung'n in San Ne.no sein Ueberdies ist >5 wal-r cheinlich bifi de ftanzösische Regierung, um nicht len Anschtn zu erwecken, als wolle sie aut di.' Ent chlie^mg ber Alliierten einet Druck ausübrn, sich bemül-en werde, die Dauer der Btsttzmtg der 2t«btc im Marngau zu beschränket rvtd sich dazu beth't- lasset werde, bie Truppen, sobald t«' Vage im Rtchrrevicr, was die Truppenbeständ- anlangt, wieder normal ist, zurückzuziclxn.
Zur Vorgeschichte der Maingau-Besetzung.
Paris, 13. April. (WTB.l Aus einer Meldung des ,/Petit Parisien" ge1)t l<rvor, dost ot? fraitzösische Regierung, bevor lie bn b r Mgifden Regierung Antrtg auf Bek iliga.!ng an ber B> sctzung ber Städte im Maingau stellte, beantrage hatte, dast Belgien an bc.i Dpcnafwum im Ruhrgebiet tcilncfnne T»»r letztere Antrag fei xdoch von der belgischen Regierwcg abg lehnt iretfcen.
Französische Mowrbootc für den Win.
Paris, 12. April. (Wolff.) V>avas. Vier mit je zwei Maschinengewehren bewaftiete Mo-- torboote sind von der Seute abgefahren, um über Paris und die Kanäle den Rhein zu erreichen.
s Belgische Truppen str Frankfun.
Mainz, 13. April. (WTB.) Nach einer Meldung des „Echo du Rbin" soll das zur Besetzung Frankfurts bestimmte belgische Detachement am Mittwoch, nachmittag 1,30 Uhr, Mainz passieren und .3 Uhr nachmittags in Frankfurt eintreffen.
Wilson.
Amsterdam, 12. April (WD) Tie,,Dim>eA" meldet aus Nenwork, dast Wilton trod) wie bar beabsichtige, die Entscklicszttng, m ber b?r !frteg-- zustand mit Deutl chland a 1S beendpt erklärt wird, unbeachtet zu faffat.
Ans Meriko.
Newyorfl, 12 April. (Wolffs Ter mexi-. ; kanisckc Staat Sonora hat seine Selb ständig feit erklärt. Ter Staat Sinaloa hat sich ihm angeschlossen, um dem Einmarch der Truppen des Generals Corronza Widerstand entgTgen setzen ■ zu tonnen.
Newyorfl, 12. April. (Wolff.) fRaiter. Nachrichten aus Lermovllle in Mexikv zufolge : hat die dortige Bewegung den (Xüuv-mexr । tzuerta zum Inhaber der höck-süen Stca sgenxllt , der Republik Sonora bestimmt. Ter Kvngrest von S i n a l o a hat sich dem Vorgehen von Sorvcwa i angeschlossen.
e,Duk*^er,®l^1i ssr»» Poitftlltr: Berelvsave 8iu8flabeh«2itr' «erbandowt .
Zontas.
(In einem Teil >'r Auflac w^d'rhrlt.) B-rm Rat Wl^7b»mr^S.
Paris, 12. April. (WolfsO -Hovas. In einem Interview, das gestern nach Schtlust der Völker- bundrats-Sitzung ftalttanl», erklärte Läon Bourgeois, dast ber Bund weit ba'.?oM entfernt sei, ein nur th.oretischcr Organismus zu sein; im Gegenteil: seine Nützlichkeit und fetn jrrofar Wert seien unverkennbar und unurnstöstlrch. Dor beste Beweis dafür sei, daß schcn verschiedene Nationen sich in besonders schwierigen Fragen an den Bimd gewandt hätten. Tas beste Beispiel dürfte Armenien geben. Der Rat habe sich eingrhend mit dem Schicksal dieses Landes beschäftig, doch sei die dortige Lage unp-^rbrnnbar schwierig. Armenien sei ein sehr unruhiges Land und ein bl-ostes Kompwmist irgendeines Rates würde dort nichts ausrichten tonnen. Dem Völkerbund fehle es aber nicht nur an einem Budget, sondern auch an den nötigen Machtmitteln, um Zwangsmastregeln zu ergreifen. Der Völkerbund dürfe aber auf keine Hindernisse suosten, welche die einzelnen Mächte selbst beseitigen könnten. So bleibe also nichts anderes übrig — damit schloß Bourgoois —, als den Völkerbund mit allen Mitteln ausztustatten, die ihm ein segensreiches handeln ermöglichten.
Dir Botschasterkonfereuz In Paris.
Paris, 13. April. (WTB.) Der Botschafterrat trat gestern vormittag unter dem Vorsitz von Jules Gamben zusammm. Der englische Botschafter, Lord Dcrbv wohnte der Sitzung bei. Nacl-mittags um 1 Uhr ubervttchte Lord Derbv bie Antwort der britischen Regierung auf die letzte Note der ftanzosischen Rcgiei-ung, die er am Vorabend erhalten hatte und teilte verschiedene Einzelheiten der Auffassung feiner Regierung mit. Mit der Überreichung dieser Antwort scheint der englisch-französische Zwischenfall erledigt »u sein. Nach Beendigung der Botschasterflonserenz, die über 7 Stunben dauerte, bat der englische Botschafter im Auftrage seiner Regierung den französischen Ministerpräsidenten um einige Auskünfte über die Abrichten der französischen Regierung. Mlllerand gab ihm sofort mündlich Bescheid und versicherte, dast.bie deutschen Städte auf dem rechten Rheinuser, die kürzlich besetzt nnrrben, wieder vollständig geräumt werden. Er präzisierte sodann genau die
=Md , äelitrtr 'Ufnbti4 futfit öclegentti: I veieilig. an guttekrl dnflbinleidjlentitk'l Nähe von Gieftn. An»eb. niti Lekm^f b.Sebinnungen um t1 an ben Wlet. Wud Ker nimmt ein i.k Mädchen als (»ist: = lBaieraelaÜ-IGemih etwas Laiche mr. tt ^Infl. u. 06?3) a &■ - Sonfmann, $ .1 ul' t: a. flut ßtinL ivüM i Frilul. eeiLuuii^Bil Perbindim Hilfst. (Mmt in «j
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