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Preisminderungen in Amerika

London, 11. Nov. «'WTB.) Das R-'utersche Bureau meldet aus N'uyork, daß in Amerika zahlreiche Preisminderungen einge- treten sind. Die Volksspeifeansta sten setzten die Prei'e um 28 Prozent h rab, desg e ch^n fand eine b'tracht ich.' Prc'so rmindurunn für Te stckwa en und Männerb.'kl rung statt Auch Roh uck r sank betracht ich im P'-eis.'. In Minneapo is sielt- sich der Preis des M hls zum erstenmal wieder seit vier Jahren auf zehn Dollars pro Tonne.

u$e omtudj feftgt, hind aus btt ®(, 'ändert, Is. in Nr r?) >c ÄniMdunq. »rbnungen rottbs llienflid| begangen mit Geftingni;.

Freitag, 12. November 1920 hnnalime von Anzeigen für d e lagesnummer bis

Englische Huldigungen vor Zraukreich.

London, 11. 9dov. (WTB) Im ge'am'ci britischen Reich.' frnd teure, am zwe ten J-ahreZ- tagc des Waffen'i l .ande?, e.n; Gebächtnis- f e i e r für die im 23klt.rcge gefallenen bri­tischen Soldaten statt Um 11 Uhr v> r- niistags ruhte für zwei Minuten jede Be- ro^iung und verstummte c er Laut. London fand unter Bacilig?ma be? Körrigs, her Prinzen, her Minister, Admiräle und Generäle die feier­liche EnthMung des Kenotar-Hions und die B i- setzung deSunbk.cnn'en Kri g-ers" i.i der De inütfter Abtei Rat. Der König fan^t. an een Präsidenten der französischen Repu­blik ein Telegramm, in dem er dem frarrz-r- si'ckreu Volkev unveränderliche Zunei­gung und Bewunderung des geamen kni tischen Boltes auf-'.^e und <rftä t, das im Striege zwiÄen den beiden Völl rn gekrüpfte Ban) roer.e auch im F ieche r alle P.v'.en be.tehen. zer §Luig drückr die Xtpinuuig au», daß dre ©djnrxiia-

Mui du M! unbßu Nm bet gelangen aui verlieren bjf ij'

durch W .toben

Berlin, 12.Nov. In den Kommen­taren der Blätter über die Beendigung des Streiks der Elekrrizstätsarb.iter ll ngt es wie ein Aufatmen über die endliche Beseiti­gung des Albs, der auf dem Berliner Wirt­schaftsleben lastete.

DieTägliche Rundschau" zollt der Relchsregierung Dank für ihr Einschreiten durch den Erlaß der Verordnung des Reichs­präsidenten gegen die w.lden Streiks Wenn der Negierung vorgeworfen werde, daß sie nicht früher zum Rechten gesehen habe, so verkenne man die Schwierigkeiten der ver­fassungsrechtlichen Lage. Sie habe die Rechte Preußens und der Selbstverwaltung respek­tieren müssen.

Auch dasBerliner Tageblatt" spricht dem Reichspräsidenten und dem Kabi­nett seinen Dank aus, daß sie den Terror einer kleinen Schicht von Arbeitern mit ge­setzlich zulässigen Mitteln gebrochen haben.

DerVorwärts" nimmt den Ober­bürgermeister Wermuth gegen die vielen Angriffe auf ihn in Schutz und sagt, er habe durchaus richtig gehandelt, wenn er den Ge­waltakt der Sylt und Genossen nicht mit glei­cher Münze beantwortete, so lange noch eine Aussicht auf friedliche Beilegung bestand.

DieFreiheit"" b. zeichnet das Ende des Streiks als einen Mißerfolg der Arbe ter. Für die beteiligten Arbeiterkategorien sei nichts erreicht worden, was nicht auch ohne diesen Streik hätte erreicht w.rden können. Das Blatt verurteilt das isolierte Vorgehn der Elektrizitätsarbeiter, da ihre Arb'itsniedcrl'gung das Lebensinte esse eines großen Wirtscha stsbezirkS mit e ner Million en be- oöitcrung getroffen hab',-die vorwiegend den arbei= tenden Schichten an gehören. Die Be'egschasten lebencwichtiger D.triebe hätten sich ihrer 93erant» wortstchk.stt gegenüber der Arbeiterkla.se bewußt bleiben müssen.

