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ber feste Zusammenschluß der Hausfrauen in Stadt | diglt, daß seine Nieberlegmig erfolgen muß. Ein uni) Land kann zur Erreichung aller Wünsche > Turmneubau soll an .einer Stelle erstellen

Gauiurnfeft.

Mel-

W.

gesehen.

Kreis Alsfeld.

fuhren. Daß die politisüien Parteien sich der Hausfrauen annchmen wollen, darf uns nrcht i'-lüib machen. Wir wol en sclrarf betonen, daß wir uns Don allen politisä)en Parteien sr.n halten wollen. Tic Frau soll und muß am Staatswesen tcilnehmen. Wie sie das lut, ist ihre Sache. Ter Haussraucuverein ß-ll üIL Parteien urn- mssen, jedoch allen politischen Partien fernblei

2H. Uei-eratl bestehen Organ, sattonen. Wo bteibt eie Hausfrau? Tie Daus.rauen müssen sich or- ganisieren. Eine Entlohnung der Hausfrauen- arbeit tonn nicht stottfine-en. Kann jedoch nrcht vom Staat die wichtige Hausfrauenarbeit in Ge- .'.alt von Steuer nach la« oder Steuer- Minderung entlohnt werden? Wir müssen aus der nmiigclnbcn Barentlohnung nicht schlic ßen. daß die Arbeit nicht anerkannt werde. Ta die Frauen nach § 1356 BGB. zuk Arbeit ver­pflichtet sind, i|t die Haus Frauenarbeit als Be­ruf anerkannt. Für Hausfrauen bis zu einer be­stimmten Einkommensgrense wäre Sicherstellung in Krankheitssälleir erwünscht. Wir beaudxul Be- rufsvereinc um unsere Forderungen durchzu- setzm. Wohl kennen »vir als Wählerin von den politischen PaA ien mrurchcs erreichen. Wertvoller ist es als Hausfrau, in den einzelnen Abtci- lungen vertreten zu s.-in (Reichsarbeitsrat usw.). Wir wollen übwall Vertreter unserer Interessen

nu. Frankfurt a. M., 12. Jjirli. Durch Blitzschlag und WitterungSeinflüfse ist der Meifterturm bei Hosheim i. T. derart belM-

Vie Ecbmmitteltmning.

Lrbcnsmitttlkrawulle.

Berlin, 13. Juli. Nach einer

4- Erda, 12. Juli. Als »ein betrübendes Zeichen der Zeit darf cs gelten, daß bei der hiesigen Kirchweihe für sage und schreibe fünf - tausend Mark Schnaps getrunken rmrrb?.

sw. Wiesbaden, 12. Juli. Mit,Rücksicht auf die außeroroent idye Teuerung hat die Stadt Verwaltung b schlos en, die Kurtaxe um lOO°/o von 60 auf 120 Mk.) zu erhöben. Aus demselben Grunde werden auch die B ä d e r p r e i s e erhöht,

doch sollen die Einwohner der Stadt Bäder zu er­mäßigten Preisen erhalt.n. Auch dec Preis für Tl-ermalwasser wird eine Er,ö.)ung er'ahcen.

)( Aus dem Burgwald, 10 .Juli. In diesen Tagen sind es 200 Jahre, daß Landgraf Karl von Hessen in Wies-enfetd und Todenhausen vertriebene Waldenser ansiedelte. Zum Ge­denken finden in beiden Gemeinden am 18. Juli kirchliche Feiern statt.

Starkenburg und Nheinhessen.

Das Expiosionsunglück in Kelsterbach.

