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Die Strafandrohungen.

erklärte der Minister, daß die Be-

Reichs-

itt

raubten.

Weiter

schaffen. 1

3. Tas Syndikat Untevrehmer und Ar­beiter aus den alliierten und nrurcaten Landern

-xtvc. Bei den estriger- Abeudbrra- i im Friedeiisvcrtragc zu verraten yanen nno wozu deutschen Sachverslchrdism und Dri-1 das internationale ArbeitAamt unter der Leitung

ec d-u

dingimgen, abgesehen von dec m ihnen enthal- teilen Strafandrohung int Ntejenll'chrn die Anssührungsb?stimmungen zu dem von der deut­schen Bolisve-tiernng angenommenen Vertrage von Versailles bar fiel! teil, zu d.ren Uitterjeidi-iurtg die deut scheu Telegierten beugt sein, dagegen

am Nachmittag förmlich aufgetaut. Ob die Gründe dieses Stimmungswechsels ausschließlich in den acftrioe oben besprochenen Reden zu suchen sind oder ob Davas nocy andere Umstände daran mitgewtrkt haben, I mag augenblicklich dahingestellt bleiben. Auf deut-

seien sie ohne ofsizi.'lle Ermächtigung bi lages nicht in der Lage, die nicht in dm

die sie vertreten. . t

Hugo St inne s ergriff daraus das Wort und führte im einzelnen aus, was bereits ge­schehen sei, um die Förderung von Kohlen zu erhöhen und was zur weiteren Erhöhung der Förderung noch in Aussicht genommen sei. Er wandte sich in scharfer un d ein d r u ck s- voller Weise gegen die Drohung, datz die Entente bei Nichterfüllung der von ihr ge­stellte Bedingungen ins Ruhrgebiet rimnarschte- ren würde. Sie würde dann Keineswegs eine vermehrte Förderung erhalten, sondern die Folgjg würde sofort ein wesentliches Herabsinken der För- derungsziffer sein. Die Bedingungen des Berg­baues seien ohnehin durch die Bestimmungen des gestern abgesckst offenen militärischen Abkommens äußerst erschwert, da es nur unter erfcWtcrec Unruhe möglich "sein werde, die einzelnen Punkte zur Durchführung zu bringen. ,

Als Verirrter der Bergarbeiter erklärte H u 6, daß die deutscheBergarb it ifäaft, obwohl entk äs­tet durch die langjährige Hungerblockade, und unter imgÄnstigen Mortalitätsverhältnissen lebe, sich ent- stossen 'habe, die Mehrleistung von Kohlen, die in cri'ter Linie Frankreich zugute komme, durch Lei­stung von Ueberschrchtcn zu erfüllen. Die Arbeuer- schaft stehe aber, wie die FvankvriM, Englands und Amerikas, auf dem Stwidpimkt, daß das er­strebenswerte Ziel die SechSstmiÄenfthicht. sei. Die ganze KoÄenfrage sei eine internationale F r ag e, die nur durch internationale Abmachungen gelöst w.fdrn könne. Die Vertreter der deutschen Arbeiterschaft seien gern nach Spaa gekommen, um an dieser internationalen Aufgabe mitzuarberten. Die Alliierten sollten aber nicht glauben, dal; die Diplomaten amgrünenTisch irgend etwas fest- steilen könnten, wenn die Arbeiter nicht bereit wären, es auszuführen. Er 'hoffe, daß .die Alliierten ihnen Gelegenheit geben würdm, in enter Sachver- stän-digenkommissron in nähere Be,PrechuNgen ein- zntreten. ik.

