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Marburg, 9. Dez. In einer heute bodeschen Saale abgehaltenen Ver-

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Turnen, Spiel und Sport.

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i Der Schiklub Winterspor^ Gießen, -har seine Tätigkeit wieder «usgenommM und wird bet günstigen Schneeverhältnissen aj* sonntäglich in den Vogelsberg ausrücken uni an den Dangen des Hoherooskopss zu üben unb Ler^. beflissene zu unterweifen. Freuirde die ScknU'or« und solche, die es werden wollen, fhrb ibderz^ herzlich willkommen und emgeladen, sich an W

** Der silberne Sonntag zeigte mich in diesem Jahre viel Verkehr in den Straßen. Die Geschäftsleute sind im allgemeinen mit dem Ergebnis dieses zweiten Weihnachtssonntages zu­frieden, während es sich am vorletzten Sonntage, demkupfernen", kaum gelohnt 'habe, die Läden o-fen zu halten. Allerdings sei der gestrige Ver­kauf im Vergleich zu Vorkriegszeiten schwach ae- w:sen. Dies, wivo.aber damit erklärt, daß sich seit Anführung-der .Sonntagsruhe auch die Land- leute allgemein an den Werktagseinkauf gewöhnt haben. Das eigentliche Weihnachtsgeschäft hat in diesem Jahre früher als sonst begonnen und in den letzten Novembertagen soll schon bedeutend mehr verkauft worden sein, als in den gleichen Tagen zu Friedenszriten.

** Ladenschluß deroffenenVer- kaufs stell en vor Weihnachten. Auf Grund des 8 9 Absatz 2 der Verordnung über die Regelung der Arbeitszeit der Angestellten während der Zeit der wirtschaftlichen Demo­bilmachung vom 18. März 1919 (Reichsgesetz­blatt Nr. 61) dürfen in der Zeit vom 14. bis einschl. 24. Dezember d. I. Die offenen Ver­kaufsstellen werktags bis 7 Uhr abends, am Samstag, den 18. und Freitag, den 24. d. M. bis 8 Uhr abends für den geschäftlichen Ver­kehr geöffnet sein.

* Der Straßenbahn-Fahrplan wird ab 15. Dezember versuchsweise wie folgt geändert: Tie letzten Wagen fahren ab Bahnhof nach Schützenhaus und Wiesexker Weg: 8,00, 8,07 8,15, 8,22, 8,30, 10,15. Die letzten Wagen ab Schützenhaus: 8,05 zum Bahnhof. 8,12, 8,20, 8,27, 8,35, 8,42 über Marktplatz, Bahnhofstraße zur Dalle. 9,28 zum Bahnhof. 10,35 über Markt­platz, Bahnhofstraße zur Dalle. Die letzten Wagen ab Wiesecker Weg: 8,08 zum Bahnhof. 8,15, 8,23, 8.30, 8,38 über Marktplatz, Bahnhofstraße zur Dalle. 9,30 zum Bahnhof. 10,30 über Markt­platz, Bahnhofstraße zur Halle. Der Sonn­tagsverkehr wird bis auf weiteres wie bisher wettergeführt.

** Milchbelieferung. Wegen unge­nügender Belieferung Gießens mit Vollmilch kön­nen in dieser Woche die Milchempsänger, deren Karte auf 3A Liter lautet, voraussichtlich nur zwei- oder dreimal, diejenigen Milchempsänger, deren Karte auf Vs und 1/4 Liter lautet, voraussichtlich nicht beliefert werden.

** Gießener Hausfrauen-Ver- ei n. Die Besichtigung der Ausstellung von Spielzeug, das man selbst ge­macht" ist frei für jedermann. Die verschie­densten Arten von Spielsachen werden ver- sein: Bälle, Spiele, Bilderbücher, Puppen, Puppenmöbel, Puppenstuben, Tiere, sogar ein Schaukelpferd. Biele Kräfte hatten sich zur Verfügung gestellt. Auch Mitglieder des In­gen dbundes beteiligten sich bei der Her­stellung.