Zu dem Exp o ionsmig ück tyirb uns roch ge- met-.et, Laß dabei i-ehw^rheb.i l^ Men-gcnj Art.llerie- nutnition in die Luft flogen. Bisl-er wurden zehn Tote, die gänzlich verstümmelt sind, geborgen. Wiewiel Tote noch unter den Trümmern liegen, konnte noch nicht festgestellt werden. Tie Zahl der Verwundeten b. läuft sich auf etwa 20, dar­unter sind einige lebensgefährlich verletzt. Tie Rettungsarbeiten wurden durch Explosionsgefahr außerordentlich erschwert, da fortn^r/reni) neue La­dungen in dre Luft flogen. Bedauerlichcrareiisc konnte den Verwundeten die erste Hilfe nicht sofort zuteil werden, da es an dem erforderlichen Ver­bandsstoff fehlte.

Aus dem Amtsverknndigungsvlatt.

** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 96 vom 12. Juli enthüll: Bekanntmachung bete, die jetzige Fassung des Gesetzes über Wochen- hilse und Wochenjücsorge (Sck>). Ansprüche Klleg.beschädigter aus der Ang ßel tenve Sicherung. Errichtung einer Müllerzwang4nnung jür die Stadt und den Kreis Gießen. Ucberleitung der Gesetzgebung im Bereich der Einkommensteuer. Viehseuchen. Dienstnachrichten.. Polizciver- ordnung betr. die Aufsicht über die Hunde.

Ansteckender S che i d e.n k a t a r r h ist unter den Rindviehbeständen der GemeindeBellers- beim scstgest llt worden; Schweinerot auf in,Stein» l-eim unter dem Schwein bestand des Otto Oiicklas I. Tie Räude unter dem Pferdebestand des Rudolf Weiß zu Hof Graß ist erlosdstn.

DieMaul-undKlauenseucheist aus- ausgebrochen im Kreise Büdingen in den Ge­meinden Haingründau, Diebach a. H., Selters und Rodenbach, int Kreise Friedb r ] im Skadtt il Fried- berg-Faucriach. Die erfordcr ick-en (Sperrmaßregeln sind angeordnet. In der Gemeinde Dorlar (Kreis Wetzlar) ist die Maul- und Klauenseuche amtlick festgestellt worden.

Lotterie. Das Ministerium des Innern hat dec Gemeinde Groß-Umstadt die Erlaubnis erteilt, anläßlich des am 16. und 17. September 1920 daselbst stottfindenden Pferde-, Fohlen-, Fasel- und Zuchtvieh-Marktes zu Prämiierungs- zwecken eine Lotterie zu veranstalten und diese ausnahmsweise nach Maßgabe des vorgelegten Lotterieplans als Gelblottene zur Ausspielung zr bringen.

Saarbrücken, 12. Juli. (Wolff.) Nock) den bis jetzt vorliegenden Ergebnissen stellt sich die Stadtverordneten- w a h l als ein Sieg der Bürgerlichen dar. Auf diese entfallen 2/» der abgegebenen Stimmen, während auf die Sozialisten nur Vs entfallen. Die für die wirtschaftliche Ber­einigung der Saarländer, die sogenannte Bcr ständigungspartei, abgegebenen Stimmen sind verschwindend klein.

dem Reiche.

Das Programm deS Reichstags.

Berlin, 13. Juli. Wie dasBerliner Tageblatt" aus parlamentarischen Kreisen hört, wird der Reichstag voraussichtlich am 28. Juli bis zum 6. August zusammen sein. Bor der Vertagung bis Mitte Septem­ber werden noch die wichtigsten (Gesetze verab­schiedet und die Beschlüsse der Konferenz von Spaa besprochen werden.

Die Umformung der Sicherheitswehr.

Berlin, 12. Juli. (Wolff.) Am 14. Juli werden sämtliche Oberpräsidenten und Leiter der Sicherheitspolizei bei Minister Scvering zu einer Besprechung über die U m - formung der Sicherheitswehr zu- sammeutreten.

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Arr* Liessen.

Aufhebung der Ererabiiefemngspflicht für Hesfen.

