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noch dein fr^TOleit Freden gedient.

'. noi

nach Teutschlaind zurück, gena.de acht Tage

früher.

als dieGermania" wohlbehalten an der Weser-

untcr»

rourtr. Am V>. Inn.

nanzielt unrerMtz

ihrer Handlungen zu entzichen wissen, während oft unschuldige Personen wegen angeblichen Wuchers in Untersuchung gezogen werden. Wir halten es deshalb für sehr bedauerlich, wenn in der erwähnten Konferenz von Vertretern der Städte und auch von dem Herrn Minister des Innern selbst geäußert wurde, die Gerichte hätten versagt ohne daß dafür beweiskräftiges Material vorgebracht wurde. Tie Handelskammern müssen mich den von einem Beigeordnete der Stadt Mainz und von dem Herrn Minister des Innern ausgesprochenen Gedanken entgegentreten, beson­dereV o l k s g e r i ch t e" einzusetzen. Abgesehen von der hierin liegenden bedenklichen Herabsetzung der ordentlichen Gerichte sind wir der Meinung, das. solche Volksgerichte unter denen wohl Gerichte die nur mit Laien besetzt sind, zu ver­stehen sind eine äußerst bedenklich Erschei- nung bilden würden. Es besteht bei ihnen die Ge­währ, daß, an die Stelle des Rechts das gefühls­mäßige Urteil einer oft in die Irre gehenden, von Augenblicksftimmungen geleiteten Menge gesetzt wird. Tamit wäre weder dem Rechtsempfinden

nach dem wis'enscka'tlichen Führer der Expeei rvn genannt wurde. Ein anderer noch he e e Berg wurde Petcrmannspitze gentrrtm. Auch nm'a'sende magnetisckte und meteonologi che Be bachtu gen wurden durchgefiihrl. Da die Maschine derGe - manva" ihren Dienst zu versageii drohte. Mußte man oorzeitig die Expedition abbrechrn. Tarn noch mit letzter Ällnpflcaft durch die Eisbarriere und mußte dann unter Segel die Heimreise fortsetzeu. Am 11. September 1870 lief dieGermania" wohlbehalten in Bremerhaven ein irrti> hatte da­mit die erste gelungene deutsche Polarsährt beendet.

d, die ne t- wang bis zu : vor, die so

Mündung eintras. Das Houptsckiff hatte

Aur Sem lUid&t.

. Die Steuererklärung zum Neichsnotopser.

Berlin, 11 .Aug., (WTB.) Tas Reichs- fiiranzministerium lxat mit Erlaß vom 11. 8. . die tFrist zur Abgabe der Steuererklärung zum Reichsnotopfer bis zum 30. 9. ver­längert. Maßgebend waren die Schwierigkeiten m der rechtzeitigen Versorgung der "Finanzämter nnt den erfordert:chen Formularen: ferner die Schwie­rigkeit 21-t, die sich zum Teil aus der noch mcht abgeschlossenen Neuorganisation der "Finanzämter ergaben: weiterhin die Rücksicht darauf, daß die in Aussicht gestellten Grundlinien über die Be­wertung des Vermögens erst in den nächsten Tagen 'den Finanzämtern zugehen können: endlich die Rücksicht auf die Landwirtschaft in einigen Reichs­stellen, die infolge der ungünstigen Witterung zur Zusammendrängung der Erntearbeiten gezwungen und voll in Anspruch genommen ist.

Der Parteitag der Deutschen Boltspartei.

Berlin, 12. Aug. Der Parteitag der Deut­schen VolkZpartei soll laut Morgenblättern Mitte Oktober statlsinden.

Ter unauffindbare Ben John­son. Tie Kenntnis der englischen Literaturge­schichte scheint unter den Briten nicht sehr ver­breitet zu sein. Ein Beweis dafür ist eine wahre Geschichte, die derPerformer" erzählt. Ein Mu- sikverlag hatte die Neuvertonung eines der be- rül mtesten Gedichte von Ben Johnson, dem großen Zeitgenossen Shakespeares und Klassiker, hevaus- gebrackt. Sie erhielt von einer großen Grammv- phonsirma eine Banknote für die Reproduktion des Liedes mit der Bitte, sieHerrn Benjamin John­son" zu überweisen.

