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Das Ergebnis der Abstimmung in der ersten Zone Nordschleswigs.

Internationaler Bergarbeitertag in Brüssel.

Brüssel, 11. Febr. (Havas.) Das inter­nationale Komitee der Bergleute trat gestern in Brüssel zusammen. Die deutschen und die österreichischen Delogierten sind noch nidft ein» getroffen. Der Präsident des Komitees gab der An­sicht Ausdruck, daß es jetzt an der Zeit sei. an die Wiederaufnahme der internationalen Beziehungen heranzugehen.

Aus dem Reiche.

Der rvürtttmbergischc Landtag gegen Auslikferui'qsbegehrrn.

schäftsberichi genehmigt. Auch der Wirtschaftsptan findet feine Beanstandung.

Ter Ernst-Ludwigverein, Hess. Zen­tralverein für Errichtung billiger Axch«mlgen hielt Dienstag nachmittag im Saale der 9a u gerne rf- chule ehre letzte Versammlung unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Köhler- Worms in V.r- Hinderung des 1. Vorsitzenden Frech^rn v. Heyl ab. Ten Geschäfts- irrtb Kassenbericht erstattete Landes wohnungsm spektor Oberbaurai Klump. Ter Vorsitzende gedachte dann in .>in gehend m Aus- ührungen der langt ähiigen ersprießlichen Tättg- keit des Vereins, der durch die Kon Keren» des Heimstättenvereins genötigt sei, sich aufzulösen. Die Auflösung wurde beschlossen, der Vorstand bleibt in Tätigkeit bis zur bötUgien Lmuidttum.

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D Mm* Üükl W 1.111W schriftliche Slngtbr ier 02596 an h ebener Anzeiger.

gieruWgSvertretzer mit, daß vom Reiche aus nach Möglichkeit der Flachbau gefördert werden soll. Für verschiedene ausscheidende Mitglieder wurden in den Verwaltungsrat gewählt Dr. Lanomann- Tarmsladt, Tram bahn sichrer K. Schuchmanw» Darmstadt, Geh. Oevonomierat Wallher-LengfD, Geh. Justtzrat Görz-Maniz und Pfarrer Loos- Butzbach. Nach Bericht des Rechnungsrates Haardt wird Entlastung erteilt. Der Geschäftsführer Dr. Liudfuß erstattete hierauf den Geschäfts­bericht, in welchem u. a. auf das Wachstum des Vereins und die Notweirdig^ctt der Schaffung eines eigenen Zentralorganes derHeimstätte" Hinwi-S. Er erörterte dann die pvattische Tätigkeit des Vereins in Gemeinschaft mit dem Hess. Siede- lungsausschuß und bespricht die vom Berwaltungs- rat vorgeschlagene Beteiligung- der neu zu grün­denden Kleinwohmmgs- und Heimstätten-Gffell- schast mit einem Kapital von 500000 Mk. Die neue Gesellschaft soll die prakttsche Tätig^it aus­üben, unb da der Staat, die Provinzen, die feer* ficherungsanstalten, der Heimatdank, die Lanoes- hypothekenbank, die LandwirtschoftSkammer u. a. ihre Beteiligung mit teilroeife namhaften Summen in Aussicht gestellt haben, dürfte ein bedeutender Bettag zur Erfüllung der großen Aufgaben zu­sammen kommen. Ministerialrat Schäfer sagt die Unterstützung der Regierung zu. schlägt aber vor, sich über die Form der neuen Gründung heute noch nicht festzulegen. Nachdem noch mitgeteüt wurde, daß jeder Form der Spekulation bei b?m Hausbau und Verkauf ein Riegel vorgeschoben sei, wird der Anttag auf Bewilligung des Betrages ohne weitere Bindung angenommen, sowie der G>

Line neue Verordnung über handel mit Gold und Silber.

Berlin, 11. Febr. (WB.) Der Reichswirt- schsftsminister erließ unterm 7. Febr. eine Ver­ordnung über den Handel mit Gold, Sil­ber und Platin, die für den Handel «mit Reichssilbermünzen einem Monopol der Reichsbank gleich k.omnit und außerdem den Hausierhandel mit Edelmetallen und daraus hergesteklden Münzen und Darm ver­lötet. Ter Berkaus von Reichssilb tmim-ai zu einem den Nennwert übersteigenden Pveiie an an­dere Stellen als die Reichsbank ist strafbar. Die Reichslank erhöhte im Zusammenhang hiermit die Ankaufspreise für Reichsfilbermün-en auf das Acht­fache des Nennwertes.