** Der Bund zur Pflege von Musik und Literatur gibt am Vorabend des denk­würdigen 16. Dezembers dem 150. Geburts- Lage Beethovens eine kleine Gedenk-Feier: einen So n-aten-Abend. Wie wohl in Anbetvachck der guten Ver-cmstallungen des Bundes, die ihm immer einen ausverbauften Saal brachten, zu er­warten ist, wird auch diesmal ntvbtr ein. schöner und fjen uh reifer Abend allen Besuchern bereitet werden. Besonders auch, bi zwei in Gießen rooty nvckst allzu unbekannte Musikkräfte gewonnen sind: Fräulein Aimi Delp und Herr Eberhard Delp aus Tarmstodt, die ein vieipenprech-endes Pro­gramm ausgestellt haben: Sonate Op 30 Nr 2 für Violine, Sonate für Klavier Op. 57 und So­nate 47 für Violine und Klavier. Tie hohen Un­kosten, die die heutige allseitige Teuerung mit sich bringt, Haben es leider rchtzt gewacht«

Kreis Lauterbach.

D. Aus dem südlichen Vogelsberg, 11. Dez. Der Winter hat seit voriger Nacht seinen Einzug gehalten. Feld, Wald und Flur tragen das schönste Winterkleid.

Kreis Schotten.

O Gedern, 10. Dez. Der hiesige. seit Kriegsansong bestehende Ortsausschuß für KriegS- ürsorge löste sich vor kurzem auf und beschloß, ein etwa noch 1000 Mk. betragendes Vermögen ie zur Hälfte für die in der Kirche anzubringende Knegergedenktafel unb für die Kriegergritächttus- glocke zu stiften.

O Gedern, 10. Dez. Die hier vorge­nommene Hcmssammlung zu Gunsten der hessischen Rückwandererhilfe ergab den Betrag von 476.80 Mk. ,

+ Gedern, 10. Dez. Daß noch Opfer­willigkeit in unserer Bevölkerung vorhanden ist, roeim es sich um eine gute Sache handelt, bewies der Ertrag der von Lehrer List zugunsten der Rückwandererhilfe verunstalteten Samm­lung, der sich auf 474,80 Mk belief. Diese Summe würbe der Hess. Rückwandererhilfe in Darmstadt überwiesen.

D. O b erlois, 11. Dez. In würdiger Feier wurde die Gedenktafel für die Gefallenen und Vermißten aus unserer Gemeinde geweiht. Tie Tafel, von Geheimevat Walbe-Darmstadt entwor­fen und von Kunstmaler Velte--Ni'eder-Romstadt ausgefichrt, trägt die ddamen der 31 Kriegsopfer mit Geburts- und Todestar;; bei den Vermißten ist der Tag, seit welchem sie vermißt sind, ange­geben. Ten Kopf der Tafel bildet das Eiserne Kreuz mit den Zahlen 191418, von einem wundervoll gesclmitzten Lorbeerkranz umrahmt. Die Tafel hat ihren Platz an der vom Altar aus linken Wand der Kirche gefunden. Die Mitwirkung des Gesangvereins und der Jugendmusik trug zu stimmungsvoller Feier bei.

Kreis Friedberg.

D. Fauerbach, 11. Dez. Lehrer Jäger, der in unserer Gemeinde 16 Jcchre segensreich gewirkt !hvt, wurde noch Schotten versetzt. Die Gemeinde sieht den tüchtigen Lehrer, der die schwie­rigen Aufgaben einer stets starken einklassigen Schule zu meistern verstand, nur ungern scheiden, Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 10. Dez. Tie Stadt­verordneten genehmigten gestern die Erhe­bung einer Steuer für die Straßenrernigung und die Müllabfuhr, die zuletzt etwa 2'/r Millionen Mark gekostet hat. Tie Steuer soll bis zu 400 Mk. Miete 5 Proz. und darüber hinaus 10 Proz. betragen und von dem Hausherrn erhoben wer­den, der berechtigt ist, sie von dem Mieter wieder zurückzufordern. Ein Antrag, die Wohnungen bis zu 400 Mk. Miete freizulassen, wurde abgelehnt. Eine Kommission soll den Mietwert der nicht vermieteten Wohnungen festsetzen. Der Bund der hessischen Rentner und Rent­nerinnen bat in einer Eingabe um Befreiung von den geplanten stMischen Steuern, für die Mitglieder des Bundes mit einem Einkommen bis zu 10000 Mk. nachgesucht.