,,Le Gentleman". Tic Franzosen toben bekanntlich ihre Akademie, die hauptsäch­lich zu dem 3)oed gegründet wurde, um die klas­sische frannzösische Sprache von fremden und nie­deren Ausdrücken freizuhalten. Mag durch die

warnen.

Wenn man den Preisabbau wünscht, so muß man den Ursachen nähertreten, auf denen die starken Preissteigerungen der letzten Zeit beruhen. Es be­deutet eine vollständige Berkennung alter wirt­schaftlichen Gesetze, wenn man, wie dies in der erwähnten Konferenz von einzelnen Teilnehmern geschah, von der Annahme ausgeht, als ob cs von dem guten Willen der Kaufleute abhänge, daß die Preise hoch oder niedrig sind. Die Ursachen der großen Preissteigerungen sind hauptsächlich die folgenden: Turch den 4^/rjährigen Krieg sind die Vorräte an vielen wichtigen Bedarfsgegenständen

pedition war der Kapitän Karl Koldewey, dem ein wisscnsck-aftlicher Rat zur Seite stand. Tas Begleitschiff, feier SeglerHana", geriet be­reits Mitte August in so schweres Eis, daß er nickt wie er losDmmeu sonnte, nachdem er lange vorher von dem Hauptschi infolge eines Miß­verständnisses bauernd getrennt worden war. Tie Bemannung mußte sich aur dem Eisfelde einrich­ten, verlor dabi ihre Sammlungen imb Photo­graphien un? konnte nur auf, Eisschollen unter beständiger Lebensgefahr nach Lüden treiben, iläach achtmonatigkr Irrfahrt erreichten die Hansa- männer" glücklich die Missionsstation Friedrichs- tbal an der SMspltze Grön'ands und waren da­durch gerettet. Sic kehrten am 3. September 1870

englische und amerikanische Invasion des Krieges auch noch so viel angelsächsisches Sprackzgut in bte alltägliche Ausdrucksweise des Parisers dinge* brimgen sein, die Akademie kennt alle diese Worte nicht, sondern entschließt sich erst^ nach langen Beratungen, hin und wieder ein Fremdwort in den geheiligten Bezirk des klassischen Französisch aufzunehmen. Tie neueste Tat in dieser Hinsicht ist der feierliche Beschluß das Wort Gentleman m die bevorstehende neue Ausgabe des offiziellen Wörterbuckfes der französischen Sprache crufzuneh- men. Tas Wort wird in Frankreich gegenwärtig sehr viel häufiger gebraucht Äs ,,gentilHomme", das ja ursprünglich (Delmann bedeutet, in der neuen Ausgabe des Wörterbuches aber die Test- nition erhalt:Ein Manin, der, ohne von adliger Abkunft zu sein, dieselben Gefühle, elegantes Be­nehmen hat und edle Handlungen tut."Gentle­man" wird definiert alsein englisches Wort, manchmal im Französischen in dem metaphorischen und moralischen Sinne des Wortes gentilhommo gebraucht".

Neue Werke Gerhart Haupt­manns. Gerhart Hauptmann, ter diesen Sommer wieder in Agnetendorf verbringt, hat, wie die ,FZossische Zeitung" hört, ein DramaM ag- «us Garbe" beendet, das im Mittelalter d u Hexenprozesse spielt. Zurzeit arbeitet Hauptman,«. an einem EposTill" in Hexametern, das daS Eulenspiegelmotiv in die Gegenwart verlegt.

werblichen Zwecken eingereicht werden mußten für die Folgezeit aufgehoben. , .

