Einzelbild herunterladen

Lebens Mittelschwindler G. W. aus Ko-

Q.

(Nachdruck verboten.)

Fortsetzung 40.

um der

führen Werden

mtittdbcT , man am j

tuW

tt

K«t

+ Hungen, 10. Gekde bat a&d) ixte

Die Wien

Ber totale Wre die bie für be ieitgrßrrn

die Ausführung des schändlichen Verlangens alliierten Mächte zu verhindern.

Hessen-Nassau.

Stadtverordnetensitzung.

Pi schm. ; öO Grund, . Mriii g.

Tas Blut schoß in Peter Boxkens Gesicht. Deftig schleuderte er Estrids Hand von sich und seine Augen blitzten sie mild an. Dann bezwang er sich, doch seine Stimme war rauh, als er kurz und bitter fragte:

Aus Liebe zu Jngewart Ferfs? Du ver­langst viel von mir, Estrid."

Sic wandte ihr ährenblondes Haupt ihm voll zu imb ihre Stimme zitterte, während sie, die tiefgründigen Augen in die sedngen senvend, ent­gegnete:

Nein, Peter, nicht auS Liebe, sondern um zu sühnen, daß ich ein Menschenleben achtes $ei>- brach."

Da legte Peter Bonken wieder ferne große Hand aus Estrids weiße Stirn, wie damals, als

Geegespenster.

Roman vo« Anny Wvthe.

Amerikanisches Copyright 1918 by Anny Wethe-*Ufan, Leipzig.

bange Kderdmtsch

Äe Jagd nach dem d ergriffen, und der

Estrid erholte sich immer mehr. Nie war fa schöner, als wenn sie mit ihrem Kinde tändelte. Ein lichter Glanz lag aus ihrer Stirn, der sie verklärte wie ein Heiligenschein.

Peter Banken bemerkte es zuweilen. Wie erne junge Königin sah er Estrü» durch den Gott»- koog schreiten und oft dachte er:

Nun wird sie bald für immer gehen."

Etwas würgte ihm in der Kehle und er hatte das Gefühl, er müsse die Augen offen haben und aus der Hut sein, um seinen Sohn nicht zu ver­lieren.

Dachte er auch an die Frau, die er verlieren würde? ,

Niemcmd konnte es in fernem unduräHringnw ernsten Gesicht mit den finster gefallenen Braue" lesen. Wo waren die lachenden .Augen von Peter Bonken hm?

Schars beobachtete er Estrid, und Estrid hatte fast immer die Empfindung, obgleich ihr Tun und ihre Fveilieit äußerlich gar nicht beengt schrenen, als lebe sie in strenger .Hast.

Von Keitum nxtr Nachricht gekommen, dav es Jngewart Ferks schlecht ging. Die Batenstml 'hatte sie gebracht und Peter Bonken meinte; KJ der Botschaft wäre wieder aller Glanz aus Estrids Angesicht entwicksen Argwöhnisch gewährte er, datz sie fernem Mick auswich und eine seltsame Unruhe sie seitdem rastlos durch bog Haus trieb.

(Fortsetzung folgt.)

heiligen Waster netzte

sie ihm das Kind geschenkt hatte. Aber dieses Mal wandte Estrid nicht unwillig den Kops, son­dern liefe diese kühle, große Mämfarhand

Ter ganze Pesel war mit frischgrünen Birken- reisern, der kurzen Iwergbirke aus der Heide, bekränzt, und der Daufalüar prangte hx Schmuck nmger FEixgsblumex. Sie waren selten aus der Insel. Peter hatte sie mit großer Mühe her- beigeschafst. Sein Jung sollte tatter Blumen den ersten Schritt in des christliche Leben tun, sein Ii«g sollte von ihm die doppelte Liebe empfangen, toed er schon früh die Mutter verlieren würde.

Weiße Möwen flatterten gegen die Fenster w« Friedensboten, und ihr silbeft«glä«ztes Ge- Mder warf einen hellen Schein in die Herzen der Eitern des Täuflings, die dicht beiemander standen und doch innerlich so unendlich weit ge­trennt waren.

