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Erster Blatt

170. Jahrgang

Samstag, 15. November {920

Die Aufruhrbervequng in Hlosfau.

liffär.

Aiss -en Ausschüssen -es Nelchrtagr.

en wurde

fer und ökrfte einzuietzen.

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Der Vertrag von Sa-ta m:rgb(fta.

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November M iemngen der »,. oljiing b:r Pch- W Gelände nrbft lande in der (Äf, eiligten oijen. , Ojii(ii(egiingiiiic Xiliidjen Bürger.

Kopenhagen, 12. Nov. 1WTB.1 Wie,.yer- lingske Tidende" telegraphiert wird, gin-en au$ Riga zuverlässige Nachricpim em. nrmad) öie letzte Aufruhrbewegung in Moskau

--------- -.gräbnis desun- 'onnten Soldaten" gefeiert. Das franzö- te Volk ist in politischen Fragen gespal- n>, in Angelegenheiten der vaterländischen itce jedoch einrg. Kein Sozialist darf es dort ^-en, hätte auch nicht das Bedürfnis, tap- i>e Feldzugsteilnehmcr, zu denen man doch "4 die Offiziere rechnen muß, zu bcsckimp- ' wie es Scheidemann von der Tribüne ' Reichstags tun konnte. Nationaler Stolz wellte am 10. November die Hauptstadt und die Staatsmänner in London

bereits mit ihren Pförtnern in Einvernehmen ge­setzt und die Forderungen bewilligt.

Berlin, 12, Nov. (Weiss) Wie derVor­wärts" mittei't, will die kommunistische Be- triebsrätezentrale zum 14. November die Betriebsräte Groß-Berlins einbeaifrn, um dm General st reiksbe schloß durchzud ücfcn. DerVorwärts" fordert die Betriebsräte auf, der Vcl-sammbiing f'rnzubleiben. Einer von dort ans- gebrnen Eencra'streikparole w'rde sich die Arbeiter­schaft mit a len Mitteln, nötigenfalls and) mit Ge­walt, widersetzen.

Rückzug WrangelS?

Varis, 13. Nov. Nach einer Meldung des Temps" ist in Paris die Nachricht eingerrossen die Truppen des Generals W r a n q e I hallen sich an« ihren 5pai!ptstett'lngen an der O st f ro n t zu- rückziehen müssen.

i Ort und Zielü nb soweit erfotbtp 0.

1920 oormithg; ie Skii'teigerung?

General-Anzeiger für Gberhesfen

Ortid un» Otrlag: vrihl'Iche U«i».-»»ch. und Stdntnukrti R. £ange. ?chnstl«ilu«,, Keschist»«teile r. Brsterd: Sd|iilftra)t I

keinerlei kapitalistische Roak ion' Der segens­reiche, strenge Rechtsstaat, der keinerlei Will­kür duldet, kann auch unter der republikani­schen Verfassung wieder sicher aus die Beine gestellt werden.

Der bayerische Kurs, wie ihn der Ministerpräsident v. Kahr im bayerischem Landtag vertreten hat, bedeutet auch nur die Wiederfestigung van Ordnung und Recht. Seine hauptsächliche Bedeutung liegt in der Wirkung auf das Ausland. Es ist ein alter, guter Grundsatz, daß kein Bundesstaat AuS- landpolitik auf eigene Faust machen sollte. Daß aber die Mitwirkung Bayerns diesmal nicht nur nützlich, fonbern notwen­dig ist, wußte Herr v. Kahr zu beweisen. Vielleicht werden damit den Herren Mille­rand und Foch einige antipreußische Zähne ausgebrochen. Es rst nicht uninteressant, zu wissen, wie weit Frankreich die

Zuspitzung eines Konfliktes gerade mit

Bayern zu treiben geneigt märe. Tie Pio­nierarbeit unserer süddeutschen Volksgenossen scheint in London auf keinen besonderen Widerstand zu stoßen, sonst hatte Lloyd George seine gelinde Rede nicht gehalten. Die stirn­runzelnde Sorge, der grollei de, höchst wichtig tuende Ernst der deutschen Kritiker des raverischen Kurses gilt aber nur innerpoli^ tischen Wünschen und Envägungen. Man fürchtet den Verlust mancher Errungenschaften der Revolution. S^att mitzuhelfen an der noch immer stark bedroh en Diederhe stellung von Ordnung und R.'cht, statt da? vaterländische Empfinden unsrer veribsch edelen Offiziere zu hüten imb in neue, dem heurigen Staat ent- spreckeube Wirkungtbehnen zu leiten, erhebt man den alten P. üzel des Hasses. Auf diese Weise kommt keine Front der Mitte zustande! iLas wir brauchen ist eine Hebung und Stor­ung des Nationalgefühls und Unterlassung alles gegenteiligen Handelns, durch das die Gegensätze nur verschärft werden.