Es bleibt lediglich zituächst iwch die Bezug- scheinpflicht für das an Wäschereien und ähnlick)e gewerbliche Betriebe abzugebende lose Seifenpulver bestehen.

DieKartoffelversorgung.

Tas Lebensmittelamt macht uns die erfvru- licke Mitteilung, daß morgen walwscheinlich Kar­toffelsendungen hier eintreffen, die dann am Sams­tag verteilt werden. Näl>eres wird morgen be» kanntgegeben.

Veranstaltungen.

Donnerstag, 12. August: Schöne Aus- sicht 8 Uhr, Abonnementskvnzert der Reichswehr­kapelle. Hotel Einhorn, 8 Uhr, Gastspiel Buch­wald. Lichtspielhaus wie gestern. Lichtspiele, SelterswegTas Haus am Abgrund undDas Geisterhaus auf Hallingholm".

Tie Bekämpfung von Aussch,r,er- tungen wu cherischer Art ist selbstverstand- lich durchaus erwünscht und notwendig. Soweit dies durch Verordnungen möglich ist, ist u. E. alles Notwendige geschehen, nämlich durch die Verord­nung über den Kettenhandel und den Preis - wueber, durst? die Einsetzung von Pre.sprusungs- stellen und die Schaffung der Wnchergenchte. Tast die Aussühn,ng der Verordnungen nicht voll oen gehegten Envartungen entspricht, liegt teils daran, daß die Fälle anscheinenden Wuchers bei näherer Untersuchung sich in den meisten Fällen ganz an­ders darstellen als es den Anzeigeerstattenten «oder dem Publikum, das durch Zeitungsnachrichten irre geführt t^ird, erscheint, teils an dem Um-

hierfür einzutreten. ,

Schließlich bitten wir das Ministerium des Innern, Mafchahmen zu treffen, das Pl ünde- run gen von Ladengeschäften, sowie überhaupt willkürliches Eingreifen in das Privateigentum, wie sie in letzter Zeit vorgekommen sind, mit allem Nachdruck entgegengetreten wird. 9hir durch schnelle Einsetzung genügender Polizeikräfte kann eine Ausdehnung solcher Ausschreitungen verhindert werden, und es hat sich in letzter Zeit gezeigt, daß der Erfolg in diesem Falle in ter Regel nicht aus­bleibt. Ebenso dürfen wir die. Erwartung aus spre­chen, daß gegen diejenigen, die an den Ausschrei­tungen teilnehmen, die bestehenden Gesetze zur An- toenbung gelangen.

Wir bitten diese Ausführungen bei den ivei- teren Erörterungen zu berücksichtigen und bei künf­tigen Besprechungen Vertreter des Handels und der Kidustrie in ausreichendem Maße heranz-uziehen.

Element in der Saarbeamtenschaft von Monat 3U Tie^Beamtens chaft im Saargebiet ist das Rück­grat des Temschtums. Wirtschaft.^ ward dm, Gebiet je länger je mehr, dem Neic^entfremtet. Die KoAenschätze fließen nach Frankreich., Fran­zösische Bervxillungsorgane kontrollieren dw Gru- ben und die Eisemoerke: Schritt auf schritt wird das erwerbstätige Saarvolk nach Frankreich her- übergezogen. Ter gegemvärtige Beamtenstreik, deü sicv auch auf die wirtschaftlich so tmcht^gcn Grup­pen ter Postbeamten und Lokomotivführer erstreckt, drccht sich zum Generalstreik miszuwachfen. Tte ^Fvanzoftn betreiben an der Saar eine rücksichtslos Bergewaltigungs- und Eroberungspolitik. Es ist nicht nur nationale Pflicht jedes Deutscksen, oen Saarländern um Kampfe um ihr Deutschtum und um ihr Selbstbestimmungsrecht wenigstens moralisch zu lfelsen.es ist auch für die wirt­schaftliche Zukunft des Reiches, unerläßlich^ daß wir das kohlenreiche und erwerbssleißige Saar- flanb nach ter fünfzehnjährigen Sperrfrist zurück- oetoinnen W.

