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Dberbürgtrmäfter Steller wünschte hterff«. daß, von der Polizei Bauvorhaben verhindert wer­den, solange sie nicht bewilligt worden sind, oa man sonst häufiger gezwungen set, eine »Um- bete Tatsache $u y-nrbmigen.

Zur Beschaffung von Gasmessern ist eine Erhöhung ber Kredite rnn 40 000 Mk. er­forderlich, die bevinigt werden, und eine Erkwstung um 35 000 Mk. für das Gekttizitätswerk zur An­schaffung von Apparaten.

Die Prüfung der Rechnungen ber Werke für 1916 wurde gutgrheißen

Eine st ä n d i ge Polizeiwache soll auf Anregung des Kräsamtes zur Hebern»idurng des Schleichhandels am Batin Hof eingerichtet werden. Das Kreisamt bewilligt 2000 Mk. unter Voraus-

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Die Erbauung eine- neuen Brun- nens in Querkborn ist erforderlich. Er läßt sich gut cm bringen T^r zkvsteiworanfchlag beläuft sich auf 98 000 Mk Stadtv. Simon (Dem.) sprach für Aufschub des Bauvorhabens, ebenso Stadtv. Winn. Oberbürgermeister Keller befürchtete dadurch weitere B rteuermig. Der Kredit wurde unter besonderen VorauStetzunAM bewilligt.

Der Ankauf von Massengrunb- stLcken der Fäd^rermgintg Queckbom erscheint zronKtenlich, um das stLdrische Quellgrundslück fpä-

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Zur Anlage des Ehren f riep'ho fs soll ein Wettbewerb unter den hessischen Künst­lern ausgeschrieben iterben, wofür nn Str »Ott von 5000 Mk. bewilligt wurde. Stadtv Winn bem* trtt<ite das Ausschreilvn aus Gießener Künstler zu beschränken. Skadtv. Ebel trat für einen beschränkten Wettbewerb ein, bmt zu gestimmt wurde.

An Konzessivnsgesuchen wurden ge­nehmigt das von Frau Dr. Kübel, Fremdenpen­sion "Balmhoistrahe 45; Ludw. Keil, Schankwirt­schaft Weidengasse 1; Fritz Secbold, Gastwirt- schaftsbctrieb, Lindenplatz 1 sEinhorn). Ab ge­lehnt wurden die Anträge auf Veranstaltung von Singspielen durch Joh. Kirzinger unb Fritz See- dold.

Ter Schulvorstand beabsichtigt 6 Lehrerstellen darunter 2 katholische, ausschtei- ben zu lassen. Ties wurde genehmigt. Frau Stadtv. Naumann beantragte eine weitere §>andarbeätslehrerin. Stadtv. Müller sah hier­für fein dringendes Bedürfnis. (S? sprachen noch die Stadtv. Fourier Müller, Biermann Lorenz Martin, Müller.

Tie Vergütung der Lehrer für Er­teilung des Fortbildungsunterrichts erfährt eine Erhöhung. Ter Grundbetrag beträgt 5 Mk. ber KE 48 000 Mk. Stadtv. Goerz lehnt die Staffelung ab und beantragt den gleich­mäßigen Satz von 6 Mk. Ein gleicher Antrag liegt von der Tem. Fraktion vor. Ihm pflich­teten bei die Stadtv. Müller Michel Ebel und Krausmüller, der Verwahrung bagegen ein legte daß die Gewerbe-Fortbildungsschul.' pri­vaten Charakter habe. Ter Antrag der Dem. Frakvion wurde angenommen.

Tie Ver-ü tuna der Leiter der städtischen Kinderhorte ttnnte auf 4Ml. cie Stunde erhöht.

Tas Säuglingsheim befindet sich im Mietsrüllstmid für 1918. Tie finanziellen und räumlichen Verhältnisse bedürfen einer Reform. Es ist geplant, das Heim später der erweiterten Kinderklinik anMgliedem. Vorläufig soll bee Miete noch einmal niaderge schlagen werden.

der Stadtverordneten.

Gießen, den 14. Febr. 1920.

