Einzelbild herunterladen

Ans SfaM ttitfc CanO.

Giekien, ten 13. April 1920. Vorlesungen für Hörer aller Fakultäten im Svmmersemefter 1920.

(Zu den mit * bezeichneten Vorlesungen werden nur immatrihdierte Hörer wae:affen.)

Dic Ausk ärung in ihren Beziehungen zu Reli­gion und, Theologie. Dr. Krüger. Dienstag 6 dis 7 Uhr. Bürgerkunde (Recht u. Verfassung in Oester­reich). Dr. Zycha. Donnerstag 89 Uhr nachm. Die neue deutsche Reichsverfassung. Dr. Gmettn. Montag 89 Uhr nachm. Rechtsphilosophischcs Seminar (Thema: Grundbegriffe des bürgerlichen Rechts). Dr. Emge. Freitag 46 Uhr. Ver­erbung und Raffenhygiene (mit Lichtbildern). Dr. Huntemüllcr. Freitag 67 Uhr. Hygiene dec Ernährung mit Versuchen und Demonstrationen. Dr. Griesbach. Diepstag 67 Uhr nachm. *Ex- perimenteUe Psychologie und Psychiatrie. Dr. Sommer. Unentgeltlich. Freitag 56 Uhr. Kurs über freiwillige Krankenpflege. Dr. Göring. Unent­geltlich. Freitag 67 Uhr. ^Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Dr. Jesionek. Unentgeltlich, in noch zu bestimmender Zeit. Philosophische Hebungen zur Einführung in die Philoiophie. (Lek­türe von FichtesWesen der Gelehrten^. Dr. Messer. Dienstag 2V2 Uhr pünktlich bis 4 Uhr. Die mineralisä>en Rohstoffe Mitteleuropas. Dr. Kaiser und Dr. Harrasfowitz. Donnerstag 6 bis 71/3 Uhr. Sozialismus, Kommunismus, Anarchis­mus. Dr. Skalweit. Mittwoch 56 Uhr. Grund­züge der modernen Weltwirtschaft. Dr. Lenz. Dienstag 673/4 Uhr. Die Versorgwrg mit Mine­raldüngern unter besonderer Berücksichtigung der Stickstoff wirtschaft Deutschlands. Dr. Kleberger. Unentgeltlich. Montag 67 Uhr. Italien und die Italiener im 19. und 20. Jahrhundert. Dr. Vigener. Mittwoch 67 Uhr. Geschichte der Kriegskunst und der Heeresversassungen. Dr. Ro- loff. Donnerstag 67 Uhr. Meisterwerke der antiken Plastik. Dr. Rodenwaldt. Donnerstag 5 bis 6 Uhr. Von flandrischer, französischer und deut­scher Kunst. Dr. Rauch. Mittwoch 45 UHr. Goethes Faust. Dr. Collin. Einstündig. Die So­nate in ihrer Vollendung durch Beethoven und die nachklassische Sonate (mit Beispielen am Kla­vier). Trautmann. Donnerstag 89 Uhr nachm. Thevretisck)er Kurs über Turnen, Spiel und Sport (s. S. 42). Unentgeltlich. Einstündig. Hebungen im schriftlichen Gebrauch der deutschen Sprache (StilÜbungen). Dr. Faber. Zweistündig. Hebungen im mündlichen Gebrauch der deutschen Sprache (Vortrags- und Redeübungen). Dr. Faber. Ein­stündig. Lateinisch für Abiturienten von Ober­realschulen in zwei Kursen. Helmke. Griechisch für Abiturienten von Realgymnasien und Ober- realschuleu in zwei Kursen. Kling. Englisch für Abiturienten von Gymnasien in zwei Kursen. Dr. Spira.

Ausgleich der Forderungen und Schulden mit Angehörigen der kriegführenden Länder.