Mainz, 11. Aug. (WTB.) Ueber Heu Streik im Saargebiet wird direkt aus Saarbrücken ge­meldet: Ter Streik ist am 6. August aus-gebrvrteu.

Die hessischen handeMammern über die Sc?ämp?lMtz des Wucher; und den

Abbau der preise.

Die HandelSllamnier Mainz hat liamens des «hessischen Hand'ts ammeriagcS an ; ic ^aßgele.i- ten Regterungsstel en folgende Eingabe g richtet:

In einer Konferenz im Rrinifterüun de- Iw- item am 9. Juli cs. Zs. sind die Maßnahmen ei örtert »rotten, die zur schärferen Bekämpfung des Wuckers unt -um künstlichen Abbau der Preise dienlich erscheinen. Da der Kaiifmannsftaiid, ter an dieser Frage zunächst beteiligt ist, in der Kon­ferenz nicht ausc-.ichend zu Worte gekommen ist, so erlauben wir ims, dem Ministerium des Innern

A«s Stadt und Lnnd.

Gießen, den 12. August 1920.

Befreiung von der BcitragSleistung der Angestelltenverficherung.

Bon der 'hiesigen Allgemeinen Ortskranken­kasse wird uns geschrieben:

Ter Antrag auf Befreiung Von ter Beitrags­leistung. zur Angestelltenversicherung ist bis züm 1. September ds. Is. zu stellen. Ist der Ver­sicherte früher nicht versichert getoefen, so genügt die Vorlegung der auSgestelllen 1. Aufnahmekarte nebst Lebensversicherungspoli.ee und letzter Pi'ä- mienquittung bei der Ausgabestelle Mg. Orts­krankenkasse, Ludwigstraße 12. Zur Befreiung solcher Angestellten, die bereits versichert 'raren, ist die Einsendung der Police nebst letzter Prrmien- quittimg an die Reichshersicherungsanstalt für An­gestellte, Berlin-Wilmersdorf. Ho'l-enzollernoamm 193, Abt. I, erforderlich. Beizufügen i t die Ber- sickerungskarte und eine Erhöhung des Arbeit­gebers, daß und seit wann der Angestellte über 7000 Mark Gehalt be.zogen Tat. Es muß dies bereits vor dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Erhöhung der Versickfierungsgrenze erßolgt sein.

Bis zur Entscheidung des Antrags sind von dem Arbeitgeber die vollen Beiträge ab-mfuhren. Tie Hälfte des Beitrags tvird eventuell später wieder zurüdwergütet.

Angestellte, die bereits früher von der eignen Beitragsleistung befreit waren, brauchen ihre Ber- sicherungSprümie nicht zu erhöhen, auch wenn sie in eine 'höhere Ge'haltsrlasse kommen.

Aufhebung

der Seifenpulverrationierung.

Bei ter Bewirtschaftung von Seife und Seifen­pulver sind nunmehr die letzten Reste der Rationie­rung gemäß Reichsgesetzblatt Nr. 160 vom 30. Juli in Fortfall gekommen, künftighin kann auch Seifen- pulver ohne Marken bezogen werden.

Ebenso werden die Bezugscheine, welche bisher oei Lieferung von Seife zu industriellen und ge-

im Nachfolgenden die einftimmige Thtffaffung der 'tesfischen Handelskammern zu dieser Frage mit- zu teilen: v > ,,

Boraussckicken möchten ivir, daß ^er reelle Kauftnannsfland, desfen Vertreter die Hand-lstam- mem sind, ivillkürliche Ans chreittmgen auf dem Cebiete des Warenverlaufs auf das Schärfste ter* urteilt, und daß er selbst das größte zittere,se an deren llnterbrüchmg hat, weil ihm durch tee» selben das Geschäft erschwert und vielfach unmög­lich gemacht tvird. Tie Elemente, die lolche Aus­schreitungen b: gehen, gehören auch zumeist ihrem Beruf nach nicht dem Kaufmanns,tonte an, In­dern stammen aus unteren Kreien, sie machen ihre Geschäfte im Geheimea und schadtgm so Ver­braucher, Produzenten uno Händler. Eoar o hat der Kanfmannssland ein Interesse an niedrigeren Preisen, weil die Kauflust dadurch angeregt und der Umsatz vergrößert wird.