R.M.K. Darmstadt, 11. Juli. Die Ablie­ferungspflicht für Eier ist einer Veröffentlichung des Landesernähruitgsamdes für Hessen nunmehr aufgehoben, da vie Äekftrintmachung über den Ver­kehr mit Eiern vom 3. Janu-ar nunmehr ungültig ist. Die Eierbewirtschastturg durch das, Reich ist be­kanntlich schm seit längerer Zeit anrgetfoben und nur für Hessen war zur Sicherung des Bedarfs an Kinder und Kranke, die nunmehr beseitigte Bestim­mung erlassen.

tm. Darmstadt, 11. Juli. Die Rc- ligionsformel bei Vereidigungen hat den Abg. Engelmann zu einer Anfrage veran­laßt, in der er anfragt: Ist der Regierung be­kannt, daß sowohl am Landgericht, wie am Amtsgericht in Mainz in Straf- und Zivil- prozeßsachen, sowie bei Vereidigung von Schöffen und Geschworenen die Religionsfor­mel auch dann nachgesprochen werden muß, wenn der zur Eidesleistung Verpflichtete sich weigert, die religiöse Formel nachzusprcchcn, und was gedenkt die Regierung gegen die Ver- fassungs- und Rechtsverletzung zu tun?

rm. Darmstadt, 11. Juli. Die Fleischbeschaugebühren sind nach einer Veröf- ftntlichung des Ministeriums d. I. erhöbt worden und betragen vom 1. Juli d. I. ab: für 1 Stück Großvieh 4 Mk.,für 1 Schwein 3 Mk., für 1 Kalb, Schaf oder Ziege 2 Mk., für 1 Lamm 1 Mk. einschließlich Stempelung, Zeitversäumnis usw. Für die Ausübung der Beschau von über 1 Kilometer ist eine Gang­gebühr für jeden auf dem Hin- und Rückweg zurückgelegten Kilometer zu entrichten.

rm. Darmstadt, 11. Juli. In einer von über tausend Gemeindebeamten aller hessischen Städte und Kreise gut besuchten Versammlung im großen Saalbausaale wurde nach lebhafter Aussprache der Gewerkschafts- bund Hessischer Gemeindebeamten beschlossen und zum Vorsitzenden Veterinärrat Dr. Garth-Darmstadt gewählt. Zu der Besol- duugsfrage wird der Vorstand unter Bezug­nahme auf die Entschließung vom 10. Juni in Frankfurt a. M. zur Vornahme geeigneter Schritte bevollmächtigt.

ocrtTcten sein, um unseren Einfluß ausüben zu können. Wie können wir verlangen, daß andere dies einsehen, wenn wir dies selbst nicht durch Geschlossenheit beweisen. Eine unserer schönsten Aufgaben ist die Ausbildung zielbewußter Frauen, wären wir organissert, so müßte der Schleich- handel, müßten Wucherer und Schieber verschwin­den. Wcrm feine Landfrau zu Wuchwpveisen ab- gäbe, keine Stadt stau Wucherpreis zahlte, der Schleichhandel müßte verschwinden. Wann »oerden nnc dies erreichen ? Wir müss n von innenhevaus dark werden, müssen wissen, wofür wir uns ein­zusetzen haben, müssen uns gegenseitig klar machen, was davon abhängt, ob wir in Zukunft mitzureden haben oder nicht. Es kommt auf jede einzelne Hausfrau an. Welche Vorteile b e et uns die Beruss-Organisat'.on. Erst dann können Vorteile emtreden, wenn die Berufs-Organisation alle Kreise der Hausfrauen umfaßt. Gemeinsamer Einkauf der Lebensmittel, Kohlen und Holz, Einfuhr, Ein­richtung von Kinderspielplätzen, räeles andere kann nur durch die Gesamtheit erreicht werden. Nur durch gemeinsame Arbeit aller kann unsere Wirt­schaft gef unten. Auch die deutsche Hausfrau ar­beitet. Sie arbeitet mein mrd fd#Derer als in irgend einem andern Land oder Volk. Ihre Ar­beit ist für die Allgemeinheit nicht nur wichtig, sondern letenStoidtfig. Wir wollen Line Vor­rechte, sondern nur unser: Rechte . Und diese kön­nen ioir durch den Zusammenschluß, nur durch die Be u sorganisntion erreichn.

