belgifü>m und s anzösischen Negievimg aus- getaujcbtc Schriftu-eliscl oorg-elegt und die Bcrsick)e- nmg gegi'den, daß es sich um ein rein def?n- f i Deö Abkommen Hande, das nur dann in die ß-rfdjeinung treten könne, wenn ein nicht provozierter Angriff tiorfieve. Sein Ziel sei, die Friedens- und Sich?rheitsstarantien, die sich aus dem BölkerlmNdsstamt ergeben, zu verstärken.
Der frauzöfrfche Botschaflerposten in London.
Berlin, 11. Nov. Tas ^Journal des T6- bäts" bestätigt, daß die französtsäie Regierung bei der englischen Regierung um das Agrement für den ictjigen fran.'.ö ischen Botschafter in Madrid, Grafen de St. Aulaire, als Nachfolger des jefjigen Botschafters Paul Cambon nachgesucht hat.
Aus der französischen Gewerkschafts- bcwegnug.
Paris, 10. Nov. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Nationalrates des Mtgemeinen Ar- bei erverbandes . C. G. T.) hat I v u h a u x die Demission des Berlv-rl ungsraies z u r ü cf ge z o g e n. Sämtliche GdwerkichastsjetLreLäre verbleiben also im Amt.
Eine Feier der russischen Sowjetrepublik.
Paris, 10. Nov. (Haoas.) Nach einem Fuuk- spruch aus Mosman ist der 3. Jahrestag der Sowietrepublik in ganz Rustand feierlich begangen worden. Tie Somsetinitglie -?r von Moc- vau crsli-ienen im großen Stadttheater und hielten Anspraclxn. Lenin beglücLvünsch'e den He- uoismus der rusnsck-en Arbit er, die es ermöglich haben, daß die Revoluts-ou ivätirenb dreier Jahr< leben und alle Schmierigkeiten überwinden konnte.
Kopenhagen, 10. Nov. (WTB.) „Lcc- lingske Ti^nde" meldet aus Helsingsors: Die neuesten hier eingetnofsenen russischen Zeitungen teilen mit, daß in Kronstadt an Bord des Kreuzers „Cromo boy" eine Meuterei aus- gebrockten sei Die Besatzung ermordet e al le bolschewistischen Offiziere und versenkten Darauf das Schiff im Hafen.
London, 10. Nov. (WTB) Dem „Daily Telegraph" zufolge liest die Moskauer Svwjrt- reaierung die Mitglieder der amerika- Nischen B c r e i n i g u n g zur Unterstützung vor Israeliten verhaften.
Erfolge WrangelS.
Paris, 10. Nov. (Wolff.) Aus Scbastopol wird berichtet: In der Gegend von Perikop haben die Truppen Wrangels den Bolschewisten cmpsrn'lickie Verluste lvtgebracht. In der (legend von Siracl; haben die Bolschewisten nach mehreren vergeb ich.m Vrt'nckM, zur Offensive überzugehen, ihre Bemü^tngen cingrstellt.
yaröing und der Völkerbund.
Haag, 10. Nov. (WTB.) Wie aus Neuyork gemeldet wird, gab Ha r d in g zur Fcststelliung der LlnftigLN Po.itik Amerikas Auftrag, Informationen über folgende Punkte cinzüziehen: 1. inwieweit bie europäischen Staaten geneigt sind, an einem neu zucrrichtendenDölkerbunde sich zu beteiligen: 2. w'ieviele Senatorm bei einer leinfachen Abänderung des gegemvärtigen Völkw- Ibundsstaüts geneigt fein würden, für den Beitritt Amerikas zu stimmen.
rLrrs Sem UeSchs.
Keine Aushebung der Awnngsbcwirtschaftung von Milch!
Berlin, 10. Nov. (WTB.) Die Meldung der „Frankfurter Zeitung", wonach in Regienunasr-eilen der Gedanke -erörtert werde, vom 1. April 1920 ab die Zwangsbewirtschaf- tung für Milch aufzuheben, ist, wie wir von zuständiger Seite hören, falsch. f
Tie neue Negierung für Thüringen.