Von der Handelskammer Gießen wird uns folgendes geschrieben: Die Vorarbeiten für die Durchführung des in dem Friedensvertrage vor­gesehenen Ausgleichverfahrens für die Auslands­schulden und Äuslandsforderungen sind soweit ge­diehen, das; das Reichsausgleichsamt in Kürze seine Tätigkeit aufnehmen wird. Es werden als­bald Aufforderungen ergehen, um die deütschen, am Ausgleichsverfahren beteiligten Forderungen sestzusiellen. Damit keine Verzögerungen eintreten, werden diejenigen Firmen, welche Forderungen an Angehörige der krieg führenden Staaten haben, aufgefvrdert, schon jetzt alles für die Anmeldung ihrer Forderungen vorzubereiten, insbesondere aber das gesamte Material zusaminenzuftellen, damit die formelle Anmeldung sich sofort bei Beginn der Tätigkeit des Ausgleichsamts vollziehen kann.

Gültige Lebensmittelmarken

für die Zeit vvm 12. bis 18. April 1920.

Brot: 1850 g Brot oder 1370 g Mehl. Brot Kg 1,25 Mf., 80pvoz. Weizenbrotmehl M. 1.50 Mk., 90prvz. Weizenbrotmehl 1.44 Mk.

Butter: Marke 15: 125g Kokosfett zu 3.50 Mk.

Fleisch: Wvchenabfchnitt 15. Metzger für Fremde: Martin Nagel, Kwsdorfer Straße 2.

Zucker: für April noch nicht eingetroffen.

Nährmittel: für April noch nicht ein» getroffen.

N ährmittel und Zucker für Zu- gezoge ne: H. Arnold Nachf., Kaiser-Allee 19, .Gebr. Noll, Bahnhofstraße 6, Konsum-Verein, Verkaufsstelle 11, Frankfurter Straße, Georg Wallenfels, Marktplatz 21, Chr. Bieker, Neu- ftabt 59.

Zucker sür Kranke: Chr. Bieker, Neu­stadt 59.

Nährmittel für Kranke: W. Haas, Bleichstraße.

Mehl für Kranke: G. Geisse, Selters­weg 2.

Nährmittel und Zucker für Fremde: Emmericher Waren - Expedition, Seltersweg.

Seife: Marke für April: Anteil 125 g K--A.-Seif en Pulver das Pfund zu 2.10 Mk.

** Bei der städt. Fff s chv ertei l ungs- st e l l e, Marktlauben, treffen morgen Mittwoch und am Donnerstag größere Mengen lebendfrifche Schellfische uni) Kabeljau ein in a len Größen z«u

weit btHtacrtn Preisen wie bisher zum Berkauf ein. Ter Beginn des Verkaufs wird durch Anschlag am Stadthaus, am Lebensmittelamt und bei der Fisckvertaussstelle bei den Mtarktlauben bekannt- gegeben.

** Milchversorgung. Am 14., 15., 16. und 17. April wird die 17. Wochenmilch-- marke anstatt mit frischer Vollmilch mit kon­densierter, gezuckerter Vollmilch beliefert Näheres siehe Anzeigenteil.

Veranstaltungen.

Dienstag, 13. April: Hotel Schütz, 8Hhr: Jugendgruppe der Deutjckren Volkspartei, öffent­licher Vortrag des früheren Burentommandanten Koos Jooste. Zirkus Rudolfs, 8 Uhr. Licht­spielhaus :Die, Herrin der Welt", 2. Teil; Hundemamachen".> Lichtspiele Seltersweg: strachtgestalten".

** Goldenes Doktorjnbiläum. Me­dizinalrat Dr. Vogt in Butzbach begeht morgen den Tag, an dem er vor 50 Jahren zum Doktor in Jena promoviert wurde.