Nr. 56

Ter Siebener Lnzeiaer erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertags.

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postscheckkeitt»:

Frankfurt a. M. UM6

rimg durch Note vom 30. Januar 1990 bestätigt. Da nach 8 10 des Anhangs V zu Teil 8 das Frie- d-ensverttages bre An Änderung >ei»ens des Wieder- gutmachungsausschusses und eine bestimmte ver­tragsmäßig festgesetzte S»kündi«nngsfrist für den Beginn der sianrösiichen ßieterungen entscheidend sind, folgt aus Vorstehendem, daß eine Verpflich­tung Deutschlands zur Lieferung bescnmuter Men­gen bisher nicht bestand. Die bisherigen Kvhlen- lre^eamgen sind als durchaus freiwillige xu stet rächten, und es kann deshalb auch lebt Vor­wurf gegen Deutschland daraus berge leitet wer­den, daß bestimmte Mengen nicht erreicht worden sind. Im übrigen ist von deutscher Seite in dem Brot)toll und wähnend des ganzen Verlaufs der erhandlungen die nachdrücklichst ebgeaebene Er­klärung wiederholt Norden, daß Deutschland ohne schwere Schädigung seines wirtschaftlichen Lebens vorläufig überhaupt nicht imstande sei, bedeutende Lieferungen zu machen.

Wirtschaftlich betrachtet, liegt in der Tatsache der freiwrlligen Kohlenlieferungen vor Ablauf der int Friedensverttag vorgesehenen Ankündigungs­rist ein gewaltiges Opfer Deutsch­lands und zugleich ein schlagender Bew.'is für

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Stuttgart, 11. Febr. (Wolff.) Beim Beginn der heutigen Landtagssitzung gab Präsident Keil eine Erklärung gegen das A u s l iese r u ng sbegehre n ab.Die württembergische Regierung steht auf demsel­ben Standpunkte wie die Reichs reg ierurtg und ist überzeugt, daß eine Regierung, die vei> suchen sollte, dem Auslreferungsdegehren zu

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(Eine Konferenj in London.

, Paris, 11. F-br. (Wvlsi.) Savas. Mil- le ra nd, Marschall F och und ihre Mitarbei­ter sind zu den Verhandlungen nach London abgereift

London, 12. Febr. (Havas.) Nitti ist gestern in London ein getroffen und wurd,' von Lloyd George am Bahnhof empfangen.

IniOiaep.,

*55?

Tie Verpflichtungen der deutschen Regierung aus dem Versailler Protokoll vom 29. August 1919 sind in der Note unrichtig iviedergegebon. Deutschland hat m dem Protokoll lediglich er­klärt, mit der Lieferung von Kohlen an die alli­ierten und assoziierten Mächte sogleich beginnen zu wollen. Bestimmte Mengen Kohlen v-or- zuliefern, hat Deutschland in dem Protokoll nicht versprochen. Als Gegenleistung für diese durch­aus freiwillige Borlieferung von Kohlen hat das damalige Organisationsbomitee in Aussicht ge­stellt, dem Wiedergutmachungsausschuß nach seinem Zusammentritt, also nach Inkrafttreten des Frie- densvertrages, vorzuschlagen, daß Deutschland an­der Grundlage der gesamt« deutschen Erzeugung von 9 Millionen Tonnen Steinkohlen im Monat 1640 000 Donnen monatlich tu die Entente lie­fern soll, und zwar bis zum 30. April 1920. Dies ist eine einstige Erklärung der alliierten Mächte, mit welcher eine Ermäßigung der im Friedensverttag an sich vougesthenen Ge­samtmenge bis zum 30. April 1920 sicherge- Mit werden sollte. Der Wiebergulmachunss- ausschuß hat diese ßfrUinrng der deutschen Regie-

Lloyd George über Rußland.