Wie wenig ter angesehene Kausmannsstano an den Preistreibeveien beteiligt ist, h^ben erst jungst die Erhebungen, die aus Anlaß 'ter LebenSmtttel- Unrnhen veranstaltet wurden, ergeben, oo wurde z. B. in Mainz durch Kommissionen, die unter Mitwirlung der Behörden eingesetzt waren mW denen vorzugsweise Verbraucher angehörteitt durch Revisionen in den Lebens mittel-, Lchuh-, Kleid er- usw. Geschisten festgestellt, daß die Bezugspreise usw. an Hand der Rechnungen geipan nachgetmesen werten konnten, mW daß in keinem Falle un­zulässige Pveisausschläge erfolgt waren.

femung berechnet.

** Freibank. Morgen nachmittag, von 13 Uhr werden die Nrn. 12511400 beliefert.

** Eine unbekannte Einrichtung der Post. Eine nahezu unbekannte Einrichuug der Poft erfährt Inan jetzt aus Anlaß ihrer Ab­schaffung. Die Beamten der Balmpost waren an­gewiesen, einen angemessenen Vorrat an Poft- wertzeicken zum Verkauf an bas Publikum nnt sich zu führen. Tiefe Bestimmung ift tetzt für Hauptbahnen ausgehoben worden. Es tvuiwe so gut wie kein Gebrauch tevcm gemacht: enteb tetten die Beamten bei ten kürzeren Aufenthalten mit ter Uebergäbe gerade genug zu tun und konnten nicht auch noch Marken oerHauten. Auf den be­treffenden Bahühösen sollen Postwe tzeicheng'ber aufgestellt werten. Dann soll die Eienbähnver- toaltung die Inhaber ter BahnteMirtschäften, und die Bahnhossbuchbäirdter an halten, Pa,twerizeich'.m zum Verkauf vorrätig zu Hal en. Auf Nebenbahnen und Kleinbahnen bleiben die alten Vorschriften bestehen. Telegramme werben gegen Bezahlung angenommen.

** Ieber Landbriefträger führt fanntfid, auf seinem Bestellgang ein Annahmebuch mit sick,, ras zur Eintragung der von ilym aal ge­nommenen Telegramme, Wert und Einschreibstn- t'ungen, Rv' anweisungen, Zahlkarten, gewöhnlickM Patete, 0iachnähmesenoungen nitb Zeitiingstestel- limgen sowie ter zur Frankierimg der Senbungm, zur Besteltting der Zeitmigen und zur Besckwfsnng von Wertzeicheii ihm übergebenen Beträge bient. Ein gleiches Annälmrebuch führt jeder Inkaber einer Posthilfsstelle für die bei dieser nietergelegten Wertsendnngen usw. Es ist zweckdienlich, daß die Aufgeber die Eintragung der Sendmigen usro. in die bezeichneten Annahme bischer eigenhändig te- sorgen oder sich wenigstens von der Buchung durch den Landbrieftrager oder den Posthilfsstellenniht- ter überzeugen.

**TieReichswehrkapelle veranstaltet heute abend 8 Uhr auf der Schönen Aussicht chr letztes Abonnementskonzert. Als Solist wirkt der Kammervirtuose L. Kümmel, Tarmstadt, mit.