Weimar, 10. Nov. .(WTB.) Heute abend wurde nach fünfstündiger, zum Teil erregter Debatte die Regierungsbildung für Thüringen vollzogen. Gewählt wurde die sozialdemokratische Liste mit .Hilfe von vier Demokraten und elf Unabhängigen, die Kommunisten verhielten sich neutral, die vereinigten Rechtsparteien stimmten dagegen. Tie neue Regierung für Thüringen setzt sich zusammen aus den Herren: Dr. Paulsen (Dem.), Dr. Benz und von Brandenstein (Parteilos), Fröhlich (Soz.), Hartmann-Rudolstadt (Soz.), Dr. Dielfeld-Sondershausen und Professor K r.ü H e r-Gotha (Dem.). Die Einteilung der Ministerien erfolgt in einer der nächsten Sitzungen.
Ein Schifferstreik.
Berlin, 10. Nov. (Welfs.) Auf dem Dortmund— Ems-Kanal sind die Schiffer wegen Lohns! reiligC i en in den Aus stand getreten. In . dem Hafen vn Beugeihvev-ede liegen 150 Schiffe, die nicht ankern Wunen. Der Wasserschutz und die Technische Nothilfe sind eingesetzt worden. Bisher ist keine Störung .her Rulie ein getreten. Der Handelsminister hat Maßnahmen getroffen, um durch Verhandlungen den Streik zum Abschluß zu bringen.
Hus dem besetzten Gebiet.
Die Kosten für die britische Besatzung am Rhein.
Amsterdam, 10. Nov. (Wolff.) Nach dem ^Teleg-aaf" erklärt« Churchill im englischen Unterhause, die Kosten für die britische Besatzung am Rbein für das laufende Jahr würden auf 3,6 Mi lionen Pfund S erling geschützt Die Gesamtausgaben für das Besatzungsheer betragen vom Waffcnstillstandsabfch uü bis zum 30. September d. I ungefähr 61 Millionen Pfund Sterling. Von Deutschland seien bisl>er für die Anforderungen des Vesatzungsheeres ?tira 316 Millionen Mark an Zahlungen in örtlichen Zahlungsmitteln erfolgt.
Frankreichs Handelöpslitik.
Fd. Saarbrücken, 10. Nov. Welche Mühe sich die s.a.'.fösisch-saa lä.rdstche Handelskamme r in Paris gibt, um das Saar gebiet wirtschaftlich frn'zumachen, Frankreich anzubteten, davon legt eine hier erscheinende Anzeige unzweideung Zeugnis ab. Tein nach Paris reisenden Saarläm e werden u. a folgende Ratschläge gcgeb.ii: Tc Saarländer in Paris begibt sich in erster t'intk auf das Bureau der französischen laarlandis "n
Handelskammer. Er befolgt dort secue Kvne:pvn- denz. Er konsultiert Sachverständige .Her i«,i M- vo-aten der Kammer. Er findet dort saarländlsa)e Z<ntuilgeu, sra-'zösisck^-techiuiicke Ze.tnpriüe , Adrtß" und Naclyck^agebüchec. Ec erha.t Rat und llnttrstt'itzuug in Pa^», Zoll- und Tuanspc>rt fragen.
■ Er wird b i al e t Amt-üel.sn (wenn Mitglieder Handelskammer) eingeührt. Er wird m Verbindung mit Ang bo^u und Nach vagen gebracht. Mau stellt ihm Kontrakte auf. Man macht inne Anzeige fraiz.sisch-.echrris'^eu Zeitui'ge. zugängig Dir Teilnahme an ossizie.le i Berrnstaltnngen (Musbevaus .Wellungen, Munermessen) wird ihm e.- möglick/t. Pässe für nach F a-'kvrich re:.ende. Mü- gliäer der svanz-ösisd - aar ä dbch n Ha ielScam- itter werden -aus dem Bu-.onu in ^<rar brücke» tostz-n- los befürwortet. Saarländische Finnen we len g.- betien, .^«.Aloge, Preis'.ise-i und lon^rge Literatur sowie Muser in soviel Er.e.np a en wie möglich auf das Pariser Bureau ztl senden, welches sich mit bereit Verte slung be<sen wird.