London, 11. Febr. (Wolff.) Reuter. Im Unterhaus behändste Lloyd George bei der Debatte über die Adresse auf die Thronrede tn der Hauptsache Fragen innerer Art. Auf 'den BvrscUag des Friedensschlusjes mit den Bolsche­wisten wiederholte Lloyd George, daß bevor die Sieglerung, die Rußland verwalte, ihre barbarische Methode aufgegeben habe und auf zivilisierte Werse vogtere, kein zivilisiertes Gemeinwesen in der Welt geneigt sein werde, unmittelbar Frieden zu schließen. Es bestehe Keine Regierung, die berech­tigt sei, für ganz Rußland zu sprechen. Der einzig übrigbleibende Weg fei, Rußland durch den Handel zu retten, was beruhigenden Einfluß haben würde und mehr als jede andere Methode die Grausam­keit und Raubftrcht der Bolschewisten ausrottat werde

Au» Hessen.

Hessischer Wohnungs- uno Hcimstüttenvevein.

R.M.K. Darmstadt, 10. Febr. Der Heft ijcheLandesvereinfürKriegerheim- tätten hielt heute nachmittag unter d'M Vorsitz des Landforsttneisters Dr. Weber fine dritte Mitgltederversommlung ab, die aus ollen D.ilen tXffc.i.; besucht war. Der Ersitzende teilte mit, daß der seit etwa 20 Jahren best ehende Ernst-Ludwig- Berein für Errichttmg billiger Wohn-m gen auf­gelöst und seine Mitglieder in Zahl von mchreren Hundert von dem Heimstättenverein übernommen worden seien. Nach kurzer GeschästsordnungsdebattS wurden ^hieraus die aögeänberten Satzungen be­raten und darin der Titel des Vereins inHes- si! chcr W ohnungs- und Heimstätten- verein "abgeändert, nachdem verschieden' an­dere Vorschläge Ablehnung fanden. Die Satzungen anirden dann nach längerer Aussprache in der Hauptsache nach den Vorschlägen des Vorstandes mit einigen formellen Aenderungen gutgehihm. In der Aussprache kam zum Ausdruck, daß, den heutigen Verhältnissen Rechnung tragend, der Ver­ein der allgemeinen Wohnungsnot steuern, und, soweit tunlich, dabei die Kriegsteilnehmer in erftn: Linie berücksichtigen will. Hierbei soll nach Mög­lichkeit der Flachbau gefördert, dem bsitehenom Mangel an Baumaterial aber Beachtung geschmkt und auch die Hochbauweise unterstützt werd-m. Zu der Frage der Baukostenzuschüsse teilte ein R>

Au- Danzig.

Danzig, 11. Febr. (Wolff.) Heutt vo^nittag kam der Bettreter der verbündeten Regierungen in Danzig, Reginald Tower, von Paris an. Ober­bürgermeister Sahm hieß ihn im Namen der Stadt willkommen. Der Oberkommissar antwortete in deutscher Sprache. Er drückte seine große Freude darüber aus, im Auftrage der alliierten Mächte die Verwaltung der Stadt zu übernehmen, imi> hob hervor, daß feine Bemühungen nur dann den ge­wünschten Erfolg haben könnten, wenn er auch die wohlwollende Unterstützung «irres jeden Bür­gers eichoffen fämtr Es unterliege keinem Zweifel, daß, wenn das Volk bt gemeinsamer Arbeit seine ganie Energie und Tatkraft allein den ftiedlichen Zielen feiner wirtschaftlichen tÄttwicklung widme, die Zukunft eines neuen glorreichen Zeitabschnitts in der Geschickte Danzigs sich eröffnen werde.

M 3 ub7'dad>: W M Äl.tÄ en et (?*P,e|8tr hsii m bienen.

Ntten8ebln6u: ^ntn während bt 6 tunben, Ä-iZ m Jtatf, bei uns ä Wti werben. l»u R-*It'Ä5ÖnUeTl®

Don 40 Millronen nur über 3 250 000 Tonnen monatlich verfügt. Welches Recht kann Deutsch­land anführen um günstiger gestellt zu sein als Frankreich, deistn Notlage lediglich auf die systc matrfchen feernniHungen zurückzuführen ist, die durch die i«utiche Oberste Heeresleitung ohne m i l i t a r i s ch e N o t w e n d i g k e it und dem ' bestimmten Ziele, die französische In­dustrie zu ruinieren. besohlen worden sind? k £ französische Regierung kann nicht zulassen, miß die deutsche Regierung m Nichtachtung ihrer Verpflichtungen und obwohl sic dazu imstande wäre, die Lieferungen nicht ausführt, an denerl Frankreich ein spcziellss Interesse und Anrecht hat. Sie Derlangt, daß Deutschland die über nommenen Verpflichtungen crusfühtt und ist ent» schloffen, die Rechte der ftanzösischen sstativn gel­tend zu machen, die durch den Friedensverttag fanttwrnett worden svnd.