Die Wogen draußen brausten und schäumten und funkelten wie GoKrgeschmerde in der Sonne, d« nach dem Gewitter jetzt leuchtend durch die Wollen brach.

lieber dem weiten Meer spannte sich als Kchen des Friedens hoch und grnfe ein färben- bracMwr Regextzogeu und in Estrids Seele kam «^Jauchzen, als sichre diese farben- speMende Brücke sie, den Göttern gleich, selig Zx «atyall etn.

Peter Bonten schloß die Angen. Er wollte den Manz da doaufeen nicht sehen, beut fern Weg wurd» dunkel sein.

abgetrieben. Schon glaubte man stetes Meer zu haben, da untersuchte ein engt. Kreuzer das Schiff. Tie Papiere hatte man durchfeuchtet und die Ka­jüte in einen Zustand gebracht, als sei das Schiff in größter Seenot gewesen. So ging die Unter­suchung glücklich von statten. Am 25. Dezember wurde die ,^Jrma" inSeealder" umgewandalt und die eigentliche Kreuzerfahrt auf dem Ozean begann. Tie Bewaffnung bestand nur aus einer alten lo-Zentimeter-Kanone. Trotzdem wurden 386 Ge­fangene gemacht und 58 000 Tonnen versenkt, ohne daß auf beiden Seiten ein Toter und Ver­wundeter zu beklagen war. Es ging zu den Folk- landsinseln, wo em Monument für die dort ge­fallenen deutschen Kameraden versenkt wurde, von dort unter schweren Stürmen ums Kap Horn, der Küste von Japan, China entlang, durch die Karo­linen nach der Südsee. Aus Mangel an frischer Nahrung erkrankten alle an Skorbut. Auf der Mopelin-Jnsel fand man wieder frische Nahrung, doch wurde dort das Schiff an einem Korallenriff zerschmettert. Nach dreiwöchigem Aufenthalt, ging Kapitän Luckner mit einem Teil der Mannschaft in einem Rettungsboot wieder in See. Unterwegs wieder von Skorbut befallen, erreichte er die Insel Niowe, wo die farbigen Bewohner den Deutschen fa große Achtung bezeigten, daß sie ihre süorbut- kranten Glieder nicht zeigen wollten und nicht an Land gingen. Später wurden sie gefangengenorn- men, enttarnen wieder und wurden abermals ge- te. Davon versprach Graf Luckner in einem n Vortrag zu erzäfaen.

Wie begeistert seine ErzätzLung anfaemrmmen Wirrte, verriet minutenlanger Beifall, der vielfach seine Worte unterbrach und ein dreifaches Hoch, das auf ihn ausgebracht wurde.

Ten Tank der Anwesenden brachte Partei-- fakvetär Kohlhaase zum Ausdruck, der auch die ein­leitenden Worte gesprochen hatte.

Lebensmittel.

** Marken-Ausgabe. Am Freitag und Samstag, dem 13. und 14. d. M., ae-- langen in den Bezirken Brot-, Fleisch-, Le­bensmittel- und Speckmarken zur Ausgabe. (Näheres siehe Anzeigenteil.)

** E rhöhung der Fleischpreise. Die Städtische Lebensmittel-Deputation hat die Fleisch- und Wurstpreise mit Wirkung vom 13. Februar 1920 w-ie folgt festgesetzt: Rindfleisch das Pfund 3.30 Mk., Blut- und Leberwurst das Pfund 1.90 Mk. Die übrigen Fleisch- und Wurstpreise haben eine Aende- rung nicht erfahren.

** Seifenabgabe an Minder­bemittelte. Diejenigen Personen, welche nach den bereits bei der Reichskleidervertei-- lung bekanntgegebenen Grundsätzen als minr- derbemittelt gelten, erhalten pro Kops V« Pfund Kernseife zum Preise von 6.50 Mk. für das Pfund. (Siehe Anzeigenteil.)