Eine cugl-schc öBJcimünitcufdcr.
Berli n, 1. Nov. Nach einer Meldung des „Berl. Tage bl." aus Köln macht die britische Militärbehörde bekannt, daß anläßlich des zweiten Jahrestages des W a f f e n st i l l st a n d es am Donnerstag, 11. November, eine allgemeine Arbeitsruhe von zwei Minuten, und zwar von mittags 12 Uhr ab, festgesetzt wird. Jeglicher Straßenverkehr auf dem Tomplatz hat um 12 Uhr zu ruhen und darf erst nach Ablauf von zwei Minuten wieder ausgenommen werden.
Nrrs Lies?en.
Ein deutsch nationaler Protest gegen Kabinettö- nud Klassenjustiz.
Der Vorstand der Tcutschnationalen V v l k s p a r t e i, Landesverband Hessen, veröffent- lickt folgende
Erkl eritng.
In ihrer Nummer vom 4. ywvember berichtete die „Hessische L a n d e s z e i t u ng" in Darvtsladt, ixm einem Putsch der Rechnen könne erustfick feine Role sein, tsvhl aber habe man Nackrichten, daß gemäß den erdigen offenen An- füit igir;gtn ein Linksp u t s ch vvrbcrei et we be, auch 'li/tiic man,-daß ein baldiges- §. inein-amcs Borgehen ver Kvmmuni en in Darmstadt, Frankfurt und Hanau geplant sei.
Auf Grund dieser Mitteilung hat das hessisck-e Ministerium des Innern unter iem Borwsttd, die Sä riftleimng habe BÄveisc über geplante Anschläge Wirer den Slaai vevheimlicht, in (en Räumen der „Hessisclren Lmüi-.sz»'i ung" sÄvie in der Priimtwvhnung ihres HaupisckrriftlciterS Haussuchung gehalten. Dieses Bsrgehen, van dem in unwahr-beschäni-geicher Weise behauptet wird, es seien Be-rmle ,.zu Ermi tlungen zur Hessischen Laiweszei ung g>es<lnckt Worten", witer pr ch- nicht nur der Verfassung und der S rafpvvxeßordmnng,, sviwern es zeig^ mtch cutt offenkmrdig parteiliche Einseitigkeit. Wird doch in sozialdemokratischen Zeitungen for g-setzt von angeblichen Pl-itncn der Rechten geschn-eben, ohne daß biSl^r bei ihnen oder ihren Sclirif-lei ern Haussuchung gehalten ivvrden wäre, um fest-ustell n, ob s ie Unterlagen über gehlante Anschläge verheim!ick>m.
Wir erheben vor dem ganzen Land Einspruch dagegien, daß ein Ministerium, welches vor allem Hü er des Gesetzes und der verfassungsmäßigen Rechte und Fveihei'en sein sollte, diese tnißachtet. Wahrend die he fische R^ieiungi gegenüber den bedenklichsten D-vhungen uwd Ausschv i> tuugen von sozialdemoliratisch-'koinmunistiscl-er Seite weitherzige Duldimg« übt, welche die Sicherheit, des Siaa es, die Ownung und die Ruhe im Lande schwer gefährden und unser Wirtschas s'elen stark beeinträch, tgen, sind reächsstehendr P.l ti’.'er '.oieber- holt Haussuchungen und Verhaf.uugen ausgesetzt gewesen, die jeder rechtlichen Grundlage entbehren.
Wir verlangen daher, daß auch das hessische Ministerium endlich den Avti^l 109 der Verfas-üng anerkennt, ^wonach alle Deutschen vor dem Gerichte gleich sind.
.. - - !■■■ imu rrrr-rrrr—•
28ms StaM MMS LcrnS.