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5 wfe

Vertrag von Santa Margherita eine bessere Lösimg^ als alle früheren Auskunftsmitel. T<r V e v- z i d) t auf D o lmatien sei f eilich sdtmei»! ich für die ita'ienisclren Herzen. DieTribiuia" spricht ^en lebhaften Wunsch auS, baß Zusammenleben von Italienern und Südslamen mLie die Grund­lage einer AntrLch.igen Verbindung der beiden^ Länder bilden. TerEorriere d'Italia" bedauert el»enfallS den Verlust Dalmatiens und sagt, des Vertrag sei ein glänzender Beweis des bempfrati- scheu G-nstes Jm'ienS. das nie impe ialtfhfd) ge- »vesen sei und auch nie fein »verde. TaSOHpix nale d'Italia" schreibt, der Verzicht aut Talnuitinl fei ein aiißewrdentliches O fer, daS Italien dem Frieden EuwvaS brachte. Wie dieTribuna" er­fährt, berührt der Vertrag Alban en und Montes neflco in feiner Hinsickst DaS Blatt nlanbi zu wissen, die diese Länder berührenden Fragen mür­ben in Santa Margherita nicht bebanhett metbrn.

Santa Margherita, 12. N'v (W"< f) Tie südslawische Abordnung cr.L rte, t(e italkimd/en Vorschläge als gerecht anorkanut zu haben.

hnntiijKc Vvu llnjeigen für b.t lagesnummei bis zum Aochmniag vorher ohne j. de Derbindlichtreit. Sreis |tir | n m Höhe für nzeiyen v. 34 mmBreite ortl di 35Pf., aufwärts 45 Pf.: lür Reklame. Anzeigen von 70 mm Trete 150 Pf Bei Platz, vorfchri i 20 91uf|<hlag. Hauptschriflieiter. Auy. Doeh. Verantwortlich für Politik: Auq Goetz; für den übrigen Teil l)r. Veindold Ienz, für den Anzeigenteil. H. Beck, sämtlich in Bietzen.

drückt nrorben ist. Der Au rihr urnfa71- vier rote R^ckm-mler und fast a k Arb iter in den na-tfid>m icbcn. D e Sowi tregierung g ng in schärfster Weist gegen die Ausrührer vor. Hie gab dun Ko- mitre für die Aufrecht.-rha'tung der öl^eutlichen L)ich-rheit Befehl, eine groste Anzahl von Mit- ß'ir'ern der rrtro ut'onärcn Unte-suchunakk.'m- miifion zu k»ntwsti-ren, da diele Mitglieder be­schuldigt wurden, nicht energisch geinn g-gen die Ausn'ihrer vornegangeu zu fein. In Moskau wur­den 50000 Mann besonders ?u"erläs ig r T'-uiwrn zusammengezo ren, um jede neue Auiruhcbrweguns msLerzuschlagen.

De^ Unterauschuß be' Nei ch-wir t- schaftsratS setzte die Beravmg der b-ivn von her Siebener Kommission erftattetrn Gutachtm zur Sozialisierungssragc fort. Um breit (A'bulnehmerl meinte, der G'dank' der Gemein- wirtschaft fei in dem MehrheitSmitachten oöllig ver­flüchtigt: er könne die Arbeiter nid)1 für da' Auf- neb'n de' Sozia'isierung entschädigen Gleich dm soz a ifttschen feien auch die ch i'll chm Bergarbeit-w für die Belei'igning be5 Pr i oa bef i tzes. In dem Gkrtadyen fei aber mrff bie Svirr von gemeitv-: nn'tichaftlickx'n Gedanken des Mitbesitzes > nd der Mitverwastung im Berabau; die Durch iihi-ung dieser Vorschläge würde da?, roa? bislrer noch an Einbeflick>nn im gbau fei, völlig oenmidm. Loeffler lArbei'nehmer) bez-ickrtte die Srliaf- hm« von Kleinakirn als nicht mehr zeitgemäst; hie Schätze des San?e6 gebe len der A l T'mriiv« beit ohne Vorreck^e für einzelne BolkS^moifen. Du 'ch den Vorscki ag rine5 riesigen ffwem? auf v iva kapitalisti'cher Grundf<-ge nede keine Ver­ständigung mög ich. Es müsse ein en fdyiebener Zchritt zur sorialistifchen G'meimvi'tsd»st arian tiriben. Clefredak eur Bernhard nermifo-- in iX'm einen Gu:achten dn Gedanken du Gcineü^ Nnrt'chast, in dem anb'ren bcn Gedanken eiivn ver­ständigen DcfoTwmi.ieijtg.