Kreis Wetzlar.

va. W e tz l a r, 9. Tez. Auf Grund der Rrichs- abgabenordnung sind für den Bezirk des Finanz­amtes Wetzlar folgende Steuerbezirke ge­bildet worden: 1. Wetzlar, 2. Ehringshausen, 3. Krofdorf, 4. Braunfels, 5. Ulm, 6. Hohen­solms, 7. Gr-Rechtenbach, 8. Schmalbach 9. Naun­heim und 10. Nodheim a. b Bieber»

Hessen-Rassau.

Bauern Versammlung in Kirchhain.

[1 Kirchhain, 11. Dez. Im großen Saale des BcchnhofSHotels fand 'heute eine überfüllte Ber- scmrmbmig des Kreisbauernvereins Kicck>- hain statt. Man besprach die Landtags-, Kreis­tags- und ProvirrziallandtäigswahlM. Bei der Landtags wähl soll die Liste, welche den Nomen des zweiten Vorsitzenden des 'Kreisbcruernvsreins Mar­burg, Landwirt Mink-Wolsshausen, trägt, unter­stützt werden. Von einem Kandidaten ans dem Kreise .Kirchhain soll zu Gunsten des Zentrums- kandidoteii Schmitt-Lmibürg Abstand genommen werden. Bei den änderen Wahlen, auf die eben­falls großer Wert tzu legen sei, sollen die Listen, welche die Namen landwirteftenndlicher Vertreter tragen, unterstützt werden. Bezüglich der Forde­rung, daß der Kreis Kirckcham noch 32 000 Ztr. Kartoffeln nach Kassel liefern soll, nahm die Versammlung eine ablehnende Haltung etn. Begründet wurde diese Hamit, daß Kassel die An­nahme der vom Kreise Kirchhain angebotenen 40 000 Zentner Vertragskartofseln abgelehnt habe, weil sie angeblich M teuer gewesen seien Die Stadt Hanau habe daraufhin 'dve Kartoffeln genommen und auch den feslgesetzten Preis bezahlt. Ob noch weitere Kartoffeln im 'Kreise jvrrchhain auf-ubrin- gen seien, ließe 'sich vielleicht im Frühjahr, nach Feststellung des Schwunds 'durch Fäulnis und des Saatgutbedarfs seststellen. Bei der Besprechung der Abgabe von weiterem Brotgetreide kam ein Antrag #yr Annahme, das ReichSern ähnmasamt yii ersuchen, den Landwirten gegen das zu liefernde Brotgetreide (Gerste usw.) rn gleichen Mengen Mais eirrzutauschen, es wurde auch gesagt, daß die Erbsen jetzt gar keine große Vvachtmig fänden, aus Zusatz von -Erbsenmehl ließe sich auch das Brotgetreide strecken. We^en des schon einmal gestellten, aber -urückge wieseneu ' Antrags, die Fleischbeschau, die nur noch in Hessen üblich sei, abzuschaffen, wurde beschlossen, diesen Antrag durch die 21 Kreise unterstützen zu lassen. Den Schlich der Versammlung bildeten Borträge über die Reichsabgabenordmmg und die Zusammenschluß- bewegnng der großen deutschen landwirtschaftlichen Verbände -um deutschen Landbund. In einer am 21. Dezember rn Gießen stattfindenden Ver­sammlung wird über den jüngst erfolgten Beitritt des Bundes der Landwirte rn den Lcmdbimd und auch über den Zusamm en schärst dec l-änd ichen Or­ganisationen unserer engeren Heimat endgültig be­schlossen werden.