Verateftaltungeu.

Donnerstag, 12. Febr.: Ufarinr Hmrber- abend. Lichtsptekhäxser' wie Mittwoch.

**Tiefeierliche Immatrikulation der im Zwischensernester neu immatrikulierten Stu­dierenden findet Samstag dm 14. Februar IWO mittags 12 Uhr in der Kleinen Avta statt.

** Eine Sitzung der Stadtvervrd- neten-Dersam mlun g am Freitag den 13. Februar 1920, naxfanittags 6 Uhr, weist in der öffentlichen Sitzung folgere Beratungs-

ber Reinertrag des Abends war, wurde nicht be­kannt. Am nächsten Sonntag abend hält die Freiwillige Feuerwehr als diesjähriges Wvftervergnügcn eine nBall ab.

Kreis Schotten.

B. Sichenhausen, 9. Feb-r. Durch die Jugendbühne kam unter Leitung von Frau Lehrer Bernhard das MärchenDornröschen" zur Aufführung. Reicher Beifall wurde auch item Quartett, sowie den Darstellern des SpielesDer ftahrende Scholar" von Hans Sachs gv- spendet. Tie Darbietungen schlossen sich früherän Unterhaltungsabenden würdig an.

np. Aus dem Tale der Jls, 11. Febr. Durch die ungeheure Preissteigerung der Pelze sind selbst die Mausfelle zum Ansehen und Preist gelangt. Mausefalle werden mit 2 Mk. bezahlt, Rattenfelle mit 4 Mk. Tie Maulwurfs feile wer­den jetzt mit 101214 Mk. gesucht.

Vom unteren Vogelsberg, 12. Febr. Wie die Viehzucht im allgemeinen zur hotten Bewertung gestiegen ist, so besonders die Schafzucht. Das Schaf, das vor dem Kriege mit 30 Mk. zu kaufen war, kostet jetzt 500 Mk. Für das Pfund Wollegarn fordert man bis zu 90 Mk. Gemeinden, in denen kein Schäfer vor-

Stirn ruhen, als Peter antwortete:

So wie d« es ivillst, Estrid, soll Der Jung soll Jngewart heißen."

Er fühlte die warmen Dränen, die

Aus Statt und Land.

Diefeen, den 12. Febr. 1920.

Die Kreuzerfahrt desSeeadler".

Es hat eigenllich wenig Sinn, in einem kargen Referat das nocl^uerzählen, was Graf Luckner, der Kommandant desSeeadler" gestern abeno imHotel Einhorn" auf Veranlassung der Deutsch- nationalen Volkspartci von seiner Kapecfachrt er­zählte, muß man den Menschen dabei sehen und das lebendige Wort izören, das den wachhaliigen Streis­zug über 63 000 Mm. anschaulich« werden läfet. Straft und elastisch stand der Korvettenkapitän aus der Bühne und erzählte mit frischem See- mannsgciste, der den Humor niemals zu kurz fbmnien liefe, von der Treue und Ausdauer seiner tapferen Jungens .

Bereits der Begrün der Reist war not großen Schwierigkeiten verknüpft. Vor drei Jahren erhielt er Befehl, ein Segelschiff durch die englische Blok- kade zu bringen. Nachdem das Schift mit mög­lichsten VerschleierungsMaßnahmen innen ausge- siattet war, fand man einen Doppelgänger m der Moletta" von Kopenhagen. 21 Mann wurden ausgesucht, die norwegisch sprachen. Sie bekamen tieselben Namen wie die Matrosen derMoletta", die Photographien ihres Heimatsortes und ihrer norwegischen Angetzöri^n. 3 Wochen wurden acht Leute beschäftigt, die Briest für sie herstellten. Im November wurde der Hafen verlasstn. Ta kam Befehl zu warten. Nunmehr war es nicht mehr möglich, unter dem NamenMoletta" aus­zulau sen und man einigte sich auf das norwegische SchiffCarmel". Ta kam ein Funllpruch, die Carmel" sei zur Untersuchung nach Mrterab ein­geschleppt intb so nannte man das Schift ,Lnnu". Quer über Minenstlder ging es die englische Küste

4^1

aus Nachbar gemeinden zu.