** Zu der Abstimmung über Lohn­zahlung an den Streikbigen werden mir vom Stadtv. Höhn geb.ten, mitjuteiten, daß er für den Antrag des 93etrieb5ausfd)ufled aus ®/4 des Lohnes gestimmt habe.

** D ie Studentenschaft Gießens hat, wie uns m: (geteilt wird, an die Kasßehcms- besitzer das Ersuchen gericht.t, die Höhe des Trinkgeldes von 15 aus 10 v. H. herab-,u- setzen, da in keiner Stadt 15 v. H. gezahlt bzw. gefordert würden. Sollte die Herab etzung ab 15. Juli nicht erfolgen, so würde die Studenten- sckwst die Gai63 boykottieren. Die Gastw rte haben in gestriger Sizung sich für die Herabs-tzung ent» schlos en. Man ist nun gespannt, was der Verbmid der Kellner dazu sagt.

** Holzversteigerung. Das int Gieß<-- ner Stadtwald noch vorhandene Reisigholz soll nach Befriedigung des Bedarfs der hi*n landwirtscha t ichen und g-werbichen triebe, für die es zunächst zur Verfügung gestellt war. öffent­lich versteigert toftbn. Am Mittwoch den 14. Juli ist, vormittags 8V» Uhr beginnend, Zusammenkunst Alter Auneröder Weg, 7.Schn ise. Für Freitag den 16. Juli, vormittags 8lA> Uhr beginnend, ist als Treffpunkt Licher Straße, 8. Sämeise, vor-

Spovt.

§ -Ortenber g, 11. Juli. Das 'heutige Spott' fest mürbe mit einem Konzert am gestrigen Abew im Gastl-aus zur Post eröffnet, das gut besuÄ war und an dem auch Graf Kuno zu Stolberg Roßla teilnahm. Die Kapelle der Frankfurts Sicherheitswehr konzcrtrierte, Frl. Greta EmrE vm 'hier sang unter B. gleitung von Frl. Ella B« einige Lieder. Heber 2,50 Teilnehmer hatten fw für die Wettkämpfe gemeldet: das Städtchen hat» zu Ehren der <-rschicuen.cn Gäste Fcchiumschmuck

gut die Gescl.'schast lebet jedoch unter den an­dauernd erbrbeiliehen Notshrndsarbeiten an dem - baufälligen Gebäude. Eine Bechckfe der liessischen Regierung und Bolkstommer tft dringend not­wendig. Das hessische Gesamtmirvislerium hat bei der Eröffnungsfeier am 26. März 1920 durch . Präsident Dr Strecker in dankenstoerler Weist mit teilen lassen, daß es das Protektorat über das Museum übernommen hat.

** E in heftiges Gewitter brachte in der verflossenen Nacht einen guten Regen. Um 11 Uhr begann es zu donnern, kurz vor 12 Uhr begann der Regen ni'bTfrugebm. Hoffeut ich kommt jetzt endlich ein mehrtägiger wirklich durckstv ichen- ber Regen, damit Sorto fein, Gcmüst und sonstig Hackfrückste in b.sseres Wach.tum komm n. Ebenw nötig ist Regen für die ha.b vertrockntteu Wies«: und Kleeäcker.

** Seinen Leichtsinn mußte ein hiesiger Arbeiter gestern schrecklich büßen. Auf dem B a-nd- platz wollte er von einem fahrenden A ito ab- sprmgen und blieb dab:i mit dem Ring inger der Unten Hand hängen. Der Finger bliev mit'amt dem Ringe am Auto hängen. Nach Anlegung emes Notverbandes wurde der Schwerrec etzte, lem außerdem noch eine große Sehne aus der Hand geriffelt wurde, in die chirurgi ch- Klinik verbracht.

