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Verbrechen Kahps frat uns um Monade, wenn nicht geeignet (cm, Ruhe, Ordnung und Wiedergesun- um Jahre in der Erneuerung Deutschlonds zu-! düng des wirtschaftlichen Lebens zu gewährleisten, rikfgcinorfcn. In Schlesien und Ostpreußen terr-> Wir verlangen auch heute baldige Aus schrei-,

j.ren Lesern ganz ähnliche Gedanken über bu lungshause mahnten an den Ernst ter Stunde. Zrage der Neiuvahlen und die damit im Zu- In der Kuvpelballe des Kunstgebäudes sammelten jjammenhang stehende Politik zum Ausdruck'sich gegen 4 Uhr ungefähr 200 Müglieter der Na-

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greifog, jy. März 1920

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deutsche Nationalversammlung.

Stuttgart, 18. März.

Der geschichtlich denkwürdige Tagten dem die Deutsche Nationalrersammlung in _ Stuttgart in schwerer Zeit zusammentvat, trug in seinem Aäuße­ren den Charakter einer außerordentlichen Begeben­heit. Born Aunstgebäude am Schloßplatz Wehnde die Fahne des republikanischen Deutschland. Scharfe Sicherheitsmaßnahmen unb ein großes Aufgebot

(Ein amerikanischer Kredit für Deutschland.

Haag, 18. März. (WTB.) DerNieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus WashiuM- ton: Im Repräsentantenbause wurde ein Ge­setzentwurf eingebracht, der für Deutsch­land einen Regierungskredit von einer Milliarde Dollars zum Zwecke des Ankaufs von Lebensmitteln und Rohstoffen vorsieht. Deutschland muß für diesen Kredit Sicherheiten geben, die durch die Wiedergutmachungskommission genehmigt werden müssen.

Annahme von Anzeigen s. die Zageenununer vls zum Naclnniitag vorher ebne jtbcikrbinNicbfeit preis für l mm höhe für Anzeigen v.34mm Breite Örtlvti 25 Ui, ausivärlS 30 PH; für Reklame- Anzeigen von 70 mm »reite 90 l'f. Bei Platz- vorlckrili2v'Ausschlag. Hauotschri'tteüer: Ang. Goeg. Verantwortlich für Politik: Ang. Goey; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz. für den Anzeigenleü: p. Beck, sämtlich in Dießen.

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^äftsftelle n. Druckerei: Zchnlftr. 7.

utschnationale s Präsidenten und die Red­in ückt. Vor ihr Müller, Roske, s und Unter- reter der früh­en.

st um 4»A Uhr ahl von Tele- die ihr Fern- >ie Herren aus rbei, die mit- ichkeit besiehe, er aus Berlin . Rach einem eigentlich am Tötungen wie- aufr die poli- ift eine Revo- jt worden als inb Genossen, n zu der Ern-- den Friedens-- mem begann vuchs im beut- t aufzuatmen,, ätigßeit. Diese »em Geist von ben, aber ihre ht bem allge- stehen. (Leb­ien am beut» )en Menschen, acDeltat fällt, loß den Eid, rchen, sondern eilten Mann- t. Ten Ttitp- unsere Herz- nf auch dem rschwindenden rfiillte. Tank mentlich im xmakratischen Mit inniger tun dem Ah­ne-in Schl es- * Reife und rtfrerem 93o[fe

Personen schwer verletzt wurden. Als ein großer Teil der Truppen das Brandenburger Tor bereits erreicht hatte, drängte die Menge aufs neue nach, worauf vom Brandenburger Tor eine Maschinengewehrsalve ab­gefeuert wurde. Eine größere Anzahl Personen wurde schwer iverletzt.

Schießerei in Kassel.

Kassel, 18.März. (WTB.) Heute vor­mittag kam es hier zu Unruhen und anschlie­ßend daran zu einem Feuergefecht zwi­schen Aufrührern und Reichswehrtruppen, wobei es Tote und Verwundete gab.

schon noch die Helfershelfer b*r Küpv unb 0'mofrfrtn, aber ihre Herrschaft wird nad> Ta(sen zersägllen. Der tuitjonati .idle Ausstand lat bte <r reme B - wegung berwtqerufrcn. Der Ru f nach Dik­tatur des Proletariats erschallt. Wrr werben fvrtfahren, icde Gewalt zu intt -rbinben, die gegen die Verfassung strht. Unser wartet jefst de gewaltige Auigale des Wick- rauflxnte». Der Putsch ist beteiligt Rkorgen beginnt bte Ar­beit zum Wiederaufbau des beut fiten Volkes. Wir wulien den Wahllpruch mit lnnausue.imen, ter seit alters ter im schwäbisäien Wappen liebt, unb der fernerhin über der Reiätsregterung stehen soll: Furchtlos unb treu!"