Kreis Friedberg.

Bad-Nauheim, 11. Febr. Ver­ba stet wurden hier die Einbrecher Dieterle

Händen, behelfen sich mit der Einzelzuctz; sie ihre Schast während des Sommers den

Axge» traten and Aber ihre Bfcfafan Bangen ftotfan, doch er wollte sie nicht sichen.

Nicht weich werden nur facht verpesten, gegen sie, die ihn btofe um äufeerer Vorteile Wüten gewählt.

Mit deöchnendem Schritt verliefe er den Pestl mfa Estrid sich ihm mit einem seltsamen Flimmern in den Augen nach.

Akte fand sst schluchzend und sst nahm sich> vor, Pc ter Bonken ernstlich ins Gewisim zu reden

Mit jungen MMtevx dürst man nicht so grob umgehen, wie er es sicher getan, denn wernm hatte sie dieFcu" noch niemals gesichen Es muhte schon etwas Schlimmes gewesen sein, das sie betroffen.

Dann wurde Jngewart Bonken getauft, wie alle Bonkens vor ihm ftn Pesel, wo man auch allen die Grabrede gehalten.

Sokve hielt das Kind über die Taust. Mutter WiMe war bei dem Kranken- geblieben, dem es besser gehen sollte.

$&<

und Kleiber dst seit 2 Jahren unsere Stadt unsicher machten. Dieterle, der 1917 im Bettler- Heim als Lazavettinsas's untergebracht war, scheint der Anführer gewesen zu stin. Verschiedene Ein­brüche in den Modewarengeschäften von Gustav Wolf, M. Ruckelshaustn und im Bettler heim haben die Spitzbuben schon eingestanden. Auch außerhalb ist ihnen reiche Beute in die Hände gefallen. Dieterle, der verheiratet ist, besitzt auch noch eineBraut" in Heidelberg. Bei beiden Frauenspersonen konnte ein Teil der gestoHlene» Waren beschlagnahmt werden.

Starkenburg und Rhrinhesseit.

rnc. Darmstadt, 11. Febr. Die Stadt­verwaltung beschloß die Auflegung einer An-- leihe von 6 Millionen, die zu 1034 Prozent freihändig verkauft werden soll.

rm. Darmstadt, 10. Febr. Im Rummri- bräu tagte der Reichswirtschaftsverband derzeitiger und ehemaliger Berufssoldaten, dem sich der Deutsche Dssiziersbund, der Landes­verband der Militäronwärter in Hessen, der Landesverband der Polizeibeamten und der

arwe Maulwurf ist der Leidtragende. Maul- wurssfllle werden mit 10 Mark das Stück bezahlt, und so sieht man in unserer Gegend tägllch ganze Scharen von Schuljungen auf den Aeckern und Wiese», um Maulwürst zu fangen.

n. Lollar, 10. Febr. Im Auftrage der Liga zum 'todpifoe der deutschen Kultur sprach gestern abend tm Gasthaus zum Schwanen Prof. S ch l a r b aus Petersburg über ferne Erlebnisse im dakschewestischen RufeSand. Zum Schlüsse richtete er die ernste Mahnung an die Deutschen, der sinn­losen Geuufefacht und Tanzwut, die sich der wei­testen Kreise bemächtigt haben, Einhalt zu ge­bieten, so lange es noch Zeit sei: denn diese Er- scheinxngen faxen die ersten Anzeichen des kom­menden Bolschewismus, der nicht erst von außen hereingotrogen zu werden 'brauche. Nur völlige Lossagung von dem jetzt herrschenden krassen Ma­terialismus und Schaffung von inneren, sittlich religiösen Werten könne xns von dem großen Unglück benxchoen, das jetzt über Rufeland hevrin- gebrachen sei. Reicher Beifall lohnte den sehr lehereichen Vortrag.

tt. Treis a. d. Lda., 10. Febr. Bei der dieser Tage abgehaltenen Generalversammlung des hiesigen Kriegervereins wurden Förster Bing zum 1., Lehrer Walter zum 2. Vorsitzenden und Georg Schick zum Rechner gewählt.