Wie die Blätter nritteilen, und während der fünf Tage Dunkelheit, die inststge des S.reiks der Elekirizitätsarbeiter in den Straften von Berlin herrschte, für rund l/2 Millionen Mark Waren der verschi.-deni'.en Art mis Wohnungen und Geschäftsräumen aller Stadtviertel gestoh­len worden.

Wie dieDeutsche Allgemeine Z'itung"" hört, kann die hätte Lesung der preußischen Verfassung voraussichtlich am 18. Novern bn noch nicht er­folgen, da infolge de? Streiks die Drucksachen nicht rechtzeitig fertiggeste lt werden könnt m. Der Ter­min derNen wählen werde aber dadurch nicht hinausgcschoben.

kei'en, die sich in Zukunft ergeben könnvn, über­wunden imb bte genuin amen Ziele beider Ra.w- nen verwirklich. n>.T en Lloyd George sanotr rin Huldigungstelegramm an Mar- i d> a 11 Foch.

Erinnernngsscier Frankreichs.

Paris, 11. Nov. (WTB) Deute Vormittag wurde unter starker rnililärftcher Begleitung das »?erz Gambettas und die Leiche desun­bekannten Solda en" vom Balmhof nach dem Pan­theon übergeführt. Dier hielt der Präsident dr Ziepublik Millerand eine längere Red', worin er Gambetta a's den Ve.körperer der Politik der nationalen Verteidigung feierte. In großen Zügen fdnlbertc Millerand den Weg, den die ftanzösstch? Politik von 1871 bis beute zurückgelegt hat, und betonte, daß F-ankreich sick) nickt n ir auf poli- tischem und mi itärifdrm Ol-ebiet auf der Höhe gc, zeigt habe, sondern daß feine Verdienst: sich auf a le Gebiete men-d) id>er Tätigk.it 'rftredten. Der bh'ieg habe die frieb.id)? Arb'it der Arm:e und Gehirne unterbrod>en. Neue Pf ichten s'ien zu den alten gekommen. Millerand -schloß mit den Wor­ten : Frankreich und die Zivilisation sind gerettet. Die Urne mit dem Derz Gambettas und die Ueb'r- reste desunbekannten Soldaten" wurden alsdann im Zuge uad) dem Triumphbogen gebracht, wo sie aufgebahrt wurden.

Pari s, 11 N'v. (WTB ) Deute nachmittag sand vor dem Dvtel de Bille aus Anlaß brr I u - biläumsfeier der Republik ei. c Gedenk feier statt. Tas Publilum dcflet in den Nach- mittagsftunde vor der Urne, bi: das Her; Gam­bettas enthalt und vor dem Sarg? des unbeiännten Sott aten vor dem Triumph!.' g n Bei Eintritt der Tnntelhei! wurde da? 5?e-.z Gambe.tas wieder nach dem Panthaon überführ! und der Sarg mit den flerbÜd.-en Ueb'messen des unb kannten S,'l- dastn im Triumphlvgen bis zu fei.er endgültigen Bri'-tzung ausbrwahrt. Am A end burdjscgvn Fackelzüge die Hauptstraßen ter Stadl. Auf den össen lickten Pi alten wurden Volksbelustigungen veranstaltet.

Die englisch.franzbfischen Verhandlungen

Paris, 12. Nov. (WTB.) Der englische Botschafter Lord Derby begab sich am Donners­tag nacbmit'ag nach d°m Quai d'Orsay, wo er mit dem Ministerp-äsident n Leygue s eine Unter­redung halte. Di: D sprechung zwischen den beiden Staatskanzleien dauert fort, um ben Tert ber Note über bi Frage ber eng isch-französild-en Verstän- bigung bezüglich des Verfahrens in ber Wieder- gntmadmngskommi s on end^ü tig seftzustellen.

Paris, 11. Nov tWTB.) DieLiberty""' glaubt zu wissen, daß die eng i'dy Negierung ein* gewilligt habe, daß die in d:r Wi deroutmachungs- srage vorge'ehme Konferenz in Genf nicht über den 15. Februar hinansgeschoben werde.

ermutigen und zustande.ubrinaen, wird Europa vor Ablauf eines Jahrhunderts zu Grunde geben Eng­land wird bann in den Zusammenburch hinein- gezogen.

Ter südafrikanische Miniftcrprästdent

CmntS über den Välkcrbund.

