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vrnck u«tz vertaq: Srühl'fchr Univ.-Vuch- urö Steinärncfertt H. Lange. Zchriftleitmig, Seschöstrstelle «nd vnickerei: Zchulfttahe 7

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Aleinigkeiten" aus Tschechien.

Wir entnehmen den Mitteilungen des Leverns für das Deutschtum im Auslande die slgenüen Zusammenstellungen, die für sich <lbft sprechen und dartun, daß die Tschechen tzinter den Polen in den Mißhandlungen deut- ichen Lebens nicht zurückstehen:

Die Unterzeichnung des türkischen FricdenSvertrageS.

Paris, 10. Aug. MTB.) Der türkische Friedensvertra§ ist heute nachmittag tn Levves unterzeichnet worden.

Ur. 187

«Dc; Giesener Snzeiaer «cscheinl täglich, archer Sona- und Feiertags. vezug?picise.

Monatlich aru 3.60 »ndMK.- 65Tr^gerlohn, r erlcljuhrl'chMark 10 80 inömh.l.95lrägerlot)H; Lurch bic Post viertel' Jährlich Markt 12. .usfchüetzlich Besteügeld. 'ernsprech-Anschlüsfe: ür die Schristleitu ng II 2; 5erlag,»erchäfrssteüe51. Inschrift für Drahlnach. ichten: Snzclzer Sietzen.

postfcheckk-mo:

raRffert a. M. UMS

bestraft. 2cm löblichen Stadtrnt von Eitenfck-üv sche.nl terSicgerwrchlrffmi" den letzt en Gchrru- reft zerstört zu haben.

Hu$ dem besetzten Gebiet.

Der Stratzenbahnerftreik in Wiesbaden beendet.

fd. Wies b ad en, 10. Aug. Die Stra­ßenbahner haben heute, nach viertägigem Streik, den Dienst wieder ausgenommen, nach­dem die französische Militärver­waltung ihnen z u g e s i ch e r t hat, daß die Belästigungen der Straßenbah­ner durch Angehö rige der franzö­sischen Besatzungsbebörde ausho- ren sollen. Außerdem hat der kommandie­rende General die Freilassung des verhafteten Slraßenbahners in Aussicht gestellt, wenn die nötigen Rücksprachen mit den übrigen zustän­digen Behörden beendet sind. Dreier Streik, bei dem die gesamte Bevölkerung einmütig auf Seiten der Straßenbahner stand, hat also mit einem Sieg der Streikenden geendet.

London, 10. Aug. (Doll. Nieuwsburegw Lloyd George hat heut? nachmittag int Unterhaun die angekündigte (Srflärung über die polnisch: Me abgegeben. Tie russischen DeKgicrten K a- m e new und Krasi in leinten nd' wahr en o her Red? nur der Tribüne. Lloyd Ccorg^erfuchte das 5>ous, seine Zustimmung zu den schritten zu Geben, bic die britisch? Regierung zu uiverricte men sich unter allen Umständen für bercch.igt halte. Attt Recht trage die o m i e t r e g i c r u n g bei den Frischei Soerh- nl lungen der Tat eile Rech­nung, daß Polen den Angrif.wuf Ruß­land unternommen habe. Eben.o mu se berücksichtigt werden, daß lNolen die e t Angnss trott <er Warnungen der Al iietten un e.noinmen hebe. Tie Sotofitccgicrung sei br r wohl be­rechtigt, Garantien zuver.angen, nne sie jebc Regierung gegen derartig, in griffe ter- lange:! tourte. Nicht gereefrfertigt b gegen ;ct cs, ! Repressalien oder ei: e Bestoafimg zu r erlangm

Mainz, 10. Aug. (Wolff.» Durch ein Schreiben vom 7. August des ^^rals Glaudon, Kommisiär für .das besetzte Rheinhessen, zur Hohen Interalliierten Rhein landkommis'ion wird bekanntgegeben, daß die Verbreitung der Zeitlchrift 'cZ^pliz- - f im u s" im besetzten franzonichen Gebiet bis auf Widerruf untersagt ist.

Die italienische Kammer und der Zriedensvertraa.