Die Sitztmg wurde darauf auf halb 5 Uhr na^nitbags verbogt.

ster fom erst die volle Schwere der alli­ierten Forderungen richtig zum Verständ­nis. Besonders die K o h l e n k o m m i s s i o n in Berlin, ohne deren vorherige Genehmigung keinerlei Kohlenverteilung stattfinden solle und die ohne Angabe von Gründen die deutscherseits oor- geschlagene Verteilung genehmigen oder ablehnen kamt, würde die deutsche Industrie in eine völlige Abhängigkeit der Alli­ierten bringen, wäre es doch möglich, durch Nichtbewilligung von Kohlen an bestimmte In­dustrien diese völlig lahmzulegen und zu vernichten. Der Handels spio nage wäre Tür und Tor geöffnet. Auch die Vorlegung eines detailliertes Kohlenwirtschaftsplanes erklärten die besien deut­schen Sachkenner für eine völlige Unmöglichkeit. Ein solcher Wunsch könne nur aus völliger Un­kenntnis der deutschen Verhältnisse kommen. Deutschland habe das System der vorzugsweisen Belieferung lebenswichtiger Betriebe, wobei bei­spielsweise Unternehmungen, die mit einem Kohlen­minimum ein Maximum von Arbeitern beschäf­tigen, naturgemäß vorgezogen werden. Gebe man sie auch unter die Kontrolle der Entente und setze sich bamit der Möglichkeit der Nichtbelieferung von Kohlen an solche Betriebe aus, so drohe jeden Augenblick eine ungeheure Wirtschastsk<rtastrophe. Dazu komme noch, daß im Falle der Nicherfüllung der Bedingungen, worüber die Wiedergutmachunas- kommission von der Kvhlenkoutrollkommi.s on reser­viert entscheiden kann, Strafbestimmungen von ungeheurer Tragweite treffen kann. Man spricht auch bereits davon, daß die drohende Besetzung des Ruhrgebietes babei eine Rolle spiele. Nach alledem sollte die deutsche Regierung sich verpflichten, gewissermaßen für das deutsche Volk einen Selbstmordplan zu unterschreiben. Jedenfalls halten die Sachverständigen eine Unter­schrift für unmöglich. Ob es gelingen wird, daß die Argumettte der deutschen Sachverständigen und der Arbeitervertreter sowie die Stimme der Vernunft Gehör finden? Niemand weiß es. At^r wieder stehen wir vor einer entscheidenden Krise, wie schon so oft imbiejen sechs Tagen. Die ver­antwortlichen Lenker der deutschen Geschicke, auf denen die ungeheure Verantwortung dieser Tage lastet, sitzen noch immer in ernster Beratung. Ste sehen nicht den strahlenden Sommertag, der über Spaa ausgegangen ist, sie sehen nur die ungeheure Katastrophe, die das besiegte, zerrüttete Volk be­droht. Sie unterliegen fast her furchtbaren Schwert der bevorstehenden Entscheidung.

Spaa, 10. Juli. (WTB.) Die heutige Sitzung der Konferenz wurde um halb 11 Uhr eröffnet. Minister Dr. Simons erklärte, daß er den Alliierten nicht das Recht zu den beabsichtigten Maßnahmen zugestehen EÖnn?, da eine böswillige Unterlaisung Deutschlands bei der Nicht iuhaltung der Kohlenlieferung nicht voniege. Die deutsche Regierung habe beabsichtigt, in der mit der ganzen W.edergutmachuiig^srage in Zusammenliang stehen­den Kohlenfrage bestimmt Pläne vor u egen, welche bett berechtigten Ansprüchen und insbeson­dere denen Franlreichs Rechnung tragen. Er hätte es für zweckmäßig gehalten, wenn die ganze Frage von einer Sachverständigenkommickion geprüft würde, neben der Deutschland noch drei andere K o m m i s s i o n e n vor ch agen wollte, eine für die technische Frage der industriellen Leistungen an die sanierten, die zweite für die Frage des Wieder­aufbaues der zersibrten Gebiete und die dritte für die Wirtschaftsfragen und die Finanzierung der deutschen Sach- und Arbeitsleistungen wie der internationalen Geldfrage überhaupt. Ti? Kohlen frage sei von allen Fragen die wichtigste. Sie könne nur im Einverständnis mit den Berg­arbeitern und den Bergwerrsbesttzeni gelöst werden. Er bäte daher darum, die anwesen­den Vertreter dieser beiden Gruppen zu Worte kommen zu lassen. Sie sprächen nicht un Namen der Negierung, sondern das, was sie hier sagten, sei ihre persönliche Ansicht und die Anricht derer,