Giehen, dm 11. Nov. 1920.
Reue Nachtfchneüzüge Berlin-Frankfurt.
Der Schlafwagenverkehr und überhaupt der Nachtverkehr zwisckMt Berlin und Fron.furt a. M. hat ebenso we zwischen Berlin und Köln einen derartigen Umfang ang nornrnen, daß es eine betriebstechnische Notwendigkeit ist, neue Verbindungen zu schaffen. Trotz aller S-chevrerigkeiten der Kohlenversorgung und da: Gestellung von Lokomotivm hat sich die Reichveisenbahnvenua nng cn schlos en, auch Nachtschneilzüge zwisckren Beilin und Frankfurt einzulegen. Sie verkehren ebenfalls vorn 1. Dezember an. Die Züge lausen von der Berliner Stadtbahn über Belzig, Nordhau'en, Bebra und Fulda Die sog. Kanonenbahn erhält damit znm erstenmal wieder die ihr fehlenden Schnel züge. Bon dm beiden Zügen geht Der eine vom Sch eiischm Bahnhof in Berlin 9,20, von der Friedrichstraße also etwa 9,39 und ist in Frankfurt 8,36. Der Gegtnzug geht von Frankfurt 9,05 und kommt nach dem Schlesischen Bahnhof in Berlin 8,10, nach der Friedrichstraße also ungefähr 7,50. Die Züge erhalten nicht nur Schlafwagen, sondern auch Kurswagen alle: drei Klassen. — Diese Züge verkehren, wie cs oben heißt, über Bebra—Fulda, kommen also für Gießen nicht in Frage.
Verbiülgung des Schnellzngsnahverkehrs.
Berlin, 10. Nov. Die Benutzung von S ch n e l l z ü g e n im Nahverkehr bis zu 75 Kilometer einschließlich ist zur Zeit von der Bezahlung eines Mtndestfahrpreifes abhängig, der in der ersten Klasse 51 Mk., in der zwetten Klasse 30 Mk. und in der dritten Klasse 15 Mk. beträgt. Das Reichsverkehrsministerium hat jetzt diese Mind'st- fahrpreise mit Wirkung vom 1. Dezember aufgehoben.
.Kartoffeln in Salzsäcken.
In diesem Jahre macht sich vielfach, wie beim Obst, auch bei den Kartoffeln große Neigung zur Fäulnis geltend. Um noch mehr Schaden zu verhüten, sei darauf aufmerksam gemacht, daß Kartoffeln, welche in direkte Berührung mit Salz kommen, nach einigen Tagen dem Verderben anh'imsallen. Aus diesem Grunde wird von fackimännischer Seite erklärt, daß Kartoffeln nicht in Salzsäcken transportiert werden dürfen, die nicht zuvor gut ausgewaschen sind. Auch sollte man zur Lagerung keine Kisten verwenden, die Salz, wenn auch nur indirekt, enthielten, wie dies d- B. bei Speckkisten der Fall ist. Sehr wichtig ist es ferner, sich vor dem Verladen von
Kartoffeln in Waggons zu vergewissern, ob solche nicht vorher etwa Salz enthielten. Gleichgültig ist es dabei, ob es sich um Speiseoder Düngesalz handelt. Da ein sog. Besen- reinmachen des Waggons nicht genügt, um die Kartofseln vor dem Verderben zu schützen, so weise man solche Wagen der Bahnbehörde zurück. Die mit Salz direkt oder indirekt in Berührung gekommenen Kartoffeln werden infolge chemischer Zersetzung feucht, um nach einigen weiteren Tagen genau die Beschaffenheit erfrorener Kartoffeln anzunehmen und zu verfaulen. Schon häufig wurden von den Konsumenten bereits im Herbst vor Eintritt von Frost Klagen über gefrorene Kartoffeln geführt, welche lediglich auf die Berührung mit Salz zurückzusühren waren.
VersirrstAltrmgen.