Berlin, 12. Nov. lWTB.l Im .^Mcptaus- schust des ReidrstageS erflrine ein Reni/rungS- oertreter, daßi die R e i ch 4 ka r t o s fel st e l l e Hofe, im näch.ten Jahre ihre lälifeit nnsteNen iu können. Zur Zeil sti sie noch in starkem Um­fange beschäftigt, da die Durchführung der Liese- nmt?Dcrtmge und die Verwaltung ter Rrichs- res rven e:ch.-bliche Arbeit macke und die Bevölke- curg die Reichs7ar ofelstelle in starkem Umfange m>ch immer in Anspruch nehme. Der Etat des Neich-öernichrungsministeriumS nmrbe an^iommcn und erledigt.

Ocm XUicbCe

Sint stürmisch? ordneterifiHung in NeAftvelitz.

Neu-Strelitz^ 12. Nov. (Wol'f.) Nach einem Beschluß des Landtags sollte der Ar­beiterschaft der Lob"aus^all v.-ährend der Kappitreistage in p Ilern Umf nge trriütct lyelrn. Es war pjr.yek^e.i, das; der S aal, bu Kommunen und die Ardtitgeber je ein Drittel zu zahlen -hätten. Währettd die an" ern grn j-n Stähle des iJai .actej Mecklenburg-Str liz ti Tragung des auf dir Kommunen ent all-endm Drittels ab« Sei hnt haben, wurde der B sch.ust d rck die Stabt-

Das Cnde öes Streifs in Berlin.

Berlin, 12 Nvv lPrch-) W mn auch dcS Vormi agi die ®iet'crauiualmr ie? Stra - stenbahtt Verkehrs in len v> r chiö cnen rllich- tui flrn noch idypad) toar. Somitc geeeil Mittag überal wieder re»-Iredit gefabm werden. T.c Dirck »n der Givsten Berliner S rasten bahn stehl cr.tt ,,$> liiKT Loka la iz«i er" auf dem Standvimkt. ast eine allgemeine Bezahlung ter S re.k age n.djß in 8rage Bomnten kann C« &trir üh mir rarum handeln, die Arlvi er zu b zahlen, die t«tsäl!»ltch cmrch den Clekitikrrstreik an der Ar.ei ikiirunfl verhindert waren, und im übriyn aber ben Naä>- wei- t-er Arbeii^vill gSeit erl,ia»chten.

Durch den mit einem vollen Misterfvlg be­endeten Streck der stähtischen Elektrizitätsarbeiter ist, wie derVorwärts" schreibt, wieder einmal handgreiflich vor Augen geführt, wie Ähnbe-oe-

Berlin ,12. Nvv. lWolff.) Im Haupt- auSschust des Reichstags nm'he ein Antrag deS Ztmtrums ancenommen. wonach die Neichs- nencning er such' werden lost, gegen in du ?lb- Tiefcnrng böslrilliae und säumige Erzeuaer von Bo'getreide scharst Mastnahmen zu t'rffcn und

die zur Mi'arbmt berufenen landvirtschrft- liehen Den,fsverbände einzuwirken, ihren nan»*n

I-ches Gedächtnis bereitet hat. Es muß für miete Brüder an dem verpfändeten Rhein- :rom ein eigentümliches Gefühl gewesen sein, als ihnen jene merkwürdige Zweiminu- lerfeiet zu gemutet wurde, die für da? Btiten- wft charakteristisch zu fein scheint. Ein Hen- !?r hat auch seine Menschlichkeit, er verrich- rt sein Werk kurz und, soweit es angeht, 'chmerzlos. Auch drüben, in London, wurde Üe|e absonderliche, zwei Minuten lange Son- -erfinsternis menschlichen Betriebes began- i'ii. Time is mOny, war das Merkwort da- l-t, und diese zwei Minuten haben genügt, kn Gentleman mit neuen Vorsätzen seiner ^bedenklichen Sieaermoral zu rüsten. In

a n k r e i ch wurde den Manen des natio- lrn Ruhmes weitläufiger geopfert. Man 'erst den 50. Jahrestag der Republik, wo-

die Franzosen freilich eine größere Be- Htigung hatten als wir Deutsche zirr irr der zweijährigen revolutionären Er- agenfck)aft. Millerand hielt eine Festrede f Gambetta, dessen Herz im Pantheon mit entlichem Pomp beigefetzt wurde, und das denken der im Kriege Gefallen icd) daS ehrenvolle Begräbnis

