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gelegt, auch batten die Bürger Quartiere in ge» itüoenber Zahl xur Unterbringung yux Verfügung «stellt. Vertreten waren Vereine aus Fulda. AIS- ftlv, Friedberg, Büoingen, Gfebern, Nauheim, Kastel, Offmbach, Frankfurt, Giißen u. a. One. Tank der tresslicken Leitung kannten sich unter den versch.-^Tnsle:! Schiedsrichtern bald die hxuuienb» sten Kümpfe entwickeln und die Barläufe ausgetra- gen roerd u. Bis pitr Mittagspause siegten im Scch- to>Fußballipiel in ftlaJcA: 1. Preis Reichswehr Fulda, 2. Preis Fb -Cl. Hanau, 3. Preis ^ö.-Cl. German.« Orienbcrg. In Klas-e B: 1.Preis Fb- Cl Gedern, 2 Preis Fb.-Cl. Büdingen, 3. Preis Fb.-Cl. Dterrkcöbel. Die Kämpfe in der dritten Kftp'se waren nach nicht bceiidigt.

8 Ortenberg, 12. Juli. Auch der Nach­mittag unseres Sportfestes verlief glänzend. Das herrliche Sommerwetter hatte über 1000 Zuschauer auf den Platz geführt. Dank einer mustergültigen Organisation und Leitung gingen die Kämpfe sehr rasch von statten, so daß sie trotz der zahlreichen Meldungen nachmittags um 6 Uhr vollständig be­endet toarcn. Die Preisverteilung wurde abends im Mauergarten vorgenommen. Es erhielten Preise: Fußball-Sechserspiele, K l. A, 1. Preis und Dameupreis Neichswehrregiment 11, Abt. Fulda. 2. Preis Fußballklub Melitta Hanau. 3. Preis Fußballklub Germania 1907 Ortenberg. Klasse ö: 1. Preis Fußballklub Allemannia Ge­dern. 2. Preis Verein für Rasenspiele Büdingen. 3. Preis Turngesellscha t Bruchköbel. Klasse C: 1. Preis Fußballklub '21tentminxi Gedeon. 2. Preis Sportklub Teutonia Kohden. 3. Preis Sportabtlg. des Ernst-Wolsgang-Gymnasiums Büdingen. 50- Meter-Lauf für Erstlinge: 1. Pr. Death, V. f. B. Friedberg. 2. Preis Demmes vom selben Verein. 3. Preis Sperber, Fußballklub Germania Schotten. 50 -Meter-Laus f. Anfänger: Groh, Kickers Offenbach. 2. Preis Mohr, Kickers Offenbach. 3. Preis Reinhardt, Kickers Offenbach. 50-Meter-Laus für Junioren: 1. Preis Krämer, V. f. "B. Friedberg. 2. Preis Klüber, Fußballklub Kickers Offenbach. 3. Preis Dorn, Sportverein Bad-dLauheim 100-Mtr.-Laus fürErstlinae: 1. Pr. Schwarz, V. f. B. Fried­berg. 2. Preis Death, Friedberg. 3. Preis Triebel, Fußballktz Mainz-Kvstel. 10 1 Mir.-Laus f. Ans: 1. fPr. Austaen, Sportv. Bad-Nauheim. 2. Pr. Reinhardt, Kickers-Offenbach. 3. Pr. Groh, Offenbach. 100-Meter-Lauf für Ju­nioren. 1. Krämer, Bi s. B., Friedberg, 2. Dorn, Sp.-B. Bad-Nauheim, 3. F. B. Cl Alsfeld, Weber. bO-Meter-Lauf für Senioren. 