** Freibank. Mittwoch, 14. Juli, werden von 13 Uhr die Nummern 551 bis 650 beliefert.

** Bei der städtischen Futter­mitte l ste l l e sind nächstch nde Futtermittel ein- getroifen: Schwememasckutt r. .Ha erab alle, Hafer, Dörrgemüst und Zucker, übenschnitzel.

** Die Fürsorge st elle f ü r Lungen­kranke gewährt unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungen­kranken, Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten und Ratt'chläge für Kranke und ihre An­gehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. Sprech­stunde: Jeden Mittwoch, 45Uhr, in der Medi­zinischen Klinik.

** D i e Auszahlung der Familien- unterstützungen filhet für die Zeit vom 16. bis 31. Juli am Donnerstag, 15. Juli, vormittags von 1012 Uhr, im Stadthaus, Zimmer Nr. 7, statt.

** In der Mitgliederversamm- lung des Gießener Hausfranen-Ber- eins vom 8. Juli 1920 wurden zuerst verschie­dene Vereinsangelegenheiten erörtert. Nach einem Referat eines Mitgli.-des über Technisch e Not- Hille erteilte die Vorsitzende das Wort an Frau Krauß aus Kassel übcr dieBerufsorganisation der Hausfrau". Die Rednerin führte etwa aus: Tie Hausfrauen müssen sich organisieren mit Rück­sicht aus die Zeitverhältnisse, Teuerung und Man­gel, die in einem Maße vorhanden sind, daß man Lust und Liebe zum Leben D-rUeren möchte. Ter Ruf nach Ordnung der allgemeinen Verhält­nisse kann nur dadurch erfolgreich werd:n, daß alle Hausfrauen sich zufammenschl!eßen. sst müssen sich einsetzen an Seite der Männer für das Ge­sunden des Volkes. Jede muß sich als verant­wortungsvolles Glied dem Ganzen gegenüber fühlen. Eine Frau allein kann nichts errei- djen nur eine Organisation kann ihre Interessen vertreten. Welch' Verantwortung trägt die Frau als Konsumentin: Durck) ihre Hand geht die Hauptmenge aller Werte . Durch sie wird das Geld in Umlauf gehalten. Angebot und Nach- srage werden, besonders in normaler Zeit, durch die Frau geregelt. Die Frauen türmen den Waren­markt gestalten, wenn sie einmütig zusammen­stehen und nur zweckentsprechendes und eckst es wählen. Sie müssen sich besonders eüisttzen für i Fragen b~r Kleidung und Wobnung. Die Frauen müssen aber auch bei dem Siedelnngsweseu und 1 der Bodenreform, bei allem, was das Gebiet : der Hausfrau und Mutter betrifft, ihrer Stimme : Geltung versthaffm. Die Frau ist auch Produ- - zentin, da sie Werte schasst mrd erhält. Nur

düng desBerl. Tagebl." aus Dresden kam es dort in einer Markthalle infolge der hohen Frühkartoffelpreise zu Ausschreitungen derKäufer, so daß die Halle geschlossen werden mußte. Auch in der Berliner Markthalle kam es zu Zusammenstößen zwischen den streikenden Obsthändlern und anderen Händlern, die auf ihre Fuhrwerke Obst geladen hatten, um es trotz des Streiks zu verkaufen. Ein Wagen wurde umgeworfen und das Obst zertreten. Die streikenden Obsthändler haben gestern in einer Versammlung beschlossen, den Handel wieder auszunehmen, die Obstzüchter in Wer­der aber zu boykottieren.

)( M arbu rg, 10. Juli. Um für die auf dem Markt einzukaufenden Waren angemessene Preise festzusetzen, soll wöchentlich eine Kom­mis s i o n , an der ein Bertneber der Erzeuger, des Beamtenbundes, der Gewerkschaften und des Hausfrauenvereins teilnehmen, die die Festsetzung der Preist übernehmen. Heute gelben folgendg Richtpreisc: Erbsen 1 Mk., Karotten 70 Pf., Puff­bohnen 90 Pf., Stangenbohnen 1,502 Mark, Blattgemüse 60 Pf., Rhabarber 60 Pf., Jrüh- nrirfatg und Weißkohl 90 Pf., Johannis- und Stachelbeeren 1,30 Mk., Erdbeeren 4 Mk., Kir­schen 2,05 Mk. das Pfund, Kvhlrcchi Stück 60 Pf. und S«lat vro Kopf 2040 Pf.