London, 11. Nov. (Wolff) DieTimes" erhielt anläßlich der Erinncrnngs^ier an den W.rffeirstill'and u.a. ton bem sütofrikanischm Mi-- nifierv ä.Keni Smuts eine ftunl-gebung, in der es heißt:

Am Waffenstillskan^s^age wird der Wunsch ausgesprvdmi, den Vökk-ickoimd zur Wickllichk il wer e;t zu lassen. Wmn ber V mb nid)1 ein zw<ck- man.eres Mi el für er SMtrrieb'n wird, bann wir:> der Waffewrill'.and niemals 'in Fr e. ens- banb werden Dann wird es in ber W.lt immer nur einen Waffensiillckand zwi c'en Kriegen g ben, und die Menfchh'it wirb f r wälrend in Angit unb Spa-rrrung 'ein vor fwhenb'n Ka.astr vhen, lfi" nockr viel fdiimmer to.-C.en en, als d e. burch die wir gegangen sind. W e .rnst auch die Ver- anttocr u-ig ter gogmwärtig n Staatsmänner ist, irod» em .er ist die Ver an t too r : lichte it der großen amcritari'dien int: eu.epä sch n Völker, sie aus Gleirbgül ig eit in tem Triti <fen A :gmrblick cüt'ddaf.m A r i-i: ichrigen Nat'rrrrn dos bii isch n Neicktes rich e ich die Fra-te: Was hat der Kvi g für einen Zweck, 'irenn Eu.vpa vi Verfall gerät unb aui einen tiefen S and der Kultur her-nb'inL, w.il es dem Bökörr.und nicht ge.ing , Friebni zu bringen? Wir mu en tie R^erung mid den Völekrbund mir unserer ganzen Kraft unb unserem ganzen Einfluß unterstützen.

llr. 2sr

Der »ledener Snjeiaet trfätini täglich, außer 5oen- und Feiertags.

Bcjagsprfife:

Vtona'lich Diark 3.60 <uU>MK-65Trägerlshn, nerlelfahrlichMaiir >0 80 gnbfD8<.l.95Irägerlol)n; )nrd) di- Poft okrtel- ährlich Mirk 12.-

Tie Kritik des FriedcuSvertrageS im englischen Volke.

A m st e r b-a m , M. Nov (WTB.) DieWest­minster Gazetle"" meidet, daß heute in Kingsivay Hall in London ein' Demonstration statt- finhm wird, bei der die Revidierung der Friedensverträge gefordert wurde. Un'er den Sp-cchern befanben sich die Parlammts- mitg"ieder Major Barnes unb Commander fterv ivvrtlü), sowie General Gough. General G o u g h e k.'ärte, ber Friebensvertran sei sowohl vom nwra- lischeir als vom Ztoeckmäßi'keitsstanbpunkte aus burch unb durch schlecht unb förderte kein einziges gutes Ergebnis zutage, wie es all', die im Kriege waren, gehofft unb erwartet haben. Gongh fuhr bann fort: Wir haben gehofft, Gerech- tivknt unb Bi Hgfeit zwisden bett Nationen zu er­reichen und bas ehrliche Halten von Verspreck)'». Wir gebad)ten, einen garen unb bauernden Frieden zu errcicbeit ber nonvendigenv'is: auf einm guten Willen gebaut nr-ben muft/e Der Friedmsvertrag hat nichts dergleichen gesdxtfsen. Wenn er nickt so ab geändert wirb, daß ir-mbein wirtschaft ickter Neu­bau Europas stattfinden kamt unb irgendein Ge­fühl ber Wohlan ständigkeit re'chasfen wird, um die zwi'd> nvö kische Zu'ammenarb-it zu

Berlin, 11. Nov. (WTB.) Nachmit agS > Uhr würbe in den burch bett Str.ik stillgclegten Werken in Moabit unb Rumntelsburg die Arbeit in vollem Umfange wieder ans genommen In bem gl ichfalls tm Streik bt lindlichen Gakweik in Charlottenburg wird, wie bereits g'meldet, morgen vormittag bie Ar".ei. wieder.au^genommm. Im Gaswerk Tegel wirt i v Abstimmung üler bi; Wi berau nähme der Ar beit morgen früh 10 Uhr stattfinden. Nachdem vorausfichtlid) heute nacht ber Eoltastrom toiebe; augefd).of,eu ivirb, wirb es mög ich fern, morgen früh ben elektrischm Strom ht vollem Umfange abzugeben.