die alliierten Truppen zu unterzeichnen. Der bel- giscke Ministerpräsident Delacroix erwiderte lmiauf, Deutschland werde keine außerhalb des Vertrages lie-eud Verp.lichlung zugemntet. Pre- micnniiiifter Lloyd George fügte hmzu, daß Deutschland lediglich die Teil des Protvkvlles unterzeichne, die es anginge, daß seine Unterschrift alber die zwischen den Allii rten vereinbarten 2trafb?.stiwmungen nicht betreff. Daran i erklärte der Reicl's-kanzler, daß die drntsck-e Delegation das Proto teil zu unterzeichnen bereit sei

Berlin, 10. Juli. (Wolff.) Wie nur hören, ist die Behauptung Lloyd Georges, die Strafbestimmungen touten bereits in dem von den Deutschen unterzeichneten Proto­koll vom 10. Januar, irrig. Bor der Unter­zeichnung des Protokolls wurde damals von der Entente erklärt, daß die militärischen Strafmaß­regeln selbstverständlich nur auf die Zett des Waffenstillstandes sich bezogen und daß nach der Ratifikation beä Friedensvertrages bie Bestim­mungen dieses letzteren an ihre Stelle treten würben. Der Friebensvertrag aber sieht als Stwfmaßurchmen bei Nickiters ülllnng des Vertrages ledig ich die Ausbchnung' der Besetzungszett, nicht aber des besetzten Gebietes vor.

DieKriegsverbrecher".

gehen.

Die deutsche Regierung siebt den Zweck der jetzigen 23er bar. blimgtn darin, daß versucht wer­den soll, zu einer vereinbarten endgültigen Rege­lung ihrer gesamten Reparationspflicht zu gelangen. Die Regierung weist darauf hin, daß nach ihren Berechnungen die bis zum 1. Mai 1921 zu zahlenden 2 0 Milliarden Go l d nicht nur schon jetzt geleistet, sondern daß bereits ein erheblich höherer Betrag bezahlt ist. Unter5 la e st Heu tur Ve-geing (Sine *?/ie x ung für die deutsche Zukunft, dre bie deutsche Regierung als erfüllt anerßennen soll, kann nur nach der wirt- schafstichen und finanziellen Leistungsfähigkeit Deutschlands bemessen werden. Hierbei ist be­sonders die Notwendigkeit zu berücksichtigen, den deutschen Etat zu balancieren, sonst werden rasch wachsend.' weitere Verschuldung amb Inflation jede Leistungsfähigkeit untergraben. Für das Maß der deutschen Leistungsfähigkeit verweist bie deutsche Regierung aus bie überreichte Denk­schrift. Sie G^t davon aus, daß insbesondere keine liniiere Sclynälerung der Grundlage der schon stark geschwächten deutschen Volkswirtickxrst eintritt und die entbehrlichen weltwirtschaftlichen

btoie aus Deutschlaiw zu diesen Arbeiten heran.

4. Das Siedlungsunternehmen ist nach ge- chästlichen, nicht nach .bureaukratischeu Grund­ätzen zu leiten und so zu führen, daß aus ihm kein übermäßiger Gewinn erzielt ist.

5. Alle Organisationen sind aufzubauen auf der Grundlage paritätischer Arbeitsgemeinschaft von Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

Ein grundsätzliches Einverständnis mit diesem Plane würde alsbald eine Besprechung über die praktische Durchführung ober Zuziehung von Ver­tretern ber Regierungen ber Staaten, bie sich an bem Synbikat beteiligen wollen, ferner von Ver- ..... -..........- , . .. . -

tretetn ber Bevölkerung ber zerstörten Gebiete sowie haltenen Akzent erfolgten, gab gestern nadjmittag von Arbeitgebern uni) Arbeitnehmern zu ver- seinen Ausführungen eine etwas wärmere Farbe, anlassen sein. I tote bereits berichtet werden tonnto 't'V1

mäßig: .