* F u lda, 12. Juli. Tie von der'einMesetzten Marktkom Mission torgrjd.riebenen Höchsk- preise sind in dieser WoclL: Kirschen 1. Qual. 1,80 Mk., 2. Qual. 1,50 Mk., Bogelkirschen 0,50 Mark, Gemischte Ware 0,30 Mk.. Stochstbeeren 1.2 > Mk.. Hei:-elbeeren 1,50 Mk., J-bhaninisbeeren 1 Mk., Estl.e Rüben ohne Kraut bo.§ Pfund 0,70 Mark, Klststrabi, blau, Stück 0,30 Mk., weiß, Stück 0,2) Mark, Blumen Sohl 0, .0 bis 3.00 Mk., Lopffatot 0 10 bis 0.15 Mk., Zwiebeln iZittauer) 0,80 Mk, Metzgerztmebeln 0,50 Mk., Erbsen 0,-50 bis 0,70 Mk, Wien 1,60 Mk., 100 Ernmach- gurTen 12 Mk., Satotgurken 3 Stück 0,50 Mk.

ftk Karlsruhe, 12. Juli. In Lahr in Baden kam es am Samstag zu bedeutenden Demonstrationen, die sich insbesondere gegen die hohen Schuhpreise rstlstetcn. Eine große Menge von Demonstranten zog durch Die Straßen zu den maßgebenden Schuhge­schäften, drang in die Geschäfte ein und er­zwang einen sofortigen, gewaltigen Preisnach-

§ O ber-Ohmen, 12. Juli. Das schönste Sommerwctbcr begleitete unser gestriges Jugend- f e st auf dcrn .Archbcrg mb führte eine so große Menge hm Festgästen 'öer^u, d- sic der geräumige Waldesptotz Laum alle sass-cn konnte. 9(uf dem Fest- Platze begrüßte Mirver Jung von hier die Fest- beilnichmer. Nach den E.inzelvorträgen der Schul- ktosfeir sprach Schulrat Huft-Alsfeld über: Schule und Ellenthaus. Nach einem Sämtermassenchor und weiteren Ktosfenvorträgen spvack) der zweite Fest­redner, Lehrer Dollinger (Ober-Osteen), über den gleichen Gegenstand. Pfarrer Staubach (Gro^- Eichen) sprach die Schlußworte.

Öessen-Nasfau. Fabrik-and.

fd. Frankfurt a. M., 12. Juli. Die Feuer­wehren Bockenheim und Burgstratze wurden heute früh 4 Uhr nach der S t r o h h u t f a b r i k May & C o , Bocken Heimer Landstraße 135, alarmiert. Als sie dort eintrafen, stand der Mittelbau des untfangreidjen Fabrikgrundstückes bereits in Hellen Flammen. In 2V«stÜ7Ü)iger Tätigkeit gelang es den Wehren, mit sechs Schlauchlinien das Feuer zu lokalisieren. Das Gebäude mit seinen Vorräten an Chemikalien für Gerbstoffe, Maschinen und Kisten und Hüten brannte innen voll­ständig aus. Tie Feuerwehr konnte sich lediglich auf die Erhaltung der außerordentlich schwer ge­fährdeten Nachbargebäude beschrä -ken. Der Scha­den ist erheblich. Die Entstehungsursache konnte noch nicht festgestellt werden.

Att» Sta't und Land.

Gießen, den 13. Juli 1920.