Berlin, 11. Nvv. (WTB.) Die Arbeiter ^er Charlottenburger städtifchenGas- werkc beschlossen in tvr heutigen Be.riebsver- lammhmg, den Streit' a^ubredien und morgen früh die Arbeit in buttem Umfange wieder auf- zunehmcn.

Berlin, 11. Nov. (WTB.) Nach dreistün­digen Verhandsungen ztoiid>en der Direk iott ber Großen Berliner ©trarxmbalyn imb ben Vertrau- l-nslcrrten der Straßen lxrl/ner er Härt'n fidy Vach 10 Uhr abends die Straßenbahner bereit, ab Freitag luteber zu fahren. Da die Reinigung der Schienen und STeidyen eine mehrstündig: Tätigt it prfordert, kann der Straßenbahnverkeyr nur all­mählich toieter auf genommen werden.

Berlin, 11. Nov. (P.iv Tcl.) Heute mit­tag drang ein Trupp von mehreren Huwrert Ar­beitslosen in tt: Turbtnensab.it bet A. E. G., Huttensttaße, ein und forderte die Arb iter auf, sich sofort bianlber fd^üffig zu weck-eit, ob ste an bem Eener l irek eil nehmen wv.ckten. Erne Abteilung der Sicherheitspo izet räum c die Fu- brikhöfe von ien Ein'^f igli- gut. Eine Stunde später bildete sich am Ailant er platz ern Zug von ettoa 300 Person en, ler mit roten Fa H-- nen die Jamtow tzbrückr e Hang jicg. Zu erheb­lichen Störmtgen ist es itidjit gekommen.

Die Ztreikverordnung öes Reichrpräsidenten.

Ern Berliner juristischer Mit -rbei ter schreibt uns:

Die Verordnung des Reichspräsidenten --gen wilde Streiks ist die Vorläuferin des ^chlichtnngsgesetzes, das im Reichs r-beitsministeriilni als Entwurf vorliegt und Xmnächst dem Reichstag ^ur Beschlußfassung iinefjen soll. Die einstweilige Verordnung selbst muß noch Artikel 48 der Reichsverfas (iinfl unverzüglich dem Reichstage mitgeteilt i.rrben, der sie, weil sieGrundrechte"" be­trankt, außer Errift setzen kann. Die Ver PttmuTtg, so sehr sie als rasche Nothilfe be rußt werden darf, befriedigt lveder in juri ' i'cher noch in politischer Hinsicht. Vor illem: Sie wendet sich gar nicht gegen den iioilben Streiker als Einzelperson. Pur wer kum wilden Streik auffordert, also der !telSführer, und wer betriebsstörende Hand iiingen vornimmt, also der Saboteur, wird ult Strafe bedroht. Wer in lebenswichtigen Aktrieben seine Arbeit ohne Einhaltung der 'ünbigungsfrist niederlegt, also kontrakt- rüchig wird, ist nach wie vor straflos. Und bet zweite große Fehler des Gesetzgebers: drei Tage nach dem Schiedsspruch darf die -ilde Hetze wieder losbrechen. Sie bleibt riflos. Das hat die Allgemeinheit von sol- ckeck Schutz? Nichts dauerndes. Warum er- ireckt sich die Verordnung nicht auf alle le- enSwichtigen Betriebe? Warttm führt sie tqen Begriff nicht unter deutlicher Abgren- >ng und unter Anführung aller einschlä- fgm Unternehmimgen ein? Sie bezieht sich 'uc auf Gas, Wasser und Elektrizi­tät. Sie will aber doch eine Reichsverord- "itng sein. Im Reiche kann jeden Augenblick genb ein anderer lebenswichtiger Betrieb om wilden Streiik 'betroffen werden. Hat ~mt nicht an die Eisenbahnen gedacht? Sind »icht alle Verkehrsanstalten lebenswichtige Ku'triebe? Auch die Straßenbahnen? Die kttaßenl'ahner haben ja schon wiederholt .''zeigt, daß sie auch ohne 'Elektrizitätsstreik ' rch eigene plötzliche Arbeitseinstellung das Wirtschaftsleben einer großen Stadt lahm- ptn können. Wenig klar ist die Ermächti- Fntg des Reichsministers des Innern durch kir Verordnung,Notstandsarbeiten und IlAtstandsversorgnngen zu sichern". Was ist S für ein Unterschied? Warum nennt man »cht offen die Bedeutung und das Recht der Lnischen Nothilfe? Die genannten Be- v kife kann man wohl nur so auseinanderhal- tit: Notstandsarbeiten sind diejenigen, dazu dienen sollen, das bestreikte oder iklgelegte Werk soweit in Gang zu halten, ' k es benutzbar bleibt; Notstandsversorgung die Versorgung der lebenswichtigen Be- M<be aus bem bestreikten oder stillgelegten ttack. Ganz unverständlich aber bleibt, wie Itr Innenminister ermächtigt srin soll, die Scfriebigunfl berechtigter Ansprüche der Ar­t' imehmer berbeizuführen"". Kann der Mi- tlster Ansprück>e, die über den Schiedsspruch V'Hiusgehen, durchsetzen? Das wäre wohl bedenklichste Sabotage des Schiedsver- »tetens, die man sich denken könnte. Zur Ine des Gerechtigkeitsgefühls der Verord- tiig darf angenommen werden, daß man Mn Minister lediglich in die Lage versetzen Mkl, ein etwa durch den wilden Streik unter- Mohenes Schlick)tungsverfahren seinem Ziele Mtzitführen.