* Eine Sitzung der Stadtverord- neten-Bersam mluiig ist auf Freita g, den 16. April 1920, nachmittags 5 Uhr in das Stadthaus, Sitzungssaal, anberaumt. Auf öcr öffentlichen Ta gesordnun g fteten: 1. Ein­führung und Verpflichtung des Brigr ordneten Tr. Seib. 2. Ausbau der Höheren Mcipchensckml' und Errichtung einer Stute ninstalt und Fvauenschule. 3. Erlaß einer neuen Po.izeivForderung nebst Ge­bührenordnung über den Gewerb'betrieb der Dienstmänner der Stadt Gießen. 4. Gesuch des Gießener Anzeigers und ter Oberheffi'chen Bvlfe- zeitung um ErhSlnmg des Zeilenpreises. 5. Bor- anchläge des Gnm!a iu : s, R alg m a uuns und der Oberrec-lschule für 1920. 6. Ernemrung rincs weiteren Kontrolleurs für die unständigm Ein­nahmen der Stadtöasse. 7. Wahl von 3 Bertrebnm der Stadt in den Vorstand der A. G. Gießen >r Volksbad. 8. Gesuch des Vereins Hunde'Port um Stiftung eines EhverP.ei es. 9. Gffuch des ninck-enzuchtoerci. s um finanzielle Unter i ützung. 10. Erhöhung der Billettstewr. 11. Ge.uch d r Baugenossenschaft 1894 um Bewilligung eines wff- teren Dar lesens. 12. Einiichtung einn Fäh-re im Oberlauf der Lähn. 13. Nachttägliche Bewllligung eines Kredits von 12 200 Mk. für Herstellung von Asphaltarbeiten terch tee Firma Deutsche As- phalt-Aktien-Gesellschast. 14. Bewilligung ein:s Kredits zur Erricknung von Wohnungen. 15. Tarif­löhne der städtischen Arb iter. 16. Errichtung w i- tercr Wöhn geb räche durch die Stadt. 17. Gffuch des Ei enbahn-H<ims!ät:enver:ins um Hebernahme einer Bürgschaft. 18. Gcsu 'e um Erlaub,.is zum Schau kwirtsckoslsbet rieb: a) tes ®>. Seelinger m Gießen für das Haus Schützenstraße 2, b) d s Theo Schäfer in Gießen für das Haus Neustadt 41, c) des Wilh. Schermuly in Giesen für das Haus Leihgesterner Weg 18 (Schöne Ansicht). 19. G- such tes Willy Hölters in Gießen um Erlaubnis zum Kaffee-Wittschaftste trieb im Hause Frank­furter Straße 27. 20. Beschränkung der Leseholz­tage.

** Aus dem Stadttheaterbureau. In der am kommenden Mittwoch .ftattfaiöcnüen AufführungMax und Moritz", bte n-ach- mittags 3y2 Hhr beginnt, sind in allen Rollen tee ersten Kräfte beschäftigt, so teß ein: wohlgelun­gene Darstellung dieses so lmmorvollm Werkes zu erwatten ist. Zu dem Tanzabend der B;r- liner Kunsttänzerin Ewe Warren, über dv; glänzende Pressestimmen vorli'gen, gelangt ein Spiel in zwei Teilen von Reinhold ZenzLob der Nariheit" zur Aufführung, lieber Ewe Warren entnehmen wir demT-üffeld. Tag-bl.": ...Die Tänzerin ein jugendsrisch (o'chwingtes W»en mit natürlicher Grazie unb Schelmerei in Ausdruck und Gebärde. Ein gutes Maß achtbaren techrttfchm Könnens.

** Oberhess. Museum und Gailsche Sammlungen. Dem Museum sind in den letzen Tagen infolge von größeren Ausgrabungen der vergangenen Wochen sehr wertvolle Funde einverleibt worden, die möglichst bald zur Aus­stellung gelangen werden. Die Llusgrabmigen haben in der näheren und weiteren Umgebung von Gießen stattgefunden und haben vor allem den Bestand ter sleinze strichen Abteilung durch hervor­ragende Stücke bereichert: Es sind nämlich zwei Brandgräber der neolithischen Zeit mit Tonperlen- kranz und Steinketten m das Museum gekommen, Gräber, wie sie biskxr nur in Frankfurt und Hanau ausgestellt worden sind. Die Ketten sind aus durchbohrten Kieseln mit Anhängern gebildet und zeigen uns den einfachen und doch recht ge­schmackvollen Schmuck der Bevölkerung, die vor rund 4000 Jahren die Wette rau bewohnte. Auch an Bronzeschmuck und Bronzewaffen, sowie an Tongesäßen, namentlich der sog. Hallstattzeit, haben die Ausgrabungen sehr schräie Erfolge ge­zeitigt, so daß das Museum reiche wissenschaft­liche Bereicherung erfahren bat