!Scr<in|jrtUnnuen

Dienstag 13. Juli: Hobel Einhorn, Gast­spiel Paul Bmftvald. LvÄfPiethous, Bahnhof­straße,Die Csardasfürstin" undEr will sic 'betraten". Lichtspstle, SelterÄoeg,Die Er­dechse" und ,Lachc Bajoz^o".

LU. Von der Landesuniversität. Pros. Dr. Fr. Heiler spricht am kommenden Mittwoch 8 Uhr abends im Großen Hörsaal der Universität überDie B-dcutung der vergleichen­den Neligionsgeschichte für die religiöse Lage der Gegenwart". Die gesamte Studentenschaft ist da­zu erngeladeu.

** Liebigmuseum. Tie Bolksvorlesuug von Herrn PMsesor,Tr. Bürker am Sonntag den 4. Juli über den roten Blutfarbstoff mit Temvnstratvonen nur stark be ud)t. Das Thema erregte lebhaftes Interesse und wurde durch ex­perimentelle Behawiluug g.-m<inver! «Äidlich dar­gestellt. Tie Brrl sungm im Lrebigmriseum f)ab<n lArck-aus naturw.scnschiftliche,i (£1,«ratter und er­gänzen den Lehrplan der Universität an offen!» lidten Vorlesungen. Es solgl im Sommer,emester noch am 18. Juli der Vortrag des Herrn Haupt­mann Gut schm idt über Technik und Er­findung im Gebiet des Kupferstiches der Radierung und veiwrnd er Kans c len, ferner ein Vortrag des bekannten Naturforschers Baron von U x k ü l l aus dem Gebiet der T ie r ph y s i o- logie. Tie löefidXigr.ingeit des Museums fin­den Sonntag um 12 Uhr unentgcl.lich unter Füh­rung durch je zwei Mi glieder des Mufeu.ms- ausschusses, wochentags ggen Zählung eins Bi- träges oan 2 Mk. als Mitglied für das laufende Jahr unter Führung durch Architekten Burg statt. And) audtoärtige Deuck)er ftnden sich in wachsender Zalst ein. Das Museum enlwickelt sich

Unterstufe: 1. O. Wacker 71 P., 2. H Felsing und K. Braun 70'/.. P., 3. H. Bette' 69'/» P 4. E. Langsdorf 68'/» P., 5. W. Zir bus 67'/» P., 6. E. Hering und E. Tilges 67 P. 7. E. Balser 66 P., 8. O .Rühl, N. Sd)>M und W. Hahn 65^2 P-, 9. K- Pfeil und A. Bet 65 P., 10. Halterkoru 64'2 P. Den NackMitva) füllten noch Gesellschaftsspiele und Faust. ballspiele aus, die Sieger des Marburger Turwt Vereins turnten am Barren und Pferd. Am 1'lbenV führte die Damenabteilung des Gießener Tur«» Vereins Stabübungen nad) dem Takte der Musil aus. Die schönen Vorführungen hatten eine großs Zuschauermenge herbeigelockr Wie der Turner sia noch bis ins Alter körperlich lüdytig erhaltei kann, zeigte der 52jäl)rige Turner H. Heues- Bad-Nanheim, der im Altersturnen 70 Punk» erreichte. Der Besud) war auch am ^.Nontag red, gut, und die Gießcncr Turner schäft kann mit Ge­nugtuung aus den über alles- Erwarten guten Ver­lauf des Gaufestes zurückblicken.

Zu unserem gestrigm Berickste sei atot nackgetmgeir, daß das schönste Faustballspiel vo\x der 2 M<urnscl>aft des M.-T.-V. Gießen unl des T.-V. 1846 gespielt wurde. Tas Spiel en­digte mit 121:10/ zu Gunsten des T.-V. 1846 Es ist dies die höch.ste Punkt-ahl, die bei der Spielen erreickst wurde.