Zentnern, kam in den Flammen um. Das Wohn­haus wurde «rettet. Sämtliche Feuerwehren der umliegenden Orte beteiligten sich an den Ret- tungLarbeitcn.

Rlmbüchcrftlll.

Großfeuer.

st Wallau bei Biedenkopf, 11. Dez. In der Achenbach schen Mühle im nahen Nieder­laasphe brach gestern G r 0 ß f.e u e r aus, das rasch um sich griff und die Gebäulichkeit vernichtete. Auch eine Menge Frucht, man spricht von 78C"

kamen tatter Mitnahme von etwa 7000 Mk., bte der Mann in seiner Kasse hatte. Ein anfangs bestehender Verdacht der Täterschaft hat sich nicht bestätigt, doch sind weitere Ermittelungen im Gange.

st Marbiurg, 11 Dez. Hier fiel heute nach, mittag ein junger Schornsteinfeger vom Dach eines Hauses in der Äußenstadt. Unter­wegs blieb er mehrmals hängen und als er unten cm kam, stellte sich heraus, daß er nur ein paar Löcher im Kopfe hatte und selbst zum Arzt gehen konnte. Vergangene Nacht wurde aus dem Keller eines Schuhaeschaftes mitten in der Stadt ein aus dem Zuchthaus in Köln stammender Einbrecher von der Polizei 'herausgÄ-olt. Jndw Landgemeinden des Kreises wurden bis jetzt rund 12 000 Mk. für die Kind er Hilfe gesammelt. Im ganzen kurhessischen Oberhessen herrscht tiefer Winter. Gestern früh wurden 810 Grob Kälte festgestellt.

kostenlosem Einlaß zu gewähren- doch ist der Ein­trittspreis so ntebrig angesetzt, daß es ledern mög­lich ist, an der schlichten Gedenkfeier teilzunehmen. (Näheres siehe heutige Anzeige.)

** Der Naturheilverein veran­staltet am Mitttvoch avend 8 Uhr im Saale des Hotels Einhorn einen Wilhelm-Busch- Abend. (Siehe Anzeige.) . r

** Der Kanincheuzuchtverein Güßen beschloß in seiner gestrigen Monatsversummlang, eine diesjährige Weihnachtsfeier am 1. xsauwar bei Mitglied Röfinger, Oswaldsgvrten, abzuhalten. Um den Mitgliedern für die beginnende Zuckft- periode pass ende Rammler Nachweisen zu tonnen, wird bis Mitte Februar nächsten Jahres eine Rmnmlerschau abgehalten., In der Versammlung hatte der Verein eine große Kollektion aus Ka - ninchenfelten hergerichtete Pel^sachen zur Sck-.au und zum Verkauf -gestellt. Besonders bewun­dert wurden die als Maulwurf hcrgervchteten Felle, ie waren so sammtig weich wie bte echten Manl- mürfe. Aus trfOeiligen Wunsch findet der Verkauf nod> heute und morgen statt. Näheres besagt der Anzeigenteil.

Landkreis Gießen.

O Grünberg, 12. Dez. Der Vogels­berg e r Geflügel-, Vogel -und Kanin­chenzuchtverein, it-er seinen Sitz hier hat, beschloß in seiner letzten Hauptversammlung die Abhaltung einer Bezirks--Geflüge.aussteliu.ng in der hiesigen Turnhalle am 14. und 15. Januar 1921. Der Verein hat vor dem Kriege fast alljährlich gut beschickte Ausstellungen veranstaltet. Die Leitung der Ausstellung liegt in den Händen des Vor- itzerrden, Uhrmacher Jöckel. Da diese Ausstellung die erste hier nach langjähriger Panse ist, reckmet man mit einer MchlrerckM Beschickung.