** Literarische G e se^lschast. Wie aus dem Anzeigenteil zn ersehen isst, üürd M-^4- woch den 14. April, a( | tbe 8 Uhr, in der neuen Aula der bekannte Tic tz r Walter Bloem von der Burg Rieneck in Um Pfronten aus feinen Wer­ken Detlefen. Da es em sehr genußreicher Abend sein wird, so möchten to-hl unsere Leser noch einmal besonders auf die Berattsmteung Hinweisen, deren 1 Besuch empfehlenswert iL

** Teppichdiebstahl. In der Nacht zujm 12. April wurden hier aus einer Woh­nung in der Keplerstraße vier echte Teppiche, außerdem mehrere Korallen­ketten und Armbänder, Anhänger, Herzchen und sonstiger Schmuck entwendet. Bor Aitz- kauf wird gewarnt. , . '

** Ein Dammrutsch ereignete sich dieser Tage wieder an ter Umgehungsbahu in der Ge- markung Klein-Linden. Tie S.recke war an einem Tage für den VerLelst gesperrt. Tie Güterzüge mußten durch den Bachihos Gießen fahren.

** Ter Provinzialverband Ober­hessischer Kaninchenzüchter hell g stern im Hotel Hvpfeld feine diesjährige Hauptversamm­lung ab. Ter Vorsitzende M. Schmall-Gießen er­stattete den Jahresbericht. Ter Landesverband zählt darnach rund 2500 Mi glieter. Die Ein­nahmen be.rügen 4480 Mk., die Ausgaben 3727 Mark, so daß ein Vcrbandsvermögen von 763 Mk. bleibt. Von ter Kriegsfellaktten-Gefellfchaft Lum­men an die Vereitle noch Gelter zur Verteilung Oberheffen zählt etwa 30 Vereine, neu sind bei- getreten Dau bringen, Okarben, Berstadt , und Schotten. Tie Ptvvinzi.ck chou 1919 in Gießen schloß mit dem nur geringen FcAbetrag von 81 Marl, sie nahm einen guten Verlaus imd zeigte, daß besonders die mittleren und llrineren Raffen in erster Linie Hermelin und Silber gute Fortschritte gemacht hatten: die großen Rassen ftni> nichtme'ti; so auf der Höhe tmte kxrr dem Kriege, da das Krafffutter fehtt. Es wurde besckchossen, solange gegen eine Land/s-Aussdellung zu stimmen, bis die Vettk^hrsverh i l lniffe bessere finb, dagegen sollen die Pvrvinzial-Ausstellungen beibelri ten werden. Falls |id> kein anderer Verein meldet, erklärt sich ter Kaninchenzuchtverein Gießen bereit, die Prov-inzi.l-Ausstellung für 1.20 abzühalten. Es wurde noch bescksto^seu, daß ter nächste Ver­bandslag wegen der schiechen Verkehrsvechiltuiffe in Franll'urt oder Offenbach stattfinden st ll und nicht in Tarmstndt. Jedem Verein ßoll ein Jahres­bericht zugesandt werten.

** D ie Auszahlung der Familien- unter ft Übungen findet für die Zeit vom 16. bis 30. Aprll 1920 statt: Donnerstag ten 15. Avril 1920, vormittags von 10 bis 12 Hhr, im Stadthaus, Zimmer Nr. 7.

** Technische Nothilfe. Im Anzeigen­teil veröffentlicht die Hauptstelle ter Technischen Nothilfe eine Bekanntmachung an sämt.iche Not­helfer und Nothelserinnen.

** Lernt Stenographie. Der deutsche Handel I;at nach wie vor flotte Stenographen nölig. Gelegenheit zur Erlernung ter bewährten Eabelsberger'schen Stenographie wird laut Anzeige in heutiger Nummer am Donnerstag den 15. April durch den Gabelsoergcr Stenograpyen-Vercin' oon 1861 und Tamen-Ve. ein Eatelsberg.'r gegeben.