** Der Landesverband derKanin- chenzüchter Hessens hielt gestern feine Ver­treter Versammlung in Darm st a d t ab. Neu auf- genommen rourten die Vereine Jugenheim-Berg­straße und S ch o 11 c n. Tie Landesausstellung 1920 findet am zweiten Sonntag im Dezember

erschöpft und es ist durch Einstellung der Produk­tion auf die Kriegswirtschaft nur wenig auf Vorrat gearbeitet worden. Die Zufuhren vvm .luslaiw sind auch nachher teils durch Maßnahmen der fremden Staaten, hauptsächlich aber durch das ©inten unserer Valuta unter Verringerung unserer au-ländisckfen Zahlungsmittel umnintert und ver­teuert worden. Die innere Staatsuinwälzung uno die im Gefolge derselben erlassenen Beiordnungen und Gesetze haben die Produktionsfahigkeit ter Betriebe herabgedrückt; es ist in weitgehendem Maße eine Arbeitsunlust eingerissen und außerdeni durch mangelhafte Ernährung die Leisttmgsfahiateit vieler Devölkerungsschichten ge,chwackst worden. Dazu kommen die harten Frietensbedingun- gen von Versailles imd die Auflagen ,von Spaa, deren Ausführung danenw einen ungeheuren Druck auf das Erwerbsleben ausüben muß. Alle diese Umstände 'l,aben das Mißverhältnis zwischel' Angebot und Nachfrage hervor gerufen oder verschärft uaw dadurchIwtur- genM die Preissteigerungeii bwrirgt und geromert. Außerdem sind die Produktivnstosttai, insbesondere die Arbeitslöhne gewaltig in die Höhe gegangen. Tie steigenteii Bedürfnisse des Staates und der Gemeinten erfordern Steuerleistungen von einer Ausdehnung, die ihren Einfluß auch auf die Hote ter Preise dauernd geltend machen muß. Eine Abhilfe gegen diese Ursachen der Preissteigerung fann nur von einer Hebung her Produktion unter Abschwächung der vorstehend erwähnten Ursacheii erwartet werten. Diese Wirkung kann selbstver­ständliche nur allmählich in die Erscheinung treten.

Dagegen ist eine wesentliche Erleichterung mög­lich durch Besettigung aller Vorschriften, die gegeii- fvärttg noch die freie Betätigung derjenigen Kräfte lyinbcrn, bte in ter Gütererzeugung und Güter­verteilung wirksam sind, mit anderen Worten, bte Zwangswirtschaft muß so rasch als mög­lich aufgehoben loerben und im Zusammenhang bamit diejenigen Organisationen, die zur Aiis- süloung der öffentlichen Bewirtschaftung etngefeht sind. Nachdem sich auch in VerbrauckM- und Ar­beiterkreisen die Ueberzeugung von der Schädlich­keit der ZwangswirtsckMt Bahin gebrochen hat, dürste mit ihrer Beseitigung und der Wteterher- stellung ter freien Wirtschaft nicht bänger gezögert werden. Tas Ministerium bitten wir dringend

Was die zweite Frage, den Preisabbau betrifft, so machen tter darauf aufmerksam, daß der­selbe nicht durch behördliche Maßnahmen herbei geführt werden kann. Der Eiiizelhantel hat sich viel­fach in letzter Zeit freiwillig dazu verstmtten, ge­wisse Warenbestände tnt Preise erheblich herabzu­setzen, um die Kauftust wieder anzuregen. Es ist aber selbstverständlich, daß eine solche Maßnahmte nur bei gewissen Waren möglich ist und nicht sche­matisch auf alle Bestände ausgedehnt inerten kann. «Geschähe dies, so würde die Tätigkeit teJ Kauf­manns lahmgelegt und er dem wirtschaftlichen Rum preisgrgcben. Letzten Endes würde die Bevölkerung selbst die Folgen, die in unzureichender Versorgung bestehen würden, zu tragen haben. Es war schon ein schwerer Fehler der Kriegsgesetzgebung, daß man die zulässigen Gewinnzuschläge des Kaufmanns in schematischer Wei,e begrenzt und ihm nur einen be­stimmten Prozentsatz vom Einstandspreise als Ge­ivinn zugebilligt hat. Durch 'dieses Vorgehen hat man einerseits der Preissteigerung Vorschub ge­leistet, weil jeder Kaufmann ein Jütevesse daran hatte, möglichst teuer einzukaufen, andererseits hat man die Kaufleute in der Wahrnehmung günstiger Kaufgelegenheit gehemmt. Wir müssen nachdrücklich auf bie Gefahren einen behördlichen Einwirkung auf die Preisgestaltung, wie sie bereits wiederholt von Preisprüfungsstellen versucht worden ist, Hinweisen und'dringend vor Experimenten auf diesem Gebiete