Unter Bezugnahme auf Artckl 429 des Frie- censvertvages eröffnet die französische Regierung yerrntt der deutschen Regierung, daß, da Deutsch­land die Bestrmnrungen dieses Vertrages nicht ge- weulich erfüllt bat, die Friften für die Räu­mung de r besetzten Gebiete noch nicht zu laufen begonnen haben, ferner, wenn am 1. März 1920 Deutschland in weiterer absicht- hrber NxhäerAllung dieser Beipflichtungen an Frankreich nicht die noch rückständigen bereits fäl­ligen Lieferungen sowie das volle Februarquantum geliefert hat, so wird sich die Regierung der Repu­blik gezwungen seh-n, #u w i r t s cha f t l i ch e n und finanziellen Sperr -und Vergel­tung smaßregeln und allgemein M solchen Maßnahmen zu greifen, die sie als durch die Um­stände geboten erachtet, wie das für solche Fälle «r Vertrag besonders vorsieht. Tie ftanzöjische Regierung gibt sich der Hvfsirung hin, daß sie nicht gezwungen sein wird, andere Maßregelli gegen Deutschland zu ergreifen, wie sie dos Protokoll vom 10. Januar 1980 und das Schreiben vom 23. Tezenwer 1919 als BedrngAng für das Jn- frafttreten des Vertrages vorgesehen haben.

Hierzu wirdvon zuftändiger Seite bemerkt: Die SWenwte vom 8. Febr. 1920 gd)t aus Dom französischen Ministerpräsidenten und ift gerichtet an den deutschen Geschäftsttager. Sie beschwett sich über man-elhafte Kichlensie- enmgen Deutschlands. Gegenstp-r den übernom­menen Verpftichtulligeil für bie Behandlung der Kvhlenlieserungen aus dem Fr» den Vertrag.- ist lediglichderWiedergutmachungsaus- chu ß zuständig. Er. allein hat das Recht, die deutschen ftWentfe^rungai feitzusetzen; er al» lern hat die Ausführung ber dentschm Verpflichtun­gen zu überwachen, und er W Maß»iahmen zu treffen, falls Deutschland feinen Berpslichtungen nicht nachkommt. Der französische Mi­nisterpräsident hat sich mit dieser Note Befugnisje ängemaßt, die ihm Nicht zustehen. Daher ist es auch nicht ver- NTunderlich, daß feine Note von unzutreffenden Voraussetzungen ansgelst und zu falschen Schluß- oLgenmgen gelangt.

den Zkreisen der deutschen Volkswirtschaft er­hoben haben, hätte eigernlich volle Anerkennung von feiten der Alliierten verdient.

Schließlich ist auch hervorzüheben, daß öer Hinweis auf Vergeltungsmaßregeln, bie nach dem feertrag nur im Falle vorsätzlicher Nichterfüllung der Verpflichtungen in Frage kom- men können, sowie auch eine Aeicherung ves Ar- ttkels 429 des Frisdensverttagts, der die Räu- nrungsftist für die besetzten Gebiete reg.1t, nicht ^rstanriich erscheint. Auch für Beurteilung dieser (Trage ui nicht die französische Regierung, sonp.'ru nur der Wiedergutmachungsausschuß zii st andig. Cs ist nicht einzuseben, wie der W«edErguttnachunaisrusschuß. Anlaß srndeii könnte, derarttge Maßregeln in Erwägung zu ziehen.

Kiel, 11. Febr. (WB.) Noch dem amt* lichenErgebnis der Bolksabsttrnmung in der ersten Zone Nordschleswigs wurden abgegeben 25 223 Stimmen für Deutschland, 7 4 808 für Dänemark.

entsprechen, vor einer Unmöglichkeit stünde. 3a) habe noch hinzuzufügen die Meinung, daß bei aller berechtigten Entrüstung und bei allen Empörung den Feinden die Ruhe und Würde gezeigt werden must, die unserem Volke ange». messen ift." (Beifall.)

Kundgebungen in den Kirchen Hamburgs.

