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tragen werden. Die deutsche Regierung wirb

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, (.ajl DP*^ ' Sieges hat er so wenig als irgendein franzö- flS vE . { 'lscher Nationalist und Militaristzur För- - xdewng der allgemeinen Brüderlichkeit und der ,nnen<.'KS&$ «^Minderung der stehenden Heere" beigetra- ie-i, wie« das Nobel-Statut es verlangt, "jemals ist er unter den wenigen Fran-

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müßte, dasoffenkundig unvereinbar mit dem sei, was wir in voller Ueberlegung unsere irtinöe veranlaßt haben, anzunehmen, und daß wir nicht jetzt einfach umändern können, ~ ~ ' - - ~ ", Mer das

auch, daß Ministerpräsident Nhallis das Tele­gramm, das den König Konstantin zurückrufe, noch nicht abgesandt habe.

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sen, wobei zu hoffen ist, daß sie den augew- blicklich bestehenden Verhältnissen Rechnung

der Zarenzeit werterführt. ©ein Interesse ist be­sonders groß für daS Ba"Lett icub fifr Tänzerin- nm, und ernte junge StaClerma Hit Herr tiuxeat* scharskt so tn sein Herz geschlossen, daß man galt tut, vockher M ihr zu gehen, ehe man ein Ge-

lilr Gießen 1111 Bakitahn.l Ullie Prelie.

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Mit $50.-

_____lächerliche Erklä­rungen zu einer Zeit, als es zu einer wirkl- lichen Friedenstat für Wilson zu spät war.

W 175..

Bismarcfs versiegelter Testament".

Zürich, 10. Dez. DieNeueZürcher Zeitung" beginnt unter dem TitelBis­marcks versiegeltes Testament" mit der Ver­öffentlichung einer Arttk^lreihe über den dritten Band von BismarcksGedan- kenundErinnerunge n". Ein gelegent­licher Mitarbeiter des Blattes hatte oie Mög­lichkeit, diesen Band zu lesen und veröffent­licht in deutscher Sprache allein in der Neuen Zürcher Zeitung" seine Eindrücke, die, wie die Redaktion des Blattes bemerkt, hoffentlich bald die Herausgabe des Werkes veranlassen werden.

Der erste Artikel ist der abenteuerlichen Geschichte des Buckles gewidmet, in dem Bismarck nur von sich selbst und dem jungen Kaiser spricht. Der Band enthält nichts als die Geschichte von Bismarcks Entlassung. Seit ich das Werk las," schreibt der Verfasser der Artikelreihe,stehe ich bestürzt und er­griffen da vor dieser politischen Vor­aussicht des großen Mannes, doch aucb vor dem Schicksal der Deutschen, die ihn nicht lesen dürfen." Der Verfasser betont, der irrige in Deutschland vielfach noch verbreitete Glaube sei, daß Bismarck das Erscheinen seiner Rechtfertigung erst für den Zeitpunkt des Ablebens Mnes Letrönten Gegners er­

m rnar|n,Köln

M.650 '> Buch- .Verlag ftm.b.H, um,!

Kopfe.

DieFreiheit" hat vor einigen Tagen mehrere sehr interessante und lesenswerte Charakterbilder über deutsckre unabhängige Führer cus der Feder des eben aus Deutschland abarickvbcnen russnÄm Bolschewisten Sinowjew veröffentlicht Was Herr Sinowjew über seire faHnren Freunde Dutrnann, S rinnen und andere beten gabt war allerdcnys

geeignet, die Pöbel,mache derFvciheU" noch um einige Grade zu steigern. Aber das unabhängige Blatt kann sich beruhigen: Herr ^rnowiew ent» mrft nicht bloß von anderen Leuten SöaratteT» bilder, sondern rhm selbst und seiner bolschewiin- schen Anhängerschaft geht es nicht bet',er. So hat ba-s tn Barts erscheinende russisch^ BlattPos- lednija Nvwosti" über einige rm lisch? führende Persönlick^eften vor einiger Zeit folgendes ge­schrieben: m

' Sinongew, Dors-tzcnder des Petrograder Sow­jets Präses der Tritten Jnternatrnnale. In seiner Verga-.'.gmheft Reporter eines Wtnkelblaft- äiens Seine Frau war früher Hebamme und leitet jetzt daä Schulwejm in MerSÄrrs. Smow.