Aus Stafci itnö Catib«

Gießen, den 13. Tez. 1900.

Veranstaltungen.

Montag: Cafö Leib, 6 Uhr, Konzert und Vorstellung ixr Chiemseer. Lichtspieltheater wie

Dienstag: Hotel Schütz, 116V» Uhr, Ausstellung des HauSfvauenvereinsDas .Spiel­zeug, das man selbst gemacht^.

KZeLtcrvoranssage

für Dienstag:

Vorwiegend bedeckt irnb dunstig, zeitweise Schnee­fälle, Temperaturen um null Grad, östliche Winde

Die Wetterlage hat sich wenig verändert. Wir liegen auf der Grenze zwisckMN dem über Sbandi- naoien liegenden Hoch und dem südlich der Alpen liegenden Tref. Daher ist sowowl mit kalten Ost- Winden, als auch mit Schneefällen zu rechnen.

In Gießen betrug die Höchsttemperatur 2 Grad unter Null, die Mindesttempevatur 4 Grad unter Null: Lauterbach hatte 2 Grad unter Null Höchsttemperatur und 3 Grad Mindesttem- pevatur. *

** Amtliche Personalnachri chten. Am 6. Dezember 1920 ivurde die unterm 22. Ok­tober 1919 ausgesprochene Ernennung des Vor­standes der Gewerbeschule zu Msfeld, Jakob Schindel, stau Gew^rbeschulinspektor auf dessen Nachsnck-en nnt Wirkung vom 16. Dezember 1920 zu rückgenommen.

** Beethovenfeier. Das LondesaMt für das Bildungswesen ordnet an: Die durch unsere Verfügrmg vom 24. November 1920 angeregte Beethovenfeier kann in die Unterrichtszeit verlegt werden, doch ist an die Freigabe eines ganzen Tages dafür nicht gedacht worden.

** Mitteilung aus dem Stadt- theaterbureau. Das diesjährige Kinder­stückFrau Holle" ist besonders sorgfältig vorbereitet. Die Fabel des Märchens, die allen Kindern bekannt ist, Wird möglichst getreu der Ueberliesernng gebracht und das Beiwerk ist durchaus dem kindlichen Gemute angepaßt. Außerdemgibt es für Groß und Klein viel Augenweide. Man sieht den Hof, an dem die beiden Schwestern Marie und Trine aufwachsen, mit sprecherrdem Hastn, Hund und allerlei Hausgetier; man sieht die Schwestern in den Brunnen springen, man verfolgt ihren Gang durch den unterirdischen Felsenschacht bei Molch und frisch und wird alle die Wunder im Feenreiche der Frau Holle, Gold- und Pechregen, Apfelbaum und Backofen, gewahr. Die Aufsithrung bietet so viel an Ausstattung, daß selvst Erwachsene auf ihre Kosten kommen werden. Die Regie führt Direktor Steingoetter, die Tänze find von Frau O ldini arrangiert.

b) beMic ; Tan K ist Prokura , Am 8. De Ä Wilhckm

i kn Kauft tzzmgen, bas scktt Aachs.

st Aus dem Wohratal, 11. Dez. In der Nacht vom Donnerstag ynm Freitag drangen in Ernsthausen (Kreis Kirchhain) etwa sechs vermummte Männer in den etwas abseits neben der Kirche liegenden sog.Schmiltchos" und zwan­gen den aus dem Schüfe aufgeschreckten Land- witt Andreas Damm ^rr Herausgabe seiner Geld­kasse. Damm setzte stck anfangs zur Wehr, er .w«»>

Ujurix tcdoch übttttÄtifit unb die Räuber enb- [ gemeivlaMp Alpsjliigcn usw. zu fetiedige.n. ixwj

sammlung der Bürgermeister des Kreises wuroe ein Verband gegründet, der an den Preußischen Landverband der Bürgermei­ster Anschluß nimmt. Landrat v. Loewenstein hielt einen längeren Vortrag über die Ernäh­rungslage und forderte die Bürgermeister dringend auf, nach Möglichkeit dafür zu sor­gen, daß alle übrig zu machenden Lebensmit­tel zur Verfügung gestellt werden und beson­ders die MUchlieferung sich hebt.