Kreis Büdingen.

D Hirzenhain, 11. Febr. Am Samstag morgen entdeckten verschiedene Stallhasen­besitzer, daß ihre Tiere in der Nacht Reißaus genommen hatten: auffallend war allerdings, dafe gerade die schönsten fehlten. Sie meldeten deshalb dte Sache sofort der Gendarmerie und es dauerte gar nicht lange, so extdeckten die Wachtmeister Buch Hammer uted Hefe aus Ortenberg die Hasen in einem Korb eixes Reisenden, der den ersten Ang benutzt hatte, um schleunigst abzn- danxpfen. Ter jugendliche Dieb von 17 Jahren gab bei seiner Vernehmuxg an, dafe er von weither extra in den Vogelsberg gefahren sei, um Hasen zu stehlen. Ter Dteb, der als Tagesverdienst 17 Wart angab, xxtrix eingesperrt.

Ortenberg, 11. Febr. Ws zweiter der innerem Städtchen beheimateten Kriegsgefan­genen tzchtte aus sixmzösiicher Gefangenschaft Ru­dolf Emrich zurück. Er trat fafart wieder in feine alte Stelle in Mainz ein.

# Ortenberg, 11. Febr. Am vorigen Samstag veranstalteten einige auswärtige MxisKer m derHofft/ ein Kvnzert zum Besten der Kriegsblinden, das von dem sehr zahlreich erschienenen Publikum sehr beifallig axfaenommen wurde, auch ein Bauchredner trat auf. Wie hoch

= Frankfurt a. M., 10. Febr. In -ft heutigen Stadtvervrdnetenversalmnlung legte sie Stadtverordnete Toxi Senoer (llnabh - VwieA gegen die im Anschtufe an die Berliner Unruh« erfalgte militärische Besetzung des RathaufÄ an und forderte ix einem Antrag die Aufhebung des Belagerungszustandes für m3 Reichsgebiet. Der Antrag wurde nach längerer, oft erregter Debatte mit allen bürgerlichen und mehr- ^heitssozialiftischen Stimmen gegen die der Ihtah* 'hängigen abgele-hut. Ein von nationalliberals Seite dazu eingebrachter Antrag, die Staotoeroro* netenversammlung solle den Reichswehr- um> Sicheoheitstruppen für ihre in den kritischen Franb furter Tagen beiviesene llmsicht und Ru!?e eine» besonderen Dank aussprechen, wurde abgelehnt. Für den Antrag stimmten die Deutschnationalen, Demo­kraten und Rationalliberalen. Die Mitteilung von dem Weggange des Bürgermeisters Dr. Luppe als Oberbürgermeister nach Nürnberg, rief eine leb "hafte Auseinandersetzung über die Neubesetzung c>«

<Dtr'

st Si1

«8-

M

-- F l , tefriflitn ! > uni einige'

Ij (ij? reM

sllMckn .

st der Zn 11^ üldeilös i fgipen

nc. Fr pM9 Lif 01 1^18235 Hw 676 u ' xn 8105 5^ in iin.se»

jr-sib

Sütiätcr st WM Wlit1

e/fKTflUC ta aäl die tegtnb <iem nngjut S: Wog mit ,2 MAioiM Mlfen ab, Mg.