Aus Griechenland.

Athen, 11. Dez. (Wolff.) Das offizielle Ergebnis der B o l k s a b st i m m u n g ist fol­gendes: 999 954 Stimmen für die Rückkehr König Konstantins und 10 383 dagegen: 1190 Stimmzettel ungültig, 1062 unbeschrieben. (Bei den Wahlen am 14. November betrug die Zahl der Abstimmenden 852 371.)

Der französische Gesandte De- billv übergab gestern abend dem Minister­präsidenten Rhallis eine Note der fran­zösischen Regierung, die ankündigt, daß Frank­reich im Falle der Wiedereinsetzung König Konstantins jede weitere finanzielle

Tas em paar Köpft «us dem bolschewistischen Rußland.

unternehmen lassen. *

Die Kohlenlieferuna an die Entente.

Parts, 12. Tez. (WB.1 Nach einer offi­ziellen Mitteilung des WiLdergartmachungSauSschils- ses fyrt T eutschland im Monat November 1814 864 Totmen Kohlen abgeltesert. Hier­von erhielt?,! F ankreich 1242 974 Tonnen, Ita­lien 217 687, Belgien 225 351 und Luxemburg 128 852 Tonnen. Ter Wiedergutmackmugsausschutz teilt ferner mit, das; Vertreter der deutschen Re- giemitg augenblicklich mit dem Mtedergutm«hungs- ausschuß das zukünftige Zröhlenlieftrungsprogramm nach dem Ablauf des Spacv-tAbkommens durch­sprechen.

Die Verteilung der ehemaligen deutschen Kabel.

(3)enf? 12. Dez. (WTB.) Tie japanische Delegation teilt mit: Bekanntlich tagt seit eini­gen Wochen in Washington eine internationale Konferenz für den Telegraphen verkehr, die vor allem damit beauftragt ist, die ehemaligen oeutschen Kabel zu verteilen. Auf^die­ser Konferenz sind England, die Bereinigten -Staa­ten, Frankreich, Italien und Japan vertreten. Die Meinungsverschiedenheiten haben sich so ver­dichtet, daß die Konferenz in eine Sack­gasse geraten ist. Die wichtigsten der iapa- nifcl)en Blätter kommentieren die Lage mit Aufmerksamkeit. Sie sprechen emitimmtg die Meinung aus, daß Japan das Befttzrecht auf die Linie, die die Insel Yap berührt, behaupten müsse. Das Mandat für die Insel Yap ist den Japanern durck) den Beschluß des Obersten Rates vom 4. Mai 1919 übertragen worden. Tiefe Insel bildet den Ausgangspunkt versckriedener Kabel, die sie mit den Vercim tten Staaten, den »Philippinen, China und Holländisck)-Jndien verbinden.

Danzig.

Berlin, 12 Dez. Der ?um Oberkommif ar von Tanztg erwählte Proieffor BernadoAtto- l l c o ist I t« [ i e n e r. Er war früher Tazent an einer Universität und wurde bann ins Handels- mmrfterium berufen. Er ist ungefähr 50 Jabre alt Im Völkerbundssekrettrri-t hatte er bte Leitung der AbleÄung für das internationale Berkehrs- wesen. ---------

' terstützuna Griechenlands verweigere. In finanziellen Kreisen ist man nach Havas sehr beunruhigt, namentlich angesichts des neuen Sinkens der Drachme. Havas meldet

Sen gewesen, die gegen den Krieg und für » Frieden sprachen. Und in Versailles? Als ; ^neralberichterstatter des Frieden sausschus- des französischen Senats hat Leon Bour­geois ein Sck;riftstück von 1200 Seiten ver­löt, das ihn für alle Zeiten zum Friedens- >lpostel untauglich macht. Er stellte darin ^ei Fragen 1. ob der Friedensvertrag die te Frankreichs sicher stelle, und 2. ob der Medensüertrag der Welt den Frieden ver-

Und nun Bourgeois! Dieser beweg­te Franzose und betriebsame Politiker war allerdings lange Jahre hindurch Teilnehmer 'm der Friedensbewegung, auf dem letzten Zmger Kongreß 1907 Vertreter Frankreichs Ittiö dann Mitglied des internationalen ^hiedshofes im Haag. Für diese Eigenschaf- |tii und Tätigkeiten hätte man ihn schon lug ft vor dem Kriege mit dem Nobelpreis be­glücken können. Aber heute? Heute ist er als d'r ä s t'd e n t des V ö l k e r b u n d s r a t e s U dem Nobel-Lorbeer gekrönt. Währenddes

England und Rußland.