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Eichener Uonzertverein.

Gießen, 12. Dez. Frau Lotte Leonard (Sopran) und Prof. Gustav Trautmann (am Flügel): Lieder von Beethoven, Hugo Wolf, Schubett.

Volle 1V° Stunden hielt die mit hervorrayen- den Gaben ausgestattete und durch sorgfältigste Pflege derselben zu seltener Vollkommenheit ge­langte Sängerin ihren zahlreichen Zuhörerkreis fest im Bann. Ihr Organ, von unermüdet gleich bleibender Frische hat einen einschmeichelnden Klang und gwße Leuchtkraft in der hohen 2aae: der Ton ist tadellos rein im Ansatz und erwies silh nach wenigen Augenblicken des Einsingens frei von jedem Flackern. Die Atemkunst ist aufs höchste ent­wickelt, die Aussprache klar und vornehm Ter Vottrag zeigt hei^liebe Natürlichkeit und stete innige Anteilnahme. In erster Linie berufen für Gesänge von bebaalicher Fröhlichkeit und gefälliger: Schelmerei, rtriro die Sängerin ferner ernsten Qta sängen ruhigen Charakters vorzüglich gerecht; baü sie endlich dramatischen Aufgaben keineswegs aus-, zuweichen braucht, hat sie ebenfalls im Laufe des. Abends bewiesen. Herr Prof. Trautmann hatte seine klassische Begleitungskunst in den Dienst der Sängerin gestellt. Seine erstaunliche Fähigkeit zur Anpassung, der Wohllaut seines Anschlags, die Klarheit seiner Ausfüllung der vielfach sehr schwiv« rigen Klavierpartien hatten einen wesentlichen An-, teil an dem schönen Gelingen des Konzettes.

Unter solchem künstlerischen Zusammenwirken: wurden die Beethovenschen Lieder, welche den erster Teil des Pwgramms ausmachten, mit Leben er* füllt. Sie brauchten die volle Hingebung, um wirken zu können. Besonders die zu Anfang ge­botenen geistlichen Lieder aus op. 48 (.^Bitten"), Ter Tod" können eine gewisse Lehrhaftigkeit uni Selbstdürre nur schwer verleugnen.Tie ®ju Gottes aus der Natutt^ war so recht geeignet, btn stimmlichen Glanz der Sängerin ersttahlen ;r lassen; bei demLied aus der Ferne" fottt*- eiferten Singstimme und Klavier in der Meister* schäft.

Die Lieder von Hugo Wofl ,,Aus dem italieni» scheu Liederbuch nach Paul Heyse" wollen als Chavakterstücke gewertet sein. Die Mehrzahl dieser Lieder dürfte, trotz der ausgezeichneten und um*, fassenden Interpretation, welche Hugo Wolsp Schassen hier in Gießen in der vorjährigen Saison- erfahren hat, manchen Hörer nicht bedingungs« los angesprochen haben. Ein beständiges Vw, lassen der Linie, ein eigensinnig-launenhaftes Be­tasten von Melodie und Harmonie, das erregt,: ohne zu erfüllen, tritt zu unverhohlen aus, als- daß die Bedenken schweigen können. Der Bor« tragskunst des Singenden frellich wird Gelegen«? heil zu triumphieren geboten, die wahrgenomme^ wurde. Das Schlußlied (Wenn du mein Liebst«: steigst zum Himmel auf") hat Gradheit uni« Wärme.