1. Krä­mer V. s. B. Friedberg, 2. Klüber, Kickers, Offenbach, 3. Fatz, Sp. B. Bad-Nauheim. 100- Meter-Lauf für Senioren. 1. Reinhardt Kickers, Offenbach, 2. Austgen, Sp.-B. Bad-Nau­heim, 3. Roller, Reichswehr-Schützen-Re gt. 22, O. K. 200-Meter-Lauf für Senioren. 1. Groner, V s. B. Friedberg, 2. Sgt. Gutbrod, ReichSivehr Schützen-Rgt. 22, 3. Decherr, F. B. El. Alsfeld 1906. 400-Meter-Lauf für Se­nioren. 1. Sgl. Gutbrod, R.-Sch.-Rgt. 22, 2. ©tcnmüller, V. f. B. Friedberg, .3. Brauer, Sp. V. Bad-Muheim. 800-Meter-Lauf. 1. Warthorst, B. s. B. Friedberg, 2. Bartholmai, B. f. B. Friedberg, 3. Stegmüller, B. f. B. Fried­berg. ^.000-Meter-Lauf. Bartholmai, V. f. SB. Friedberg, 2. Warthorst, B. s. B. Friedberg 3. Wichel, Geliertschulver.rn Fmnkfurt a. M. 4X1 00-MeterStaffel für Erstlinge. 1. Sp. B. Bad-Nauheim, 52 Sek., 2. F. B. Cl. Mainz-Castel, 52 Sek., 2. Gellertschuloerein Frank­furt a M., 528/6 Sek. 4X10 0-M e ter - S t a f- fel für Anfänger. 1. Kickers, Offenbach, 48*/, Sek., Sp. V. Bad-Nauheim, 49i/5 Sek. 4x1 00-Meter-Staffel für Junioren. 1. V. s. B. Friedberg, 476/, Sek., 2. Kickers-Offen­bach. 4x1 00-Mtr.-Staffel f. Senioren. 1. V. f. B. Friedberg 48 Sek., 2. R. Sch. Ry 22/7. Treikampf (100-Meter-Lauf, Doch- sprung, Kngslsusßenl: Ba^hudrechn: mit 270 Punkt. Tiökus: 1 Bahnbrecher, 2. Th. Goebel, Gellert- schulverein TVranffurt a. M., 3. Reuter, F.-Cl. Meerlzo'.z Speerwurf: 1. Högl), F.-B.-Cl- Laubach, 2. Schmidt F.-B.--Ä. Alsfeld. Kugel­stoßen 71/4 Kg.: 1. Reuter F.-Cl. Meerl-olz. Dvchsprung: 1. Bähnbrecher 1,60, 2. Muth Bad-düauhnm. 3. Stotz-Lembach. Stabhoch­sprung: 1. Bahnbrecher 3,15 Meter, 2. Schauer- mann V. f. B. Friedberg 3 Meter^ 3. Schmidt L>M.-Cl Alsfeld. Weitsprung: 1. Schmidt F.-B.-Cl. MSfeld 5,50 Meter, 2. Judersleben V. f. B. F-riedbera, 3. A. Schmidt F.-B.--Cl. Msfeld. Fußballweitstoß: 1. Triebel, F- B>-Cl. Maiiiz-Kastel 50,10 Meter, 2. Groth, Reichswehr Sckiützenr.'giment Gießen, 3. Dorst, Turngcsel.schaft Bruchköbel. Ein Tanz in 3 Sälen Vereinigte abends die BeveinsmitaLteder mit den zurück^eb iebenen GAsten bis zuni frühen Mor-:n, eine Verlosung sorgte für die nötige Abwechselung. Außer den bereits genannten Vereinen beteiligten sich solche aus SüH.eNhausen, Meerholz, Sck>otren, Kohden, Gießen, Tüoelsheim und Laubach. Dir Festrede hielt morgens vor dem Abmarsch der Ehrenvorsitzende Friedrich Lenz iun., die Daupt- lEckung lag in den öärtben von Kaufmann Göbel, der dllrch D. Pfeiffer u. a. unterMtzt wurde. Ter Reinertrag des Festes dürfte dem gbsinzenden Beckauf entsprechen.