London, 13. Dez. (ATB.) DerDaily Mail" wird aus Konstantinopel gemeldet, daß die Handelsbeziehungen zum bolschewistischen Südrußland wie­der aufgettoiruneii wurden. Die britischen Ma- rinebeyorden haben die Handelsschiffe er­mächtigt, sich nach russischen Häfen zu be­geben. Zwei Schiffe sind bereits nach Odessa abgegangen.

bürge. Frage 1 wird bejaht. Es sei ein Friede, wie Frankreich ihn gewollt. Frage 2: Der Friede sei nur dann gewahrt, wenn der Völ­kerbund alle Wünsche Frankreichs erfülle. Dieser Mann wurde erster Vorsitzender des Völkerbundsrates. Das man bis jetzt in Gens erlebte, war ja auch darnach. Argentinien hat sich von diesem Manne und seinem angeb­lichen Friedenstribunal losgesagt. Norwe­gen hat ihn als Friedensheros gekrönt. Die Geschichte wird entscheiden, wo die Weisheit und politische Mannhaftigkeit sprach.

Eine Antwort derintersüüertenttontroll- fomrailfion über Me Einwohnerwehren.

Berlin, 12. Dez. (Wolff.) Beim Aus­wärtigen Amt traf gestern abend die AntwortÖer interalliierten Kon­trollkommission auf die am 9. Dezem­ber abends übergegebene deutsche Note über die Einwohnerwehren ein. Die Kontrollkom­mission erkennt die Gründe für eine besondere Behandlung der Einwohnerwehren in Bayern und O st Preußen nicht an, wie­derholt die grundsätzliche Fvrdertmg der so­fortigen Auflösung und Entwaffnung aller Selbstschutzoraanisationen und verlangt un­verzügliche Mitteilung darüber, welche Maß­nahmen die deutsche Regierung hierfür zu treffen gedenke. Der Wortlaut wird alsbald veröffentliAt werden.

Die Schnelligkeit, mit der die Antwort erfolgt ist, läßt darauf schließen, daß die Kon­trollkommission auf Grund älterer Instruk­tionen gehandelt hat. Die deutsche Note kann in den fremden Hauptstädten noch nicht vorge­legen haben. Bei der vitalen Bedeuttmg der Frage für Deutschland wird es aber unver­meidlich sein, daß sich die alliierten Regierun­gen selbst aus Grund der in der deutschen Note vorgebrachten Argumente damit befas-

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>r Sesahr . kbenst^u > '^aufrecht P» den be> (

jen> ist gewohnt, an reichlicher Dasel zu schrnaujeu Ein ehemaliger Zarenloch ist für itm unermüdlich tätig. Ter Herzverfettung wegen ist es Sinowtew angeordnet, un Esien unb Trinken Maß zu halten, ivas aber nickst gelingt. Zwei feudale Automobile stehen dem Komniuilisien zur Verfügung.

Trotzli. Vorsitzender des reoolutiouären Rats der Republik. Ter Mam> leibet an zweierlei Un­glück. Tas erste ist lerne Frau, unb das zweite die vernickle Idee, daß er sich für einen zweiten Napoleon hält Frau Trotzbaia ist im l ochsten Grade eitel unb pupiückstig. Aber ungeadr-et ihrer eleganten Kleibuug bleiöt sie trotzdem die geimfljr* liche Frau aus dem Volke, was Herrn Trotzkt be­deutend verdrteßt. Trotzit felbst hält sich, irre gejagt, für einen genialen Feld Herrn In btcier fixen Idee wird er durch die ihn umgebende Oft- neralselieue nod) bestärkt. Zweifellos hat Trotzte etnKje militärifdje Fähigkeiten. Aber Popularität hat sich derrote Napoleon" noch nicht zu ver­schaffen vermockst. Trotzki fährt in einem Zug, der aus ftchs Salonwagen besteht und jogar mit einer fur.kentelegvaphifck'^n Station ansgcrust.'t ist.