Rom, 10. Aug. (WTB.) Stciani Tie Kam­mer beendete die Aussprache über den Vertrag von St. Germain. Graf Sforza ertlarte baß eine Besetzung und sofortige Annexion .von Triest in dem Vertrag nicht vorgeieben wr. Gwlettt erklärte weiter, daß keineswegs Italien Die Ober­hoheit von Gebieten beanspruche, bie noch m der Wassenstillsiandszone liegen. Tie Kammer billigte bann zwei Tagesaronungcn, welche die Regierung mifforbern, die Wahlen in den neuen Gebieten ru beschleunigen, um auch dort das Arnneitiegewtz anzuwenden. Mit 177 gegen 59 Sttmnmi wurde die Tagesordnung Treves abgelehnt, welcher vor­schlug, die Ratifizierung des Vertrages von et. Germain abzulehnen.

Italic» und Griechenland.

öffentlichen Sir ßen und Plänen Verboten tat.! Represialteii. »der er e >41.^3 u

Lagegenl/anixlnte werten nach dem Ces tz oom mit der Wlicht^dem n^wrwlen Vewmde Po ens 31. Juni 1919 durch die BeziicksHauptuMisck?aft | em Ente zu bereiten, xec Friede mush. auf der

Da; «Ergebnis der Konferenz von hythe.

Poris, 10. Aug. (WTB.) Ter Bericht­erstatter der Agenoe Havas meldet aus Hythc, die beiten Ministerpräsidenten hätten die Zwangsmaßnahmen gegen Svwjet- ru ßla n d gebilligt, jedoch würden diese Zwangs- maßnal)men nicht zur Anweisung gelangen, bevor nicht den Bolschewisten eine letzte Gelegenheit gc- geben n»crbe, ihre angebliche Mäßigung zu te» weisen. Am Mittwoch i verte in Minsk die erste Zusammenkunft der russischen utid polnischen Un­terhändler ftattfinben. Wenn die Boischcwtsten Polen Bedingungen anbieten würden, die biestern* torialc Integrität und feine politische Unabhängig» feit antasteten, dann weroe die Haltung der Alli­ierten notwendigenveisL davon beeinflußt werden. Als Vias,nähme soll nach dem Berichterstatter die effektive Blockade Rußlands nament­lich im baltischen Meer in Aussicht genommen sein. Amerika und die RuUand benachbarten neu­tralen Staaten wie Schweden, Norioegen und Tänemark würden aufgesordert werden, keine Pw- fbufien Nahrungsmittel und keine Munition nach Rußland zu senden: nötigenfalls würden dre Alli­ierten auch Deutsch land zur Mitarbeit auf­fordern um Rußland auch von der Landseite her zu isolieren. Eine andere Maßnahme werde bann bestehen, gegen Sowjetrufland mit Hilfe der vom el^emaligen russischen Reich getrennten Staaten, wie Lettland, Litauen, Kaukasien und Aserbeid­schan eine Tefensivfront gegen Rußland auf­zurichten. Tas Heer des Generals Wrangel, das von der französischen Regierung unterstützt werde, solle von England Kriegsmaterial erhalten. Polen werde ferner materielle und moralische Un­terstützung von den alliierten Regierungen er­halten damit es seine Unabhängigkeit aufrecht er­halten könne. Wenn der Korridor durchichnitten würde werde das Kriegsmaterial über d-ieTschecho- Slowakei befördert werden. Tie Entsendung ftan- zösischer und englischer Truppen nach Polen sei nicht beabsichtigt. Wenn die Sowjetregierung in ihrem Wider sprach verharre, würden Kamenew und Krassin auf gefordert werden, innerhalb acht Tagen London zu verlassen. Tie Konferenz habe auch einen Augenblick darüber unterhandelt, ob man die Regelung des polnisch-russischen Streites dem Völkerbund zuweisen solle, aber man habe festgestellt, daß diesen noch die nottoewngen Aktionsmittel fehlen und daß man vielleicht zu einem für die Zukunft des Völkerbun­des unangenehmen Mißerfolg kommen könne.

Erklärungen Lloyd Georges.