1. Deutschland schafft eine umfassende Organisation der gesamten Indu­strie einschließlich des Handwerks für die Turch- sülwung der Lieferungen. Tic Organ:srtwn ist zweifacher Art: a) Soweit bie Bestellungen spe­ziell Material betreten, das hauptsäckstich von her Großttlbustrie her gestellt wirb, erfolgt die Ver- gelung durch bie Fachverbände ber Industrie. Die Liste ber beretts bestehenden Fachverbände ist aus ber als Anlage beigefugten Uebersicht iäyr" den Aufbau des Reichs Verbandes ber deutschen Industrie zu ersehen, b) Soweit es sich um Massenartikel, sogenannte Katalvgware, bandelt, an bzren Herstellung auch Handel und Kleingewerbe beteiligt ist, werden bie Lieferungen durch eine Ausgleickfsstelle an die einzelnen Länder des Reiches Dcrtcilt. Tie Länder vergeben bie Lie­ferungen durch besondere Austragsämter an bie Industrie und Handwerk. Solche Austragsämter sind errieft et oder in ber Bildung begriffen in Preußen, dis außerdem Zweigstellen für bie ein­zelnen Provinzen einrichten wirb, in Bayern, Sachsen, Württemberg, Vaden, Hessen, Thüringen intb in ben Hanfostädten. Sowohl bie Länder als auch bie Fachverbänbe werden auf Grunb des Ausführungsgesetzes zum Friebensvertrag vom 31. August 1919, Reichsgesetzblatt 11 (1530), zu Liefcrungsverbänden b stimmt und können als solc^ im Notfälle im Zwangswege zur Bewir­kung der angeferberten Lristtmsien angehalten wer­den. Außerdem übernehmen sie bie Haftung für bie tatsächliche Ausführung.

2. Die Sachlieferungen sind zum Weltmarktpreise zu beschaffen, bamtt die Äuftragsämter und bie Fachverbände ben ge­stellten Anforderungen gerecht werden können. In welchem Umfange und ht welcher Weise bie An­rechnung der Sachlieferungen erfolgt, wird bei ber ReMlung ber Wieder gutmachungsschuld be­stimmt.

3. Die Spezialaufträge werden zwi­schen ben mit der Verteilung beauftragten Stellen und den Verbänden ber liefernden Unternehmer einerseits durch die von der deutschen Industrie geschaffene Verteilungsstelle für Diedergutmach- ungsaufträge andeverfoits vermittell. Die Ueber- m i 11 e l u n g s st e l l e ist beretts eingerichtet und befindet sich in Fran kf urt a. M., Gutleut- straße 8. Die Art, wie die verschiebenen Fach­verbände und Regierungsstellen mtt den Bckhör- ben und Interessen Vereinigungen ber beschädigten Länder zusammenarbeiten, ist näher festzu stellen.

4. Es empfiehlt sich, baß von jeder ber be­teiligten alliierten unb assoziierten Mächte eine hoppelte Organisation geschaffen wirb, bie eine für bie Prüfung der Aufträge und bie andere für bie Empfangnahme ber Lieferungen, a) Die erste Organisation ist deswegen nötig, weil ru den Listen eine Menge von Schäden außerhalb bin gesetzten Frist angemetbet worden sind, bie in­zwischen bura> birefte Bestellung ber Geschäbigten bei der deutschen Jndusttie und durch Bezahlung aus Mitteln des Entschädigungsfonds ber alliier­ten Regierungen erledigt worben sind, b) Der zweiten Organisation wird auch bie endgültige Abnahme ber gelieferten Waren unb die Rüge etwaiger Mängel zufallen.

5. Alle Organisationen sind aufgebaut aufber Grundlage par itätis cher Arbeitsge­meinschaften von den Arbeitgebern und Ar­beitnehmern. Sicherheitsmaßnahmen sind gegen die Mißbräuche auszuarbeiten.

6. Gi.-e ans Sachverständigen bstch nde Kom­mission. Eine Liste ber Mitglieder wird deut­scherseits alsbald vorgelegt, zu ber auch nötigenfalls ReaiermrgSvcrtreter zug^zogen werden können für d e P-rüfiMg der Pläne unb ttwe Durchführung und ttebertragung. Der Kommission dürfen Unterkom­missionen für die einzelnen Wiedergutmachungen angegliedert werden. Sie soll sofort an die Arbeit

Deutsche Prcssestirnmeu.