X Mar Ritfet rnuxh 53 000 TO. mtttlmg bt 'toSerW

hessische Gendarmerieverband angestossen hatten. Nach lebhaften Protesterklärungen gegen die Ausq lieserung, zu denen die Herren Oberl. Renzie- Hausen, Oberwachtnxeister Schäfer, Oberstleutnant z. T. Lanzelle, Obersekretär Rössel, Schirrmeister Brambach, Leutnant d. R. Graetz und Oberleut­nant v. Lyncker für die Reichswehr sprachen, nahm die Versammlung unter lebhaftem Beifall nach­stehende Kundgebung an: Wir heute abend im Rummelbräu versammelten Mitglieder usw. der obenerwähnten Verbände sind tief ergriffen von der schmachvollen Zumutung der Westmächte, ihnen deutsche Brüder und Volksgenossen, die ihr Bestes für das Vaterland in jeder Beziehung zu tun ge­dachten, zur Aburteilung auszuliefam. Nur niä»- rigstes Rachegefühl kann ihnen diesen Qtetxmftn eingegebcu haben. Wir erhÄxm hiermit flammen­den Protest gegen diese ehrverletzende Fordenm- und weisen diese entschieden zurück. Unseren deut­schen Brüdern geloben wir unverbrückliche Treue. Niemand von uns wird Hand rn legen, fern derzeitiger und ehemaliger BerufSfoldtt wird auch nur einen Finger krümmen, um das unselige tief Eräntenbe Verlangen der WS­mächte M erfüllen. Tas Präsidium der Ha s s ia falt an den früheren Protektor, den Grofeherzog, ein Schreiben gerichtet, in dem ebenfalls der Empörung über die Forderung seiner Ausliefe­rung Ausdruck gegeben und erklärt wird, dafe die vielen Tausende aller Soldaten alles tim werden,

punkte auf: 1. Mitteilungen. 2. Bebauungsplan für bas Gebiet zwischen der Bahn nach Fulda un£> dem Stadtwald nordöstlich der Licher Strafet. 3. Er­richtung einer provisorischen Einfriedigung an der Berbindungssttafee zwischen der Sandgasse unb ftircfatTafee durch die Firma Gail. 4. Baugesuch btr Peter Gerber für die Schübenstrafee 37 5. Er­höhung der Beschaffung lledite der ..Betrübe. 6. Prüfung der Rechnung der Werte für 191b. 7. Einrichtung einer ständigeix Polizerwoche am Bahnhof. 8. Erwefterxrng des Kredits für die B.'- schaffnng von Gasmessern. 9. Erhöhung des Kre­dits für Erweiterung des Starkstromnetzes _ und Herstellung von Anschlüssen. 10. Gesuch der voch- uitb Tiefbav-Gesellschaft um Abänderung des Be­bauungsplanes für das ihr gehörende Gelände an der Bfarturger Strafee. 11. Gesuch der Hoch" und T, efbaugefallsch.it um Erteilung der Genehmxgung Mr Errichtung eines Anbaues -auf dem Grundstuck Bahxtzofstrase 65. 12. Errichtung einer Emfnc- digung ufa> ernes Gartenhauses in der G»rg- PiTilipp-Garlftrasie durch H. Scfa«ider XiV. 13. Gesuch des W. Bopf um Genehmigung zur Bocnafanc bcuckicher Veräxüterungen Aulw^g '^3. 14. Gesuch des August Scknieider um Genchmigung zur Errichtung eines Werkstättenbaues und Auto- schuppens auf dem Grufastlück ilRarburger Str. 34. 15. Gesuch des H. W. Rmxx um Erteiluxg der Ge­nehmigung z«r Errichtung eines Gartenhauses auf dem Grxochstrick an der Süd-Anlage, Flur 1 Nr 718/10. 16. Erbauung eines neuen Brunnens m Qoeckdorn. 17. Ankauf von Mastengrundstücken der Fekdbereinigalng Queckborn. 18. Echöhung der Umlagen zur Teckuixg der Berwaltungskosten d.'r Ortsrvhlenstelle. 19. Ausstattung des Ehrenfrfad- hofes. 30. Gesuch des Wilhelm Zimmer um Grweh- migung zum Neubau eines Wertstättengebäfaxs axxf fainem Grundstück Bahnhofstraße 12. 21. Gejuch der Frau Dr. Kübel Wwe. zu Gietzen um Er­teilung der Konzession zur Errichtung einer Fvemdeixpension im Haufe Bafachofstrafee 4b. 22. Gesuch des Ludwig .Veil zu Giefeen um Ertei­lung der Erlaubnis zum Schau kwirtschaftsbetriebc im Hause Wexbaxgasfa 1. 23. Gesuch d?s Johrnn Lirzinger zu Gie^m um Erteilung der Erlaubnis &ur Berwrsdaltung von Singspielen gemäße § 33a der Gewerbeordnung. 24. Gesuch d>s Fritz See- bold zu Giefeen um Erteilung der Erlaub»^ zunr Gastwirtschaftsbetriebe hn Hause Lixdexplatz 1 (Hotel Eirchom). 26. Gesuch des Hoteliers Fritz Saebold zu (Siefeen, Lixdenplatz 1 (Hotel Einhorn) um Veranstaltung von Singsptetex gemäfe § 33a der Gewerbeordxung. 26. Deftxttive Besetzung von Lefaerftellen. 27. Erhöhung der Ver»Ltuxg für den Fortbildungsschulunterricht. 28. Er höhn xg der Ber- gütung für die Leiter der stöbt. Kioderfafate. 29. Mietrückstände des Vereins für Säxglfagsfür- sorge für die ftffi>t. Gebäxrde Betzsteixgasfa 43 30. Verttag mit dem ZiegenzuchtvevM bezüglich der llebernahme der Ziegenbockhaltung; hier: Er­höhung der Vergütung. 31. Wahl der Beisitzer für das Pachteinigungsamt. 32. Vertrag mit der Landes-Universität über die ärztliche Behandlung und Verpflegung hilfsbedürftiger Kranke. 33. Teue- rxmgszulage für Beamte, Lehrer und Bedienstete. 34. Erhöfarng der Vergütung des Aushilfa- personals. 36. Wahl einer Soxderfammisfton für die Beschaffung von Dienslläunxen für die Stadt­verwaltung.