Grundlage der Unabhängigkeit des ethnoaraphi sckxm Polens herbeigefüürt roc.ben. Tie Mirr en hat en ter Sowjet.egicru.ig borge' Ugm, für Montag Mitternackst len Wa>nstilb and zu er­klären. Dieser Vorschlag sei im Zu arnmen ang mit der Konfevnz am Mi twock) in M insk nist 1 an genommen ivorden. Man 'labe Polm m.'begfr- legt, zu versuchen, über einen W-iftenmll^and zu i'eohandeln und Frieden zu scküießei, wen.! die Un- ü&.KUtbtg eitles «nhnog ap.'isae - Pol nsag.er.-aw.t werde. Der Sotoietregiermtg sei davon Mittei­lung gemacht worden. Würde diese Bedingungen siellen, die der erwähnten Unabhängigkeit ein Ende bereiteten, so mürbe ein scknvieriger Zustand unf­eine Gefahr für den Frieden Europas^ entstehen, wenn man ein gwßcs aggressives Sowjetrcich erhalte, das an Deutschland greiize. Es sei natür­lich, daß, .wenn die Polen ihre Freiheit ver­teidigen müßten, sie die Ratsch'.äge imb die F uh nmg eines Voltes auzunehmen guttäten, das vier Jahve Ersahrmigen in dem gwßen Kriege gesam­melt habe. Mliierte Truppen mürben Nicht nach Rußland geschickt roerben, imb das sei auch nicht nötig, ivenn die polnischn Hilfsquellen richtig organisiert und verwaltet wütchen. Falls die Kon­ferenz ht Minsk ergebnislos verlaufe, locrbe ein wirtschaftlicher Druck auf Sowietrußlaud ausgeubt werden. Tie Aktion würde m btelem Falle international und eine solch: zur See seiw Vorräte zur Versendung nach Polen seien genügend

vorhanden.

Schließlich betonte Lloyd George:Wenn wir die revolutionäre russisch: Regierung blockieren, so geschieht cs nicht wegen ihres revolutionären Eha rakters, sondern weil sie nicht mit uns zu.ammen- arbeiten will, um den Frieden zu sichern. Wenn Rußland den Frieden mit uns nötig hat, fo rann es ihn erhalten. Tie Londoner Konferenz ist ja gerate vorgcsOagen Worten in der Absicht, einen solchen Frieden herteizuführen."

Nach einer Radiomcldung mis L o n d o n soll Lloyd George, als die fran zösisch en De­legierten über die rmsisch-deutschen Bezws.ni- gen und über die angeblichen Intrigen von Sow­jet rußland in Hythe zu sprechen versuchten, geant­wortet haben, ter einzige Gegenstand ter Konferenz sei eine Aussprache über die Sage von Polen.

Xie Haltung Amerikas.

Paris, 10 .Aug. (WTB.) Nach einem Tele­gramm desEcho ve Paris ' aus Washing- t o n wird als Ergebnis ter Beratungen im Weitzen Hause, an ter Wilson, Staatssekretär Col- d i n g und die Unterstaatssekretäre David und Baincrtg teilgenommen haben, eine Erklärung veröffentlicht, in ter gesagt wird, die ru ssi f che Armee sei nicht bolschewistisch, fondern sie sei eine russische Armee, ter en General stabschcf Brussilow, einer ter bedeutendsten Offizvere des alten Regimes ist. Die Russen verfolgten keine territorialen Eroberungen und man muffe zu gestehen, daß sie bie Souveränität Polens nicht antaften wollen. Tie Amerikaner wünschten, das russische Gebiet sicherzustellen, bis das rufiW Volk seine inneren An gelegen teilen geor dnet habe. Dadurch hoffe bis amerikanische Volk die Wieder­herstellung des Friedens und die Ordnung in Rußland zu beschleuuiqcn. Das Blatt fchrcibt zum Schlüsse, daß also die Bereinigten Staaten gegen Polen Stellung genommen haben.

Die englische Blockade.

K o p e n 'fr a g e n, 10. Aug. (Wolff.) Hier sind zwei englische Kreuzer und vier Zerstörer eingetragen und man nimmt an, test )ie rn den nächsten Tagen nach dem baltischen Meere tn See gehen werten.

Die Lage im Osten.

Danzig, 10. Aug (Wolff.) Die polnische Regierung unterband den gesamten privatrnF e r n- sprech- und Telegraphenverkehr mit

Berlin, 11. Aug. Wie verschiedenen Blät­tern aus Tanzig gemeldet wird, bruerl dieM af­f' e n f l u ch t ausPolen fort. Bisher sind über 10000 Personen aus Polen in Danzig airgetm^ men. JuOvischen wird der allgemeine Angriff auf Warschau ton der russischen RordarNree txo-o- be reitet.

Der Bormarsch der Russen.

Warschau, 10. Aug. (WDB.) Reuter. Der Heeresbericht meldet, daß die Bolschewisten Siechanow genommen haben, und dadurch eine ter beiten Eisenbah nlinien von Danzig nach Warschau abgeschnitten haben.