Abg. Scheibemann (Soz.): Dieselben Preußen, die uns in bas Elenb des Krieges trieben, haben auch diese verbrecherische Revolution ange- zettelt. Ich muh frier in aller Oeffentliä^stl fesl- stellen, daß bei dieser Revolution nur Leute der sstcchten beteiligt waren, baß bte Deutschnationale Partei unb die Dcutsckx Volksparte i tetn Wort der Verurteilung dafür gefunden haben, ja sogar der Regierung Kapp treue Mitarbeit zugesichert haben. Ich glaube, mit dieser Parole werden wir die fommenbe Wahlschlacht glänzend gewin­nen. Wir verlangen unverzügliche Entlassung aller Offiziere, die nicht zur Republik stehen, und Ent­waffnung der Truppen, die gemeutert hader. Wir verlangen ferner Auslese unter der Beamten­schaft, Bestrafung der Verbrecher in Uniform und Zivil, Konfiskation des gesamten Vermögens derer, die diese Verbrecher angezettelt haben.

Abg Burlage (Ztt.): Falschhrit und Hin­terlist, Bruch der Ehrenworte, Verführung der Soldaten zum Treubruch kennzeichnen die Kräfte biejer Gegenrevolutionäre von vxistS. Schonung ist nicht am Platze. Wir stehen jetzt vor einer neuen Zeit, die nickt bo rüber geben darf, ohne daß dem deutschen Volke Gelegenheit gegeben mnr jur Meinungsäußerung. Tie Wahlen müssen bald ausgeschrieben werden. (Zustim­mung im Zentrum.) Von einem abgepreßten Zu­geständnis zu reden ist unzutreffend. (Sehr richtig bei der SRdyrbciO Von einem Beschluß unserer­seits, den Reichspräsidenten durch das Volk wählen zu lassen, bann feine Rede sein. Wir steten auf dem Boten der Berfasfrung. Ter Wunsch, Fachminister an die Spitze ter Ministerien zu stellen, ist unbesonnen und unvereinbar mit dem parlamentarischen System. (Beifall links.) In listiger Weise forderten die Ausrührer Aufhebung tec Zwangswirtschaft. Tie Zwang 'Wirtschaft gegenwärtig aufzuheten, wäre wahnwitzig.. (Ber- fall.) Bor den Neuwahlen sind noch wichttge gesetz­geberische Aufgaben abzuschließen.

Abg. v. Payer (Dem.): Noch sind wir nicht über die neue Lage orientiert, aber eins könnet», wir sagen: Nach rechts wird sich die Politik unserer ! Fraktion unter keinen Umstanden orientieren. Wir danken ben treu gebliebenen Beamten unb den ver­fassungstreuen Angehörigen des Heeres und Dank allen Arbeitern, Bürgern unb Soldaten, die sich und ihr Leben für das Wohl des Vaterlandes ein­gesetzt haben. Wir verlangen, daß das Verhältnis der Regierung zu den innerlich nicht auf dem Boten der Verfassung stehenden Offizieren ein klarer wird. Wir verlangen dasselbe für dve Beamtenschaft. Wir erwarten, daß die Gerechtigkeit gegen die Urheber unb Mithelfer des Putsches unverzüglich und scho­nungslos ihren Lauf nimmt. (Lebhafter Beifall.) Vor einer Woche noch haben sich die Mehrheüs- parteien aus sachlichen Grünten für die Wahl im Herbst eingesetzt. Diese Gründe bleiben be­stehen. Daran ändert auch die putschistische Regie­rung nichts. Es läßt sich noch nicht übersehen, bis wann unser Volk zur Wahlurne schreüen kann. In der Frage der Präsidentenwahl haben wir nie daran gedacht, die Skrfaffrung zu ändern. Ick a laute be­stimmt, daß die Entwrckmng von £xrntel unb In­dustrie von selbst in der Richtung der Fachminister gehen wird.

Abg. Kraut (D.-N.): Zunächst möchte ich feststellen, daß es ter überwiegenden Mehrheit meiner Fraktionsfreunde nicht möglich gewesen ist, hierher zu kommen. (Zurufe: Sie sind bei ter Kappregierung.) Den jchärfsten Protest muß ich einlegen gegen die Zensur, die besonders scharf an rechtsstehenden Blättern geführt wird. Eine Revolutton geht niemals ohne Sckruld der Le­gierung vor sich. Die Gemüter mußten aufaTegt werten durch den Verstoß, entgegen den Stim­mungen ter Verfassung die Wahl des Reichspräsi­denten durch die Nationalversammlung vornehmen zu lassen. Auch die Verzögerung bet Wahlen hat mit dazu teigetragen, die öffentliche Meinung aufs äußerste zu erregen. (Infolge ter vielfachen Zwi­schenrufe blieben viele Aeugerungen des Redners unverständlich.)