Friedberg, 12. Juli. DerWet- tera u er Reiter verein" veranstaltete heute nach eiiier durch die Krwgszeiten verursacksten sünf- lührigen Pause sein 5. Reitersest, welches, wie man vorausschicken muh, von keinem seiner Vorgänger was die allgemeine Teilnahme betrifft, erreicht worden ist. Schon mit den Morgenzügen trafen große Scharen von Teilnehmern hier ein, und bei Beginn des Festes hatte sich, begünstigt durch das herrliche Wetter, eine vieltausendköpfige Menge auf dem Sportplätze, der städtischen Seewiese, ver­sammelt. Hunderte von Fuhrwerken aller Art, vom elegantesten Landauer bis zum einfachen Kasteuwägelchm rollten in ununterbrochener Reihenfolge durch die Stadt. Das Programm bot mit 14 Nunilnern eine reiche Abwechslung, die Zahl der Nennungen erreichte 150 und mit gespanntester Aufmerksamkeit verfolgten die Zuschauer den Ver­lauf der sportlichen Darbietungen. Mit Genug­tuung konnte man feststellen, daß die Wetterauer Landivirtschaft trotz der hinter uns liegenden schweren Kriegsjeiten über ein in jeder Beziehung erstklassiges Pferdematerial verfügt. Man hätte vielleicht wünschen können, daß neben der Vor­führung der eleganten Rest- und Fahrpferde auch die schweren Gebraucktspferde etwas mehr rur Gel­tung gekommen wären und dadurch auch die prak­tische Seite ettvas mehr hervorgehoben würde. Das Rennen verlief, trotzdem auch mehrere Stürze vor- famen, ohne jeden ernstlichen Unfall und zur all­gemeinen Befriedigung. Die Preisverteilung, zu der von feiten vieler Vereine, Behörden und Pri- oalpersonen zohlreicke wertvolle und praktische Preise gestisret wurden, fand nach Schluß des Retinens im .Hotel Trapp statt, wo Wilhelm Bausch von Nieder-Wöllstadt rn einer Ansprache auf den

praktischen Wert beramger Veranstaltungen hin­wies.

Gießener Strafkammer.

Der Fuhrmann V. D. von hier wollte im Januar 1919 von der Johannesstraße in die Reuen Baue einbiegen. Als er gerade aus den Gleisen der Sttaßenbahn war, sah er einen Wagen vom Marktplatz her heranfahren. Trotz aller Be­mühungen gelang es chm nicht, mit seinem Wagen über das Gleis zu kommen. Da der Straßenbahw wagen trotz allen Bremsens bei dem schlüpfrigen Boden nicht sofort zum Stehen zu bringen war, kam es zu einem Zusammenstoß. Tie Straf­kammer bestätigte das den Fuhrmann freisprechende Urteil des Schöffengerichts, da auch in der Be­rufungsoerhandlung ein Verschulden desselben nicht festzustellen war.

Zwei Gießener Einwohner, die im April d. I. aus einem verschlossenen S^rll in der Sonnenstraße zwei Dasen und ein DuÜM. geübten hatten, erhielten je 3 Monate Gefängnis. Zwei andere jugendliche Diebe wurden mit einer bzw. acht Wochen Gefängnis bestraft.

Das Kreisgesundheitsamt Alsfeld hatte Ende vorigen Jahres öffentlich die Bevölkerung vor den unwahren und unlauteren Anpreisungen besttmm- ter N at u r he il ku ndi g er gewarnt. Die Pastor G. M. Wwe. von Bonn, eine Anhängerin und Lehrerin der Augendiagnose, hatte daraufhin dem 5treisgesundheitsamt in einem Zeitungsartikel vorgebalten, es handele nicht ehrenhaft und ihm Unwissenheit vorgeworfen. Weil sie hiermit die Grenzen einer zulässigen Verteidigung überschritten hatte, war sie von dem Schöffengericht zu 30 Mk. Geldsttase wegen Beleidigung verurteilt worden. Ihre Berufung wurde aus den gleichen Erwägun­gen verworfen.

Der Steinhauer D- Sch. von Mayen hatte sich im Derbst vorigen Jahres als Oberleutnant und Rittergutsbesitzer Ackermann in einer Pension in Bad-Nauheim eingemietet und verschiedene Be­trügereien verübt. Er wurde zu 8 Monaten Ge­fängnis und 6 Tagen D-ast verurteilt; bei der Strafzumessung wurde seine geistige Minderwertig­keit strafmildernd berücksichtigt.