Hamburg, 10. Febr. (Wolff.) In den -^.auptkirchen Hamburgs järchen beute (uxmi) Kundgebungen gegen die Auslie- ierungdfoiberung der Entente statt Die Hauptpastorvl hielten von, den 'Kvnzesir Ansprachen, dve der Entrüstung über das Verlangen der bis­herigen Feinde Zlusdruck gaben. Es )ourde sodann eine Entschließung verlesen, die an die Regierung und die Nationalpersammlung aerichtet wird und das AusUeserungsbvgehren brandmarkt.

Der Hessische Volksdund wird, wie man uns mitteilt, am 14. unb 15 b. M. in Cassel gleichzeitig und in Fühs- lung mit der ersten Deutschen Mderalistei^ Konferenz eine Bundestagung abhalten, nun welcher grundsätzliche Fragen der zukünftigen Wmf, soweit sie die Ziele des Hessischen Volksbundes betreffen, erledigt und R'cht- linten für die weitere Tätigkeit der BundeK- organe aufgestellt werden sollen Einladun­gen zur Teilnahme an diesen Besprechungen sind bereits an alle Ortsgruppen und Ver>- trauensleute ergangen.

DieRote Fahne" wieder verboten.

Berlin, 11. Febr. (WB1 Wie dasB. Z." meldet, wurde das Berliner Organ brr kommu­nistischen Partei, dieRote Fahne", bis zum 25. Februar verboten.

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Line anmaßende Note der französisch« Ministerpräsidenten in der

Xohlenlieferungrsrage.

Während in der Auslieferungsfrage un­sere Gegner noch keine weiteren Entscheidun­gen gefällt haben, bat sich Herr Millerand oeeilt, uns m der Kohlenlieserungsfrage Vor­haltungen zu machen und Drohungen daran anzuknüpfen. Unsere Regierung veröffentlicht dteses Aktenstück mit ausführlichen Zusätzen, dte es dactun, daß eine solche Vorhaltung nach den Abmachungen überhaupt nicht Sache des französischen Ministerpräsidenten, sondern des Wiedergutmachungsausschusses sei. Herr Mil­lerand scheint die Konffik^sstimmung vermeh­ren zu wollen. Er soll ja auch vor Absendung der Auslieferungsnote bei der Botschafterkon^- srrrnz das widerstrebende England zum Nacht geben veranlaßt haben mit dem Hinweis, daß er, Millerand, ja schon erklärt habe, der Frie»- densvertrag müsse buchstäblich erfüllt wer­den und dah man dies nicht desavouieren, dürfe. Die französische Ocfsentlichkeit befindet sich in einigen Aengsten. Die Häupter der Entente versammeln sich heute in London, um die wichtigen schwebenden Fragen zu erörtern, uni) da man weist, daß in England die berlangten Auslieferungen als politische Entyleisunb angesehen- werden, ist man in p?ris pessimistisch gestimmt. Daraus oürfen wir Deutsche noch immer teuren Anlaß neh­men, etwa zu triumphieren. Wir müssen uns auch in der Sache der Auslieferungen vor Uebertreibungen und Verflachungen hüten Als eine Verflachung der deutschen Volksbewegung müssen wir das Borgehen eines Vereins bezrichnen, der wie ein Pilz mrs dem Boden geschossen ist und nun die deutsche Menschheit zu Unterschriften und Listeneinzeichnunaen auffordert. Das ist wirklich eine unzulässige Verwässe­rung dessen, was in unserem Volk jetzt tont» lid) vor sich geht. Der Reichsjustizminister Schiffer hat nach Bekanntwerden der An-

Nach den Besttmmungen des Friedensver- tragcs Den Versailles, Teil VIII (Wiedergutmach- ; iiJigen) Artikel 236 Anlage 5 8 2 bat sich Deutsch­land verpflichtet, an Frankreich 7 Millionen ; ^° n"fe,n ® o (en j ä b r I i rf> zu liefern. Außer- tem soll Deutschland jedes Jahr an Frankreich rrne Kohlen menge gleich dem Unterschied zwischen («r Jahresförberung der durch den Krieg zer- >>rrten Bergwerke des Tepattements Nord und Pas de Calais Dor dem Kriege und der 'm.?01! Bergwerke dieses Beckens in den rad,t. .kommenden Jahre,, liefern. Letztere iXrUrf Jahre lang imb darf nicht

» SS 2- Millionen Tonnen jährlich während il^ENnmf Jahre und 8 Millionen Tonnen wahrend der fünf folgenden Jahre be- »^-,^^>evetteitS geht aus dem Protokoll Dom rii öder die Verhandlungen bezüg-