Lenin. Vorsitzchber des Rates dcr Vok'skom- missare. Er ist die intcrefianteftc Penönlickstric im gegenwärtigen Sowjetleben Eigensinnig nne cui Esel. Tarm steckt feine Stärke, aber auch feine Schwäche. Eine besondere Leidenschaft Lenms ist der Jagdsport. An Smmt»ge:i fährt er tn die Umgebung von Moskau, um Enten zu schießen, im Winter auch Wölfe. In der letzten Zeit be- finbet fid) Lenin immer in Begleitung einer ;iut* gen Tarne, die selbst beim Kongreß der Dritten Internationale neben ihm zu fehen ivar. T«r proletarische Dickster Demian Bedny hat sie als dieJungfrau der Revotution" geteuft

Kamenew Vorfitzender des Moskauer So>v- jets. Nicht gembe bumm. Lebt auf großem Fuße lind trinkt gern. Seine Frau leitet die Tlstater- abteilung des Moskauer Sowjets. Mit Kunst hat fie in ihrem Leben nie etwas zu tun gehabt.

Lunatscharski. Er ist Leiter des Unterrichts- kornrnissariats. Festzustellen ist von ihm, daß er das Unterrvchtsmmisterium vollkommen im Geiste

Wilson und Bourgeois als Nobelpreisträger.

Die Verleihung des Nobel-Fmedertsprer- >eS von 1919 an W i l s<o n und Leon B o ur - aeois ist in allen politisck>en KreisenDeutsch- londs mit Scham und Bestürzung aufgenom- inen nwrden. Man empfindet die Krönung dieser beiden Männer als einen der Schläge, löie sic jetzt jede Wock)e, ja fast jeden Tag auf des gedemütigte deutsche Gefühl niedersau­sen. Ob eine Note aus London oder Paris, nl em Beschluß des Völkerbundes in Genf, ol eine Erttschlleßung des Nobel-Ausschusses int neutralen Storthing zu Kristiania, es ist immer dasselbe: Ein Eselstritt gegen den erlegten deutschen Löwen. Oder ist die Ver­beugung des norwegischen Parlaments vor ber allmächtigen Entente und i^remFrie- densM'rk" etwas anderes als ern unmänn­licher Hieb gegen Deutschland? Der Erfinder j deS Dynamits hat die Bestimmung getroffen, daß bte drei wissenschaftlichen und der litera- rische Preis von der schwedischen Mademie, ber Friedenspreis aber vom norwegischen Ztorching, also von einer politischen In­stanz vergeben werden. Das Nobel-Komitee des Starthing hätte die heilige Pflicht gehabt, <ru3 den 18 Kandidaten, die ihm vorgeschlagen tourben, nicht gerade die zwei Namen auszu- i»Lhlen, die mit der Siegerpartei des Welt- fde^e3 und mit ber Beendigung des Krieges durch einen Gewaltakt untreimbar verknüpft bnd. Oder hat man Wilson, der den Krieg fkverikas erklärte und von seinem Baterlande längst aufgegeben ist, wirklich wegen seiner 4 ind 14 Punkte ctekrönt? Hat er das Friedens- «rt seiner Punkte nicht selbst geschändet und tpiderrnfen? Der Engländer John Maynard Lttues hat in seinem berühmten Buche den jHtnben und tauben Don Quixote" aus Doshington doch deutlich gertug entlarvt, in- er schrieb:Zu Beginn der Pariser Kon­ferenz glaubte man allgemein, der Präsident dabe mit Hilfe eines großen Stabes von Be- einen Plan nitt)t nur für den Völker- tnb, sondern auch zur Verkörperung der 14 Punkte in einem ausfithrlickten Friedens- Vertrag entworfen. In Wirklichkeit hatte der Vväsident nichts entworfen. Als man zur klusführung seiner Gedanken schritt, waren He nebelhaft und unvollständig Er hatte keinen Plan, keinen Entwurf, keinen anf- bonienben Gedanken irgendwelcher Art, um s hie Gebote, die er vom Weißen Hause wit Elwrnerftimme, verkündet hatte, mit dem ?lute des Lebens zu erfüllen." Der amerika- Miislhc Keynes, der -Washingtoner Finanz- Megierte Baruch hat zwar in seinem Buche Imsedeutet, daß der Friede noch viel schlimt- vieren Nack^charaktec gehabt hätte, wenn Ame- nfa außerhalb der Verhandlungen geblieben Mre. Es drängten zum Beispiel, wie wir drnch Baruchs Berichte erfahren, die franzö- i'sche und die englische Delegation darauf, daß nklärt werde, Deutschland sei für die gesamten Kriegskosten haftbar zu machen. Der Präsi- ? heut erhielt auf seinem Rückweg aus Ame^ lila einen funkentelegraphischen ausführlichen! bricht, in dem dies begründet wurde. Er mtwortete, daß die (amerikanische) Delega- - hon von einem Vorgehen abrücke, und, wenn llte nötig sei, in aller Qeffentlichkeit abrücken