Dvuuerstas: S e^ttf^aler, 71/? Uhr, Konzert der GustkÄ-Bvck-S. istung. — Hotel Köhler, K Uhr, Zuiammenlünsi ter Ortsgruppe Gießen > pes D. H. V. — SBirtidi-afr Schmidt. LÄvengasw, Mvns!s»eri«mmlimg der Freüvttism Feuerwehr. — Hotel Eiuhvrn, 8 Uhr, S.rcichbmzert der Rcich.:-wehri'apcl.e. — (Safe Leib, 8 Uhr, Kvn-ert und Llvrstell.ips der MdeiiE f9ccihingicr. -— Lichtspieltheater wie gestern.
** Aus b i e niederländischen Vvr- lesungcn und Uebunaen des niederlän- pischen Lekivrs an unserer Universität, Professor van der Meer aus Frankfurt sei hiermit ganz l'-esvnderS hing>.lvi«sen. Bei bec gr vßen Bedeutung, die Ide Hentert Nii-derlarüe gerade nach dem Krüge in Handel und Kul.ur erlangt haben, ist es außerordentlich wünschenswert, die Äerbirü>ung z-wisäum der holtär.di chen und den schen Sprache nach> Kräften zu pslesen und auSzuvauen.
** Tie H essis che Vereinigung für Volkskunde eröffnete gestern abend ihre diesjährige WinlervvrtrassfalFe. Der Vorsitzenoe, $iarrer Schulte, begrüß e die zahlreich erschienenen Mi.glieder und Freunde der Bereinigung. Als weitere Bvrtt'äge in diesem Winter wurden: „Oberhe'sische Gl-ocken", „Die Wvlga-dcutsck)en" .Hess. .Herkunft) in Aussicht gestellt. Sv.ann sprach Prvf Wrede (Marburg) über das Tl)ema: „V-clkslünde und MimdarForschung". Er dankte allen denen, di- ihm bei der Bearbeitung deS hessisch-nassauisck^u Wörterbuches dirrch Beitrags- wmmlmrg treue und sleiß M Mühclfrr waren und gab dann einen Uebetb-iür über Geickstchte sowie Zweck der Murrdartforichung und Volkskunde: Die deutsche Muü.nr Forschung begeht feit Begründung der germani chen Philrbog^ie. Ihre Wieg« ist Bayarn, wo Sckwrellcr 1821 eine bayrische Grammatik und 182. ein bayrisches Wörterbuch herausgab. Die VvlksLuude begntünbei spä er Earl Weinhold 1859. Tie Mundartforschung wurde jedoch mir aus rein gelehrten Gründen betrieben., Sck>nel- lers Fortsetzer sind bloße Sammler. Sie geben uns durch ihre Wörterbücher und Grammatiker der Mundarten nur ein „Was spricht man" und ein „Wie spricht man" zur Antwort. Die historische Betrachtung des Dialekts, ein — Warum spricht man so — trat bei ihnen in den Hdttergrund. In Hessen wird die Mundartforschung durch Bilmars „J.-iotivon von Kurhefsen" 1867 l«grüntet, worauf dann 30 Jahre später ein Oberhei.tsches Wörterbuch von Crizelius folgte. Einen wertvollen Beitrag lieferte die Unkversitätsbibliolhek durch das „Eschenrvder Jiäotikon". Dies waren jdxxfy nur mehr ober weuig-er wertvolle Ansätze. Ein umfassendes, vollst ändig-es Werk wird uns das hessisch- uassaui'che Wörterbuch bie en. Ist auch die Herausgabe durch t-ie jebigieit Verhältnisse nicht möglich, so kann vielleicht ein 2luszug im Drucke erscheinen. Neben die mundartliche Grammatik und das Idiotikon tritt nun noch Die Dialelktgoogiraphie. Gleich- ariige dialek ische Erscheinungen innerhalb eines bestimmten Gedie'es wer en durch Linien zusam- mengefaßt. Die'e Tial-k grenzen decken sich jedoch nicht mit den politischen Grenzen, sondern wie man durch Forschungen gefunden hat, mit den terri.vrialen deS ausg^chenden Mittelalters. In Cschwege iHessen) hat m'an z. B. di? Pfarreiciirenze im 14. Jahrhundert als Malek grenze feitlegen können. Die Mundarten müßen sich also in dieser Zeit herausgcbildet haben. So wird also die Dialek. geichichte durch die Lcmderigrschichte beding-! und tas bunte Durcheinander be3 Dialektatlas ist das Abbild der ntmtni^fal igim historischen Ereignisse. Außerdem ergibt sich, daß Naturg,renzen nur so fange Dialek grenzen sind, als sie mit der poli- i rijeit und a-nrinistrauben Grenze Msammeufallen.