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tob- ^olzuih^ S ^rburg $ die Aul- ^r-Moos, 5.

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schltmmsten Heuchler und Betrüger. Lin eng- ltfcher Offizier, der General Gough, muß heute das Verlangen au-sprechen, daß wieder irgendein Gefühl der Wohlan- II ä n d i a ke i t" geschaffen werden müsse. Ter morallsche Bankerott derSieger" ist kata strophal.

Daher sollten wir uns wieder zu eignem Bekennermut aufschwingen, die Lehren unserer besten Vorfahren bch.rzigen und nach nationaler Einigkeit streben! Herr Dernburg hat im Reichstag der Entente gegenüber den rechten Ton gefunden: wir müssen immer wieder die Revision des unmoralisck^n Friedensvertrages fordern! Dafür müßte eine groste Volksfront her- gestellt werden, in der Parteizwietracht mög- lichst verstummt. Herr Petersen, der Vor- sitzende der Demokratischen Partei, hat von der Bildung einer neuenWitte" ge­sprochen, die von Strefemann bis zu Scheioe- mann reichen solle. Die Deutsche Volkspariei müsse sich jedoch dafür runächit noch bewäh- ren, so fügte erchinzu. Wir dächten, dieselbe Forderung wäre auch an die Demokratische Partei zu richten. Sie müßte durch die so­genannte Friedenspolitik unserer Gegner in vielen Pro gram inpunkten klug geworden sein, und auf Grund des Dernburgscl)en Leitmotivs dürfte ihre Aufforderung zum einheitlichen Handeln doch etwas atiders lauten, als die

Nr. 258

Decitgener JhrjdaeT erjdjtinl täglich, auster Senn- und Feertags.

vezu-rpcelse:

«Dlonalli* *)*arh 3.60 undMK - 65Träg«rlohn, vierleljähiIM-iMa-k iO 60 nnbUlh.l.95Tiägerlol)n; zurch die Posl viertel­jährlich Mark 12.- ausichlietz-^ch pesiellgeld. Fern^prech-Anschlksfe: färdieSchrisileilung 112; Verlag,iAafchäfisste«« 51. Anlchrist für Dr^htnach. richten Hnj ijtr «dtetzeo.

jrainfurl a. Bl. HM>

Eine Konferenz der Premierminister des britischen Re cheö.

London, 12 Nov. (WTB) Im Unter* Hause veil e LbnH toerey ml da st für Mitte Ouni 1921 eine Konferenz der Premier­minister des Britischen Reiches anbe* aaunt ist.

Die «Smpfe in Frtnnd.

Paris, 13. Nov. Nach einer Meldung der Daily Mail" frjt der Skaatsstkr tür für Jr'and geitern im Unstrhanse erklärt, ls seien in ben festen zwöli Mona.en in Irland 1300 Per- tonen getötet und über 500 verwundet worden.

London, 12. Nov (Aol'f.) Das Unter­st a u s Hai mit 183 gegen Summen die i ri sch? vomerule-Bill in 3. Lesung angenommen.

5?n eS sich angelegen sein, zu dem nativ­en Rausch ihr Scherflein beizutragen. 1 November drückte Lloyd George - fortschreitenden Entwaffnung Deutsch­es feine Zufriedenheit aus; in salbungs- bmi Tone verhieß er uns eine Verständi- wenn wir den Versailler Vertrag ehr- erfüHen wollten! Wie-nnte er uns auch In, wenn^ unsere Regierung den Vorsatz demnächst nähere Angaben über die zu 'ifnbe Wiedergutmachungssumme zu chcn! Ausdrücklich ließ er erkennen, daß ,f Worte iwch keine Zustimmung zu den ^'chen Abrechnungen bedeute. Gestern er der deutschen Regierung ob ihres 'uchen Bemühens einige ermunternde ist, heust schickt er den Marschall Foch Huldigungstestgramm! Gewiß, England ^te die überspannten Ansprüche Frank- herabmildern, es graut ihm allmählich [ den Zurüstungen der Gallier, und eS '^te in der letzten Zeit manchen Dämpfer uder. Die zwischen London und Paris ge- Verhandlungen über die Wieder- ^machungsfrage führten zu jenem 'joro^miß, das in der Form den französi- Standpunkt respektiert, in der Sache den Enaländern den Weg der Entschei- 'vffen hält. Die Londoner Politik schleppt den Bundesgenossen an der Seine umso 'williger den dort so willkommenen Lor- ber Bewunderung herbei, je nüchterner