Berlin, 10. Juli. (WTB.) Die Abend­blätter lehnen eiirbeUfo die Ententefvrderungen in ber Kohlenfrage ab. DerBerl. LoManzrigeri erklärt daß keine deutsche Ütegicvinig, dce nvck) eine Spur von nationalem Elwgefühl ihr Eigen nenne, ju Lesern mÖTbcriidym Spiel ihre Hand bieten dürfe Lieber das Ende dieses Schreckens, als ein Schrecken oTync Ende. DasBer l. Tageblatt s«gt, die Millera-iDschm Maßregeln könnten, von deutscher Seite unmöglich durch Unterschrift s'inl- tfonicit werden. Man iwnDe wi'wer zum Säbel des Herrn F'ch greifen müssen, meint man sie ver­wirklichen wolle. DerVorwärts" wüst bariuf 'hin, daß durch das weitere Ansehen der schraube des FrisdcnÄ.'ertrages immer ivieder ein Stück Ar­beiterschutz und Sozialpolitik in Deutschland zum Teufel g.che unb fragt, was denn eigentlich, die Be­stimmungen über dm internationalem Arbeiterschutz ' im Friedensvertrage zu bedeuten hätten unb «vazu

Paris, 10. Juli. (Wolff.) Millerand wird nm 13 Juli nach Paris zurücktehren um) bann einem Kabincttsvat abhalten.

Der öemfte Wieüerguimachungzplan.

Span, 11. Jicki. iWTB.) Der heute vor­gelegte Plan für die sachach n L istmigen gemäß Artikel 235 unb Anlage 4 zu Teil 8 des Friebens- vertrages besagt:

a) Teut.chanb ist auf Grund des Artikels 23b unb der Paragraphen 14 der Anlage 4 zu Teil 8 des Fr^ed-ensverträges verpfichtot, zum Zwecke der unm.ttribaixn Wiederherstellung der vom Kriege b'tryf enm Gebietsteile der Alliierten und As 03ns t n (v en nach näheren Bestimmun ge.i W i . e r g u t m a ck, u n g s m a t - r i a l zu liefern, dessen W rt in bi: Wiedergutmachung^- schuld angerechnet roirb. Der Wiedergutmachungs- ausschuß hat diese Lieferungen noch nicht fest­gesetzt. Der deutschm Regierung sind bisher ledig­lich die Anforbrrwigsiisten der brtciligten Staaten zur Aeußei-ung mitget-üt worden. Diese Listen, bie bie verschiedensten Gegenstände, vom Fischlaich an jede Act von Rohstoffen, industrielle Erzeugnine bis zu ganzen Fa.r.k<n umsassen, haben eine ein­gehende Durchprüsung erfahren, bie im Augen­blick beendet ich fb daß bie darüber nnt dem WEdergntmachungsausschuß zu führenden Ver­handlungen demnächst beginnen können. Dabei totrb genau festzustel'en fein, welche Lieferungen IM Rahmen der Leistungisähigk it D utschlands end- ttg ang^fordert werven und welche mit Rück­sicht auf seine Wirt chastslage infolge Mangels an Rol,stoffen ganz oder zum Teil unausführ­bar sind. Um eine möglichst beschleunigte und re b ings osc Durch ü ,w.ing ber Lnf mngen sicher- zustÄten, ersck)eint folgender Plan zweck-