** Die Opern-Woche! Aus dem Stadttheater-Bureau wird mitgeteilt: Den­jenigen auswärtigen Bestellern von Eintrittsl- karten zu den Opernoorstellungeu der näch­sten Woche, welche keine direkte Absage durch Postkarte erhielten, konnten Karten zugeteilt werden. Diese müssen bis nächsten Montag 1 Uhr an der Theaterkasse des Stadttheatersl abgeholt oder durch Posteinzahlung an die Kasse beglichen sein, da sonst anderweitig übet sie verfügt wird.

** Fahrraodiebstahl. Am 11. Fe­bruar ü. I., vorm. 9Vi Uhr, wurde hier aus dem Lebensmittelamt ein Fahrrad, Marke Torpedo", im Wert von 800 Mk. entwen­det. Es hat schwarzen Rahmenbau, tiefgebop gene Lenkstange mit £cbcrgriffen, vernickelte Schutzbleche und ein Holz- sowie Eisenpedal. Das Rad ist noch neu, vor Ankauf wird ge­warnt.

** Gefaßte Lederdiebe. In der Nacht zum 11 .d. Mts. bemerkte ein Sichevheitswachmann in der Neustadt drei Frauen mit einem Kinder­wagen, die, als sie ihn gewahrten, unter Zurück­lassung des Wageps die Flucht ergriffen. Er stellte dann fest, dafe auf dem Wagen eine gwfee Rolle Sohlenleder lag, die zweifellos von einem Dieb­stahl herrühren mufete. Am nächsten Tage stellte es sick heraus, dafe die Rolle mit noch zwei weiteren Rollen im Gesamtwerte von 10000 Ä, die in einem Hofe im Tiefenweg vorgesuudax wurden, aus einer in der Nähe befindlichen Gerberei mittelst Einbruchs geitohben waren. Au Hand des zurück- gelasseneu Wagens gelang es alsbald dte Diebe zu ermitteln und tetaxrifawen. Als solche kommen, wxe die Kriminalpostzei mteteüt, die in Giefeen wcchneude Ehefrau des Metzgers nab Schuhmachers K. K., die Gtefrau des Hiuü4eos R. B., das Dtexst- mädchen G B. ufa> der einanxtge KctegsbeschKfate G. R. xn Frage.