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9er Otetzener Snjeifler ertotini täglich, außer Sffnn- und Feiertags, lejugspreife:

Renellid) 97'arh 3.60 oid MK - 6bTrägerlohn, 8ierte(jäf)rlid)9Jlarh 10 80 rndMk.l.S5Trägerlohn; Ourd) die Post oiertel. iihrNch Mark 12- «»Ichöehi.ch Lesteilgeld, ^ernsprech - Anschlüße: irdieSchriftleitungN2; rerlag.iSefchäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach» . '(f)ten: Tlnieiaer Sietzen.

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, jj, haß wir nicht jetzt einfach umändc AiftlflSlPl*11 wir die Macht dazu haben", ^sren doch platonische und lächer irungen zu einer Zeit, als es zu

Erstes Blatt j70. Zahrgang Montag, s3. Dezember 1920

(2* Annahme von Anzeigen

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General-Anzeiger für Gberhesien MW 9^* ** " eil AnzeigenteU H

vruck nttd Verla-- Vrühl'sche Univ.-Such- und Steinbrutterei H. Lange. Schriftleitnng, Sefchaflrsteile und Druckerei: Zchulstratze 7. sämtlich tn «ietzen.

laubt habe. In Wahrl-eit hat BiSmarck alle drei Bäiwe nach feinem Tode freigeqebeu. Allerdings verpflichtete sich der Inhaber des alten Cottaschen Verlages, Kröner, freilmllig, den dritten Band erst nach dem Tode des Kaisers erscheinen zu lassen. Bei den Ber- handlungen hierüber erbat und erhielt bie Familie Bismarck höljere Prozente über ben Vertrag hinaus. Unter bem Drucke ber Re- volustiou wollte der Enkel Bismarcks, ber junge Fürst Otto v. Bismarck, die Veröffent^ lichuug freigeben; als er aber nach Berlü^ ful/r und einigen Kaisertreuen aus bem Buchb vorlas, schwor sich die Korona zu, daS Er- )deinen zu hindern. Man alarmierte den lftimrat Kriege und jdftn Rechtsvertreter des! Kaisers, und erst diese Männer setzten den verbannten Exkaiser in Bewegung, ber durch­aus nur der Getriebene in diesem Spiel war und blieb. Nur ein Mitglied ber Gesellschaft, ber frühere Obersthofmeister Graf zu Eulen­burg, begriff bei ber Lektüre, baß das Buch aus beftinunten Gründen dem Kaiser nud) nützen könnte, und erbot sich unter diesem Gesichtspunkte, es ihnt selbst zu bringen, ver­lor aber im letzten Augerrblick den Mut dazu. Vor einem Jahre forderte die Kaiscrpartei Aufichub, um in ber Ablieferungsfrage nicht bie öffentliche Meinung Europas gegen ben Kaiser durch dieses Buch noch schärfer zu« erregen. Jetzt fordert sie Aufschub bis zur Erledigung ber Abfindungsfrage im preußi­schen Parlament.Alles dies," schließt bet Verfasser,läßt sich das deutsche Volk nach allem, iüüv geschehen ist, ruhig gefallen und sich in Unkenntnis Über dies Meifterwerv halten."

Ein zweiter Absatz wird das Werk felbst behandeln.