Verhanolungeu unb Entgegen kommen der Entente in dieser Frage nickt die Rede sein lönnle Tie ^busfüc>ru>-gen endeten nn. der Be- Eantnrribe l-er bereits gemll e en Note. M Nerand nahm anscheinend an, daß bie deutsche Delegation nur fine kürze Beratangösrift in einem Netxnraum ^nötigen würle um ittre Unterschriften unter bie Bescklü'se ber Mlitt-ren zu setzen. Als Münster Tr Simon cusörücklich betonte, laß ^angesichts ix-r sck'weren Forderungen eine elnae^d interre Beratung der deutsckien Tel gerten w.^twendig sei und um Vertagung bat, er flirr Le man, daß man mit Courtoisst entgehnlömme vni> b s zum ritcher- ri'H siceeit »olle, unb die Deutschen in bicier Ti-.-igc ui v/gi.m L.jrv-iiitag um 11 UtLr^N'vchwals

mittel und sonstigen Rohstoffe zu! angemessenen Zahlungsbedingungen emfühEk können. Wird die deutsche LeistuugL-

sähigkett zugrunde gelegt, fo ergibt sich folgendes: a) Die E n t s ch äd ig u n g s p s l ich! ist ui Jah­resleistungen au?5ubrüdcn. Die Minoesthöhe der Fahresleiitungen ist festzu l.stl.n. Tie Pstich. zur Zahlung von Jahresleijtungen w^rd aus bie im Vertrag von Vcr.aules be)limmt.L Frist von dreißig Jahren begrenzt., c) Die Mmdestiahresleistung ist derart zu bemessen, wie es auf Grund der deut- scks-en wirtschaftlichen und siuanzieüen Leistungs- fofoigßcrit irgmt) mög ich ist. Sie unsatzt daher aste Ve.pslickstuugen Deutsch ands zu Sach- und Grid- leistungen nach dem Vertrag von B railles, al,o insbesondere auch die Verpflichtung zur (SriLattung ber Kosten der Okkupationsarmee, ä) Die Jahresleistungen mrrbm zum Teil durch die Sach^ leistungen, die auf Grund des Versailler Vertrages zu bewirstm sind, bedeckt. Diese Sachen tun gen sind grundsätzlich zum Weltmarktpreise auzurech neu. Zu einer bestimmten anderen Zett sollen die Jahreslcistunaen in bar bezahlt werden. Soweit Deutschland SachLeisvrngen machen wird, die da­durch Sachleistungen zu deckendm Jahresleistungen überschreiten, sind sie mbar zum Weltmark pr-as zu bezahlen, e) Da bie wirtschaftliche Entwickelmig der nächsten 30 Jahre jetzt nicht zu übrrblicten,

ist, soll eine Beteiligung ber al vierten R^run- London,10 Juli (Wolfs. Sonar gen an einer wes<mllichn Besserung ber Finanz- teilte im Unterbaute alliierten Re-

unb Wirtschaftslage Deutschlands vvrgefohrn wer- giemngen von der deutschen Regierung die JIu^ uno ^ima^rKHagt y sieferung wn 892 Personen sErten, bie tn

'Spaa, 12. Juli. (WTB.) Die bmtschn An- einem 'Verzeichnis namentlich Mifiteführt seien, regungen für die Durchführung des WiedTrausbaues Allerdings hätten die Alliierten ber deutichen Re­ber ^nritörten Gebiete gienmg zugestanden, einen. Teil dieser Leute von

Die Wiederherstellung der im bem Reichsgericlft in Leidig aburteilen zu lassen.

Kriege zerstörten Gebiete bildet ein ged *

meinschaftliches Fnteveste dw Völter, da d-te GHr^ Spaa, 11 Juli. (WB.) Marschall Foch bestellt, daß die Gefühle d s Hasses und ber Schrei fffrtnx .abgereist.

nach Rache nicht verschwinden, so lange sie nicht »