** Die Außen be am tenderVer sich e- rungsbran che von Oberhessen und ten an- grenzenten Gebietsteilen schloffen sich in einer Ver­sammlung, die am Sonntag im Eisenbahnhotel stattfand, zu einem Verbände zur Aufbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage zusammen. Der Verband trat dem Bund ter Versicherungsvertreter E. V. in Berlin bei. Zum 1. Vorsitzenden wurde Ober­inspektor Mohr, Gießen, Eiseubahnhvtel gewählt, an welchen sich in allen den Verband angehenden Angelegenheiten zu wenden ist.

** Der Evang. Arbeiterverein ver­anstaltete am Sonntag im Saale des Hotel Ein­horn, bei außerordentlich r^ger Bet iligung, einen F a m i l ie n a b e n d. Außer muffkalischen Dar- bietungen der Musikabtrittma, Gesangsvorttägen des Gemischten und Männerchors wurden die Be­sucher durch heitere Lieder zur Laute sowie durch urtomifebe Soloszenen hi beiter Weise imterijalten. Auch em flott gespieltes TheaterstückDie Höllen­qualen" verfehlte seine Wirkung nid#.

Landkreis Gießen.

± Münster b. Lich, 10. April. Der An- s«^ an das Elektrizitätswerk Wöl - f e r § beim ist in sichere Aussicht genommen.

± Sa äsen, 10. April. Ern schwerer Hn- fall trug sich auf dem Basaltwerk ter Firma Schepp zu. Der verheiratete Arbnler Heinrich Selb aus Ettiilgshauien war mit dem Brechen von Stein-m befd}äftigt, als sich oben einiges Geröll loslöst: mid auf ihn stürzte. Er wurde am Kopfe so schiver verletzt, daß er nach Hause gesckhvm hxrten mußte.

Kreis Büdi' gen.

4 Ortenberg, 12. April. Tie seiner Zeit abgelieferten Pfeifen unserer Orgel sollen nach einstimmigem Beschluß des Kirchentearstantes und der Kttchengemeindevertrettung neu ersetzt und bei dieser Gelegnrh.it die Orgel einer gründlichen Reparatur unterzogen und mit elektrischem Ge- bläfeantrieb versehen werden. Tie Gemeinte Or­tenberg übernahm in dantensrverter Weise die Kosten für die beiden ersten Punkte, für die elek­trische Einr ich ung wurde eine Hausjammlung ver­anstaltet die 2000 Mk. erbrachte. Am 2. Oster- feiectag rfanb in festlich geschmückter Kirche die Euisegnung von 23 Konfirmanden statt.

Kreis Lauterbach.

O Schlitz, 12. Aprtt. Pfarrer Listmann, ein geborener Schützer, ter gegenwärtig zu Besuch aus Amerika hier weilt, ^rt ein englrsch^s Institut eingerichtet. Er erteilt jungm Kauf­leuten, die muarteiten wollen am Wiedevsufbau des dent'chen Handels, engli.chm Hnterricht. Er hält es für wichtig, daß unsere Jugerch Spanisch

Die Gräfin.

Roman von G. W. A p p l e t o n.

PZaMrud verboten.) Fortsetzung 21.

Nun, ich erzählte ihr nur, was ich wußte und was ich geieben hatte. Ich erklärt' ihr, daß ich damals rwch ein Kind, erst acht Jahre alt, geivefm und mich Feiner n>?itcrtn Tatsache mehr euti innen tonne, als daß mein Vater getötet nxrrbm, und du, Mutter, vom Kummer überwältigt gerat cm serest.

Tie Züge meiner yjtutter wurdm mit einem Male hart.

Hub was sagte die Frau dazu? fragte sie.

Ich besann mich einen Augenblick, eh: ich antwortete. War es tociie, dachte ich, ihre Neu­gierte zu befriedigen, die bis zum höchsten Graoe gestiegen war?