7? geschäftlichen Teil der Ausein- E'-letzung zu lösen gewillt ist.Unverän- i»i Bunetgung imb Bewunderung" wid- oer König Georg dem französischen ..l-, das bei diesen Schmeicheleien und den ih^ußcn des Nationalsestes manche Enl- " \ ?ng überwinden mag! Es bat während 1 *viele Deutsche gegeben, die mit IIV- a erun9 and einer gewisfen Scheu dem I ' i moralischen Weltwillens der I

llibc-rt n1^11 gegenüberstanden. Die

der Humanität waren die!

wochenröckb^ck.

Zu feierlichen Kundgebungen ist es in Deutschland weder am 9. November, dem Jahrestag der Revolution, noch am 11. No- tember, der das Stigma des Waffenstillstan­des trägt, gekommen. In forialdemolrati- Wn Blättern hat man diese Revolution be- »kits symbolisiert: sie fei daSprächtige 3 eib" in langem Haar, dasmit ehernen Sandalen" echt weiblichen Sinnes! alles niedergetrampelt habe, was verrucht imb verlottert gewesen sei. Ja, diese stark- slßige Brunhilde war furchtbar in der Zer­störung, aber sie war keine milde Hausfrau, die denGewinn" mit ordnendem Sinn zu mehren verstanden hätte. Zu häufig hat sie dss klassische Gewand aus der mehrl-eits- ostalistischen Truhe mit dem blutroten ^xenkittel der Spartakisten vertauscht. Und u hat auch im Proletariate statt des Ocl- frvciges die Rute gebracht, die große Ge- rtfinbe Scheidemanns in vier Parteien zer­schlagen. Ein Genosse begleitete sie in diesen »roei Jahren auf Schritt und Tritt, aber es nur nur ein leider mit noch schwereren San- lalen ausgerüsteter Weggenosse, kein Partei» -*unb: jener Wa ffen stillstand als Hen- strsknecht, benr nur die Entente ein feier*

R o m, 12. N-»v ^ATB.) Nach einrr S'efani- meldung begraben die Blätter die Nachricht von bem beooruehenben ALfchiuß des Vertrages von Santa Margheriia. Obglcich der Ber- 3-iüicn nicht alles gewähre, was ihm vor Emtrut in ben Krieg zuge ichert worden war, er­mögliche er es doch dem ttaiienifdrn Bocke, aus bem Zustand der Ungewißheit stcrauszuiommen

wenig versprechende und nicht sehr ver­lockende Einladung Petersens. Es.ist aber sehr mohl möglich, daß durch gegernoärtige Er­fahrungen die bürgerliche Mehrheit gegen­über der sozialistischen Front sich allmählich vergrößert. Die links gerichteten oder ge­schobenen Regstrnngen gewisser C-inzelstaaten, die mit einzelnen Eingriffen und Mißgriffen vom geraden Wege des Rechtes abgekvmmen find (Orgescbverdote, Kabinettsjustiz, ver­kehrte Vorschriften für Gedenktage, und nenerdings auch die voreilige und fragwür­dige Haltung der hessisck>en Regierung gegen­über den bäuerlichen Kartoffellieferanten), tragen zweifellos dazu bei, daß der Nuck nach! Rechts bei den nächsten Wahlen entschieden wieder zum Aus­druck kommt. Das fübrenbe Blatt des hessischen Zentrums, dasMainzer Journal", chrieb neuerdings folgenden Satz:Die Ver­hältnisse spitzen sich in Hessen durch die Par­teipolitik der sozialdemokratischen Minister derart zu, daß der Wicnsch auf baldige Landtags wa h 1 en immer dringender wird, damit eine Herrschaft beseitigt wird, die gar nicht dem Willen der Mehrheit deS Volkes entspricht." Und in der sozialdemo­kratischen Presse kommt es zum Ausdruck, daß auch der wilde Streik der Elektrizitäts­arbeiter in der Reichshauptstadtschlechte Wahlen" fördere. Wir ivünschen aber einen ruhigen, sicheren Aufstieg zur nationalen Selbstbefinnung, sozialen Fvrlschritt und