durchgeführt ist. Die beutfote Regierung hat des- M-sdirna Konderdtenttes

halb, obwohl nach feen Friedonsriertvag eine Der- unseres

pflichtung zu unmittelbarer BriLillguug Deutsch- Spaa, 11. Juli. Seit gestern vormittag lands am Wiederaufbau nicht besteht, alsbald nacki ist ht ber allgemeinen Lage eine unverkennbare Unterzeichnung d^s Friedeusvertrages ihre Bereit- I Aenderung eingetneten. Die gestrigen Aus­schaft erklärt, sich an den Aufbauarbeiten! führungen bes Reichsministers Dr. Simons zu beteiligen. Sie empfiehlt im gemeinsamen In- sowie ber Sachverstänbigen Stinnes, und tereifo dringend, der Frage erneut näher zu treten. .Hue hoben ihren Eindruck nicht vertehlt. Es Dabei berücksichtigt sie auch dir bei ben bisherigen steht so aus, als ob ber von Hus Mgenüber Lloyd deutschen Lieferungen für die Zwecke des Wieder- tztevrge gräußerte Wunsch, daß seine Hines aufbaue» gemachten Erfahrungen, daß die Mate- Ausführungen von ber anberen Seite richtig ver- riallieferungen nicht ausschließlich dazu Verw-n-> standen werden mögen, in Erfüllung gehen sollen, bung finden, um ben früheren Zustand der zerstör- Bekanntlich hat in der Teepause Lloyd George ten Gebiete wiederl>erzustellen, sondern von den ben Reichs!agsabyevrbtueten Hus angesprock>en. Er Geschädigten teilweise auch zum Ausbau einer sagte zu ihm: Sie haben da eine gute Rede ge- neuen Existenzin anderen Orten benutzt wird, halten heute vormtttag. Hns antwortete: Hvffntt!-

B. Tie deutsche Regierung gibt däher die Lin- ftch nützt es etwas. Es sieht so aus, als ob ^dieser vegung, den Wiederaufbau ter zerstörten Gebiete Wunsch in Erfüllung gehen soll. Die Steiflieit durch ein großes internationales Sied > sm persönlichen Verkehr der Delegierten unb Sach- lu ug sunt erneh men rvrnehmeii gu lassen, verstänbigen -imtereinanber hat beträchtlich abge* Der Plan ist folgen^rmaßii g^xicht: nommen unb bas kommt auch ben sachlich^ Ms-

1. Es wird ein internationales Swrdikat von I einanbersetzung-en jugute. Das jeigte iim schon Unternehmern g-btfbet, in dem allen Staaten die gestern in den Berhandlungen der Kvhlenfach- Beteiligung offen gehalten wirb. leute, bie, wie man hört, einen sehr desriedigen-

2 Tas Syndttttt erhält die Aufgabe, im ein- den Verlauf genommen haben. Es konnte nicht zelnen mit den unmittelbar beteiligten Regierungen gusbleiben, daß nach ber vorausgegangenen De- bie Aufräumung der zerstörten (Gebiete dnrck-zu- Pression heute vielleicht etwas zu weitgehende Hoff­führen, die industriellen, landwirtschaftlichen icnb uungen das Wort haben. Es sind aber ganz Vertelstsanlagen wie.-ercherzustellen und neue ^Hettw- ernsthafte Leute, bie es nicht niehr für ausge- fija'ten für die bisherigen Bewohner dieser Gebiete schlossen halten, baß bie Entente von threrPunk- ober anderer Siedler, die aus sonstigen Gebieten tation in ber Kohlen frage überhaupt Abstand der beteiligten Länder sich dorthin wenden, zu nimmt unb der deutschen Darstellung Gehör schenkt. "' " Die Kohlen frage wird übrig-ens heute nachmittag

zur endgültigen Verhandlung gelangen und danw wird sich zeigen, wie weit ein solcher Optimismus berechtigt war. Aber auch ans anderer Richtung wird über einen Umschwung, wenigstens im Tone bes Verkehrs, Erfreuliches berichtet. Die gestrige Nachmilbagssitzimg war planmäßig den Finanz- imd Wiederaufbanfragen gettnbmiet. Sachliche Ent- scheibungen können darüber augenblicklich noch nicht berichtet werben. Es wirb aber auch von deutscher Seite mit Befriedigung hervorgehoben, daß bie Dtdatte btesmal in einer ganz anderen Tonart verlaufen und daß sogar eine gewisse Herzlichkeit zum Vorschein kam. Selbst der frort» zösische Ministerpräsident, besten Kunbgebungen bisher stets mit einem etwas heftigen unb unge-

Spaa, 10. Juli. (Wolff.) lieber die Vormtttagssitzung der Konferenz meldet

ben beutschon Bert»-1 sÄr'Seile nritb' ruftig"gearbritet Dn SÄuK tem auf ihre Einwendungen gegen die Straf- der Voll,itzung behütet für anbrobunaen' ^bce Zusttmmung zu ben I noch lange keine Ruhepause. Die Berhanblungen