In her gestrigen Sitzung ber Stodnvroonetew- Versammlung, über deren Verhandlungen wir aus Platzmangel in Zu kunft nur in gedräng­ter Kürze berichten raten, waren zugrgm: Oberbürgermeister Kieller, di.' ^ng. Krenzien, Klmgjpor, Rosenberg, sowie mit Ausnahme der Stadtv. ivabet, MooSdon, Otter, Sinn all, Som­mer und PetterS, 42 Stadtverordnete Zu Urttmos- persvnen wurden gewühlt die Stadtv Stimmer und Wenzel.

Die lau senden Teuerungszulagen für Beamte, Lehrer unb Bedienstete sind vom Staate für Januar, Februar und März um 150 Proz erhöht worben Dos gleich? nnro vom Finanzausschuß auch für die städttschen Be­amten usw. beantragt. Die Logen betragen -?troa 32 000 Mk Trc Antrag wird genehmigt

Die Aus Hilfskräfte der Stabt hat­ten beantmgt, bat Tarif der ÄngefteTItei auch für sie verbildlich zu machen. Der Frnauzrusschutz hatte dies befürwortet. Inzwischen haben die Aus» hiliskräite am 6. Februar, 2 Tage nach Beschluß bto Finanznisschus^es, ihren Antrag zurückgezogen unb d. id>;"lcilvng mit bei städt. Bedien stet m be- aittragt. Ter ?Z.uutzaus, ckmß blieb irdoch bet sei­nem früheren Beschluß.

Stadw. Eichert f9(ng.) beantragte erneute Durchprüfung durch den Finanzausschuß unter tinavzielrung des AngestelltenauSschusseS. Llodtv. Mann (Soz.) vertrat bte Ansicht, die Stadt toollc jetzt sich auf den Angestelltentaris sesrlegeu, weil sie bamit besser fahre. Ter Tarif werde aber bald erhöht werden müssen, denn für eine 3köpfige Familie müßten allein für ratio­nierte Lebensmittel nach dem Staub vom 1. Jan. 6800 Mk. aufgebracht werden Er beantragte, die Aushilfskräfte zum Ausgleich dafür, daß sie leine Pensionoberechttgimg baten, mit den Be­diensteten g.eichzustellen. Cberbürgerm. Keller entgegnete, daß ber Standpunkt von den Aus- hilssttäften gewechselt worben sei unb nicht von der Stabt. Zu dem Punkt sprachen noch die Stadw.: Winn lDemst unb Fourier stlSP.), die verlangten, baß die Aushllfskräste die die stänbigen Kräfte behandelt würden, Krausmüller (T 93.), Urftabt (Dem.), die tzoeschlugen, die Aushllfskräste sich nochmals prin- ifiiril entscheiden zu lassen, auf welche W?ise ist ihre Gehälter geregelt wissen wollten, ferner Michel (Dem.), Kiel (USP.), Fourier iUSP.), Eichert (Ang.), Weiß (USP.^ und Ci man (Dem.).

Bei der Abstimmuna wurde ber Anttag, die Angelegenheit an den Finanzausschuß zurückzu- Ver.oeisen, angenommen.

Bauangelegenheiten.

Bei der Kolonie an ber Licher Stviße soll die All<-e beiderseits ber Straße angelegt wer­den, nicht rote ursprünglich vorgesehen, auf einer Selle.

Die Ein friedigung ai der 5krbin- dungsstraße zwischen Süidgasfe und Kärchsttaße durch Bretterzaun wurde abgelehnt. Ein Bau- gesuch des Peter Gerber für Schützensttaße wurde trotz ber Wohnungsnot wagen der Ueberschwem- nnmgsgefahr abgetebnt.

Das Gesuch ber Hoch- und Tiefbau- Gesellschaft um Abänderung des Bebauungs- vianeS für das ihr gehörende Gelände an der Mar­burger Strafte wurde genehmigt, ebenso ein Ge­such ber Gesellschaft für ein« Anhru aut bem Grundstück Bahnhofstraße 65. Genehmigt wurden ferner bte Baugesuche von W. Bops, Aulweg 23,

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Ter L. 6 vvn £3wtetifTtrdrn war grsdündig, mit einem mxü flüchttgen Gerrvsicn im April 1919 8u WalilcG einem Landwirt inittelS Einbruchs Speck unb Wiucsl entroenbet zu haben. Er ertjvlt 5 Monate Gesängms als Strafe.