Aus Gberlchlksien,

Beuthen, 12. Nov lWTB.l Der Beschluß der instrol i-er:en Behörde, d.rAbslimmungS- polizei interalliierte Ossizlere bei­zugeben, soll jetzt burd)geführt werd u. In Ra- tibor ist eine Anzahl englischer O siziere ringe* troffen, die auf die verfchi denen Stabte verteilt

yrr StimmenabxÜK1 für Po en zu bei?STen Die Polen bie'en feste Gel 'umm-u für je e Polens Gunsten abgegebene vberschstckiche Stimme.

greuzöfischer wie-eraulmachuuqrwa^ustnn.

Paris, 12. Nov. (A-l'f! 5>t> sPetit Pari sie n" ist ter Anfidnt, iaij die Jittere ei Z'a krevdS le^stmögtidLt g-wchrt fetci, da d-nt Wie^erguttiia<tmna»!vi«>ch«itz tie Rol e erhalstn blei'«, die i.'rm der Trrftbci'^trrt xw zw'prede, m d a ibererfiit^, die Ve t e- r d s T e u t <f>e*i Rei­ches nur beratende Stimm e l»ke, srl t-it. Da die Mark yir Zeit mir 2) (SriU ne) re e, müsse man die Zrht. die für Godna-k ge imbet n» rte, mit 6 mult> f|ieien, um die Summe tu Papstrmark zu ftnteu, tx- Te't\^<mb kW ex müse. Wenn für Framkr--ich 22(J M!ckd.^ en Gol-- mark in Frage tarnen so fe en daS 1320 Milt irr' en Papstrmork, imb da Frmck rich nur 52 Prozent er Gcsamkm tfdrädiair g erhalle. Io wer-e fi » br xrmfdnilb Teulick>ant>s aus mehr als 2000 Milliarden Paprermark belauen.

werden sollen. Major Ötilry, der in der ober* schlesisden Politik in den letzten Augusttagrn eine Rolle sp eist, kehrt a iS England nicht m chr ned) Obersch esien zurück. Ottstl) ist zum Privat.ekretär des Königs von England ernannt Worten.

LautLvkalanzei^rr" ist in l »er Zeit das rheinisch-westfalische Jndustriege- b i e t der Schauplatz umfangreicher volni- scher Werbetätigkeit gc/trr en. Z'-hlreck-e poln^üe Averten, die ntü rei e.i G lo- unb, lluc unm qcni»m

Pvopagandamrteln aus»e;>attet smd, h?len sich Einfluß für die ?5blieferun>g trott Brotgetreide, Ha­an den wich igeren Punk en des Jir>ustr!eMd> es c~ 'm- r<- niobcrgeltfnei, um de d-o.t «tiässige'! Odrschle-irr

verordneten-Versammlung der Lan e-t>2iip:fladt Neu-Strelin einstimmig bewilligt.

-w. | § schah unter dem Truck cinn stark erregten

lltrr oncdens emjutreten, Voltsmenge. die nicht nur dm Z ischau r aum und

deren aLe bedurften. Aach derIribuna" ist dcr den Si^ung5,aal des Siad-parlaments, funbem

gungen, wenn nicht alle ge:oerkichaftlichen Erfah- rungen in den Wind geschlagen toerben sollen., nicht geführt werten dürfen. 2lußer der Berech­tigung der Forderungen müssen Streiks, wenn sie Aussicht aut Erfolg haben sollen, auch ge ragen werden von der Svmvathie der drei en Massen für die Streikenden selbst. TaS direkte Gegenteü war bei diesem Streik festzustellen.

Tie Wirkungen des Portierstreiks sind bisher noch nicht allzu fühlbar geworden. Eine große Anzahl Pförtner besonders im Westen, sind bei,.. .. « , 1PC H u H ihrer Arbeit geblieben, da sie der Orgatrifa:io-i jeft endgü tit von der Sow etmgierima unter n'Mt angehören. Eine Anzahl Hausbesitzer hat sich drückt nrorben i t. Der Au rihr umsa-t- vier rot

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