Blutfze Schlägerri im Gerichtssaal.

fc. Frankfurt a. M., 12. Juli. Recht leb­haft ging es heute morgen nach einer Gerichts­verhandlung zu. Der Besitzer eines Radler-Eil- boten-Jnstituts war von oer Anklage der Unter­schlagung von ihm an Der trauten Sachen freigespro­chen worden. Dies brachte den angeblich Bestoh­lenen derart in Wut, daß er sich auf den frei- gesprochenen Angeklagten stürzte. Nun entstand eine allgemeine Schlägerei, an der sich auch die Zeugen beteiligten. Eine Frau wurde dabei blutig geschlagen, wobei ihr die Bluse buchstäblich vom Leibe gerissen wurde. Infolge der Aufregung erlitt ein Mann einen epileptischen Anfall, so daß er aus dem Saale getragen werden mußte.

Der Kognakschitberprozrß.

X Aschaffenburg, 11. Juli. Der vor dem unterfränkischen Schmnirgericht sich abspielende wrufee Kognakschieberprozeß geht feinem Ende entgegen. Bekanntlich handelt es fidVbabet unt Scl)iebungen im Werte von mehreren Millio­nen, in die Kaufleute, ehemalige Studenten, ein päpstlicher Geheimkämmerer uff. verwickelt sind. Gestern wurden einige Münchener Zeugen un­beeidigt vernommen, weil sie der strafbaren Teil­nahme un der Kognakschiebmrg verdächtig sind. Bon girieret|e waren Sie Aussagen des Kaufmanns und berleutnants d. Res. Kaiser, der eine Zeitlang persönlicher Adjutant des bayerischen Ministers Roßhaupter nur. Kaiser, der vor Kriegsausbruch als Kaufmann in Lion tätig war uni) als Eng­länder verkleidet nack) Deutschland entkommen ist, wurde nach veni Umsturz in Bayern von dem Ober- kommandterenden in München, Lt. Königsberger, ins Militärmmisterium kommandiert, wo er in vielen Füllen selbständige Entscheioungen zu treffen hatte. Ter wegen Verdachts der strafbaren Teil- nahme an dem Schirapshandel unbeeidigt vernom­mene Zeuge gibt zu, daß im De-em der 1918 die Angeklagten Baron Moser und Kaltenbach in Be­gleitung des ebenfalls der Mitwirkung an der Schieberei oerdäcbtigen damaligen Referenten des Vertehrs.ckats im Militärministerium, Pringsheim, bei ihm er dienen und unter Varweis einer Em­pfehlung des Dberfjmmontierenben in Würzburg, T-r. Matthes, die Freigabe des fort lagernden Deercssprits im Werte von 10 Millionen Mark an den freien Dandel erbaten. Tic Bittsteller schütz­ten ein Siaatsintevesje vor. Kaiser, der angeblich nickst wußte, daß der Sprit beveits gerichtlich be- schlagnahrnt war und dein kein Zweifel an der Illegalität dieses Geschäfts nuffam, stellte eine Vollmacht über Freigabe des Sprits aus, damit Dato Geld bt die leere Staatskasse komme. Aus Be­fragen des Gerichts gibt Kaiser yu, daß ihm bei «anderer Gelegenheit Pnngstxim gesagt habe: Wenn an» dem Geschält ein Gewinn herauSkommt, werde ich Ihnen von meinem Gewimi 30 000 Mk. abgeben, damit Sie sich eine neue Existenz gründen können". Darauf will Kaiser ertobert haben:Nur, wenn es sich um ein einwandfreies Geschäft han­delt". Wegen dieser Angele«,cl>eit schwebt gegen Kaiser ein Militär gerichtliches 23er fahren. Ter Zeuge glaubt, daß Baron Moser sich kaum für den Handel verwendet l»aben würde, wenn er hätte ahnen können, daß die Unterlagen gefälscht waren.