Ter 8. 3t bei ber Reichcknvstr stehmo: I. I. G. von Lahr lvucde beschuldigt, mll 2 Genosß.n, von denen einer bereits »mntalt ist und der andere nicht ermittelt werden borarte. im Februrr 1919 zu Butzbach aus entern Eisenpalrnwagen Zx nt Mullärfiskus gehöriges Telegraphen kabel gestohlen tu haben. Trotz seines Leu^imS ivurde er zu 3 Wochen Gefängnis Verurteilt.

Tos Loukmädcheu M. G., der Arbeller W. G. und der Tagtöhner E. H., alle von Giehen, hatten den Plan getaiU, in b< m Durchgangs­lager, m dem bic &. damals beschäftigt war, S cho kol a de und andere Sachen zu stehlen Jin September 1919 stiegen deshalb Dt? b.iben letzteren über den dort befrndlichm Bretterzt m und halfen dann der G. beim UcberNett-rn. Sv; wurden aber, noch bevor fte den Ticbütrtil auC- führen dnmten, entdeckt und mußten flüchten. ÜWx renddic («eilten Männer sich über d'n Brttterzaun dowonmachen konnten, mußte bk G.. bte Iricrui ohne Dille nicht in ber Lage war, sich in dem Aust^wahrungSrcurm, zu dem sie sich heimlich den Schlüssel an geeignet hatte, zu bcrb'rgen suckxm. Sie nntrbe aber entdeckt. Die sidntlich weg:n Di.'bsialilS vorliestvaften Angeklagten wurden zu 4, 3 und t> Monaten Gefängnis verurteil!.

Tos Schöffengericht Ortenberg hatte den bcu ttgen Schlossermeister ö H. von der Anklage t>>r Wilder et fveigesprvchcn. Auf dic Btu,ung d.n Staotsrnwaltschan erkannte die Strafkammer -ruf emc Strafe von 2 SUtonaten Oieiängnis-, abzüglich 2 Wochen llntersitchungShaft, da dir Be<itei>.iul- nochme, in der auch ber Gerichtschemiker Tr Popp tron J-ranfrurt a M. al- sachverständiger ver­nommen wurde, Zweifel an der Schuld des Äng»- nagteu nicht zuließ.

Eine rveiterv Sach> wegm EinbruchS- diebstahls mußte infolge Ausbleibens der Z'.u- gvn vertagt roeriten.

Aunst und Wissenschaft.

= Frankfurt a. M., 13. Febr. Ter Leiter der städtischen Bühnen, Geheimrat Z' t ß, legt zum 1. September ds. Zs. sein Amt nieder, um cic Führung der bayerischen Sdaalstheater in München zu übentehmen. Falls vor biefeui Ter- rntn ein geeigneter Nachs>)lger gefunden wird, fo wird nach den gestrigen Beschlüssen des Anssichts- rats ter Neuen Theater A.-G. Derr Zeiß ich^-n früher aus dem Verttagsverhällnis entlassen. To unter Zeiß' ausm-Keichneter Leitung das Schauspiel gegenüber der Oper etwas mehr gepflegt mürbe, ist mit der Moglichtell zu rechnen, daß für Oper und Schauspiel wieder besondere .Fnten^rnten ge- wöhll lucrben. G?Heimrat Zeiß dal trotz feinn- nur dreijährigen W rksancküt für das hiesige Kunst» leben organisatorlsch und künstlerisch Bleibendes gewirkt.

Mitte März nnll die Ausstell ungder Neu deutsch en Künstlergilden, v^ir.'ten durch den Greistnvertrag Hartenstein Sa, Ijiet in Meßen weilen. Ein junges Untemelynum, das bislang erst in fttoburg und Erfurt ber Oesfentlich- tert sich zeigte. Aus dem Gatten ber Natur haben d« jungen Künstler geschöpft, sie erschließen uns bte Wunder der Umwelt. Ein eigener (SrjtefjcT hat sic geleitet: Ter Wandervogel. Das Natürliche ter Erscheimrngswelt Üjmmt klar zum Ausdpucke und das Leben und Wirten des DeimatsvolteS und ein frischer Hauch weht durch bte Arbeiten. (5-ins tiefe Liebe zur HeimatSscholle.