Nicht titel, antwortete ich dann. Sie pigte, was ich gerne l>örte daß mein Vater ein tapferer und ritterlick)er Mann grwesen fei, de.sen Andenken sie verehre.

' Es zuckte meiner Mutter um die Lippm.

So, wirklich? Hnd hat sie dich auch oarüber aufgeklärt, was deinen Vater ins Grab gebracht hat?

Nur in unbestimmter Weise. Es sei.mt Duell vorgefallen, beutete fte an; bte Grünte dafür ver­schwieg )ie; mid er Vater fei tödlich oer-

rauntet toorten. Ich bin nun zu drr gekommen, um Nälteres darüber zu erfahren. Ich hab: meine guten Gründe dafür, das wiffen zu wollen. Ich bestehe daraus, es zu erfahvm. Tn wuchst meinen direkten Fragen «us, fügte ich mit etthobmer Stimme hmzu. Ich frage noch einmal: welche Beziehungen haben zwischen mrinem Vater und dieser Gräfin Frangipani beftauten? Die Frag', ist klar gestellt. Du bist m-eittes Vaters Fron g'.°- racfen. Ich bin drin Svhit und

Um Gottes willen, Julius, unterbrach sie mich mit meiner ich fletjenter S limme, guale mich nicht länger! Siehst du nicht, daß ich unwohl bin? Mein Herz ist nicht in Ordnung, und du hast mich raieoer so stark aufgeregt. Das ist nicht freundlich von brr. Warum kommst du und Plagst mich mit dieser Frau? Ich dachte, ich hätte längst mit ihr abgeschlossen.

Nein, beharrte ich, das ist nicht der Fall. Warum gibst du mir feine Antwort aur meine Fragen?

Tu bist grausam, Julius. Diese Szene werd' ich nicht eine Woche üdrlcbm. Wcs wi'lst du roifien von den B Ziehungen dnnes Vaters zu dieser Fran? Gut alw'. he rorren nicht im­moralischer Art nein nein! Dein Vater war ein lied'vvller, trenn Etegntte bis an irin Ente. Aber er war gutmütig und ein Don Quiä-ote imb hcttte ein zu »rillig s LHr für fremde An-

I gelegenteiten und ließ sich unüberlegterweise in

die Kümmernisse und Sorgen anderer Leute ver­wickeln. Ties passierte ihm auch in diesem Falle, mit der Gräfin Frangipani. Ich warnte tim, aber er hatte fein Ohr für meine Warnungen. Er verfolgte blind und ungestüm seinen eigenen Weg und mußte dafür büßen, und seither bin ich eine arme, gebrochene Frau. Und jetzt kommst du, sein Sohu, mir mit dieser Frau! Um des Himmels willen, 3ungc, fei du nickst auch taub für meine Warnungen! Laß dich nicht in die An- gelegeititeiten und Geheimnisse die er Frau ver­wickeln! Ich habe nichts gegen ihre Person ein- zuwenden, aber aus jeder Art von Berbinduna mit ihr entsprießt nur Unheil. Denk' daran! Mein' letzten Worte an dich lauten: flieh dieler Frau rate die Pest! Und jetzt, Julius, geh' und laß mich allein! Ich bin febr krank. Es ging mir sck)vn besser, aber diese Unterredung Bei diesen Worten ließ he sich mit tehr blassem Gesicht wieder tu die Kissen ^urüdgteiten. Dann fügte fi? mit schwacher Stimme hinzu: Jawohl, ich fürchte, es wird unsere letzte sein. L;b' wohl, mein Sohn! Tie Well hat mir nichts mehr ju bieten, aber mit dir ist das eine ganz andere Sache. Noch nnmal, beut an meine Worte, und nun leb' wohl!

Zehntes Kapitel.

So verließe ich g zw mgenermaßm das 5>rus meiner Mutter, nicht klüger als zuvor. Statt einer Aufklärung nxren mir nur Warnungen zu­teil geworden, die zwar ziemlich unbiftunmt unö

und Engusch lernt, da unser Absatzgebiet her Zu­kunft der amerikanische Kontineitt sei.

Kreis Friedberg.