Die neue Verordnung ist eine Halbheit fi schreit förmlich nach endgültiger Rege- 1^1 Es gibt außer Deutschland zur Zeit [tan einen Kulturstaat, in dem der wilde l-toif in lebenswichtigen Betrieben nicht an l'f Kette gelegt ist. Selbst das sozialistisch 'lerte Australien steht auf dem Standpunkt, ^8 jeder Eisettbahnbeamte und =arbeite_r,_ber I ben Ausstand tritt, kraft Gesetzes sofort Mtlassen ist. In ben Vereinigten Staaten plätt das Gericht anläßlich eines Verkehrs- |M§: Der Nation stehe das Recht zu, die L^DPerrung natürlicher oder künstlicher, dem |«ifebr des Staates dienenden 22ege zu Der- M^rn. Und was endlich das demokratische Mkland anbetrisft, so bedroht der englische IwnfDiracn and Protection act" Ge- Hnis bis zu drei Monaten jede Person, die W Bedienstete einer Gasfabrik oder Wasser- k^otgtingsanstaltin böser Absicht" den ^Mitskontrakt bricht. Wann wird sich, das Ätsche Reich zu einer gleich energischen ^e'lungnahme ausraffen gegenüber Machen- y^ten, die sich als Vergeival igung der «äton durch klrine Minderheiten und Verrat

eigenen Volke dar stellen?

beendig'ina des Streifs in Berlin.

11. Nov. (Wolff.) Die Arbeiter -^städtischen Elektrizitätswerke ha-! ^dte Arbeit in allen Betrieben wieder "genommen. '

zum NachmUlag vorher ohne jebe Perbl'idlichkeit. Sreis für l mm höhe für nzeigcn v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf., für Reklame- Anzeigen von 70 mm Dre.te 150 Pf Bei Platz, Vorschrift 20 s Auffchlag. Hauptfchrift!e,ter.21 ug. Doetz. Verantwortlich für Politik. Aug Goetz; für den übrigen Teil' Dr. Neinhold Henz; für den Anzeigenteil: H. Deck, sämtlich in Dießen.

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Aus dein Aeiche.

Das Knchcnbiicken.

Berlin, 11. Nov (WTB) Der Haupt« aus schuß des Reichstags lat bri sozial- demokratischen Antrag betreffend das Verbot für die genv. bsmäßige Herstettung von Kuchen- gebäck angenommen.

Parteitag der Kamnnisten.

Berlitt. 12. Nov. fWTB.) Wie dieRote Fahne"" mitteilt, findet auf Grund einer Verein­barung der bei en Pa'-t ileitungen der USP. (linker Flügel) imb ber KPD. ber nach dm -Partribe- schlüs'cn von Hal e notwenl iz Vereinigungs­parteitag am 4. Dezember in D r m statt

Luftverkehr Frankfurt-Vörrach.

Karlsruhe, 11. N v <"WTB ) In Gegen­wart einer g-oßen Anzahl rrlabener'e würbe heute oormi tag ber Luftverkehr Fr ank- f u r t Lörrach eröffnet, der eine Zwischen­landung in Karlsruhe vvrsieht.

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170. Jahrgang c ,

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Hrcrf und Dtrlag: Vrühl'sche Univ.-Such- und Steiudruckerei H. Lange. Schriftkeitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstrahe 7.

Aus dem besetzten Gebier.

Hauptmann v. Äeerfc!dc.