Minister H e y m a n n (©05.): Der. Protest des Vorredners gegen die Anordnungen ter Zensur tfl unberechtigt. Die württemtergische Regierung über­nimmt die Verantwortung für alle Vorbeugungs­maßnahmen.

Reichsmmister Koch: Kraut hat die Stunde benutzt, um Angriffe gegen die Negitrung zu rich­ten. Die Abrechnung mit den politischen Freun­den, die dem Rchner nahest cken, will ich aut Ber­lin verschieben.

Abg. Dr. Becker-Hessen (Dt. Vpt.) spricht als einziger Vertreter seiner Frattion. Tie Deutsche Volkspartei stehe in offener Opposition der Regie­rung gegenüber. Sie hat stets deren einseitige Zusammensetzung bekämpft unb verlangt bei Aus­wahl der Minister in erster Linie sachliche Tüchtig- feit. Wir verurteilen ben Putsch auf bas Schärfste und lehnen ihn ab, wie dieNovemberrevolution 1918. Tie Re­gierung sollte aus diesem Putsch erkennen, baß sie streng an ter Verfassung festhält und zur Wahl des Reichspräsidenten Maßnahmen trifft. Tas wird geeignet sein, Ruhe, Ordnung und Wietergesun- k .... - V . - . . x r X. 1 X -i - t zwirn r» <--r f m H/m

Der deutsche Sieg in Schleswig.

Hamburg, 15. März. (Wolff.) Ter Deutsche Ausschuß für das Herzogtum Schles­wig teilt mit: Das vorläufige Abstimmungs­ergebnis in der zweiten nordschlesnngschen Zone brachte eine Sechssiebentel-Mehrheit für Deutschland. Im Kreise Flensburg stimmten für Deutschland 6751, für Dänemark 1421 Wahlberechtigte. In der Stadt Flensburg be­trug die Stimmenzahl für Deutschland 27 056, für Dänemark 8935.

Flensburg, 15. März. (Wolff.) Bis 10 Ahr abends lagen aus der ziveiten Zone aus etwa 80 Orten Wahlergebnisse vor. Es erhielten von diesen 80 Orlen 85 Prozent deutsche und 15 Prozent dänische Mehrheiten.

perrgen xanDnaipvi।ummuuiH ui» gu cmcui gewaltsamen Eingriff in die Ordnung der Länge ist jedoch ein sehr weiter Schritt. Auch vcnn die Wirren der letzten Tage als Teib- ergebnis die Beschleunigung der Neuwahlen nmb der anderen soeben erwähnten Ziele lerbeigeführt haben sollten, so ist damit die Revolutvon der Regierung Kapp keineswegs ^gerechtfertigt oder 'rein gewaschen. Diese Er­folge hätten am Ende auch mit anderen Mit­teln und Wegen erreicht werden können. Wir stellen mit freudiger Genugtuung gleich allen Stimmen, die in der gestrigen Sitzung der Nationalversammlung in Stuttgart zum Aus- Druck gekomtnen sind, die schnelle und ein- rrütige Entschlossenheit der Gesamtheit un- ßeres Bolles fest, vvri allen Gewaltplänen und «Gewaltstreichen sichtbar und entschieden ab- Krrücken.

Wenn man in diesem Zusammenhang die »ochuldfragen erörtert, so darf man sich frei- 'lich nicht verhehlen, daß auch die Regierung mb die Mehrheiten des Parlaments nicht die achten Wege gewandelt sind. Sie haben die tefahrcn der Nichtachtung und Zurückweisung incr immerhin ansehnlichen Minderheit sehr mterschätzt. Wenn die Gewährung baldiger 2euwählen kein Zugeständnis an die neuen Revolutionäre darstellt, was von Stuttgart -cus erhobenen Tones unterstrichen wird, so nft sie doch ein Zugeständnis eben dieser früheren Unterschätzung der politisch erreg- den Lage.