Aber es war doch alles anders, als an drittem Stelle der geniale Meister des Liedes Franz Schn<' bert zu Gehör kam. Nichts mehr von Sprödigkeil: rmd nichts mehr von Gewundencheit; statt ihm: Lieblichkett und Größe in untrennbarer Bei" schmelzung. Hier erst konnte auch die Sängerü: ihr Bestes geben. Die Erhabenheit und Ver«> llärthrit der wundervollen SchöpfungDiejung!! Nonne" kam herrlich zur Geltung und wurde in. Ave Maria", einer der beiden durch den stün> mischen Beifall erzwungenen Zugaben nochmals et" reicht. Schon zuvor bitte die Sängerin sich ii- einer Wiederholung des mit entzückender Zart­heit gesungenen LiedesDer Jüngling an btt Quelle" bestimmen lassen. Einige Zuhörer liech« hier ihrem Wohlgefallen schon während des Qk- ftrnges Ausdruck, ohne zu bedenken, daß die flf flüsterten Laute weithin drangen und einer groß« Rücksichtslosigkeit gegen die Mithörer und beton« ders gegen die Vortragenden greifbar nahe famm Auch das raschelnde Umwenden des Tertblatta noch im Laufe des Vortrages zeugte eher äußerem Eifer als von innerer Teilnahme, »*

ßöcbfcbMhmcbriditeti.

R. M. K. Darmstadt, 12. Dez. EineDev fasfunasÄnderung für die Tschnisck» Hochschule^ Tarmstndt hat das Laudesamt für das BilriE' wesen durch Verordnung vom 8. Tezember b ?. bestimmt. Tanach erhält der Art. 6 der VeM sung der Technischen Hochschule von 1895 nw- Ermächtigung des Gessamtmuiisteriums vom 3- y zember 1920 folgenden Zusatz: Die Stut^ntn^ schäft ist eine Wrperscktaft des Sffe-ntlichen Rew»« mit eigener, einen Teil dieser Bestimmungen w» denden Verfassung, bte durch das LandcSaMt svr daü Bilungswesen feftzusetzen ist.

O Grünberg, 12. Dez. Unsere Nachbar- gemchtbe fi ebn beim erfreut sich feit letzter Woche des clekttischen Lichtes. Dank der eifrigen Tätigkeit und den Bemühungen des Bürgermeisters Dickhardt war es möglich, so rasch den Anschluß an das Wölfersheimer Werk at erhalten. Zur Be­reitung der hohen Anlagekosten hat sich die Ge- mein-'x entschlossen, ein 10 Morg-en großes Wald­stück abzuholzen, das dann als Ackerland benutzt werden soll. In dem benachbarien Nieder- Ohmen ist man gegenwärtig auch mit dem An- chluß an die Oberhessische Ueberiandzentvale be- chäftigt.

u. Heuchelheim, 11.Dez. Gestern abend hatte sich in der Wittschaft zum Treppchen eine größere Anzahl hiesiger Bürger versammelt, die es wohl gleich dem größten Teil der übrigen Einwohnerschaft als ihre Ehrenpflicht betrachten, ihren int Weltkrieg gefallenen Mitbürgern durch Errichtung eines Gedenksteines auch durch ein ichtbares Zeichen ihre Dankbarkeit zu beweisen. Nach Wahl einer Kommission entspann sich eine rege Ausfprache darüber, in welcher Weise die Mittel aufzubringen seien, um auch ein der Be­deutung der Sache entsprechendes würdiges Denk­mal schaffen zu fönnen. Man einigte sich schließ­lich einstimmig dahin, durch Männer in nächster Zeit eine Ortssammlung von Haus zu Haus vor­nehmen zu lassen, um so jedem Ottsbürger Ge­legenheit zu geben, sein Scherflein beizusteuern. Erst wenn das Sammlungsergebnis feststeht, sollen dann zur Ausführung des Gedenksteines selbst weitere Schritte unternommen werden.