Kunft MMd rv fssch«,ft

h. Nidda, 12. Juli. Der 6. Trin.ta'is- sonntag gestaltete sich für Nidda za einem Festtag des Evangelischen Bundes. Varmittags ptedigte Gmeralseßvetär des Hess. Hauptvereins, Pfarrer Haupt aus Darmstadt, über des Pe rns Mscbzug. Für das Wald.eit am Nachnittag stand ein äußerst günstiger P atz zur Verfügung. D r ge­mischte Chor von Wallernl-ausen unter L itung von Lehrer Wien hatte den gosang ichen Teil des Jestes übernommen. Pfarrer Her.nann begrüßte die Beriammlung im Namen des V zirk vcr andes des Eoang. Bunde« zu Nidda; Pfarrer Haupt hie t die Festreüe Den Hauptteil des Festes bil.ete das vieraktige Schauspiel'A n d r e a s Hofer" das von Mitgliedern der Bess.mg r 3ugeni)t)e.einigung aufgeführt wurde. Drettausektt) Festgäste lat'.en sich aui der Wiese gdag rt Die V* 1 Ko ten des öeltej wurden durch die Geb-'sreudtgkeit der Fest- gäste, die über 1800 Mk. spendeten, geoeckt.

Handel.

Berlin, 12. Juli Börsenbericht. Tie Börse eröffnete kauflustig, da die Hoffnung auf ein erträgliches Ergebnis der Verhandlungen in Spaa bei letzt und ixe Erwartung einer vermehrten B-sst:abtgnnc' der heimischen Industrie durch die Wiedcrtzerstellungsarbeiten in Frankreich vorhan­den ist. X.» unvermindert bestehe,Interesse

für Petrol cumaktten, von denen Deutsche Petr>- leum zu 886 und Deutsche Erdöl zu 1775 um* grsetzt wurden, beeinflußte ebenfalls die Börse gut. Tie KürSbefierungen für tenaftivn, Färb- und ElektroweNe beliefen sich leiluxie auf 10 Prozent. Pkw nix gewannen sogar 17 Prozent, B'smarck- dütte 12 Prozent und deutsche Kalt 21 Prozent. SpLtetchin wirkte die Meldung des Mrttagbblattes von einer kritischen Gestaltung der Holten frag? rn Spaa auf den Verkehr einschränkend, ohne die KurSlBvegung wesentlich zu bceinflln'fen. Kolonial- werte waren vernachlässigt und wenig verändert. Von Sck'iffahttswerlen waren Argo, Hansa und Paketfahrt mehrere Prozent höher. Ter SüUagc- mnrft war ruhig und behauptet.

Frankfurt a. M., 12. Juli. Börsen- stimmungsbild. Am Petroleumakticnmarkt herrschte Abgabeneigung vor. Teutsch? Petroleum st^vächer 882876. Deutsch? Erdöl 1710. Julius Sichel waren gut gehalten 1310, Ludwig Ganz zogen etwas an 195197. Tas Geschäft auf den übrigen Gebieten blieb ruhig. Mit^ Ziücksicht auf die Gestaltung der Kohlen frage in Spaa zeigte die Spekulatian Zurückhaltttng. Oberbedrrs konnten sich mit 219. ziemlich behaupten. Bochumer erfuhren dagegen eine wertere Steigerung von 8 Pro;, auf 311., auch Kali West errege In gingen 3 Proz?,tt höher nm (608.). Mannesm rnn gewannen 3 Pro­zent auf 381,, Schonlnnabahn 679., Oesterr. Stenttsbahn 228.-- plus 2 Proz., Kasf'a-Jndusttie- werte in der Mehrzahl sest?r Schuhs. 7'Lug. Wes­sels notierten 236., Sektkellerei Feist 302., Bad. Anilin 440.. Daimler Motoren sind um 33/< auf 229. gebeftert. Adlerwerke Kteyer ab­geschwächt (230.). Silberhütte Braubach 165. plus 3 Proz. Hamburg Paletfalnt verloren 2 Proz auf 182 75. Gefragt waren Metall bank 215,50. AEG. 297. minus 2 Proz. 5 Proz. Reichsanleihe 79,50. Chemische Golbfännidt wurden um weitere 11 Proz. auf 391. gesteigert. Bang. Hoch- und Tiefbau bei regem Geschäft 139. plus *4 Proz.