U Kirchg öns, 12. April. Vfarrer Nau­mann segnete 17 Konfirmanden chier rin.

Hessen-Nassau.

Ein Feuergeftcht mit Viehs) icben.

Hachenburg, 12. April. Bei Kori> stieß eine Reichstoehrpattouille auf Viehdiebe. Es kam zu einem Feuergefecht, bei dem / mit Re­volvern und Handgranaten geschossen bzw. ge­worfen wurde. Die Diebe flohen unter Zurück­lassung der gestohlenen Tiere. .Verletzt n>uri>e auf beiden Seiten niemand.

*

Aus dem Westerwald, 9. April. Von dem am 12. März über dem We'erw'ld b?ob= achteten Meteor, das nach glänzenden Auf­leuchten zersprang, wurde in einem Garten bei Niederzeuzheim in geringer Tiefe' ein Meteor­stein gefunden.

Aus dem Westerwald, 12. Aprll. Vier junge Burschen beraubten bei Struthütten einen Güterzug zahlreicher Kisten. Hierbei wurde ein 17jährigcr Bergarbeiter überfahren. Seine Genossen ließen den Schwerverletzten, bei erst nach Stunden auf dem Bahnkörper aufgefun- den wurde, im Sttch und flohen.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

** Tas Amtsperkündigungsblatt Nr. 47 vom 12. April enkhlll: Verordnung, den Radfahrverkehr bett. Ausschlag und die Erhe­bung der Berttäge der Vietzoesitzer zur EntschÄi» gung für Viehverluste. Einsendung der Kreis- abbeckereiverzeichnisse. Fleischbesckiau: hier: Ab­reck nung. Waisenbüchsengelter. Ausstellung von Tnpltkattrrbeffsbüchern. Feldbereinigungot Queckborn, Muschestheim, Kesselbach, Otenhause«. T ien stnachrichlen.

Radfahrder'kehr. Tas Hessische Mll» sterium des Innern hat angcordnet, daß die neuen Radfa'hrkarten mit Personalbeschreibung nur in den Fällen zu benutzen finb, in denen es sich um erstmalige Neuausstellung vvn Radsah.'karten han­delt. Ein Umtausch der alten gegen neue Radsahr- tarten oder der Nachtrag ter Personalbeschreibung in jene ist nicht erforderlich.

Ausschlag und Erhebung der Bei­träge der Viehbesitzer zur Entschädi­gung für Vieh Verluste. Für Rindvieh ist zur Deckung ter Ausgaben für das abgclaufenc Rechnungsjahr 1919 ein Beitrag ten 30 Pf. für 1 Tier mit em getretenem Zähnwechsel und von 10 Pf. für 1 Tier o^ie Zahmvechtel zu erheben Für Pferde ist für das abgelaufene Rechnungsjahr ein Beitrag nicht zu erheben. Tie Hebgebühr für die Vereinnahmung und Ablieferung ter Beiträge wird auf 12 vvm Hundert festgesetzt. Außerdem erhalten die Erheber für die bei ter Erhelmig der Beiträge vorgeuommene Neuaufna'hme ter Vieh­bestände 6 tont Hundert der vereinnähmten Bei- ttäge.

Ti en st nachrichten des Kreisamts. Tie heffi'ch? H-'uvtsürsvrge elb^ der Kriegsbesckiä- digben- und Kriegshrnterbliebencnfürsorge beab» sichtigt, in den Jahren 1920 bis 1922 innerhalb des Freistattes Hessen rine Lotterie mittelst soge­nannter Losbriefe zu Gunsten ter von ihr durch zu führenden sozialen Kriegsbei'chädigtm- unö KviegslMiterbliebonensürsorg' zu veranstalten. Das Ministerium des Innern bat die erbtcne Erlaute nis zur Veranstaltung dieser Lotterie zunächst für drei Serien erteilt.

Hochseh »rlttachrrehteir.

Ehrung deutscher Wissenschaftler durch Dänemark.