Berlin, 10. Aug. (WTB.) Verschiedene Abendblätter melden von der ostpreußif chen Grenze: Die Russen stoßen an ter Norofront, nachteni es ihnen gelang, die direkte Bahn­verbindung Warschau M l awa Danzig zu unterbrechen, weiter in ter Richtung auf Thorn vor, um auch die andere Eisen­bahnverbindung zwischen Danzig und Warschau über Bromberg und Tliorn zu unter* hinten. Zu diesem Zwecke tourte der russische Nord- slügcl durch neue Truppen außerordentlich ver­stärkt. Ter polnische Nordflügel, ter an großem Munitionsmaiigel leitet, befindet sich in völliger Auflösung. Zwischen Ostrolenka und dem Bug biachm die Polen eine große Schlacht ab, nach- tem ite kurzer Widerstand bei Nostrviv gebtoiten ivar. Auch auf der Südsront, wo die Poleii sich noch am besten gehalten hatten, scheint ihr Rück­zug haltlos »u werten.

Au» Vern Neiche.

Aus dem Reichswirtschaftsrat.

Berlin, 11. Aug. Gestern trat ter sozial und wirtschastspolitiscl'c Unteraudidyu6 des vor­läufigen Reichswirtschaflsrates in Berlin zusam­men, um den Bcrichi über Öen Antrag Wisfell be­ll reffend Förderung der produktiven Er­werbslos enfür sorge en'.<]rgen$U!-ebmcn. Wffsell wies daraufhin, daß die Wirlfchaft.kci.e »ie- genlvärtig akut geworden fei, nicht durch eineu Käuferstreik oder die Un:crncbmerjabota(je, Iunbern i>ie .Ucbeneuecung bei- Roh..offe. Staa.ssWrcLrr Tr. Hirsch führte aus, baß die Kcknse eine internatio­nale Erscheinung sei. Es iwrte eine großzügige Um­gruppierung der Arbeitsmitrel imo ^lrteitskräfte vorgeschlagen. In ter Frage des Preisabbaues äu­ßerte sich Hirsch im allgemeinen zustimmend warn« aber vor dem Preisabbau durch den Staatscuiwalt.

Die Linienführung des Mittellanülanals.

Braunschweig, 10. Aug. (WTB.- Teö Landtag nahm heute Stellung zu einer Inter­pellation wegeii ter Linien führ ung bes Mittellandkanals. Minister Autrick er­klärte in einer längeren Rete, daß Braunschweig in Gemcmschast mit Sachsen, Anhalt, Oltenbirrg und Bremen für die südliche Linienführung eintreten werde. Der Landtag nahm einstimmig eine entsprechende Enffckstießung an, worin u. a. Einspruch dagegen erhoben wird, daß die preuß. Vorlage aus ter Grmidbage ter sogenannten ?Nittellinie verfassungswidrig auf braun chweigi- sches Gebiet hinüber greise. Dadurch rocrix- auch den. späteren Entschließungen des Reiches über die zu wählende Kcmallinie vorgegriffen Die braun - schweigische Landesversammlung erwarte, daß bi< Reichsrcgierung sich bei ihrer späteren Entschlie­ßung birrch heil Besckstuß ter preußischen LanteS- versammlung in keiner Weise beeinflussen lassen werte.

Die Ermäßigung der Tabaksteuer.

Berlin, 10. Slug. (WTB.) Nach der Ain- vrdmrng des Reichsministers der Finaizcn tetvägt die Ermäßigung der Tabaksteuer Dum 1. Oktober bis 31 März 1921 für Zigarren 7.5, für Zigarettenin den fünf 'hdd>ffym Klaffen 50 und ffir fein geschnittenen Rauchtabak rn den beiten obersten Klassen 20 Prozent ter vollen Steuersätze. Tie Tabaksteuer toira fe^och nid)* mitcU dem Betrage von 87 VLark für 10JO 2tück Zigiv- retten und 32 Mark für das Kilogramm Tabak ermäßigt werden.

Eine Spitzelzentrale in Magdeburg.