Frankfurt a M., 12. Juli. Getreide­markt. Das Geschäft bleibt weiter ruhig. Der Handel bescknänkt sich auf wenige Artikel. Die Tendenz im Hafergeschäft schlug in vergangener Woche bereits zur Abschwächung um, doch wurden heute vereinzelt höhere Preise erzielt. Hülsen­früchte sind zu FutterUvecken gesucht. Für Vik­toria- und kleinere Erbsen wurden bessere Preise angelegt. Lupinen behaupteten ihren Stand der Vorwoche. Kleinere Ware zur Saat gesucht und fest. Für Wicken bestand Kauflust. Heu hat sich wenig verändert. Neues Heu wird höl>er bewertet. Stroh wenig beachtet.

Frankfurt a. M., 14. 3ult

Teviseumarkt.

Amsterdam-Notterd. 1348,65 1351,35 1346,65 1348,35

Berlin

10.7.

50

79

151

182

50

457

440,

291

25

229,

230

230,

295,-

295,-

292

317,

219,

286

280

297,

176,

215

268

811,

286,

141,bO 182,75

261.50

230,-

340,35 634,65

635,65

848,35 157,70

227,75

149,90

38,17

320,35

683,20

613,15

22,78

26,08

85,10

23,40

230,- 266,75

235,-

12.7.

79,50

16, - 11,95 444,50

10.7.

14,70

Geld Brief

12. Juli

12.7.

14,70

7,45

15,80

11,95

VUrf»otiermi|<K.

Datum:

Schluß- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kvrs

GeldBrief Datum: 10. Juli

12. 7.

79,50 71,20

60,50 70,20

152,- 261,- 199,25 162,75 151,50 141,- 182,-

178,30 306,50 284,75 301,- 314,-

218,75 266,- 424,- 438,-

343, - 295,-

175,13

V-rsenkurs«.

Franks utt

Amsterdam .

Stockholm. .

L>i«r .. . .

«Prag

10.7.

79,50 71,20

60,60

70,10

151,50 260,-

199,25 163,25

151,50 141,

180,50 177,- 295,- 282,-

297,- 303,- 218,-

266,50 409,- 434,- 343,-

290,

172,-

Datum: 5°/tzDeut.Kriegsanl. 40'0Deut.71ei<f)5anl. 3°/gDeut.Reichsanl. 4° Preutz. Konsols Darmstädter Bank Deutsche Bank . . . Disconlo- Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik.-Pakets. RorddeutscherLloyd Boch.Gußstahlwrk. D -Luxemb Bergw. Eelsenkirch.Bergw. Haepener Bergbau Obe schl. Eisend.-B. Oberschles.Tisenind. Phönix-Brgh.«Akt. Bad.Anistn-u.Soda Höchster Farbwerke Elektr. A. E. G.. . Schuckert-Merke. . Felten - Guilleaume Daimler Bad-Eifemv.-Akt. Adlerwerke . . . . 4°/oHefl. Staatsanl. (Electron Griesheim

343,35 635,65 638,15 885,85 157,70

229,75 152,15

38,55 322,35 685,70 618,15

21,13 26,18

85,10

23,63

342,65

634,35

636,85

854,15

157,30

228,75

151,85

38,45

321,65 684.30 616,85

21,47

26,12 84,90

23,57

339,65 634,35 634,35 846,65 157,30

227,25 149,60

38,07 319,65 681.80 611,85

22,72 26,02 84,90 23,34

Drüstel-AntwerPen . Christiania Kopenhagen Stockholm fielfingfots Italien , London Nero-Hark Paris Schweiz Spanien Men (altes) . ... Deutsch.Oesterr. atzz. Prag Budapest Bulgarien Monstantmopel. . . .

** Die Frist zur Anmeldung beut* scher F orderunaen beim Reichsausgleichsrmt ist, wie bednmt, nochmals bis zum 31. ^fult ver­längert worden. Mit einer weiteren Verlängerung über den 31. Juli hinaus ist indes nicht zu rech­nen. Wer auch die neue Nachfrist unbenutzt ver­streichen laßt, seht sich der Strafverfolgung gemäß 8 64 des Ausgletchsgeietzes aus und bat außerdem zu getoärtigen, daß seine Forderung, deren An­meldung nicht innerhalb der genannten Frist erfolgt ist, nach §§ 15 unb 18 des Ausgteichckgesetzes ihm entzogst intb auf dos Reich übertragen wird. Im Interesse aller deutschen Gläubiger, die Forberun- gen gegen einen am Ausgteichs»erßchven teilneh­menden St-Lit besitzen, liegt es daher, die Amnel- biaig so schnell als möglich zu bewirten, damit sämttiche ausgleichspflichtigen Forderungen bis MM 31. IM 1920 angemdbrt Vtnb-

(3n einem Teck der Auflage wiedntzstt.) Der KphlenwirtfchaftspiLN.