Wortgv; A '6p-,-ie ist also Kulturg ographie —- Volkskunde. Sprache und Sitten unterer Ahnen aber sind durch die Zerstörenden Einflüsse der Grvß- stadtkultur' ernstlich^ bedroht. Treiben wir Volkskunde — so schtoy. der Redner — retten wir ün Museen und Ärchio^m di? Reste fcinrifdter Sprache, Eigenart, Si ten und Lebensgim-ohnheiten unserer Väter! Treiben wir VvlMünde, um durch Die Vergarbgienheit die Gegenwart zu verstehen und für die Ztrkunft zu fernen! Durch die Vergangen- heit der Gegenwart die Zukunst. B.
** Kränze auf deutschen Krieger- gräbern-am Totensonntag. Aul eine nach Frankreich gerichtete Anfrage har das zuständige französische Ministerium si h damit einverstanden efff ärt( daß der „Volksbund Deutstüe Krbsö- gräterfürforge, e. V." im Aurt.-age der Anye- hörigm die deutschen Kriegergräber tn F ankreich mit Kränzen schmückt. Ter VolkSbmtd hat die Möglichk it, am Totensonntag zunächst aus fo> f,enden Fnedhösen Kränze nieb rfegen zu lassen: Awoingt tki Cambrai (1 Kranz 20 Frs.); Baälon bei Stenay (5 Frs.): Bernes bei Roisel (5 Frs): Billy Montigny bi Lens (10 Frs.); Bouchatn bet Sl^tkncteinie5 (15 bis 25 FrS.): Bourgogne bei Reims (6 bis 8 Frs.); Bvusbecque bet Me- nin (1 Frs.): Cambrai (25 Frs): Elary bet Lc Catsau (5 Frö.): Creey für Serre bei Laon (5 Frs): TourgeS Ivi Bethime (18 Frs.): Saourt St. Quentin, bei Tvua: (5 Frs.): Flavigny le Petit bei Guise (15 bis 20 Frs.); Golbey bet Ept- nal (8 Frs.): Halluin bei Menin (7 Frs.); Lille (16 Frs.); St. Michel bei Hirson (20 Frs.); Stenay (5 Frs.); OiguieS bet Douai (5 Frs); Sin le Nob-e bei Douat (.Kvcruz einschl. Grab- b-pfl-anzung 20 Frs.>; Toure, ing, Tep. Nord -8 Frs.); Valenciennes (15 Fis.-: Aaurbain bei Soisfons (20 Frs.); Billers au Flos bet Btpaume (5 Jr?.): Billers en PrayZres bei FismeS (10 FrS.): Wervicq — stanzösisch — (5 Fcs.). Aste Anträge werden unter Abgabe ter löten Fe d- adoesse, des Todestages und tec Grabaummer deS Gefalfenen an den Bol'sbmrd Teutscke Kriegs- gröbirfürsorgc, e. A, Cl-a lottenburg 5, König'- weg 30, erbeten. Tie Betrag' werden später eilt» gefordert. Anfragen oder gleicke Anträge für andere Orte können erst später berücksichtigt tverden.