Magdeburg, 10. Aug (Wolff.) In einer Mitteilung ter Pressestelle des Oberprchioiums -heißt es: Nach langwierigen Bemühunge.i tit es gelungen, hier eine Spitzelzentrale ffstzu- stellen, die durch gefalsckste «e ichte über angeblich linksradikale Kam Pf plane seit langem die Oeffmtlichkeit beunruhigt. Das umsanqrffche Material, teils 'halbfertige, teils fertige Put ch- psäne imb Putschmeldungen wurden triürei c bei den Erfindern selbst beschlagnahml. Die Orgmi- sation erstreckt sich über ganz Teutschland un) neht mit ter Organisation Efchertchs in innigem Zusammenhang: er ist cs aud-, ter regelmäßig ihre ,,Bercinsnachrickten" aus.auscht. Leiter der Spitzel zentral- in Magdeburg ist cir ceoif er A11- mdini. Auch das Original ter kürzlich von der Magbebur^r Zeitung" veröff ntli<htm Meldung über die Si^vjelrcgicrung in '.'Magdeburg stammt au5 dem Altmaunsd^.i Bureau und wuroc dort beschlagnahmt. Nacknorschungen taten ergeben, datz sie frei erfunten ist. Alle weiteren Maimahnicn zur Aufdeckimg der gesamten Orgari a.ion sind getroffen. Näheres kann erst nach den *'lbschluß ter Ermitllungen und cer Sichtung des äuf^rlt umfangreichen Materials bekanntgece en nxidxn.

Paris, 9 Aug. (Wolsfck Havas. In der Frage desDodekanes wurde zwischen ter 11 a - lienischen und der griechischen Regierung eine Uebereinkunst geschlossen, die morgen Dienstag zu gleicher Zeit mit dem türki'chen yne» densvertrag unterzeichnet werden wirb. Xcx Temps" berichtet, baß gemäß ter kurzckch zwucten Italien unb Griechenland getroffenen -Vereinbarung die 12 kleinen Inseln des Dodekanes unter griechi­sche Oberhoheit kommen werden. Bezügstch Rho­des soll ein Volksabstimmung ftattfinben, falls England den Bewohnern von Zypern erlauben würde, sich mit Griechenland zu vereinigen. Die Frist, in her die Volksabstimmung stattfi*den soll, ist von 5 zu 5 Jahren festgesetzt Die Austührungs- bestimmungen für bie Volkrabstlmmung werben im voraus durch die morgen zu unterzeichnende Ver­einbarung festgesetzt. Griechenlanb verleiht ter ita­lienischen archäologisck-en Schule in Athen das Recht, Ausgrabungen auf der Jnjel Kos vorzuneh- men. D^gen Smyrna enthält die Vereinbarung keine Bestimmungen.