Heppenheim, 11. Nov. (Priv.-Tel.) Der in den beiden letzten Jahren viel ge­nannte Hauptmann a. D. v. Beer selbe ljat im Sommer vorigen Jahres hier ein Anwesen in der Ludwigstraße erworben und darin einen Ob st handel größeren Stils angefangen. Nun ist Herr v. Beerselde vor I einigen Tagen wieder meggejogen, nachdem er das Anwesen für 10 000 Mark wieder ver- 1 kauft hat.

Danzig.

Danzig, 11. Nov. (Wolff) Die Dan­ziger Bevollmächtigten u nterzcichncten vorgestern abend die Konvention Ober­bürgermeister Sahm wurde zum Dcrtretec Danzigs für Genf bestellt und ist mit den Abgeordneten Schwegmann, Schümmer und Dr. Zint in Genf eingetrofsen.

Polen und Litauen.

Kowno, 11. Nov. (Wolfs.) Die litauische D?le>zraphen Agvn"ur melket: Dic Polvn er* schießen lstauisch? Gefangene. So eridroifen Ci-» brt Major Roman wZki unb n'un So "boten. Oberleutnant Ginze, Oberleutnant Malifch-mskaZ unb Dr. Benooris wurden fdw r w in Haid It Ein So dat wurde du d) fiebmSdius' sd w r t> r unbet

London, 11. Nov. (Wolff.) AuZ pol: i chn: Cu?Ile roirb gemeldet: Die Litauer besamten von .stolvno au3 am 7. Slktoember unter Mitwir­kung ber Bockch'wiiten eine Offensive gegen General Z?ligowski. Sie sind jetzt 33 Kilometer von Wilna eirtsernt.

AnS Tschechien-

Prag, 11. Nov. (W'l'f 1 Im Namen des Klubs ber keut'drn s.-ziade: k atisdvi ^ge-rb* ie en verlantel e i feu.c tie Abgoo d et m Gech und (Sgcrira! mit dem Mr i'!e prasse ste i ü er di-' durch be r-arl<une:it-'ri|\l£'i E e :mise ei g*:* h>2tenc politische Lage Sie fdfugm ms- besondere mw, die Ber'ügu?'g tetr, d" Entfer­nung des Kaiser Joses- De n k m a l 4 in Tep- litz auh'r Kstast fyu set-en. Der Mft i e -prä'Le it er­klärt?, daß nach seiner Mrntnis sich die tlcho- chisdstn Parteien mit der Frare lejfjätigrm, rote bi* Tenkma s vage in eire: b*^y? National be- fridbigenbni Weise ge enelf roertxm .nie. Alberte saird zwi'sd>m dem Präs h.men Ma'aryk u-*t> icn beide". Algsoiän e en eine Ihrt'ir d ing fb r bte politische La.e statt, webet auch die Ten; e Vor­fälle und die sich da raus möglicherweise crgcbaiN ben Folgen Kur Sp a.1,t kamen.

Die adriatische Frage.

London, 11. Nvv. lWalff.) DieTimes" melden aus Santa Margh.'rita: Die abria- tische Frage fei acköst. Nach der getroffenen Regelung werb? ine Grenze von 3 ftr icn beinahe ganz in einem für Jugoslawien günstigem Sinne seslgesetzt. Fiume werde unabhängig

Rom, 11. Nov. (Wolff.) Aus Santa Ma- gherilv wird gemeldet: Ti? i t a I i e n i i d> e De­legation ließ die südslawisch'Delegation wissen, daß Italien hinsickt lich ber ju ischen Grenze, ber Unabbängigfeit Fiumes, ber Inseln imb Talmas tiens auf allen Punk, en seines Pwgaamms be­stehen werde. Wesnitsdi erkläre hierauf, er toclle sich mit seinen Kollegen be'pred-en. Für gestern nachmitlag 41/:? Uhr war eine neue Ver­sammlung an gesetzt worden.

-lrmenier unb Türfeit.

Konstantinopel, 12. Nov. ?WTB.) Ent Kommuiiiguä ber armenischen Regierung vom 7. November melbt, daß Armenien mit ber Türk.i "inen Waffen st ill st and abgeschlossen hab?. Tie arrnenischm Truppen werden das rrefb» lick' Ufer bes Arpay räunint. Die Türken wechen während ter F'ic) nsvrr'a büren Ale a dropol tesetzt hasten. Di? Türken verbür'en die Au'redft- erhaltung ber Ordnung und den Schutz des Landes.