** Eix en guten Fang hat am 9. ds. Mts. d« hienge Pvlizex zu verzeichnen. Es gtfang, den

Sa» in ».

Drmiftm tosten FrsthlingsgcWitter und Lexzes- stürme über dte Fusel, im Pesel war Licht uxd Smxne. Sie ging wohl von dem Mädchen in bent DoKchaar aus, das, das Mnd tm Arm, gläubig Brcrlxfltf) fromm z dem Pastor auffafe, der die Sttrx

^äuklmoA '

faitte. Er trat an der Arbeitsstelle an ben Dtaim heran, offerierte frische Land butter und Speck zu sehr billigen Preisen, liefe sich von tfan in em mit sich führendes Lieferscheinbuch Name und Wohn»- ort schreiben, schnob bann darunter 15 Pfd. Butter und 5 Pfd. Speck, berechnete dte Ware nrtt 130 Mark, bescheinigte bann den Empfang als vom Ehemann geschehen, begab sich zu seiner Fran ixnb liefe sich das Geld ausbezahlen, was ihm anstands­los g«la»j, da die Frau die Schrift xhves Mannes erkannt hatte. Laut schriftlichen Aufzexchnungen, die er mit sich führte, ist er auch noch in einer grofeen Anzahl anderen Städten auf die gleiche Weise ausgetreten. Dem Arbeiter kannte der Betrag bis auf 11 Mark, die bet Betrüger bereits ausge­geben hatte, zurückgegeben werden.

** Das Fest der silbernen Hochzeit feierft morgen, 13. Februar, Peter Theiß und dessen Ehefrau Jauchen geb. Keller, Wolkengasse.

** Tie Bortragsvereinigung, Kaufm. Verein, Ortsgewerbeverein halt am Diontag in der neuen Aufa ihren 4. Vvrtrag. Pvof. Dr. Wa- gener-Berlin wird über Forschungsreisen in Inner- China sprechen. Eintritt für Mttglieder nebst en­gerer Familie gegen Vvrtragskarte frei.

Landkreis Gießen.

** Beuern, 11. Febr. Im hicsissen Bolks- bilduugsverein spricht am kommenden Sonntag Dr. Horneffer über das Thema:Bom Unter­gang und der Wisdevcmferstehimg des deutschen Volkes".

O Grün berg, 11* Febr. Bei dem hiesigen Postamte sind seit einiger Zeit die Dienststmx- deu am Sonntag verringert worden. So ist der Schalter nur noch mittags von 12 bis 1 llhr geöffnet, während er früher auch noch von 8 bis 9 llhr morgens offen war. Beim Fernsprech-- xntb "Tetegraphenvertehr ist die Stunde von 5 bis 6 Uhr nachmfttags ebenfalls ausgefallen und btefn: Verkehr nur noch von 8 HD 9 llhr morgsis und von 12 bis 1 Ufa mittags gestattet.

O Gr ün berg, 11. Febr. Am Dienstag wurde frier der im Ruhestände lebende Bahnschaff- ner Konrrw Hartmann zur letzten Ruhe gebet­tet. Er stand im 82. Lebensfahve und war Ve­teran von 1866 und 1870/71. Er war stets ein eifriges Mitglied des Kriegervereins, bei dem er fange Jahre das Amt eines 2. Vorsitzenden inne hatte unb der ihn später zum Ehremnitgliede er­nannte. Hartman» hat ben größten Teil seiner Dienstzeit an der Bahn abgeleistet, ehe di sie durch den Gemrinschastsvertrag an Px>mßen überging.