q. Stangenrod. 10. Dez. Eine gute Quelle des Verdienstes für bte hiesigen Arbeiter bietet brt Baurityrube <M dem Kupzahl bei Stangenrod, bte von der oberhessischen Gruben­gesellschaft ausgebeutet wird. Das Gelände hierziu Muß natürlich von der Gemeinde gekauft bav. ge­pachtet werden, welche Einnahmen immer der ge­schwächten Gemeindekasse zugute kommen. Noch besser als diereinen Nur-Arbeiter" und auch der bürgerliche Mittelstand" fru dem man auch die meisten Bauern hier rechnen muß, und den festbesoldeten Beamten, stehen sich die Arbeiter, bzw. lleinen Landwitte, die zur Grube gehen und am Nachmittag nach aÄtftünoiger Arbettszeit noch Zeit haben, ihre kleine Landwirtschaft zu'besorgen. Wie man aus Arbeiterkrrisen Höri, sei die Ar­beitszeit zur Streckung der Arbeit aus sechs Stun­den täglich gekürzt worden. Eine anbere auswärtige Firma suchte der Bauxit-Gesellschaft Konkurrenz zu machen und hatte sich im Laufe des Sommers ein Stück Wald und Land zur Ausbeute nach Bauxit gepachtet und auch fäpn Schürfungen an verschiedenen Stellen mit Erfolg vorMnommen. Da zog der Vertreter der Firm» am Montag abend m der Gemeinderatssitzung sein Ang.'bot zurück und verzichtet zu Gunsten der Baurit-Gesell- schaft -auf die Ausbeute. Da die Gemeinde keiner­lei Schaden und Nachteile dadurch erle bet, wurde das betreffende Walbgrmchstück der Gesellschaft übergeben. Mit den p.ivaten 9[nlv?grm muß sich die zurückgetretene Firma abfinden. Es- wäre inter­essant, zu erfahren, was alles aus den Bauxtt- erzen gewonnen wird narb wo sie hm ab transpor­tiert werden.

tt Treis a. b. L., 12. Dez. Der Gesang­verein Liederkranj eröffnete heute abend den Reigen der wniberlichen VeremssestliclLritvn mit einem Familienabend in Wills Saal, wobei unter der Leitung des Lehrers Eberle meist klassische Dtusikstücke m Gesang und Sttrichmu ik zum Vor­trage fanien. Zwei sehr schön gespielte Theater- stückcheu brachten den nötigen Humor.

Kreis Büdingen.

n. Geiß-Nibba, 9. Dez. Die hiesige Wanderhaushaltungsschule wurde heute nachmittag durch eine schöne Frier abgeschlossen. Nahezu sieben Wochen lang würben 25 junge Mädchen durch die Haushaltungslehrerin Fräulein Höhn unterrichtet. Ein großer Kreis geladener Gäste War erschienen und konnte sich von den Er­folgen überzeugen. Eingrieitet wurde die Feier biird) eine eingehende theoretische Prüfung der Lehrerin in her Nahrungsmittellehre. Schon hier­durch war die intensive Arbrit zu erfcnnen, die in diesen wenigen Wochen geleistet worben war. Aber awi) die Praxis erwies sich als voll aus der Höhe stehend. Eine reiche und niustevgüttige Ausstellung von Handarbeiten gab Zeugnis davon. Amtmann Kuhn von Bübingen gab in ferner Ansprache an­erkennende Worte für Lehrerin und Schülerinnen. Kreisausschußmitglied Reinhardt dantte an ©teQe unseres erkrankten Bürgermeisters sm die Ge­meinde und Eltern der Schülerinnen. Von den Schülerinnen Würben mm noch verschiedene Duette und Gesänge vorgetragen.

Hr. Ober-Mock ft adt, 10. Dez. Lang­sam schreitet hier die Anlage des elektri- scheu Lichtes fort. Der lange Frost hat die : Arbeiten am Transformadorenhcruse leider i etwas aufgehalten. Doch vonnte die Zeit von , den Unternehmern crusgenützt weiDen zur » Entgegennahme von Aufträgen füY die Anla- , ütii to Lüusleitungeu.

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