Spaa, 12. Juli. (WTB.) Der den Alli­ierten von Deutschland tx>rgetegte Ko hlenwirt- schaftsplan lautet:

Unter der Voraussetzung, daß die Maijöide- nntg im Durchschnitt pro Arbeitstag erhallen und wie im Atonal Mai zur Verfügung tes- Rnäis- kommissavs für die Ävolenversorguiig bleibt, bieten wir den Alliierten eine Menge von 44000 To. im Durchschnitt pro Arbeitstag zur berorredüig- tcii Lieferung an. Deutschlands Industrie, Land­wirtschaft und Hausbrand werden bei dieser Pro­duktion und dieser Lieferung an die Entente unter her Annahme, daß gegenüber 1913 fein wesentlicher Mehrbedarf eingetreten ist, nur mit rund 58 Proz. desVerbrauchs von 1913 beliefert. Bei der Be­rechnung dieses Prozentsatzes ist der Mrlnverdrauch infolge stärkerer Quallläisverschleckterung nickst Ix rücksichtigt worden . Wir beabsichtigen 50 000 Bergleute jährlich neu einzustellen und für sie die erforderlichen Wohnungen lierziistellen. Wtr er­warten hiervon eine Mehrfor^rung von 0,7 To. pro Mann und Tag Von der Meln-förderuna, die über den arbeitslägtichen Durch cinritt im Monat Mat 1920 (rund 440 000 To bet 23 Arbeits­tagen) erreicht wird, erhalten die alliierten Mäcbtv für das erste Iain 40 Prvz., für das nächste Jahr 25 Pwz., mäbreitb die restlichen Prozente zur Verfügung Deutschlands bleiben werden.

Blätterstinnn?n.

Paris, 12. Juli. 'WTB.Journal des D e b a t s" verteidigt die Haltung Mil- lerands, dessen Sprache die eines nnrklichen Staatsmannes gewesen sei. (Steifenüber gewissen Kritiken in der heungen MorgenpnKse sagt dys Matt: Frankreich verfolgt »loei Ziele: Es will Deutschland in die Unmöglichstit versetzen, mili­tärische Unternehmungen wieder zu be timten und will von ihm Wiedergutmachungen. Um dies zu erreichen, müsse man tu polittscher Hinsickst stark sein. Man müsse sich aber auch bemühen, eine ivirtt'chaftliche Lage zu schaffen, damit man Zah­lungen erhalten könne. Atan müsse nur eine methodische klar sehende Politik anwenden. Die Männer, die das Heil nur in zänkischem Vor gehen sehen, scheineit aus dem falschen Wege zu sein Folge man ihnen, so erwecke man den An­schein, daß man an Frankreichs Kraft zweifle und man werbe sich dadurch um den materiellen intb moralischen Nutzen des Krieges bringen.

Zusammenkunft des Völkerbundes.

Washington, 11. Juli. (Wolff.) Reuter. . Amllich. Die erste Zusammenkunft der V öl kc.rvu n ds vor sa m m lu n g ist auf den 15. November festgesetzt.

Der dmtsche Abftimmungssieg im Osten.

Königsberg, 12. Juli. WTB.? 1 Uhr nachts lagen folgende Teilcrgebansse Dor:

Lötzen-Stadt: für Deutschland 4909 Stimmen, für Polen 3 uni) 3 ungiftige Stimmen.

Lötzen-Kreis (vorläufiges (frgebitU, 20 Bezirke fehlen noch): für Deutsckstand 28923, für Polen 9 Stimmen.

Lvck - Kreis (vorläufiges Ergebnis aus 84 Bezirken ohne die Stadt Lyck): für Deittsck^and 11 484 Stimmen, für Polln 20.

Ortelsburg: für Deutschland 5336, für Polen 15 Stimmen.