Äh imFÄIe ber der beut&n D-legieNenEreman^r bannen Nichtausführung ihrer Verpflichtimg Vorbehalten, gestern bis zum s^ten Abenb und fanden beut verlangen wir nicht von Ihnen. Wir haben Jlmen s?uh zeitig, chre ifortie^ing.^ Bormtttags fa hi einfacher unb nicht mißzuverstek^nder Weise überdies eme

unsere Absichten mitgetrilt unb Sie auf die Maß- lst der Eindruck lMitc weit ^wttgn,

regeln aufmerksam gemacht, bie Ihrer erwarten, als er Sestern zur gleic^n Zeit

wenn Sie nicht gemäß ben bestehenden Bedingun- I sV

bie Entwaffnung durchführen. Für die Be- wirklichen Weihanblungstmlten zu ^rreichn un dingungen ver engen wir Ihre Zustimmung, nm dem DcktatregimL den Otab zu ,S«rbreche , s sie dem gemeinsamen Beitrag zu.;ufügen. Uebrch^ens wäre das stcherttch ein Erfolg, aller Anstreng-

liegeii diese Masto geln einzig und aricin in der ungen iverl- Dmrn mußte aller auch ba ge

Machtvollkommenheit bet Alliierte, roägreitb wir rechnet Mrbrn, b«B bie Konferenz in "ft

bie Entwaffungsbedingungen zu einem Akt der emen Anfang bedeutet und^ßbieserf^egrrng

Gegenseitigkeit machen." mckvne ganze Rnl)e weiterer Konferenzen folgen

In dem Dokument sind, wie Havas weiter werben.

mittrilt bie Maßregeln üb^r bie eventuelle Be-1 Spaa, 10. Juli, stfoch Erledigung« der m i- setzung neuer Gebietsteile im Falle ber Nicht- litä rischen Frage scheütt wie (^nifo Ent- ausführmig der Bedingungen angeführt, ebenso sfxinnung eingetreten zu sein Tie Kammis-' bie fÄstimmimgen über die Sce- und Luftschiff-1 sionsverhandlung ber Justrzminiiter tiahm fahrt. Das schließlich von ben Deutschen unter- einen glatten und rribuns^fosen Verlauf und führte zeichnete Protokoll umfaßt fünf große Schreib- «ofort zu einer einstimmig g-billigten llebercin- inaschinenschristiätze, mit dem englischen Text in kunft, so daß die für Vs5 ll'hr Mige-eSte Ko hle n- ber linken und dem französischen Text in ber beratung unter einem güiniigcn Stern zu rechten Kolonne. stehen schien Ti- Mflahrt der Dri-grerten vollzog

Spaa. 10. J-uli. «Wolff.) Ueber bie gestrig.' sich diesmal mit einem großen ^>tabe von Sach- Bormittagssitzung ist nod) rotgenbes nachznttagen: verstäitt-igeii, von denen beutfa>er{eitd besoaiders

Reick-sminister Dr. Simons brückte sein Hugo Stinnes, der erst gegen 4 tthr nach- Bedauern darüber aus. daß die briben, die Ent- mittagslrier eingetroffen nxir, bie Jceu-Tter ber wasfnung der Sicherhrittsv-ttizei imd d-w Ein- ircmven Journalisten erregte. Tie breiten Aus- nwhnc-w chren b? r ff nd-n Be immunge i Zeugnis | führungen Milleran ds zeig en Wiiort, das; von allegteii, daß bie alLierten iliegierungeu ber Sack>- Lage in Deutschland nicht gerecht würden, indem sie bie deutsche Regierung gerade bei ter TurcUührung der sclpvierigen Ausgabe der Ent- ivaffoung wichtiger Machtmittel be-

Hilfsquellen teieber gewonnen werden Rament

llch muß Tcntschland bie notwendiger Le -1 vertrag vorgesc! bensm ittel, Futiermitt-el, Dünge' Besetzung

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