S ^uslührung der Anlage 5 zu Arttkel 236 ^?frW®^lt>ertTQ^ hervor, daß die Mächte uberemgekomrnen sind, nicht sofott nach bes Vertrages die Dollständige Lie- m der Anlage 5 ousgejählten Kohken- ru langen Deutschland Hot sich ver- April 1920 monatlich den -irtimS 660 000 Tonnen zu liefern. Tas .'br'^I emer läßlichen Lieferung von 20 Mil- Kjat Tonnen Kohlen und stellt den Ersatz der ?o oenmg der zerstörten ftanzösischen Bergwerk.' 8 Tn entsprechend dem Schlußsatz

$10 der Anlage 5 das Borrangsrecht genießt.

tw.HrfT nnantastbare Dokumente fest, daß |> -50 te? hes letzten Dezember

,'^00 000 /tonnen Kohlen produziert hat. Ge- Ä m dem Protokoll vom 29. August |3T ausgesprochenen Grundsätzen hätte Teutsch- also an die alliierten Mächte 2 500 000 "ctern müssen, während es nur 600 000 ij Riun geliefert hat. Tie im Monat Januar Menge ist mertlid) geringer gewesen KT Ä Vertreter ber deutschen Regierung bei I!fl':5*)^cn-utV?r^0.ramiff^,n in Essen hat amtlich u S-n Deutschland nicht mehr als m-ouat- /xP -0 Tonnen werde liefern können. Aber NH dieje^ Menge ist bis jetzt niemals geliefert i c>en < r ü n b e, die man vorgebrackH um die Nichteinhaltung dieser hoch- ;M>icht,gen Verpflichtungen zu rechtfer- k t>lc auf die wirtschaftlichen Schwierig- des deutschen Staates Hinweisen, können kitt t a l s^ st i ch ha 11 i g betrachtet werden gegen» x Tatsache, daß Teutschland für sich selbst he Quantität zurückbehatten hat, die erheblich M05 ist als die, die es zur Ausführung seiner 1---------- llUj ,-v«. vun.uuiV.i

wirilichtungen benutzt: 60 Millionen Deutsche I Kvhlenmengeü entttößt, um sie zur Wi bergo: Maten zur Zeit monatlich 8 Millionen Tonnen ' JoQicn, wähvsnd Fran Keich für feine Bevölkerung

ier in SlttoaM Schreibmaschine;

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Gele«nheii gebe-, i L Lavoraiorium eir iwerftiätSHinit in! eben, hisloloaischen." kleriologischen ta bungSmeihoden nuk den. E-chr. Anreb.^ Wa.d.Me8.Sniklr Itt im Unten Dame ertMi brachen, fr». Äotr wfflÄt. btt 6M 5) titybaahr.t Lam ettnUgö- unirrri»

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aesch»ULigtenlist>e alsbald verfügt, daß Er­hebungen angestellt werden sollen, wie weit auf Grund des deutschen Gesetzes zur Ver­folgung von Krietzsverbrecl)en gegen be- >nmmte Fälle, die such aus dem gegnerischen Anklage material ergeben, vorgegangen wer­den könne. Dagegen ist nicht viel einzuwen- den, obgleich die benwnftratiüe Wirkung biefer Maßnahme ihre zwei Seiten hat.

. Berliu, ,11 Febr. (WTB.) Ter fran- zosische Mrnisterpr äsident hat der o £ v c n Missionin Paris folgende vom o. Februar datierte Note zugehen lassen:

die Bereitwilligkeit Deutschimü>s, seine Pflicht zur Wiedergutmackmng nach beiten Kräften zu erfüllen. Hätte TeutscAand diele freimilligcn Lieferungen nicht übernommen, so hätte es die biöher an die Entente g<lieferten NoAen sein.'m tgenen schwer erscküttetten Wirtschaftsleben ^csikhr^ können. Statt befien bat es sich dieser s.chr erheblich.m I ÄöWenmengett entblößt, um sie zur Wi chergnt- modyimg zu verwetü^n. Dieft srwrilli^ Lei-

I ftmig, gegen die sich die aller.tuftesten B^mkcn

A ^0. Jahrgang Donnerstag, 12. Zebru^r 1920

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GletzenerAnzmer

General-Anzeiger für Oberhessen ZMZ

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