SbadEv. D^n n tritt dafür ein, baß bte Unter- text toteai und Kreis getragen werde, ce es sich vielfach um auswärtige Kinder barbdt Der Krms zahlt nur 300 Mk.

Tie Vergütung Für die Bockhal- t»»S des> Zvcgen^uchtvereins wirb ab 1. April 19-9 auf 600 Mk. erhöht. Tie Erhötzmg ist ein­malig kür 11)20.

Als Beisitzer für das Pachteiui- gungsamt wurden als Verpächter Oetenom Gattmann, als Pächter Stadtv. Baum gewählt

Ter Vertrag mit der Landes-Uni­versität Über die ärztliche Behanb- lung und Verpflegung htlfsbedürs- tiper Kranken läuft bis 1. April ds. Is. Die UniDcrfität beantragt Erhöhung ber P siegegeld- sützk. Die Stadt erflärt ,ich berät, in Verbind- bmg zu treten.

Äl S Sonderko mMission für bte Be- scha klung von Tiensträumen für die Stadtverwaltung nxrrben bestimmt die Stadtvv. Sommer, Höhn, Krausmüllvr, Wimi, Beckmann, Maier, Vetters, Mann, Schmäht, Grobe.

Protest geyrn das Ansl»rterungsverlangen.

Am Schlüsse der Versammlung er ft arte Ober­bürgermeister Keller:

Meine Damen unb Herren!

Lassen Sie mich zum Schlüsse ber öffentlichen Sitzung in voller Uebeveinstimmung mit den zalst^ rächen Kundgebungen aus allen Teilen Deutsch- der gerechten Enttüstung Ausdruck geben über das Ansinnen unserer Kriegsfände an bte Rächsregie- nmg, hunderte deutscher Volksgenossen zwecks Ab- uxteihmg ai^zulief^rn.

Eine Forderung der Rachsucht totb des Hasses, wie sie noch ntemals einem Volke gestellt wurde, eine Forderung, die den Rechtsbegriffen jedes Staates und der internationalen Sitte lwhnspächt, eine Forderung, welche die Ehre abschireidä, kann vom deutschen Volte niemals erfüllt werden.

So Ungeheures an Zumut ngen, Kränkungen und Lasten unserem Bolte nifgezwungen worden ist: was an säne Ehre, Selbstaichtung und Würde gräft, erträgt das deutsche Voll nicht unb er- roartet von der Reichsre-nerung, daß sie das un. durchführbare Auslieserungsverlrngen nach wie vor zurückwäst."

Diesem Proteste schlossen sich die Fraktionen durch Erllärlrngen ihrer Führer an.

*

Tie Sitzung, die äne Tagesordnung von 36 Punften erledigte, begann um 6 Uhr und schloß kurz vor 9 Uhr.

Gießener Strafkammer.

Gießen, den 13. Febr. 1920.

Ter 14jährige Stadtschüler L. F. von Greßen hatte im Juli 1919 äne Fe nster s chei b : d.'s Wäicheaufbewahrungsraums im städt. Fräbrd Sertrümmicrt, mar bann emgefHegen uns hatte mehrere Handtücher e n t ro n 0 «t. Im Depteml«r 1919 "hatte er einen plombierten Waggon auf dem Güterlahnhos erbrachen, eine in diesem stehend! Kiste gewaltsam geöffnet und hieraus Zucker gätotHen. Trotz »eines L:ug- nens wurde er überführt und zu einer Gstaatt- strafe von 3 Wochen Gefängnis verurteilt.

Trr in änem lstesioen Mode war mg'schäft als SauSbursche beschäftigte E. A. von Garbenteich hatte dott nach und nach Stoffe im Werte von etwa 1000 Mk. gestohlen unb seine Mutter hatte sie verhämlicht, um aus ihnen Riech-r an- fettigen zu lassen. Tas Schöfseng^'richt Gießm hatte sie zu 2 biro. 5 Wochen Gefängnis verur­teilte die Straferhöhung beynx-ctenb? Berufung der Staatsanwaltschaft wurde verworfen.

Ter Landwitt I. P. von Maar war zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er aus dem Felde eines Nachbarn Hafergarb^n ge­stohlen hatte. Seine Berufung unb die b'r Staatsanwaltschaft wurden zurückgewiesen, weil ihn das Geächt trotz zahlreicher, von ihm geladener

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