Ein Zudilaum der deutschen polar- sorschung.

Gerade vor einem halben Jahrbunveri, im Jahre 1870, kehrte eie erste deutsche Polavexpedition zu­rück, die zum ec st'N Mal unter deutscher Flagge ernste wizs nfchostlichc Arbeit rn ten Regionen d s ewigen Eises geleistet und in Ostgrönlaiid ehre neue Basis für spatere arktisckfe Entteckungen ge­schaffen t at e. Eine (Erinnerung an d e ei Jubi­läum ter teutsck 'n Potarfor chimg bietet P .-ofeffar Otto M ü n d; in derTeutscheri Revue". Tie An­regung zu dem Unt rnehincn ging von dem Lciter der Pertd-sschen Geographi chn Anstalt in Gotha August Peterm .i n u -ms, ter damals die es Institut 5um Mittelpunkt des gesamten geogva- phischen Letens gemocht «hatte. Ter , Polarpap.r", tvie er genannt rource. brachte bereits im Jahre 1868 eine rite ?cut?d)c Norbpolarerpedition zu- staute, die aber wegen les undurchdringlichen Eises vorze tig um fernen mußte. Pete mann legte da n im Okwber ein m neuen Erpedittonsplan vor, der in ganz Teutschland eifrigst geförtert un^ oi>n allen (selten, fcl&jl von den Aus .mds.eu'. ch-en, fi

L. U. Von der Landes-Universität. Ter ordentliche Honorarprofessor und^.Prvsektor bm anatomischen Institut unserer Landesuntverft- tät Tr. Bruno Henneberg hat einen Ruf als Nachfolger des Geh. MÄizinalrats Professor Tr SZnhl erhalten und denselben angenommen. Wie wir hören, hat Pros .Tr. Gustav Höl­scher in Halle den Ruf auf den Lehrstuhl für Alkes Testament an unserer Landesuniverittät als Nachfolger H. Gunkels angenommen.

** Aus dem Stadttheaterbureau. Nach dem Erfolg desSudermann-Abends" kommt bei 'dem nächsten Gastspiel, dessen Reinertrag der Ferienkasse des künstlerischen Personals zufließt, auf allgemeinen Wunsch der mit so starkem Beifall auf­genommene SchwankZwangseinguartie- rung" von Arnold und Bach am Dienstaq, den 17 August, Für Wiederholung. '.iiachmtttags 3V-, Uhr findet am gleichen Tage bei fiefnen Prersm eine Kindervorstellung statt. Gegeben wird das so beliebte MärchenHänsel und Gretel von Stutz: auch hier sind alle Rollen nut den ersten Kräften besetzt.

** Ein Hvteldieb entwendete vor einigen Tagen einen bunfclgrauen Bettkolter, einen weißen Teckbetttezug, einen Kissenbezug und zwn lewax Bettücher, die er hier verkaufte. Ter Käuferwird ersucht, die gekauften Gegenstftnbe aus ter Kvim.- Abteilung abzuliefern, da er sich svnft der Hehlerei schuldig macht.

** Zur Aufhebung der Reichs­fleischkarte. Nach einer Anorimnng ter Reichsregierung wird die Reichsfleischkärte ntü Ablauf dieses Monats a u f g e h o b en. Da mit ter Aufhebung ter Zwangswirtschaft für Fleisch bis zum Herbst zu rechnen ist, soll für die Uebergangs- zeit nach ter Kundenliste verkauft werden.