Stadtverordnetenwahl in Saarbrücken. I laß. Dic Polizei war machtlos. Erst nach stun ' denlangem Bemühen gelang es dem Führer der Arbeiterorganisationen unter der Ver­sprechung sofortiger Veihandlun/.en die Menge zum Abzug zu bewegen. Im Anschluß hieran sanden int Ra/Hause Beratungen Zwi­schen einer Kommission der Demonstranten und einer Anzahl Geschäftsinhaber und den Führern dec Gcwerkfchaften statt, die nach itürmischer Debatte eine 50prozentigi Herabsetzung in al le n Sch uhw arc n erzielte. Auch über eine wesentliche Herabset­zung der Preise der Lebensmittel und der not­wendigsten Bedarfsartikel wird zwischen den maßgebenden Stellen verhairdelt. Das Ergeb­nis der Beratungen wurde einer großen, aus dem Marktplatz versammelten Menge vom Balkon des Rathauses mitgereilt, worauf die Menge schließlich auseinanaerging.

haben. Wir bürten uns nicht fragen, ipas haben wir von der Berufsorganisation? Wir müßen vielmehr fragen:Was tonn ich durch meinen Beitritt und meinen Beitrag nützen?" Immer muß man die Sache über die Person, immer das Ganze über das Ick) stellen. Wir müssin in den gesetzgebend.n Köpersttp ten v.rtret-m sein, weil wir 1 veite Gebiete des Wirtscl)astslece.ls am besten beurteilen können, w:il wir mitsd-asfen und mit- verbrauch.u, weil wir Schäden trfennen und zu ih er Mi.ellung beitragen f im n . So müssen wir uns als Ziel stecken, den G»danken unserer Be- rufsorgainsation cmszubilden und so viele von ihrer Notwendigkeit zu Überzügen, daß wir int Reidzswirtschastsrat sordern können, als beson­dere (Gruppe anerkannt und O Ttretcn zu sein. Je­doch kamen in diesem Jahr auf 100 Hausfraiien 10 Prozent, die Hausangestellte hielten, dieser Satz wird noch zurückgegangcn sein. Hausfrauen und Hausangestellte sind je durch 2 Mitgli<-der ver­treten. Sonach müssen wir in viel größerem Maße

3. K. Fisch 68 P., 4. S. Lange 67'/» P., 5. Drechsler 67 P., 6. P. Zöller 66'/» P-, 7. Gengnagel 62 P., 8. W. Airnold 61 P., 9. W.i Loh 60 P., 10. W. Fester mit 59'/» P. unil K. Spieß mit 59 Punkten.

Am Fesstvnntag schlossen die tunterifd)en Voi> führungen mit dem Stellen von Leiter-Pyramiden durch die Gienener Turnerschaft. Der Fest- man tag galt der Jugend. Um 2 Uhr wurde am Jahngedenkstein ein Schülerzug aufge­stellt, an dem sich Schüler der Volksschulen und 'höheren Schulen beteiligten. Lehrer Kling, erslec Sprecher d:s MTV., hielt ein.- Ansvradx Er dankte den Schülern, die dem Rufe der Gießener Turnerschast gefolgt seien, gerade auf, der Jugend ruhe unsere Hoffnung auf eine bessere Zukunft des Vaterlandes. Schon einmal waren vor IOC Jahren Männer an bcr Arbeit, das deutsche V^ll burd) Ertüchtigung ber Jugenb aus ber Kned;t- schäft zur Freiheit zu führen, barunter and) Jahn, bessen Bilb hier als mahnendes Vorbilb stehe. Nachbem ber Schülerzug auf Oswalbsgarten ein getroffen war, begann bas Jugenbwettur nen. Es beteiligten sich 267 Schüler unb 11 Riegen. Der Fünfkampf schrieb zwei Geräte Übungen (Barren unb Pserb) unb brei volkstüm lid>e Uebungen (Balllneilwurf, Laufen 100 Metel unb Freiweitsprung) vor. Die 9iamen der zehr' ersten Sieger in der Oberftufe sind: 1. Wilh Bingel mit 72'/8 Punkten, 2. W. Seipp 70 P. 3. K. Fstcb 68 P., 4. S. Lange 67'/» P., 5. W.