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** Der Ober Hess. Ge s chi chts v ere in veranstaltet am Doimerstag den 18. Nove^nber -abends 8 Mr, im Hörsaal des Physikal. Jiistituti (Eingang Sü'phanstraße) den ersten Bort ai bei Winterhalbjahres. Lehramtla's.ssor Kuniei ' witt- über die Vorgeschichte unserer Heimat spreck>cn. ‘
** Anläßlich des Geistervor- trag 8 der „Burg" hatten wir als Knrio. surn die Ankündigung vermerkt, wonach der dritte Vortrag in der Unioersitätsaula statt- finden sollte. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Universität niemals daran gedacht hatte, den „Burggeistern" ihre Räume zu überlassen.
** Gestohlen wurde eine Schreibmaschine, eine sogenannte Klein-Adlerreis? Schreibmaschine tuelche die Nr. 150 100 trägt? Sie ist noch gut erhalten. Vor Ankauf wird gewarnt.
** Von der Feuerwehr. Gestern nachmittag 2.58 Uhr wurde die Feuelmtache durch bett Melder in Teuselslustgärtchen a.armiert. Von der ausgerückten Wache lief 3.0"> Uhr die Rückmeldung ein, es handle sich um einen Zimmerbrand in der Löwcngasse Nr. 5, der zum Teil bereits erstickt sei. Die Wache löschte den Brand mit Handseuerlösch- gerät völlig ab und rückte 3.20 Uhr wieder ein.
_ ** Der Turnverein Gießen veranstaltet ein W i n t e r s e st am Samstag, 13. Nov, abends 7l/2 Uhr, in der Turnhalle. Siche Anzeigenteil.
** 4 7. Ausgabe von Süßstoff (Sa. ck-arin). Für die Zeit tan 10—30. Ncoember wird gegen die Lief-rrungsabschn- ste 17 der Suh- ftofffarte „H" (blau) und 6 der Süßslosskorte „G" (gelb) von den Süßstofsak^obestelstn der Landgemeinden des Kreises Süßstoff abgeg 6nt. Es gelangen auf den Abschnitt 17 ein Briefen und aus den Abschnitt 6 eine Sckmchtel zur Ausgabe. Mit. dem 30. November 1'20 r-erlioren die Abschnitte 17 bzw. 6 ihre Gü'ttgkcit Nach die ein Zeitpunkt nicht alg.-rufcne ©üüiftoffnKtigr-n bürjett von beit Abgabestellen frei an die Bevölkerung verkauft toerben.
** Bequemste Steuerzahlung. Tie Entrichtung der Steuern will der Reichsminister der Finanzen den Abgabevflichtigm so Bequem wie möglich machen. Schon oit Neichsabgabenorünung bestimmt, daß sämtliche Finanzämter ein Postscheckkonto oo»t ein Bankkonto haben. Dazu ist jetzt noch be- stimmt worden, daß die Oberfinanzkassen unfc Finanzkassen neben der Postscheckrechnung Altschluß an den Giroverkehr öffentlicher Gelb- anstalten nehmen. Nur für Kassen mit geringem Verkehr oder bei denen ein Anschluß nicht zweckmäßig erscheint, darf eine solche Verbiw düng unterbleiben. Sie müssen aber dann wenigstens ein Postscheckkonto haben. Zollkassen brauchen u. U. auch dieses nicht. Für den Anschluß in Betracht kommen die Reichs- Bank; die S'aatsBaliken der Län! e ■; die öisenp lichen, der Strafaufsicht unterliegenden müw delsicheren Sparkassen und Gemeinde-Girv- kassen sowie deren Girozentralen; PrivatBan, Fen; die einem RevisionsverBand angehürb gen Genossenschaften und deren Zentralkaiseir, und endlich Privatsparkassen. Bei der 'M der VerBindung soll ausschließlich das Jnte> esse des Reichs maßgeBend sein, insBesonden die Schnelligkeit des Verkehrs. Die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Geldanstalten ist sorgfältig zu prüfen. GegeBenenfalls könne« Sicherheiten verlangt werden. Kassen an
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VM zu - I- släfft.lltl lytfi b.T 5. I; JUJiitBt fcragt, h |uUNintiti| l-jjt für 2 kÄa-riftül Mil'cke 5'tßi Enmrtet u k ter Stflöt MlhflM E e.at her torm ft Et bet Str bbießrilf fcjung feint
U Aus t ktrtftcn Tö Mk Lande Mi 50» Litt oom fei Man n, r?r.tr Land r.'itr bit A l Marb rat eine all? kt Don M utn, du jh
eine GelüanstalL am Ort zu nehmen.