** Ma hl löhne. In der letzten Mül l e r- versammlung wurden folgende Mahllöhne ab 15. August für Selbstversorger festgesetzt: Maht- lohn per Zentner 8 Mk., Schrvtlohn per Zentner 4 Mk. ohne Fährlohn; derselbe wird je nach Ent-

folgte die Aus o di -ser ^zweiten deutlet"v 9vo

....... Auwesenhei' König Wilhel

testen sehr beteurende Untern 'bmimgen ausge- führi, roar bis 75»Z E/rad nördttcher B-ei'.e vo"- ce. rimgen und batte dann in ausgedehnten Scklittenreiten neue Län ec entteeft. Im H rbft 18b? iriitec ter Tivüter Fjord au der Olaverrng- infei eni'C m, im März 1870 die Küste vonKönig Wilhckmstand" bis überKav Bismarck" Zl.iaus stlr.estellt und der 77. G od nördlicher B ei e üter-

Bishcr ist die Stadt völlig ruh . .

ruhen sind nicht vor gekommen. Fronrzoiische Be- satzungstnrppeii durchziehen in grvßen Trupps mit Kavallerie, Infanterie und Ataschinengewelhren, sowie Tanks und Panzerautos die Stadt, xte Eisenbahner sind als requiriert erklärt tootten. Diejenigen, die nicht zum Dienst erschienen, nnir- ben m ihrer Wohnung ausgesucht, tech ro-urben nur W voenige vorg-sunten. Immerhin ist es den französischen Worten gelungen, einige Kohlenzüge zusammeuMftellen, wahrend auch die internationalen Expreßzüge ohne Unterbrechung passieren. Ter Poste, ^elephon- und Telegraphendienst ruht immer noch vollständig. Tie Bergwerksteamten, die Smmtag dem Streik beigetreten sind, kchrten Montag an ihre Arbeits- ftättc zurück. Im Laufe des Somitegs wuroen verschiedene Verhaftungen in Verbindung mit dem angeblichen Komplott vorgenommen. Do wurde der Ehefvedakteur terSaarbrückener Lau- lt^ , ........... . .....

dertzeitting", Bretz, und der Redakteur terSaar- stets unlautere Elemente gibt, die nnt

brücker Zeitting", Thoma, verhaftet,, Bretz wurde Geschicklichkeit sich der strafrechtlichen Verfolgung schon am nächsten Tage freigelassen, während"=t

Thoma sich nächster Tage vor dem franzölpchen Kriegsgericht zu verantworten haben wird. j.ie föauptengrilagten sind sämtlich geflüchtet, darimter der Verlege derSaarbrücker Zeitung", vafer. Ancb verschietene BerAverksbeamken gehören zu den An geschuldigten. TieSaarbrücker Landes- zeituug" unb dieSaarbrücker Zeitmig" wurden auf vier Wochen verboten. Iw Saargebiet er­scheinen mir noch die sozialtemokratischeVolks­stimme", wahrscheinlich fürchten die Franzosen die Arbeiter bei einem Verbot der Parteipresse. Tie Franzosen veranstalten von Zeit zu Zeit Razzias und bringen die aufgebrachten Beamten an ihre Arbeitsstelle. Tie Nckhrungsmittelversorgung ist im Saargebiet vorlöuftg gänzlich gesichert.

Paris, 12. Aug. >WTP.) Havas meldet aus Saarbrücken, daß in den Wäldern um Saar­brücken herum 60 Eisenbahner festgenom­men wurden. «Sie oerweigerten die Arbeit uno erdärten, nur den von Deutschland gegebenen Be­fehlen zu gehorchen. Seit Mittwoch tagt das Kriegsgericht. ---

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und fe uer Ratgeber Bismarck. Roon und p'c' tr von Bremerhaven aus auf den b iteu -dte? a ^Germania" mchHansa", Führer dec Ex