Ortelsburg-Kreis (Teitergrb'ns,: für Teutschftrnd 25 824, für Polen 270 Stimmen.

Bifchofsbnrg-Stadt: für Deutschland 3400, für Polen 49 Stimmen.

Marggrabvwastadt: für Deutschland 3913, für Polen keine Stimme.

O l e tz k 0 - K r e i s: für Deutschland 21885, für Polen 1 Stimme.

Oster 0 de (vorläufiges Teilergebnis aus Stadt und Kreis): für Deittschland 25 000, für- Polen 500 Stimmen.

Allen st ein-Stadt: für Deutschland 16 752, für Polen 342 Stimmen.

Jvhannisburg-Stadt (10 Bezirke fehlen noch): für Deutschland 2933, für Polen 9 Stimmen.

Arys: für Deutschland 1486, für Poker keine Stimme.

Einzug der Dänen in Nordschleswig.

Kopenhagen, 11. Juli. (WTB.) Tie hie­sigen Zeitungen veröffenllichm lange Telegramme über den Einzug des dänischen Königs in Nord­schleswig. Der König r t: an b r Sptz- eines praßen Gefolges auf einem iveißen Pferde über tue alte Grenze, gefolgt von einer ungeheuren Menschen­menge. Au den König wurden überall Begrüßungs­ansprachen gehalten.

Ein abgelteferttr Zeppelin.

Maubeuge, 12. Juli. (WTB.) Das Luft- toiff L 72 ist am Sonntag vormittag 4.15 Uhr über 9Jäaubcuge angefommen und nach einem wohl- gelungenen Landunasmanöver 5.45 Uhr glatt ge (enbd. Das Luftschiff hatte am Samstag abritb 9.15 Uhr mir einer Deutschen Mftltzung Friedrichs- Haien verlassen. An Bord des Schisses befanden sich auch zwei ftanzösifche Jngenieurossiziere.

Verzweifttte Lage der polnischen Armee.

Brüssel, 11. Juli. (WTB.) Die Gtefanbte schäft der T'chech ^-Slowakei veröffentlicht eine De­pesche aus Prag, warin es heißt: Die Lage der polnischen Armee erscheint verzwei­felt. Tie polnischen Verwaltungsbehörden räu­men Lemberg und flüchten nach Krakau. In Galizien ist die allgemeine Mobilmachung für alle Männer zwischen 16 und 35 Jahren ohne Rücksicht auf die Nationalität angeorbwtt, was in den wriß- ruthenischen Landstrichen zu Unruhm führte. Dem Mobilmachmtgsbeiehl wurde dort feine Folge ge­leistet. Teile der polnischen Armee sollen zu den Russen über gegangen sein.

Spaa, 11. Juli. (WTB.) Nach Czernowitzer Aättern verlangte ein Teil der p Kni schm Armee von den rumenitozn Behörden die Erlaubnis, auf rumänischesGebietzuslüchten. Da diese ixe Neutralität wahren wollten, verweigerten sic bic Genchmigung. Die polnischen Sozialisten ver- [<mgtcn pfortigen Frieden

Kowno, 11. Juli. (WTB.) Nach einer M't- bung der litzrui scheu T- egrapheTuag ntur z ehm sich die Polen aus bcn von umen betetzten Gebieten Litauens zurück. Wilna wird geräumt. Tic litau- isck>m Truppen sind gestern abend 12 Kilo­meter vor Wilna angekommen. Die Russen stehm mit ihren Vorposten in ber Nähe von Swe- letary.

Hilft der Alliierten für Polen?

Spaa, 12. Juli. (WTB.) Reuterweümng Tie Alliierten haben der Sowjetregüntung den Ab­schluß eines Waffenstillstandes mit Polen vor- getolagen auf Grund der Vorrus-etzung, daß sich die Polen innerhalb Lbver rechtmäßigm Grenzen zurückziche«. Dem WaffmMlstaard wird eine Frie- denSlonsereitr aller R-mbfiootm folgm. Wenn die Sowjetregterung es ablehnt ob.T wmn sie die Polen innerhalb ihrer eigenen Gvmzm an«reift, werben .bie Alliierten Polen volle Unterstütz' jung zuteil werden lassen.