Der demokratische partellag in Nürnberg.

Berlin, 11. D«U (Privattel.) Den Abend­blättern frnfolge waren auf der heutigen Eröff­nung des Demokratischen Parteita­ges in Nürnberg u. a erschienen die Reichs* Minister Kock) und Geßier, der preußtsche Mmistr» Ocser, der badische Minister Hmmnel Dernftrry, Schiffer, Konrad HMcßmvnn unb der Trübere 'Bot^ schäft er Graf Bernswrff. Der Nürnberger Ober«* Icmdesgerichtsrat Mong be-eichnete die Wohl Nürnq bergs als Zusaimnenkunftsort als ein Zeichen ber S'.rfammerrgebörigfeit mti> Geschlossenbert im R-nchc. Smritätsmt Block-Bertthen richtete die

an den Parteitag im ganzen Reiche da­für zu sorgen, daß sich fern Oberschlesier durch ugenb etwas abschrecken lasse, zur Abllinrrnung in die Heimat zu fahren. eisernen Klanupern, saate er, halten wir Oberschlestcr am Reichs ftst, allen Gewalten $um Trotz.

Aus dein Reicbe.

Bra mten kundgch unge n.

Berlin, 12. Dez. raBoIft) Trotz Schnevs treibens und Kälte ocTxnrftaÜetcn bie Reichs-^ bic Staats- unb die Kommunalbeamten von Berlin auf Veranlassung des Deutschen Be­amtenbundes auf zahlreichen Plätzen der Stadt große Versammlungen unb marschierten: bann zu Zchniausenden nach dem Lustgarten: in ihren Rechen führten fie Schilder unb Vakate mit Inschriften, die sich msbefondere gegen die Schieber unb Wuckierer wandten und die Zurückziehung be4 Streikverbotes sonne die Gewähnmg eines Existenz- minimums verlangten. Iw Lustgarten sprachen u. a. Geheimrat Falkenberg vom Reichs­ministerium des Jnirern, der stellvertretende Vor­sitzende des Deutschen Boomtenbund:s, ferner Post­beamter Kugler, EisenbaHrb?amter Hangt, Noack vom Neichsverband deutscher Post- unb Tele­graph enboamten unb der Sekretär drs Beamtenburv». des, Kamossa. In einer vmr ben Versammelten angenommenen Resolution wird schärfster Protest gegen die Ablehnung der geforderten Teuerungs­zulagen erhoben und daraus hingewiesen, daß du >lmderzulagen nur einen Heinen Teck der Be­amtenschaft zugute kämen; weiter wird die Be­seitigung des Lebensmittelwuchers sowie zertge- mäfje Anpassung der Gehälter an bie wirtschaftliche Notlage verlangt. Nack> ben offiziellen Rednern kamen Vertreter der Radikalen zu Worte. Ihnen war die Resolution zu zahm. Sie sprachen gegen bte Regierung unb gegen die Millionen- zuivendung an die Hohenzollern" unb forderten weiter dazu auf, bem 'Teutschen B^amtenburrd bie Gefolgschaft zu Dtragen. Die Erregung unter den Boanttcn war außerordentlich groß: sck^ieß ih aber gelang es ber Bersammlungsleitung doch, d c Mas­sen zu bewegen, in Ruhe Wiseinanderz'g.ft en unb sich jeber weiteren Temansttation zu enthalten.

Das sächsische ftabinrtt.

Dresden, 11. Dez. lWolff.) Diö gestern stattgehabten Versprechungen des Mi­nisterpräsidenten Buck mit den unabhängigen Abgeordneten Lipinski, Fleißner und Jäckel ergaben, daß Lipinski das Ministerium des Inneren, Fleißner das Kultusministerium, und Jäckel das Arbeitsministerium über­nimmt, so daß sich nunmehr das Kabinett fol­gendermaßen zusammensetzt: Ministerpräsi- oent Bock (Soz.-, Wirtschaftsministerium Schwarz (Soz.), Justizministerium Dc. Har­nisch 'Soz.), Ministerium des Inneren Li­pinski (llnab.), Kultusministerium Fleißner llnab.), Arbeitsministerium Jäckel (llnab.), uno FinanzmmifteriuM Heidt (Soz.),

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