** Die Einsichtnahme in bie Per» svnalakten. Pcrvnalak en dürfen in Prcußm den Beamten jetzt wieder auf Verlangen zur Eiir- sicht vorgelegt werden, auch sowrtt sie vur dem 1. Oktober 1919 angelegt sind. Es bleibt bei Borsivnde der Behörde, bei der die Per onalakln geführt werden, überlassen, »jr Geirährung der Einsicht die Stücke aus den Aiten zu entsernm und zu vernichten, die sich zur Vorlegung an btt -Beamten nicht eignen, insbesondere deshalb, rod Dritten Personen aus der Borlel'tung Nachteile entstehen könnten. Infolge ter äl cren Be,!immuNkz waren schon Per sonalakten gesäst assen laorbcil Diese sind jetzt nach einer Verfügung des prenA Justizministers mit den neu angelegi en roteort zu verbinden. Ihr Inhalt kann wieder vww-n'« werden. Die Entsck-eidung barüler, welche S.üfit sich zur Vorlegung eignen, hat der Vorstand bn Behörde zu treffen. Diese S ücke sind sofort in Der Einsichtnahme zu üemid> en.
Landkreis Gießen.
** Reiskirchen, 11. 9bvv. Zu unser« Notiz in der letzten Freitugsnummer über t® Embruchsdiebstahl bei Kaufmann Löwenberg tciul uns die Bürgermeisterei Saasen mit, daß Herr Wilhelm KönigausSaasen bei dem Bruch nicht Beteiligt war.
-o- Großen-Linden, 11. Nov. GeKe« hatte der Volkshvchsckmlverein seinen zbveiten ww tragsabenb. Frau Dr. med. Marx aus Girier leitete die Vortragsreihe „Mutter und Kind" ein Ucber hundert Flauen ha.ten sich in dem Sab von Philipp Schaum IV. eingefunden. Die nerin verstand es, in einfaäier, volkslümlickxr Wn<r in ihren Stoff einznführen. Sie sand au find-• same Zuhörerrnnen, zumal sie ihre AusfüynMcl mit reichern An'dxruungdma'crial aussto.tt ve. B'“ fragen trugen nvck) zur Klärung von Einzelhena» bet. Der nächste Vortrag t-ie'er Reihe findet aJu^ wvch den 24. November statt.
** Leihgestern, 10. Nov. Bei dem D» richt über die turnerisch n Veranstaltungen in ca$ Tienstagnummer ist vers?dent ich der Name £<itw Göns vorgesetzt worden; die Veranltaltunzen ia>v den selbstverständlich in Leihgestern statt.
Kreis Alsfeld.
△ Von der Ohm, 10. Nov. Die Dl eß' Preise haben eine Höhe exv.W, wie inan w kaum erträumt hatte. Eine erstklassige Kuh mit 10 000 Mk. bezahlt, ein kaum numig WoaM alles .Kalb mit 100J Mk. Für f ite Schveine roc-j den pro Pfund Lebendgewicht 16—18 Mk verlwM Ein Landnürt verkaufte jüngst ein gemästetes AOl-? terschwein filr 5200 Mk.
Kreis Friedberg.
O Kirch-Göns, 9. Nov. Ms sich gestern abend dri Gemeinde zum Abeudmayi^ gottesdienste in der Kirche ver'amme te, ^*'-6” sich, daß, wohl infolge einer schadhaft m im Kamin der Heizung, die Balken an der Empo«
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Nicht-Reichsbankplätzen haben Anschluß ßit