Ter Lantesvertvaltungsausschuß gab seine Zu- 1 ffirnmung zur Errichtung tschechischerVolks- -«chulen in ten rein tentschen Orten Ober- 'ÜMusnitz, Lischnitz. Wiescutl-al, Wüstrei bei Trau- i«uau, Trum bei Leipa unb Schömmern bei «rummau: tsckiechischer Bürgerschulen in Lands- fion und Libuschm: einer tschechischen Gewerbe­schule in Oberleutcnsdorf. Seit Beginn dieses ; Wahres haben über hundert tsch chische Aktien­gesellschaften Kapitalrerl-öhungen beschlossen. Ter Nennwert ter aitszugebcndcu Aktien stellt ten Betrag von einer Milliarde dar, der jecwch mit Hinzurechnung des Agios ein Vielfaches dieser ; Summe a-usmacht. Mehr als die Hälfte entfällt nut die tschechischen Banken. Tie Zivnostenska temka erhöhte ihr Kapitat auf 300 Millionen tconen. Arn 6. Juni erhielt der Prager Erz­bischof Kordac eine Trahtung aus Rom, in tvclcher d-er Papst nach den Anträgen der tschechisck-cn Bischöfe Den Gebrauch ter tschechischen Sprache beim Gottesdienste gestattet. Wie weit baten itnr yii ähnlichen Anträgen ter teutschen Bischöfe! Tie Prägen deutsche Universüät ift gegenwärtig «m 3300 Hörern besucht. Wieviel Segen könnte sie ter deutschen Heimat sein, während sie im Dvager Gesaiignis erstickt? Tas fidcle tschechische Finaiizministeriuni teilt mittels Ertast seinen Beamten mit, daß dasKde vomov mm" unbNad tatvau se blizka" Staatshymnen sind, die natürlich fleißig zu singen wären. Ein (5'eselligkcitsklub ter tschechosloioakifchen Badegaste r»n Marie nb ad wurde in Prag gegründet. C& wurde beschlossen, in Marienbad ein K'lublotal mit einer Lesehalle zu errichten und Schritte ruisuleitcn, damit bei Konzerten ter Stur Copel le. laudj tschechische Kompositionen und bic tsctechifcte Vlotionaihymne gespielt loerdcn, ferner baß bie Musikprogramme und Kurblättcr auch in tschechr- s cher Sprache hcrausgegeben werden, daß Gast­wirte, Kaffeesieder und FremtenHofbesitzer tschechi­sches Dienstpersonal anstellen und t>d>cchisck>e Zei­tungen bcziehen. Nach langem Nachdenken ist c*j dem tschechischen Ministerium des Innern ge- iingdn, für bas deutsch: ..Warnsdorf" einen tschechischen 9Mmcn zu erfinden. Tie Prager Hcrr- s hasten nennen es jetztBavrinooa". Tafür mar- shiert ter Warnsdorfer Bezirk mit 127 Prozent Getreiteabliefcrung abermals an ter Spitze. Gin tschechisck^r Schulskandal droht dem Rei­chen berg er Bezirke. Tie Prager Paschas dros­seln das deutsche Schulwesen so brutal, daß feit einem Jahre bereits 21 Klassen ausgelassen wur­den. Nunmehr holt Prag zu neuen Streichen aus. Gelingt ter Plan, so locrden int Bezirke in ein­jähriger tsäiechischer Schultoirtschaft von 255 Klai ' im 45, d. I). iund tin Vs, vernichtet sein. Am *9. 9Jlai erhi.lt Lcck)rer Mitsckiciu in Huldschm, Bor- frtenter des deutsch-mährisclien Volksbundes, einer 8er mutigsten unb verdienstvollsten Verfechter des 'c)eutscktums un Hulbschiner Länbchen, vom Keickslommissär Schrämet bic Nachricht, daß er mit Ende tes Monats Mai seines Amtes enthoben ei. Tie Bevölkerung des Huld schiller Länb- Hens beantwortet bic Tschechifierungspolitik in vielen Orten mit Schulstreiks. Die in Frei- valbau beim Königsschießen nach alter Ucberliese- nmg am Rathausc aufgehängte alte ^hützensahne mit Dem Wappen ter Stadt un) des Landes Schlesien mußte auf Befehl tes tschechischen Ober» leutumrts Zaplctal cingcjogen werden. Dcr ischechlscte Sebra.r Smetal betreibt in Meedl ge- mbezu Menschenhandel: für ein deutsches Kind bietet er K. 100., stellt Kleiber unb Schuhe m Aussicht: in Storzendorf unb Dörsl hat er bereits 10 teutsch: Kinder ausgekauft. Für diese unb zwei Meebler Kinder wir) eine tschechische odmle erhalten und der schönste Saal der (te= mcuibc amtlich beansprucht. Das Ministerium des Innern ter tschechoslowakischen Republit hat die Gründung eines Hauptvercins der evangcli- schen Gustav-Adols-Stistung, ter, wie etwa ber Hau Pt verein Hermannstadt, dem

Bentraloorftanb angcschlossen wäre, den deutschon evangelischen (gemeinten seines Lan­des verboten. Die Vorstände der Zwcigvcrnne haben nun einen selbständigen Evangelifchcn Äustav-Abolf-Hmiptverein in der ffchechoslowaki- 'chen Republik gegründet, der dem Zencralvorstand in Leipzig selbständig, wie etwa die Vereine in Schweden und Holland, gegenüberftefren wird, kürzlich wurde in Hartmanitz (Böhmerwald) eine tschechische Schule errichtet: sie zählt 5 Schuler, Darunter 4 deutsche. Gleichzeitig schließt man rneh- revc deutsche Sck)ulcn mit 20 bis 40 Kindern, zieht Ale Klassen zusarnrneii usw. Jetzt schließt bas Schuljahr Statt bes früheren DankgottesbleMtes buben jetzt Hns-Feiern ftaltzufinden Ausgesproanm bentfä)-seiEch: Hus-Fciern an teilt cfen Su/u- len! In Gratzcn > Böhrneravaib würbe der neugewähsie deutsche Abgeordnete feierlickf^emWan­gen, baamtet auch Don einer teutschen Schule in der neuen ffcheclstsck-en Schule. Tags darauf uec- abrcichie ihr der Lehrer eine solch: Obr- leigc, baß ihr Trommelfell platzte, mit ten Worten:Teutsck-e Sau!" Dann munteu r r a.le Dcitfchülee einen Fußtritt geben imc ic auspuckcu. *- Im über wie-end teuti'd^en Eiben s chu tz Mähren, Tschechi-en) itnrcb: öffeitttd) durch t rom m el fd)I a g bemmrgegeben, ter otabtrat 1-as Tragen der [og^naiintenD irndl - fo ftüm e" un-) das Deutschsprechen auf

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