Kopenhagen. 13. April. (WTB.) Tik königlich dänische Gesellschaft für Wiisenschasten nahm in ihrer letzten Sitzung rom 9. Aprll folgente Gelehrte auf: in die hislorisch-philosvphische Klass« Fr. Andreas, Pwfeffvr an ter Uniterfität Köt­tingen, von Arnim, Professor an ter Universität Frankfurt a. M.; in die naturwissenschafllich-ma- thematiscke Klasse Albert Einstein, Prvfestri am Kaiser -Wllhclm - Institut in Berlin, M<u Planck atz der Universität Berlin, E. W i d e - mann, Professor an der Universität Erlangen, W i l l st ä d t e r, Professor an ter UniversM München.

0 Marburg, 12. April. Der bekannte M- bestamentler. Geh. Konsistorialrat Prof. Dr. thcol. Karl Budde, vollendet morgen sein 70. Lebens­jahr. Der Gelehrte gehört seit 20 Jahren dm Lehrkörper ter Philipps-Universität an.

Briefkasten -er Redaktion.

Nr. 1222. Bekanntlich haben sich unsere Feinde während des Krieges iniferer Kolonien bemäch trat. Sie müßten sich also schon an ten franzö­sischen bzw. englischen Konsul in Fronksutt a. M. wenden, wo Sie auch alles weitere über Rechte und Pflichten usw. erfahren können.

Vermischtes.

Explosionsunglück.

Berlin, 12. April. Nach einer B.

Meldung aus Bochum fand gestern auf ter

rätseltzaft ftongen, aber außer jed:m Zweifel be» rechtiat waren.

Meine Mutter hatte es wmigfftens m aller Bestimmtheit ausgesprochen, daß mein Vattr burä Einmischung in die FamllienMigelegenh'iten an­derer sein Ente gefinrt>m. Und daraus folgte phm Schwierigkeit die Moral, daß ich an die «em un­glückseligen Ausgang mir ein Beispiel nchmen und mich von ter ganzen Angelegenheit zurück- ziehen sollte, in die ich gegenwärtig verwickel! war. Ater ich konnte ter Tatsache nicht aus öerr Wege gehen, daß ich durch die Unternähme dieses verfluchten Pakets bereits schon in rin ernstlicher Tllemma geraten war. Wie die Sachrn tagen konnte ich cs ter Gräfin nicht zurückgeben, mck ebenso llar war es, daß ich es sonst uicmanb an- vertrauen konnte, ohne ihr persönlich^ Einver ständnis baniter ernzuholen. Pah es für jenuiti ein schneidendste Bedmttrng besaß, war nun ntdji mchr zu bezweifeln. So ist auch leicht rinjuteten daß meine Betrachtungen während ter Rückreiß zur Stadt nicht eben besonders an genehmer Art waren.

Zu einem Entschlüsse indes gelangt' ich end­lich, nämlich mich unverzüglich mit irgend jemiiü zu beraten, in ten ich volles Bettraum setzer konnte. An wen anhers, dachte ich, sollte ich miet wenden, als an meinen Ijeurigen Stellvertreter, den größten Schlau topf, den ich je getroffm hatte

(Fortsetzung folgtl

-k Arillös ßs '.'LZ AS K,''

AöNlg." W Leicken^

Toter/'

T-il ausgegr

AkMbes

Verl in, über bte W MwnM Itch

Stthntr Bock gerufen. Del densorrtrag krbcisübrenn «ne Mete tc giatd-M nung M M fretten. nachd sm Papieren värtsbelveM ISlsenvorstan -reise die § Richtige mit ler, alle dir

bifltmg etwa M notieren, an Mehrheil wrlangte ofst über eine voll drsBörsenvo wurde in ein Aörfenvorsw 1 Uhr. Dc^ $wrft: Osser aller im Sin felbaft zu ir Börsentestj vmnischde s fitofen Er MrMvorst dem Maß 1mtn an beteiligte i einer Sch schliefen t entifoeb es die Börse d dangen üfei Hamburger: keinerlei notiert; n «ch dm gki ÜridDfrten bei

Hei

Vs

L. tz ».!

^nsgair . Tie M

5re[t(

86be der Md"

1 Dos, «v V Die Klc

Qfebr