Wie weit sich die entscheidenden Instan­zen bereits zu neuen politischen Entschlüssen «cufgerasft haben, ist in den Stuttgarter Re- sierungserklärungen noch nicht zum Ausdruck xekommen. Interessant war, daß der Sprecher Les Zentrums beschleunigte Neuwahlen als invermeidlich fringefltHt hat, während fter Redner der Demokraten in diesem ßunlte sich zurückhaltend zeigte. Auch über >ic gemeldeten interfraktionellen Abmachun­gen in Berlin ist noch nicht völlige Klarheit wrhanden, und bis dahin muß man es sich :x?riagen, die Notwendigkeiten der Lage im «änzelnen zu erörtern. Daß die Urheber des »»tewaltstreichs vor Gerickst gestellt werden, ver- nangt nicht nur der Antrag der sozialdemo­kratischen Fraktion, sondern darin sind sich edle Ordnungsliebenden im ganzen Volke einig. Nur parteipolitische Befangenheit und ungezügelte^ Propagandabedürfnis werden sich, nach dem Muster einiger Mehrheitsblat- ter, fortgesetzt bemühen, die Parteien der Zechten für das Unheil der letzten Wockje Der antwortlich zu machen und damit das poli- ftifd)e Leben in Deutschland unnütz zu verschär- jen und zu vergiften.

Der plötzliche Ausbruch des General-

Brütern in Schleswig herzlichsten Gruß und unsere heißesten Wünsche.

Staatspräsident Bios begrüßte die National­versammlung namens ter württemtergischen Ne­gierung und wünschte ihren Arbeiten besten Erfolg. Das deutsche Volk in seiner ungeheuren Mehrheit verwarf die Putschpläne in Berlin. Württemberg bäte in alter Zeit das Recht gehabt, die Sturm­fahne vvranzutragen. Heute erfülle es Württem­berg mit dem stolzen Bewußtsein, daß es ter Nationalversammlung seinen Schutz gewähren famt. Mit dem Wunsche, baß bic Verhanblimgen die notraenbige Klarheit unb Entschlossenheit zeigen möge,>! ter württemtergische Staatspräsident seine Ausführungen. (Beifall.)

Reichskan^er Bauer:

Regierung und Nationalversammlung haben zum zioeitenmal, dem Zwang brutaler Gewalt fol­gend, und um das Leben der jungen deutschen Re­publik ^u retten, Berlin verlassen müssen. Es ge­schah dies einzig unb allein, um von bem Reich ben Zusammenbruch und die Bedrohung von innen und außen fernzuhalten. Tann gibt der Reichs­kanzler eine Darstellung der bekannten Ursachen unb Vorgänge des Berliner Putsches unb betont besonders, daß v Lüttwitz eine Verstärkung ter Reichswehr und eine Vorbereitung ter Revanche verlangt habe. Bezeichnend für Kapp fei, baß er im November 1918 dem damaligen Reichskanzler cüten Ergebenteitsbefruch abstattete und ihm feiner festen SJonolität versicherte. Auch der Admiral von Twcha, der seinerzeü zu ter entscheidenden Kabmettsitzung zugezoyen war, hat sich später zu den Leuten um Lüttwrtz gcschort. Wenn die Auf­rührer nicht durchgedrungen smd, fio ist dies dem Verlialten ter Beamten in den Mimsterien- zudanken. Tie Agitation für Fachminister, die man entfaltet hat, ist lediglich eine verstärkte Agi­tation für reaktionäre Ziele. Es ist gewiß, daß die geeigneten Männer berufen werten sollen, ater in einem parlamentarischen Deutschland kann man nicht mehr unpolitische Fachmänner haben. Ein führender Polüiker unb geeigneter Fach­mann in einer Perßm muß deshalb bas Minisderamt bekleiden. Tie schwersten Vorwürfe wurden gegen Erzbergcr gwidjttt. Trotz der ungeheuren Angriffe und des schwr verständlichen Urterls muß man fragen, baß es kaum einen tüchtigeren Fachminister gegten hat, als Erzberger. Es witi> tium einen ytarnt geben, ter eine solche Riesenarteit geleistet hat wie er als Finanzminister. Es sind auch Verdäctergungen gegen die Regierung gerichtet worben. Sie hätte ruhig in Berlin bleiten unb sich mit ten Aus­rührern auseinander setzen sollen. Ater ber Er­folg unserer Taktik schlägt jeden Emwand nveter. (Sehr richtig.) Das ganze Volk erhob sich unb stellte sich hinter die Regierung. Es ritt nach Waf­fen gegen die deutsch-nationale Reaktion, die o|i» elbischen Junker irtb die Ofrsiziers?aste, die uns in bie-.en Zustand frineingefüfrrt hat. Nach fünf Tagen haben wir ben Sieg auf ter ganzen Linie. Der Beweis ist geführt, biß in ter deutichm Rc- Miblik sich keine Atilitärherrschaft halten tarn. Den Hettem unb Mitstreitern im ftamtn lei h»rz- licher Dank gefragt. Aust der teutichen Arbeit>r- schaft, an deren Wiberiia b fcs Abenteuer »er-